Browse Tag

ginaS

crowd­fun­ding-Kam­gap­ne für Inklusions-Projekt 

„Roll­stuhl­sport macht Schule“

Der För­der­kreis gool­kids und die VR Bank Bam­berg-Forch­heim haben heu­te in einem Pres­se­ge­spräch über ein gemein­sa­mes Crowd­fun­ding-Pro­jekt infor­miert, durch das sechs Aktiv­roll­stüh­le finan­ziert wer­den sol­len. Die­se sind dazu gedacht, Schü­le­rin­nen und Schü­lern bei Pro­jekt­ta­gen in Schu­len das The­ma Inklu­si­on zu vermitteln.

Mit einem Fuß­ball­spiel zwi­schen dem FC Ein­tracht Bam­berg und der SpVgg Bay­reuth wur­de 2015 der För­der­kreis gool­kids qua­si aus der Tau­fe geho­ben. Mitt­ler­wei­le ent­stand inner­halb des För­der­krei­ses auch das Pro­jekt ginaS und die Ver­ant­wort­li­chen enga­gie­ren sich neben Inte­gra­ti­on auch sehr stark für Inklusion.

Vie­le Pro­jek­te wie ein Men­schen­ki­cker-Tur­nier, Hal­len­fuß­ball­tur­nie­re oder Bene­fiz-Golf­tur­nie­re wur­den seit dem Start auf die Bei­ne gestellt, jedes Jahr fin­det außer­dem die Sport­ga­la statt, dank der jedes Mal eine gro­ße Spen­den­sum­me gene­riert wer­den kann und die für die­ses Jahr auf den 29. Okto­ber ange­setzt ist.

„Kin­der ler­nen am bes­ten, wenn sie etwas erleben“

Am ver­gan­ge­nen Sams­tag fand zum 2. Mal das mach­MIT-Sport­fest von gool­kids statt, bei dem sich jede und jeder Inter­es­sier­te infor­mie­ren und aus­pro­bie­ren konn­te. Unter ande­rem bestand die Gele­gen­heit, Roll­stuhl­bas­ket­ball zu spie­len und zu ver­su­chen, sich in den All­tag auf den Roll­stuhl Ange­wie­se­ner hin­ein­zu­ver­set­zen.
Auch Bam­bergs Drit­ter Bür­ger­meis­ter Wolf­gang Metz­ner ver­such­te sich und schil­der­te heu­te neben sei­ner Erfah­rung vom Wochen­en­de auch die aus sei­ner Zivil­dienst­zeit, als die Zivis sich an einem Tag wäh­rend der Zivil­dienst­schul­zeit gegen­sei­tig durch Bam­berg scho­ben, um die Bar­rie­ren selbst zu erle­ben. „Kin­der ler­nen am bes­ten, wenn sie etwas erle­ben“, wie er als Leh­rer im Haupt­be­ruf wis­se. Und eine der wich­tigs­ten Eigen­schaf­ten sei Empa­thie, die sich durch sol­che Erfah­rung ent­wi­ckeln kön­ne. Das gool­kids-Pro­jekt müs­se daher geför­dert wer­den, „weil es über den Sport hin­aus gera­de bei jun­gen Men­schen was bewirkt im Kopf.“

Wäh­rend Metz­ner die Stadt Bam­berg reprä­sen­tier­te, war sein Par­tei­freund und Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­ter Andre­as Schwarz (SPD) als Bot­schaf­ter von gool­kids vor Ort und beton­te, dass er die Rol­le sehr ger­ne aus­fül­le, da bei gool­kids Macher am Werk sei­en. Er kön­ne sich noch gut an den Tag erin­nern, als Robert Bartsch ihm vor dem Start von gool­kids die Visi­on auf­ge­drö­selt habe. Sport sei eine der Mög­lich­kei­ten, mit denen man Men­schen inte­grie­ren kön­ne und man sehe, wie der Weg von gool­kids von Erfolg gekrönt sei.

gool­kids-Vor­stands­vor­sit­zen­de Anna Nie­der­mai­er nutz­te die Mög­lich­keit, sich für die Part­ner­schaft bei der VR Bank Bam­berg-Forch­heim zu bedan­ken, die einer der Unter­stüt­zer der ers­ten Stun­de sei. Zum Roll­stuhl­bas­ket­ball-Pro­jekt beton­te sie: „Wir wol­len die Ein­drü­cke den Kin­dern auf spie­le­ri­sche Art und Wei­se aufzeigen.“

Bar­rie­ren über­win­den – vor allem im Kopf

Von der VR Bank begrüß­te ein­gangs Vor­stands­vor­sit­zen­der Joa­chim Haus­ner die Anwe­sen­den und freu­te sich, dass über die im Früh­jahr gestar­te­te Crowd­fun­ding-Platt­form bereits mehr als 60.000 Euro an Unter­stüt­zungs­gel­dern ein­ge­sam­melt wer­den konn­ten und die Bank selbst mitt­ler­wei­le 17.000 Euro dazu­ge­ben konnte.

