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Hallstadt

Musik und Mär­chen für den guten Zweck

Kul­tur­bo­den goes Benefiz

Der Kul­tur­bo­den Hall­stadt stellt sich in die­sem Früh­jahr in den Dienst der guten Sache: Mit gleich zwei Bene­fiz­ver­an­stal­tun­gen wird gezeigt, dass Kul­tur nicht nur Men­schen ver­bin­det, son­dern auch Hoff­nung schen­ken kann. Denn wenn Musik mehr ist als Unter­hal­tung, ent­ste­hen Momen­te, die unter die Haut gehen und nach­hal­tig wirken.

Zwei beson­de­re Bene­fiz­ver­an­stal­tun­gen, die zei­gen, wie kraft­voll Kul­tur sein kann, wenn sie Herz und Enga­ge­ment ver­bin­det, ste­hen an. 


„Ein Kon­zert für Charlie“

Zunächst bie­tet der Kul­tur­bo­den in Hall­stadt am kom­men­den Sonn­tag wie­der eine Büh­ne für einen beson­de­ren Bene­fiz­abend. Mit Live-Musik ver­schie­de­ner Künst­ler und einer Tom­bo­la mit attrak­ti­ven Gewin­nen zuguns­ten des vier­jäh­ri­gen Char­lie soll Hoff­nung hör- und spür­bar wer­den: Am Sonn­tag, den 26. April ab 17 Uhr im Kul­tur­bo­den in Hall­stadt beim Bene­fiz­kon­zert „Ein Kon­zert für Char­lie“ mit Live-Musik und einer Tom­bo­la, deren Erlös dem vier­jäh­ri­gen Char­lie zugu­te kommt.

Char­lie ist gera­de ein­mal vier Jah­re alt und doch kämpft er schon mit einer unglaub­lich schwe­ren Dia­gno­se: MPS IIIA, eine sel­te­ne, neu­ro­de­ge­nera­ti­ve Krank­heit, die ihm nach und nach sei­ne Fähig­kei­ten nimmt. Um Char­lie mehr Leben, Zeit und gemein­sa­me Momen­te mit sei­ner Fami­lie zu ermög­li­chen, wer­den Spen­den für eine benö­tig­te Gen­the­ra­pie in den USA gesam­melt, denn die Kos­ten dafür sind rie­sig, sie umfas­sen meh­re­re Mil­lio­nen Euro. Jeder kann hel­fen, dem klei­nen Jun­gen ein Stück Zukunft zu schen­ken – und dabei einen musi­ka­li­schen Abend mit tol­len Bands beim Kon­zert für Char­lie erleben.

Mit dabei sind am Sonn­tag Lucky and the Heart­brea­k­ers, die ENDLICH KERWA BAND, Bam­bäg­ga, TRIPLE B, Slam Ele­phant, 1516 und David Saam. Beim Kon­zert wird es auch eine Tom­bo­la mit attrak­ti­ven Prei­sen geben, deren Erlös Char­lie zugutekommt.


„Der Stern in dir“

Am 16. Mai um 19:30 Uhr wird dann das musi­ka­li­sche Bene­fiz­mär­chen „Der Stern in dir“ auf­ge­führt, das deut­sche Pre­mie­re fei­ert. „Der Stern in dir“ ist mehr als ein Musik­mär­chen – es ist eine emo­tio­na­le Rei­se durch Licht, Schat­ten und Mensch­lich­keit. Als der Stern über einem klei­nen Dorf ver­schwin­det, macht sich die jun­ge Liva auf den Weg, ihn wie­der­zu­fin­den. Auf ihrer Rei­se begeg­net sie einem mut­lo­sen Löwen, einer zer­bro­che­nen Köni­gin und einem stil­len Künst­ler – Sym­bol­fi­gu­ren für das, was wir alle in uns tra­gen: Angst, Zwei­fel, aber auch Mut und Hoffnung.

Zwi­schen Live-Gesang, Licht und Pro­jek­tio­nen ent­fal­tet sich eine magi­sche Erzäh­lung, die zeigt, wie wir selbst zu unse­rem eige­nen Licht wer­den kön­nen. Geschrie­ben wur­de die Geschich­te von Andrea Raf­fae­la Böll gemein­sam mit Saskia Steck. Unter­stützt von fünf bis sechs Künstler:innen und einer Erzäh­le­rin brin­gen sie ein Pro­gramm auf die Büh­ne, das Herz, Stim­me und Hal­tung vereint.

Bekann­te Songs von Sarah Con­nor, Pur, Rosen­stolz, Hele­ne Fischer und Unhei­lig ver­schmel­zen mit einer moder­nen Mär­chen­er­zäh­lung zu einem Abend, der berührt, inspi­riert und Gutes tut. Denn der Erlös kommt Hilfs­or­ga­ni­sa­tio­nen zugu­te, die sich für Kin­der und Jugend­li­che ein­set­zen: dem «Kin­der- und Jugend­hos­piz Ster­nen­zelt» in Bam­berg (Deutsch­land) und dem Ver­ein «Against Child Abu­se» in der Schweiz.

Kar­ten für die Ver­an­stal­tun­gen gibt es an allen bekann­ten Vor­ver­kaufs­stel­len, tele­fo­nisch unter 0951–23837, oder unter www.kartenkiosk-bamberg.de .

Zwei Wel­ten, zwei Stim­men – eine Liebe

„Tenor trifft Rockröhre“

Mit „Tenor trifft Rock­röh­re“ ver­schmel­zen Suzan Bak­er und Mal­te Mül­ler unter­schied­li­che Musik­rich­tun­gen. Das „Ober­main-Duo“ gas­tiert an die­sem Sonn­tag in Hall­stadt und Ende Juni auf der See­büh­ne in Bad Staf­fel­stein. Wie es zu die­sem Cross-over kam und wie sich ihre Wege kreuz­ten, erzäh­len die Power­frau und der eins­ti­ge Regens­bur­ger Dom­spatz, der mit diver­sen nam­haf­ten Sym­pho­nie­or­ches­tern in die Welt hin­aus­zog, im Gespräch.

