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Denkmalpflege

Füh­run­gen, Vor­trä­ge und Ein­bli­cke am 13. September

Tag des offe­nen Denk­mals 2026: Eröff­nung mit Klos­ter­an­la­ge St. Micha­el und Rat­haus am Maxplatz

Mit der bun­des­wei­ten Eröff­nung des Tags des offe­nen Denk­mals® am 13. Sep­tem­ber 2026 fällt in der UNESCO-Welt­erbe­stadt Bam­berg der offi­zi­el­le Start­schuss für Deutsch­lands größ­tes Kul­tur­event. Die Klos­ter­an­la­ge St. Micha­el ist dabei einer von meh­re­ren Stand­or­ten der Eröff­nungs­ver­an­stal­tung, wie die Stadt Bam­berg mitteilt.

Auch im Innen­hof des Rat­hau­ses am Max­platz erwar­tet die Besu­che­rin­nen und Besu­cher ein Pro­gramm­punkt. Die Stadt Bam­berg und die Deut­sche Stif­tung Denk­mal­schutz als bun­des­wei­te Koor­di­na­to­rin des Tags des offe­nen Denk­mals® geben an ver­schie­de­nen Orten Ein­bli­cke in bedeu­ten­de Bau­wer­ke und aktu­el­le Pro­jek­te der Denkmalpflege.


Klos­ter­an­la­ge St. Micha­el: Füh­run­gen und Vorträge

Von 11 bis 16 Uhr ste­hen in der Klos­ter­an­la­ge meh­re­re Füh­run­gen und Vor­trä­ge auf dem Pro­gramm. Im Mit­tel­punkt ste­hen die Kir­che St. Micha­el sowie die Schau­bau­stel­le „Kai­ser-Hein­rich-Por­tal“. Besu­che­rin­nen und Besu­cher erhal­ten dabei Ein­bli­cke in die Geschich­te und Bedeu­tung der Klos­ter­an­la­ge sowie in die aktu­el­len denk­mal­pfle­ge­ri­schen Arbeiten.

Beglei­tet wird das Pro­gramm unter ande­rem von Fach­leu­ten des Baye­ri­schen Lan­des­am­tes für Denk­mal­pfle­ge und der Deut­schen Stif­tung Denk­mal­schutz, die ihr Fach­wis­sen zu den his­to­ri­schen Bau­wer­ken und ihrer Erhal­tung vermitteln.

Für die ein­zel­nen Pro­gramm­punk­te gilt eine Anmel­dung direkt vor Ort am Ver­an­stal­tungs­tag. Vor­zei­ti­ge Anmel­dun­gen per Tele­fon, E‑Mail oder auf ande­rem Wege kön­nen nicht berück­sich­tigt wer­den. Die Teil­neh­mer­zahl ist auf 20 Per­so­nen pro Pro­gramm­punkt begrenzt.


Rat­haus am Max­platz: Ein­bli­cke in die geplan­te Sanierung

Ein wei­te­res Ange­bot der Eröff­nungs­ver­an­stal­tung gibt es im Innen­hof des Rat­hau­ses am Max­platz: Dort kön­nen sich Inter­es­sier­te über die Pla­nun­gen zur Sanie­rung rund um das QuaM (Quar­tier am Max­platz) infor­mie­ren. Eine Aus­stel­lung ver­mit­telt Hin­ter­grün­de und gibt Ein­bli­cke in die vor­ge­se­he­nen Maß­nah­men und die wei­te­re Ent­wick­lung des Are­als. Der Zugang Innen­hof des Rat­hau­ses am Max­platz ist frei und ohne Anmel­dung möglich.


Bun­des­wei­te Eröff­nung in Bamberg

Von his­to­ri­schen Bau­wer­ken wie der Klos­ter­an­la­ge St. Micha­el bis hin zu aktu­el­len Sanie­rungs- und Pla­nungs­pro­jek­ten erhal­ten Besu­che­rin­nen und Besu­cher die Mög­lich­keit, sich unmit­tel­bar vor Ort mit dem bau­kul­tu­rel­len Erbe und sei­ner Zukunft aus­ein­an­der­zu­set­zen. Die bun­des­wei­te Eröff­nung in Bam­berg steht dabei stell­ver­tre­tend für die tau­sen­den Denk­ma­le, die am zwei­ten Sep­tem­ber­wo­chen­en­de deutsch­land­weit ihre Türen öffnen.

