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Fußball

Dom­rei­ter ver­tei­di­gen Tabellenführung

Spit­zen­spiel: FC Ein­tracht Bam­berg besiegt SC Eltersdorf

Im Spit­zen­spiel der Bay­ern­li­ga Nord hat der FC Ein­tracht Bam­berg den Tabel­len­drit­ten SC Elters­dorf besiegt. Vor hei­mi­schem Publi­kum gewan­nen die Bam­ber­ger am 24. Sep­tem­ber mit 2:0.

Es ist lan­ge her, dass „Oh, wie ist das schön“-Gesänge durch das Bam­ber­ger Fuchs-Park-Sta­di­on hall­ten. Ver­dient hat­te sich die Mann­schaft von Trai­ner Jan Gern­lein im aus­ver­kauf­ten Bam­ber­ger Sta­di­on die­se Ova­tio­nen aber alle­mal. Nach dem sou­ve­rä­nen 3:1 gegen Donaus­tauf haben die Bam­ber­ger nun auch den Ex-Regio­nal­li­gis­ten SC Elters­dorf 2:0 geschla­gen. Damit hat der FCE sei­ne Tabel­len­füh­rung vor DJK Geben­bach auf fünf Punk­te ausgebaut.

Dabei gab es kein lan­ges Abtas­ten im Fuchs-Park-Sta­di­on, son­dern, vor allem in den ers­ten 10 Minu­ten, wenig Spiel­kon­trol­le auf bei­den Sei­ten. Lang­sam aber erspiel­te sich der FCE ein Über­ge­wicht und deu­te­te sei­ne Gefähr­lich­keit im schnel­len Umschalt­spiel an.

In der 32. Minu­te war es dann so weit. Phil­ipp Hack zog nach Dop­pel­pass mit Tobi­as Linz nach innen, leg­te sich den Ball vor und schoss ihn aus 18 Meter genau ins obe­re Tor­eck. Der Jubel über Tref­fer war noch nicht ganz ver­klun­gen, als der 19-jähr­ge Pett­stadter bereits nachlegte.

Dies­mal war es Mar­co Schmitt, der einen Ball­ge­winn in der eige­nen Hälf­te blitz­schnell in einen Traum­pass auf Phil­ipp Hack umwan­del­te. Der SC Elters­dorf bekam kei­nen Zugriff mehr und Hack netz­te allein vor Elters­dorf Tor­wart Akbakla zum 2:0 ein.

Star­ke Bam­ber­ger Vor­stel­lung bis zum Abpfiff

Nach dem Sei­ten­wech­sel fiel fast das 3:0. Der form­star­ke David Lang lief auf das SCE-Gehäu­se zu und ehe ihn sein Gegen­spie­ler bedräng­te und von den Bei­nen hol­te. Schieds­rich­ter Eli­as Tie­de­ken, in Sum­me ein sehr guter Lei­ter, ent­schied aber auf Weiterspielen.

In der Fol­ge­zeit beru­hig­te sich das Spiel und der SC Elters­dorf hat­te mehr Spiel­an­teil. Wirk­lich zwin­gen­de Chan­cen konn­ten sich die Mit­tel­fran­ken aber kaum erspie­len. Es waren viel­mehr die Bam­ber­ger, die durch die ein­ge­wech­sel­ten Offen­siv­spie­ler Timm Stras­ser und Luis Schnei­der die Chan­cen hat­ten, das Spiel vor­zei­tig zu entscheiden.

So blieb es bis zum Abpfiff bei einer star­ken Vor­stel­lung der Heim­mann­schaft, die nun ent­spannt in das kom­men­de spiel­freie Wochen­en­de gehen kann.

Zufrie­den zeig­te sich Bam­bergs Trai­ner Jan Gern­lein nach dem Spiel. „Wir wuss­ten um die indi­vi­du­el­le Qua­li­tät von Elters­dorf und woll­ten die­se so gut es geht ein­däm­men. Das ist uns sehr gut gelun­gen. Nach vor­ne haben wir dann mehr­fach rich­tig gute Offen­siv­ak­tio­nen set­zen kön­nen, die letzt­end­lich zu einem ver­dien­ten Sieg geführt haben. Das war heu­te bock­stark von eins bis sech­zehn. Da kann ich kei­nen ein­zel­nen Spie­ler her­aus­he­ben, die haben sich heu­te alle Best­no­ten verdient.“

Bam­ber­ger Ver­ein dabei

Ers­te baye­ri­sche Inklu­si­ons­meis­ter­schaft im Fußball

Der Baye­ri­sche Fuß­ball-Ver­band hat die Grup­pen für die ers­te baye­ri­sche Inklu­si­ons­meis­ter­schaft aus­ge­lost. Hers­bruck im Nürn­ber­ger Land wird am 9. Okto­ber Gast­ge­ber des baye­ri­schen Inklu­si­ons­fuß­balls und der Pre­mie­re im Frei­staat sein. Mit dabei ist auch eine Bam­ber­ger Mannschaft.