Die Idee, Rock und Klas­sik zu ver­bin­den, ist seit den Beat­les nicht neu. Zumeist zele­briert in der Kom­bi­na­ti­on von Rock­band und Sym­pho­nie­or­ches­ter. Als Duo, bestehend aus Rock­röh­re und Opern­te­nor, indes ist die­se Ver­qui­ckung nahe­zu ein­zig­ar­tig. Seit 2024 ver­mi­schen die in Bad Staf­fel­stein leben­de Rock­sän­ge­rin Suzan Bak­er – einst Front­frau bei „MacLoud“ – und der aus dem klei­nen Lich­ten­fel­ser Stadt­teil Roth stam­men­de Mal­te Mül­ler bei­de Gen­res in über­zeu­gen­der Wei­se, nur beglei­tet von Gitar­re, Vio­lon­cel­lo und Kla­vier. So zu erle­ben am Sonn­tag, dem 22. März, um 19 Uhr im Kul­tur­bo­den in Hall­stadt und am Sonn­tag, dem 28. Juni, um 19.30 Uhr auf der See­büh­ne in Bad Staffelstein.

Wie es zu die­sem Cross-over (neu­deutsch für: Kreu­zung) kam und wie sich ihre Wege kreuz­ten, erzäh­len die Power­frau und der eins­ti­ge Regens­bur­ger Dom­spatz, der mit diver­sen nam­haf­ten Sym­pho­nie­or­ches­tern in die Welt hin­aus­zog, im Gespräch mit dieser/​m Zeitung/​Medium.


Wie seid ihr bei­den denn als San­ges-Duo zusammengekommen?

Mal­te Mül­ler: Ich habe Den­nis Lüd­di­cke, unse­ren Gitar­ris­ten, bei einer CD-Pro­duk­ti­on mit Weih­nachts­ver­to­nun­gen, die ich für die Akti­on „Hel­fen macht Spaß” ein­ge­spielt hab‘, ken­nen­ge­lernt. Als wir nach Coro­na end­lich ein Release-Kon­zert in der Stifts­kir­che Klos­ter Banz machen konn­ten, konn­te ich Den­nis‘ Part­ne­rin Suzan für einen Gast­auf­tritt gewin­nen. Mir war Suzan als Grö­ße in der Popu­lar­mu­sik bekannt, auch wenn ich sie bis dahin nicht per­sön­lich getrof­fen hat­te. Aber bereits von der ers­ten Pro­be an ver­stan­den wir uns sehr gut und fan­den uns auf glei­cher Wel­len­län­ge. Auch wenn wir musi­ka­lisch aus unter­schied­li­chen Wel­ten kom­men – Rock bezie­hungs­wei­se Sin­ger-Song­wri­ting und Klas­sik – haben wir uns gleich auf einer Ebe­ne getrof­fen: Die Lie­be zu guter Musik, egal aus wel­chem Bereich sie kommt und die Freu­de am Musi­zie­ren und das Wei­ter­ge­ben die­ser Freu­de an das Publi­kum ver­bin­den uns. Von unse­rem gemein­sa­men Auf­tritt inspi­riert, fass­ten wir direkt am Abend des Kon­zer­tes in Banz den Ent­schluss, auch in der Zukunft ein gemein­sa­mes musi­ka­li­sches Pro­jekt zu star­ten. Dabei war es uns wich­tig, dass sich kei­ner ver­stel­len muss. So inter­pre­tie­re ich mit gro­ßer Freu­de die unsterb­li­chen Rock- bzw. Pop­klas­si­ker genau­so wie bekann­te ita­lie­ni­sche Ari­en aus Oper und Kon­zert. Genau­so ist es bei Suzan. Für mich ist es immer ein beson­de­res High­light, wenn wir eini­ge Stü­cke im Duett sin­gen. Gera­de die unter­schied­li­chen Her­an­ge­hens­wei­sen von Suzan und mir machen die­sen beson­de­ren Reiz aus. Auch ist es uns wich­tig, den Cha­rak­ter eines Stü­ckes trotz neu­er Her­an­ge­hens­wei­se und Inter­pre­ta­ti­on nicht zu ver­fäl­schen. Dabei unter­stüt­zen uns unse­re her­aus­ra­gen­den Musi­ker, die auch aus unter­schied­li­chen Musik­wel­ten kom­men und für die­ses Pro­jekt zusam­men­ge­fun­den haben. Wir alle haben eine unglaub­li­che Freu­de und Spaß am gemein­sa­men Musi­zie­ren und wol­len unser Publi­kum aus dem All­tag her­aus­rei­ßen und mit­neh­men. Dank der wun­der­ba­ren neu­en Arran­ge­ments von Den­nis Lüd­di­cke kom­men bei­de Wel­ten immer zur Gel­tung, ohne sich zu verraten.


Wie erfolgt die Aus­wahl der Stü­cke fürs Repertoire?

Mal­te Mül­ler: Die Ideen kom­men von uns allen. Natür­lich ist Suzan mehr im Rock­be­reich bewan­dert als ich, wenn­gleich für mich die aus­ge­wähl­ten Rock­klas­si­ker kei­ne unbe­kann­ten Kom­po­si­tio­nen sind. Bei den klas­si­schen Stü­cken kom­men rela­tiv vie­le Ideen von mir. Aber auch hier ist Suzan sehr vor­ge­bil­det und hat gute Ein­fäl­le, wel­che Stü­cke sich für unser Pro­jekt eig­nen. Wich­tig ist für uns nur das Eine: Es muss gute Musik sein. Für mich als klas­si­schen Tenor sind vie­le Rock­stü­cke, die ich mit mei­ner klas­si­schen Stim­me inter­pre­tie­re, nicht weni­ger her­aus­for­dernd als man­che ita­lie­ni­sche Arie. Zum Teil erfor­dern sie einen gro­ßen Ton­um­fang und gehen in extre­me Lagen, genau­so wie ita­lie­ni­sche Arien.


Und wie fühlt sich die Zusam­men­ar­beit an?

