Vom 9. bis 12. Juli
Heinrichsfest 2026 auf dem Bamberger Domberg
Das diesjährige Heinrichsfest lädt vom 9. bis 12. Juli rund um den Domberg zu Gottesdiensten, Veranstaltungen und Impulsen ein, um gemeinsam zu feiern, sich auszutauschen und miteinander ins Gespräch zu kommen. Höhepunkt ist der festliche Gottesdienst auf dem Domplatz am Sonntag, dem 12. Juli, um 10 Uhr mit Erzbischof Herwig Gössl.
Beginn ist am heutigen Donnerstag, dem 9. Juli, um 19 Uhr mit einem Gottesdienst zur feierlichen Übertragung der Häupter. Zum Auftakt der Festtage feiern wir am Donnerstag, 9. Juli, um 19 Uhr die „Übertragung der Häupter“. Dazu werden die normalerweise in der Häupterkapelle ausgestellten Reliquienschädel des Kaiserpaares Heinrich und Kunigunde in den Altarraum zur Verehrung gebracht.
Das Heinrichsfestwochenende beginnt am Freitagabend mit der Praisenight um 21 Uhr auf dem Domplatz. Das Gemeinschaftsprojekt verschiedener christlicher Gemeinden und Kirchen lädt zu einem Abend mit Gebeten, Musik und Impulsen zum Thema Hoffnung von Sr. Teresa Zukic ein.
Es folgt am Samstag, dem 11. Juli, um 10 Uhr in St. Urban eine Eucharistiefeier samt Krankensalbung für Seniorinnen und Senioren, Kranke und Menschen mit Behinderung. Um 14 Uhr startet das Programm in der Alten Hofhaltung – in Biergartenatmosphäre und mit Musik der Gruppe „JazzPantz“. Es schließt sich um 16 Uhr auf dem Domplatz der traditionelle Motorradgottesdienst mit den „Betlehem Allstars“ an.
Ein besonderes Highlight bildet der Samstagabend in der Alten Hofhaltung. Er greift unter dem Jahresmotto „Du bewegst die Welt“ auch das Leben und Wirken des Missionars Pater Rudolf Lunkenbein auf. Lunkenbein wurde 1976 in Brasilien von weißen Großgrundbesitzern erschossen. Der aus Döringstadt bei Ebensfeld stammende Priester setzte sich für die Rechte der Bororo-Indigenen ein. Neben einem Informationsstand wird es einen Talk mit der brasilianischen Delegation zum Gedenken an Lunkenbeins 50. Todestag geben. Die Band „Sinnergie“ sorgt im Anschluss für ein besonders Konzerterlebnis. Mit leckerem Essen aus der Foodmeile ist auch kulinarisch für alles gesorgt. Im Angebot sind neben Getränken und Brezeln der Kolpingsfamilie, Pizza, Gegrilltes und die Veggiepfanne der Ordensfrauen.
Nach dem Festgottesdienst am Sonntag mit Erzbischof Herwig Gössl um 10 Uhr besteht die Möglichkeit, Stände der Verbände, Vereine und Einrichtungen des Erzbistums Bamberg zu besuchen und bei deren vielfältigen Aktionen mitzumachen. Auf dem Domplatz lädt ein Wasserspielplatz zum Abkühlen ein. Auf der Domplatzbühne wird ein abwechslungsreiches Programm mit Musik, Tanz, Talk, Kampfsport und Showakrobatik geboten. Außerdem gibt es vielfältige Führungs- und Veranstaltungsangebote in Dom und Diözesanmuseum.
So besteht um 13.30 Uhr beispielsweise die Möglichkeit für Kinder, sich von Erzbischof Gössl die Schätze im Dom zeigen zu lassen. Bevor das Heinrichsfest um 17 Uhr mit der Pontifikalvesper im Dom endet, wird der der Chor „Happy Together“ aus Bamberg ab 15.30 Uhr auf dem Domplatz singen.
Das vollständige Programm mit vielen weiteren Kulinarik‑, Gesprächs- und Mitmachangeboten ist auf www.heinrichsfest.de zu finden. Bei schlechtem Wetter werden alle Gottesdienste im Dom gefeiert, die anderen Angebote finden wie geplant statt.
Das Heinrichsfest findet jedes Jahr am zweiten Juli-Wochenende statt und erinnert an den Bistumsgründer, den heiligen Kaiser Heinrich II., der am 13. Juli 1024 gestorben ist.
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Lebendiges Erbe im Schatten des Doms
Internationaler Museumstag in Bamberg
Am kommenden Sonntag, dem 17. Mai, findet in diesem Jahr der Internationale Museumstag statt. Museen auf der ganzen Welt nutzen diesen Tag, um mit besonderen Führungen, Rahmenprogrammen und speziellen Angeboten auf ihre Arbeit und ihre Bestände aufmerksam zu machen. So auch in Bamberg.
Museen sind Orte des Erinnerns und Entdeckens. Sie bewahren das kulturelle Erbe der Menschheit und präsentieren es der Öffentlichkeit in kuratierter Form. Doch Museen sind heute mehr als nur Räume, in denen jahrtausendealte Artefakte lagern. Die einstigen stillen Schatzkammern sind zu Orten der Begegnung, der Reflexion und des Lernens geworden. Sie sind Orte, an denen man durch den Dialog mit der Geschichte die eigene Identität erkennen und entwickeln kann. Mit ihren Ausstellungen, Bildungsangeboten und innovativen Projekten wollen Museen nicht nur Wissen vermitteln, sondern auch Neugier wecken und gesellschaftlich relevante Themen ansprechen. So werden Museen zu lebendigen Räumen. Ein besonders lohnender Termin für den nächsten Museumsbesuch ist in diesem Jahr der 17. Mai, denn dann findet der Internationale Museumstag statt.
Die Arbeit und Leistungen der Museen würdigen
Seit seiner Einführung im Jahr 1978 durch den Internationalen Museumsrat ICOM macht der Museumstag auf die Bedeutung von Museen als Orte der kulturellen Begegnung aufmerksam. Ziel ist es, den Zugang zu Kunst, Kultur, Geschichte und Wissenschaft zu erleichtern, Hemmschwellen abzubauen und das Bewusstsein dafür zu stärken, welche Leistungen Museen in der Gegenwart erbringen. Der Eintritt ist daher in den meisten Museen an diesem Tag frei. Gleichzeitig soll der Tag den Dialog über aktuelle gesellschaftliche Themen anregen und durch Sonderaktionen, Führungen oder Workshops neue Besuchergruppen ins Museum locken. Das Motto des diesjährigen Tags, „Museums uniting a divided world” (Museen vereinen eine geteilte Welt), soll darauf aufmerksam machen, wie wichtig ein weltweiter gerechter Zugang zu Kultur, eine offene und inklusive Gesellschaft sowie eine Zusammenarbeit über institutionelle und nationale Grenzen hinweg sind.
Auch die Bamberger Museen begehen diesen Tag und laden am 17. Mai auf den Domberg ein. Neben freiem Eintritt wird auch ein spezielles Rahmenprogramm angeboten. Hier einige lohnende Ziele.