Alle Infor­ma­tio­nen sowie eine Info­bro­schü­re sind hier zu finden. 

Bun­des­wei­te Eröff­nung macht Bam­berg zum Zen­trum der Denkmalpflege

Tag des offe­nen Denkmals®

Am Sonn­tag, dem 13. Sep­tem­ber 2026, wird Bam­berg zum Mit­tel­punkt für den Tag des offe­nen Denk­mals® in Deutsch­land. Erst­mals fin­det die bun­des­wei­te Eröff­nungs­fei­er der größ­ten Kul­tur­ver­an­stal­tung Deutsch­lands in der Welt­erbe­stadt statt. Gemein­sam mit der Deut­schen Stif­tung Denk­mal­schutz (DSD) lädt die Stadt Bam­berg dazu ein, Denk­ma­le aus neu­en Per­spek­ti­ven ken­nen­zu­ler­nen und außer­ge­wöhn­li­che Ein­bli­cke in his­to­ri­sche Gebäu­de, lau­fen­de Restau­rie­run­gen und ver­bor­ge­ne Orte zu erhal­ten, wie die Stadt Bam­berg mitteilt.

„An die­sem Tag kön­nen auch Bam­ber­ge­rin­nen und Bam­ber­ger die Schön­heit ihrer Stadt neu ent­de­cken“, betont Ober­bür­ger­meis­ter Sebas­ti­an M. Nie­der­mai­er bei einer Pres­se­kon­fe­renz im His­to­ri­schen Muse­um zur Vor­stel­lung des Programms.

„Der Tag des offe­nen Denk­mals macht Jahr für Jahr sicht­bar, wie viel Enga­ge­ment, Fach­wis­sen und Lei­den­schaft hin­ter dem Erhalt unse­rer Bau- und Kul­tur­denk­ma­le ste­hen. Er beweist ein­drucks­voll, dass Denk­mal­schutz kein Nischen­the­ma ist, son­dern Men­schen in ganz Deutsch­land begeis­tert und zusam­men­bringt. Die bun­des­wei­te Eröff­nung in Bam­berg unter­streicht die beson­de­re Bedeu­tung der Welt­erbe­stadt für die deut­sche Denk­mal­land­schaft und setzt ein star­kes Zei­chen für die Wert­schät­zung unse­res kul­tu­rel­len Erbes“, erklärt DSD-Vor­stand Dr. Stef­fen Skudelny.

Der dies­jäh­ri­ge Akti­ons­tag am 13. Sep­tem­ber soll unter dem bun­des­wei­ten Mot­to „Netz­WER­KE: Denk­ma­le und Infra­struk­tur“ zei­gen, wie eng Denk­mal­schutz, Stadt­ent­wick­lung und gesell­schaft­li­cher Zusam­men­halt mit­ein­an­der ver­bun­den sind. In ganz Deutsch­land öff­nen mehr als 6.000 Denk­ma­le ihre Türen.

„Dass die bun­des­wei­te Eröff­nung des Tags des offe­nen Denk­mals hier in Bam­berg statt­fin­det, ist eine gro­ße Aus­zeich­nung für unse­re Stadt. Sie wür­digt nicht nur unser ein­zig­ar­ti­ges UNESCO-Welt­erbe, son­dern vor allem das außer­ge­wöhn­li­che Enga­ge­ment unzäh­li­ger Men­schen, die sich tag­täg­lich für den Erhalt unse­rer his­to­ri­schen Bau­sub­stanz ein­set­zen. Am 13. Sep­tem­ber wird Bam­berg zei­gen, wie leben­dig Denk­mal­pfle­ge sein kann – als Gemein­schafts­auf­ga­be und als Brü­cke zwi­schen Ver­gan­gen­heit und Zukunft“, sagt OB Niedermaier.


