Browse Tag

Energiekrise

Ver­brau­cher­zen­tra­le Bayern

Holz­öfen und Kami­ne zum Hei­zen nutzen?

Hei­zen wird teu­rer, wes­we­gen man­che Haus­hal­ten Holz­öfen oder offe­ne Kami­ne zur Wär­me-Erzeu­gung ver­wen­den. Die Ver­brau­cher­zen­tra­le Bay­ern weist jedoch auf die CO2- und Fein­staub­be­las­tung die­ser Art zu hei­zen hin.

Vie­le Ver­brau­che­rin­nen und Ver­brau­cher suchen ange­sichts hoher Prei­se für Gas, Öl und Strom nach alter­na­ti­ven Heiz­mög­lich­kei­ten. Oft fällt die Ent­schei­dung dabei auf Holz­öfen oder Kami­ne, die aus­rei­chen, zumin­dest den Raum, in dem sie ste­hen, zu wärmen.

Holz­öfen oder Kami­ne regel­mä­ßi­ge der­ar­tig zu nut­zen, sorgt jedoch für erheb­li­che CO2- und Fein­staub­emis­sio­nen. Dar­auf weist die Ver­brau­cher­zen­tra­le Bay­ern in einer Mit­tei­lung hin und gibt Hin­wei­se, wie man die­se Umwelt­be­las­tun­gen redu­zie­ren kann.

Holz­schei­te soll­ten an gut belüf­te­ten Orten min­des­tens ein Jahr, bes­ser zwei, trock­nen. In die Öfen gehö­re näm­lich aus­schließ­lich gut getrock­ne­tes Holz. Zum Bei­spiel Zei­tun­gen soll­te man hin­ge­gen nicht ver­bren­nen, son­dern im Alt­pa­pier ent­sor­gen. Auch Gegen­stän­de wie alte höl­zer­ne Fens­ter­rah­men oder Span­plat­ten soll­ten auf Depo­nien ent­sorgt wer­den, kei­nes­falls jedoch im Ofen oder Kamin.

Prü­fung durch Kamin­keh­rer wichtig

Jede Feu­er­stät­te, hält die Ver­brau­cher­zen­tra­le außer­dem fest, muss von einem Kamin­keh­rer abge­nom­men wer­den. Dies sei bei eini­gen zehn­tau­send Öfen in Bay­ern bis­lang nicht gesche­hen. Wegen des erhöh­ten Risi­kos für Brän­de und Rauch­gas­ver­gif­tun­gen soll­ten die­se Prü­fun­gen aber drin­gend nach­ge­holt werden.

Wer hin­ge­gen einen neu­en Ofen kau­fen will, soll­te ein Modell wäh­len, das die Kri­te­ri­en des Umwelt­la­bels „Blau­er Engel“ erfüllt. Die­se Öfen haben unter ande­rem einen Fein­staub­fil­ter und eine auto­ma­ti­sche Luft­steue­rung. Die Ener­gie­be­ra­tung der Ver­brau­cher­zen­tra­le kann hel­fen, im Ein­zel­fall die rich­ti­gen Ent­schei­dun­gen beim Ein­satz von Öfen zu treffen.

Uni­ver­si­täts-Stu­die

Was brin­gen Heizungs-Checks?

Hei­zungs-Checks füh­ren zu sehr gro­ßen Ener­gie­ein­spa­run­gen – aller­dings nur bei einem Teil der Haus­hal­te. Das ist das Ergeb­nis einer Stu­die der Uni­ver­si­tät Bam­berg und der ETH Zürich.

For­sche­rIn­nen der Uni­ver­si­tät Bam­berg und der ETH Zürich haben die Wirk­sam­keit von Hei­zungs-Checks für Wär­me­pum­pen unter­sucht. Wäh­rend die Hälf­te der Haus­hal­te sehr hohe Effi­zi­enz­ge­win­ne von durch­schnitt­lich 1.805 Kilo­watt­stun­den pro Jahr erziel­ten, lohn­te die Maß­nah­me bei den übri­gen 50 Pro­zent der Anla­gen nicht. Das hat die Uni­ver­si­tät Bam­berg in einer Mit­tei­lung bekanntgegeben.

Die Stu­di­en-Ergeb­nis­se haben gro­ße Bedeu­tung für die Umset­zung ent­spre­chen­der Maß­nah­men. „Wegen des hohen Zeit­auf­wands und dem Fach­kräf­te­man­gel soll­ten Haus­hal­te gezielt für ent­spre­chen­de Hei­zungs-Checks aus­ge­wählt wer­den“, sagt Andre­as Wei­gert, Dok­to­rand am Lehr­stuhl für Wirt­schafts­in­for­ma­tik der Uni­ver­si­tät Bam­berg. Das For­schungs­team schlägt dem­ge­mäß ein ein­fa­ches Ver­fah­ren vor, das die Kos­ten­ef­fi­zi­enz und die Ener­gie­ein­spa­run­gen dras­tisch ver­bes­sern soll.

Effi­zi­enz von Hei­zun­gen oft deut­lich unter Herstellerangaben

Die Effi­zi­enz einer Hei­zung müs­sen Her­stel­ler für jeden Gerä­te­typ exakt auf dem Prüf­stand ermit­teln. Denn der Wir­kungs­grad ist ein wich­ti­ges Kri­te­ri­um für den Kauf und die Ver­ga­be von För­der­mit­teln. Wie effi­zi­ent eine Hei­zung schluss­end­lich arbei­tet, hängt jedoch auch von einer Rei­he wei­te­rer Fak­to­ren ab. Aus­schlag­ge­bend ist etwa, ob die Nenn­leis­tung des Geräts zum Wär­me­be­darf des Gebäu­des passt. Ob das Zube­hör rich­tig dimen­sio­niert wur­de und ob die Hei­zungs­steue­rung gut ein­ge­stellt ist, sind wei­te­re Fak­to­ren. Dies gel­te ins­be­son­de­re für Wär­me­pum­pen, deren Ein­stel­lung deut­lich anspruchs­vol­ler sei als die von Gas- und Öl-Hei­zun­gen, sagt Andre­as Weigert.