Suzan Bak­er: Die Lie­be zur Musik steht bei unse­rem Pro­jekt im Mit­tel­punkt. Mal­te und ich haben uns sofort ver­stan­den, und selbst die Pro­ben mit ihm machen mir unglaub­lich Spaß. Ich bewun­de­re Mal­te dafür, wie er als Tenor, aus der klas­si­schen Musik kom­mend, sich so mühe­los in die Rock­mu­sik ein­füh­len kann und freue mich unglaub­lich, dass er die­ses span­nen­de Expe­ri­ment wagt. Für mich ist unser Pro­jekt “Tenor trifft Rock­röh­re” sehr inspi­rie­rend. Schon immer habe ich mich gern in frem­des, musi­ka­li­sches Ter­rain gewagt und dabei habe ich mir stets einen eige­nen Stil bewahrt. Mitt­ler­wei­le bli­cke ich auf 35 Jah­re Büh­nen­er­fah­rung zurück und habe mich immer wie­der neu erfun­den. Die Arbeit mit mei­ner dama­li­gen Rock­band MacLoud, die für ihre kraft­vol­len Auf­trit­te bekannt war, hat mich geprägt, und die­ser Ein­fluss spie­gelt sich bis heu­te in mei­nem Duo-Pro­jekt mit Den­nis Lüd­di­cke wider, mit dem wir seit 16 Jah­ren deutsch­land­weit tou­ren. Jetzt, durch unser Klas­sik-Pro­jekt und mei­ne Zusam­men­ar­beit mit Mal­te, öff­net sich mir wie­der eine völ­lig neue Welt – und das passt per­fekt zu mei­nem Drang, immer wei­ter zu wach­sen und mich wei­ter­zu­ent­wi­ckeln. Durch Den­nis’ vir­tuo­ses Gitar­ren­spiel und die inspi­rie­ren­den Cel­lo­klän­ge ent­fal­tet sich eine völ­lig neue Aus­drucks­kraft. Genau das ermög­licht es mir, kraft­vol­le Stü­cke mit tie­fen, emo­tio­na­len Momen­ten zu ver­bin­den und das Publi­kum in eine ganz ein­drucks­vol­le Klang­welt mit unver­gess­li­chen Gän­se­haut­mo­men­ten mitzunehmen.


Wie oft tre­tet ihr im Jahr zusam­men auf und wo wer­det ihr über­all gebucht?

Suzan Bak­er: Unser Pro­jekt „Tenor trifft Rock­röh­re” stößt über­all auf gro­ße, posi­ti­ve Reso­nanz. Wir freu­en uns sehr auf unse­re bevor­ste­hen­den Kon­zer­te am 22. März im Kul­tur­bo­den Hall­stadt, sowie am 28. Juni auf der See­büh­ne Bad Staf­fel­stein. Da unser Pro­jekt noch rela­tiv jung ist, hof­fen wir auf vie­le, wei­te­re, schö­ne Kon­zer­te, beson­ders über­re­gio­nal und ste­hen dahin­ge­hend schon mit eini­gen Ver­an­stal­tern in gutem Kontakt.


Wie klappt das mit der Terminkoordination?

Mal­te Mül­ler: Natür­lich ist das nicht immer ganz so ein­fach. Neben Suzan und mir müs­sen auch noch unse­re Musi­ker ver­füg­bar sein. Manch­mal muss dann auch etwas, wenn mög­lich, ver­scho­ben oder ein Aus­weich­ter­min gefun­den wer­den. Da ich als klas­si­scher Sän­ger auch noch mit ande­rem Reper­toire auf­tre­te, ins­be­son­de­re hat es mir auch der Lied­ge­sang und die Ent­de­ckung ver­ges­se­nen Lied­re­per­toires ange­tan, muss alles gut koor­di­niert wer­den. Da Sin­gen Hoch­leis­tungs­sport ist, müs­sen auch immer Rege­ne­ra­ti­ons­pha­sen ein­ge­plant werden.

Kult-Sta­tus zwi­schen Kaba­rett und Comedy

Tom Ger­hardt

Der Köl­ner Komi­ker und Schau­spie­ler Tom Ger­hardt wur­de einer brei­ten Öffent­lich­keit vor allem durch den Kino­film „Voll nor­maaal“ (1994), des­sen Fort­set­zun­gen und die von 1999 bis 2010 aus­ge­strahl­te Sat. 1‑Fernsehserie „Haus­meis­ter Krau­se – Ord­nung muss sein“ bekannt. 40 Jah­re nach sei­nem ers­ten Büh­nen-Pro­gramm hat der sym­pa­thi­sche Enter­tai­ner jetzt sei­ne ver­rück­tes­ten und belieb­tes­ten Figu­ren in ein neu­es Solo-Pro­gramm gesteckt. „Vol­le Packung!“ ist unter­halt­sa­me Come­dy und Grund genug im locke­ren Gespräch mit Tom Ger­hardt sei­ne lang­jäh­ri­ge Kar­rie­re über­blicks­ar­tig Revue pas­sie­ren zu lassen.
Nach Abitur und Grund­wehr­dienst haben Sie zunächst stu­diert. Waren Ger­ma­nis­tik und Phi­lo­so­phie dann doch nicht das Rich­ti­ge für den wei­te­ren Lebensweg?

Ich war zunächst als frei­er Lokal­jour­na­list in Köln tätig, dann beim Fern­se­hen für Jür­gen von der Lip­pe und als sich spä­ter dann schlag­ar­tig Erfolg mit dem Come­dy-Pro­gramm „Dackel mit Sekt“ ein­stell­te, habe ich mich erst­mal für die Büh­ne entschieden.


Mit „Voll nor­maaal“ und den Fort­set­zun­gen „Bal­ler­mann 6“ (1997) und „Die Super­bul­len“ (2011) wur­den sie zum Komö­di­en­star. Im ers­ten Film spiel­ten Sie gleich drei Rollen?

Ja, Mega­proll Tom­mie mit der Pudel­müt­ze, Mega-Spie­ßer Die­ter Krau­se sowie Ekel­pa­ket Heinz. Film, Set­ting und Cha­rak­te­re, auch die der Fern­seh­se­rie „Haus­meis­ter Krau­se – Ord­nung muss sein“, basie­ren auf Figu­ren aus mei­nem wil­den Bühnen-Unwesen.


Zwi­schen Köln und Düs­sel­dorf herrscht in vie­ler­lei Hin­sicht Riva­li­tät. Mit der Band Die Toten Hosen ver­ste­hen Sie sich aber sehr gut?

Yo, aber lan­ge ist es her: Da habe ich für das Lied „Ram­bo-Dance“ auf dem Album „Kauf mich!“ (1993) das Intro ein­ge­spro­chen und sie haben bei „Voll nor­maaal“ einen Gast­auf­tritt und tref­fen auf mich, als es um den Kampf Düs­sel­dor­fer Alt­bier gegen Köl­ner „Rams­dor­fer Kölsch“ geht.


Mit der TV-Serie „Haus­meis­ter Krau­se – Ord­nung muss sein“ haben Sie sich end­gül­tig eta­bliert. Aus­ge­strahlt wur­de 1999 bis 2010 auf Sat1, 80 Epi­so­den in acht Staf­feln. Wer außer Ihnen war maß­geb­lich am Schrei­ben beteiligt?

Die Ber­li­ner Tho­mas Platt und Juli­us Grütz­ke – die haben schon für „Wer­ner“ Ideen ent­wi­ckelt. Mei­ne Köl­ner Muse Franz Krau­se (er spen­de­te damals sei­nen Nach­na­men), die ener­ge­ti­schen Münch­ner Timo Schmel­zer und Mar­tin Zelt­ner. Und Pro­du­zent Her­mann Weigel, der zusam­men mit dem unver­gess­li­chen Bernd Eichin­ger (unter ande­rem „Der Name der Rose“, „Der Unter­gang“) auch die­se Pro­duk­ti­on über­nom­men hatte.