Die Ausstellung „Mauern der Macht: Die Alte Hofhaltung in Bamberg“
Inmitten der Weltkulturerbestadt Bamberg steht die Alte Hofhaltung. Sie ist ein Ort, an dem sich die Geschichte, die Autoritäten und die Architektur vergangener Jahrhunderte verdichten. Beschäftigt man sich ein wenig mit der Geschichte des Bauwerks, so wird deutlich, dass es ein eindrucksvolles Denkmal der Bamberger -, aber auch der europäischen Geschichte ist.
Mit der Ausstellung „Mauern der Macht: Die Alte Hofhaltung in Bamberg“, die bereits am 27. März 2026 eröffnet wurde und bis zum 1. November zu sehen ist, nimmt sich das historische Ensemble selbst zum Thema. Als Sitz des Kaisers und der Bamberger Bischöfe war die Hofhaltung einst ein mächtiges Symbol kirchlicher und weltlicher Autoritäten. Die Gebäude und Mauern tragen dieses Erbe bis heute in sich, da jede Epoche ihre baulichen Spuren hinterlassen hat.
Von der Burganlage zum Museum
Die Ursprünge der Hofhaltung liegen in einer frühmittelalterlichen Burganlage, die später von Kaiser Heinrich II. zu einer Kaiserpfalz ausgebaut wurde. Mit der Gründung des Bamberger Bistums im Jahr 1007 wurde die Anlage Sitz der Bischöfe und somit erste Residenz der Fürstbischöfe. Im Mittelalter wurde die Hofhaltung mehrfach erweitert und umgestaltet. So entstand ein geschlossener Hof, der die Wohn- und Wirtschaftsbereiche des Bischofs und des Domkapitels umfasste. Ihr heutiges Aussehen erhielt sie im 16. Jahrhundert. Mit der Schönen Pforte und dem Renaissance-Palas wurde die Hofhaltung für repräsentative Zwecke umgestaltet. Nach dem Umzug der Bischöfe in die Neue Residenz diente sie als Bibliothek und Verwaltungssitz. Seit 1938 beherbergt sie das Historische Museum.
Die Ausstellung „Mauern der Macht: Die Alte Hofhaltung in Bamberg“ gibt den Besucherinnen und Besuchern einen Einblick in die über tausendjährige Geschichte dieses Ortes. Thematisiert werden nicht nur das Leben der Mächtigen mit ihren Fehden, Konflikten, Kriegen und Feierlichkeiten, sondern auch das Leben der einfachen Leute wie Handwerker, Baumeister und Bedienstete, die ebenfalls hier lebten und arbeiteten.
Neben dem großen Ganzen werden auch Einzelschicksale, die mit der Hofhaltung verknüpft sind, beleuchtet. Zu nennen ist hier beispielsweise die Ermordung König Philipps von Schwaben im Jahr 1208, die sich im Pallas der Hofhaltung zutrug. Auch Georg Haas fand dort seinen Tod. Im Zuge der Hexenprozesse wurde der damalige Kanzler des Hochstifts in der Alten Hofhaltung hingerichtet. Auch die jüngere Geschichte wird beleuchtet, beispielsweise die Nutzung der Hofhaltung als Touristenziel, archäologische Ausgrabungsstätte und kultureller Veranstaltungsort, etwa für die jährlich stattfindenden Calderón-Festspiele.
Die bauliche Entwicklung nachvollziehen
Das Team des Historischen Museums Bamberg hat zahlreiche Objekte aus den Sammlungen der Museen der Stadt Bamberg zusammengetragen und eine interessante Ausstellung rund um ihr Museumsgebäude kuratiert. Zu sehen gibt es historische Darstellungen, interessante Dokumente aus den unterschiedlichen Epochen, sowie 3D-Modelle und Medienstationen, die die Entwicklung der Alten Hofhaltung nachvollziehbar machen. Ergänzt wird die Ausstellung durch interaktive Erlebnisstationen und ein vielseitiges Rahmenprogramm zum Internationalen Museumstag am 17. Mai.
Zeitgleich mit der Ausstellungseröffnung von „Mauern der Macht: Die Alte Hofhaltung in Bamberg“ am 27. März wurden auch die ständigen Ausstellungen des Historischen Museums aus dem Winterschlaf erweckt und dem Publikum zugänglich gemacht. „Jüdisches in Bamberg“, der „Bilderspaziergang“ durch die Gemäldegalerie im Historischen Museum und „Eine neue Zeit bricht an“ über das Bamberger Bürgertum sind die Klassiker der Bamberger Museumslandschaft und immer wieder einen Besuch wert.
Anlässlich des E.T.A.-Hoffmann-Jubiläumsjahres lädt der „E.T.A.-Hoffmann-Tanzsaal“ im Historischen Museum zur Entdeckung seiner phantastischen Welt ein. Seit dem 29. April präsentieren die Preisträger des Berganza-Preises des Bamberger Kunstvereins ihre zum Thema passenden Werke. Die Ausstellung wird durch eine hoffmanneske Veranstaltungsreihe mit Lesungen, Vorträgen und Workshops ergänzt, die die Vielschichtigkeit des Künstlers zeigen.
Alle Ausstellungen im Historischen Museum Bamberg sind bis zum 1. November 2026 zu sehen.
Staatsbibliothek Bamberg: „Vergessene Kunst in Bamberg: Alexej Borutscheff“
Gleich nebenan in der Staatsbibliothek Bamberg widmet sich die Ausstellung „Vergessene Kunst in Bamberg: Alexej Borutscheff” einem moderneren Künstler. Er war, wie E.T.A. Hoffmann, kein gebürtiger Bamberger, hat aber, wie Hoffmann, die Bamberger Kunstszene entscheidend geprägt.
Alexej Archipowitsch Borutscheff wurde 1911 in Russland geboren. In den 1930er Jahren studierte er Architektur und Kunst in Moskau. Während des Zweiten Weltkriegs geriet er als Offizier der Roten Armee in deutsche Kriegsgefangenschaft und kam 1945 nach Bamberg, wo er bis zu seinem Tod im Jahr 1994 lebte.
„Fragiles Erbe – bleibendes Licht“: Museumstag im Diözesanmuseum
Im Diözesanmuseum nebenan widmet man sich mit der am 16. Mai eröffnenden Ausstellung „Fragiles Erbe – bleibendes Licht“ dem Bamberger Andreasfenster. Im Zuge der Restaurierung der Andreaskapelle im Bamberger Dom wurde das Glasfenster untersucht und konserviert, um seine historische Bemalung zu sichern. Das Fenster ist das einzige erhaltene, mittelalterliche Buntglasfenster im Dombestand und stammt aus dem frühen 15. Jahrhundert. Am Internationalen Museumstag haben Besucher die Möglichkeit, live bei der Restaurierung dieses Kulturschatzes dabei zu sein und den Experten bei der Arbeit zuzusehen. Zudem sind eine interaktive Station für Kinder und Vorträge über mittelalterliche Glasproduktion geplant. Das Museumscafé wird ebenfalls geöffnet sein.
