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Energiewende

vbw-Ener­gie­preis­in­dex für Janu­ar 2026

Ener­gie­prei­se legen zum Jah­res­be­ginn zu

Der Ener­gie­preis­in­dex der vbw – Ver­ei­ni­gung der Baye­ri­schen Wirt­schaft e. V. ist im Janu­ar 2026 wie­der gestie­gen. Gegen­über Dezem­ber 2025 leg­te er um 1,5 Pro­zent auf 108,4 Punk­te zu, wie die vbw mitteilt.

„Die hohe Belas­tung für unse­re Unter­neh­men durch die Ener­gie­kos­ten zeigt sich vor allem im lang­fris­ti­gen Ver­gleich: Aktu­ell lie­gen die Ener­gie­prei­se für die baye­ri­sche Wirt­schaft ver­gli­chen mit dem Jah­res­durch­schnitt 2019 – dem letz­ten Vor­kri­sen­jahr – noch immer um fast 30 Pro­zent höher“, erläu­tert vbw Haupt­ge­schäfts­füh­rer Bert­ram Bros­sardt. Die Fol­gen des Iran-Kriegs, der bereits zu einem kräf­ti­gen Anstieg der Öl- und Gas­prei­se geführt hat, sei­en in die­sen Zah­len noch nicht ent­hal­ten. „Wir wer­den also in den kom­men­den Mona­ten einen wei­te­ren Anstieg des vbw Ener­gie­preis­in­dex sehen.“

Der Anstieg des vbw Ener­gie­preis­in­dex im Janu­ar ist auf die Pri­mär­ener­gie zurück­zu­füh­ren. Die­ser Teil­in­dex stieg um 3,3 Pro­zent auf 97,0 Punk­te. „Posi­tiv zu erken­nen ist, dass das Vor­jah­res­ni­veau um 22,8 Pro­zent unter­schrit­ten wur­de. Die Ener­gie­kos­ten am Wirt­schafts­stand­ort Bay­ern sind im inter­na­tio­na­len Ver­gleich aber wei­ter­hin zu hoch. Hier brau­chen wir drin­gend ein sta­bi­les nied­ri­ge­res Preis­ni­veau“, for­dert Bros­sardt. Beson­ders stark ver­teu­er­te sich im Vor­mo­nats­ver­gleich Stein­koh­le, deren Ein­fuhr­prei­se um 5,9 Pro­zent stie­gen. Der Erzeu­ger­preis für Braun­koh­le stieg um 4,1 Pro­zent. Bei Erd­öl stie­gen die Ein­fuhr­prei­se eben­falls um 4,1 Pro­zent, die Erzeu­ger­prei­se gaben jedoch um 4,6 Pro­zent nach. Auch bei Erd­gas stie­gen die Ein­fuhr­prei­se (+3,1 Pro­zent), die inlän­di­schen Erzeu­ger­prei­se san­ken je nach Abneh­mer­grup­pe um 1,5 bis 2,1 Prozent.

Der Teil­in­dex für Sekun­där­ener­gie blieb im Janu­ar nahe­zu unver­än­dert bei 119,8 Punk­ten (+0,1 Pro­zent). Das Vor­jah­res­ni­veau wur­de um 6,8 Pro­zent unter­schrit­ten. Wäh­rend sich leich­tes Heiz­öl und Die­sel deut­lich um 6,0 bzw. 7,6 Pro­zent gegen­über Dezem­ber ver­teu­er­ten, gin­gen die Prei­se für Flüs­sig­gas (-2,6 Pro­zent) und Fern­wär­me (-1,6 Pro­zent) zurück.

„Ener­gie­kos­ten sind einer unse­rer gro­ßen Stand­ort­nach­tei­le. Die hohen Kos­ten am Stand­ort scha­den unse­rer Wett­be­werbs­fä­hig­keit und gehen damit zu Las­ten der Trans­for­ma­ti­on. Ohne glo­bal kon­kur­renz­fä­hi­ge Strom­kos­ten wer­den wir wei­ter zurück­fal­len“, so Bros­sardt. Die­ses zen­tra­le Pro­blem müs­se für die Stand­ort­si­che­rung end­lich ange­gan­gen wer­den. Auch die Ein­füh­rung eines Indus­trie­strom­prei­ses sei ein wich­ti­ger Schritt, müs­se aber wirk­sam, pra­xis­taug­lich und mit bestehen­den Ent­las­tungs­in­stru­men­ten kom­bi­nier­bar aus­ge­stal­tet sein, um tat­säch­lich zu ent­las­ten. „Den Aus­bau der Net­ze und aller erneu­er­ba­ren Ener­gien müs­sen wir zudem deut­lich beschleu­ni­gen“, so Brossardt.

Basis­jahr für den vbw Ener­gie­preis­in­dex ist 2021 (2021=100). Wei­te­re Erläu­te­run­gen zum vbw-Ener­gie­preis­in­dex sind hier zu finden.

Neue geschäfts­füh­ren­de Deka­nats­ju­gend­re­fe­ren­tin im Deka­nat Bamberg

„…alles neu?!“ – Ein­füh­rung von Dia­ko­nin Anne Buckel

Am ver­gan­ge­nen Sonn­tag wur­de Dia­ko­nin Anne Buckel in das Amt der geschäfts­füh­ren­den Deka­nats­ju­gend­re­fe­ren­tin im Deka­nat Bam­berg eingeführt.

Mit einem kla­ren Bekennt­nis zum Auf­bruch und mit spür­ba­rer Lust auf neue Her­aus­for­de­run­gen hat Dia­ko­nin Anne Buckel ihren neu­en Dienst im Deka­nat Bam­berg begon­nen. In einem Got­tes­dienst am 1. März in der Ste­phans­kir­che wur­de die 28-Jäh­ri­ge als neue geschäfts­füh­ren­de Deka­nats­ju­gend­re­fe­ren­tin ein­ge­führt und für ihren Dienst gesegnet.

