„Der Stern in dir“
Zwei Frauen, eine Vision: Ein Benefizmärchen für Bamberg
Am 16. Mai bringt das Projekt „Der Stern in dir“ ein ganz besonderes Benefizmärchen im Kulturboden Hallstadt. Dahinter stehen zwei Frauen – Saskia Steck aus Bamberg, und Andrea Raffaela Böll aus der Schweiz –, die mit Musik und Fantasie nicht nur unterhalten, sondern auch Gutes tun wollen. Im Gespräch mit dem Stadtecho erzählt die Bamberger Co-Autorin und Projektleiterin Saskia Steck, wie aus einer spontanen Idee ein Herzensprojekt wurde.
„Die Idee zu „Der Stern in dir“ ist eigentlich aus einer „Schnapsidee ohne Schnaps“ entstanden“, sagt Saskia Steck lachend. Zusammen mit Andrea Raffaela Böll, einer Freundin aus der Schweiz und früheren Gesangslehrerin, organisierte sie 2024 ganz spontan eine Musical-Benefiz-Night in Gaustadt. Innerhalb von drei Monaten stand die Show – der Saal war voll, die Stimmung großartig, und am Ende konnten sie 1.000 Euro an das Kinder- und Jugendhospiz Sternenzelt spenden. „Wir hatten so viel Spaß daran, dass wir gesagt haben: Das machen wir größer. Professioneller. Und öfter.“
Die Entscheidung, den Erlös dem Kinder- und Jugendhospiz Sternenzelt in Bamberg zukommen zu lassen, war für Saskia Steck sehr persönlich. Die Projektleiterin lebt selbst mit einer chronischen Autoimmunerkrankung und weiß, wie wichtig Unterstützung für Familien mit schwer kranken Kindern ist. „Die Pflege dort wird finanziert, aber alles drum herum – Angebote für Eltern, Geschwister, Begegnungen – läuft über Spenden. Genau das wollten wir unterstützen.“
Was ist gut in mir?
„Der Stern in dir“ erzählt die Geschichte des Mädchens Liva, das sich auf die Suche nach einem verschwundenen Stern macht, der über ihrem Dorf Schutz gespendet hat. Auf ihrer Reise begegnet sie symbolischen Figuren: einem Löwen ohne Mut, einer Königin mit harter Fassade und zerbrochenem Inneren, einem Wald voller Spiegel, die ihr nur Livas negativen Seiten zeigen. Am Ende erkennt Liva: Der Stern leuchtet nicht am Himmel – sondern in jedem Menschen selbst. „Es geht um Selbstwert, Mut, Verletzlichkeit und darum, sich selbst anzunehmen – mit Licht und Schatten,“ so Saskia Steck.
Bei dem Ganzen ist das Publikum Teil der Geschichte, und das ganz bewusst. Die Zuschauer dürfen mitentscheiden, wie die Geschichte weitergeht. Außerdem gibt es eine sogenannte Sternenwand: Dort können Besucher Sterne aufhängen und aufschreiben, was ihnen Hoffnung gibt oder was sie an sich selbst schätzen. „Wir wollen den Fokus weg vom Negativen lenken. Mal nicht: Was läuft alles schief? Sondern: Was ist eigentlich gut in mir?“
Warum der Kulturboden?
Ursprünglich sollte das Stück wieder – wie die Veranstaltung 2024 – im Sängerheim in Gaustadt laufen, doch das ist nicht barrierefrei. Der Kulturboden bietet Platz, ist gut erreichbar und offen für alle. „Inklusion war uns wichtig. Jeder soll kommen können – mit Kinderwagen, Rollstuhl oder einfach nur mit Neugier.“ Auch Wolfgang Heyder, Chef des Veranstaltungsservice Bamberg und Veranstalter, steht dahinter: „Ich halte das für ein ganz wunderbare Aktion, deshalb auch unsere Unterstützung!“
Gemeinsame Vision
Während die Bambergerin Saskia Steck aus dem klassischen Gesang kommt und heute auch als Hochzeitssängerin arbeitet, ist Co-Autorin Andrea Raffaela in der Schweiz eine bekannte Metal-Sängerin, Bookerin und Vocal-Coach. Sie wurde sogar zu einer der besten weiblichen Metal-Stimmen gekürt. „Genau das ist das Schöne bei uns: Unterschiedliche Stile, eine gemeinsame Vision.“
„Wir wollen Licht in diese momentan dunklen Zeiten bringen. Überall hört man von Krisen, Kriegen, Angst. Die Menschen werden misstrauischer. Wir wollen mit Musik wieder Wärme schaffen.“ Der Projekt- und Veranstaltername Cantavia ist dabei Programm: Cantare (singen) und Avia (Flügel) – die Stimme soll Flügel verleihen.