20 Inklu­si­ons­teams aus ganz Bay­ern, unter ande­rem vom 1. FC Nürn­berg, vom TSV 1860 Mün­chen oder vom FC Ingol­stadt 04, tra­gen am 9. Okto­ber die ers­te baye­ri­sche Inklu­si­ons­meis­ter­schaft im Fuß­ball aus. Das gab der Baye­ri­sche Fuß­ball-Ver­band (BFV) am 10. Sep­tem­ber bekannt. Im Rah­men des Zweit­li­ga-Heim­spiels des 1. FC Nürn­berg gegen Armi­nia Bie­le­feld, End­stand 1:0, im Max-Mor­lock-Sta­di­on wur­den am 9. Sep­tem­ber vor mehr als 26.000 Zuschaue­rin­nen und Zuschau­ern die Grup­pen der Meis­ter­schaft aus­ge­lost. Gast­ge­ber des ein­tä­gi­gen Tur­niers ist der SV 1928 Alten­sit­ten­bach in Hers­bruck bei Nürn­berg. Mit der 1. und 2. Inklu­si­ons­mann­schaft des FV 1912 gool­kids ist auch ein Ver­ein aus Bam­berg dabei.

Für Robert Bartsch, Inklu­si­ons-Mana­ger und Lei­ter des inklu­si­ven För­der­krei­ses gool­kids, ist die Inklu­si­ons­meis­ter­schaft ein gro­ßer Mei­len­stein für die Akzep­tanz des inklu­si­ven Fuß­balls, auch weil der gan­ze BFV dahin­ter stün­de. „Hier bie­tet sich erst­ma­lig die tol­le Chan­ce, inklu­si­ve Mann­schaf­ten aus ganz Bay­ern zu tref­fen und sich mit ihnen zu mes­sen. Dabei steht der Sieg aber nur auf den ers­ten Blick im Fokus. Viel wich­ti­ger ist es, dass nun auch unse­re Sport­le­rIn­nen ihren eige­nen und vor allem fai­ren Wett­be­werb bekom­men.“ Für 2023 ver­su­che man zudem, ein ent­spre­chen­des Tur­nier nach Bam­berg zu holen.

Bay­ern­wei­ter inklu­si­ver Treffpunkt

BFV-Vize­prä­si­dent Jür­gen Pfau, Robert Ilg, 1. Bür­ger­meis­ter von Hers­bruck, Andre­as Kur­zer Vor­stand der Lebens­hil­fe Nürn­ber­ger Land, Chris­ti­an Stingl, Vor­stand beim SV Alten­sit­ten­bach, Tino Ger­hard, Inklu­si­ons-Kapi­tän des SVA, Nafi­ye Kara, Inklu­si­ons-Spie­ler­ver­tre­te­rin des SVA, Lui­sa Richert von den Club-Frau­en, und Club-Spie­ler Tay­l­an Duman los­ten die Inklu­si­ons­teams in vier Grup­pen aus.

„Es freut mich sehr“, sag­te Jür­gen Pfau, „dass wir eine der­ar­tig gro­ße Büh­ne für die Aus­lo­sung der ers­ten baye­ri­schen Inklu­si­ons­meis­ter­schaft im Fuß­ball bekom­men konn­ten. Das ist enorm wich­tig, denn es gibt vie­le Fuß­bal­le­rIn­nen mit Han­di­cap, die Spaß und Freu­de am Spiel haben. Wir hof­fen, im Zuge die­ses Tur­niers zukünf­tig noch mehr Men­schen mit Han­di­cap an den Ball brin­gen zu können.“

Auch Anar­gi­ros Tsopou­ridis, Ideen­ge­ber und Koor­di­na­tor der Inklu­si­ons­meis­ter­schaft und Abtei­lungs­lei­ter für Inklu­si­ons­fuß­ball beim SVA, freu­te sich über die gelun­ge­ne Aus­lo­sung. „Inklu­si­ons­fuß­ball moti­viert Men­schen mit und ohne Behin­de­rung. Ein­mal mehr bie­tet der 1. FC Nürn­berg mit uns und dem BFV hier­zu eine wich­ti­ge Platt­form für Ver­ei­ne und Gesell­schaft. Gemein­sam kön­nen wir Wert­schät­zung und Aner­ken­nung erleb­bar machen und als Nor­ma­li­tät prä­sen­tie­ren und zusätz­li­che Mög­lich­kei­ten von inklu­si­ven Treff­punk­ten bay­ern­weit schaffen.“

Die Grup­pen der Inklusionsmeisterschaft

Grup­pe A: FV 1912 gool­kids Bam­berg, TSV 1860 Mün­chen, Lebens­hil­fe Werk­statt Mün­chen, TSV Met­ten, SpVgg Etzelskirchen.

Grup­pe B: DJK Spar­ta Noris Nürn­berg, Die Brügg’nbauer Nürn­berg, SV Nie­der­roth, EBK Olching, SpVgg Ramspau.

Grup­pe C: 1. SC Grö­ben­zell, Regens-Wag­ner Zell, FV 1912 gool­kids Bam­berg 2, FC Bay­ern Alzen­au, 1. FC Nürnberg

Grup­pe D: OBA Mün­chen 1, OBA Mün­chen 2, Bana­nen­flan­ke Lands­hut, Elf Freun­de FC Ingol­stadt, SV 1928 Alten­sit­ten­bach e.V.

Gespielt wird im „Sechs gegen Sechs“ auf dem Klein­feld. In jeder Mann­schaft müs­sen min­des­tens genau­so vie­le oder mehr Spie­le­rIn­nen mit Beein­träch­ti­gung spie­len, wie ohne Beein­träch­ti­gung. Eine Mann­schaft kann aller­dings auch voll­stän­dig aus Spie­le­rIn­nen mit Beein­träch­ti­gung bestehen.

