Bayerischer Fußball-Verband
Digitalministerium fördert E‑Sport zur Fußball-EM
Bayerns Digitalministerium möchte zusammen mit dem Bayerischen Fußball-Verband die Fußballeuphorie während der Fußball-Europameisterschaft 2024 nutzen und fördert das Projekt „E‑Sport trifft auf Fußballvereine im Rahmen der EM 2024“. Bei einem geplanten E‑Football-Turnier treten Spieler:innen aus ganz Bayern an den Konsolen gegeneinander an.
Knapp 450.000 Euro will Bayerns Digitalministerium laut einer Mitteilung des Bayerischen Fußball-Verbandes (BFV) in die Förderung des E‑Sports zahlen. Während der seit gestern (14. Juni) laufenden Fußball-Europameisterschaft der Männer soll im Projekt „E‑Sport trifft auf Fußballvereine im Rahmen der EM 2024“ ein bayernweites E‑Football-Turnier stattfinden. Dabei sollen Nationalmannschaften der EM auf einer zentralen Turnierplattform an den Konsolen gegeneinander antreten. Alle Teilnehmenden vertreten eine Nation, der EM-Modus wird nachgespielt. Die Vorrundenspiele, an denen laut BFV-Mitteilung etwa 1000 Personen teilnehmen, werden noch online ausgetragen.
BFV-Präsident Christoph Kern sagte, man freue sich auf das Projekt mit dem Digitalministerium. Auch stellt man sich vor, damit den Nerv junger Menschen zu treffen und die Bedürfnisse der Zeit widerzuspiegeln. „Dabei ist der Fußball der zentrale Anker“, so Kern weiter, „der alle Beteiligten zusammenbringt – auf dem Platz und an der Konsole.“ Die Heim-EM sei zudem der perfekte Anlass, um die Kooperation mit dem Ministerium auch in die bayerische Vereinswelt zu tragen.
Denn als Abschluss des Turniers finden die Finalspiele (64 Teilnehmende) bei einem Gemeinschaftsevent am 13. Juli live im Stadion des FC Augsburg statt. Außerdem wird eine „Roadshow“ unterwegs bei etwa zehn bayerischen Vereinen Station machen. Bei diesen Klubs wird es die Möglichkeit geben, auch E‑Football an der Konsole zu spielen.
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Bayerisches Landesamt für Statistik
Welche Nation der Fußball-EM hat die größte Fangruppe in Bayern?
Morgen (14. Juni) beginnt in Deutschland die Fußball-EM der Männer. In Bayern werden die Fans bei diesem sportlichen Großereignis nicht nur mit der deutschen Mannschaft mitfiebern. Etwa 2,5 Millionen Menschen mit ausländischer Staatsangehörigkeit im Freistaat werden womöglich zu einem der weiteren teilnehmenden 23 Teams halten.
Nach Angaben des Bayerischen Landesamts für Statistik lebten in Bayern am 31. Dezember 2023 insgesamt 2.364.850 ausländische Personen. Darunter befinden sich 1.355.110 Menschen mit einer Staatsangehörigkeit einer der insgesamt 23 ausländischen Mannschaften, die an der morgen beginnenden der Fußball-Europameisterschaft teilnehmen. Den größten Anteil an der ausländischen Bevölkerung und somit die größte potenzielle ausländische Fangemeinde bei der Fußball-EM in Bayern bilden laut Landesamt mit 213.770 die Rumäninnen und Rumänen.
Das Eröffnungsspiel der Europameisterschaft bestreiten morgen Abend in München in Gruppe A die deutsche und die schottische Nationalelf. Schottland ist Teil des Vereinigten Königsreichs, welches bei dieser Europameisterschaft mit zwei Nationalmannschaften (England und Schottland) vertreten ist. Zum 31. Dezember lebten insgesamt 13.200 Personen aus dem Vereinigten Königreich in Bayern.
Neben Deutschland und Schottland spielen auch Ungarn und die Schweiz in Gruppe A. Ungarns Fangemeinde ist in Bayern mit 79.365 Personen die achtgrößte Nation der teilnehmenden Länder. Die Schweiz kann potenziell von insgesamt 7.015 ihrer Staatsangehörigen angefeuert werden.
Unterstützung in den weiteren Gruppen
Den Mannschaften aus Gruppe B könnten 133.425 kroatische, 108.230 italienische, 27.210 spanische und 18.500 albanische Fans zujubeln. Serbien hat in Gruppe C mit 120.100 potenziellen Anhänger:innen die größte Fangemeinschaft. Die weiteren Mannschaften werden wohl etwas weniger Fans anlocken, denn mit Dänemark (2.160), den England (9.960) und Slowenien (8.820) spielen hier Teams mit zahlenmäßig vermutlich kleineren Fanlagern im Freistaat.
Bei den Spielen in Gruppe D könnten die meisten ausländischen Personen mitfiebern. Neben Polen (213.770) sind in dieser Gruppe auch die Nationalteams aus den Niederlanden (181.880), von Frankreich (45.460) und Österreich (84.210) dabei.
Die größten Fangruppen gibt es in Gruppe E mit den Teams aus der Slowakei (23.890), Rumänien (213.770), Ukraine (181.880) und Belgien (3.020).
In der letzten Gruppe F befindet sich mit der Türkei (204.260) die Mannschaft mit potenziell ebenfalls großem Fanlager. Die türkische Bevölkerung ist die zweitgrößte Gruppe der im Freistaat lebenden ausländischen Personen. Das Team der Türkei wird sich in der Vorrunde mit den Nationalmannschaften aus Tschechien (26.730), Portugal (13.515) und Georgien (7.030) messen.