Hei­zungs-Checks sind grund­sätz­lich sinnvoll

Hier kommt der Hei­zungs-Check ins Spiel. „Für Nut­ze­rin­nen und Nut­zer ist es kaum mög­lich, die Effi­zi­enz der Anla­ge selbst zu bewer­ten“, sagt Lorenz Dep­pe­ler, Lei­ter der Ener­gie­be­ra­tung bei den Elek­tri­zi­täts­wer­ken des Kan­tons Zürich (EKZ). Die EKZ stell­te die Ver­brauchs­da­ten für die Stu­die zur Ver­fü­gung. Häu­fig wür­den Hei­zun­gen schon bei der Instal­la­ti­on nicht auf Effi­zi­enz getrimmt. Dar­über hin­aus sei­en Hei­zun­gen vie­le Jah­re im Einsatz.

„In die­ser Zeit kön­nen sich Defek­te ein­schlei­chen oder Fil­ter Pro­ble­me berei­ten“, sagt Har­dy Schrö­der, Ener­gie­be­ra­ter bei den EKZ. Opti­mie­rungs­po­ten­zi­al fin­den Har­dy Schrö­der und sein Team bei den Hei­zungs-Checks sehr häu­fig. Bis­her war aber unbe­kannt, wie viel Ener­gie durch die Effi­zi­enz-Checks ein­ge­spart wird und wie aus­ge­prägt die Unter­schie­de zwi­schen Haus­hal­ten sind.

Gro­ße Unter­schie­de zwi­schen Haushalten

Durch­schnitt­lich führ­te der Hei­zungs-Check zu Ein­spa­run­gen von 642 Kilo­watt­stun­den Strom pro Jahr – aller­dings mit gro­ßen Unter­schie­den zwi­schen den Haus­hal­ten. „Teilt man die Haus­hal­te in zwei gleich­gro­ße Grup­pen ein – eine Grup­pe mit hohen erwar­te­ten Ein­spa­run­gen und eine mit nied­ri­gen erwar­te­ten Ein­spa­run­gen – zeigt sich eine Ver­brauchs­re­duk­ti­on von 1.805 Kilo­watt­stun­den pro Jahr in der ers­ten Grup­pe, aber kei­ne Ein­spa­rung in der zwei­ten Grup­pe“, sagt Andre­as Weigert.

„Die Unter­schie­de bei den Ein­spa­run­gen sind weit­aus grö­ßer, als wir erwar­tet haben“, fügt Thors­ten Staa­ke, Pro­fes­sor für Wirt­schafts­in­for­ma­tik in Bam­berg an. „Ent­spre­chend wich­tig ist es, die rich­ti­gen Haus­hal­te für eine Bera­tung aus­zu­wäh­len. Schließ­lich ist der Auf­wand hoch und qua­li­fi­zier­tes Per­so­nal knapp.“

Geziel­te Anspra­che bringt Ein­spa­run­gen von 670 Euro pro Jahr und Haushalt

Mit der Vor­auswahl sei­en die Hei­zungs-Checks aber enorm wir­kungs­voll. „Ein­spa­run­gen von durch­schnitt­lich 1.805 Kilo­watt­stun­den pro Jahr an Strom ent­spre­chen dem Ver­brauch eines kon­ven­tio­nel­len Ein­per­so­nen-Haus­halts“, sagt Staa­ke. In Deutsch­land ent­spre­che das aktu­ell einem Gegen­wert von etwa 670 Euro. „Das ist sehr viel, bedenkt man, dass Hei­zungs-Checks nicht auf gro­ße Inves­ti­tio­nen, son­dern auf schnel­le und meist kos­ten­lo­se Maß­nah­men abzielen.“

Die Ermitt­lung der viel­ver­spre­chen­den Haus­hal­te erfolg­te laut Staa­ke auf Basis von leicht zugäng­li­chen Daten wie etwa dem Medi­an-Monats­ver­brauch. „Sie ist ein Bei­spiel dafür, wie bereits ein­fa­che Klas­si­fi­ka­ti­ons­ana­ly­sen zu Ener­gie- und Kos­ten­ef­fi­zi­enz bei­tra­gen und hel­fen, knap­pe Fach­kräf­te rich­tig einzusetzen.“

Staa­ke hofft, dass in Zukunft auch klei­ne­re Unter­neh­men ent­spre­chen­de Metho­den ein­set­zen und die Poli­tik stär­ker auf Ziel­vor­ga­ben und weni­ger auf pau­schal ver­ord­ne­te Maß­nah­men setzt. Moder­ne Mess- und Ana­ly­se­ver­fah­ren wür­den erheb­lich zur Kos­ten­ef­fi­zi­enz von Ener­gie­spar­maß­nah­men und zur Beschleu­ni­gung der Ener­gie­wen­de beitragen.