Hat der Erfolg der TV-Serie vor allem mit der Beset­zung zu tun, die für eine deut­sche Sit­com äußerst pass­ge­nau aus­ge­wählt wurde?

Ich den­ke schon, denn die Fami­lie von „Die­ter Krau­se“ ist per­fekt: Ich rede von mei­ner Frau „Lis­beth“ (Ire­ne Schwarz), Die­ters Sohn „Tom­mie“ (Axel Stein) und sei­ner Toch­ter „Car­men“ (Jani­ne Kun­ze): Das geht nicht bes­ser. Und auch nicht zu ver­ges­sen mein Kurz­haar­da­ckel Bodo, „dat jute Tier“. Aber auch in ande­ren Rol­len haben die Dar­stel­ler geglänzt: zum Bei­spiel Die­ters Vor­ge­setz­ter „Herr Makiel­ski“ (Jür­gen Ton­kel), der Prä­si­dent des Dackel­club KTC 1881. e.V., meist Mar­tin Stier und natür­lich Die­ter Krau­ses bes­ter Freund: Her­bert Fink, die treue See­le, die von Die­ter scham­los aus­ge­nutzt wird. Herr­lich gespielt von Det­lev Redinger.


Ich fand vor allem die Epi­so­den beson­ders lus­tig, in denen Sie als Haus­meis­ter mit den Hip­pies Rudolf und Gesi­ne (´die ver­dam­mi­ch­ten Mari­hua­na-Rau­cher´) zu tun haben. Haben Sie Lieblingsfolgen?

Ja, da gibt‘s eini­ge, aber wo wir beim The­ma sind: Wenn Die­ter Krau­se „Raz­zia bei de Dro­gen­brü­der“ mit Kampf-Dackel Bodo gemacht hat, dann muss­te ich mich beim Dreh immer schwer beherr­schen, um nicht loszulachen…


Für Ihre Arbeit haben Sie eini­ge Ehrun­gen und Aus­zeich­nun­gen erhal­ten, dar­un­ter den Deut­schen Come­dy­preis. Was bedeu­ten Ihnen die­se Preise?

Ach ja – natür­lich freue ich mich über die Aner­ken­nung… aber für mich zählt ganz über­wie­gend das Publi­kum. Und übri­gens – der Come­dy-Preis: Seit ich vor eini­gen Jah­ren eine Art wokes Stand­ge­richt gegen Luke Mock­ridge ange­grif­fen habe, das wäh­rend der Show pathe­tisch ange­führt wur­de von Maren Kroy­mann und Hazel Brug­ger, die sich ver­an­lasst sahen, mit gewich­ti­gen Anschul­di­gun­gen, dafür aber ohne Bewei­se, dem „Ange­klag­ten“ Luke schlim­men Sexis­mus vor­zu­wer­fen und ihn aus dem Kreis der anstän­di­gen Komi­ker dau­er­haft aus­zu­schlie­ßen. Als ich die­se eil­fer­ti­ge woke „Gerichts­bar­keit“ als Lynch­jus­tiz bezeich­net habe, war Schluss mit lus­tig. Seit­dem wer­de ich nicht mehr ein­ge­la­den, hehehe… 


Haus­meis­ter Krau­se fand auch den Weg auf die Büh­ne. Läuft das Pro­gramm bis heu­te noch?

2022 hat­te das Thea­ter­stück von Dreh­buch­au­tor Franz Krau­se und mir Pre­mie­re in Essen. Und wir sind damit immer noch auf Tour­nee, im Herbst 2026 unter ande­rem in Soest, Hennef und Han­no­ver. Wir hat­ten schon über 500 Auf­füh­run­gen quer durch Deutsch­land. Nach einem inten­si­ven Jahr­zehnt mit Kino und TV fühlt es sich gut an, wie­der auf der Büh­ne zu ste­hen. Das galt zuvor auch schon für das Thea­ter­stück „Din­ner für Spin­ner“ von Autor Fran­cis Weber/​Regisseur René Hein­ers­dorff und die Komö­die „Ket­ten der Lie­be“, die wir auch sel­ber ver­fasst haben – mal wie­der mit Franz Krau­se. Da geht es um einen aus­ge­ras­te­ten Fan, der nicht zu brem­sen ist.


Mit ihrem 2010 gebo­re­nen Sohn Rodri­go haben Sie zusam­men ein Buch geschrie­ben. Um was geht es?

Wir wur­den durch den Klas­si­ker „Max und Moritz“ von Wil­helm Busch inspi­riert. So haben wir „Mats & Murat“ ent­wi­ckelt. Es geht um zwei Fle­gel aus unse­rer Zeit, zwei nichts­nut­zi­ge Kata­stro­phen-Kids und ihre respekt­lo­sen Strei­che. Und das Buch wur­de dann kon­ge­ni­al von Kaha Schroers illustriert.


Nach Hall­stadt kom­men Sie dem­nächst als Solo­künst­ler. Um was geht es in Ihrem Pro­gramm „Vol­le Packung!“?

Ich bin auch hier natür­lich in mei­ner Para­de-Rol­le als „Haus­meis­ter Krau­se“ zu sehen, spie­le aber auch diver­se ande­re Rol­len: Zum Bei­spiel Die­ters Toch­ter Car­men, Sohn Tom­mie – ja klar!, mit kul­ti­ger Pudel­müt­ze und obli­ga­to­ri­schem Aus­puff. Einen hyper-aggres­si­ven Weih­nachts­mann, ein gro­ßes, männ­li­ches Kör­per­teil, das sei­ne eige­ne, neue „Iden­ti­tät“ gefun­den hat…


Im Dezem­ber 2025 sind Sie 68 Jah­re alt gewor­den. Spielt die Ren­ten­pla­nung bereits eine Rol­le für Sie?

Nein, ich mache wei­ter, solan­ge das Publi­kum will. Wenn‘s denen Spaß macht, macht es auch mir Spaß!