Nach 2:0 Vorsprung

Ein­tracht Bam­berg ver­schenkt Sieg gegen SpVgg Weiden

„Am Ende müs­sen wir ergeb­nis­ori­en­tier­ter sein und nicht ver­su­chen, noch schö­nen Fuß­ball zu spie­len.“ So zitiert eine Mit­tei­lung des Ver­eins Trai­ner Jan Gern­lein nach dem Spiel des FC Ein­tracht Bam­berg gegen die SpVgg SV Wei­den aus der Ober­pfalz. Was war passiert?

Die ers­te Halb­zeit lang beherrsch­te der FC Ein­tracht Bam­berg die Haus­her­ren der SpVgg SV Wei­den fast nach Belie­ben. Vor einer Kulis­se von mehr 1.200 Zuschaue­rin­nen und Zuschau­ern folg­ten die Bam­ber­ger Dom­rei­ter den Match­plan des Trai­ner­teams und lie­ßen Ball und Geg­ner laufen.

Bereits nach fünf Minu­ten belohn­te sich die Mann­schaft dafür und Björn Schön­wies­ner erziel­te aus 18 Metern die 1:0 Füh­rung. Viel kann man den Bam­ber­gern in der Fol­ge­zeit nicht vor­wer­fen – außer dass sie kei­ne wei­te­ren Tref­fer nachlegten.

So fiel erst nach dem Sei­ten­wech­sel das 2:0. Wie­der war es Björn Schön­wies­ner. Nach einem Pfos­ten­schuss von Luca Lje­v­sic reagier­te der Stür­mer am schnells­ten und drück­te den Ball aus fünf Metern über die Linie.

Die­se Füh­rung hät­ten die Bam­ber­ger wahr­schein­lich bis zum Schluss ver­tei­digt. Dann schlug aber das Ver­let­zungs­pech zu. Außer­dem begann die Mann­schaft, wie vom Trai­ner kri­ti­siert, nicht ergeb­nis­ori­en­tiert genug zu spie­len. So muss­te Bam­bergs Innen­ver­tei­di­ger Felix Popp in der 55. Minu­te ver­letzt vom Feld. Und damit kam ein Bruch ins Bam­ber­ger Spiel. Die Defen­siv­ak­tio­nen wur­den hek­ti­scher und unrunder.

Das nutz­te die SpVgg Wei­den, die, ange­peitscht von der Kulis­se ihres Publi­kums, auf­dreh­te und sich vie­le Chan­cen erspiel­te. Am Ende nahm Ste­fan Püh­ler den Bam­ber­gern den sicher geglaub­ten Sieg aus der Hand. Zwei Tref­fer in der 64. und in der 86. Minu­te des erst kurz vor­her ein­ge­wech­sel­ten 16-Jäh­ri­gen besie­gel­ten das Unentschieden.

„Das ist schon bit­ter, kei­ne Fra­ge“, sag­te Jan Gern­lein zum spä­ten Aus­gleich. „Auf der ande­ren Sei­te: Wir sind nun neun Spie­le in Fol­ge unge­schla­gen und freu­en uns auf drei Heim­spie­le in Fol­ge. Nächs­ten Sams­tag gegen Cham wer­den die Kar­ten neu gemischt.“

Nach heu­ti­ger Regens­bur­ger Niederlage

FC Ein­tracht Bam­berg über­nimmt Tabellenführung

Mit dem gest­ri­gen 2:1‑Sieg beim TSV Aub­stadt über­nimmt der FC Ein­tracht Bam­berg nach dem 6. Spiel­tag die Tabel­len­füh­rung in der Bay­ern­li­ga Nord. Er pro­fi­tiert dabei von der gest­ri­gen Nie­der­la­ge von Donaus­tauf gegen den SC Elters­dorf ges­tern und der heu­ti­gen Nie­der­la­ge der Regens­bur­ger in Ammerthal.

„Wir haben es am Ende mehr gewollt!“ bilan­zier­te Bam­bergs Übungs­lei­ter Jan Gern­lein die Par­tie der „Dom­rei­ter“ gegen den TSV Abts­wind. Und die­ser Wil­le war auch not­wen­dig, denn die ers­ten 45 Minu­ten gin­gen klar an die Haus­her­ren aus Abts­wind. Der FC Ein­tracht leis­te­te sich unge­wohnt vie­le Feh­ler im Spiel­auf­bau und ließ sich auch durch das star­ke Pres­sing der Unter­fran­ken immer wie­der zu unnö­ti­gen Ball­ver­lus­ten ver­lei­ten. „Hier waren wir ein­fach nicht wach und konn­ten unser geplan­tes Spiel aus dem Defen­siv­ver­bund her­aus nicht so umset­zen wie wir das geplant hat­ten.“ Bes­ser mach­ten es der TSV Abts­wind, der immer wie­der mit Tem­po in die Bam­ber­ger Hälf­te spiel­te und sich die eine oder ande­re Chan­ce erar­bei­te­te. Eine davon nutz­te Nic­las Staudt in der 28. Minu­te zum ver­dien­ten 1:0‑Führungstreffer für sei­ne Far­ben. Ein Zuspiel fast von der Grund­li­nie konn­te er aus kür­zes­ter Distanz nut­zen und einnetzen.