Die Stel­le, die zuvor vie­le Jah­re lang Sabi­ne Strel­ov inne­ge­habt hat­te, war seit Sep­tem­ber 2025 vakant. Fün­dig wur­de das Deka­nat in den eige­nen Rei­hen: Anne Buckel war bis­lang als Deka­nats­ju­gend­re­fe­ren­tin für die Stadt­re­gi­on 1 und 2 tätig. Zu die­sen Regio­nen gehö­ren die Kir­chen­ge­mein­den St. Ste­phan, St. Mat­thä­us in Gau­stadt, die Erlö­ser­kir­che sowie in Stadt­re­gi­on 2 die Gemein­den Auf­er­ste­hung und Mem­mels­dorf-Lich­ten­ei­che. Dort hat sie die Konfirmand:innenarbeit auf regio­na­le Füße gestellt, gemein­sam mit den Gemein­den kon­zi­piert und prak­tisch umge­setzt, unter ande­rem mit dem Ziel, dass Gemein­den mit­ein­an­der arbei­ten und von­ein­an­der pro­fi­tie­ren können.


Neu­er Stel­len­zu­schnitt, neue Verantwortung

Mit der Ein­füh­rung ändert sich ihr Stel­len­pro­fil grund­le­gend: Künf­tig über­nimmt Anne Buckel mit einer hal­ben Stel­le die Geschäfts­füh­rung der Evan­ge­li­schen Jugend (EJ) im gesam­ten Deka­nat Bam­berg. In die­ser Funk­ti­on wird sie die EJ nach innen koor­di­nie­ren und nach außen ver­tre­ten, und das in einer Pha­se, die von Umstruk­tu­rie­run­gen und tief­grei­fen­den Ver­än­de­rungs­pro­zes­sen geprägt ist. Die ande­re hal­be Stel­le bleibt in der direk­ten Arbeit vor Ort: Anne Buckel wird wei­ter­hin für die Konfirmand:innen- und Jugend­ar­beit der Kir­chen­ge­mein­den Mem­mels­dorf-Lich­ten­ei­che und Auf­er­ste­hung zustän­dig sein. Für die Gemein­den St. Ste­phan, St. Mat­thä­us in Gau­stadt und die Erlö­ser­kir­che bedeu­tet dies jedoch einen Ein­schnitt. Die hal­be Stel­le, die dadurch frei wird, wird nun neu ausgeschrieben.


„Alles neu“ – Zusa­ge und Herausforderung

„Gott spricht: Sie­he, ich mache alles neu.“ Für ihre Ein­füh­rung hat sich Anne Buckel die Jah­res­lo­sung 2026 aus dem Buch der Offen­ba­rung aus­ge­sucht. „Alles neu, das kann auch ganz schön Stress erzeu­gen“, so Deka­nin Sabi­ne Hirsch­mann bei ihrer Anspra­che. Ver­än­de­run­gen kos­te­ten Kraft, beson­ders dann, „wenn man los­ge­hen muss, ohne genau zu wis­sen, wohin der Weg führt.“ An Anne Buckel erle­be sie jedoch viel Gott­ver­trau­en, eine gro­ße Lie­be zu den Men­schen und spür­ba­re Lust, an der Kir­che der Zukunft mit­zu­bau­en. „Sie fragt danach, was für jun­ge Men­schen das Bes­te ist und wel­che Ver­än­de­run­gen es dafür braucht“, sag­te Hirsch­mann und dank­te der Dia­ko­nin „für Auf­bruchs­mut, Geduld und Hoff­nungs­stär­ke.“ Die Jah­res­lo­sung ste­he dabei unter der Zusa­ge, dass man nicht allein vor­an gehen muss: Gott selbst ist es, der Neu­es schafft.


Kom­pe­tenz, Über­blick und Herz

Mit Anne Buckel, so Deka­nin Hirsch­mann, gewin­ne die Evan­ge­li­sche Jugend eine Geschäfts­füh­re­rin, die Struk­tur, Über­blick, Orga­ni­sa­ti­ons­kom­pe­tenz, Zuver­läs­sig­keit und Kom­mu­ni­ka­ti­ons­stär­ke mit­bringt. Eben­so wich­tig sei­en Buckels Trans­pa­renz im Den­ken und Han­deln, ihre anste­cken­de Fröh­lich­keit und ein Herz für Men­schen. Denn Haus­halts­plä­ne und Abrech­nun­gen sei­en nur eine Sei­te der Geschäfts­füh­rung. Min­des­tens eben­so zen­tral sei es, mit unter­schied­li­chen Men­schen im Kon­takt zu sein, die Evan­ge­li­sche Jugend inner­lich zu sta­bi­li­sie­ren, sie nach außen sicht­bar zu machen und jun­gen Men­schen zu ver­mit­teln: Wir haben eine gute Bot­schaft für euch.


„Ich hab Bock“

Anne Buckel selbst bringt ihre Moti­va­ti­on auf den Punkt: „Ich hab Bock! Und zwar dar­auf, jun­ge Men­schen im Blick zu haben, sie ein Stück dabei zu beglei­ten, Mut zu ent­wi­ckeln. Mut dazu, eine eige­ne Mei­nung zu haben und Ver­ant­wor­tung zu über­neh­men.“ Vie­les aus ihrer bis­he­ri­gen Arbeit neh­me sie mit. „Die alte Anne“, so sag­te es die Deka­nin augen­zwin­kernd, brin­ge Erfah­run­gen mit, die der „neu­en Anne“ in der Geschäfts­füh­rung sehr zugutekämen.


„Alles neu“ auch in der Dekanatsjugendk(l)ammer

Auch in der „Dekanatsjugendk(l)ammer“, dem wich­tigs­ten Gre­mi­um der EJ Bam­berg, gibt es Ver­än­de­run­gen. Im Rah­men des Got­tes­diens­tes wur­den die ehe­ma­li­gen Vor­sit­zen­den der Dekanatsjugendk(l)ammer Lisa Kaden und Peter Wüst ver­ab­schie­det und ihnen für ihr gro­ßes ehren­amt­li­ches Enga­ge­ment gedankt.

Mit viel Ener­gie und kla­rem Kom­pass beginnt für Anne Buckel nun ein „halb neu­er Lebens­ab­schnitt“, mit­ten in Ver­än­de­run­gen, getra­gen von der Zusa­ge: Gott macht alles neu.