Bumiller Collection /Universitätsmuseum für Islamische Kunst
Auch die Bumiller Collection /Universitätsmuseum für Islamische Kunst beteiligt sich mit einem Programm am Internationalen Museumstag. Die Bumiller Collection zählt zu den bedeutendsten Sammlungen frühislamischer Kunst.
Sie stammt aus den Erwerbungen des Sammlers Manfred Bumiller und ist heute im Universitätsmuseum für Islamische Kunst in der Austraße in der Bamberger Inselstadt beheimatet. Am Museumstag findet um 10:30 Uhr eine Führung durch die Sammlung statt. Zu sehen gibt es Keramiken, Glas, Schriftstücke und Elfenbeinobjekte aus den Kulturen entlang der Seidenstraße. Um 14 Uhr wird Rolf-Bernhard Essig in den Museumsräumlichkeiten einen gewohnt kurzweiligen Vortrag mit dem Titel „Die fliegende Ziege und ein Esslöffel Öl” halten.
Viel geboten am Dom
Zum Internationalen Museumstag wird in Bamberg viel geboten. Die Teams der Bamberger Museen haben sich Mühe gegeben, um den Besucherinnen und Besuchern mittelalterliche Machtzentren, vergessene Kunstschätze, Hoffmanns fantastische Welten und frühislamische Kunst zu zeigen. Wer am 17. Mai den Weg auf den Domberg und in die Bamberger Innenstadt findet, unternimmt eine Reise durch die Epochen und erlebt, wie Museen Menschen, Geschichten und Perspektiven miteinander verbinden. So wird das Motto „Museums uniting a divided world” ganz konkret erfahrbar – und das mitten im Schatten des Doms.
Ausführliche Informationen zum Programmablauf sind auf der Homepage zu finden.
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Globale Krisen im Fokus
Kurzführung durch die Sonderausstellung im Diözesanmuseum am 18. September
Zu einer halbstündigen Führung durch die Sonderausstellung „Krise. Kunst. Kirche. Kontinente. Visionen von Laudato si‘ “ des Diözesanmuseums auf dem Domberg lädt Museumsleiterin Carola-Marie Schmidt am Donnerstag, 18. September, 12.30 Uhr, ein, wie die Stadt Bamberg mitteilt.
Zehn Jahre nach der Veröffentlichung der wegweisenden Umwelt-Enzyklika „Laudato si‘ “ von Papst Franziskus verbindet diese Ausstellung – eine Kooperation des Fachbereichs Umwelt und Klima, des Referats Weltkirche und des Diözesanmuseums – Kunst und Kirche zu einem eindrucksvollen Appell und lädt alle Interessierten dazu ein, sich mit den aktuellen ökologischen und sozialen Herausforderungen unserer Zeit auseinanderzusetzen.
Die von Museumsleiterin Carola-Marie Schmidt sorgfältig ausgewählten Kunstwerke international anerkannter Künstlerinnen und Künstler sowie mehrere interaktive Stationen beleuchten globale Krisen und die Notwendigkeit eines ganzheitlichen Umdenkens – inspiriert von den Impulsen der Enzyklika.
Der Freundeskreis der Museen um den Bamberger Dom lädt alle Interessierten zu dieser Kurzführung ein. Treffpunkt ist an der Kasse des Diözesanmuseums, Domplatz 5, Bamberg. Die Teilnahme an der Führung ist frei, es fallen lediglich die regulären Eintrittskosten an. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
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Ein Tag voller Entdeckungen für die ganze Familie
Weltkindertag auf dem Domberg am 20. September
Zu einem bunten, lebendigen und spannenden Weltkindertag am Samstag, 20. September, laden die Neue Residenz und die Alte Hofhaltung auf dem Domberg ein.
Familien mit Kindern sind herzlich willkommen, gemeinsam auf Entdeckungstour zu gehen, zu lernen, zu basteln und sich von historischen Schauplätzen inspirieren zu lassen. Ob kleine Entdeckerinnen oder große Geschichts-Fans – hier kommen alle auf ihre Kosten.
Die Familienführung „Lichterglanz und warmes Zuhause? Wie war das damals?“ in der Neuen Residenz richtet sich an Kinder ab sechs Jahren und lädt zu einer Entdeckungs- und Zeitreise ein. Im Historischen Museum Bamberg gibt es nicht nur Entdeckerbogen und Mitmachstationen rund um die Ausstellung „Bilderspaziergang“, sondern auch den Workshop „Demokratie braucht Kunst!“, in dem gemeinsam mit den Künstlerinnen Simona Saccoccia und Judith Siedersberger Stoffbeutel bedruckt werden. Die Infostand- und Mitmachstation „Handpanmusik“ eröffnet Klangwelten mit der Handpan, die Jung und Alt in ihren Bann ziehen. Beim Workshop „Lehm ist bunt“ mit „LebensLehm“ können Baumrindenmobile mit auswaschbaren Lehmfarben bemalt werden. Weiterhin können bei der Mitmachaktion „Bunte Buttons“ eigene, einzigartige Button gestaltet werden. Zusätzlich informiert der Infostand der „Omas gegen Rechts Bamberg“ über deren Arbeit und bietet ein Glücksrad. Schließlich führt die Familienführung „Abenteuer Geschichte – auf den Spuren der Fürstbischöfe“ vom Mittelalter bis zum Barock: Vom geheimnisvollen Kirchenschimmer in der Thomaskapelle bis zum prunkvollen Glanz der Neuen Residenz können Kinder mit ihren Eltern eine spannende Zeitreise erleben.
Alle Programmpunkte sind familienfreundlich gestaltet; weitere Details zu Zeiten und Treffpunkten unter http://www.domberg-bamberg.de
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Vom 10. bis 13. Juli im Zeichen des Heiligen Jahres
Heinrichsfest 2025 auf dem Bamberger Domberg
Das Heinrichsfest 2025 steht ganz im Zeichen des Heiligen Jahres. Unter dem Motto „Pilger der Hoffnung“ wird vom 10. bis 13. Juli rund um den Domberg ein Hoffnungsfest gefeiert – mit Gottesdiensten, Veranstaltungen und den verschiedensten Möglichkeiten, mit Menschen ins Gespräch zu kommen.
Am heutigen Donnerstag findet um 19 Uhr im Dom ein Gottesdienst zur feierlichen Übertragung der Häupter statt.