So geht es nach Bamberg weiter
Zunächst feierte das Märchen am 7. März Premiere in Baden (Schweiz), danach folgt Bamberg am 16. Mai. Langfristig denken die beiden sogar über einen eigenen gemeinnützigen Verein nach. „Aber erst mal wollen wir die Kosten decken, Menschen berühren – und zeigen, dass Kultur auch Herz haben kann.“
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Musik und Märchen für den guten Zweck
Kulturboden goes Benefiz
Der Kulturboden Hallstadt stellt sich in diesem Frühjahr in den Dienst der guten Sache: Mit gleich zwei Benefizveranstaltungen wird gezeigt, dass Kultur nicht nur Menschen verbindet, sondern auch Hoffnung schenken kann. Denn wenn Musik mehr ist als Unterhaltung, entstehen Momente, die unter die Haut gehen und nachhaltig wirken.
Zwei besondere Benefizveranstaltungen, die zeigen, wie kraftvoll Kultur sein kann, wenn sie Herz und Engagement verbindet, stehen an.
„Ein Konzert für Charlie“
Zunächst bietet der Kulturboden in Hallstadt am kommenden Sonntag wieder eine Bühne für einen besonderen Benefizabend. Mit Live-Musik verschiedener Künstler und einer Tombola mit attraktiven Gewinnen zugunsten des vierjährigen Charlie soll Hoffnung hör- und spürbar werden: Am Sonntag, den 26. April ab 17 Uhr im Kulturboden in Hallstadt beim Benefizkonzert „Ein Konzert für Charlie“ mit Live-Musik und einer Tombola, deren Erlös dem vierjährigen Charlie zugute kommt.
Charlie ist gerade einmal vier Jahre alt und doch kämpft er schon mit einer unglaublich schweren Diagnose: MPS IIIA, eine seltene, neurodegenerative Krankheit, die ihm nach und nach seine Fähigkeiten nimmt. Um Charlie mehr Leben, Zeit und gemeinsame Momente mit seiner Familie zu ermöglichen, werden Spenden für eine benötigte Gentherapie in den USA gesammelt, denn die Kosten dafür sind riesig, sie umfassen mehrere Millionen Euro. Jeder kann helfen, dem kleinen Jungen ein Stück Zukunft zu schenken – und dabei einen musikalischen Abend mit tollen Bands beim Konzert für Charlie erleben.
Mit dabei sind am Sonntag Lucky and the Heartbreakers, die ENDLICH KERWA BAND, Bambägga, TRIPLE B, Slam Elephant, 1516 und David Saam. Beim Konzert wird es auch eine Tombola mit attraktiven Preisen geben, deren Erlös Charlie zugutekommt.
„Der Stern in dir“
Am 16. Mai um 19:30 Uhr wird dann das musikalische Benefizmärchen „Der Stern in dir“ aufgeführt, das deutsche Premiere feiert. „Der Stern in dir“ ist mehr als ein Musikmärchen – es ist eine emotionale Reise durch Licht, Schatten und Menschlichkeit. Als der Stern über einem kleinen Dorf verschwindet, macht sich die junge Liva auf den Weg, ihn wiederzufinden. Auf ihrer Reise begegnet sie einem mutlosen Löwen, einer zerbrochenen Königin und einem stillen Künstler – Symbolfiguren für das, was wir alle in uns tragen: Angst, Zweifel, aber auch Mut und Hoffnung.
Zwischen Live-Gesang, Licht und Projektionen entfaltet sich eine magische Erzählung, die zeigt, wie wir selbst zu unserem eigenen Licht werden können. Geschrieben wurde die Geschichte von Andrea Raffaela Böll gemeinsam mit Saskia Steck. Unterstützt von fünf bis sechs Künstler:innen und einer Erzählerin bringen sie ein Programm auf die Bühne, das Herz, Stimme und Haltung vereint.
Bekannte Songs von Sarah Connor, Pur, Rosenstolz, Helene Fischer und Unheilig verschmelzen mit einer modernen Märchenerzählung zu einem Abend, der berührt, inspiriert und Gutes tut. Denn der Erlös kommt Hilfsorganisationen zugute, die sich für Kinder und Jugendliche einsetzen: dem «Kinder- und Jugendhospiz Sternenzelt» in Bamberg (Deutschland) und dem Verein «Against Child Abuse» in der Schweiz.
Karten für die Veranstaltungen gibt es an allen bekannten Vorverkaufsstellen, telefonisch unter 0951–23837, oder unter www.kartenkiosk-bamberg.de .