14. Moni­to­ring der Ener­gie­wen­de der vbw

Kurs der Ener­gie­wen­de stimmt, doch es fehlt an Tempo

Das 14. Moni­to­ring der Ener­gie­wen­de der vbw – Ver­ei­ni­gung der Baye­ri­schen Wirt­schaft e. V. kommt auch in die­sem Jahr zu dem Ergeb­nis, dass der Fort­schritt der Ener­gie­wen­de nicht zufrie­den­stel­lend ist.

Der Umbau des deut­schen Ener­gie­sys­tems ist wei­ter­hin von struk­tu­rel­len Defi­zi­ten geprägt. „Nach wie vor sind am Stand­ort die Ener­gie­prei­se zu hoch. Dadurch ver­lie­ren deut­sche Unter­neh­men an Wett­be­werbs­fä­hig­keit. Im inter­na­tio­na­len Ver­gleich zählt Deutsch­land wei­ter­hin zu den Län­dern mit den höchs­ten Indus­trie­strom­prei­sen“, so vbw Haupt­ge­schäfts­füh­rer Bert­ram Bros­sardt. Die Trans­for­ma­ti­on stockt, ins­be­son­de­re beim Aus­bau der Wind­ener­gie und der Net­ze bleibt Deutsch­land hin­ter den Ziel­mar­ken zurück. „Die zuletzt gesun­ke­nen Treib­haus­gas-Emis­sio­nen sind maß­geb­lich Fol­ge der schwa­chen kon­junk­tu­rel­len Ent­wick­lung und der anhal­ten­den Pro­duk­ti­ons­rück­gän­ge in der ener­gie­in­ten­si­ven Indus­trie. „Der Rück­gang des Pri­mär­ener­gie­ver­brauchs ist daher kein ener­gie­po­li­ti­scher Erfolg, son­dern Aus­druck einer sta­gnie­ren­den Kon­junk­tur. Das ist nicht der Weg, auf dem wir kli­ma­neu­tral wer­den wol­len“, erläu­tert Brossardt.

Das Moni­to­ring der Ener­gie­wen­de, das im Auf­trag der vbw von der Pro­g­nos AG erstellt wur­de, ist in vier Kate­go­rien auf­ge­teilt: Ver­sor­gungs­si­cher­heit, Bezahl­bar­keit, Erneu­er­ba­re und Ener­gie­ef­fi­zi­enz und Umwelt­ver­träg­lich­keit. Mit einer Aus­nah­me sta­gnier­ten die Wer­te sowohl in Bay­ern als auch im Bund. Die Ver­sor­gungs­si­cher­heit erhielt in Bay­ern auf einer Ska­la zwi­schen 1 und 3 wie im Vor­jahr die Note 2,3 (Bund 2,3). Im Bereich „Erneu­er­ba­re und Ener­gie­ef­fi­zi­enz“ blieb der Wert bei 1,8 (Bund 2,3), im Bereich Umwelt­ver­träg­lich­keit bei 3 (Bund 1). Ledig­lich in der Kate­go­rie Bezahl­bar­keit regis­trier­te das Moni­to­ring sowohl in Bay­ern als auch deutsch­land­weit eine Ver­bes­se­rung, und zwar jeweils von 3 auf 2,5. Die Bewer­tung der Ent­wick­lung in der jewei­li­gen Kate­go­rie basiert auf den selbst­ge­steck­ten Zie­len von Bund und Frei­staat. „Trotz aller Kri­tik sind wir im 14. Moni­to­ring-Jahr vor­an­ge­kom­men, wenn auch nicht gera­de schnell. Mit Blick auf die Bezahl­bar­keit leuch­tet unse­re Moni­to­ring-Ampel zwar wei­ter­hin rot, aber zumin­dest die Strom­prei­se für pri­va­te Haus­hal­te sind gesun­ken. Ins­ge­samt blei­ben die Ener­gie­prei­se für Indus­trie und Haus­hal­te aber deut­lich über dem Niveau des Vor-Coro­na­jah­res 2019“, sagt Brossardt.

Die Ver­sor­gungs­si­cher­heit blieb mäßig zufrie­den­stel­lend. Der Netz­aus­bau kam nur schlep­pend vor­an. „Die Ver­sor­gungs­si­cher­heit war 2024 trotz­dem gewähr­leis­tet. Die­se Sta­bi­li­tät ist aber teu­er erkauft – allein die Sys­tem­si­cher­heits­maß­nah­men kos­te­ten 2024 rund drei Mil­li­ar­den Euro. Kos­ten, die die gesam­te Wirt­schaft belas­ten. Umso wich­ti­ger ist es, dass wir struk­tu­rel­le Lösun­gen vor­an­brin­gen“, so Brossardt.

Der Kurs der Ener­gie­wen­de stimmt, aber es fehlt laut vbw an Tem­po. Um schnel­ler vor­an­zu­kom­men, sind die Akteu­re auf allen poli­ti­schen Ebe­nen gefor­dert. „Brüs­sel muss die Bei­hil­fe­vor­schrif­ten so schnell wie mög­lich anpas­sen. Denn die­se ver­hin­dern bis­lang einen wett­be­werbs­fä­hi­gen Indus­trie­strom­preis. Die Bun­des­re­gie­rung muss die Kos­ten wei­ter ein­däm­men. Es gilt jetzt, die Strom­steu­er dau­er­haft auf das euro­päi­sche Min­dest­ni­veau zu sen­ken – und zwar für alle Bran­chen. Zudem muss Schwarz-Rot beim Aus­bau wei­ter Gas geben, sowohl bei den erneu­er­ba­ren Ener­gien als auch bei den Net­zen. Wenn Deutsch­land sei­ne Wett­be­werbs­fä­hig­keit ver­bes­sern will – und das ist drin­gend nötig –, brau­chen die hier ansäs­si­gen Unter­neh­men zuver­läs­sig bezahl­ba­re Ener­gie“, stellt Bros­sardt klar.