Das Heinrichswochenende beginnt am Freitagnachmittag um 16 Uhr mit der Eröffnung der Kunstausstellung „Krise.Kunst.Kirche.Kontinente. – Visionen von Laudato si“ im Diözesanmuseum. Sechs thematisch aktuelle Kunstwerke aus Afrika, Asien, Europa, Nordamerika, Südamerika und Ozeanien repräsentieren jeweils ihren Kontinent und eröffnen einen Diskurs. Um 20 Uhr startet im Bamberger Dom ein komplett neues Format, das in diesem Jahr zum ersten Mal einen Rahmen findet: „Unerhört!? Eine Lesenacht auf den Spuren biblischer Frauen.“
Der Heinrichsfestsamstag beginnt um 10 Uhr in St. Urban mit einer Eucharistiefeier samt Krankensalbung für Seniorinnen und Senioren, Kranke und Menschen mit Behinderung. Es folgt am Samstagnachmittag der traditionelle Motorradgottesdienst. Ab 19 Uhr lädt ein gemütlicher Abend mit Biergartenatmosphäre und Musik in die Alte Hofhaltung ein.
Höhepunkt ist wie jedes Jahr der Festgottesdienst am Sonntagmorgen auf dem Domplatz. Danach sind alle Gäste dazu eingeladen, die Stände der verschiedenen Verbände und Einrichtungen im Erzbistum Bamberg zu besuchen und das vielfältige Programm zu genießen – Musik inklusive. Speziell für Kinder und Jugendliche, aber auch für alle anderen Gäste gibt es viel zu erleben: Auf dem Domplatz lädt ein mobiler Wasserspielplatz zum Verweilen und Abkühlen ein. Daneben gibt es Bastel- und Mitmachaktionen im Hof der Jugend und an vielen anderen Ständen, eine Domführung mit Erzbischof Herwig Gössl, Meditationen, Informations- und Erlebnisstände sowie kostenlosen Eintritt ins Diözesanmuseum. Einen Abschluss findet das Heinrichsfest schließlich mit der Vesper im Bamberger Dom.
Das reiche Angebot an leckerem Essen und Trinken können Sie zu familienfreundlichen Preisen genießen. Weitere Informationen sind unter www.heinrichsfest.de sowie unter www.heinrichsjahr.de zu finden.
Programm
Donnerstag
19:00 Uhr Gottesdienst zur feierlichen Übertragung der Häupter (Bamberger Dom)
Freitag
16:00 Uhr Eröffnung der Kunstausstellung: „Krise.Kunst.Kirche.Kontinente. – Visionen Laudato Si‘“ (Diözesanmuseum)
20.00 Uhr „Unerhört?!“ Lesenacht auf den Spuren biblischer Frauen (Dom)
Samstag
10:00 Uhr Eucharistiefeier mit Krankensalbung für Senior:innen, Kranke und
Menschen mit Behinderung, anschließend gemeinsames Mittagessen
(St. Urban)
14:00 Uhr Ordenscafé, Grill und Biergarten (Alte Hofhaltung)
16:00 Uhr Motorradgottesdienst (Domplatz)
17:00 Uhr Gemeinsam feiern: Musik und Speisen mit den JazzPants (Alte Hofhaltung)
20:00 Uhr Gemütlicher Abend in Biergartenatmosphäre mit der Percussion-Gruppe „Hörsturz“, dem Chor „Auftakt“ und der Tanz-Gruppe „Wackelkontakt“ der inklusiven Kulturwerkstatt (Bamberger Dom)
Sonntag
10:00 Uhr Festgottesdienst mit Erzbischof Herwig Gössl (Domplatz)
11:30 Uhr Wir feiern am Domberg
Biergarten und Ordenscafé (Alte Hofhaltung), Hof der Jugend (Dompropstei),
Führungen im Diözesanmuseum und Dom, Meditationen und Orte der
Besinnung, Programm für die ganze Familie & Wasserspielplatz (Domplatz)
17:00 Uhr Pontifikalvesper mit Erzbischof Herwig Gössl (Bamberger Dom)
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Vielfältiges Programm beim Internationalen Museumstag
Bamberg feiert lebendige Museumslandschaft
Am Internationalen Museumstag, der weltweit am 18. Mai gefeiert wurde, stand in Bamberg die lebendige Museumslandschaft im Mittelpunkt. Unter dem Motto „Museen mit Freude entdecken“ präsentierten die Museen und Kulturinstitutionen am Sonntag auf dem Bamberger Domberg ein abwechslungsreiches Programm, das die Bedeutung und Attraktivität der Museen für die Zukunft unterstrich.
Oberbürgermeister Andreas Starke ließ es sich nicht nehmen, den Museumstag persönlich zu eröffnen und zugleich den neuen Direktor der Museen der Stadt Bamberg, Dr. Fabian Ludovico, herzlich willkommen zu heißen. In seinem Grußwort betonte Starke, dass Museen „eine enorm wichtige Rolle für eine offene Gesellschaft spielen“ und lobte insbesondere die Kooperation der Museen am Domberg mit ihren vielen bedeutsamen Kunstschätzen sowie das erfolgreiche Agieren des Freundeskreises der Dombergmuseen.
Dr. Fabian Ludovico betonte zum Auftakt: „Heute soll die Freude über eine lebendige Museumslandschaft hier in Bamberg im Vordergrund stehen. Mit den vielfältigen Angeboten zeigen die beteiligten Häuser, warum Bambergerinnen und Bamberger auf ihre Museen auch zukünftig nicht verzichten wollen.“ Das breit gefächerte Programm lockte zahlreiche Besucherinnen und Besucher, darunter auch viele Gäste aus dem Ausland, auf den Domberg. Führungen, Infostationen, Workshops und Familienangebote wurden rege genutzt und sorgten für einen lebendigen Austausch.
Positive Bilanz
Die beteiligten Museen – die Neue Residenz, das Historische Museum, die Staatsbibliothek und das Diözesanmuseum – zeigten sich mit den Besucherzahlen äußerst zufrieden. Vera Mamerow, Vorsitzende des Freundeskreises der Museen am Bamberger Dom, lobte die positive Bilanz: „Die Gästestruktur war bunt gemischt, und erfreulicherweise haben auch viele Bambergerinnen und Bamberger den Weg in ‚ihre‘ Museen gefunden. Viele Interessierte haben das Programm gezielt genutzt, um möglichst viele Eindrücke zu gewinnen.“
Besonders Familien mit Kindern machten bei den vielfältigen Spiel- und Bastelangeboten mit. Im Diözesanmuseum wurden Papierkronen gebastelt, im Historischen Museum bunte Buttons gestanzt und textile Aufnäher mit dem Motto „Demokratie braucht Kunst“ gestaltet. In der Staatsbibliothek konnten junge Gäste kreative Lesezeichen anfertigen. Die hohe Verweildauer der Besucherinnen und Besucher unterstrich das große Interesse und die positive Resonanz auf das bunt gefächerte Programmangebot, das mit einem mitreißenden Konzert im Innenhof der Alten Hofhaltung seinen Abschluss fand.
