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Fraport Skyliners

100:83-Erfolg gegen Fra­port Skyliners 

Bro­se Bam­berg holt ers­ten Heim­sieg der Saison

Bro­se Bam­berg behielt am 7. Spiel­tag der easy­Credit Bas­ket­ball Bun­des­li­ga gegen die FRAPORT SKYLINERS mit 100:83 die Ober­hand, gewann das zwei­te Mal in Fol­ge und gibt mit dem ers­ten Heim­sieg die­ser Sai­son die rote Later­ne des Tabel­len­letz­ten an die Hes­sen ab.

Nach einem aus­ge­gli­che­nen ers­ten Vier­tel war es ein star­kes zwei­tes (32:15), das die Gast­ge­ber vor 3.317 laut­star­ken Fans mit einem 21-Punk­te-Vor­sprung in die Pau­se gin­gen ließ: 57:36. Zwar kamen die Hes­sen in der zwei­ten Halb­zeit etwas auf, auf weni­ger als acht Zäh­ler schrumpf­te die Bam­ber­ger Füh­rung aber nie. Bro­se traf jeden zwei­ten sei­ner Drei­er­ver­su­che (15÷30), ver­teil­te ins­ge­samt 28 Assists und beherrsch­te den Rebound (39:23). Patrick Mil­ler kam in sei­nem Debüt auf 13 Punk­te, sie­ben Assists, drei Rebounds und drei Ste­als. Damit reih­te er sich in ein star­kes Kol­lek­tiv ein, in dem Chris­ti­an Seng­fel­der mit 21 Zäh­lern als bes­ter Wer­fer hervorging. 

„Es war ein Sieg, den wir unbe­dingt gebraucht haben. Zumal wir Zuhau­se spiel­ten, vor die­sen fan­tas­ti­schen Fans. Für sie haben wir heu­te gewon­nen. Ich könn­te jetzt viel ana­ly­sie­ren, aber am Ende ist das wich­tigs­te, dass wir gewon­nen haben“, beton­te Oren Amiel. „Sie kamen mit einem kom­plett ande­ren Team als wir es erwar­tet hat­ten, haben dem­nach auch kom­plett anders gespielt. Man hat denn auch gemerkt, dass wir Druck hat­ten, dass wir gewin­nen woll­ten und beim Blick auf die Tabel­le auch gewin­nen muss­ten. Daher sind wir auch zwi­schen­zeit­lich etwas ner­vös gewor­den, haben fal­sche Ent­schei­dun­gen getrof­fen. Ich bin sehr froh, dass unse­re Shoo­ter heu­te gut drauf waren und in der wich­ti­gen Pha­se wich­ti­ge Wür­fe getrof­fen haben.“

Die Anfangs­pha­se war auf Augen­hö­he. Frank­furt traf zunächst drei Drei­er, Bro­se punk­te­te durchs Kol­lek­tiv: Wohl­rath, Young, Mil­ler und Seng­fel­der waren in den ers­ten Minu­ten die Bam­ber­ger Scorer (10:9, 4.). Mit­te des Vier­tels traf Patrick Heck­mann den Distanz­wurf, kurz dar­auf Kevin Wohl­rath den nächs­ten. Da aber auch die Gäs­te immer wie­der den frei­en Mann fan­den, blieb es eine aus­ge­gli­che­ne Par­tie (20:20, 8.). Zwei Heck­mann-Frei­wür­fe, einer von Chach­ash­vi­li und ein Korb­le­ger des Israe­li sorg­ten zum Ende der ers­ten zehn Minu­ten aller­dings für eine klei­ne Bam­ber­ger Füh­rung: 25:21.