Das 14. Moni­to­ring der Ener­gie­wen­de der vbw steht hier zum Down­load bereit.

vbw-Ener­gie­preis­in­dex für Okto­ber 2025

Rück­läu­fi­ge Ener­gie­prei­se als Aus­druck wirt­schaft­li­cher Schwächephase

Der Ener­gie­preis­in­dex der vbw – Ver­ei­ni­gung der Baye­ri­schen Wirt­schaft e. V. ist im Okto­ber erneut leicht zurück­ge­gan­gen. Gegen­über dem Vor­mo­nat sank der Index um 1,2 Pro­zent auf 108,0 Punk­te, wie die vbw mitteilt.

„Der Trend bei den Ener­gie­kos­ten geht in die rich­ti­ge Rich­tung. Gleich­zei­tig muss uns bewusst sein, dass der Rück­gang der Ener­gie­prei­se auch auf die sin­ken­de Nach­fra­ge durch die wirt­schaft­li­che Schwä­che zurück­zu­füh­ren ist“, sagt vbw-Haupt­ge­schäfts­füh­rer Bert­ram Brossardt.

Von einer nach­hal­ti­gen Wen­de in der Ener­gie­po­li­tik kön­ne noch kei­ne Rede sein. Der Index lie­ge immer noch um 29,1 Pro­zent höher als im Vor-Coro­na-Jahr 2019. „Die Kos­ten für Ener­gie ver­har­ren auf einem belas­ten­den Niveau für unse­re Unter­neh­men. Der­ar­tig hohe Kos­ten kön­nen wir uns auf­grund der aku­ten Struk­tur- und Kon­junk­tur­kri­se nicht leisten.“

Der Teil­in­dex für Pri­mär­ener­gie notier­te im Okto­ber 2025 bei 96,2 Punk­ten. Im Ver­gleich zum Vor­mo­nat Sep­tem­ber ging der Index um 2,9 Pro­zent zurück. „Ver­ant­wort­lich für das Minus waren ins­be­son­de­re die um 8,0 Pro­zent nied­ri­ge­ren inlän­di­schen Erzeu­ger­prei­se für Braun­koh­le sowie ein Rück­gang der Ein­fuhr­prei­se für Erd­öl und Stein­koh­le um 4,1 Pro­zent bezie­hungs­wei­se 2,0 Pro­zent“, erläu­tert Brossardt.

Ent­ge­gen dem all­ge­mei­nen Trend stieg der Teil­in­dex für Sekun­där­ener­gie im Okto­ber leicht an. „Ver­gli­chen mit dem Sep­tem­ber lag er um 0,3 Pro­zent höher, und zwar bei 119,8 Punk­ten. Grund dafür ist ein Anstieg der Erzeu­ger­prei­se für Flüs­sig­gas und Fern­wär­me um 6,1 Pro­zent bezie­hungs­wei­se 0,8 Pro­zent. Die Erzeu­ger­prei­se für leich­tes Heiz­öl und Die­sel gin­gen gegen­über Sep­tem­ber hin­ge­gen um 3,4 Pro­zent bzw. 0,4 Pro­zent zurück“, so Brossardt.

Aus Sicht der vbw braucht der Wirt­schafts­stand­ort drin­gend ein deut­lich wett­be­werbs­fä­hi­ge­res Ener­gie- und Strom­preis­ni­veau. „Unse­re Unter­neh­men lei­den wei­ter­hin unter den hohen Belas­tun­gen durch teu­re Ener­gie. Eine schnel­le und spür­ba­re Ent­las­tung der Indus­trie – ins­be­son­de­re bei den Strom­prei­sen – ist drin­gend nötig, um die bereits vor­an­schrei­ten­de De-Indus­tria­li­sie­rung zu stop­pen. Die beschlos­se­ne Ein­füh­rung eines Indus­trie­strom­prei­ses im kom­men­den Jahr ist ein wich­ti­ger Schritt. Die­ser muss aber wirk­sam und pra­xis­taug­lich aus­ge­stal­tet wer­den, um sei­ne ent­las­ten­de Wir­kung zu ent­fal­ten. Unver­zicht­bar bleibt auch eine dau­er­haf­te Absen­kung der Strom­steu­er für alle Bran­chen auf das euro­päi­sche Min­dest­ni­veau“, sagt Brossardt.

Basis­jahr für den vbw Ener­gie­preis­in­dex ist 2021 (2021=100). Wei­te­re Erläu­te­run­gen zum vbw-Ener­gie­preis­in­dex sind hier zu fin­den. 

vbw-Ener­gie­preis­in­dex für das drit­te Quar­tal 2025

Ener­gie­prei­se sin­ken leicht

Der Ener­gie­preis­in­dex der vbw – Ver­ei­ni­gung der Baye­ri­schen Wirt­schaft e. V. lag im drit­ten Quar­tal 2025 bei 110,1 Punk­ten und ist damit gegen­über dem vor­he­ri­gen Quar­tal um 1,2 Pro­zent gesun­ken, wie die vbw mitteilt.

„Trotz­dem sind die Ener­gie­prei­se für die baye­ri­sche Wirt­schaft nach wie vor auf zu hohem Niveau. Im Ver­gleich zum Durch­schnitt des Jah­res 2019 – dem letz­ten Jahr vor der Coro­na-Kri­se – lie­gen die Prei­se immer noch um fast ein Drit­tel höher“, sagt vbw-Haupt­ge­schäfts­füh­rer Bert­ram Brossardt.

Der Teil­in­dex für Pri­mär­ener­gie lag im drit­ten Quar­tal 2025 mit durch­schnitt­lich 100,4 Punk­ten um 3,2 Pro­zent nied­ri­ger als im zwei­ten Quar­tal 2025. „Wäh­rend die Ein­fuhr­prei­se für Erd­gas (-7,9 Pro­zent), Stein­koh­le (-3,0 Pro­zent) und Erd­öl (-1,4 Pro­zent) zurück­gin­gen, ver­teu­er­te sich die in Deutsch­land erzeug­te Braun­koh­le erneut merk­lich, um 8,0 Pro­zent“, erläu­tert Brossardt.