„Nun freu­en wir uns auf ein tol­les Top-Spiel am Samstag“

Mit die­sem Stand ging es dann auch in die Pau­se, aus der die Bam­ber­ger dann wie ver­wan­delt zurück­ka­men. Wesent­lich grif­fi­ger gin­gen die „Dom­rei­ter“ nun ins Spiel, kamen in die Zwei­kämp­fe und gewan­nen die­se auch zumeist und zogen ihr gewohn­tes Kom­bi­na­ti­ons­spiel auf dem engen Geläuf in Abts­wind auf. Das Spiel fand nun vor­wie­gend in der Hälf­te der Haus­her­ren statt, deut­lich war den Bam­ber­gern der Wil­le anzu­mer­ken, das Spiel noch zu dre­hen, was ihnen auch kur­ze Zeit spä­ter gelang. Nach einer Frei­stoß­flan­ke von Phil­ipp Hack aus dem Halb­feld grätsch­te Felix Popp ener­gisch in den Ball und bug­sier­te die­sen über die Tor­li­nie. Die Erleich­te­rung der Spie­ler und Fans war spür­bar. Aller­dings woll­ten sich die Bam­ber­ger mit der Punk­te­tei­lung nicht zufrie­den geben. Angriff um Angriff wur­de nun auf das Abts­win­der Tor vor­ge­tra­gen, das von der Heim­elf wacker ver­tei­digt wur­de. Ehe es in der 87. Minu­te dann Johan­nes Geb­hart war, der die „Dom­rei­ter“ erlös­te. Eine Flan­ke Rich­tung Fünf­me­ter­raum nahm er gekonnt mit, setz­te sich ener­gisch gegen zwei Ver­tei­di­ger durch und drück­te den Ball mit letz­tem Ein­satz über die Linie. Über­schäu­men­der Jubel auf der einen Sei­te, Nie­der­ge­schla­gen­heit auf der ande­ren. Und so blieb es auch bis zum Schluss­pfiff, die Bemü­hun­gen der Abts­win­der, das Spiel noch ein­mal zu dre­hen, ver­lie­fen im Sand.

„Das war heu­te vor allem in den ers­ten 45 Minu­ten kein gutes Spiel von uns“, fass­te Jan Gern­lein die Par­tie zusam­men. „Abts­wind ist eine sehr kom­pak­te Mann­schaft, die uns gut zuge­stellt hat und den engen Platz geschickt aus­ge­nutzt hat. Umso mehr freut mich der Wil­le der Jungs, die nach dem Sei­ten­wech­sel alles in die­se Par­tie gelegt haben. Nun freu­en wir uns auf ein tol­les Top-Spiel am Sams­tag im Fuchs-Park-Sta­di­on gegen den SC Feucht!“ Der FC Ein­tracht mit der neu gewon­ne­nen Tabel­len­füh­rung im Rücken trifft auf den Viertplatzierten.

Vor­sor­ge für Sai­son 2022/​2023

Fuß­ball-Ver­band akti­viert Corona-Paragrafen

Im Ange­sicht der immer noch herr­schen­den pan­de­mi­schen Lage und der Qua­ran­tä­ne­pflicht bei einer Coro­na-Infek­ti­on hat der Baye­ri­sche Fuß­ball-Ver­band (BFV) sei­nen soge­nann­ten Coro­na-Para­gra­fen aktiviert.

Mit dem Coro­na-Para­gra­fen des BFV kön­nen Mann­schaf­ten die Ver­schie­bung ange­setz­ter Spie­le bei Covid-Infek­tio­nen bean­tra­gen. Wie der BFV am 27. Juli bekannt­gab, hat der Ver­band den Para­gra­fen für die Sai­son 2022 /​/​2023 aktiviert.

BFV-Vize­prä­si­dent und Lei­ter der „Coro­na-Taskfor­ce“ Robert Schraud­ner nann­te die Qua­ran­tä­ne­pflicht bei Anste­ckung mit dem Covid-Virus als Grund für die Akti­vie­rung des Coro­na-Para­gra­fen. „Auf­grund der Tat­sa­che, dass die staat­li­che Anord­nung bei einer Infek­ti­on unver­än­dert eine Qua­ran­tä­ne von min­des­tens fünf bis maxi­mal zehn Tagen fest vor­schreibt, ist die Vor­aus­set­zung für die Akti­vie­rung der von uns geschaf­fe­nen und eta­blier­ten Rege­lun­gen gege­ben. Mit dem Beschluss ist es den Ver­ei­nen mög­lich, bei Nicht-Errei­chen der Mann­schafts­stär­ke auf­grund von Coro­na-Fäl­len Spie­le abzu­sa­gen.“ Grund­vor­aus­set­zung dafür sei die Vor­la­ge aner­kann­ter posi­ti­ver Test-Nachweise.

Der Coro­na-Para­graf gilt bei Frau­en- und Männer‑, Junio­rin­nen- und Junio­ren­mann­schaf­ten der Bay­ern­li­gen. In die­sen Spiel­klas­sen kön­nen Mann­schaf­ten die Ver­schie­bung von Par­tien bean­tra­gen, wenn sie die Norm­zahl der vor­ge­schrie­be­nen Spie­le­rin­nen und Spie­ler zuzüg­lich vier Ersatz­spie­le­rin­nen und ‑spie­ler nicht erreichen.

Neu­zu­gang FC Ein­tracht Bamberg

Björn Schön­wies­ner kommt aus Aubstadt

Der FC Ein­tracht Bam­berg hat einen Neu­zu­gang für die Offen­si­ve ver­pflich­tet. Vom Regio­nal­li­gis­ten TSV Aub­stadt wech­selt Björn Schön­wies­ner nach Bam­berg, wo der 29-jäh­ri­ge Stür­mer bereits seit län­ge­rem wohnt.