Jas­min Scholz vom Mar­ke­ting der Bank erläu­ter­te das Crowd­fun­ding, für das die VR Bank eine Platt­form bereit­stel­le, auf der Pro­jekt­star­ter und Men­schen, die bereit sind, Pro­jek­te zu unter­stüt­zen, zusam­men­ge­bracht wer­den. Dar­über hin­aus sto­cke die VR Bank jede Spen­de um jeweils den Spen­den­be­trag bis zu einem Betrag von 50 Euro auf.

Namens des gool­kids-Vor­stands schil­der­te Wolf­gang Heyder, wie der För­der­kreis in den letz­ten Jah­ren gewach­sen ist. Er beton­te die hohe Reso­nanz, die die ers­ten Roll­stuhl­pro­jek­te in Schu­len her­vor­ru­fen, aller­dings feh­le es noch an eige­nen Aktiv­roll­stüh­len. Die der­zei­ti­gen Aktiv­roll­stüh­le sind nur aus­ge­lie­hen, wie Pro­jekt­lei­ter Lukas Par­zych erläuterte.

Im Rah­men des gool­kids-Crowd­fun­ding-Pro­jek­tes auf der Platt­form der VR Bank Bam­berg-Forch­heim wur­de als Ziel ein Spen­den­be­trag von 10.000 Euro aus­ge­ge­ben. Hier­mit sol­le sechs Aktiv­roll­stüh­le finan­ziert wer­den, mit über­schüs­si­gem Geld wür­de das Pro­jekt „Roll­stuhl­sport macht Schu­le“ aus­ge­wei­tet wer­den kön­nen, even­tu­ell auch personell.

Lukas Par­zych beton­te, wie gut die Fuß­ball- und die Bas­ket­ball­in­k­lu­si­ons­mann­schaf­ten mitt­ler­wei­le funk­tio­nie­ren und dass man neben dem Spaß­fak­tor auch das Über­win­den von Bar­rie­ren sehe, zum einen die Bar­rie­ren, die mit dem Roll­stuhl zu über­win­den sei­en, dazu aber auch die Bar­rie­ren im Kopf. Und genau dies wol­len er und alle wei­te­ren Ver­ant­wort­li­chen auch beim Pro­jekt „Roll­stuhl­sport macht Schu­le“ erreichen.

Ein gro­ßes High­light wird im kom­men­den Jahr auf Bam­berg zukom­men, wenn die Stadt im Vor­feld der Spe­cial Olym­pics World Games als Host Town mit von der Par­tie sein und Sport­le­rin­nen und Sport­ler aus Bah­rain beher­ber­gen darf. Dar­auf ging der Sport­re­fe­rent der Stadt Bam­berg, Dr. Mathi­as Pfeufer, ein. Auch dies wur­de in hohem Maße durch die Erfol­ge von gool­kids und dem Netz­werk, das der För­der­kreis in Sachen Inklu­si­on auf­ge­baut hat­te, möglich.

Die Inklu­si­ons­ta­ge sind gestartet

Sportink­lu­si­on und gesun­de Ernäh­rung – Hirschaid macht den Anfang

Ges­tern star­te­te der För­der­kreis gool­kids sein bis­lang größ­tes Pro­jekt, denn für ganz Bay­ern zeich­net er als Initia­tor bei den Inklu­si­ons­ta­gen in Schu­len ver­ant­wort­lich. Als orga­ni­sa­to­ri­sche und ope­ra­ti­ve Part­ner ste­hen gool­kids der Baye­ri­sche Bas­ket­ball-Ver­band und die RSB Thu­rin­gia Bulls Elx­le­ben zur Seite.