Anders als der Gesamt­in­dex stieg der Teil­in­dex für Sekun­där­ener­gie im drit­ten Quar­tal 2025 gegen­über dem vor­he­ri­gen Quar­tal leicht um 0,5 Pro­zent auf durch­schnitt­lich 119,7 Punk­te. Wäh­rend die Erzeu­ger­prei­se für Flüs­sig­gas um 8,3 Pro­zent zurück­gin­gen, leg­ten die Prei­se für impor­tier­ten Strom deut­lich um 13,7 Pro­zent zu. Auch die Prei­se für Die­sel (+1,2 Pro­zent), Fern­wär­me (+0,7 Pro­zent) und leich­tes Heiz­öl (+0,3 Pro­zent) gin­gen leicht in die Höhe. „Besorg­nis­er­re­gend ist zudem, dass der Strom­preis­in­dex mit durch­schnitt­lich 112,0 Punk­ten noch immer um 34,6 Pro­zent über dem Niveau von vor der Coro­na-Pan­de­mie lag“, sagt Brossardt.

Aus Sicht der vbw muss die Poli­tik drin­gend Fak­ten schaf­fen, um die vor­an­schrei­ten­de Deindus­tria­li­sie­rung des Wirt­schafts­stand­orts zu stop­pen. „Ohne einen glo­bal wett­be­werbs­fä­hi­gen Strom­preis ist die Zukunfts­fä­hig­keit unse­res Stand­orts ernst­haft in Gefahr. Dazu gehört die Ein­füh­rung eines Indus­trie­strom­prei­ses für die ener­gie­in­ten­si­ve Indus­trie eben­so wie die dau­er­haf­te Absen­kung der Strom­steu­er für alle Bran­chen. Gleich­zei­tig muss der Aus­bau der erneu­er­ba­ren Ener­gien und der Strom­net­ze nicht nur beschleu­nigt, son­dern auch bes­ser mit­ein­an­der syn­chro­ni­siert wer­den“, so Brossardt.

Basis­jahr für den vbw-Ener­gie­preis­in­dex ist 2021 (2021=100). Wei­te­re Erläu­te­run­gen zum vbw-Ener­gie­preis­in­dex sind hier zu finden.

vbw-Ener­gie­preis­in­dex für das zwei­te Quar­tal 2025

Inter­na­tio­na­le Han­dels­kon­flik­te redu­zie­ren die Energienachfrage

Im zwei­ten Quar­tal 2025 lag der Ener­gie­preis­in­dex der vbw – Ver­ei­ni­gung der baye­ri­schen Wirt­schaft e.V. bei 111,4 Punk­ten. Gegen­über dem ers­ten Quar­tal ging der Index um 10,6 Pro­zent zurück. Ver­gli­chen mit dem Vor­jah­res­quar­tal lag der Index um durch­schnitt­lich 10,5 Pro­zent nied­ri­ger, wie die vbw mitteilt.

„Nach einer leich­ten Auf­wärts­be­we­gung im ers­ten Quar­tal 2025 hat sich die wirt­schaft­li­che Ent­wick­lung inter­na­tio­nal, aber auch in Deutsch­land in den ver­gan­ge­nen Mona­ten wie­der abge­schwächt. Die außen­wirt­schaft­li­chen Tur­bu­len­zen auf­grund der erra­ti­schen Außen­wirt­schafts­po­li­tik der Trump-Regie­rung machen sich deut­lich bemerk­bar“, erklärt vbw Haupt­ge­schäfts­füh­rer Bert­ram Brossardt.

In der Fol­ge sei auch die Nach­fra­ge nach Ener­gie­pro­duk­ten zurück­ge­gan­gen. Trotz des Rück­gangs wür­den die Ener­gie­prei­se am Stand­ort Bay­ern zu hoch blei­ben. „Im Ver­gleich zum Durch­schnitt des Vor-Coro­na-Jah­res 2019 lag der vbw Ener­gie­preis­in­dex im zwei­ten Quar­tal 2025 nach wie vor um fast 30 Pro­zent höher. Klar ist: Es ist noch ein wei­ter Weg, um wie­der zu wett­be­werbs­fä­hi­gen Ener­gie­prei­sen zu kommen.“

Der Teil-Index für Pri­mär­ener­gie lag im zwei­ten Quar­tal 2025 um durch­schnitt­lich 15,5 Pro­zent nied­ri­ger als im ers­ten Quar­tal 2025. Wäh­rend die Prei­se für bei­spiels­wei­se Erd­gas (-18,0 Pro­zent) und Erd­öl (-15,8 Pro­zent) deut­lich zurück­gin­gen, stie­gen die Prei­se für in Deutsch­land erzeug­te Braun­koh­le erneut leicht an (+2,5 Pro­zent). Auch der Teil-Index für Sekun­där­ener­gie ging gegen­über dem Vor­quar­tal zurück (-5,8 Pro­zent). Beson­ders der Preis für Flüs­sig­gas (-20,0 Pro­zent) sank deut­lich. Die Prei­se für Fern­wär­me beweg­ten sich hin­ge­gen kaum (-0,3 Prozent).

Aus Sicht der vbw braucht der Wirt­schafts­stand­ort ein weit nied­ri­ge­res Ener­gie- und Strom­preis­ni­veau. „Die hohen Ener­gie­kos­ten sind seit Jah­ren einer unse­rer größ­ten Stand­ort­nach­tei­le. Sie belas­ten unse­re Unter­neh­men im glo­ba­len Ren­nen um Inno­va­ti­on und Wett­be­werbs­fä­hig­keit mas­siv. Es wird Zeit, dies zu ändern und wie­der zu alter Stär­ke zu fin­den. Die von der Bun­des­re­gie­rung ange­kün­dig­ten Maß­nah­men zur Redu­zie­rung der Ener­gie­prei­se gilt es nun schnellst­mög­lich umzu­set­zen. Auch beim Aus­bau der erneu­er­ba­ren Ener­gien und Net­ze müs­sen wir deut­lich schnel­ler wer­den. Fakt ist: Wir müs­sen unse­ren Stand­ort von innen stär­ken, um im glo­ba­len Wett­be­werb nach außen zu bestehen“, sagt Bros­sardt abschließend.

Der voll­stän­di­ge vbw-Ener­gie­preis­in­dex und wei­te­re Erläu­te­run­gen dazu sind hier zu finden.