Ser­vice: Alles zum Tag des offe­nen Denkmals

Alle bun­des­weit ange­mel­de­ten Denk­ma­le und tages­ak­tu­el­le Ände­run­gen sind online sowie in der App zum Tag des offe­nen Denk­mals zu fin­den. Das voll­stän­di­ge Pro­gramm mit allen Füh­run­gen, Ver­an­stal­tun­gen und Hin­wei­sen zu Anmel­dun­gen und Shut­tle-Bus­sen in Bam­berg ist in der Pro­gramm­bro­schü­re sowie online unter www.stadt.bamberg.de/tag-des-offenen-denkmals erhält­lich. Auch auf www.kultur.bamberg.de sind die Ter­mi­ne und vie­le Infor­ma­tio­nen zu fin­den. Alle Ange­bo­te sind kos­ten­frei. Für ein­zel­ne Füh­run­gen ist auf­grund begrenz­ter Teil­neh­mer­zah­len eine vor­he­ri­ge Anmel­dung erforderlich.


Markt der Mög­lich­kei­ten am Maxplatz

Besu­che­rin­nen und Besu­cher erwar­tet ein viel­fäl­ti­ges Pro­gramm mit stadt­weit über 60 geöff­ne­ten Denk­ma­len, Tou­ren und Aktio­nen. Zen­tra­ler Ver­an­stal­tungs­ort ist der Max­platz, wo um 11 Uhr der Tag offi­zi­ell eröff­net wird. Bis 17 Uhr wird Musik und Unter­hal­tung für die gan­ze Fami­lie auf der Büh­ne gebo­ten. Den musi­ka­li­schen Höhe­punkt setzt am Nach­mit­tag der Bam­ber­ger Kult­rap­per Bambägga.

Wäh­rend des gesam­ten Tages bie­tet der inter­ak­ti­ve „Markt der Mög­lich­kei­ten“ Ein­bli­cke in die Denk­mal­pfle­ge. An zahl­rei­chen Stän­den kön­nen Besu­che­rin­nen und Besu­cher denk­malspezifische The­men ent­de­cken und selbst aktiv wer­den. Krea­ti­ve Mit­ma­ch­an­ge­bo­te, dar­un­ter Stei­ne­klop­fen mit einem Stein­metz und Ver­gol­den laden Groß und Klein dazu ein, ver­schie­de­ne Hand­werks­tech­ni­ken ken­nen­zu­ler­nen, Bau­kul­tur zu erkun­den und Denk­ma­le mit neu­en Augen zu sehen.

Stadt­weit öff­nen zahl­rei­che sonst ver­schlos­se­ne Gebäu­de ihre Türen und bie­ten ein exklu­si­ves Pro­gramm zum Tag des offe­nen Denk­mals. Für den Besuch der Denk­ma­le ist ein kos­ten­frei­er Shut­tle durch das Stadt­ge­biet eingerichtet.

Zu den beson­de­ren Höhe­punk­ten zäh­len die Schau­bau­stel­len der Deut­schen Stif­tung Denk­mal­schutz. An fünf För­der­pro­jek­ten der Stif­tung kön­nen Besu­che­rin­nen und Besu­cher Denk­mal­pfle­ge ganz prak­tisch erle­ben und den aus­füh­ren­den Gewer­ken bei der Restau­rie­rung über die Schul­ter schau­en. Am baro­cken Wohn­haus am Michels­berg 25 demons­trie­ren Kir­chen­ma­ler die Restau­rie­rung der his­to­ri­schen Figu­ren Kai­ser Hein­richs II. und Kai­se­rin Kuni­gun­des. Im ehe­ma­li­gen Dom­her­ren­hof in der Obe­ren Karo­li­nen­stra­ße kön­nen Besu­cher restau­ra­to­ri­sche Vor­un­ter­su­chun­gen an einer erst kürz­lich ent­deck­ten Wand­ma­le­rei ver­fol­gen. Im Gärt­ner­an­we­sen in der Sie­chen­stra­ße wird anschau­lich gezeigt, wie his­to­ri­sche Bau­sub­stanz behut­sam für die Zukunft wei­ter­ent­wi­ckelt wer­den kann.


Denk­mal­ei­gen­tü­mer gewäh­ren beson­de­re Einblicke

Im Rah­men des Pres­se­ge­sprächs konn­te bereits das bekann­te „Schwert­fe­ger­häus­chen“ in der Karo­li­nen­stra­ße besich­tigt wer­den. Das vier­ge­schos­si­ge Wohn- und Geschäfts­haus, das im Kern aus dem 12. Jahr­hun­dert stammt, wur­de vor weni­gen Jah­ren durch einen Brand stark beschä­digt. Denk­mal­ei­gen­tü­mer und Archi­tek­ten Anne-Kris­tin Gel­ler und Phil­ipp Dorn­busch führ­ten durch das Gebäu­de und erklär­ten die Wie­der­auf­bau­ar­bei­ten. Am 13. Sep­tem­ber wird das Haus auch sei­ne Türen für Besu­che­rin­nen und Besu­cher öffnen.