Geschäfts­jahr 2022

Gestie­ge­ne Holz­prei­se: Baye­ri­sche Staats­fors­ten machen wie­der Gewinn

Das Unter­neh­men Baye­ri­sche Staats­fors­ten hat für das Geschäfts­jahr 2022 eine posi­ti­ve geschäft­li­che Bilanz gezo­gen. Vor dem Hin­ter­grund des Kli­ma­wan­dels, der Ener­gie­kri­se und stei­gen­der Holz­prei­se schreibt das Unter­neh­men laut eige­nen Anga­ben wie­der schwar­ze Zah­len. Und auch die Bor­ken­kä­fer­schä­den sei­en zwar immer noch sehr hoch, aber auf dem nied­rigs­ten Stand seit fünf Jah­ren. Für die Zukunft soll ein neu gegrün­de­ter Kli­ma­wald­fonds das Unter­neh­men auf neue Kri­sen vorbereiten.

Die Baye­ri­schen Staats­fors­ten haben für das Geschäfts­jahr 2022 (1.Juli 2021 bis 30. Juni 2022) ein posi­ti­ves Resü­mee gezo­gen. Das hat das Unter­neh­men am 14. Okto­ber bekannt­ge­ge­ben. „Ich bin froh und dank­bar, dass sich das Unter­neh­men Baye­ri­sche Staats­fors­ten nach drei sehr schwie­ri­gen Jah­ren wie­der in die Gewinn­zo­ne gear­bei­tet hat“, sag­te Staats­mi­nis­te­rin und Auf­sichts­rats­vor­sit­zen­de Michae­la Kani­ber (CSU). „Das posi­ti­ve Betriebs­er­geb­nis von über 45 Mil­lio­nen Euro ist vor dem Hin­ter­grund der Kli­ma­kri­se und ihren Her­aus­for­de­run­gen nicht selbst­ver­ständ­lich. Es zeigt, dass wir die Wei­chen für die Zukunft der Staats­fors­ten rich­tig gestellt haben.“

Die Wei­chen für den gestie­ge­nen Gewinn hat aller­dings genau­ge­nom­men der Holz­markt gestellt. So waren die star­ke Nach­fra­ge nach dem Roh­stoff Holz und die somit hohen Prei­se haupt­säch­lich dafür ver­ant­wort­lich, dass die Baye­ri­schen Staats­fors­ten im Geschäfts­jahr 2022 einen im Ver­gleich zum Geschäfts­jahr 2021 um 19,9 Pro­zent gestei­ger­ten Umsatz in Höhe von 407,3 Mil­lio­nen Euro (Vor­jahr 339,7 Mio. Euro) aus­wei­sen kön­nen. Dabei konn­te der Holz­um­satz, der 87,1 Pro­zent des Gesamt­um­sat­zes aus­macht, um 70,1 Mil­lio­nen Euro bezie­hungs­wei­se 24,6 Pro­zent von 284,7 Mil­lio­nen auf 354,8 Mil­lio­nen Euro gestei­gert werden.

„Die strik­te Aus­ga­ben­dis­zi­plin unse­rer Betrie­be und die Fokus­sie­rung auf das Kern­ge­schäft der Wald­be­wirt­schaf­tung haben zu einem ope­ra­ti­ven Gewinn im Geschäfts­jahr 2022 von 45,5 Mil­lio­nen Euro geführt“, sag­te Baye­ri­sche Staats­fors­ten-Vor­stand Man­fred Krö­nin­ger. „Im Vor­jahr war es ein Ver­lust von 19,2 Mil­lio­nen. Die nach wie vor erheb­li­chen Auf­wen­dun­gen für Pen­si­ons- und Bei­hil­fe­ver­pflich­tun­gen füh­ren unter dem Strich zu einem gegen­über dem Vor­jahr deut­lich ver­bes­ser­ten Ergeb­nis mit einem Jah­res­über­schuss von 5,3 Mil­lio­nen Euro. Wir schrei­ben also wie­der schwar­ze Zahlen.“

Holz­lie­fe­rant und Pro­fi­teur in der Energiekrise

Der rus­si­sche Angriffs­krieg auf die Ukrai­ne und die damit ver­bun­de­ne Ener­gie­kri­se len­ken den Fokus immer mehr auf rege­ne­ra­ti­ve Ener­gie­for­men. „Wir ste­hen mit unse­rer gro­ßen Flä­chen­ver­ant­wor­tung für den Staats­wald auch in der Ver­ant­wor­tung für die Gesell­schaft“, sagt Mar­tin Neu­mey­er, Vor­stands­vor­sit­zen­der der Staats­fors­ten. „Holz ist nicht nur ein her­vor­ra­gen­der Bau­stoff, der nach­hal­tig und regio­nal ver­füg­bar ist. Holz ist auch eine kli­ma­neu­tra­le, nach­wach­sen­de und regio­nal ver­füg­ba­re Ener­gie­quel­le. Sie leis­tet für die Unab­hän­gig­keit von fos­si­len Brenn­stof­fen einen wich­ti­gen Beitrag.“

Ent­spre­chend sei die Brenn­holz­pro­duk­ti­on unter Berück­sich­ti­gung des Grund­sat­zes der Nach­hal­tig­keit auf­grund erhöh­ter Nach­fra­ge gestei­gert wor­den. „Die Staats­fors­ten haben bereits im Früh­jahr 2022 eine Mehr­men­ge von etwa 50.000 Fest­me­ter gegen­über der Plan­men­ge an Brenn­holz bereit­ge­stellt. Im Geschäfts­jahr 2023 sol­len nach Mög­lich­keit wei­te­re Mehr­men­gen bereit­ge­stellt werden.“