Der 1,85 Meter gro­ße Links­fuß Björn Schön­wies­ner wur­de beim TSV Groß­bar­dorf aus­ge­bil­det und hat für die Rhön-Grab­fel­der mehr als 250 Bay­ern­li­ga­spie­le absol­viert. Vor einem Jahr wech­sel­te Schön­wies­ner nach Aub­stadt in die Regio­nal­li­ga, wo er auf 21 Ein­sät­ze kam und drei Tore erziel­te. Ab der kom­men­den Sai­son wird er für den FC Ein­tracht Bam­berg spie­len, wie der Ver­ein mitteilte.

FC Ein­tracht-Coach Jan Gern­lein freut sich, vor allem über die Erfah­rung, die Björn Schön­wies­ner in das jun­ge Team der Dom­rei­ter mit­bringt. „Björn ist ein sehr fle­xi­bler Offen­siv­spie­ler, der ver­schie­de­ne Posi­tio­nen abde­cken kann. Er kennt die Bay­ern­li­ga aus dem Eff-Eff und bringt dazu auch noch Regio­nal­li­ga-Erfah­rung mit, die er in einer sehr guten Mann­schaft gesam­melt hat. Da bekom­men wir schon gute Qua­li­tät. Außer­dem passt Björn auch mensch­lich per­fekt zu uns. Die Ver­pflich­tung ist ein­fach ein inter­es­san­tes Gesamtpaket.“

Auch FCE-Fuß­ball­ab­tei­lungs­lei­ter Sascha Dorsch hält die Ver­pflich­tung für einen Glücks­griff.
„Nach dem Weg­gang von Lukas Schmitt­sch­mitt ist Björn genau der erfah­re­ne und rou­ti­nier­te Spie­ler, den wir suchen. Er kann gera­de unse­ren jün­ge­ren Spie­lern in der Offen­si­ve Halt geben. Außer­dem ver­voll­stän­digt er die Ach­se zu Kett­ler und Reisch­mann. Wir freu­en uns sehr, einen neu­en Team­lea­der zu bekommen.“

Björn Schön­wies­ner selbst ist glück­lich, dass der Trans­fer in sei­ne Wahl­hei­mat geklappt hat. „Ich will mei­ne gan­ze Erfah­rung ein­brin­gen und dem jun­gen Team hel­fen, wie­der eine gute Rol­le in der Bay­ern­li­ga zu spielen.“

Mit­tel­fris­tig kön­ne sich der Neu­zu­gang auch vor­stel­len, in ande­rer Posi­ti­on im Ver­ein tätig zu sein und die Pro­fes­sio­na­li­sie­rung des Klubs voranzutreiben.

Baye­ri­scher Fußball-Verband

Dr. Chris­toph Kern ist neu­er BFV-Präsident

Dr. Chris­toph Kern ist neu­er Prä­si­dent des Baye­ri­schen Fuß­ball-Ver­ban­des (BFV). Auf dem 26. Ordent­li­chen Ver­bands­tag in Bad Gög­ging erhielt der 39-Jäh­ri­ge 137 der 257 gül­ti­gen Stim­men und wur­de zum Nach­fol­ger von Rai­ner Koch gewählt, der nach 18 Jah­ren – wie bereits im Früh­jahr 2022 ange­kün­digt – nicht mehr für das Amt kan­di­diert hatte.

Wie der BFV am Sonn­tag, 26. Juni, bekannt­gab, setz­te sich Chris­toph Kern gegen die bei­den Mit­be­wer­ber Robert Schraud­ner (BFV-Vize­prä­si­dent, Bezirks­vor­sit­zen­der Ober­bay­ern, 97 Stim­men) sowie Chris­ti­an Bern­kopf (Spiel­lei­ter Lan­des­li­ga Süd­ost, 23 Stim­men) durch. Damit steht er als ins­ge­samt sieb­ter Prä­si­dent in der 76-jäh­ri­gen His­to­rie an der Spit­ze des BFV. Für die kom­men­den vier Jah­re wird er den größ­ten der 21 Lan­des­ver­bän­de des Deut­schen Fuß­ball-Bun­des leiten.

Sei­ne Funk­tio­närs­lauf­bahn hat­te Chris­toph Kern 2015 als Bei­sit­zer im Bezirks-Schieds­rich­ter-Aus­schuss Schwa­ben begon­nen. Bereits ein Jahr spä­ter stieg er zum Bezirks-Schieds­rich­ter-Obmann auf. Nach­dem Johann Wag­ner aus gesund­heit­li­chen Grün­den sei­nen Rück­zug von der Spit­ze des Fuß­ball-Bezirks Schwa­ben ange­kün­digt hat­te, trat der 39-jäh­ri­ge Jurist am 1. Mai 2021 zunächst kom­mis­sa­risch den Bezirks­vor­sitz an und gehört seit­dem dem Ver­bands-Vor­stand an.

Auf dem schwä­bi­schen Bezirks­tag in Neu­säß bestä­tig­ten die Dele­gier­ten Kern im April 2022 im Amt. Bereits 1997 hat­te Kern sei­ne Schieds­rich­ter­aus­bil­dung beim BFV absol­viert. Seit­dem war war er für den SSV Wild­polds­ried als Unpar­tei­ischer im Einsatz.

Uni­ver­si­täts­stu­die

Bun­des­li­ga­ver­ei­ne set­zen Gelb­sper­ren stra­te­gisch ein

Mann­schaf­ten der Fuß­ball-Bun­des­li­ga pro­vo­zie­ren Gelb­sper­ren und set­zen sie stra­te­gisch ein. Das hat ein For­schungs­team nachgewiesen.