Die Coro­na-Pan­de­mie sorg­te zwar für einen lan­gen Auf­schub, doch ges­tern war es so weit: In Hirschaid fand die Kick­off-Ver­an­stal­tung der baye­ri­schen Inklu­si­ons­ta­ge an Schu­len statt. Vier Schul­klas­sen nah­men teil und durf­ten unter Anlei­tung zwei­er Roll­stuhl­pro­fi­bas­ket­bal­ler Inklu­si­on erle­ben und von Ernäh­rungs­ex­per­ten von REWE erfah­ren, was gesun­de Ernäh­rung bedeutet.

Auf­ge­regt sei­en die Schü­le­rin­nen und Schü­ler anfangs gewe­sen, berich­tet ginaS-Pro­jekt­lei­ter Lukas Par­zych, doch je län­ger der Tag dau­er­te, des­to mehr sei zu mer­ken gewe­sen, dass sie die Scheu ableg­ten und auf­ge­schlos­se­ner wur­den. „Sie waren dann Feu­er und Flam­me für die bei­den The­men, die heu­te im Mit­tel­punkt stan­den, Inklu­si­ons­sport und gesun­de Ernäh­rung.“ Die Begeis­te­rung war so groß, dass die Schü­ler am Ende des Tages den Roll­stuhl­fah­rern sogar beim Abbau und Auf­räu­men der Roll­stüh­le mithalfen.


Thü­rin­ger Modell als Vorbild

Sei­tens der Stadt Bam­berg rich­te­te Drit­ter Bür­ger­meis­ter Wolf­gang Metz­ner bei der Pres­se­kon­fe­renz Gruß­wor­te ans Audi­to­ri­um und erin­ner­te sich, vor drei­ßig Jah­ren wäh­rend sei­ner Zivil­dienst­zeit die ers­te Erfah­rung mit Inklu­si­on gemacht zu haben. Erst­mals selbst in einem Sport­roll­stuhl geses­sen habe er, als er vor weni­gen Jah­ren bei einem Roll­stuhl-Bas­ket­ball-Ein­la­ge­spiel beim Mit­ein­an­der-Cup teil­nahm und er wis­se daher um die Her­aus­for­de­rung, als Unge­üb­ter in einem Roll­stuhl zu sitzen.

Wolf­gang Heyder, Vor­stand des För­der­krei­ses gool­kids, gab einen kur­zen Abriss der Geschich­te von ginaS, was für „gool­kids inte­griert natür­lich alle Sport­ler“ steht. Vor rund drei Jah­ren begann das Pro­jekt, mit dem sich das Team zum Auf­trag gemacht habe, mög­lichst vie­le Men­schen mit Han­di­cap zum Sport zu brin­gen. „Was für uns am Anfang sehr leicht geklun­gen hat, war dann eine ziem­lich gro­ße Her­aus­for­de­rung, weil wir fest­ge­stellt haben, dass es beim Sport immer um Leis­tung geht.“ Selbst im Brei­ten­sport gehe es immer dar­um, zu gewin­nen – was umso mehr ein Ansporn für gool­kids wur­de, das The­ma Inklu­si­on und den Sport zusam­men­zu­brin­gen. Eini­ge Pro­jek­te wur­den sei­tens goo­kids unter der Mar­ke ginaS seit­her ent­wi­ckelt, so betreibt die inter­gra­Fit-Grup­pe gemein­sa­mes Trai­ning im Fit­ness­stu­dio, dazu kom­men die Fuß­ball­grup­pe und der Lauf­treff.
Nun also macht man sich dar­an, die Inklu­si­on mit­tels Sport in die Schu­len zu brin­gen.
Es gehe dar­um, eine nach­hal­ti­ge Wir­kung zu erzie­len, des­halb sei von Anfang an der Plan gewe­sen das The­ma nicht nur in der Regi­on Bam­berg, son­dern bay­ern­weit umzu­set­zen. Um dies im gesam­ten Frei­staat auf­zu­bau­en, wur­de der Baye­ri­sche Bas­ket­ball-Ver­band als mög­li­cher Part­ner ange­fragt. Lan­des­ver­bands­trai­ner Ste­fan Merkl war bei der Kick­off-Ver­an­stal­tung vor Ort und beton­te, dass er sofort Feu­er und Flam­me gewe­sen sei, als Wolf­gang Heyder damals auf ihn zukam.