„Die Mühe hat sich gelohnt!“
Eleonora Cagol, Kuratorin für Kulturelle Bildung, zog ein durchweg erfreuliches Fazit: „Die Stimmung war sehr gut, es gab viele interessante Gespräche am Rande, und das liebevoll aufbereitete Kinderangebot wurde sehr gelobt. Die Mühe hat sich definitiv gelohnt!“
„Der Internationale Museumstag in Bamberg hat erneut die Bedeutung der Museen als lebendige Orte der Kultur, Bildung und Begegnung unterstrichen“, fasste Kulturreferentin Ulrike Siebenhaar den Tag zusammen. „Das tolle Engagement aller Beteiligten sorgt dafür, dass Bamberg eine lebendige Museumsstadt bleibt.“
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Internationaler Museumstag auf dem Domberg
Museen mit Freude entdecken
Am 18. Mai wird der Internationale Museumstag zum 48. Mal gefeiert. Dieser verfolgt das Ziel, auf die gesellschaftliche Bedeutung der Museen weltweit aufmerksam zu machen und Besucherinnen und Besucher einzuladen, deren Vielfalt zu entdecken. Auch die Kulturinstitutionen rund um den Bamberger Dom beteiligen sich mit einem ansprechenden Programm für Jung und Alt am Internationalen Museumstag.
„Die ganze Familie erwartet ein buntes und abwechslungsreiches Programm. Von Einblicken in innovative Forschungsansätze über Kurzführungen durch aktuelle Ausstellungen und faszinierende Blicke hinter die Kulissen bis hin zu kreativen Mitmachaktionen und akustischen Highlights“, wie Christiane Wendenburg berichtet, die Geschäftsführerin des Freundeskreises der Museen um den Bamberg Dom und Dombergkoordinatorin.
Der Internationale Museumstag wurde 1978 vom Internationalen Museumsrat ICOM – International Council of Museums – ins Leben gerufen, um die Öffentlichkeit auf die Vielfalt und die Bedeutung der Museen für die Gesellschaft aufmerksam zu machen. Für 2025 hat der Internationale Museumsrat das Motto „The Future of Museums in Rapidly Changing Communities“, im Deutschen „Die Zukunft der Museen in sich schnell verändernden Gesellschaften“ ausgewählt, um sich mit der Frage zu befassen, wie Museen in einer von tiefgreifenden Veränderungen geprägten Welt agieren und ihren Beitrag leisten können.
Kinder spielerisch an Museen heranführen
Geöffnet sind rund um den Dom das Diözesanmuseum, das Historische Museum, die Neue Residenz mit ihren Prunkräumen und der Staatsgalerie sowie die Staatsbibliothek Bamberg.
Alle Eintritte und Programmangebote sind am Internationalen Museumstag kostenlos!
An sehr gute Resonanz beim Internationalen Museumstag im vergangenen Jahr erinnert sich Frau Wendenburg, die Kulturinstitutionen konnten an die Besuchszahlen in Vor-Corona-Zeiten anknüpfen. „Viele der Museumstag-Gäste haben auch betont, in Zukunft öfter oder sogar regelmäßig Museen und Ausstellungen besuchen zu wollen.“
Grundsätzlich sei das Verhältnis Bamberger zu Touristen bei den Besuchenden ausgewogen, auch was die Altersstruktur betrifft, seien grundsätzlich alle Altersgruppen vertreten.
Demzufolge wird auch das Angebot am Internationalen Museumstag so ausgerichtet, dass für die gesamte Familie ein interessantes Programm geboten ist. Die Vorbereitungen laufen seit Jahresbeginn und Frau Wendenburg freut sich auch schon auf die interessanten Gespräche mit den Besucherinnen und Besuchern. „Die Führungen in den einzelnen Häusern und die Infostände sind für Erwachsene oder interessierte Jugendliche konzipiert, für die Jüngeren bieten die Verantwortlichen Mitmachstationen, Rätselbögen sowie Bastel- und Kreativworkshops an.“
Eltern oder Großeltern, die ihre Kinder beziehungsweise Enkelkinder an diesem Tag erstmals an die Thematik Museen heranführen möchten, empfiehlt Frau Wendenburg, sich dabei nicht zu viel Programm vorzunehmen, sondern auf die Bedürfnisse und Wünsche der Kinder einzugehen. „Vielleicht auch mal zwischendurch eine Pause machen und etwas essen, auch dafür ist hier gesorgt“, rät die Dombergkoordinatorin. „Der Museumsbesuch soll schließlich Spaß machen und entsprechend in Erinnerung bleiben.“
Für die Jüngsten wird es in allen Häusern Mitmachstationen geben. „Bastel- und Kreativangebote werden bestens angenommen und man sieht während des Internationalen Museumstags auf dem Domberg viele Kinder, die stolz ihre “Kreationen” aus den Workshops in den Händen und/oder gebastelte Kronen auf dem Kopf tragen. Diese niederschwelligen Angebote sollen Spaß machen und dienen nicht zuletzt auch dazu, eine vielleicht teilweise noch vorhandene Scheu vor der Institution Museum zu nehmen“, berichtet Frau Wendenburg. Im Zuge des Museumstages können Interessierte auch Einblicke in die Arbeiten im Hintergrund erhalten, die für Ausstellungen und insgesamt das Gelingen der Museen vonnöten sind.
Diese gibt es in der Staatsbibliothek und an Infostationen des Kompetenzzentrums für Denkmalwissenschaften und Denkmaltechnologien (KDWT) im Diözesanmuseum, in der Ausstellung RE-CALL des Historischen Museums gewähren die anwesenden Künstler*innen Einblicke in die Museumsarbeit hinter den Kulissen.
Jede Kulturinstitution hat mit ihrem Team einzelne Programmpunkte für den Internationalen Museumstag erarbeitet. Im Historischen Museum ist dabei zum Beispiel Frau Eleonora Cagol federführend, da sie in diesem Museum die Kuratorin für die Kulturelle Bildung ist. Eingebunden sind immer auch die Museumsleitung, die Verwaltung und nicht zu vergessen die Mitarbeitenden der Werkstatt, die zum Beispiel zusätzliche Stellwände und Tische für Infostände bereitstellen. „Für die Museumsaufsichten ist der Internationale Museumstag ebenfalls ein besonderer Tag – zum einen, weil das Besucheraufkommen an sich viel höher ist als an anderen Tagen, zum anderen, weil mehr Besucher*innen ohne Museumserfahrung kommen, die auf bestimmte Regeln hingewiesen werden müssen“, weiß Frau Wendenburg. „Außerdem sind die Aufsichten Anlaufstelle für viele Fragen, sei es die nach der nächsten Führung oder die nach einem bestimmten Kunstwerk.“
Ausstellungsintervention „RE-CALL“ im Historischen Museum
Die erwähnte Ausstellungsintervention “RE-CALL“ im Historischen Museum ist eine Kooperation der Museen der Stadt Bamberg, des “Freundeskreis der Museen um den Bamberger Dom“ sowie der Vereine “Freund statt Fremd“ und “Openart“.