Nied­rigs­te Bor­ken­kä­fer­zah­len seit 2017

Die Wit­te­rung und das effek­ti­ve Bor­ken­kä­fer­ma­nage­ment mit über 175.000 Such­stun­den haben dafür gesorgt, dass es den Baye­ri­schen Staats­fors­ten 2022 im Ver­gleich zu ande­ren Regio­nen Deutsch­lands bezie­hungs­wei­se Euro­pas etwas bes­ser ging. „Die Bor­ken­kä­fer­holz­men­ge“, sagt Vor­stand­mit­glied Rein­hardt Neft, „lag mit rund 660.000 Fest­me­tern knapp 300.000 unter der Vor­jah­res­men­ge. Das ist der nied­rigs­te Wert seit 2017. Auch die Gesamt-Schad­holz­men­ge ist auf 1,26 Mil­lio­nen Fest­me­ter zurückgegangen.“

Der Hit­ze­s­om­mer 2022 habe die Lage ins­ge­samt aller­dings erneut ver­schärft. Durch den tro­cke­nen und hei­ßen Som­mer sind die Bäu­me gestresst und es hat sich an vie­len Orten eine drit­te Käfer­ge­nera­ti­on gebil­det. Dar­um sei­en die Bor­ken­kä­fer­zah­len wie­der gestie­gen. „Unse­re Auf­ga­be für die­sen Herbst und Win­ter ist, befal­le­ne Bäu­me auf­zu­ar­bei­ten und das Holz aus dem Wald zu brin­gen. So wol­len wir die Aus­gangs­si­tua­ti­on im kom­men­den Früh­jahr verbessern.“

Eine Regi­on lei­det seit Jah­ren beson­ders unter der Hit­ze und der Tro­cken­heit. Die tra­di­tio­nell von Fich­ten gepräg­ten Wäl­der im Fran­ken­wald. Seit Jah­ren reg­net es in der nord­ost­baye­ri­schen Regi­on viel zu wenig. „Wir kämp­fen mit aller Kraft gegen den Bor­ken­kä­fer. Über den Som­mer haben wir eine Alli­anz gegen den Käfer geschmie­det. Wir hat­ten alle ver­füg­ba­ren Leu­te im Ein­satz, um die Aus­brei­tung des Schäd­lings zu ver­hin­dern. Ziel war und ist es, so viel Unter­stüt­zung wie mög­lich aus ande­ren Forst­be­trie­ben der Baye­ri­schen Staats­fors­ten in den Fran­ken­wald zu brin­gen und uns früh­zei­tig auf das nächs­te Jahr vorzubereiten.“

Kli­ma­wald­fonds für die Zukunft

Um auf künf­ti­ge Kri­sen finan­zi­ell bes­ser vor­be­rei­tet zu sein, wur­de Kli­ma­wald­fonds ins Leben geru­fen. „Die ver­gan­ge­nen Kri­sen­jah­re haben uns deut­lich gezeigt, wie wich­tig eine finan­zi­el­le Vor­sor­ge ist“, sag­te Michae­la Kani­ber. „Des­halb haben wir einen Kli­ma­wald­fonds auf­ge­legt. Die­ser Fonds soll künf­tig mit bis zu 200 Mil­lio­nen Euro befüllt und in Kri­sen­zei­ten für den baye­ri­schen Kli­ma­wald ein­ge­setzt wer­den. Eine ers­te Tran­che in Höhe von 20 Mil­lio­nen Euro konn­ten wir bereits im ver­gan­ge­nen Geschäfts­jahr einzahlen.“

„Kein Akzent auf Hand­werk und Betriebe“

Vor­schlä­ge Gas- und Wär­me­kom­mis­si­on: HWK unzufrieden

Im Ange­sicht der Vor­schlä­ge der Gas- und Wär­me­kom­mis­si­on zur Ent­las­tung bei stei­gen­den Ener­gie­prei­sen schwankt die Hand­werks­kam­mer für Ober­fran­ken laut eige­nen Anga­ben zwi­schen Hoff­nung und Ver­är­ge­rung. Vor allem einen feh­len­den Fokus auf hand­werk­li­che Betrie­be bemän­gelt die Kammer.

Dem Maß­nah­men­pa­ket der Bun­des­re­gie­rung und der Gas­preis­brem­se stand das ober­frän­ki­sche Hand­werk noch wohl­wol­lend gegen­über. Die Vor­schlä­ge der von der Bun­des­re­gie­rung ein­ge­setz­ten Gas- und Wär­me­kom­mis­si­on zur Ent­las­tung bei stei­gen­den Ener­gie­prei­sen hat die Kam­mer hin­ge­gen zwie­späl­tig auf­ge­nom­men. Das teil­te sie am 11. Okto­ber mit.

In einem Zwi­schen­be­richt hat­te die Kom­mis­si­on eine zwei­stu­fi­ge Ent­las­tung der Bür­ge­rIn­nen und der Wirt­schaft von den explo­die­ren­den Gas­prei­sen vor­ge­schla­gen. In einem ers­ten Schritt, so die Kom­mis­si­on, soll der Staat die Zah­lun­gen für Gas- und Fern­wär­me­kun­den für den kom­men­den Dezem­ber zah­len. Der zwei­te Schritt sieht vor, ab März 2023 bis min­des­tens Ende April 2024 eine Gas- und Wär­me­preis­brem­se grei­fen zu lassen.