Für die Umset­zung wur­de die Roll­stuhl­bas­ket­ball-Mann­schaft RSB Thu­rin­gia Bulls Elx­le­ben ins Boot geholt, die ein ähn­li­ches Pro­jekt seit Jah­ren in Thü­rin­gen eta­bliert hat. Auf die­ses Pro­jekt war Heyder in sei­ner Zeit als Bas­ket­ball-Funk­tio­när in Thü­rin­gen auf­merk­sam gewor­den. RSB-Pro­fi André Bienek umriss kurz, dass die Idee in Thü­rin­gen damals gewe­sen sei, Inklu­si­on mit­tels Pro­jek­ten in die Schu­len zu bringen. 

Auch die Lehr­kräf­te bewäl­tig­ten eif­rig den Par­cours unter André Bien­eks Anleitung

„Nur Bas­ket­ball zu zei­gen fan­den wir zu wenig“, erin­nert er sich dar­an, dass sie sich ent­schlos­sen, die Schü­le­rin­nen und Schü­ler nicht nur in Sport‑, son­dern auch in All­tags­roll­stüh­le zu set­zen und ihnen mit­tels eines Par­cours zu zei­gen, wel­che Hin­der­nis­se Men­schen im Roll­stuhl zu über­win­den haben. „Dies führ­te dazu, dass von den Kin­dern immer mehr Fra­gen auf­ka­men und das The­ma Inklu­si­on immer grö­ßer wur­de.“ Seit­dem ist das RSB-Team mit Sport­roll­stüh­len und All­tags­roll­stüh­len in den Schu­len, denn die Fra­gen zeig­ten, dass die Kin­der durch das akti­ve Erle­ben auch mehr über die Hin­ter­grün­de nach­den­ken. „Hin­der­nis­se sind das eine. Das Schwie­rigs­te aber sind die Hin­der­nis­se im Kopf“, weiß Bienek, weil Erwach­se­ne im Kopf sehr stark ein­ge­fah­ren sei­en. Wich­tig sei, dass die Kin­der mit einer ande­ren Ein­stel­lung auf­wach­sen. Je mehr die Kin­der Kon­takt mit Men­schen mit Han­di­cap haben, des­to weni­ger ent­stün­den Hin­der­nis­se im Kopf und Vor­ur­tei­le, weiß er zu berich­ten. Er freue sich des­halb sehr, dass jetzt das Pro­jekt auch in Bay­ern groß auf­ge­zo­gen wird. Er kön­ne sich nur bei jedem Schul­lei­ter teil­neh­men­der Schu­len bedan­ken. „Je mehr wir mit Kin­dern in Kon­takt kom­men, des­to bes­ser. Es bringt immer etwas. Und es bringt die Inklu­si­on wei­ter und uns als Gesell­schaft näher zusammen.“


Bay­ern­weit an zunächst acht Standorten

„Wir haben uns mit André Bienek zusam­men­ge­setzt und ver­sucht, das Kon­zept, das die Bulls bereits ver­fol­gen, mit unse­rem Ernäh­rungs­kon­zept in Ein­klang zu brin­gen. Und das hat super geklappt“, betont Lukas Par­zych. „André ist ein super Koope­ra­ti­ons­part­ner und mit REWE arbei­ten wir eh schon län­ger gut zusam­men.“
Ins­ge­samt vier Klas­sen wur­den in Hirschaid betreut, je zwei gleich­zei­tig, die auf zwei Hal­len­be­rei­che in der Drei­fach­turn­hal­le auf­ge­teilt waren.
Wäh­rend die eine Grup­pe mit den RSB-Pro­fis Bas­ket­ball spiel­te und den Sport­par­cours zum The­ma „Inklu­si­on leben und erle­ben“ durch­führ­te, war die zwei­te Grup­pe beim Sin­nes­par­cours zum The­ma „Gesund­heit und gesun­de Ernäh­rung“ mit der Gesund­heits­ex­per­tin von REWE, Ines Popp.

Mit der gest­ri­gen wur­de für Bay­ern der Start­schuss zu die­sem Pro­jekt gege­ben, das von hier aus durch alle baye­ri­schen Regie­rungs­be­zir­ke zieht. An acht Stand­or­ten gibt es zunächst Part­ner­schu­len, und in allen wird REWE mit vor Ort sein, eben­so die Pro­fis aus Elx­le­ben und ginaS-Pro­jekt­lei­ter Lukas Par­zych.
„Für mich gehö­ren Sport, Bewe­gung, Ernäh­rung zusam­men und jetzt noch Inklu­si­on, das macht es per­fekt“, betont Ines Popp, die als Gesund­heits­ex­per­tin von REWE bei den Inklu­si­ons­ta­gen vor Ort für die Kon­zep­ti­on und Pla­nung mit­ver­ant­wort­lich ist.