Jugendliche und Erwachsene können am Museumstag die interessante Erfahrung machen, mit jungen Künstlerinnen und Künstlern ins Gespräch zu kommen. Sechs Kunstschaffende aus fünf unterschiedlichen Herkunftsländern haben Kunstwerke aus den Ausstellungen des Historischen Museums ausgewählt, sich mit den historischen Werken auseinandergesetzt und darauf mit eigenen künstlerischen Arbeiten reagiert. Beide, historische und zeitgenössische Werke, werden im Historischen Museum gemeinsam präsentiert. Zu sehen sind Malerei, Grafik, Zeichnung, Textilkunst und Skulptur. Am Museumstag sind Donatello Giorgi (Italien), Evgenia Mekhova (Russland), Giuseppe Peterlini (Italien), Judith Siedersberger (Deutschland), Simona Saccoccia (Italien), Zara Degan (Iran) vor Ort anwesend und geben Auskunft zu ihren Werken.
Die erste Idee zu “RE-CALL“ entstand bei einem Treffen zwischen den Künstlerinnen und Künstlern der Gruppe OpenArt, der Kuratorin der Museen der Stadt Bamberg Eleonora Cagol und der Dombergkoordinatorin. „Die ursprüngliche Idee war, eine Sonderausstellung in der Villa Dessauer mit zeitgenössischen Kunstwerken und Werken aus dem Museumsdepot zu organisieren, aber wir haben uns schnell entschlossen, in das Historische Museum umzuziehen und einen Dialog zwischen historischen und neuen Kunstwerken zu schaffen“, berichtet Eleonora Cagol.
Die Intervention hat zum Ziel, Raum für Diskurse zur Gestaltung einer demokratischen, partizipativen und inklusiven Gesellschaft zu schaffen. „Daher war wichtig, den Künstlerinnen und Künstlern so viel Freiheit wie möglich zu lassen: Nachdem wir uns auf das Thema des Dialogs zwischen Vergangenheit und Gegenwart geeinigt hatten, konnten sie das Werk beziehungsweise die Werke auswählen, mit dem beziehungsweise denen sie in den Dialog treten wollten.“ Auch die Techniken und Themen der neuen Werke, die für die Intervention geschaffen wurden, wurden von den Künstlerinnen und Künstlern selbst gewählt.
Alle Künstlerinnen und Künstler leben und arbeiten in oder bei Bamberg. Die Idee der Verantwortlichen war es, den hier lebenden Künstlerinnen und Künstlern mit Migrationshintergrund einen Dialog mit den Werken in den Sammlungen der Stadt zu ermöglichen und ihre Vision zu präsentieren.
Und gerade weil ein partizipatives Projekt geschaffen werden sollte, sind die Kunstschaffenden auch in das Rahmenprogramm der Intervention eingebunden, zum Beispiel beim Museumstag. Nicht nur die Intervention, sondern das gesamte Rahmen- und Bildungsprogramm, greift aktuelle Themen wie Migration, LGBTQIA+, Klimakrise und Inklusion auf. „Als Orte des Austauschs, des Dialogs, der Kontroverse und der Identität haben Museen gerade in Krisenzeiten eine hohe gesellschaftliche Bedeutung. Die Museen der Stadt Bamberg setzen sich ein für Weltoffenheit, für einen respektvollen und diskriminierungsfreien Umgang miteinander, für konsequente Gleichberechtigung von Menschen in allen Dimensionen der Vielfalt“, betont Frau Cagol und knüpft an das diesjährige Motto des Museumstags „Die Zukunft der Museen in sich schnell verändernden Gesellschaften“ an.
Am Museumstag werden zwei der Künstlerinnen einen Workshop zum Thema “Demokratie braucht Kunst” durchführen, andere Künstlerinnen und Künstler sowie die Kuratorin werden in den Räumen der Intervention anwesend sein, um mit dem Publikum ins Gespräch zu kommen, und der Museumstag wird mit einem von der Gruppe organisierten Konzert enden.
Sammlung des Historischen Vereins Bamberg:
Aktuelles Thema „Zunft und Handwerk“
Im Historischen Museum, das am Museumtag von 10 bis 17 Uhr geöffnet hat, wird es in diesem Zeitraum außerdem Kurzführungen von etwa 20 bis 30 Minuten Dauer in drei Ausstellungen geben. Die Ausstellung „Eine neue Zeit bricht an. Bambergs Bürgertum zwischen Romantik und Gründerzeit“ erzählt vom Engagement der Bamberger Bürgerschaft für das Wohlergehen ihrer Stadt, von neuen Ideen und dem Wandel des Geschmacks in der Kunst. Porträts zeigen bedeutende Persönlichkeiten aus dem Bamberger Bürgertum. Von überregionaler Bedeutung sind die Zeugnisse aus dem Schmidt’schen Porzellanmalinstitut in Bamberg.
Der Historische Verein besitzt unter anderem eine große Sammlung kunst- und kulturgeschichtlicher Objekte. Besonders während der ersten 40 Jahre der Vereinsgeschichte gingen zahlreiche Schenkungen vor allem aus dem begüterten Kreis der Bevölkerung ein: prähistorische Funde, Münzen und Medaillen, Handschriften und Bücher, Grafiken, Gemälde und Kunstgegenstände. In seiner Studioausstellung „Der Historische Verein Bamberg und seine Sammlung“ im Historischen Museum stellt der Historische Verein Bamberg Highlights dieser umfangreichen Sammlungen aus.
Das diesjährige Thema der Studioausstellung lautet „Zunft und Handwerk“. Seit dem Mittelalter schlossen sich selbständige Handwerker und Gewerbetreibende in eine meist berufsspezifische Interessensgemeinschaft zusammen, die mit verbindlichen Regeln und Gesetzen den Umgang innerhalb der sogenannten Zunft regelten. Erst mit der Einführung der akademischen Ausbildungen bei künstlerischen Berufen und später der Gewerbefreiheit im 19. Jahrhundert wurde das strenge Zunftwesen schließlich aufgegeben. In den Sammlungen des Historischen Vereins sind zahlreiche Zeugnisse mit Bezug zu unterschiedlichen Zünften erhalten. Im Allgemein sind hierzu nur die repräsentativen und daher begehrten Zunftladen bekannt. In der diesjährigen Studioausstellung werden Exponate gezeigt, die zum Teil zu den Inhalten der Zunftladen zählen könnten, aber isoliert zu diesen Bezug unbekannt und fast vergessen erscheinen dürften.
Die Ausstellung „Jüdisches in Bamberg“ zeigt Spuren auf, die seit dem Mittelalter in Franken lebende Jüdinnen und Juden hinterlassen haben. Anhand historischer Quellen, zahlreicher Kunst- und Alltagsgegenstände und von Zeitzeugenberichten berichtet die Ausstellung von der wechselvollen Geschichte, dem Ende und Neubeginn jüdischen Lebens in Bamberg.
Einblicke in Forschungsinitiativen am Diözesanmuseum
Im Diözesanmuseum kann man am Museumstag von 13 bis 17 Uhr in die Welt der Forschung anhand von Textilien, Gemälden, und Steinskulpturen eintauchen. Das Diözesanmuseum Bamberg und das Kompetenzzentrum für Denkmalwissenschaften und Denkmaltechnologien (KDWT) bieten spannende Einblicke in ihre gemeinsamen Projekte. An verschiedenen Stationen im Museum können Besucher die Kooperation dieser Institutionen entdecken und mehr über ihre Forschungsinitiativen erfahren.