Reak­ti­on der HWK

„Gut ist, dass sowohl liqui­di­täts­stär­ken­de sowie ent­las­ten­de Instru­men­te ent­hal­ten sind“, sag­te Mat­thi­as Gaß­mann, Prä­si­dent der Hand­werks­kam­mer für Ober­fran­ken, über die­se Schrit­te. „Klar ist aber auch, dass wie­der ein­mal kein Akzent auf das Hand­werk und des­sen klei­ne und mit­tel­stän­di­schen Betrie­be gelegt wurde.“

Vier For­de­run­gen hat­te das ober­frän­ki­sche Hand­werk für die Ent­las­tun­gen for­mu­liert: eine deut­li­che und mit­tel­fris­ti­ge Reduk­ti­on des Gas­prei­ses, der es den Betrie­ben erlau­be, ver­läss­lich zu kal­ku­lie­ren; die Sicher­stel­lung der Ver­sor­gungs­si­cher­heit durch Spar­an­rei­ze; eine unbü­ro­kra­ti­sche Hand­ha­bung; und die sehr schnel­le Umsetzung.

„Auf den ers­ten Blick sind zwei der vier Fak­to­ren gege­ben. Das sind die Reduk­ti­on des Gas­prei­ses und der Spar­an­reiz, der die Ver­sor­gungs­si­cher­heit gewähr­leis­ten soll“, so Graß­mann. „Aller­dings bleibt eine gro­ße Ent­las­tungs­lü­cke – ein­mal bis Dezem­ber und dann die bei­den ers­ten Mona­te des kom­men­den Jah­res. Und damit ist es vor allem für unse­re ener­gie­in­ten­si­ven Betrie­be im Hand­werk nicht die erhoff­te, schnel­le Hil­fe. Die­se Ent­las­tung greift nach wie vor zu spät.“

Ärger­lich blei­be außer­dem, dass erneut kein Fokus auf das durch die Ener­gie­prei­se belas­te­te Hand­werk gelegt sei. „Dort gibt es ener­gie­in­ten­si­ve Betrie­be, die zum Teil bereits drei- bis vier­fach höhe­re Prei­se haben oder zum Jah­res­wech­sel erwar­ten. Hier reicht eine Ein­mal­zah­lung im Dezem­ber sicher nicht aus.“

Die Kam­mer erwar­tet, dass – wie bereits ange­kün­digt wur­de – die Här­te­fall­re­ge­lun­gen umge­hend auf das Hand­werk aus­ge­wei­tet wer­den. Auch sol­len laut Wil­len der HWK alle Zuschuss­pro­gram­me auch für klei­ne und mitt­le­re Unter­neh­men geöff­net wer­den. Die Gas- und Wär­me­kom­mis­si­on habe in ihrem Zwi­schen­be­richt selbst dar­auf hin­ge­wie­sen, dass mit den Vor­schlä­gen „nicht jede denk­ba­re unter­neh­me­ri­sche Pro­blem­la­ge“ ange­mes­sen auf­lös­bar sei. Daher wäre zudem ein geeig­ne­ter Instru­men­ten­satz für die Behand­lung von Här­te­fäl­len (zum Bei­spiel durch Liqui­di­täts­hil­fen, Bürg­schaf­ten, Zuschüs­se, Kre­di­te) not­wen­dig. Und: Für die Unter­neh­men, die der­zeit kei­ne Ver­sor­gungs­ver­trä­ge erhal­ten, sol­len im wei­te­ren Ver­lauf der Kom­mis­si­ons­ar­beit Lösun­gen erar­bei­tet werden.

Ver­brau­cher­zen­tra­le Bayern

Elek­tro­hei­zun­gen: Alter­na­ti­ve zu Gasheizungen?

Das Gas droht in die­sem Win­ter sehr teu­er zu wer­den. Vie­le Ver­brau­che­rIn­nen decken sich des­halb mit Heiz­lüf­tern oder Elek­tro­hei­zun­gen ein. Doch die­se sind aber bes­ten­falls eine sehr teu­re Not­lö­sung, warnt die Ener­gie­be­ra­tung der Ver­brau­cher­zen­tra­le Bay­ern.

Ein Haus­halt hat typi­scher­wei­se einen jähr­li­chen Strom­ver­brauch von 2.000 bis 3.500 Kilo­watt­stun­den. Hin­zu kommt ein Wär­me­ver­brauch von 10.000 bis 35.000 Kilo­watt­stun­den. Die Ver­bräu­che vari­ie­ren im Ein­zel­fall stark. Wür­de der kom­plet­te Wär­me­ver­brauch für eine Woh­nung oder ein Haus über die Steck­do­se abge­deckt wer­den, wür­de die Strom­rech­nung auf das Fünf- bis Zehn­fach anstei­gen. Dabei ist es uner­heb­lich, ob Heiz­lüf­ter, Elek­tro-Radia­to­ren oder Elek­tro­hei­zun­gen genutzt wer­den. Der Ener­gie­auf­wand ist für alle direk­ten elek­tri­schen Wär­me­an­wen­dun­gen grund­sätz­lich gleich. Es bedarf einer Kilo­watt­stun­de Strom, um eine Kilo­watt­stun­de Wär­me zu erhal­ten. Dies teil­te die Ver­brau­cher­zen­tra­le Bay­ern am 21. Sep­tem­ber mit.

Für Kun­din­nen und Kun­den mit Alt­ver­trä­gen, die etwa 14 Cent pro Kilo­watt­stun­de Gas und für Strom um die 41 Cent pro Kilo­watt­stun­de zah­len, ist es daher wirt­schaft­lich nicht sinn­voll, mit Strom zu hei­zen. Die Kos­ten pro Kilo­watt­stun­de Heiz­wär­me wür­den sich nahe­zu ver­drei­fa­chen. Wür­de Gas flä­chen­de­ckend durch Strom als Ener­gie­quel­le ersetzt, könn­ten sowohl das Strom­netz als auch die Strom­erzeu­gung an ihre Gren­zen kommen.