Zwei­stel­li­ge Füh­rung im zwei­ten Viertel

Den zwei­ten Abschnitt eröff­ne­te Fra­zier für Frank­furt, Seng­fel­der kon­ter­te per Drei­er. Und wei­ter jetzt die Haus­her­ren, die durch einen 10:0‑Lauf nach gut 13 Minu­ten erst­mals zwei­stel­lig in Füh­rung gin­gen: 35:23. Bro­se war nun die spiel­be­stim­men­de Mann­schaft, stand defen­siv soli­de und fand offen­siv immer den bes­ser pos­tier­ten Mann. Der stand mal an der Drei­er­li­nie (9÷14 zur Pau­se) oder aber in der Zone (20 Punk­te zur Halb­zeit). In jedem Fall hat­ten die Gast­ge­ber die Par­tie beim 57:36 nach 20 Minu­ten fest im Griff. Ein­drucks­voll: mit Wohl­rath (11), Seng­fel­der (10) und Bohačík (10) punk­te­ten bereits drei Spie­ler zwei­stel­lig, das Rebound-Ver­hält­nis lag bei 25 zu acht.

Mit Beginn der zwei­ten Hälf­te merk­te man den Frank­fur­tern an, dass sie nicht gewillt waren, sich aus der Hal­le schie­ßen zu las­sen. Fort­an waren sie bis­si­ger beim Rebound, erspiel­ten sich eini­ge zwei­te Chan­cen, die sie nutz­ten. Bro­se aller­dings hielt gut dage­gen, war vor allem wei­ter­hin treff­si­cher und lag Mit­te des drit­ten Vier­tels nach wie vor mit über 20 Punk­ten in Front (72:50, 26.). Für die Gäs­te kam Lukas Wank nun immer bes­ser ins Spiel. Der Natio­nal­spie­ler war es auch, der durch fünf Punk­te in Fol­ge sei­ne Mann­schaft wie­der auf 15 Zäh­ler ran brach­te (75:60, 29.). Die­ser Bam­ber­ger Vor­sprung hat­te beim 78:63 auch vor dem Schluss­ab­schnitt noch Bestand.

In den letz­ten zehn Minu­ten hol­ten die Gäs­te noch­mals alles aus sich raus. Bei Bro­se mach­te sich nun doch ein wenig Ver­un­si­che­rung breit. Die Fol­ge: die Füh­rung schmolz etwas dahin und lag fünf Minu­ten vor dem Ende bei nur noch acht Zäh­lern: 86:79. Doch wann immer die Bam­ber­ger es benö­tig­ten, waren die Schüt­zen an die­sem Abend zur Stel­le. Solo­mon Young und Chris­ti­an Seng­fel­der tra­fen zwei wich­ti­ge Drei­er und sorg­ten somit dafür, dass Frank­furt nicht noch näher­kam. Die letz­ten Punk­te der Par­tie gehör­ten Bro­ses Neu­zu­gang Patrick Mil­ler, der durch zwei ver­wan­del­te Frei­wür­fe den 100:83-Endstand per­fekt machte.

Bas­ket­ball-Liga 7. Spieltag

Bro­se will gegen Fra­port Sky­liners ers­ten Heimsieg

Mor­gen Abend spielt Bro­se Bam­berg am 7. Spiel­tag der Bas­ket­ball Bun­des­li­ga zuhau­se gegen die Fra­port Sky­liners. Gegen die Frank­fur­ter möch­ten die Bam­ber­ger ihren ers­ten Heim­sieg der Sai­son holen.

Die Fra­port Sky­liners ste­hen in der Liga, wie Bro­se Bam­berg, mit aktu­ell einem Sieg und fünf Nie­der­la­gen eher schlecht da. Den bis­lang ein­zi­gen Erfolg gab es vor einem Monat am 4. Spiel­tag gegen Syn­ta­nics MBC aus Wei­ßen­fels. Bam­berg besieg­te am 6. Spiel­tag, im ers­ten Auf­ein­an­der­tref­fen der bei­den Tems über­haupt, die Ros­tock Sea­wol­ves.