Zwi­schen Punk­rock und epi­schen Klanglandschaften

Mat­ze Rossi

Der Schwein­fur­ter Song­wri­ter, Sän­ger und Gitar­rist Mat­ze Ros­si ist heu­te als bekann­ter Solo­künst­ler unter­wegs. Sei­ner umfang­rei­chen Dis­ko­gra­fie fügt er mit der aktu­el­len LP/​CD „Wunder.punkt“ neu­es Mate­ri­al hin­zu. Für ihn das per­sön­lichs­te und reflek­tier­tes­te Werk, das er je gemacht hat. Die dar­auf ent­hal­te­nen 10 Lie­der spre­chen von den Her­aus­for­de­run­gen des Lebens, von der Ver­letz­lich­keit und von den klei­nen und gro­ßen Wun­dern, die uns prä­gen. Selbst­ver­ständ­lich geht er damit auch auf Tour­nee, am 16. Okto­ber ist er im Kul­tur­bo­den in Hall­stadt zu Gast.
Mit wel­cher Musik bist du als Kind/​Jugendlicher auf­ge­wach­sen. Wer hat dich beein­flusst, sel­ber Musik zu machen?

Ich bin mit sehr musik­be­geis­ter­ten Eltern groß gewor­den, bei uns lie­fen die Beat­les, die Stones, Bob Dylan, Jazz, Blues, aber auch Klas­sik. Das hat mir schon früh gezeigt, dass Musik mehr ist als Unter­hal­tung: Sie ist eine Spra­che, die Men­schen ver­bin­det, beru­higt und wach­rüt­telt. Mit 11 oder 12 war mir klar, dass ich selbst Musik machen und mit mei­nen Songs durch Städ­te und Län­der rei­sen möch­te. Damals habe ich auch mei­ne ers­te Band gegründet.


Hast Du pro­fes­sio­nell ein Instru­ment erlernt und ggf. sogar ein Stu­di­um mit Bezug zu Musik absolviert?

Als Kind hat­te ich vier Jah­re Kla­vier- und drei Jah­re Trom­pe­ten­un­ter­richt. Aller­dings hat­ten mei­ne Lehrer*innen nicht die Geduld oder viel­leicht auch nicht die Lust, mir das bei­zu­brin­gen, was ich eigent­lich machen woll­te. Oder ich war zu unge­dul­dig. Des­halb ist das, was ich heu­te spie­le, kom­plett auto­di­dak­tisch und intuitiv.


Wann hast du die Ent­schei­dung getrof­fen, als Songwriter/​Sänger dei­nen Lebens­un­ter­halt zu ver­die­nen? War von Anfang an klar, auf Deutsch zu singen?

2015, nach dem Tod mei­nes guten Freun­des Wauz, Sän­ger der Band Red Tape Para­de. Bei einem Kran­ken­haus­be­such sag­te er mir, dass das Leben zu kurz ist, um sei­ne Lei­den­schaft und Bestim­mung nicht zu leben. Die­se Wor­te beglei­ten mich seit­dem. Ich habe schon immer auf Deutsch geschrie­ben, manch­mal auch auf Eng­lisch. Aber in mei­ner Mut­ter­spra­che kann ich mich am bes­ten aus­drü­cken, auch wenn es mir melo­disch oft leich­ter fällt, auf Eng­lisch zu singen.


Wie kam es, dass aus dei­nem Geburts­na­men Mat­thi­as Nürn­ber­ger der Künst­ler­na­me Mat­ze Ros­si wur­de. Gibt es da irgend­ei­nen Bezug zu „Signor Rossi/​Herr Ros­si sucht das Glück“, der ita­lie­ni­schen Trick­film-Figur von Bru­no Bozzetto?

Ja, abso­lut! „Signor Ros­si“ war eine prä­gen­de Kind­heits­er­in­ne­rung, genau wie ich, immer auf der Suche nach dem Glück. 2000 habe ich bei mei­ner Band Tag­traum einen Song mit dem Titel „Herr Ros­si“ geschrie­ben, und ab da blieb der Name an mir hängen.


Wie wür­dest du kurz dei­ne künst­le­ri­sche Ent­wick­lung zwi­schen der Band Tag­traum, dei­nem Debüt „solo(w) boy, so-low“ bis hin zum neu­en Album skizzieren?

Tag­traum war mein Leben, wir haben in ganz Euro­pa getourt, bis wir merk­ten, dass wir im Punk­rock alles gesagt hat­ten. Ich begann ruhi­ger und akus­ti­scher zu schrei­ben, wäh­rend die ande­ren ihre eige­nen Wege gin­gen. Aber eigent­lich hat sich nicht viel geän­dert: Ich beob­ach­te die Welt, spü­re die Men­schen und schrei­be Songs dar­über. Jeder Tag, an dem ich Musik machen darf, ist für mich ein High­light. Das größ­te Geschenk bleibt, wenn mir Men­schen nach Kon­zer­ten erzäh­len oder in Mails beschrei­ben, was sie durch mei­ne Lie­der erle­ben und was sie für sie bedeuten.


Auf den Band­kon­text hast du nicht durch­gän­gig ver­zich­tet. Mit Gas­ton und Signals To Air­craft gab es Grup­pen, deren Teil du warst. Bis heute?

Gas­ton war ein Ver­such, eine fes­te Back­ing-Band auf­zu­bau­en – finan­zi­ell aber schwer umzu­set­zen. Bei Signals To Air­craft habe ich als Gitar­rist gespielt, was ich sehr genos­sen habe, weil ich mal nicht im Mit­tel­punkt stand. Heu­te gibt es mei­ne „Alt­her­ren-Punk­band“ Bad Drugs, wir haben ein Album drau­ßen („Old Men, Young Blood“), aber wir sind eher eine Pro­be­raum-Band. Mit Ros­si selbst gibt es 2025 ein beson­de­res Band-High­light: Am 29.11. neh­me ich im Audio­lodge-Stu­dio in Schwan­feld mit Publi­kum mein drit­tes Live-Album auf – das ein­zi­ge Kon­zert mit Band.


