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Christmette

Weih­nachts­pre­digt von Erz­bi­schof Gössl

„Weih­nach­ten ist kei­ne welt­frem­de Idylle“

Die Frie­dens­bot­schaft der Hei­li­gen Nacht ist nach Wor­ten von Erz­bi­schof Her­wig Gössl kei­ne Blind­heit vor der Rea­li­tät und kein über­trie­be­ner Opti­mis­mus, beton­te der Erz­bi­schof in sei­ner Weihnachtspredigt.

„Weih­nach­ten sagt uns alle Jah­re wie­der, dass Gott die­se Mensch­heit nicht auf­ge­ge­ben hat, trotz aller Unver­nunft und Wider­sprüch­lich­keit im Ver­hal­ten, trotz der Nei­gung zur Gewalt, die dem Frie­den so oft im Weg steht“, sag­te Gössl in sei­ner Pre­digt am Hei­lig­abend im Bam­ber­ger Dom.

Der Erz­bi­schof stell­te die Fra­ge, war­um es der Mensch­heit so schwer­fal­le, Mei­nungs­ver­schie­den­hei­ten ohne Gewalt zu regeln. Offen­sicht­lich schlum­me­re im Men­schen eine Nei­gung zur Eska­la­ti­on, die dann erwa­che, wenn man sich bedroht oder unge­recht behan­delt füh­le. Die­se Mecha­nis­men zeig­ten sich nicht nur im Krieg, son­dern auch in den sozia­len Netz­wer­ken, wo Empö­rung, Feind­bil­der und gegen­sei­ti­ge Schuld­zu­wei­sun­gen vie­le Debat­ten prägten.

Dem setz­te Erz­bi­schof Gössl die bibli­sche Frie­dens­bot­schaft ent­ge­gen. Der Pro­phet Jesa­ja spre­che von der Sehn­sucht nach Frie­den, ver­schwei­ge aber auch nicht die Trüm­mer und das Leid in der Stadt Jeru­sa­lem, die dem Frie­den vor­aus­gin­gen. Auch Weih­nach­ten sei kei­ne welt­frem­de Idyl­le. „Das Evan­ge­li­um redet sehr klar von der Fins­ter­nis in die­ser Welt“, sag­te Gössl. Zugleich ver­kün­de es, dass ein Licht in die­ser Fins­ter­nis leuch­te und Ori­en­tie­rung sowie Hoff­nung gebe.

Die Weih­nachts­bot­schaft ver­steht der Erz­bi­schof als Hoff­nungs­zei­chen und Auf­trag zugleich. Sie zei­ge, wie die Welt nach Got­tes Wil­len sein kön­ne, und ermu­ti­ge dazu, Gewalt zu dees­ka­lie­ren und aktiv zum Frie­den bei­zu­tra­gen. Weil Gott die Mensch­heit trotz Krieg, Hass und Kon­flik­ten nicht auf­ge­be, dürf­ten auch Men­schen ein­an­der nicht auf­ge­ben – weder in Kriegs- und Kri­sen­ge­bie­ten noch in digi­ta­len Aus­ein­an­der­set­zun­gen oder im pri­va­ten All­tag. Auch wenn Frie­dens­ar­beit oft wie ein schwa­ches Licht erschei­ne, blei­be sie wirk­sam. Die Geburt Chris­ti sei das Zei­chen für Got­tes Ja zur Welt „Es ermu­tigt uns, auch selbst zu den Mit­men­schen Ja zu sagen“, so Gössl.

Weih­nach­ten im Bam­ber­ger Dom

Christ­met­te mit Erz­bi­schof Gössl im Livestream

An Hei­lig­abend fin­det die tra­di­tio­nel­le Christ­met­te im Bam­ber­ger Dom mit Erz­bi­schof Her­wig Gössl um 22.30 Uhr statt. Das Erz­bis­tum Bam­berg hat den Ablauf vom dies­jäh­ri­gen Weih­nachts­fest bis Drei­kö­nig bekanntgegeben.

An Hei­lig­abend sin­gen und spie­len wäh­rend der Christ­met­te die Mäd­chen­kan­to­rei, der Frau­en­kam­mer­chor der Dom­kan­to­rei und Mit­glie­der der Bam­ber­ger Sym­pho­ni­ker die Mis­sa in A „in nati­vi­ta­te Domi­ni“ von Josef Gabri­el Rheinberger.

An der Orgel spielt Dom­or­ga­nist Mar­kus Wil­lin­ger. Die Christ­met­te wird im Live­stream über­tra­gen. Um 16.00 Uhr fin­det ein Kin­der­got­tes­dienst mit Krip­pen­spiel statt, der vom Auf­bau­chor der Mäd­chen­kan­to­rei und den Vor­chö­ren der Dom­mu­sik gestal­tet wird. Um 17.30 Uhr wird eine Fami­li­en­met­te mit Dom­pfar­rer Mar­kus Koh­mann gefeiert.

