Browse Tag

Dombauhütte

Mit­ar­bei­ter der Dom­bau­hüt­te mon­tier­ten Papst­wap­pen ober­halb des Adamsportals

Wap­pen von Papst Leo XIV. am Bam­ber­ger Dom angebracht

Das neue Papst­wap­pen ist jetzt auch am Bam­ber­ger Dom zu sehen. Drei Mit­ar­bei­ter der Dom­bau­hüt­te befes­tig­ten das hand­ge­mal­te Wap­pen ober­halb des Adams­por­tals, wie das Erz­bis­tum Bam­berg mitteilt.

Das Wap­pen hängt damit an der glei­chen Stel­le, an der bis vor Kur­zem das Wap­pen von Papst Fran­zis­kus zu sehen war.
Dass das Papst­wap­pen am Bam­ber­ger Dom gezeigt wird, ist eine Beson­der­heit. Denn der Dom trägt den Ehren­ti­tel einer Basi­li­ca minor. Welt­weit gibt es etwa 2000 Kir­chen mit her­aus­ra­gen­der Bedeu­tung oder Wall­fahrts­kir­chen mit die­ser Bezeich­nung. An allen wird das päpst­li­che Wap­pen ange­bracht. Knapp fünf Mona­te nach der Wahl Papst Leos XIV. zum Ober­haupt der Katho­li­kin­nen und Katho­li­ken geschah das nun auch in Bamberg.

Vier sol­cher Basi­li­cae mino­res befin­den sich im Erz­bis­tum Bam­berg. Neben dem Dom sind das die Wall­fahrts­ba­si­li­ken Vier­zehn­hei­li­gen in Bad Staf­fel­stein, Hei­ligs­te Drei­fal­tig­keit in Göß­wein­stein und Mariä Heim­su­chung in Marienweiher.

Papst Leo XIV. änder­te den Schild sei­nes Wap­pens im Ver­gleich zu sei­ner Bischofs‑, Erz­bi­schofs- und Kar­di­nals­zeit nicht. Auch der Wahl­spruch („in illo unum uno“ – „in die­sem Einen sind wir eins“) wur­de über­nom­men. Der Wap­pen­schild ist schräg geteilt und zeigt im einen Feld auf blau­em Grund eine sil­ber­ne Lilie, die ein Sym­bol für die Got­tes­mut­ter Maria ist. Im ande­ren Feld wird durch ein durch­bohr­tes, bren­nen­des Herz auf einem Buch auf den hei­li­gen Augus­ti­nus und damit auf den Augus­ti­ner­or­den hin­ge­wie­sen, dem der neue Papst angehört.

Umge­ben ist der Schild wie bei sei­nen bei­den Vor­gän­gern, den Päps­ten Bene­dikt XVI. und Fran­zis­kus, von der Mitra und den gekreuz­ten Schlüs­seln mit roter Kor­del. Auch sei­nen Wahl­spruch füg­te er dem Wap­pen wie schon Fran­zis­kus hinzu.

Restau­rier­te Sand­stein­fi­gu­ren zurück im Rosengarten

Olym­pi­er keh­ren nach Bam­berg zurück

Vier restau­rier­te Sand­stein­fi­gu­ren sind nach über einem Jahr an ihren Platz im Rosen­gar­ten der Neu­en Resi­denz Bam­berg zurück­ge­kehrt. Die wert­vol­len Kopien von Jupi­ter, Nep­tun und Dia­na sowie ein flö­ten­spie­len­der Put­to berei­chern ab sofort wie­der die Gartenanlage.

Die Arbei­ten an den Figu­ren wur­den von der Dom­bau­hüt­te Bam­berg in enger fach­li­cher Abstim­mung mit den zustän­di­gen Mit­ar­bei­tern der Baye­ri­schen Schlös­ser­ver­wal­tung durch­ge­führt. Die Ori­gi­na­le ste­hen im Muse­um der Neu­en Resi­denz Bamberg.