Wol­len Ver­brau­che­rIn­nen trotz des hohen Ener­gie­ver­brauchs direkt mit Strom hei­zen, rät die Ener­gie­be­ra­tung der Ver­brau­cher­zen­tra­le Bay­ern, Strom­hei­zun­gen nur punk­tu­ell in Räu­men ein­zu­set­zen, in denen man sich gera­de auf­hält. Dabei soll­te die Heiz­quel­le gezielt auf die anwe­sen­den Per­so­nen gerich­tet werden.

Elek­tro­hei­zun­gen im Vergleich

Mit einem Preis von etwa 25 Euro sind laut Ver­brau­cher­zen­tra­le Bay­ern Heiz­lüf­ter die güns­tigs­te Anschaf­fung. Von Nach­teil ist jedoch die Geräusch­ent­wick­lung. Außer­dem ver­brennt der Staub wäh­rend des Hei­zens an den Heiz­dräh­ten. Das beein­träch­tigt die Luft­qua­li­tät im Raum.

Eine ande­re Mög­lich­keit sei­en Infra­rot­heiz­ge­rä­te. Sie sind ab etwa 300 Euro im Han­del erhält­lich. Infra­rot­heiz­ge­rä­te sind zwar geräusch­los, aber ent­ge­gen vie­ler Wer­be­aus­sa­gen ver­brau­chen sie nicht weni­ger Strom als ande­re Stromheizgeräte.

Mit Inves­ti­ti­ons­kos­ten ab etwa 100 Euro lie­gen Elek­tro-Radia­to­ren im Preis-Mit­tel­feld der Elek­tro­hei­zun­gen. Die­se Gerä­te sind mit Ther­mo-Öl gefüllt. Elek­tro-Radia­to­ren eig­nen sich für den mobi­len Ein­satz, da sie mit Möbel­rol­len aus­ge­stat­tet sind. Sie geben Wär­me ab wie ein Heiz­kör­per einer Zen­tral­hei­zung und kön­nen gan­ze Räu­me erwär­men. „Emp­feh­lens­wert sind Model­le, bei denen sich ein Ven­ti­la­tor zuschal­ten lässt, damit sich der Raum schnel­ler auf­heizt“, so die Ener­gie­be­ra­tung der Ver­brau­cher­zen­tra­le Bayern.

Wär­me­pum­pen als mit­tel­fris­ti­ge Lösung

Bei Wär­me­pum­pen ver­hält es sich anders als bei Elek­tro­hei­zun­gen. Sie gewin­nen die glei­che Men­ge an Wär­me aus einem Drit­tel bis Vier­tel des Stroms. Öko­no­misch wie öko­lo­gisch gel­ten sie daher als emp­feh­lens­wer­te Heiz­tech­nik. Wer die Instal­la­ti­on einer Wär­me­pum­pe plant, soll­te aller­dings einen zeit­li­chen Vor­lauf, sowie erheb­li­che Inves­ti­ti­ons­kos­ten ein­pla­nen. Aus die­sem Grund ist die­se Anschaf­fung nur eine mit­tel- bis lang­fris­ti­ge Alternative.

Ener­gie­kri­se

Licht aus für St. Elisabeth

Bereits Mit­te Juli hat die Stadt Bam­berg auf die Ener­gie­kri­se in Fol­ge des Kriegs in der Ukrai­ne reagiert. Als ers­te Sofort­maß­nah­men zum Ener­gie­spa­ren schal­te­te sie die Beleuch­tung öffent­li­cher Gebäu­den und Wahr­zei­chen ab. Nun gehen abends auch in St. Eli­sa­beth die Lich­ter aus.

Die Stadt Bam­berg hat mit­ge­teilt, eine wei­te­re Maß­nah­me zum Ener­gie­spa­ren zu tref­fen. Im Zuge des­sen ver­zich­tet die Stadt seit eini­gen Wochen ab den Abend­stun­den dar­auf, eini­ge ihrer Wahr­zei­chen zu beleuch­ten. Betrof­fen davon war bis­her zum Bei­spiel das Alte Rat­haus. Eine Aus­nah­me der Ener­gie­spar­maß­nah­men bil­de­te bis­lang die Kir­che St. Eli­sa­beth im Sandgebiet.

Bis­her wur­den ihre von Mar­kus Lüpertz gestal­te­ten bun­ten Glas­fens­ter abends von innen beleuch­tet. Nach Ende der Sand­ker­wa ver­zich­tet die Stadt nun auch hier auf künst­li­ches Licht am Abend. Damit ori­en­tier­te man sich an der unlängst vom Bun­des­ka­bi­nett beschlos­se­nen Kurz­frist­ener­gie­si­che­rungs­ver­ord­nung (EnSikuV). Die­se tritt ab 1. Sep­tem­ber in Kraft und sieht unter ande­rem den Ver­zicht von Beleuch­tung öffent­li­cher Gebäu­de vor.

Sor­gen an der Basis, For­de­run­gen an die Politik

Umfra­ge im Ama­teur­fuß­ball zur Energiekrise

Der rus­si­sche Angriffs­krieg in der Ukrai­ne hat zu star­ken Preis­stei­ge­run­gen bei der Ener­gie­ver­sor­gung geführt. Um die zusätz­lich Belas­tung abfan­gen zu kön­nen, wün­schen sich Deutsch­lands Fuß­ball-Ama­teur­ver­ei­ne Unter­stüt­zung durch die Poli­tik. Gleich­zei­tig sehen sie sich beim Ener­gie­spa­ren aber auch selbst in der Ver­ant­wor­tung. Vor allem baye­ri­sche Ver­ei­ne haben bereits Ener­gie­spar­maß­nah­men ergrif­fen. Das hat eine Umfra­ge des Ama­teur­fuß­ball-Baro­me­ters ergeben.