Das Pro­jekt erfor­dert auch finan­zi­el­le Unter­stüt­zung durch einen star­ken Part­ner, der mit der Spar­kas­sen­grup­pe gefun­den wur­de. „Sport ver­bin­det“ sei für die Spar­kas­se und die Sport­ju­gend­stif­tung der Spar­kas­se der Anknüp­fungs­punkt, so Tho­mas Schmidt, Vor­stands­mit­glied der Spar­kas­se Bam­berg, der bekräf­tig­te, dass die Spar­kas­sen-Grup­pe von die­sem Pro­jekt über­zeugt sei. Mit einem fünf­stel­li­gen Betrag ist die Sport­ju­gend­stif­tung der Spar­kas­se ein­ge­stie­gen. Sei leis­te ger­ne den Bei­trag, auch um das Ehren­amt nach vor­ne zur brin­gen, die Viel­falt und das Mit­ein­an­der zu stär­ken, beton­te Schmidt.
Lukas Par­zych sieht bei Jugend­li­chen gute Chan­cen, Vor­ur­tei­len durch gemein­sa­men Sport ent­ge­gen­zu­wir­ken. „Uns ist wich­tig, einen Per­spek­tiv­wech­sel zu erzeu­gen. Die Schü­ler sol­len mer­ken, dass Men­schen mit Han­di­cap nicht anders sind und dass auch Inklu­si­ons­sport Spaß machen kann.“ Er ist über­zeugt davon, dass Pro­jek­te wie die Inklu­si­ons­ta­ge den Jugend­li­chen zei­gen kön­nen, dass es kei­nen Unter­schied macht, ob man Sport mit jeman­dem mit oder mit jeman­dem ohne Han­di­cap macht.

Online-Treff bei ginaS 

End­lich wie­der trai­nie­ren – von daheim aus!

Nor­ma­ler­wei­se machen sich die Sport­le­rin­nen und Sport­ler der inte­gra­FIT-Grup­pe – eines der Ange­bo­te des För­der­kreis gool­kids – unter der Woche auf ins Fit­ness­stu­dio, um gemein­sam zu trai­nie­ren. Da dies auf­grund von Coro­na der­zeit nicht mög­lich ist, gibt es momen­tan einen wöchent­li­chen Online-Treff – und seit ver­gan­ge­ner Woche dank eines Part­ners für die Teil­neh­me­rIn­nen die Mög­lich­keit, mit Hilfs­mit­teln in Form von Fit­ness­bän­dern zu trainieren.

Inmit­ten von Coro­na und Lock­down freut sich der För­der­kreis gool­kids über eine posi­ti­ve Nach­richt für sein Inklu­si­ons­pro­jekt ginaS!

Um wei­ter­hin Kon­takt zu den Sport­grup­pen hal­ten zu kön­nen, wur­den die meis­ten der Sport­an­ge­bo­te seit Beginn der Pan­de­mie nach und nach ins Digi­ta­le ver­la­gert. Ab sofort wird dabei das inte­gra­FIT-Pro­gramm jetzt sogar von einem Koope­ra­ti­ons­part­ner unter­stützt! Die­ser rüs­tet die Sport­grup­pe mit einem Star­ter-Set an Fit­ness­bän­dern aus – dem effek­ti­ven Sport­pro­gramm von daheim aus steht somit nichts mehr im Weg!

Lau­ra Stel­zer lie­fer­te die Fit­ness­bän­der gemein­sam mit Chris­ti­na Weiss an die Sport­le­rin­nen und Sport­ler der integraFIT-Gruppe