Sport­öko­nom­in­nen und ‑öko­no­men der Uni­ver­si­tä­ten Bam­berg, Bie­le­feld und Hagen haben anhand empi­ri­scher Daten her­aus­ge­fun­den, was schon län­ger Ver­dacht war. Mann­schaf­ten der ers­ten Fuß­ball-Bun­des­li­ga pro­vo­zie­ren, in Abhän­gig­keit von der Spiel­stär­ke kom­men­der Geg­ner, Gelb­sper­ren und set­zen die­se stra­te­gisch ein.

Ein prak­ti­sches Bei­spiel aus dem Unter­su­chungs­zeit­raum der Stu­die: In der Fuß­ball-Bun­des­li­ga-Sai­son 2015/​/​2016 gelang Wer­der Bre­men im Abstiegs­kampf gegen Han­no­ver 96 ein wich­ti­ger 4:1‑Heimsieg. In der End­pha­se die­ser Par­tie sahen Cle­mens Fritz und Zlat­ko Jun­o­zo­vic von Bre­men jeweils die gel­be Kar­te. Da es sich für bei­de Spie­ler um die fünf­te bezie­hungs­wei­se zehn­te gel­be Kar­te der Spiel­zeit han­del­te, wur­den sie außer­dem für das nächs­te Spiel gesperrt. Die­ses ging gegen den den Tabel­len­füh­rer und kla­ren Favo­ri­ten Bay­ern München.

In der erfolg­ver­spre­chen­de­ren nach­fol­gen­den Par­tie stan­den sie ihrem Team für jedoch wie­der unbe­las­tet zur Ver­fü­gung. Im März 2016 gaben bei­de Spie­ler vor dem Schieds­ge­richt des Deut­schen Fuß­ball-Bunds (DFB) zu die­sen Vor­gän­gen absichts­vol­les Han­deln zu. Bei­de beleg­te der DFB wegen unsport­li­chen Ver­hal­tens mit einer Stra­fe von 20.000 Euro.

Häu­fig mut­ma­ßen Medi­en in ähn­li­chen, mehr oder weni­ger offen­sicht­li­chen Fäl­len, dass Ver­ei­ne die Gelb-Sper­re stra­te­gisch aus­nut­zen. Der vor­be­las­te­te Spie­ler pro­vo­ziert durch absicht­lich regel­wid­ri­ges Ver­hal­ten eine Gelb­sper­re. Die­se, so der Hin­ter­ge­dan­ke, gilt für das kom­men­de Spiel, das als weni­ger wich­tig erach­tet wird, weil es dort ein über­mäch­ti­ger oder unter­le­ge­ner Geg­ner wartet.

Ent­schei­dend ist die Spiel­stär­ke der zukünf­ti­gen Gegner

Die Sport­öko­nom­in­nen und ‑öko­no­men Prof. Dr. Chris­ti­an Deut­scher und Dr. San­dra Schnee­mann von der Uni­ver­si­tät Bie­le­feld, Prof. Dr. Mar­co Sahm von der Uni­ver­si­tät Bam­berg und Dr. Hen­drik Sonn­abend von der Fern­uni­ver­si­tät Hagen wei­sen der­ar­ti­ges stra­te­gi­sches Ver­hal­ten nun in einem kürz­lich in der Fach­zeit­schrift Theo­ry and Decisi­on erschie­ne­nen Auf­satz nach.

Sie ana­ly­sie­ren dazu Fuß­ball-Bun­des­li­ga-Daten der Spiel­zei­ten 2011/​/​2012 bis 2015/​/​2016. In der Ana­ly­se zei­gen sie, dass mit vier gel­ben Kar­ten vor­be­las­te­te Spie­ler im lau­fen­den Spiel umso wahr­schein­li­cher eine fünf­te gel­be Kar­te erhal­ten, je unter­schied­li­cher die Spiel­stär­ke des nächs­ten Geg­ners und je ähn­li­cher die Spiel­stär­ke des über­nächs­ten Geg­ners im Ver­gleich zur Spiel­stär­ke des eige­nen Teams ist.

Mit die­sem sta­tis­tisch-öko­no­me­tri­schen Befund bele­gen die For­schen­den zugleich die in ihrem spiel­theo­re­ti­schen Modell vor­her­ge­sag­ten Schat­ten­ef­fek­te. Gro­ße zukünf­ti­ge Ereig­nis­se, wie ein wich­ti­ges enges Match, wer­fen ihre Schat­ten vor­aus. Das heißt, sie füh­ren bereits vor­ab zu stra­te­gi­schen Ver­hal­tens­an­pas­sun­gen, wie einer vor­über­ge­hen­den Schwä­chung des eige­nen Teams durch eine pro­vo­zier­te Gelbsperre.

Es ist des­halb davon aus­zu­ge­hen, dass die hier im sport­öko­no­mi­schen Kon­text nach­ge­wie­se­nen Schat­ten­ef­fek­te in ande­ren Wett­be­werbs­si­tua­tio­nen bedeut­sam sind. Dazu zäh­len zum Bei­spiel unter­neh­me­ri­sche Kon­kur­renz oder poli­ti­sche Wahlkämpfe.

Fuß­ball-Bay­ern­li­ga Nord

FCE unter­liegt dem SC Feucht mit 1:3

In sei­nem letz­ten Heim­spiel unter­lag der FC Ein­tracht Bam­berg am vor­letz­ten Spiel­tag der Sai­son ges­tern dem SC Feucht mit 1:3. Der Vor­stands­vor­sit­zen­de beton­te, dass alle Ver­ant­wort­li­chen stolz auf das Team und das Erreich­te in die­ser Sai­son sind.