Ener­gie­preis­in­dex Febru­ar 2025

Ener­gie­kos­ten unver­än­dert auf hohem Niveau

Der Ener­gie­preis­in­dex der vbw – Ver­ei­ni­gung der Baye­ri­schen Wirt­schaft e. V. ist im Febru­ar 2025 im Ver­gleich zum Vor­mo­nat um 0,7 Pro­zent auf 126,2 Punk­te zurück­ge­gan­gen. Die Ver­ei­ni­gung der Baye­ri­schen Wirt­schaft appel­liert, die Sen­kung der Strom­steu­er rasch umzusetzen.

„Der vbw Ener­gie­preis­in­dex zeigt trotz leich­tem Rück­gang deut­lich, dass die Ener­gie­kos­ten noch immer auf einem zu hohen Niveau lie­gen. Im Ver­gleich zum Vor­jah­res­mo­nat ist der Index um 3,4 Pro­zent ange­stie­gen. Die Unter­neh­men in Bay­ern kämp­fen inmit­ten der schwie­ri­gen Kon­junk­tur- und Struk­tur­la­ge wei­ter­hin mit dem zu hohen Niveau der Ener­gie­prei­se. Umso wich­ti­ger ist es, dass die wachs­tums­för­dern­den und stand­ort­si­chern­den Maß­nah­men, die im Koali­ti­ons­ver­trag fest­ge­legt wor­den sind, jetzt zügig umge­setzt wer­den“, erklärt vbw Haupt­ge­schäfts­füh­rer Bert­ram Brossardt.

Für vie­le ein­zel­ne Ener­gie­trä­ger zeich­net sich ein ver­gleich­ba­rer Trend ab wie beim Gesamt­in­dex. Wäh­rend die Prei­se im Febru­ar gegen­über dem Vor­mo­nat leicht zurück­gin­gen, lie­gen sie im mit­tel­fris­ti­gen Ver­gleich deut­lich erhöht. Hier­zu erläu­tert Bros­sardt: „Der Index für Pri­mär­ener­gie notier­te im Febru­ar 2025 bei 124,4 Punk­ten. Im Ver­gleich zum Vor­mo­nat Janu­ar lag der Index damit um 1,0 Pro­zent nied­ri­ger. Im Ver­gleich zum Durch­schnitt des Vor-Coro­na-Jah­res 2019 lag der Index hin­ge­gen, mit einem Plus von +55,7 Pro­zent, um über die Hälf­te höher. Der Preis­in­dex für Sekun­där­ener­gie ging im Febru­ar 2025 im Ver­gleich zum Janu­ar um 0,4 Pro­zent zurück. Mit 128,1 Punk­ten lag die­ser, wie die ande­ren Indi­zes auch, jedoch wei­ter­hin auf einem zu hohen Niveau. Im Ver­gleich zum Durch­schnitt des Vor-Coro­na-Jah­res 2019 lag der Index um 46,1 Pro­zent höher.“

Aus Sicht der vbw ist das Ener­gie­preis­ni­veau einer der drän­gends­ten Belas­tungs­fak­to­ren für den Wirt­schafts­stand­ort. „Die Ener­gie­kos­ten sind einer unse­rer gro­ßen Stand­ort­nach­tei­le. Die im Koali­ti­ons­ver­trag ver­ein­bar­te Sen­kung der Strom­steu­er auf das euro­päi­sche Min­dest­maß, die Redu­zie­rung der Über­tra­gungs­netz­ent­gel­te und die Ein­füh­rung eines Indus­trie­strom­prei­ses für ener­gie­in­ten­si­ve Unter­neh­men begrü­ßen wir sehr. Um die Zukunft des Stand­orts zu sichern und damit auch den Wohl­stand und die Beschäf­ti­gung zu erhal­ten, sind die­se Maß­nah­men uner­läss­lich. Zudem müs­sen wir den Aus­bau aller erneu­er­ba­ren Ener­gien und der Net­ze noch ent­schie­de­ner vor­an­trei­ben“, so Bros­sardt. Der voll­stän­di­ge vbw-Ener­gie­preis­in­dex und wei­te­re Erläu­te­run­gen dazu sind hier zu finden.

Umbau des Ener­gie­sys­tems sta­gniert in wei­ten Teilen

vbw for­dert Bekennt­nis der neu­en Bun­des­re­gie­rung zur Energiewende

Der vbw – Ver­ei­ni­gung der Baye­ri­schen Wirt­schaft e. V. hat das 13. Moni­to­ring der Ener­gie­wen­de ver­öf­fent­licht, wel­ches zei­ge, dass der Umbau des deut­schen Ener­gie­sys­tems in wei­ten Tei­len sta­gnie­re. In bei­na­he allen Berei­chen ver­feh­le der Aus­bau­fort­schritt wei­ter­hin die vor­ge­ge­be­nen Ziele.

„Die Ener­gie­wen­de kommt nicht vor­an, bleibt ein­mal mehr hin­ter den Erwar­tun­gen zurück. Erneut kön­nen wir kei­ne Ver­bes­se­run­gen im Ver­gleich zum Vor­jahr erken­nen. Das ist alar­mie­rend“, kom­men­tiert vbw Haupt­ge­schäfts­füh­rer Bert­ram Brossardt.

Im Moni­to­ring der Ener­gie­wen­de wird Zwi­schen­bi­lanz in vier Kate­go­rien – Ver­sor­gungs­si­cher­heit, Bezahl­bar­keit, Ener­gie­ef­fi­zi­enz /​erneu­er­ba­re Ener­gien und Umwelt­ver­träg­lich­keit – gezo­gen. Als Maß­stab der Bewer­tun­gen die­nen die selbst­ge­steck­ten Zie­le von Bund und Frei­staat. Laut aktu­el­lem Moni­to­ring kämen ins­be­son­de­re der Aus­bau der erneu­er­ba­ren Ener­gien und der Netz­aus­bau nur schlep­pend vor­an, zeit­gleich ver­harr­ten die Ener­gie­prei­se auf einem höhe­ren Niveau als vor der Ener­gie­preis­kri­se. „Die Preis-Ampel steht auf Dun­kel­rot. Das scha­det unse­rem Stand­ort und ist eine der Ursa­chen für die zuneh­men­de Deindus­tria­li­sie­rung. Hier muss drin­gend gegen­ge­steu­ert wer­den“, for­dert Bros­sardt und ergänzt, es gäbe kei­nen Anlass, sich über eine bes­se­re Bewer­tung bei den Treib­haus­gas-Emis­sio­nen zu freu­en, wenn das maß­geb­lich auf einen Pro­duk­ti­ons­rück­gang der ener­gie­in­ten­si­ven Indus­trien als Fol­ge der Kon­junk­tur­kri­se zurück­zu­füh­ren sei. Ein Erfolg sei die Ener­gie­wen­de dann, wenn die­se Unter­neh­men mit bezahl­ba­rer, nach­hal­ti­ger Ener­gie ver­sorgt seien.