Die Fra­port Sky­liners ste­hen bis­lang kom­pakt in der Defen­si­ve und lie­ßen im Schnitt nur 79 Punk­te zu. Dafür hakt es offen­siv. Die durch­schnitt­lich erziel­ten 75,7 Zäh­ler sind liga­weit die zweit­schlech­tes­te Aus­beu­te. Die indi­vi­du­el­len Wer­te der Hes­sen sind jedoch gut. Vier Spie­ler scor­ten in den absol­vier­ten sechs Par­tien im Schnitt zwei­stel­lig, wobei sich der Ex-Bam­ber­ger Mar­ti­nas Geben mit 14,3 Punk­ten aktu­ell die tea­m­in­ter­ne Tops­corer-Kro­ne auf­set­zen kann.

Trai­ner Geert Hammink hat die frei­en Tage der Natio­nal­mann­schafts­pau­se genutzt, um sei­nen und den Kopf der Spie­ler etwas frei­zu­be­kom­men. „Die Inten­si­tät einer Sai­son ist immer sehr hoch. Aber ich mag das eigent­lich sehr ger­ne. Auch wenn es nicht ganz leicht war, konn­te ich den Kopf in den ers­ten Tagen der Pau­se doch ein wenig frei bekom­men. Aber natür­lich denkt man im Hin­ter­kopf die gan­ze Zeit immer dar­über nach, wie wir uns ver­bes­sern können.“

Bam­berg will ers­ten Heim­sieg, Neu­zu­gang Mil­ler debütiert

Den Kopf frei zu bekom­men, war auch das Mot­to bei Bro­se Bam­berg. Chef­trai­ner Oren Amiel gab sei­nem Team eben­falls ein paar Tage frei und bat erst am ver­gan­ge­nen Sams­tag wie­der zum Trai­ning. Die­ses fiel per­so­nell aber eher mager aus. Denn mit Chris­ti­an Seng­fel­der, Vai­das Kari­ni­aus­kas und Gabri­el Chach­ash­vi­li stan­den drei Akteu­re auf­grund der Abstel­lung zur jewei­li­gen Natio­nal­mann­schaft nicht zur Ver­fü­gung. Sie sind erst seit Mitt­woch wie­der für Bro­se im Einsatz.

Mit dabei indes die gesam­te Zeit war Neu­zu­gang Patrick Mil­ler. Das Kraft­pa­ket acker­te nach sei­ner Ankunft zu Beginn der vor­letz­ten Woche zunächst indi­vi­du­ell, ehe er nun seit knapp einer Woche mit sei­nem neu­en Team trai­niert. Sei­ne Inte­gra­ti­on bestimm­te dann auch die ver­gan­ge­nen Tage und Trainingseinheiten.

„Ich freue mich“, sag­te Patrick Mil­ler, „auf mein ers­tes Spiel. Bis­lang war ich ja immer nur als Geg­ner in der Are­na. Jetzt die Emo­tio­nen und Lei­den­schaft der Fans als Spie­ler ihres Teams abzu­be­kom­men und wahr­zu­neh­men, wird sehr beson­ders. Ich füh­le mich bereits gut inte­griert. Sicher­lich hakt es noch an der einen oder ande­ren Stel­le, aber das wer­den wir in den Griff bekom­men. Gegen Frank­furt wird es wich­tig sein, dass wir sie offen­siv kna­cken. Sie haben eine gute Ver­tei­di­gung, die müs­sen wir aus­he­beln. In der Defen­si­ve muss jeder sei­nen Job erle­di­gen, heißt phy­sisch spie­len, gut aus­bo­xen. Ich bin mir sicher, dass wir mit unse­ren Fans gemein­sam das Spiel gewin­nen werden.“

Aus­ge­ge­be­nes Ziel der Bam­ber­ger ist es ent­spre­chend, den posi­ti­ven Flow aus dem Ros­tock­spiel auch in die anste­hen­den Par­tien mit­zu­neh­men. In Meck­len­burg-Vor­pom­mern gab es beim 97:86-Erfolg den ers­ten natio­na­len Sai­son­sieg. Die­ser ist aller­dings nur die Hälf­te wert, wenn man jetzt nicht nachlegt.