„Nach­dem wir nicht zu den Gerä­ten kön­nen, kom­men jetzt tat­säch­lich Gerä­te zu uns“, freut sich ginaS-Pro­jekt­lei­te­rin Lau­ra Stel­zer, die gemein­sam mit Chris­ti­na Weiss Mit­te ver­gan­ge­ner Woche die Fit­ness­bän­der aus­lie­fer­te. „Dank Per­form Bet­ter Euro­pe erreich­te unse­re Sport­grup­pen­mit­glie­der ein Fit­ness­pa­ket bestehend aus drei Mini-Fit­ness­bän­dern in unter­schied­li­chen Stär­ken sowie einem gro­ßem Fit­ness­band!“
Die­ses Spor­te­quip­ment ist viel klei­ner als die Gerä­te im Fit­ness­stu­dio, ver­langt aber min­des­tens genau­so viel Ein­satz und Kraft! Somit kann jetzt schon wie­der mit zusätz­li­cher Moti­va­ti­on trai­niert und das War­ten auf die Zeit im Fit­ness­stu­dio ver­kürzt wer­den! „Wir freu­en uns rie­sig über das coo­le Equip­ment und den Start einer Koope­ra­ti­on in die­ser schwie­ri­gen Zeit“, so Frau Stel­zer wei­ter. „Beim nächs­ten Online-Treff wer­den wir, zusam­men mit unse­rem Trai­ner Franz Bezold und den Fit­ness­bän­dern, unser Zuhau­se in ein wasch­ech­tes Fit­ness­stu­dio ver­wan­deln!“ In die­sem Sin­ne bleibt nur noch zu sagen: An die Bän­der, fer­tig, los!

För­der­ver­ein goolkids 

Bene­fiz-Golf­tur­nier zuguns­ten von Inte­gra­ti­on und Inklusion

Men­schen durch Sport zu ver­bin­den! Das ist der Leit­ge­dan­ke, den der För­der­ver­ein gool­kids ver­folgt. Ob klein oder groß, mit oder ohne Behin­de­rung, wel­cher Nati­on oder Reli­gi­on auch immer sie ange­hö­ren, bei gool­kids geht es um das Mit­ein­an­der, oder in der gool­kids-Schreib­wei­se MIT­ein­an­der. Im Okto­ber fand zum zwei­ten Mal das „BKM-Man­nes­mann-Bene­fiz-Golf­tur­nier“ auf der Golf­an­la­ge Gut Lei­mers­hof statt, das dazu die­nen soll­te, auf den För­der­kreis gool­kids und des­sen Pro­jekt ginaS auf­merk­sam zu machen und des­sen Erlös deren Pro­jek­ten zukam. Robert Bartsch, der Initia­tor von gool­kids, und Lau­ra Stel­zer, die Pro­jekt­lei­te­rin von ginaS, blick­ten für uns zurück auf die Veranstaltung.

Im ver­gan­ge­nen Jahr kam Bene­dikt Zeng­lein von der Golf­an­la­ge Gut Lei­mers­hof auf Robert Bartsch zu und schlug vor, ein Bene­fiz-Golf­tur­nier auf die Bei­ne zu stel­len. „Die Idee dahin­ter war es, gemäß dem Wunsch vie­ler Akteu­re, den Golf­sport und sei­ne Anla­gen etwas offe­ner für die Bevöl­ke­rung zu hal­ten, um zu zei­gen, dass Golf nicht immer nur eli­tär sein muss. Die­se Idee ver­band man mit dem Wunsch, dabei auch etwas Gutes für gool­kids zu tun“, erin­nert sich Herr Bartsch. Gesagt, getan, die Pre­mie­ren­ver­an­stal­tung zeig­te den gewünsch­ten Erfolg. Nach dem Gol­fen inklu­si­ve Rah­men­pro­gramm gab es ein gemüt­li­ches Bei­sam­men­sein umrahmt von Show­gril­len und Musik.

Im Zuge der Coro­na-Pan­de­mie stand die dies­jäh­ri­ge zwei­te Auf­la­ge unter beson­de­ren Vor­zei­chen. Nach dem Lock­down im Früh­jahr war die Pla­nung schwie­rig. Dem­entspre­chend war zunächst das Prin­zip Hoff­nung vor­herr­schend, wie Lau­ra Stel­zer betont. „Ein Bene­fiz­tag soll­te ja nicht nur den Gol­fern, son­dern auch den Besu­chern Spaß machen. Dies schien im Früh­jahr noch undenk­bar. Wir muss­ten dann den Ter­min um drei Mona­te nach hin­ten ver­le­gen. Aber für uns war es wich­tig, den­noch ein Pro­jekt die­ses Jahr statt­fin­den zu lassen.“ 

Gün­ter Lückemei­er (links) von Haupt­spon­sor BKM-Man­nes­mann und Bene­dikt Zeng­lein von der Golf­an­la­ge Gut Lei­mers­hof nah­men gemein­sam die Sie­ger­eh­rung vor