Die Forschung an Textilien wird am Beispiel der Kaisergewänder sichtbar gemacht. Die Kaisergewänder aus dem ersten Viertel des 11. Jahrhunderts zählen zu den ältesten erhaltenen Gewändern europäischer Herrscher. Hier können Interessierte erfahren, wie modernste Forschungsmethoden – wie zum Beispiel Licht- und Fasermikroskopie sowie analytische Rasterelektronenmikroskopie mit energiedispersiver Spektralanalyse – neue Einblicke in die Herstellung und Erhaltung dieser historischen Schätze ermöglichen.
Die Forschung an Tafelgemälden kombiniert verschiedene kunsttechnologische, naturwissenschaftliche und konservatorische Methoden, um wertvolle Einblicke in die Entstehung, Veränderungen und den Zustand von Tafelgemälden zu gewinnen. Mittels Infrarotreflektografie können zum Beispiel verborgene Unterzeichnungen durch Infrarotstrahlung sichtbar gemacht werden.
Die Untersuchung von Steinoberflächen mittelalterlicher Bauplastik eröffnet Einblicke in die Geschichte und Entwicklung dieser Kunstwerke. Durch den Einsatz moderner, zerstörungsfreier Hightech-Methoden können Forschende wertvolle Informationen über die Entstehung, Veränderungen und den Zustand der Skulpturen gewinnen.
Außerdem kann die aktuelle Sonderausstellung “2x Pommern und zurück – Heiliger Otto von Bamberg” besucht werden, die einen Einblick in das Leben und Wirken von Bischof Otto bietet.
Aufhänger für die Ausstellung ist die 900. Wiederkehr der ersten Missionsreise Ottos in den Jahren 1124 bis 1125 nach Pommern, 1128 erfolgte die zweite. Die Reisen des einzigen heiliggesprochenen Bamberger Bischofs Otto veränderten nicht nur die religiöse Landschaft, sondern beeinflussten auch die politischen Machtverhältnisse in Pommern. Diese Ausstellung lädt ein, den spannenden Lebensweg des Bischofs zu entdecken, der vor 900 Jahren zu Fuß, zu Pferd und mit dem Schiff mit dem Ziel der Christianisierung an die Küsten Pommerns reiste.
Beeindruckende Leihgaben des Polnischen Nationalmuseums in Stettin geben einen faszinierenden Einblick in das Leben der Bevölkerung und die damalige Kultur. Doch auch in Bamberg selbst hinterließ Otto bleibende Spuren: Vom Reliquienkult bis zu Kunstwerken und Kirchenausstattungen zeigt die Ausstellung, wie sein Wirken bis heute nachhallt.
Auch Bibliophile kommen am Museumstag auf ihre Kosten: Im Diözesanmuseum findet ein Dublettenverkauf der Bibliothek des Metropolitankapitels statt. Durch Geschenke und Nachlässe kommen immer wieder Bücher in diese Bibliothek, die hier schon vorhanden sind. Diese Bücher sind je nach Interessensgebiet des Nachlassenden oder Schenkenden aus ganz verschiedenen Sachgebieten, mit einem Schwerpunkt auf Kunst, Religion und Regionalliteratur. Sie sind durchwegs sehr gut erhalten und es wert einen neuen Besitzer zu finden.
Freundeskreis bietet ideell und materiell Unterstützung der Museen am Domberg
Wie an den Infostationen des KDWT im Diözesanmuseum wird es auch in der Staatsbibliothek Einblicke in die Museumsarbeit hinter den Kulissen geben. „Ein interessantes und spannendes Angebot sind sicher die Werkstattgespräche zur Buchrestaurierung mit Jessica Leitner“, ist Christiane Wendenburg überzeugt. Denn die Buchrestauratorin präsentiert nicht nur Bucheinbände und alte Heftungen ausgewählter Beispiele aus den Sammlungen der Bibliothek, sondern erläutert auch, welche Arbeiten anstehen, bevor wertvolle Bücher als Leihgaben außer Haus gehen.
Die Staatsbibliothek Bamberg in der Neuen Residenz öffnet von 11 bis 15 Uhr ihre Türen und ab Beginn bis um 14.15 Uhr gibt es im dreiviertelstündigen Turnus halbstündige Werkstattgespräche.
Weiterhin lassen Führungen durch die einst fürstbischöflichen Schauräume mit historischem Inventar und Bücherbeständen aus dem Zeitraum vom 16. bis zum 19. Jahrhundert in die Geschichte der Neuen Residenz und der Staatsbibliothek eintauchen. Bibliotheksdirektorin Prof. Dr. Bettina Wagner persönlich führt durch die Ausstellung “Schöner Schein“.
Diese zeigt Faksimile-Ausgaben einiger berühmter Handschriften, darunter mittelalterliche Prachtcodices, eines der ältesten Bücher, das in Bamberg erschien, und ein erschütterndes Dokument aus der Zeit der Hexenverfolgung.
Im Lesesaal werden ausgewählte Zeichnungen aus der 80.000 Blätter umfassenden Grafiksammlung der Staatsbibliothek präsentiert und fachkundig erläutert.
Kinder haben in der Bastelwerkstatt die Möglichkeit, sich Lesezeichen aus schönen Papieren zu basteln. Unter professioneller Anleitung können lustige Eckenmonster gestaltet oder Lesezeichen in Origamitechnik gefaltet werden – um künftig nie wieder zu vergessen, auf welcher Seite man am Tag zuvor sein Buch zugeklappt hat.
Die Neue Residenz mit Prunkräumen und Staatsgalerie hat von 9 bis 18 Uhr geöffnet und bietet Führungen durch das Fürstbischöfliche Appartement im Halbstundentakt.
Auch der Freundeskreis der Museen um den Bamberger Dom wird sich vor Ort mit einem Infostand präsentieren.
Der Freundeskreis der Museen um den Bamberger Dom ist ein gemeinnütziger Verein, der sich zum Ziel gesetzt hat, die Museen auf dem Domberg zu begleiten und ihre Arbeit ideell, aber auch materiell zu unterstützen. „Der Verein versteht sich als Bindeglied zwischen Bürgerinnen und Bürgern und den jeweiligen Museen“, erläutert die 1. Vorsitzende des Vereins und Kunsthistorikerin Vera Mamerow.
„Seine Mitgliederschaft ist sehr vielfältig und von bekannten Bamberger Firmen bis zu Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens der Stadt sprechen wir alle an, denen die Kultur unserer Welterbestadt und deren einzigartige Museumslandschaft am Herzen liegen.“ Nach einer Neuaufstellung des Vorstands im Dezember 2024 mit der neuen Vorsitzenden Vera Mamerow und der Stellvertretenden Vorsitzenden Dr. Birgit Kastner möchte der Verein den Fokus wieder mehr auf die kulturelle Bildung und Veranstaltungen zur Öffnung der Museen in die Stadtgesellschaft legen. Daher ist der kommende Museumstag eine Chance für den Verein, um für engagierte Partner zu werben. „Um das Angebot an kultureller Bildung in den Museen und somit die Partizipation besonders junger Museumsbesucherinnen und ‑besucher zu befördern, braucht es finanzielle Unterstützung, die der Verein durch das Einwerben von Spenden gerne ergänzt“, bekräftigt Eleonora Cagol, Mitglied des Vorstands und Mitarbeiterin des Historischen Museums.