Das Pon­ti­fi­kal­amt am Hoch­fest der Geburt des Herrn, Don­ners­tag, 25. Dezem­ber, mit Erz­bi­schof Gössl, beginnt um 9.30 Uhr. Die Dom­kan­to­rei, Solis­ten und Musi­ker der Bam­ber­ger Sym­pho­ni­ker sin­gen und spie­len unter Lei­tung von Dom­ka­pell­meis­ter Vin­cent Heit­zer die Mis­sa bre­vis in C „Mis­sa auli­ca“ von F. X. Bri­xi. An der Orgel spielt Dom­or­ga­nist Mar­kus Wil­lin­ger. Der Got­tes­dienst wird im Live­stream über­tra­gen. Eine wei­te­re Eucha­ris­tie­fei­er fin­det um 11.30 Uhr statt. Um 17.00 Uhr fei­ert Erz­bi­schof Gössl eine Pon­ti­fi­kal­ves­per. Es sin­gen der Dom­chor, die Mäd­chen­kan­to­rei und die Dom­kan­to­rei Chor­mu­sik, Psal­men und Wechselgesänge.

Am zwei­ten Weih­nachts­fei­er­tag, Frei­tag, 26. Dezem­ber, fin­det um 9.30 Uhr eine Eucha­ris­tie­fei­er statt, der Dom­de­kan Hubert Schiepek vor­steht. Der Män­ner­chor des Dom­cho­res und die Sopra­nis­tin Vic­to­ria Kun­ze sin­gen die „Mis­sa clas­si­ca“ von G. Sorg. Um 11.30 Uhr fin­det eine wei­te­re Mess­fei­er statt, um 17.00 Uhr eine Festandacht.

Am Sonn­tag, 28. Dezem­ber, sind Eucha­ris­tie­fei­ern um 9.30 Uhr und um 11.30 Uhr. Um 17 Uhr wird das Weih­nachts­ora­to­ri­um von Johann Sebas­ti­an Bach, Kan­ta­ten I, IV, VI, vom Dom­chor, Solis­ten und dem Barock­or­ches­ter La Ban­da unter Lei­tung von Vin­cent Heit­zer aufgeführt.

Am Sil­ves­ter­tag, Mitt­woch, 31. Dezem­ber, beginnt die fei­er­li­che Ves­per zum Jah­res­schluss mit Erz­bi­schof Gössl um 17.00 Uhr. Musi­ka­lisch mit­ge­stal­tet wird sie vom Kathe­dral­ju­gend­chor mit Psal­men, Wech­sel­ge­sän­gen und weih­nacht­li­cher Chormusik.

An Neu­jahr (Hoch­fest der Got­tes­mut­ter Maria), Don­ners­tag, 1. Janu­ar, fin­det um 9.30 Uhr ein Got­tes­dienst mit Dom­de­kan Hubert Schiepek mit deut­schen Kir­chen­lie­dern und Kan­to­ren­ge­sän­gen statt. Um 11.30 Uhr ist eine wei­te­re Eucharistiefeier.

Am Hoch­fest der Erschei­nung des Herrn, (Drei­kö­nig) Diens­tag, 6. Janu­ar, wird die Eucha­ris­tie­fei­er um 9.30 Uhr, der Dom­de­kan Hubert Schiepek vor­steht, vom Dom­Vo­kal musi­ka­lisch gestal­tet. Um 11.30 Uhr fin­det ein wei­te­rer Got­tes­dienst mit Aus­sendung der Stern­sin­ger statt. Um 17.00 Uhr wird ein weih­nacht­li­cher Ves­per­got­tes­dienst „A Cerem­o­ny of Nine Les­sons and Carols“ in angli­ka­ni­scher Form gefei­ert. Es singt die Domkantorei.

Das Par­ken auf dem Dom­platz ist zu den Got­tes­dienst­zei­ten und zum Weih­nachts­ora­to­ri­um erlaubt.

Die Live­streams am 24. und 25. Dezem­ber wer­den auf www.youtube.com/erzbistumbamberg übertragen.

Weih­nachts­pre­digt von Erz­bi­schof Gössl

„Gott ist nicht Zuschau­er geblieben“

Weih­nach­ten bringt nach Wor­ten des Bam­ber­ger Erz­bi­schofs Her­wig Gössl das Licht der Hoff­nung in eine von Ver­zweif­lung gepräg­te Welt. Die Weih­nachts­bot­schaft ver­än­de­re tat­säch­lich die Welt, so der Erz­bi­schof heu­te in sei­ner Weihnachtspredigt.