Die Sta­tis­tik Fall spricht auf jeden Fall für Bro­se. Die letz­te Nie­der­la­ge gegen die Hes­sen in hei­mi­scher Hal­le datiert aus dem Juni 2010. Den­noch ist dem Team um Chris­ti­an Seng­fel­der klar, dass es aber­mals eine kon­zen­trier­te Leis­tung über 40 Minu­ten benö­tigt, um den ers­ten Heim­sieg der Sai­son ein­zu­fah­ren. Der Kapi­tän geht dabei wie­der vor­an und ist aktu­ell Bro­ses bes­ter Wer­fer (14,2 Punkte/​Spiel) und stärks­ter Reboun­der (6,5). Gegen Frank­furt wird es jedoch, wie schon so häu­fig in die­ser Sai­son, aufs Kol­lek­tiv ankommen.

Nach der Par­tie gegen Fra­port Sky­liners steht am kom­men­den Mitt­woch ein klei­nes End­spiel auf dem Spiel­plan. Gegen Galil Eli­on muss im FIBA Euro­pe Cup ein Sieg her, um das Wei­ter­kom­men in die nächs­te Run­de wei­ter­hin in der eige­nen Hand zu haben.

Vier­ter Sieg in Folge

Bam­berg macht es gegen die FRAPORT SKYLINERS spannend

Bro­se Bam­berg hol­te am 28. Spiel­tag der easy­Credit Bas­ket­ball Bun­des­li­ga durch einen 75:72-Erfolg über die FRAPORT SKYLINERS den vier­ten Sieg in Fol­ge und klet­ter­te in der Tabel­le um einen Platz auf Rang neun. Dabei mach­ten es die Bam­ber­ger unnö­tig spannend.

Es hät­te ein­fa­cher sein kön­nen. Gegen Ende des drit­ten Vier­tels lag Bro­se Bam­berg mit 15 Punk­ten vor den FRAPORT SKYLINERS (65:50.). Die­sen kom­for­ta­blen Vor­sprung ver­ga­ben die Bam­ber­ger zum Ende hin aber fast noch.

Bro­se fand stark in die Par­tie, kam durch fünf Mit­chell-Punk­te und zwei von Ogbe nach 90 Sekun­den zu einer schnel­len 7:0‑Führung. Bei Frank­furt woll­te vor­ne zunächst nur wenig gelin­gen, dafür waren die Hes­sen aber von der Frei­wurf­li­nie ner­ven­stark und treff­si­cher. Das und eine zwi­schen­zeit­li­che Bam­ber­ger Offen­siv­flau­te sorg­ten dafür, dass die Par­tie Mit­te des ers­ten Vier­tels aus­ge­gli­chen war: 9:9.

Erst all­mäh­lich konn­ten die Bam­ber­ger Gast­ge­ber ihre Treff­si­cher­heit aus der Anfangs­mi­nu­te wie­der zurück­ge­win­nen und die Füh­rung auf zeit­wei­se neun Punk­te aus­bau­en (24:15, 9.). Ponit­ka traf für die FRAPORT SKYLINERS kurz vor Vier­te­len­de noch den Drei­er zum 24:18. Zwei Zah­len, die ver­deut­li­chen, war­um der Bro­se-Vor­sprung nur bei sechs Punk­ten lag. Bam­berg traf bis­lang ledig­lich drei Drei­er bei zwölf Ver­su­chen, Frank­furt stand bei zehn Tref­fern. Das war eine 100-pro­zen­ti­ge Quo­te von der Freiwurflinie.

