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Fuchs Park Stadion

FC Ein­tracht Bamberg

Fuchs-Park-Sta­di­on noch Wochen gesperrt

„Heim­spiel“ in Dörf­leins heißt es am kom­men­den Sams­tag erneut, wenn der FC Ein­tracht Bam­berg im Hall­stadter Stadt­teil Dörf­leins gegen den ASV Neu­markt antritt. Der teil­wei­se mise­ra­ble Zustand des eige­nen Plat­zes im Fuchs-Park-Sta­di­on mach­te die Ver­le­gung nötig.

In der Tabel­le der Bay­ern­li­ga Nord steht der FC Ein­tracht Bam­berg als Tabel­len­füh­rer gut da. Im letz­ten Spiel der Hin­run­de kann sich die Mann­schaft mit einem Sieg beim ASV Neu­markt am Sams­tag die Herbst­meis­ter­schaft sichern. Aber obwohl die Par­tie als Heim­spiel der Bam­ber­ger ange­setzt ist, kann sie nicht im Fuchs-Park-Sta­di­on aus­ge­tra­gen wer­den. Der Rasen im Sta­di­on ist in zu schlech­tem Zustand. So muss­te das Spiel nach Dörf­leins ver­legt wer­den und fin­det nun auf dem Platz des dor­ti­gen SV statt.

„Natür­lich freu­en wir uns über die Gast­freund­schaft und den Ein­satz des SV Dörf­leins, herz­li­chen Dank“, sag­te Kom­mu­ni­ka­ti­ons­lei­ter Sascha Dorsch. In die Freu­de über die Mög­lich­keit in Dörf­leins zu spie­len, mische sich aber auch Weh­mut. „Wir wür­den lie­ber in unse­rem Wohn­zim­mer, dem Fuchs-Park-Sta­di­on, spielen.“

Dass dies aber der­zeit nicht mög­lich und der Platz in schlech­tem Zustand ist, liegt an der Deut­schen Quid­ditch-Meis­ter­schaft. Vor knapp vier Wochen tru­gen 19 Teams aus ganz Deutsch­land das Tur­nier im FC-Sta­di­on aus und hin­ter­lie­ßen vor allem an zwei Stel­len mas­si­ve Rasenschäden.

Die Bam­ber­ger Ser­vice Betrie­be, zustän­dig unter ande­rem für die Instand­hal­tung Bam­ber­ger Rasen­spiel­fel­der, sei­en seit­dem dar­an, die Schä­den aus­zu­bes­sern. Aber: „Ich kann zum genau­en Stand der Arbei­ten der­zeit nur wenig sagen. Wir kön­nen unse­re Ansprech­part­ner bei den BSB krank­heits­be­dingt nicht errei­chen“, sag­te Sascha Dorsch. „Wir haben aber die Mit­tei­lung erhal­ten, dass wir mit einer wei­te­ren vier­wö­chi­gen Sper­re rech­nen müs­sen.“ Unsi­cher sei auch, ob die Ein­tracht in die­sem Jahr im Fuchs-Park-Sta­di­on über­haupt wie­der spie­len kann. Auch das wür­de sich erst in den nächs­ten Tagen entscheiden.

Ein Hauch von Har­ry Pot­ter im Fuchs-Park-Stadion

Deut­sche Quid­ditch-Meis­ter­schaft in Bamberg

Wer Har­ry Pot­ter kennt, kennt Quid­ditch. Und wer die­sen Sport noch nicht kennt, kann ihn am ers­ten Okto­ber­wo­chen­en­de ken­nen­ler­nen. Dann fin­det im Bam­ber­ger Fuchs-Park-Sta­di­on die Deut­sche Quid­ditch-Meis­ter­schaft statt.

