BasKIDhall feiert ersten runden Geburtstag und bekommt einen erweiterten Namen
Die „Halle für alle“ wird zehn
Es ist ein Leuchtturmprojekt und vereint Jugendarbeit, Quartiersarbeit, Hausaufgabenbetreuung, soziales Engagement und Profisport unter einem Dach: die BasKIDhall im Bamberger Stadtteil Gereuth-Hochgericht. Seit Dezember trägt sie den Namen „Heiner Kemmer-BasKIDhall“, benannt nach dem ehemaligen Geschäftsführer der Stadtbau Bamberg GmbH, der 2025 verstorben ist.
„Er war der aktive Motor dieser Erfolgsstory und hielt seine schützende Hand auch in schwierigen Zeiten über diese segensreiche Einrichtung“, so Bambergs Oberbürgermeister Andreas Starke. Er ehrte bei der offiziellen Jubiläumsfeier in der Halle „Heiner“ Kemmer mit einem Basketball-Trikot, auf dem dessen Name und sein Wirkungszeitraum stehen. „Heiner war ein sehr beliebtes Vorbild“, sagte Starke.
Zum Ende des offiziellen Teils des Festaktes wurde es noch einmal emotional, als Jugendliche auf der Bühne von ihrer Verbundenheit mit der BasKIDhall erzählten und im Jubiläumssong rappten, was sie mit ihr verbinden: „Ich bin hier groß geworden“, sagte etwa Tamara, die seit neun Jahren regelmäßig dabei ist. Seit einiger Zeit bringt sie sich selbstbewusst mit ein, hatte zum Beispiel die Idee zum „Quali-Training“ für einen guten Schulabschluss. Ihr macht besonders das Kochangebot Spaß, auch zum Mädelstreff kommt sie regelmäßig. Pascal begeistert sich eher für den Fußball- und Jugendtreff, er ist seit circa acht Jahren zuverlässiger BasKIDhall-Besucher. In einem Reim des von Jugendlichen gerappten BasKIDhall-Jubiläumssongs heißt es schließlich: „Zehn Jahre mein Zuhause, du warst immer da, ohne Pause.“
Die Zielgruppe entscheidet
Wie kommt diese Verbundenheit? Janna Wolfschmitt vom Trägerverein „Innovative Sozialarbeit e.V.“ (iSo) erklärt: „Wir schaffen offene Räume und Treffs. Die Kinder und Jugendlichen entscheiden selbst, wo sie hinwollen.“ Bei besonderem Interesse wird dann sogar ein Projekt draus, wie beispielsweise beim Training für den Qualifizierenden Hauptschulabschluss. Im Übrigen haben sich die Kinder und Jugendlichen auch um die Glitzer-Deko am Jubiläumstag gekümmert.
Das Programm zum Jubiläum war so vielseitig wie die Halle selbst: Die Kinder aus dem Kindergarten St. Gisela sangen ein eigens umgedichtetes Geburtstagslied, es gab drei Filmeinspielungen aus den vergangenen 10 Jahren und natürlich durfte auch das Körbe-Werfen nicht fehlen. Im ersten Teil einer Podiumsdiskussion unterhielten sich Veit Bergmann, heutiger Geschäftsführer der Stadtbau Bamberg GmbH, Schulreferentin Gabriele Kepic, damals Bereichsleiterin Soziales in der Stadt Bamberg und Matthias Gensner, Geschäftsführer von iSo, über die Entwicklung der BasKIDhall. Im zweiten Teil der Talkrunde stellte Zweiter Bürgermeister uns Sozialreferent, Jonas Glüsenkamp, den Jugendlichen Fragen zu „ihrer“ BasKIDhall.
Bambergs Oberbürgermeister Andreas Starke hob in seiner Rede neben „Heiner“ Kemmer vor allem Gabriele Kepic und Wolfgang Heyder, damaliger Geschäftsführer der Brose Baskets, als bedeutende Persönlichkeiten und treibende Kräfte hervor. Matthias Gensner von iSo e.V. sei besonders unverzichtbar bei der Entwicklung neuer Projekte im pädagogischen Angebot der Halle. Dieser merkte an: „Hier werden viele verschiedene Partner zusammengebracht. Im Jahr 2024 konnte die BasKIDhall an die 10.000 Besuche von Kindern und Jugendlichen über das Jahr hinweg verzeichnen“, so Gensner.
Dass die BasKIDhall realisiert werden konnte, ist auch dem Einsatz des Bayerischen Jugendrings, der Bayerischen Landesstiftung, der Dr. Robert Pfleger Stiftung, der Oberfrankenstiftung und insbesondere der Städtebauförderung zu verdanken. Ohne deren Fördermittel wäre es nie zum Bau der BasKIDhall gekommen.
Mehr als ein Jugendtreff
Florian Luderschmid, Regierungspräsident von Oberfranken, freute sich sichtlich über das „Leben in der Bude“ zum 10. Geburtstag und zitierte den Begriff der „Halle für alle“. Die BasKIDhall sei mehr als ein reiner Jugendtreff, hier gehe es auch um soziale Fürsorge, so der Regierungspräsident. Und wie es sich für einen Ort der aktiven Mitgestaltung gehört, gab es nach dem offiziellen Part noch ein offenes Programm mit Musik von „Bambägga“, verschiedenen Aktionen wie dem Spielmobil, einer Siebdruck-Station sowie Bastel‑, Spiel- und Bewegungsangeboten.
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