Der zwei­te Abschnitt begann wie der ers­te, mit sechs schnel­len Bam­ber­ger Punk­ten (30:18, 12.). Aller­dings ver­pass­ten es die Haus­her­ren in der Fol­ge­zeit, die Füh­rung wei­ter aus­zu­bau­en. Und das, obwohl sich Bro­se, laut­stark ange­feu­ert von erst­mals seit lan­gem wie­der mehr als 3.700 Fans, bis zur Pau­se 16 Wür­fe mehr erar­bei­ten konn­te, als der Geg­ner. Die­se kamen zum einen durch zehn Offen­siv­re­bounds zustan­de, die immer wie­der zwei­te und drit­te Chan­cen offen­bar­ten. Zum ande­ren ent­stan­den die 16 Wür­fe aber auch durch eine inten­si­ve Ver­tei­di­gung und dar­aus resul­tie­ren­den sie­ben Ball­ge­win­nen. Alles in allem aber ließ Bro­se zu oft zu viel lie­gen. Der Vor­sprung von 13 Punk­ten nach 20 Minu­ten war groß, hät­te aber grö­ßer sein können.

Frank­furt kam auf einen Punkt ran

Im drit­ten Vier­tel ging zunächst kaum etwas bei Bro­se Bam­berg. Vor allem offen­siv fiel nichts mehr. Die Fol­ge war ein 8:0‑Lauf der FRAPORT SKYLINERS und das Ein­bü­ßen der 13-Zäh­ler-Füh­rung auf ledig­lich noch fünf (50:45, 24.). Rund drei­ein­halb Minu­ten dau­er­te es, ehe die Gast­ge­ber erst­mals in der zwei­ten Halb­zeit erfolg­reich abschlie­ßen konn­ten. Doch die Bam­ber­ger kamen aus ihrem offen­si­ven Loch her­aus. Bro­se spiel­te wei­ter­hin sei­ne Sys­te­me bis zum Ende durch und fand meis­tens den frei­en Mann unter dem Korb oder an der Drei­er­li­nie. Der Vor­sprung wuchs wie­der an und betrug nach einem zwi­schen­zeit­li­chen klei­nen 6:0‑Lauf kurz vor Vier­te­len­de erst­mals bei 15 Punk­ten: 65:50. Zwölf davon blie­ben beim Stand von 66:54 vor dem Schluss­ab­schnitt noch übrig.

Und das war auch gut so, denn Bro­se mach­te es sich und sei­nen Fans im letz­ten Vier­tel schwer. Vor­ne woll­te nun tat­säch­lich kaum mehr etwas gelin­gen. Ledig­lich neun Punk­te gelan­gen den Bam­ber­ger in den letz­ten zehn Minu­ten. Aller­dings fand die Mann­schaft einen Weg, die Par­tie den­noch erfolg­reich zu Ende zu spie­len. 46 Sekun­den vor Schluss waren die FRAPORT SKYLINERS näm­lich beim 72:70 aus Bam­ber­ger Sicht wie­der auf zwei Zäh­ler dran. 30 Sekun­den spä­ter beim 73:72 sogar auf nur noch einen Korb. Bro­ses Kapi­tän Chris­ti­an Seng­fel­der blieb an der Frei­wurf­li­nie aber ner­ven­los und ver­senk­te bei noch 14,2 Sekun­den auf der Uhr bei­de zum 75:72. Der letz­te Angriff lag bei Frank­furt, doch Quan­tez Robert­son wur­de gut ver­tei­digt und sein Drei­er lan­de­te am Ring. Am Ende sieg­te Bro­se Bam­berg mit 75:72 über die FRAPORT SKYLINERS, hol­te sich damit den vier­ten Sieg in Serie, stieg in der Tabel­le um einen Platz auf Rang neun und wahr­te sich, wie vor­ge­nom­men, die Playoffchancen.