„Weih­nach­ten ist nicht bloß ein Appell für mehr Mensch­lich­keit, Frie­den und Ver­söh­nung. Weih­nach­ten besagt viel­mehr, dass Gott selbst die Initia­ti­ve ergrif­fen hat und durch die Mensch­wer­dung sei­nes Soh­nes einen neu­en Anfang gesetzt hat“, sag­te Gössl in sei­ner Pre­digt am ers­ten Weih­nachts­tag im Bam­ber­ger Dom. Weih­nach­ten bedeu­te auch: „Gott ist nicht Zuschau­er geblie­ben, der das oft wun­der­li­che Ver­hal­ten der Men­schen von oben her­ab betrachtet.“

Die Weih­nachts­bot­schaft ver­än­de­re tat­säch­lich die Welt, so der Erz­bi­schof. Wer die Bot­schaft der Mensch­wer­dung Got­tes ganz an sich her­an­kom­men las­se und sie dank­bar im Her­zen auf­neh­me, der blei­be in sei­nen Gedan­ken und Emp­fin­dun­gen nicht hän­gen beim nächs­ten Pro­blem, das am Hori­zont des Lebens auf­tau­che, der blei­be nicht fixiert auf per­sön­li­che Ent­täu­schun­gen, der erwar­te auch nicht, dass alles nach den eige­nen Vor­stel­lun­gen läuft. „Wer die Bot­schaft von der Mensch­wer­dung Got­tes auf­ge­nom­men hat, der weiß, dass die­se gan­ze, manch­mal ver­rück­te Welt und Mensch­heit gehal­ten und getra­gen ist.“

Gössl füg­te hin­zu: „Von die­ser Gewiss­heit erfüllt kön­nen wir uns ein­set­zen für Gerech­tig­keit, Ver­söh­nung Frie­den unter den Men­schen. Wir kön­nen uns bemü­hen, dass die ego­is­ti­sche Gier nach immer mehr über­wun­den wird, und am bes­ten fängt man damit immer bei sich selbst an.“

Der Erz­bi­schof erin­ner­te in sei­ner Pre­digt auch an die Not­wen­dig­keit, das Leben zu schüt­zen, die Schöp­fung zu bewah­ren und dafür zu sor­gen, dass die Erde ein Ort des Lebens bleibt. „Ehr­furcht vor der Schöp­fung ist und bleibt ein Auf­trag, auch und gera­de in wirt­schaft­lich schwie­ri­gen Zei­ten.“ Wenn es um den Schutz des Lebens gehe, dürf­ten die unge­bo­re­nen Kin­der und pfle­ge­be­dürf­ti­ge älte­re Men­schen nicht ver­ges­sen wer­den. Gott habe allen Men­schen die Wür­de von Got­tes­kin­dern ver­lie­hen, weil er sie lie­be und ihnen immer wie­der Gro­ßes zutraue. „Gott rech­net bei uns Men­schen mit dem Wun­der. Tun wir es auch!“, schloss der Erz­bi­schof sei­ne Weihnachtspredigt.

Der wei­te­re Ablauf bis zum Drei­kö­nigs­fest ist hier zu finden.

Weih­nach­ten im Bam­ber­ger Dom

Christ­met­te im Livestream

An Hei­lig­abend fin­det die tra­di­tio­nel­le Christ­met­te im Bam­ber­ger Dom mit Erz­bi­schof Her­wig Gössl um 22.30 Uhr statt. Das Erz­bis­tum Bam­berg hat den Ablauf vom dies­jäh­ri­gen Weih­nachts­fest bis Drei­kö­nig bekanntgegeben.

An Hei­lig­abend wer­den wäh­rend der Christ­met­te der Dom­chor, Mit­glie­der der Bam­ber­ger Sym­pho­ni­ker und Solis­ten unter Lei­tung von Dom­ka­pell­meis­ter Vin­cent Heit­zer die Mis­sa bre­vis in B von Wolf­gang Ama­de­us Mozart sin­gen und spie­len. An der Orgel spielt Dom­or­ga­nist Mar­kus Wil­lin­ger. Die Christ­met­te wird auch im Live­stream über­tra­gen. Bereits um 16.00 Uhr fin­det eine Krip­pen­fei­er für Fami­li­en mit Klein­kin­dern statt, um 18.00 Uhr wird eine Fami­li­en­met­te mit Dom­pfar­rer Mar­kus Koh­mann gefeiert.