Um wel­che Inhal­te geht es auf dei­nem neu­en Album „Wunder.punkt“? Pri­mär um rei­ne Unter­hal­tung, eine Art Info­tain­ment oder mehr um eine kri­ti­sche Aus­ein­an­der­set­zung mit Gesell­schaft und Politik

„Wunder.punkt“ ist defi­ni­tiv kein rei­nes Unter­hal­tungs-Album. Die Songs sind wie klei­ne Fens­ter in mei­ne Gedan­ken- und Gefühls­welt. Da geht es um Ver­letz­lich­keit, Zwei­fel, Hoff­nung, Ver­lust, aber auch um die klei­nen und gro­ßen Wun­der, die uns allen begeg­nen. Retro­spek­tiv betrach­tet zieht sich vor allem ein The­ma durch: sich der eige­nen Ver­letz­lich­keit bewusst zu wer­den und dar­aus Kraft zu schöp­fen. Lie­der wie die Sin­gle „Gitar­re Stift Papier“ erzäh­len von mei­nem Weg, mit Musik mei­nen Platz im Leben zu fin­den, „Rot­wein­fla­schen­län­ge“ geht um ech­te Begeg­nun­gen und das Zuhö­ren, „Ich denk so oft an dich“ ist eine sehr per­sön­li­che Erin­ne­rung an mei­nen ver­stor­be­nen Freund Wauz und mit „Weit“ schaue ich fast sehn­süch­tig auf die Mög­lich­keit, dass wir alle die Schön­heit und Wei­te um uns wahr­neh­men und auf­hö­ren uns klein zu machen. Gesell­schaft und Poli­tik spie­len dabei immer indi­rekt mit, weil ich glau­be, dass per­sön­li­che Aus­ein­an­der­set­zung nie los­ge­löst von der Welt um uns her­um ist. Wenn wir über Nähe, Ver­lust, Ehr­lich­keit oder Hoff­nung sin­gen, dann ist das auto­ma­tisch auch ein Kom­men­tar zu unse­rer Zeit.


Wer unter­stützt dich in Sachen Boo­king und Label-Arbeit, oder bist du auch kom­plett selbständig?

Ich kom­me aus dem Punk­rock und DoI­tY­ours­elf ist mei­ne Lebens­de­vi­se. 2004–2015 habe ich alles auf mei­nem eige­nen Label Dancing In The Dark ver­öf­fent­licht. Von 2015 bis 2024 war ich bei End Hits Records, ech­te Lehr­jah­re was das Musik-Busi­ness angeht, zum Glück ist Betrei­ber, Oise Ronsber­ger, schon seit bald 30 Jah­ren ein guter Freund. Seit 2024 mache ich wie­der alles über mein eige­nes Label. Das Boo­king über­nimmt Grand Hotel van Cleef aus Ham­burg. Alles ande­re, Social Media, Patre­on, Manage­ment, mache ich kom­plett selbst. Ich bin sehr froh, dass mich mei­ne Fami­lie, allen vor­an mei­ne Frau, immer tat­kräf­tig unterstützt.


Wie wich­tig ist es dir Vide­os zu dre­hen und/​oder auf Social Media-Kanä­len prä­sent zu sein? Für hohe Reich­wei­ten muss man in der Regel auch ent­spre­chen­de Geld­sum­men einsetzen.

Klar, Social Media ist wich­tig, aber auch ein kapi­ta­lis­tisch getrie­be­nes Spiel mit Algo­rith­men. Ich ver­su­che, mich nicht abhän­gig zu machen. Ich bin über­all prä­sent, aber ohne Druck.


Was kön­nen alte und neue Fans von dei­nem Auf­tritt in Hall­stadt erwarten?

Mei­ne Kon­zer­te sind immer Über­ra­schun­gen, ich spie­le sel­ten nach einer Set-Lis­te. Ich las­se mich vom Publi­kum tra­gen und ent­schei­de spon­tan, wel­cher Song als nächs­tes passt.


Neben dem Künst­ler Mat­ze Ros­si gibt es auch die Pri­vat­per­son. Wie und wobei ent­spannst du abseits der Musik am besten?

Das ist ein flie­ßen­der Über­gang. Des­halb ist es so, dass ich immer zu viel mache und übe mich bewusst im „weni­ger machen“, oder wie mei­ne Kin­der sagen wür­den: im „Chil­len“. Ich lie­be es, mit unse­ren Hun­den im Wald zu sein oder mei­ner Frau bei den Pfer­den zu hel­fen. Da bin ich ein ziem­lich guter „Mis­ter“ und „Pfos­ten-in-die-Erde-Hau­er“.

Vor­le­sun­gen für jun­ge For­sche­rin­nen und Forscher

Anmel­dung zur Bam­ber­ger Kin­der-Uni ab sofort möglich

Bei der Kin­der-Uni an der Uni­ver­si­tät Bam­berg wer­den Schü­le­rin­nen und Schü­ler zu jun­gen For­sche­rin­nen und For­schern. An drei Sams­ta­gen fin­det die­se im Win­ter­se­mes­ter wie­der an der Otto-Fried­rich-Uni­ver­si­tät Bam­berg statt.

War­um ist Tay­lor Swift so erfolg­reich? Was pas­siert durch den Kli­ma­wan­del mit der Umwelt? Und was ver­ra­ten archäo­lo­gi­sche Fun­de über die Kul­tur des Mit­tel­al­ters? Die­se drei The­men­ge­bie­te erfor­schen Nach­wuchs­wis­sen­schaft­le­rin­nen und Nach­wuchs­wis­sen­schaft­ler im Alter von 9 bis 12 Jah­ren im Rah­men der Kin­der-Uni. Sie fin­det im Win­ter­se­mes­ter 2025/​/​26 an drei Sams­ta­gen an der Otto-Fried­rich-Uni­ver­si­tät Bam­berg statt.


Mega-Star Tay­lor Swift – War­um ist sie so erfolgreich?

In der ers­ten Vor­le­sung am Sams­tag, 8. Novem­ber 2025, beschäf­ti­gen sich die jun­gen For­sche­rin­nen und For­scher gemein­sam mit Prof. Dr. Jörn Gla­sen­app vom Lehr­stuhl für Lite­ra­tur und Medi­en mit der Fra­ge, war­um die Sän­ge­rin Tay­lor Swift so erfolg­reich ist. Ist es ihre Stim­me? Sind es ihre Melo­dien? Oder ist es ihr Image? Die­sen Fra­gen gehen sie in der Vor­le­sung gemein­sam mit dem Swift-Exper­ten und Swif­tie Prof. Dr. Jörn Gla­sen­app auf den Grund. Zudem erwar­ten die jun­gen For­schen­den Erkennt­nis­se dar­über, wie die Musik­in­dus­trie funk­tio­niert und was es bedeu­tet, ein Mega-Star zu sein. Die Ver­an­stal­tung fin­det von 11 bis 12 Uhr im Hör­saal U7 /​/​01.05, An der Uni­ver­si­tät 7, statt.