Bro­se-Trai­ner Oren Amiel fass­te die Par­tie so zusam­men: „Es war ein Spiel mit zwei völ­lig unter­schied­li­chen Hälf­ten. Als sie uns das Tem­po genom­men haben, haben wir auch das Selbst­ver­trau­en ver­lo­ren. Wir haben dann nicht mit der Ener­gie gespielt, die wir gebraucht haben. Aber am Ende, in unse­rer Situa­ti­on, ist eine Sieg ein Sieg. Wir kön­nen jetzt ana­ly­sie­ren, was im vier­ten Vier­tel gesche­hen ist, aber für mich ist jetzt erst mal der Sieg wichtig.“

Bas­ket­ball

Bro­se Bam­berg will gegen Frank­furt Play­off­chan­ce wahren

Bro­se Bam­berg emp­fängt am 28. Spiel­tag der easy­Credit Bas­ket­ball Bun­des­li­ga mor­gen ab 15 Uhr die Fra­port Sky­liners. Wäh­rend Frank­furt als aktu­ell Tabel­len­letz­ter jeden Punkt benö­tigt, um nicht abzu­stei­gen, möch­te Bro­se Bam­berg als Tabel­len­zehn­ter sei­ne Play­off­chan­ce wahren.

Die Fra­port Sky­liners zogen vor­letz­te Woche den womög­lich letz­ten Stroh­halm im Kampf um den Klas­sen­ver­bleib und stell­ten ihren bis dato Chef­trai­ner Die­go Ocam­po frei. Nach­fol­ger wur­de der Ita­lie­ner Luca Dal­mon­te. Aller­dings gelang es auch dem Ita­lie­ner in sei­nen nun zwei gecoach­ten Spie­len bis­lang nicht, den Tur­naround der Hes­sen wirk­lich ein­zu­läu­ten. Eine acht Nie­der­la­gen wäh­ren­de Durst­stre­cke ende­te zwar Mit­te März in Braun­schweig, anschlie­ßend aber gab es zuletzt wie­der zwei Nie­der­la­gen und das Abrut­schen auf den letz­ten Tabel­len­platz. Jedoch waren die Spie­le gegen Ulm (58:61) und am ver­gan­ge­nen Diens­tag in Hei­del­berg (65:71) knapp und bis in die Schluss­mi­nu­ten offen. Dass es am Ende den­noch bei­de Male nicht gereicht hat, lag vor allem in Hei­del­berg an einer mie­sen Drei­er­quo­te von gera­de ein­mal etwas über 15 Pro­zent. Über­haupt haben es die Hes­sen nicht so mit dem Punk­ten, bele­gen sie mit im Sai­son­schnitt erziel­ten 72,3 Zäh­lern pro Par­tie auch in die­ser Kate­go­rie abge­schla­gen den letz­ten Platz aller BBL-Teams. Und den­noch, ins Lau­fen kom­men las­sen darf man das Team nicht, denn Spie­ler wie Will Cher­ry, Jamel McLean und auch Dau­er­bren­ner Quan­tez Robert­son wis­sen nur zu gut, wo der Korb hängt. Zudem haben sich die Hes­sen zuletzt noch mit dem pol­ni­schen Natio­nal­spie­ler Mar­cel Ponit­ka ver­stärkt, der in sei­nen vier Spie­len für Frank­furt mit im Schnitt sie­ben Punk­ten ange­deu­tet hat, dass er in den ver­blei­ben­den Par­tien hilf­reich sein kann, um den Klas­sen­er­halt doch noch unter Dach und Fach zu brin­gen. Luca Dal­mon­te sieht die Chan­ce nach wie vor als gege­ben, sagt aber auch: „Unse­re Situa­ti­on ist sehr ein­deu­tig. Wir kön­nen nun kei­ne Chan­cen lie­gen­las­sen. Wir müs­sen jetzt den Kopf frei krie­gen (…) Wir wer­den nicht auf­ge­ben!“ Wer die Frank­fur­ter kennt, der weiß, dass sie das auch nicht tun wer­den. Genau­so wenig, wie sie es im Hin­spiel getan haben. Da hat­ten sie Bro­se das Leben über 40 Minu­ten extrem schwer gemacht. Die Gäs­te hat­ten es damals ihren deut­schen Spie­lern zu ver­dan­ken, dass sie am Ende als Sie­ger vom Par­kett gin­gen, denn Heck­mann (15), Ogbe (12), Seng­fel­der (12) und Lock­hart (3) erziel­ten mehr als die Hälf­te aller Bam­ber­ger Punkte. 