Ausführliche Informationen zum Programmablauf sind auf der Homepage zu finden.
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1000 Euro für die kulturelle Bildung der Heinrichsausstellung
Historisches Museum Bamberg freut sich über Domberg-Freundeskreis-Spende
Im Heinrichsjubiläumsjahr unterstützt der Domberg-Freundeskreis das Historische Museum Bamberg mit 1000 Euro. Das Geld kommt der kulturellen Bildung in der Ausstellung „Vor 1000 Jahren – Leben am Hof von Kunigunde und Heinrich II.“ zugute.
Offiziell übergeben wurde der Spendenscheck von Altbürgermeister Dr. Christian Lange in seiner Eigenschaft als Erster Vorsitzender des Freundeskreises und der Domberg-Koordinatorin Christiane Wendenburg an die Kuratorin für Kulturelle Bildung bei den Museen der Stadt Bamberg, Eleonora Cagol.
„Als Vorsitzender des Freundeskreises der Museen um den Bamberger Dom ist es mir eine große Freude, die Kulturelle Bildung im Historischen Museum unterstützen zu können“, so Dr. Lange. „Der Freundeskreis hat es sich neben der Stärkung der Kooperation aller Museen am Domberg und der Mitwirkung an der Verbesserung der Ausstattung auch zur Aufgabe gemacht, die Angebote für Kinder und Jugendliche in den Häusern zu fördern. Wir danken den Mitgliedern des Vereins, die dazu beitragen, dass wir die Museen um den Dom so vielfältig unterstützen können.“
In der Ausstellung „Vor 1000 Jahren I Leben am Hof von Kunigunde und Heinrich II.“ können Kinder bunte Mitmach-Karten mit Spielen und Rätseln finden, Stempel sammeln und sich daraus ihr eigenes Mitmach-Heft binden.
„Ich freue mich sehr, dass dieses bei Kindern so beliebte Mitmach-Heft dank der Spende vom Domberg-Freundeskreises gedruckt werden konnte“, so Eleonora Cagol bei der offiziellen Übergabe.
Die Scheckübergabe fand im Rahmen der Mitgliederversammlung des Domberg-Freundeskreises statt, bei der auch ein neuer Vorstand gewählt wurde.
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1000 Jahre nach dem Tod Kaiser Heinrichs
Heinrichsfest auf dem Bamberger Domberg
1.000 Jahre nach dem Tod des Bistumspatrons Kaiser Heinrich begeht das Erzbistum Bamberg erneut das Heinrichsfest. Am zweiten Juli-Wochenende stehen rund um den Domplatz Gottesdienste, eine Ausstellung, Mitmachaktionen und „Silent Disco“ auf dem Programm.
Vom 10. bis 14. Juli dauert das Heinrichsfest 2024. Zum Auftakt wird am 10. Juli die Rauminstallation im Bamberger Dom „Memoria. Im Licht“ von Künstlerin Elke Maier eröffnet. Tausende Fäden lenken den Blick zum Kaisergrab, spannen sich vom Gewölbe hinab, reflektieren und bündeln das Licht. Am 11. Juli findet im Dom ein Gottesdienst zu Ehren des Kaiserpaares statt.
Das eigentliche Heinrichswochenende beginnt am 12. Juli mit einer sogenannten Praisenight auf dem Domplatz. Am Samstagvormittag folgt ein weiterer Gottesdienst in St. Urban und am Nachmittag ein Motorradgottesdienst auf dem Domplatz. Der Samstagabend hält in diesem Jahr ein Kontrastprogramm bereit. So kann das Publikum wählen zwischen einem Konzert der Bamberger Symphoniker im Dom oder einem Abend in Biergartenatmosphäre und „Silent Disco“ in der Alten Hofhaltung.
Höhepunkt ist wie jedes Jahr der Festgottesdienst am Sonntagmorgen auf dem Domplatz. Danach sind alle Gäste eingeladen, die Stände der verschiedenen Verbände und Einrichtungen im Erzbistum Bamberg zu besuchen und das Programm zu genießen – Musik inklusive.
Speziell für Kinder und Jugendliche wird es auf dem Domplatz auch in diesem Jahr einen mobilen Wasserspielplatz geben und zusätzlich Bastel- und Mitmachaktionen. Auch eine Domführung mit Erzbischof Herwig Gössl, Meditationen sowie Informations- und Erlebnisstände stehen auf dem Programm.
Am Sonntag um 15:30 Uhr tritt zudem Egon Herrnleben, einer der diesjährigen Finalisten von „The Voice of Germany“, auf der Domplatzbühne auf. Der Bamberger gibt mit seiner Band das erste Open-Air-Konzert in seiner Heimatstadt nach seiner Teilnahme an der Fernsehshow. Den Abschluss des Heinrichsfest markiert der Vesper im Bamberger Dom.
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Kostenfreies Programm
Museumstag am Domberg und in der Stadtmitte
Morgen ist Museumstag. Die Museen und Sammlungen am Bamberger Domberg bieten am 19. Mai ein kostenfreies Programm. Auch eine Galerie in der Stadtmitte beteiligt sich.
Am 19. Mai begehen Museen weltweit den Internationalen Museumstag. In Bamberg bietet der Tag die Möglichkeit, allein, als Gruppe oder mit der Familie den Domberg zu erklimmen und dort einen Tag mit Kunst zu verleben. Bei freiem Eintritt können Interessierte durch das Diözesanmuseum, das Historische Museum, die Neue Residenz mit ihren Prunkräumen und durch die Staatsgalerie bummeln, an kostenfreien Führungen teilnehmen oder eigenständig Schauräume, Kunstwerke und Highlights entdecken.
Zwischendurch lässt sich eine Pause einlegen, um vor dem Diözesanmuseum zubereitete Crêpes zu genießen. So gestärkt kann man anschließend wieder einen der zahlreichen Programmpunkte angehen.
Zum Beispiel – passend zum Heinrichs-Jubiläumsjahr – bei einer Führung auf den Spuren des Bistumsgründers wandeln und Informationen über das höfische Leben, den Glauben und die Macht dieses Herrschers bekommen.
Auch für Kinder ist etwa geboten. Sie können in der Bastelwerkstatt des Historischen Museums kreativ werden und ihrer Fantasie freien Lauf lassen, mit Entdeckerbögen auf Tour durchs Museum gehen oder die vielen Kinderstationen in der Gemäldegalerie erkunden.
Und auch abseits de Dombergs, in der Austraße, lädt die „Bumiller Collection – Universitätsmuseum für islamische Kunst“ dazu ein, Kunst und Handwerk der Seidenstraße zu bewundern.