Trotz aller grund­le­gen­den Ver­säum­nis­se sieht die vbw auch posi­ti­ve Ent­wick­lun­gen. So lie­ge der Pho­to­vol­ta­ik-Aus­bau in Reich­wei­te der ambi­tio­nier­ten jähr­li­chen Zubau­zie­le. „Bei Wind­kraft und beim Aus­bau der Ener­gie­net­ze hin­ken wir aber weit hin­ter den Zie­len hin­ter­her. Zwar gehen die Pla­nun­gen end­lich schnel­ler vor­an, ech­te struk­tu­rel­le Ver­bes­se­run­gen sind aber wei­ter­hin nicht zu erken­nen“, erklärt Brossardt.

Um end­lich den Ziel­pfa­den zu ent­spre­chen, brau­che es aus Sicht der vbw ers­tens ein kla­res Bekennt­nis der neu­en Bun­des­re­gie­rung zu zen­tra­len Zie­len einer Ener­gie­wen­de. „Der Aus­bau von erneu­er­ba­ren Ener­gien und Net­zen muss mas­siv beschleu­nigt wer­den und die bis­he­ri­ge Dau­er von Planungs‑, Geneh­mi­gungs- und Bau­pro­zes­sen erheb­lich ver­kürzt wer­den“, for­dert Bros­sardt. Zwei­tens müss­ten die Ener­gie­kos­ten umfas­send gesenkt wer­den, damit der Stand­ort end­lich wie­der inter­na­tio­nal wett­be­werbs­fä­hig wer­de. „Der Brü­cken­strom­preis für die ener­gie­in­ten­si­ve Indus­trie ist über­fäl­lig und die dau­er­haf­te Absen­kung der Strom­steu­er auf das euro­päi­sche Min­dest­ni­veau für die gesam­te Wirt­schaft eben­so“, for­dert Brossardt.

Drit­tens for­dert die vbw die neue Bun­des­re­gie­rung auf, mehr für die Ver­sor­gungs­si­cher­heit zu tun. „Unser Strom­ver­brauch in Deutsch­land wird in den nächs­ten Jah­ren wei­ter stei­gen. Wir brau­chen daher bis 2030 aus­rei­chend Back­up-Kapa­zi­tä­ten. Das wird vor­über­ge­hend nur mit Gas­kraft­wer­ken erreicht wer­den kön­nen. Phä­no­me­ne wie die ‚Dun­kel­flau­te‘ dür­fen unse­rer Indus­trie nicht die Schweiß­per­len auf die Stirn brin­gen. Zukünf­tig gilt es, die­se Gas­kraft­wer­ke dann schritt­wei­se auf Was­ser­stoff umzu­stel­len“, for­dert Bros­sardt und fügt abschlie­ßend hin­zu: „Als Baye­ri­sche Wirt­schaft set­zen wir bei der Ener­gie­wen­de auf ein hohes Umset­zungs­tem­po und eine kon­se­quen­te ener­gie­po­li­ti­sche Auf­hol­jagd. Das erwar­ten wir von der neu­en Bun­des­re­gie­rung.“ Das 13. Moni­to­ring der Ener­gie­wen­de der vbw steht hier zum Down­load bereit.

Stadt­wer­ke Bamberg

Grü­ne Wär­me aus der Reg­nitz für Hand­werks­kam­mer und Haushalte

Die Stadt­wer­ke Bam­berg wol­len im Bam­ber­ger Süden zwei Fluss­wär­me­pum­pen bau­en, die das Was­ser der Reg­nitz als Ener­gie­quel­le nut­zen. So sol­len 2.000 Haus­hal­te im Bam­ber­ger Süden und ein neu­es Bil­dungs­zen­trum der Hand­werks­kam­mer für Ober­fran­ken kli­ma­neu­tral mit grü­ner Wär­me ver­sorgt werden.

Für die bei­den Groß­wär­me­pum­pen soll in der Süd­flur zwi­schen der Reg­nitz und dem neu­en HWK-Bil­dungs­zen­trum ein Heiz­werk errich­tet wer­den, wie die HWK aktu­ell mit­teilt. Laut einer Mach­bar­keits­stu­die der Stadt­wer­ke Bam­berg und des Fraun­ho­fer-Insti­tuts für Ener­gie­wirt­schaft und Ener­gie­sys­tem­tech­nik (IEE) kön­nen die Wär­me­pum­pen ins­ge­samt 90 Pro­zent des benö­tig­ten Wär­me­be­darfs lie­fern. Dafür sol­len pro Sekun­de 300 Liter Was­ser aus der Reg­nitz ent­nom­men und fluss­ab­wärts mit leicht gerin­ge­rer Tem­pe­ra­tur wie­der in den Fluss ein­ge­lei­tet wer­den. Das neue Heiz­werk in der Süd­flur soll im Herbst 2027 in Betrieb gehen.

Zur Abde­ckung von Spit­zen­las­ten wol­len die Stadt­wer­ke aller­dings auf eine weni­ger umwelt­ver­träg­li­che, weil Koh­len­di­oxid pro­du­zie­ren­de Wei­se Ener­gie pro­du­zie­ren und zusätz­li­che Hack­schnit­zel­kes­sel nut­zen. In die­sen sol­len Holz­ab­fäl­le aus benach­bar­te städ­ti­schen Wäl­dern ver­brannt wer­den. Ins­ge­samt wol­len die Stadt­wer­ke eine Heiz­leis­tung von zehn Mega­watt erzeugen.