Der Kli­ma­wan­del und wir – Was mit unse­rer Umwelt pas­siert und was wir ändern müssen

Alle reden über den Kli­ma­wan­del. Man­che fin­den Kli­ma­schutz wich­tig und ande­re sagen, das ist über­trie­ben. Aber was steckt eigent­lich dahin­ter? War­um wird es auf der Erde immer wär­mer, und wel­che Fol­gen hat das für Men­schen, Tie­re und Pflan­zen? Prof. Dr. Ras­mus Hoff­mann, Lehr­stuhl für Sozio­lo­gie, ins­be­son­de­re Sozia­le Ungleich­heit, gestal­tet am Sams­tag, 15. Novem­ber 2025, die zwei­te Vor­le­sung der Kin­der-Uni. Gemein­sam wird erforscht, wie die Erd­er­wär­mung ent­steht und was getan wer­den muss, um auch in Zukunft gut auf der Erde und von der Natur leben zu kön­nen. Dabei geht es nicht nur um Umwelt und Kli­ma, son­dern auch um mehr Gerech­tig­keit: Denn rei­che Men­schen scha­den dem Kli­ma viel mehr als Arme, aber lei­den viel weni­ger unter den Fol­gen. In die­ser Vor­le­sung wird gezeigt, wie Armut und Reich­tum mit dem Kli­ma­wan­del zusam­men­hän­gen. Außer­dem wird gemein­sam über­legt, was man selbst gegen den Kli­ma­wan­del tun kann. Die Ver­an­stal­tung fin­det von 11 bis 12 Uhr im Hör­saal U7 /​/​01.05, An der Uni­ver­si­tät 7, statt.


Von Rit­tern und Bam­ber­ger Bür­gern – Was archäo­lo­gi­sche Fun­de über die (Tisch-)Kultur des Mit­tel­al­ters verraten

Die drit­te Vor­le­sung fin­det am Sams­tag, 22. Novem­ber 2025, statt. Brit­ta Zieg­ler vom Lehr­stuhl für Archäo­lo­gie des Mit­tel­al­ters und der Neu­zeit erklärt, was Archäo­lo­gin­nen und Archäo­lo­gen durch Aus­gra­bun­gen alles erfah­ren kön­nen. Wenn bei­spiels­wei­se eine alte Kera­mik­scher­be gefun­den wird, kann die­se Scher­be ver­ra­ten, wie eine Burg ein­ge­rich­tet war oder ob die Bewoh­ne­rin­nen und Bewoh­ner eines Hau­ses arm oder reich waren. Außer­dem geben sol­che Fun­de Aus­kunft dar­über, wel­che Werk­zeu­ge und Tech­ni­ken die Men­schen frü­her bereits kann­ten. Die Nach­wuchs­wis­sen­schaft­le­rin­nen und Nach­wuchs­wis­sen­schaft­ler haben die Mög­lich­keit, 500 Jah­re alte Ori­gi­nal­fun­de ken­nen­zu­ler­nen, den Umgang mit ihnen zu erler­nen und die Geheim­nis­se über das Leben von damals zu erfah­ren. Die Ver­an­stal­tung fin­det zwei Mal statt, von 10 bis 11 Uhr und von 11.30 bis 12.30 Uhr im Raum KR14 /​/​00.06, Am Kra­nen 14. Bei die­ser Vor­le­sung ist die Teil­neh­men­den­zahl auf 20 Kin­der begrenzt.

Seit 2003 prä­sen­tie­ren Wis­sen­schaft­le­rin­nen und Wis­sen­schaft­ler jedes Jahr The­men aus ihren For­schungs­ge­bie­ten in Vor­le­sun­gen, die sie spe­zi­ell für Kin­der hal­ten. Erwach­se­ne Zuhö­re­rin­nen und Zuhö­rer sind des­halb bei den Vor­le­sun­gen nicht zuge­las­sen. Wei­te­re Infor­ma­tio­nen sind unter www.uni-bamberg.de/kinderuni zu fin­den, eben­so die Anmeldemöglichkeit.

Stu­die­ren­de leis­ten Grund­la­gen­ar­beit für künf­ti­ges Museum

Uni­ver­si­tät Bam­berg erschließt Paul Maars Vorlass

Bald soll Paul Maars Werk in einem eige­nen Muse­um in Hall­stadt, dem Geburts­ort sei­ner Mut­ter, gewür­digt wer­den. Ein Team der Uni­ver­si­tät Bam­berg unter­stützt den Auf­bau des Muse­ums. Es inven­ta­ri­sier­te seit Febru­ar 2025 den gesam­ten Vor­lass des Autors und Illus­tra­tors, den die­ser bereits der Stadt Hall­stadt über­ge­ben hat­te, wie die Uni­ver­si­tät Bam­berg mitteilt.

Paul Maar ist einer der bekann­tes­ten Kin­der­buch­au­to­ren im deutsch­spra­chi­gen Raum – und weit dar­über hin­aus. Sei­ne Bücher rund um das „Sams“ sind in über 40 Spra­chen über­setzt. Zuletzt brach­te er auch Lite­ra­tur für Erwach­se­ne her­aus. Bald soll sein Werk in einem eige­nen Muse­um in Hall­stadt, dem Geburts­ort sei­ner Mut­ter, gewür­digt wer­den. Ein Team der Uni­ver­si­tät Bam­berg unter­stützt den Auf­bau des Muse­ums: Es inven­ta­ri­sier­te seit Febru­ar 2025 den gesam­ten Vor­lass des Autors und Illus­tra­tors, den die­ser bereits der Stadt Hall­stadt über­ge­ben hat­te. In den zahl­rei­chen Kis­ten fan­den sie unter ande­rem Bücher, Manu­skrip­te, Fotos, Film­re­qui­si­ten, Sams-Pup­pen, Zeich­nun­gen, Fan­post und per­sön­li­che Noti­zen. Ohne eine sys­te­ma­ti­sche Inven­ta­ri­sie­rung wäre eine musea­le Pla­nung eben­so wie die spä­te­re Bestands-Ver­wal­tung im lau­fen­den Betrieb unmög­lich. Am 31. August 2025 konn­ten sie die Inven­ta­ri­sie­rung dank der erfolg­rei­chen Zusam­men­ar­beit mit der Stadt Hall­stadt und der Lan­des­stel­le für die nicht­staat­li­chen Muse­en in Bay­ern abschließen.


Inven­ta­ri­sie­ren, archi­vie­ren, bewahren

„Ich habe mich sehr gefreut, als ich von der Muse­ums­idee gehört habe. Paul Maar ist ein Aus­hän­ge­schild für unse­re Regi­on – und welt­weit bekannt. Mit sei­nen Büchern hat er die Kind­heit vie­ler Men­schen geprägt“, sagt Prof. Dr. Heid­run Alz­hei­mer, ehe­ma­li­ge Inha­be­rin des Lehr­stuhls für Euro­päi­sche Eth­no­lo­gie an der Uni­ver­si­tät Bam­berg. Sie lei­te­te das Inventarisierungsprojekt.