Quid­ditch ist eine Sport­art, die aus den Har­ry-Pot­ter-Roma­nen bezie­hungs­wei­se ‑Fil­men stammt. Ver­ein­facht aus­ge­drückt ist sie eine Mischung aus Hand­ball, Rug­by und Völ­ker­ball bei der es dar­um geht, einen Ball durch die Rin­ge der geg­ne­ri­schen Mann­schaft zu wer­fen, ohne dabei selbst abge­wor­fen zu wer­den. Erschwe­rend kommt hin­zu, dass jede Spie­le­rin und jeder Spie­ler, die Teams sind gemischt­ge­schlecht­lich, ein Plas­tik­rohr zwi­schen den Ober­schen­keln füh­ren muss. In der fik­ti­ven Vor­la­ge han­delt es sich dabei um flug­fä­hi­ge Besen.

Von den USA aus­ge­hend wird Quid­ditch seit 2007 auch außer­halb des Har­ry-Pot­ter-Uni­ver­sums gespielt. Heu­te ist die Sport­art über die gan­ze Welt ver­brei­tet – inklu­si­ve inter­na­tio­na­ler und natio­na­ler Tur­nie­re. Ein sol­ches ist die Deut­sche Quid­ditch-Meis­ter­schaft, die am 1. und 2. Okto­ber im Fuchs-Park-Sta­di­on stattfindet.

Quid­ditch-Zen­trum Bamberg

Tur­nier­be­ginn ist am Sams­tag­mor­gen um 8:30 Uhr, das End­spiel fin­det am Sonn­tag um 16:30 Uhr statt. Ins­ge­samt 19 Teams aus ganz Deutsch­land neh­men teil. „Nach der Quid­ditch-EM 2019 dür­fen wir in Bam­berg nun auch noch die Deut­sche Quid­ditch-Meis­ter­schaft aus­rich­ten“, zitiert eine Mit­tei­lung Johan­nes Win­ter, Lei­ter der Quid­ditch-Abtei­lung des FC Ein­tracht Bamberg.

Wochen und Mona­te der Pla­nung wür­den im Tur­nier ste­cken, vor allem die Unter­brin­gung der Sport­le­rIn­nen berei­te­te Kopf­zer­bre­chen. „Wir erwar­ten unge­fähr 600 Akti­ve aus ganz Deutsch­land und gut 200 Beglei­ter. Da Quid­ditch ein vor allem stu­den­tisch gepräg­ter Sport ist, waren preis­güns­ti­ge Quar­tie­re ganz oben auf der Wunsch­lis­te der Mann­schaf­ten. Lei­der konn­te uns die Stadt Bam­berg hier nicht mit ent­spre­chen­den Plät­zen in den kom­mu­na­len Hal­len unterstützen.“

Umso erfreu­li­cher sei es, dass ein Teil der Teil­neh­men­den in der Turn­hal­le der Bam­ber­ger Lebens­hil­fe Quar­tier gefun­den habe, wäh­rend ein ande­rer Teil auf dem Zelt­platz in Teuchatz unter­kommt. „Das ist aber für die Mann­schaf­ten in Ord­nung. Im Quid­ditch wird zwar auf dem Platz hart gefoch­ten, außer­halb des Plat­zes aber sehr viel Wert auf ein gutes Mit­ein­an­der gelegt.“

Gera­de bei hoch­klas­si­gen Teams, wie sie bei der Quid­ditch-Meis­ter­schaft antre­ten, sei eine gute phy­si­sche Aus­bil­dung tat­säch­lich vor­teil­haft. „Da wird es sicher­lich zum einen oder ande­ren kampf­be­ton­ten Spiel kom­men,“ sagt Winter.

In Bam­berg selbst wird seit mehr als fünf Jah­ren Quid­ditch im Ver­ein gespielt und die Jugend­ab­tei­lung des FC Ein­tracht gehört zu den größ­ten Abtei­lun­gen in Deutschland.