Hoch­wer­ti­ge Bild­hau­er­ko­pien seit dem 20. Jahrhundert


Der Bam­ber­ger Hof­bild­hau­er Fer­di­nand Tietz fer­tig­te 1760/​/​61 acht Göt­ter­fi­gu­ren und meh­re­re ande­re Bild­hau­er­ar­bei­ten für den Bam­ber­ger Hof­gar­ten. Ganz im Sin­ne der Gar­ten­ge­stal­tung des Roko­kos luden die Figu­ren zum Spa­zie­ren im Gar­ten ein und waren fes­ter Bestand­teil der Anla­ge. Fer­di­nand Tietz gilt heu­te als einer der wich­tigs­ten deut­schen Bild­hau­er des 18. Jahrhunderts.

Nach­dem die Wit­te­rung den Figu­ren immer mehr zuge­setzt hat­te, ent­schied man sich zu Beginn des 20. Jahr­hun­derts, die Ori­gi­na­le nach und nach durch hoch­wer­ti­ge Bild­hau­er­ko­pien zu erset­zen. Zwi­schen 1913 und 1957 fer­tig­te der bedeu­ten­de Bam­ber­ger Bild­hau­er Hans Leit­he­rer Kopien aller olym­pi­schen Göt­ter des Rosengartens.

Doch auch die­se Kopien benö­ti­gen Pfle­ge: Star­ke Schä­den am Schilf­sand­stein mit mas­si­ver Riss- und Scha­len­bil­dung mach­ten eine Restau­rie­rung not­wen­dig. Alle Ris­se und Hohl­stel­len wur­den zeit­auf­wen­dig mit mine­ra­li­schem Mör­tel auf­ge­füllt, schad­haf­te Alter­gän­zun­gen abge­nom­men und neu ergänzt sowie abge­gan­ge­ne Tei­le mit Mikro­stif­ten genadelt.

Nach Abschluss der Arbei­ten lädt die Schlös­ser­ver­wal­tung nun alle Besu­che­rin­nen und Besu­cher ein, die neu auf­ge­stell­ten Göt­ter­fi­gu­ren – Jupi­ter mit Bart, Adler und Blitz­bün­del, Dia­na mit Jagd­hund, Nep­tun mit Drei­zack und den Put­to mit Quer­flö­te – im Rosen­gar­ten zu bewundern.


Die Schloss- und Gar­ten­ver­wal­tung Bamberg

Die Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­ter der Außen­ver­wal­tung in Bam­berg küm­mern sich mit viel Sorg­falt nicht nur um die Neue Resi­denz und die Alte Hof­hal­tung am Dom­platz in Bam­berg, sie sind zudem auch für Schloss und Park See­hof in Mem­mels­dorf und die Burg Lau­en­stein in Lud­wigs­stadt zustän­dig. Knapp 30 Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­ter sowie rund 40 Sai­son- und Aus­hilfs­kräf­te arbei­ten in der Schloss- und Gar­ten­ver­wal­tung Bam­berg. Für einen unver­gess­li­chen Besuch im Rosen­gar­ten der Neu­en Resi­denz sowie in der Park­an­la­ge von Schloss See­hof mit ihren Was­ser­spie­len und Zitrus­pflan­zen sor­gen ins­ge­samt acht Gärt­ner. Zudem wer­den Schloss­füh­re­rin­nen und ‑füh­rer, Aufsichts‑, Kas­sen- und Ver­wal­tungs­kräf­te sowie Kas­tel­la­ne beschäftigt.


Die Baye­ri­sche Schlösserverwaltung

Die Baye­ri­sche Ver­wal­tung der staat­li­chen Schlös­ser, Gär­ten und Seen ist eine der tra­di­ti­ons­reichs­ten Ver­wal­tun­gen des Frei­staa­tes Bay­ern. Als Hof­ver­wal­tung der Kur­fürs­ten und der Köni­ge ent­stan­den, ist sie heu­te mit 45 Schlös­sern, Bur­gen und Resi­den­zen sowie wei­te­ren Bau­denk­mä­lern einer der größ­ten staat­li­chen Muse­ums­trä­ger in Deutsch­land. Dazu kommt noch ein ganz beson­de­res geschicht­li­ches Erbe: die vie­len pracht­vol­len Hof­gär­ten, Schloss­parks, Gar­ten­an­la­gen und Seen. Die ein­zig­ar­ti­gen Ensem­bles euro­päi­scher Archi­tek­tur gepaart mit reich­hal­ti­ger künst­le­ri­scher Aus­stat­tung zie­hen jähr­lich ein Mil­lio­nen­pu­bli­kum aus aller Welt an.