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Denkmalpreis

Für vor­bild­lich sanier­te, his­to­ri­sche Gebäude

Bezirk Ober­fran­ken ver­leiht Denk­mal­preis 2023

Die Eigen­tü­me­rIn­nen von elf sanier­ten, his­to­ri­schen Gebäu­den in Ober­fran­ken haben vom Bezirk Ober­fran­ken den Denk­mal­preis 2023 erhal­ten. Dar­un­ter sind auch drei Sanie­rungs­pro­jek­te aus Bamberg.

Seit 2021 ver­gibt der Bezirk Ober­fran­ken einen Denk­mal­preis, eine Aus­zeich­nung für vor­bild­lich sanier­te, his­to­ri­sche Gebäu­de. Die­se ist mit 5.000 Euro pro aus­ge­zeich­ne­tem Objekt dotiert. Eine Jury unter der Lei­tung von Bezirks­hei­mat­pfle­ger Gün­ter Dip­pold setzt sich dabei jedes Jahr mit den ein­ge­reich­ten Vor­schlä­gen aus­ein­an­der und bewer­tet sie. Der Bezirks­aus­schuss hat­te schließ­lich über die Ver­ga­be der dies­jäh­ri­gen Prei­se für Sanie­rungs­maß­nah­men entschieden.

Dip­pold ver­wies laut einer Mit­tei­lung des Bezirks zudem dar­auf, dass Denk­mä­ler für Iden­ti­tät stün­den. „Sie sind sicht­ba­res Zeug­nis der Geschich­te eines Dor­fes, einer Stadt oder sogar einer gan­zen Regi­on. Teils sind es her­aus­ra­gen­de Werk bekann­ter Archi­tek­ten, die als Denk­mä­ler ein­ge­tra­gen sind – Schlös­ser, Kir­chen, Vil­len. Häu­fig sind es aber auch die Zeug­nis­se der ein­fa­chen Bevöl­ke­rung, die für das Gesamt­bild wich­tig sind. Und gera­de in Ober­fran­ken dür­fen wir auch die Indus­trie­bau­ten nicht ver­ges­sen, die gan­ze Regio­nen geprägt haben.“

Denk­mal­preis 2023

In die­sem Jahr hat der Bezirk Ober­fran­ken elf Sanie­rungs­pro­jek­te mit dem Denk­mal­preis aus­ge­zeich­net. Für die Stadt Bam­berg erhält Mat­thi­as Kre­del den Preis für die Instand­set­zung eines spät­mit­tel­al­ter­li­che Gärt­ner­an­we­sens in der Fär­ber­gas­se 14. Im Land­kreis Bam­berg, in der Rothen­san­der Haupt­stra­ße 6 in Hirschaid, haben Julia und Tho­mas Nagel einen ehe­ma­li­gen Bau­ern­hof aus dem 18. Jahr­hun­dert mit tra­di­tio­nel­len Hand­werks­tech­ni­ken und Mate­ria­li­en saniert. 13 Jah­re hat das Pro­jekt gedauert.

In Hall­stadts Mühl­hof­stra­ße 3 steht das Main­schlöss­chen, erbaut nach Plä­nen von Bal­tha­sar Neu­mann. Die­ses habe, so die Jury, eine zen­tra­le städ­te­bau­li­che und his­to­ri­sche Bedeu­tung. Susan­ne Strauss und Harald Strauss-Orl­ovs­ky haben es saniert, nun soll es Platz für Woh­nun­gen, Kon­zer­te, Trau­un­gen oder städ­ti­sche Ver­an­stal­tun­gen bieten.

Ein wei­te­rer Denk­mal­preis geht nach Bay­reuth. Unter der Adres­se Colm­dorf 8 haben Axel und Chris­ti­an Rothen­bü­cher ein 1754 erbau­tes, aber lan­ge ver­nach­läs­sig­tes Schloss instand­ge­setzt. Nun soll es auch für die Öffent­lich­keit zur Ver­fü­gung stehen.

Eggols­heim liegt im Land­kreis Forch­heim. In sei­ner Hart­mann­stra­ße 47 steht eine Hof­an­la­ge aus den 1740er Jah­ren. Für die Sanie­rung der­sel­ben haben Tat­ja­na und Phil­ipp Hüm­mer einen Denk­mal­preis gewonnen.

Die Vil­la Pit­troff im Land­kreis Hof, genau­er gesagt in der Münch­ber­ger Stra­ße 43 in Helm­b­rechts, war ein­sturz­ge­fähr­det und vom Haus­schwamm befal­len. Das 1904 erbau­te Gebäu­de hat Iris Selch in Abstim­mung mit den Denk­mal­schutz­be­hör­den saniert.

Das Obe­re Schloss in Küps (Kulm­ba­cher Stra­ße 1) im Land­kreis Kro­nach wur­de im 16. und 17. Jahr­hun­dert errich­tet. Die heu­ti­ge Eigen­tü­me­rin Anna Hele­ne Feul­ner hat das stark sanie­rungs­be­dürf­ti­ge Gebäu­de 2018 über­nom­men und seit­dem umfang­reich restauriert.

Prei­se nach Kulm­bach, Lich­ten­fels und Wunsiedel

Eben­falls im Land­kreis Kulm­bach, in der Mühl­stra­ße 18 in Main­leus, steht eine ehe­ma­li­ge Müh­le. Besit­zer ist Chris­ti­an Schnei­der. Er hat das Gebäu­de reno­viert, nun soll als Wohn­raum dienen.

Eli­sa­beth und Jona­than Gehr­lich besit­zen in der Schwür­bit­zer Stra­ße 17 in Marktz­euln (Land­kreis Lich­ten­fels) eine Vil­la im Stil der Reform­ar­chi­tek­tur. Das Gebäu­de stammt aus dem Jahr 1925. Die Ein­grif­fe wäh­rend der Sanie­rung wur­den auf das Not­wen­digs­te beschränkt, his­to­ri­sche Ein­bau­ten, Par­kett, Wand- und Decken­ober­flä­chen soweit wie mög­lich erhalten.

Zwei Denk­mal­prei­se gehen in den Land­kreis Wun­sie­del. In der Hofer Stra­ße 10 in Kir­chen­lamitz steht ein Wohn­haus von 1888. Der ehe­ma­li­ge Wohn­sitz meh­re­rer Bür­ger­meis­ter von Kir­chen­lamitz gehört Chris­ti­ne Herr­lin­ger – die Sanie­rung dau­er­te zehn Jahre.

In Schön­wald, Adres­se Brunn 15, hat Mar­tin Klotz-Veit eine Immo­bi­lie. Die­ses soge­nann­te Aus­trags­haus (sie­he Foto) wur­de bis 1950 noch bewohnt. Es han­delt sich um eines der letz­ten Gebäu­de die­ser Art in der Regi­on, das sich noch am Ori­gi­nal­stand­ort befin­det. Das klei­ne Haus wur­de als Teil des gesam­ten Hof­en­sem­bles saniert.