Nach einer 1:0 Füh­rung der Bam­ber­ger dreh­te der SC Feucht noch das Spiel und nahm nach einem 1:1‑Halbzeitstand die Punk­te mit nach Hau­se. Damit geht der FCE am kom­men­den Sams­tag als Tabel­len­vier­ter in das Der­by bei der DJK Don Bosco Bam­berg. Gera­de jetzt, nach dem letz­ten Heim­spiel der Run­de, rich­tet Vor­stands­vor­sit­zen­der Jörg Schmal­fuß einen Dank an die Anhän­ger sei­nes Teams: „Ihre laut­star­ke Unter­stüt­zung auf den Rän­gen treibt unse­re im Schnitt nicht mal 23 Jah­re alte Mann­schaft jedes Mal nach vor­ne. Und das jun­ge Team braucht auch die­se Moti­va­ti­on von außen, um die bes­te Leis­tung auf dem Platz zu zei­gen. Des­halb freue ich mich jetzt schon auf die neue Spiel­zeit. Wir Ver­ant­wort­li­chen wer­den unse­re Haus­auf­ga­ben machen, damit der FC Ein­tracht ab Juli wie­der mit einem hung­ri­gen jun­gen Team in der Bay­ern­li­ga Nord für Furo­re sor­gen kann.” Dan­ke sagt der FCE somit für 1.530 Minu­ten phan­tas­ti­schen Sup­port in die­ser Sai­son. Wei­te­re Zah­len vor dem letz­ten Spiel am kom­men­den Sams­tag: Zuschau­er­re­kord in der Bay­ern­li­ga Nord mit 1.976 Besu­chern im Heim­spiel gegen die DJK Don Bosco Bam­berg, gleich drei­mal in den Top fünf der Spie­le mit den meis­ten Zuschau­ern, attrak­tivs­ter Geg­ner mit 423 Zuschau­ern aus­wärts im Schnitt und Platz zwei in der Zuschau­er­gunst mit 546 Besu­chern im Schnitt.

„Unse­re Mann­schaft hat alles aus sich herausgeholt”

Jörg Schmal­fuß blickt nach dem letz­ten Spiel vor eige­nem Publi­kum auf eine fabel­haf­te Spiel­zeit zurück: „Ich wer­de aber auch nicht müde zu beto­nen, wie stolz wir alle – Ver­ant­wort­li­che und Fans – auf unse­re Dom­rei­ter sind. Wenn uns vor der Sai­son jemand ange­bo­ten hät­te, dass wir am Ende unter den Top vier ein­lau­fen, hät­ten wir sofort zuge­schla­gen. Aber natür­lich weckt der Erfolg Begehr­lich­kei­ten – und unter dem Strich wäre es schon schön gewe­sen, in der nächs­ten Sai­son zu den bes­ten Ama­teur­mann­schaf­ten Bay­erns zu gehö­ren. Unse­re Mann­schaft hat alles aus sich her­aus­ge­holt, hat größ­ten­teils spek­ta­ku­lä­ren Offen­siv­fuß­ball gebo­ten, war defen­siv sicher gestan­den.” Der Vor­stands­chef denkt bei die­ser Ein­ord­nung an Zah­len, die das bele­gen: „Die Bilanz kann sich sehen las­sen: eine der bes­ten Offen­siv­rei­hen der Liga, eine der bes­ten Abwehr­rei­hen, attrak­tivs­tes Aus­wärts­team – und zweit­bes­ter Zuschau­er­schnitt mit über 550 Besu­chern pro Heim­spiel im Fuchs-Park-Sta­di­on. Von der gran­dio­sen Stim­mung auf den Rän­gen, egal ob zu Hau­se oder aus­wärts, will ich gar nicht reden. All das zeigt, was wir sind und was wir auch in Zukunft blei­ben wol­len: Bam­bergs Num­mer eins.” Zum Abschluss der Sai­son ist der FC Ein­tracht am kom­men­den Sams­tag im Der­by bei der DJK Don Bosco Bam­berg zu Gast. Anstoß ist um 14 Uhr. 

Fuß­ball-Bay­ern­li­ga Nord

FCE unter­liegt im Spit­zen­spiel der DJK Vilzing

Der FC Ein­tracht Bam­berg hat in der Fuß­ball Bay­ern­li­ga Nord die Tabel­len­füh­rung ein­ge­büßt. Der Spit­zen­rei­ter unter­lag am Sams­tag­nach­mit­tag zu Hau­se dem Zwei­ten, der DJK Vil­z­ing, die jetzt von der Tabel­len­spit­ze grüßt, mit 0:1.

Das Tor des Tages erziel­ten die Gäs­te nach knapp einer Stun­de Spiel­zeit. Die Tabel­le führt jetzt die DJK Vil­z­ing mit 66 Punk­ten vor dem FC Ein­tracht Bam­berg mit 65 Punk­ten an. Drit­ter ist der ATSV Erlan­gen mit 63 Punk­ten, auf Platz vier steht mit eben­falls 63 Punk­ten bei aller­dings einem Spiel weni­ger die SpVgg Ansbach.