24 Stun­den­lauf für Kin­der- und Jugendhospiz

„Ster­nen­zelt­lauf“ im Fuchs-Park-Stadion

24 Stun­den rund um die Uhr für einen guten Zweck lau­fen – das war die Grund­idee beim „Ster­nen­zelt­lauf“ am 28. und 29. Mai im Bam­ber­ger Fuchs-Park-Sta­di­on. Für jeden gelau­fe­nen Kilo­me­ter ging dabei eine Spen­de in Höhe von min­des­tens einem Euro an das Bam­ber­ger Kin­der- und Jugend­hos­piz „Ster­nen­zelt“. Am Ende waren die Teil­neh­men­den mehr als 4.700 Kilo­me­ter gelaufen.

Der „Ster­nen­zelt­lauf“ unter­stützt das im Bau befind­li­che Kin­der- und Jugend­hos­piz „Ster­nen­zelt“, dass bis Mit­te 2023 fer­tig­ge­stellt sein soll. Da die Kran­ken­kas­se die Kos­ten eines Hos­piz-Auf­ent­hal­tes nur zum Teil decken, ist das Bam­ber­ger Hos­piz drin­gend auf Spen­den­gel­der angewiesen.

4.700 Kilo­me­ter hat­ten die Teil­neh­men­den des Laufs am Ende des 29. Mai zusam­men auf die Bahn gebracht. Mit den Spen­den­gel­dern von Bam­ber­ger Unter­neh­men bedeu­tet die­se Stre­cke einen knapp fünf­stel­li­gen Spen­den­be­trag für den guten Zweck.

„Ich bin abso­lut über­wäl­tigt“, sag­te Dani­el Deu­ber, der als Mit­or­ga­ni­sa­tor, Mode­ra­tor, Läu­fer und als künf­ti­ger lei­ten­der Arzt im Kin­der- und Jugend­hos­piz 24 Stun­den lang im Fuchs-Park-Sta­di­on vor Ort war. „Was die Sport­le­rin­nen und Sport­ler hier geleis­tet haben, ist in Wor­ten nicht zu fassen.“

Gesamt­sie­ge­rin wur­de mit 184,4 gelau­fe­nen Kilo­me­tern Elke Bei­er­lieb von der LG Vei­ten­stein. Auf Platz 2 folg­te Rita Gott­leu­ber mit 156,8 Kilo­me­tern vor Domi­nik Münch mit 151,2. Bei den Staf­feln sieg­te Böhn­lein Sports mit 258 Kilo­me­tern vor der LG Vei­ten­stein (238) und den „Kin­der­ärz­ten Bam­berg“ (207,2).

Letzt­end­lich war aber vor allem das Kin­der- und Jugend­hos­piz Bam­berg der Sie­ger im 1. „Ster­nen­zelt­lauf“. Dies beton­te auch Jonas Glü­sen­kamp. Bam­bergs zwei­ter Bür­ger­meis­ter gab nicht nur den Start­schuss für den Lauf, son­dern absol­vier­te selbst eini­ge Kilo­me­ter auf der Bahn. „Ich freue mich über das unglaub­li­che Enga­ge­ment aller Teil­neh­me­rin­nen und Teil­neh­mer. Sie tun nicht nur etwas Gutes für sich, son­dern vor allem auch für Men­schen, mit denen es das Schick­sal nicht gut gemeint hat.“.

Neben Jonas Glü­sen­kamp waren eini­ge wei­te­re Per­sön­lich­kei­ten beim „Ster­nen­zelt­lauf“ für die gute Sache unter­wegs. Wolf­gang Heyder, Sport- und Poli­tik-Funk­tio­när, sam­mel­te eben­so Spen­den­ki­lo­me­ter wie die ehe­ma­li­ge deut­sche Meis­te­rin im Halb­ma­ra­thon Leni Schömburg-Heuck.

Zudem betei­lig­ten sich Bam­ber­ger Unter­neh­men wie die Bäcke­rei Fuchs, die Metz­ge­rei Böhn­lein, Den­scheil­mann + Wel­l­ein, die Stadt­wer­ke, Wie­land oder Hel­ler-Bräu durch Sach­spen­den am Lauf. Ins­ge­samt waren es knapp 150 Akti­ve, die es wäh­rend der 24 Stun­den auf die Lauf­bahn zog.