Zahl­rei­che öffent­li­che Denk­ma­le bie­ten an die­sem Tag eben­falls beson­de­re Pro­gram­me. So ermög­licht die Neue Resi­denz aus­nahms­wei­se Ein­bli­cke in Berei­che, die sonst der­zeit nicht zugäng­lich sind. Im Alten Rat­haus wer­den groß­for­ma­ti­ge Fotos gezeigt, die doku­men­tie­ren, wie der Ver­kehr frü­her durch das Brü­cken­rat­haus ver­lief, wäh­rend im Rat­haus am Max­platz eine Aus­stel­lung die geplan­te Sanie­rung darstellt.

Pas­send zum Jah­res­mot­to rücken zudem his­to­ri­sche Infra­struk­tur und tech­ni­sche Denk­ma­le in den Mit­tel­punkt. Füh­run­gen durch die Schleu­se 100 des Lud­wig-Donau-Main-Kanals, das ehe­ma­li­ge Elek­tri­zi­täts­werk oder der Lok­schup­pen aus dem 19. Jahr­hun­dert machen sicht­bar, wie tech­ni­sche Bau­wer­ke über Jahr­hun­der­te das Leben der Men­schen geprägt haben.


Denk­mal­pfle­ge trifft For­schung und Innovation

Einen beson­de­ren Schwer­punkt setzt Bam­berg auch auf die Ver­bin­dung von Denk­mal­pfle­ge und Wis­sen­schaft. Die Otto-Fried­rich-Uni­ver­si­tät Bam­berg prä­sen­tiert in der ehe­ma­li­gen Domi­ni­ka­ner­kir­che aktu­el­le For­schungs­pro­jek­te zu digi­ta­len Restau­rie­rungs­me­tho­den, 3D-Scans, Vir­tu­al Rea­li­ty und Kli­ma­schutz im Denk­mal­be­reich. Besu­che­rin­nen und Besu­cher kön­nen erle­ben, wie moder­ne Tech­no­lo­gien dazu bei­tra­gen, jahr­hun­der­te­al­tes Kul­tur­er­be zu bewah­ren und für kom­men­de Gene­ra­tio­nen zu dokumentieren.

Auch das Zen­trum Welt­erbe Bam­berg greift aktu­el­le Zukunfts­fra­gen auf. Die Aus­stel­lung „Welt­erbe und Nach­hal­tig­keit“ zeigt anhand anschau­li­cher Bei­spie­le, wie his­to­ri­sche Bau­wei­sen und tra­di­tio­nel­le Mate­ria­li­en Ant­wor­ten auf heu­ti­ge Her­aus­for­de­run­gen lie­fern kön­nen. Inter­ak­ti­ve Ange­bo­te und Mit­mach­sta­tio­nen rich­ten sich dabei aus­drück­lich auch an Fami­li­en und Kinder.


Eine Stadt als leben­di­ges Denkmal

Ob mit­tel­al­ter­li­che Bür­ger­häu­ser, baro­cke Resi­den­zen, tech­ni­sche Denk­ma­le oder denk­mal­ge­schütz­te Indus­trie­bau­ten – kaum eine ande­re Stadt ver­eint auf so engem Raum eine ver­gleich­ba­re Viel­falt his­to­ri­scher Zeug­nis­se wie Bam­berg. Der Tag des offe­nen Denk­mals bie­tet die sel­te­ne Gele­gen­heit, die­se Viel­falt nicht nur zu besich­ti­gen, son­dern ihre Geschich­ten unmit­tel­bar zu erleben.

„Unse­re Denk­ma­le erzäh­len nicht nur von der Ver­gan­gen­heit. Sie sind Orte der Begeg­nung, der Iden­ti­tät und des gesell­schaft­li­chen Zusam­men­halts. Genau das macht Bam­berg zu einem idea­len Gast­ge­ber für die bun­des­wei­te Eröff­nung des Tags des offe­nen Denk­mals“, betont Bam­bergs Kul­tur­re­fe­ren­tin Ulri­ke Siebenhaar.