„Nicht von Ergeb­nis­sen oder dem Tabel­len­platz täu­schen lassen“

Das kann frei­lich im Rück­spiel am Sonn­tag nicht der Fall sein. Zumin­dest wird Patrick Heck­mann nicht als Tops­corer auf­tre­ten kön­nen, da er nach wie vor und wei­ter­hin lang­fris­tig dem Team auf­grund einer Fuß­ver­let­zung fehlt und feh­len wird. Alle ande­ren haben sei­nen Aus­fall aber in den letz­ten Wochen mehr als nur kom­pen­siert. Seit drei Par­tien ist Bro­se mitt­ler­wei­le unge­schla­gen und zeig­te dabei auch im letz­ten Spiel gegen Crails­heim eine kon­stant gute Leis­tung. Vor allem den Rebound domi­nier­ten Mit­chell (13), Seng­fel­der (12) und Co., sicher­ten sich am Ende 51 Abpral­ler – Sai­son­re­kord. Neben dem Kampf um den Ball wur­de die­ser aber auch her­vor­ra­gend ver­teilt, was sich an star­ken 18 Assists able­sen ließ. Durch den drit­ten Erfolg in Serie hat sich Bro­se auch wei­ter­hin die Tür für ein mög­li­ches Errei­chen der Play­offs offen­ge­hal­ten. Aller­dings müs­sen die Bam­ber­ger dafür wei­ter dran­blei­ben, dür­fen sich in den noch ver­blei­ben­den acht Par­tien kaum mehr eine Blö­ße geben. Dabei wird es auch gegen Frank­furt wie­der dar­auf ankom­men, dass sich die Man­nen von Oren Amiel vor allem defen­siv als aggres­si­ve Ein­heit prä­sen­tie­ren. Das war in den ver­gan­ge­nen Par­tien näm­lich über wei­te Stre­cke der Fall. Die defen­si­ve Sta­bi­li­tät führ­te dann zu schö­nen Offen­siv­ak­tio­nen, die auch das Publi­kum ansporn­ten, was wie­der­um noch­mals ein paar Pro­zent mehr aus den Bam­ber­ger Akteu­ren her­aus­hol­te. Und die Fans wer­den auch im Spiel gegen Frank­furt wie­der einen gro­ßen Stel­len­wert ein­neh­men. Erst­mals seit lan­gem gilt dabei in der BROSE ARENA kei­ne Pflicht mehr zum Tra­gen einer FFP2-Mas­ke. Jedoch emp­fiehlt Bro­se Bam­berg wei­ter­hin einen Mund-Nase-Schutz, um sich selbst und sei­ne Sitz­nach­barn zu schüt­zen – und natür­lich die Impfung.

„Wir haben aktu­ell einen klei­nen Lauf, den wir aber nicht als Selbst­ver­ständ­lich hin­neh­men. Wir arbei­ten täg­lich hart und schaf­fen es nun, das auch auf dem Par­kett umzu­set­zen. Den­noch gibt es natür­lich noch vie­les, was wir bes­ser machen kön­nen. Um gegen Frank­furt zu bestehen, ist es zunächst wich­tig, dass wir uns nicht von Ergeb­nis­sen oder dem Tabel­len­platz täu­schen las­sen“, blickt Omar Pre­witt vor­aus. „Dass sie es näm­lich kön­nen, haben sie nicht zuletzt in Braun­schweig ein­drucks­voll bewie­sen. Daher: wir sind gewarnt, wol­len aber das Spiel selbst­ver­ständ­lich gewin­nen. Dazu bedarf es wie­der einer kon­se­quent guten Arbeit in der Ver­tei­di­gung. Wenn wir uns da wei­ter sta­bi­li­sie­ren, kön­nen wir gegen jeden Geg­ner bestehen. Offen­siv haben wir viel Talent, jeder kann ein Spiel entscheiden.“