Das Ama­teur­fuß­ball-Baro­me­ter des Deut­schen Fuß­ball-Bun­des ist eine regel­mä­ßig unter­nom­me­ne Umfra­ge in den Fuß­ball-Lan­des­ver­bän­den zu bestimm­ten Fra­ge­stel­lun­gen. Die jüngs­te Erhe­bung des Baro­me­ters bezieht sich auf die Hal­tung von Ver­ei­nen zur der­zei­ti­gen Ener­gie­kri­se, die Russ­lands Krieg gegen die Ukrai­ne ver­ur­sacht. Mehr als 3800 Per­so­nen, dar­un­ter 447 Ver­tre­te­rin­nen und Ver­tre­ter baye­ri­scher Ver­ei­nen, haben sich an der Umfra­ge betei­ligt. Das teil­te der Baye­ri­sche Fuß­ball-Ver­band (BFV) am 18. August mit.

82 Pro­zent (in Bay­ern 78,4 Pro­zent) der befrag­ten Per­so­nen gaben an, dass sie sich ange­sichts der hohen Mehr­kos­ten im Ver­ein Unter­stüt­zung durch die Poli­tik wünsch­ten. 93,8 Pro­zent (Bay­ern: 94,2 Pro­zent) for­dern bei der Umset­zung von ener­gie­spa­ren­den Maß­nah­men Unter­stüt­zung durch öffent­li­che Institutionen.

Dafür wür­den bereits Gespräch zwi­schen Ver­bän­den und Poli­tik lau­fen, wie der BFV bekannt­gab. Zuletzt hat­te sich dazu unter ande­rem BFV-Prä­si­dent Chris­toph Kern mit Bay­erns Sport­mi­nis­ter Joa­chim Herr­mann aus­ge­tauscht. Auch der DFB wer­de in weni­gen Tagen bei einem Ter­min mit dem Bun­des­kanz­ler­amt ent­spre­chen­de Unter­stüt­zung einfordern.

Ener­gie­spar-Maß­nah­men: Baye­ri­sche Klubs bereits aktiv

In Bay­ern befin­den sich über­durch­schnitt­lich vie­le Sport­stät­ten im Besitz eines ein­zel­nen Ver­eins – 54,1 Pro­zent gegen­über dem Bun­des­durch­schnitt von 27 Pro­zent. Dage­gen sind in Bay­ern nur 21,1 Pro­zent in kom­mu­na­ler Hand (bun­des­weit: 43,4 Prozent).

56,4 Pro­zent der Umfra­ge-Teil­neh­mer befürch­ten durch die gestie­ge­nen Ener­gie­kos­ten eine finan­zi­el­le Gefähr­dung ihres Clubs (Bay­ern: 55,5 Pro­zent). Die Umfra­ge im Ama­teur­fuß­ball-Baro­me­ter macht aber auch deut­lich, dass die Ver­ei­ne ein aus­ge­präg­tes Maß an Eigen­ver­ant­wor­tung besit­zen. 93,5 Pro­zent (in Bay­ern und bun­des­weit) unter­strei­chen in der Umfra­ge ihre Bereit­schaft, ener­gie­spa­ren­de Maß­nah­men umzu­set­zen. 40,8 Pro­zent gaben an, dies bereits getan zu haben. In Bay­ern ist der Anteil mit 51,2 Pro­zent noch etwas höher.

Als häu­figs­te Maß­nah­me zum Ener­gie­spa­ren geben die Ver­ei­ne die Umrüs­tung auf LED-Licht­tech­nik an (68,2 Pro­zent, Bay­ern: 74,3 Pro­zent). Dar­auf folgt die War­tung von Fens­tern und Türen (31,2 Pro­zent, Bay­ern: 35,7 Pro­zent) und die Umrüs­tung auf rege­ne­ra­ti­ve Ener­gie­trä­ger (25,5 Pro­zent, Bay­ern: 36,7 Prozent).

BFV: Mehr­be­las­tung für Mit­glie­der vermeiden

Bei der Bewäl­ti­gung erhöh­ter Ener­gie­kos­ten ver­su­chen die Ver­ei­ne indes, finan­zi­el­le Mehr­be­las­tun­gen für ihre Mit­glie­der zu ver­mei­den. Nur 26,7 Pro­zent der Befrag­ten kön­nen sich dem­ge­mäß eine Erhö­hung der Mit­glieds­bei­trä­ge vor­stel­len. Baye­ri­sche Ver­eins­ver­ant­wort­li­che sind noch zurück­hal­ten­der (25,8 Pro­zent). 15 Pro­zent der bun­des­weit Befrag­ten den­ken aller­dings auch über eine Son­der­um­la­ge für Mit­glie­der nach (Bay­ern: 12,6 Pro­zent). 12 Pro­zent (Bay­ern: 12,3 Pro­zent) sehen die Mög­lich­keit, die Ein­tritts­prei­se für das Publi­kum zu erhöhen.