Gol­fen sehr gut, Rah­men­pro­gramm regen­be­dingt nur ein­ge­schränkt möglich 

Um die Hygie­ne­maß­nah­men ein­zu­hal­ten, wur­de im Ver­gleich zum Vor­jahr Per­so­nal auf­ge­stockt. „Wir brauch­ten Kenn­zeich­nun­gen für Weg­ab­läu­fe, Mas­ken­pflicht, Abstand hal­ten und Gäs­te­re­gis­trie­rung am Ein­gang. All dies ist ja aktu­ell gang und gäbe. Dadurch, dass das Golf­tur­nier im Außen­be­reich statt­fand, konn­te jedoch dar­auf gut geach­tet wer­den“, so Herr Bartsch. Da dies­mal das Tur­nier erst im Herbst statt­fand, wur­de ein Zelt auf­ge­baut, das vom Haupt­spon­sor der Ver­an­stal­tung orga­ni­siert wur­de, Heiz­pil­ze und war­me Geträn­ke hal­fen zusätzlich.

„Kom­men denn auch wirk­lich alle gemel­de­ten Spie­ler? Und kom­men über­haupt Gäs­te mit Kin­dern?“ Die­se Fra­gen gin­gen Herrn Bartsch durch den Kopf, als er am Sams­tag­mor­gen bei leich­tem Regen von Bam­berg gen Lei­mers­hof fuhr. Und letz­ten Endes unter­schei­det er beim Resu­mee. „Golf lief sehr gut. Bei der Zahl der akti­ven Gol­fer wur­den wir sogar sehr posi­tiv über­rascht. Trotz schlech­ten Wet­ters gab es deut­lich mehr Akti­ve als Vor­anmel­dun­gen. Was die Infor­ma­ti­on über unse­re Pro­jek­te betrifft, so waren per­sön­li­che Gesprä­che lei­der nur begrenzt durch­führ­bar. Da fehl­ten uns die Begeg­nun­gen in klei­nen Grup­pen. Wir hät­ten auch ger­ne mehr Kin­der mit Fami­li­en sowie Men­schen mit Behin­de­rung ange­spro­chen, um mit­ein­an­der einen schö­nen Tag zu erle­ben. Lei­der war uns dies durch die aktu­el­le Lage nicht mög­lich.“
Dies ist beson­ders scha­de, weil gool­kids dies­mal im Ver­gleich zur Pre­mie­re für ein Kin­der­pro­gramm in Form einer Spie­le­wie­se mit vie­len kos­ten­lo­sen Aktio­nen sowie für Begeg­nungs­or­te für Men­schen mit Behin­de­rung gesorgt hatte.

Ins­ge­samt zei­gen sich die Ver­ant­wort­lich jedoch sehr zufrie­den, nicht nur wegen des hohen zusam­men­ge­kom­me­nen Erlö­ses. „Zu sehen, wie trotz der schlech­ten Wet­ter­la­ge so vie­le Gol­fer Spaß hat­ten und den Tag genie­ßen konn­ten“ sei sein per­sön­li­ches High­light an die­sem Tag gewe­sen, so Robert Bartsch.

Aktu­ell trei­ben den För­der­ver­ein Fra­gen um, wie er trotz der aktu­el­len Situa­ti­on wei­ter­hin für sei­ne Schütz­lin­ge da sein kann, ob Pro­jek­te gestar­tet wer­den kön­nen, in Klein­grup­pen oder sogar digi­tal, und wel­che Hilfs­an­ge­bo­te mög­lich sind bei einem Weih­nach­ten unter Distanz­re­geln. „Zusätz­lich haben wir bei ginaS eine neue bar­rie­re­freie Web­site ent­wi­ckelt, die für mehr Infor­ma­ti­ons­aus­tausch unter­ein­an­der sor­gen soll“, berich­tet Lau­ra Stelzer.

Und auch einen Ter­min für das drit­te Bene­fiz­golf­tur­nier gibt es bereits. „Es gibt eine Neu­auf­la­ge, die schon für den 12. Juni kom­men­den Jah­res fest­ge­legt wur­de“, so Lau­ra Stel­zer. „Wir hof­fen auf einen son­ni­gen Tag, mehr Begeg­nun­gen, ein ein­ge­dämm­tes Coro­na und vie­le freu­di­ge Gesich­ter, die nicht nur auf dem Golf­platz zu sehen sind.”