Mit dem Sieg ist die DJK Vil­z­ing der Meis­ter­schaft einen guten Schritt näher gekom­men, zumal sie nach dem 0:0 im Hin­spiel auch den direk­ten Ver­gleich gegen Bam­berg für sich ent­schei­den konn­ten. In der End­ab­rech­nung könn­te die­ser bei Punkt­gleich­heit aus­schlag­ge­bend sein. „Die Meis­ter­schaft wird mei­ner Mei­nung nach in den direk­ten Duel­len ent­schie­den. Und des­halb hat der Aus­gang der Par­tie gegen die DJK Vil­z­ing schon ein­mal eine Duft­mar­ke im Auf­stiegs­ren­nen gesetzt. Und das bei 950 Zuschau­ern vor einer tol­len Kulis­se”, sag­te FCE Vor­stands­vor­sit­zen­der Jörg Schmal­fuß nach dem Spiel.
Für den pas­sen­den Rah­men sor­gen auch die Anhän­ger des FCE – die Sitz­plät­ze der B‑Blöcke wur­den mit in vio­lett und weiß gehal­te­nen Papp­schil­dern aus­ge­stat­tet und sorg­ten beim Ein­lauf der Mann­schaf­ten für ein far­ben­fro­hes Bild.

Peter Heyer: „Mit jedem Auf­stieg ver­bin­de ich vie­le schö­ne Erinnerungen“

Die jun­gen Dom­rei­ter gin­gen am Sams­tag mit einem klei­nen Vor­sprung von zwei Zäh­lern als Tabel­len­füh­rer in die Par­tie. „Natür­lich wäre es schön gewe­sen, wenn die­ses Pols­ter noch ein wenig üppi­ger gewe­sen wäre“, so Jörg Schmal­fuß wei­ter. „Die Mög­lich­kei­ten dazu hat­ten wir kurz vor und an Ostern. Doch drei Spie­le inner­halb von fünf Tagen gegen Ammer­thal, in Aschaf­fen­burg und in Groß­bar­dorf haben unglaub­lich viel Kraft gekos­tet. Wir dür­fen hier zudem nicht ver­ges­sen, dass wir vie­le krank­heits- und ver­let­zungs­be­ding­te Aus­fäl­le bei unse­rem Stamm­per­so­nal in den ver­gan­ge­nen Wochen kom­pen­sie­ren muss­ten. Inso­fern will ich gar nicht jam­mern. Mit den fünf Punk­ten aus die­sen drei Spie­len war ich daher nicht unzu­frie­den.” Gegen die DJK Ammer­thal (1:1) und beim TSV Groß­bar­dorf (2:2) gab es jeweils ein Remis, beim SV Vat­an Spor Aschaf­fen­burg sieg­ten die Dom­rei­ter (2:1). Auf­grund der Per­so­nal­not kam im Spiel bei der SpVgg Bay­ern Hof Anfang April Peter Heyer zu einem Ein­satz. Mitt­ler­wei­le 41 Jah­re alt, stand der frü­he­re FC Tor­jä­ger gut 60 Minu­ten auf dem Feld. „Ich muss­te erst noch klä­ren, dass es zeit­lich klappt bei mir. Aber als das klar war, hab ich mich wirk­lich sehr drauf gefreut. Noch mehr hab ich mich dann gefreut, von Anfang an spie­len zu dür­fen. Auch wenn dann das Spiel in Hof nicht so gut war, war der Sieg in der Nach­spiel­zeit wirk­lich wahn­sin­nig wich­tig”, blickt Peter Heyer zurück auf das Der­by in der Saa­le­stadt, das der FCE mit 1:0 gewann. Jetzt, nach der eigent­li­chen Kar­rie­re, blicht Heyer ent­spannt zurück: „Den sport­li­chen Höhe­punkt gibt es eigent­lich nicht. Als wir 2006 vor über 7.000 Zuschau­er im Bam­ber­ger Sta­di­on 2:1 gegen Jahn Regens­burg gewon­nen haben, war das ein ganz beson­de­res Spiel für uns. Mit jedem Auf­stieg ver­bin­de ich vie­le schö­ne Erin­ne­run­gen, an die ich immer ger­ne zurück­den­ken wer­de”, bleibt der Leh­rer für Sport und Deutsch beschei­den. Stich­wort Sport: Als Sport­leh­rer am Bam­ber­ger Dient­zen­ho­fer-Gym­na­si­um kann Peter Heyer aus ers­ter Hand berich­ten, was die Coro­na-Pan­de­mie aus unse­ren Kin­dern gemacht hat: „Die Coro­na-Zeit hat lei­der den Trend deut­lich ver­stärkt, dass der Stel­len­wert des Sports bei Kin­dern und Jugend­li­chen eher abnimmt, was ich für eine ganz schlim­me Ent­wick­lung hal­te. Ich wür­de mir wün­schen, dass es wie­der mehr Kin­der gibt, die regel­mä­ßig Sport trei­ben und Spaß dar­an haben. Hier­für wäre es wün­schens­wert, dass die Ver­bän­de und Ver­ei­ne mehr Mög­lich­kei­ten für Kin­der schaf­fen, Spaß am Sport zu bekom­men. Dafür ist es aller­dings not­wen­dig, dass sich mehr Leu­te ehren­amt­lich engagieren.”

Für den FC Ein­tracht geht es am kom­men­den Sams­tag bei beim TSV Karl­burg wei­ter, dar­auf folgt das Nach­hol­spiel beim ATSV Erlan­gen am 3. Mai. Nach zwei anschlie­ßen­den Heim­spie­len steht zum Sai­son­ab­schluss das Der­by bei der DJK Don Bosco Bam­berg (22. Mai) an.

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