Vie­le Ver­ei­ne begeg­nen den Mehr­kos­ten aller­dings mit eige­nen Maß­nah­men für einen gerin­ge­ren Ver­brauch (71,6 Pro­zent, Bay­ern: 72,6). Kurz­fris­ti­ge Umstel­lun­gen sind ein bedarfs­ge­rech­ter Betrieb von Flut­licht­an­la­gen (53,7 Pro­zent, Bay­ern: 46,3 Pro­zent), die Sen­si­bi­li­sie­rung von Mit­glie­dern für redu­zier­ten Ener­gie­ver­brauch, oder das Aus­schal­ten ver­zicht­ba­rer Elek­tro­ge­rä­te (46,4 Pro­zent, Bay­ern: 47,2 Prozent).

Ver­rin­ger­te Gaslieferungen

Stadt rich­tet Arbeits­grup­pe „Ener­gie­kri­se“ ein

Ober­bür­ger­meis­ter Andre­as Star­ke hat die Arbeits­grup­pe „Ener­gie­kri­se“ ein­ge­rich­tet. Die acht­köp­fi­ge AG soll Mög­lich­kei­ten prü­fen, wie die Stadt im Ange­sicht ver­rin­ger­ter Gas­lie­fe­run­gen aus Russ­land ihren Ener­gie­ver­brauch redu­zie­ren kann. Ers­te Vor­schlä­ge hat die Stadt bereits umgesetzt.

Mit der Arbeits­grup­pe „Ener­gie­kri­se“ ver­sucht die Stadt Bam­berg, sich auf loka­le Aus­wir­kun­gen der aktu­el­len Ener­gie­kri­se ein­zu­stel­len. Das gab sie am 15. Juli in einer Mit­tei­lung bekannt. Kon­kret befas­se sich die Arbeits­grup­pe mit ver­schie­de­nen Sze­na­ri­en, die ent­ste­hen könn­ten, wenn Russ­land sei­ne Gas­lie­fe­run­gen wei­ter einschränkt.

Die Arbeits­grup­pe „Ener­gie­kri­se“ erhielt vom Ober­bür­ger­meis­ter den Auf­trag, Ant­wor­ten auf Fra­gen zu erar­bei­ten wie: Wie wer­den sich die­se Sze­na­ri­en auf die Stadt Bam­berg und ihre Bür­ge­rin­nen und Bür­ger aus­wir­ken? Auf wel­che Her­aus­for­de­run­gen muss sich in die­sem Zusam­men­hang die Ver­wal­tung ein­stel­len? Wel­che Schrit­te kön­nen bereits prä­ven­tiv ein­ge­lei­tet wer­den, um die Fol­gen abzu­mil­dern? Wel­che Sofort­maß­nah­men müs­sen sein. Ers­te Ergeb­nis­se will die Arbeits­grup­pe in der Voll­sit­zung des Stadt­rats am 27. Juli vorstellen.

Neben Star­ke gehö­ren der rein männ­lich besetz­ten Arbeits­grup­pe auch Bam­bergs zwei­ter Bür­ger­meis­ter Jonas Glü­sen­kamp, Ord­nungs­re­fe­rent Chris­ti­an Hin­ter­stein, Finanz­re­fe­rent Bert­ram Felix, Wirt­schafts­re­fe­rent Dr. Ste­fan Gol­ler, Stadt­wer­ke-Geschäfts­füh­rer Dr. Micha­el Fie­del­dey, Stadt­bau-Geschäfts­füh­rer Veit Berg­mann und Andre­as Seh­rig, Lei­ter des Amts für Brand und Kata­stro­phen­schutz, an.

Meh­re­re Gebäu­de blei­ben dunkel

In einer ers­ten Sit­zung am Frei­tag, 15. Juli, iden­ti­fi­zier­te die Arbeits­grup­pe „Ener­gie­kri­se“ bereits die The­men­fel­der, mit denen sich sich in den nächs­ten Wochen und Mona­ten beschäf­ti­gen will.

Redu­zie­ren des Strom- und Gas­ver­brauchs hat vor­ran­gi­ge Prio­ri­tät. Aus die­sem Grund beschloss die Arbeits­grup­pe als ers­tes, die Beleuch­tung an zahl­rei­chen Gebäu­den, Skulp­tu­ren und Brü­cken abzu­schal­ten. Unter ande­rem wer­den somit das Rat­haus Max­platz, das Alte Rat­haus sowie die Kon­zert- und Kon­gress­hal­le nun nicht mehr beleuch­tet. Außer­dem wer­den die Effekt­lich­ter an der Luit­pold­brü­cke und der Löwen­brü­cke abge­schal­tet, auch die Ket­ten­brü­cke wird nicht mehr angeleuchtet.

Nach Abspra­che mit dem Alten­burg­ver­ein wird auch die Alten­burg nicht mehr ange­strahlt. Die Erz­diö­ze­se Bam­berg betei­ligt sich eben­falls an der Akti­on und lässt Dom und wei­te­re Kir­chen nicht mehr anleuchten.

Dar­über hin­aus prüft die Stadt­ver­wal­tung auch die Stär­kung von Home-Office-Arbeits­plät­zen für ihre Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­ter und eine Absen­kung der Tem­pe­ra­tur in den Büro­räu­men im Herbst und Winter.

Wei­te­re Maß­nah­men zum Ener­gie­spa­ren für Bür­ge­rin­nen und Bür­ger will die Arbeits­grup­pe fol­gen lassen.

Bis dahin appel­lier­te Andre­as Star­ke an alle pri­va­ten Haus­hal­te und Unter­neh­men, Ener­gie zu spa­ren: „Jede ein­ge­spar­te Kilo­watt­stun­de ist eine gute, weil sie uns hel­fen kann, bei einer Gas­man­gel­la­ge erfolg­reich über den Win­ter zu kommen.“