Inves­ti­tio­nen in die Energiegewinnung

Beim neu­en Wär­me­wen­de-Pro­jek­te im Bam­ber­ger Süden gehen die Stadt­wer­ke aktu­ell von Gesamt­in­ves­ti­tio­nen im mitt­le­ren zwei­stel­li­gen Mil­lio­nen­be­reich aus. Die Sum­me soll auch aus För­der­mit­teln des Bun­des finan­ziert werden.

Die Fluss­wär­me­pum­pen im Bam­ber­ger Süden ist bereits das zwei Quar­tiers­pro­jekt, mit dem die Stadt­wer­ke Bam­berg die Wär­me­wen­de vor­an­trei­ben wol­len. Vor weni­gen Wochen hat der Ener­gie­dienst­leis­ter auf dem Bam­ber­ger Kon­ver­si­ons­quar­tier Lag­ar­de ein Wär­me­sys­tem für 1.200 Alt- und Neu­bau­woh­nun­gen sowie Gewer­be­flä­chen in Betrieb genom­men, das zu 70 Pro­zent mit rege­ne­ra­ti­ven Ener­gien betrie­ben wird.

Hier hat­ten die Stadt­wer­ke ins­ge­samt 13,5 Mil­lio­nen Euro För­der­mit­tel vom Bund und der Regie­rung von Ober­fran­ken akqui­rie­ren kön­nen. Durch den Ein­satz von erneu­er­ba­ren Ener­gien sol­len die Heiz­kos­ten wei­test­ge­hend von Preis­ent­wick­lun­gen fos­si­ler Brenn­stof­fe und künf­ti­ger CO2-Prei­se ent­kop­pelt und für die Bevöl­ke­rung lang­fris­tig güns­tig gehal­ten werden.

Groß­wär­me­pum­pen: Poten­zi­al für die Wärmewende

Die Zahl der Groß­wär­me­pum­pen in Deutsch­land ist laut HWK-Mit­tei­lung über­schau­bar, doch das Poten­zi­al enorm. Nach einer aktu­el­len Stu­die der Münch­ner For­schungs­stel­le für Ener­gie­wirt­schaft (FfE) könn­ten 20 Pro­zent der Kom­mu­nen, vor allem ent­lang der gro­ßen Flüs­se, mit die­ser Tech­nik einen Groß­teil ihres Wär­me­be­darfs decken. Theo­re­tisch hät­te die Tech­nik außer­dem das Poten­zi­al, den Wär­me­be­darf aller Haus­hal­te und Gewer­be in Bay­ern zu decken.

Der­zeit erschwe­ren aber sehr kom­ple­xe Geneh­mi­gungs­pro­zes­se für Fluss­was­ser­wär­me­pum­pen in Bay­ern die flä­chen­de­cken­de Nut­zung von Fluss­was­ser­wär­me. Ins­be­son­de­re die was­ser­recht­li­che Geneh­mi­gung stellt einen sehr auf­wen­di­gen Pro­zess dar.

Für das Geneh­mi­gungs­ver­fah­ren des Bam­ber­ger Vor­ha­bens haben das Baye­ri­sche Umwelt­mi­nis­te­ri­um, das Was­ser­wirt­schafts­amt Kro­nach sowie die Unte­re und Obe­re Natur­schutz­be­hör­de ihre Unter­stüt­zung jedoch zuge­si­chert. Sie möch­ten spe­zi­ell den Bam­ber­ger Geneh­mi­gungs­pro­zess als zustän­di­ge Behör­den beglei­ten, um Erkennt­nis­se für zukünf­ti­ge ver­gleich­ba­re Pro­jek­te zu gewinnen.

Hoch­was­ser­la­ge

Lisa Badum: Die Macht der fos­si­len Lob­by brechen

Lisa Badum, Forch­hei­mer Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­te der Grü­nen, hat sich zur Hoch­was­ser­la­ge in Zen­tral- und Ost­eu­ro­pa geäu­ßert. Auch nahm sie die Geg­ner der Ener­gie­wen­de ins Visier.

Eine Mit­tei­lung von Lisa Badum zitiert die Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­te mit den Wor­ten: „Mal wie­der Hoch­was­ser. Mal wie­der wer­den eini­ge danach zum Tages­ge­schäft zurück­keh­ren wol­len. Die Par­tei­tak­tik von Söder und Co. bleibt wei­ter­hin, Grü­ne zum Haupt­geg­ner zu erklä­ren und so zu tun, als sei­en Kli­ma­schutz und Hoch­was­ser­schutz die größ­ten Gefah­ren unse­rer Zeit. Das Gegen­teil ist der Fall. Kein Kli­ma­schutz ist die größ­te Gefahr. Kli­ma­schutz ist Menschenschutz.“

Öster­reich, Polen, Tsche­chi­en und Rumä­ni­en müs­sen der­zeit gro­ße Zer­stö­run­gen durch Flu­ten und Was­ser­mas­sen ertra­gen. „Über­flu­te­te Dör­fer, zer­stör­te Infra­struk­tur und Tote“, so Badum wei­ter, „all das sind die dra­ma­ti­schen Kon­se­quen­zen von Extrem­wet­ter­er­eig­nis­sen, wel­che durch die men­schen­ge­mach­te Ver­än­de­rung des Kli­mas immer häu­fi­ger auftreten.“

Jetzt sei es an der Zeit für muti­ge poli­ti­sche Ent­schei­dun­gen für ein nach­hal­ti­ges, kli­ma­re­si­li­en­tes Euro­pa. Statt­des­sen boo­me das fos­si­le Gas­ge­schäft welt­weit und vie­ler­orts ent­steht neue fos­si­le Infra­struk­tur für den Han­del von Frack­ing-Gas. Und mit Fried­rich Merz hat sich nun ein Geg­ner der Ener­gie­wen­de zum Kanz­ler­kan­di­da­ten der Uni­on gekürt.

„Lei­der arbei­tet die schmut­zi­ge fos­si­le Lob­by gezielt gegen die Ener­gie­wen­de an, um auf Kos­ten unse­rer Zukunft Mil­li­ar­den­ge­win­ne zu schef­feln“, sagt Lisa Badum abschlie­ßend. „Dar­um müs­sen wir die Macht der fos­si­len Lob­by jetzt end­lich brechen.“

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