Das Pon­ti­fi­kal­amt am Hoch­fest der Geburt des Herrn, Mitt­woch, 25. Dezem­ber, mit Erz­bi­schof Gössl, beginnt um 9.30 Uhr. Die Dom­kan­to­rei, Solis­ten und Musi­ker der Bam­ber­ger Sym­pho­ni­ker sin­gen und spie­len unter Lei­tung von Dom­ka­pell­meis­ter Vin­cent Heit­zer die Mis­sa bre­vis in F von Wolf­gang Ama­de­us Mozart sowie weih­nacht­li­che Chor­mu­sik. An der Orgel spielt Dom­or­ga­nist Mar­kus Wil­lin­ger. Der Got­tes­dienst wird auch im Live­stream über­tra­gen. Eine wei­te­re Eucha­ris­tie­fei­er fin­det um 11.30 Uhr statt. Um 17.00 Uhr fei­ert Erz­bi­schof Gössl eine Pon­ti­fi­kal­ves­per. Es sin­gen der Dom­chor, die Mäd­chen­kan­to­rei und die Dom­kan­to­rei Chor­mu­sik, Psal­men und Wech­sel­ge­sän­ge unter der Lei­tung von Katha­ri­na Ack­va. An der Orgel spielt Dom­or­ga­nist Mar­kus Willinger.

Am zwei­ten Weih­nachts­fei­er­tag, Don­ners­tag, 26. Dezem­ber, fin­det um 9.30 Uhr eine Eucha­ris­tie­fei­er statt, der Dom­de­kan Hubert Schiepek vor­ste­hen wird. Die Mäd­chen­kan­to­rei singt die Mes­se in Es-Dur von Joseph Gabri­el Rhein­ber­ger sowie weih­nacht­li­che Chor­mu­sik unter der Lei­tung von Katha­ri­na Ack­va. An der Orgel spielt Karl-Heinz Böhm. Um 11.30 Uhr fin­det eine wei­te­re Mess­fei­er statt, um 17.00 Uhr eine Festandacht.

Am Sonn­tag, 29. Dezem­ber, wird mit einem Pon­ti­fi­kal­amt das Hei­li­ge Jahr eröff­net. Die Fei­er beginnt um 17.00 Uhr in der Pfarr­kir­che St. Mar­tin am Grü­nen Markt. Von dort zieht eine Pro­zes­si­on zum Dom, wo gegen 18.00 Uhr die Eucha­ris­tie­fei­er beginnt, die im Live­stream über­tra­gen wird. Ein Vokal­ensem­ble der Dom­kan­to­rei singt die Mis­sa O quam glo­rio­sum von T. L. de Vic­to­ria sowie weih­nacht­li­che Chor­mu­sik. An der Orgel spielt Karl-Heinz Böhm. Die Sonn­tags­got­tes­diens­te fin­den wie üblich um 9.30 Uhr und 11.30 Uhr statt.

Am Sil­ves­ter­tag beginnt die fei­er­li­che Ves­per zum Jah­res­schluss mit Erz­bi­schof Gössl um 17.00 Uhr. Musi­ka­lisch mit­ge­stal­tet wird sie von der Mäd­chen­kan­to­rei am Bam­ber­ger Dom mit Psal­men, Wech­sel­ge­sän­gen und weih­nacht­li­cher Chor­mu­sik unter der Lei­tung von Dom­ka­pell­meis­ter Vin­cent Heit­zer. An der Orgel spielt Karl-Heinz Böhm. Um 19.00 Uhr fin­det eine Eucha­ris­tie­fei­er statt.

An Neu­jahr – dem Hoch­fest der Got­tes­mut­ter Maria – fin­det um 9.30 Uhr ein Got­tes­dienst mit Dom­de­kan Hubert Schiepek mit deut­schen Kir­chen­lie­dern statt. Um 11.30 Uhr ist eine wei­te­re Eucharistiefeier.

Am Hoch­fest der Erschei­nung des Herrn, Drei­kö­nig, singt in der Eucha­ris­tie­fei­er um 9.30 Uhr, der Dom­de­kan Hubert Schiepek vor­steht, ein Vokal­ensem­ble der Dom­kan­to­rei unter Lei­tung von Katha­ri­na Ack­va. Um 11.30 Uhr fin­det ein wei­te­rer Got­tes­dienst statt. Um 17.00 Uhr wird ein weih­nacht­li­cher Ves­per­got­tes­dienst „A Cerem­o­ny of Nine Les­sons and Carols“ in angli­ka­ni­scher Form gefei­ert. Es singt die Dom­kan­to­rei unter Lei­tung von Dom­ka­pell­meis­ter Vin­cent Heit­zer. An der Orgel spielt Geor­ge Warren.

Die Live­streams am 24., 25. und 29. Dezem­ber wer­den hier übertragen.