Wei­te­re Infor­ma­tio­nen rund um ginaS unter http://www.ginas.net

Gol­fen für den guten Zweck

För­der­kreis gool­kids: Inte­gra­ti­on und Inklusion

Sport ver­bin­det Men­schen. Auch die mit oder ohne Behin­de­rung. Der För­der­kreis gool­kids för­dert den frei­en und offe­nen Zugang zum Sport und orga­ni­siert dafür gemein­sam mit Kin­dern, Jugend­li­chen und Men­schen mit Behin­de­rung ver­schie­de­ne Pro­jek­te und Aktio­nen. Am 10. Okto­ber wird auf der Golf­an­la­ge Gut Lei­mers­hof das „BKM-Man­nes­mann-Bene­fiz-Golf­tur­nier“ aus­ge­tra­gen, um auf den För­der­kreis gool­kids und das Pro­jekt ginaS auf­merk­sam zu machen und deren Auf­ga­ben zu unterstützen.

gool­kids gibt Sport­be­geis­ter­ten eine Chan­ce, ihre sport­li­che Zukunft selbst zu gestal­ten, steht ihnen bei den ers­ten Schrit­ten zur Sei­te und ver­mit­telt För­de­rer und geeig­ne­te Part­ner für ihr Vor­ha­ben. Die jähr­li­che Sport­ga­la, das tra­di­tio­nel­le Bene­fiz­spiel und den MIT­ein­an­der-Cup hob der För­der­kreis genau­so aus der Tau­fe wie das Pro­jekt Sam­mel­box. Außer­dem bie­tet gool­kids das gan­ze Jahr über Trai­nings­mög­lich­kei­ten an und ver­mit­telt Spie­ler an Sport-Vereine.

Das The­ma Inte­gra­ti­on wur­de durch die Grün­dung von gool­kids stark ins ört­li­che öffent­li­che Blick­feld gerückt, hin­zu kam vor zwei Jah­ren das Pro­jekt ginaS. „Wir sind jetzt in Sachen inte­gra­ti­vem Sport der Part­ner vie­ler Ein­rich­tun­gen sowie der Inte­gra­ti­ons­stel­len der Stadt“, so Pro­jekt­lei­ter Robert Bartsch. Neben der Inte­gra­ti­on sozi­al benach­tei­lig­ter Kin­der war es Bartsch auch immer wich­tig, Men­schen mit Behin­de­rung die Mög­lich­keit zu eröff­nen, am Sport teilzunehmen.

gool­kids tat sich für das Pro­jekt ginaS (steht für: „gool­kids inte­griert natür­lich alle Sport­ler“) mit der Lebens­hil­fe zusam­men, fach­li­ches Know­how auf der einen Sei­te wur­de mit bestehen­den Kon­tak­ten und Koope­ra­tio­nen mit Ver­ei­nen auf der ande­ren Sei­te zusam­men­ge­fasst, um den  Inklu­si­ons­ge­dan­ken zu leben.

Gol­fen zuguns­ten von ginaS

Zu Guns­ten von ginaS ver­an­stal­tet gool­kids am 10. Okto­ber auf der Golf­an­la­ge Gut Lei­mers­hof zum zwei­ten Mal das BKM-Bene­fiz-Golf­tur­nier. „Das Tur­nier steht allen Inter­es­sier­ten offen“, so Robert Bartsch. Tur­nier­be­ginn ist um 12 Uhr, die Sie­ger­eh­rung ist für 18 Uhr geplant. Im Anschluss bie­tet sich die Mög­lich­keit eines gemüt­li­chen Bei­sam­men­seins umrahmt von Musik. „Wir wer­den selbst mit einem Info­stand mit Infos zum The­ma Inklu­si­on im Sport vor Ort sein“, so Bartsch.

Das Tur­nier wird als 18 Loch-Tur­nier aus­ge­tra­gen. Mög­lich sind an die­sem Tag neben dem eigent­li­chen Tur­nier auch Gol­fen auf den Übungs­flä­chen, Fahr­ten über die Golf­an­la­ge und Schnup­per-Golf für alle Besu­cher. Vor allem auch Neu­lin­ge, ob mit oder ohne Han­di­cap, sind will­kom­men und erhal­ten Unter­stüt­zung durch Golflehrer.

BKM-Man­nes­mann-Bene­fiz-Golf­tur­nier auf Gut Leimershof

10. Okto­ber, 12 Uhr, Golf­an­la­ge Gut Leimershof

Lei­mers­hof 9, 96149 Breitengüßbach

Anmel­dung unter:

www.leimershof-golfanlage.de

Tele­fon: 09547 – 870 99 39

E‑Mail: info@leimershof-golfanlage.de

Wei­te­re Infor­ma­tio­nen unter:

www.goolkids.de