Die Inven­ta­ri­sie­rung – also die Erfas­sung und Doku­men­ta­ti­on sämt­li­cher Objek­te – ist Grund­vor­aus­set­zung für jedes Muse­um. Sie dient nicht nur der Ord­nung und Archi­vie­rung, son­dern ist auch Basis für spä­te­re Aus­stel­lun­gen, digi­ta­le Anwen­dun­gen, Kon­ser­vie­rung, Scha­dens­do­ku­men­ta­ti­on und Ver­wal­tung. Seit Febru­ar erfass­ten vier Mas­ter­stu­die­ren­de der Euro­päi­schen Eth­no­lo­gie gemein­sam mit Heid­run Alz­hei­mer sämt­li­che Objek­te aus Paul Maars Vor­lass mit­hil­fe einer pro­fes­sio­nel­len Soft­ware. Bis Ende August 2025 haben sie einen Groß­teil der rund 5.000 Stü­cke doku­men­tiert. Nur kur­so­risch erfasst wur­de die Fan­post auf­grund der schie­ren Mas­se an Zuschrif­ten begeis­ter­ter Leser und Lese­rin­nen. Vie­le Schrei­ben sind lie­be­voll illus­triert und zeu­gen von der anhal­ten­den Wir­kung von Maars Werk.


Stu­die­ren­de ler­nen pro­fes­sio­nel­le Museumsarbeit

Dass Stu­die­ren­de an dem Pro­jekt betei­ligt waren, kommt nicht von unge­fähr, son­dern ist eines der Ergeb­nis­se einer vor­aus­schau­en­den Lehr­stra­te­gie: Heid­run Alz­hei­mer erkann­te früh, dass Absol­ven­tin­nen und Absol­ven­ten aus der Euro­päi­schen Eth­no­lo­gie häu­fig das Berufs­feld „Muse­um“ anstre­ben. Um dar­auf im Stu­di­um vor­zu­be­rei­ten, ent­wi­ckel­te sie eigens ein Pra­xis­mo­dul zur Muse­ums­aus­bil­dung, in dem der Umgang mit Samm­lun­gen, kon­ser­va­to­ri­sche Grund­la­gen und digi­ta­le Erfas­sungs­me­tho­den pra­xis­nah ver­mit­telt wer­den. Die Stu­die­ren­den bli­cken in den Kur­sen auch hin­ter die Kulis­sen, etwa bei Besu­chen in den Muse­en Bay­erns. Die Arbeit am Paul-Maar-Vor­lass ist ein Bei­spiel dafür, wie eng aka­de­mi­sche Aus­bil­dung und ange­wand­te Kul­tur­ar­beit zusam­men­spie­len kön­nen: „Die Stu­die­ren­den ler­nen hier Muse­ums­pra­xis im bes­ten Sin­ne – von der Ver­schlag­wor­tung bis zur Erfas­sung kom­ple­xer Objek­te in ver­schie­de­nen Spra­chen, Schrif­ten und media­len For­ma­ten“, so Alz­hei­mer. Eine Inven­tar­num­mer wird nach kon­ser­va­to­ri­schen Stan­dards direkt am Objekt ange­bracht, Ver­wei­se auf ver­wand­te Stü­cke in der Daten­bank mit Hil­fe von Refe­renz­num­mern ergänzt. Das emp­find­li­che Mate­ri­al wird in säu­re­frei­em Sei­den­pa­pier und Spe­zi­al­kar­tons archiviert.

„Ich woll­te schon immer im Muse­ums­be­reich arbei­ten – und durch die­ses Pro­jekt hat sich mein Berufs­wunsch noch ein­mal rich­tig gefes­tigt“, sagt Melis­sa Link, Mas­ter­stu­den­tin der Euro­päi­schen Eth­no­lo­gie. „Beson­ders schön war, dass wir dabei nicht ein­fach nur Objek­te inven­ta­ri­siert haben, son­dern viel über Paul Maar als Mensch erfah­ren konn­ten. Und er selbst war bei Fra­gen ansprech­bar – das war wirk­lich ein High­light.“ Für Link war die Inven­ta­ri­sie­rung nicht nur eine pro­fes­sio­nel­le, son­dern auch eine pri­va­te Berei­che­rung: „Paul Maar hat mich mit sei­ner Krea­ti­vi­tät ange­steckt. Und ich sehe manch all­täg­li­che Din­ge mit ganz ande­ren Augen.“ In ihrer Mas­ter­ar­beit möch­te sie sich nun mit den hand­werk­li­chen und kon­ser­va­to­ri­schen Aspek­ten des Inven­ta­ri­sie­rens beschäf­ti­gen – am Bei­spiel der Paul Maar Samm­lung. Eini­ge Objek­te wird sie auch bio­gra­phisch erforschen.


Bli­cke in das Leben von Paul Maar

Neben den bekann­ten Publi­ka­tio­nen und ihren inter­na­tio­na­len Aus­ga­ben fin­den sich im Vor­lass auch per­sön­li­che Zeug­nis­se: Fotos von Lese­rei­sen und Besu­chen in Goe­the-Insti­tu­ten rund um den Glo­bus, Gra­phi­ken, Brie­fe, hand­schrift­li­che Skiz­zen und Manu­skrip­te und Bücher mit Anmer­kun­gen für Lesun­gen. „Man spürt an vie­len Stel­len, wie eng bio­gra­phi­sche Erfah­run­gen und lite­ra­ri­sche Arbeit bei Paul Maar ver­knüpft sind und vor allem auch, dass Paul Maar viel mehr ist als sei­ne Sams-Bücher“, sagt Alz­hei­mer. So fin­den sich im Vor­lass bei­spiels­wei­se Fotos mit den Jazz­grö­ßen Keith Jar­rett und Jan Gar­ba­rek, für die Maar ein Schall­plat­ten­co­ver gestal­tet hat. Sie waren eine Woche bei Paul und Nele Maar in ihrem dama­li­gen Wohn­ort Gröt­zin­gen zu Besuch.

Beson­ders kurio­ses Mate­ri­al stel­len die Requi­si­ten aus dem zwei­ten Sams-Film von 2003 dar. Sie schlum­mer­ten jah­re­lang in der Gara­ge eines Bam­ber­ger Stadt­füh­rers, der sie nun dem Muse­um über­las­sen hat. Im Film war in der Bam­ber­ger Innen­stadt ein Hun­de­sa­lon ein­ge­rich­tet, daher zäh­len zu den Requi­si­ten so kurio­se Din­ge wie Hundelockenwickler.

Die Eröff­nung des Muse­ums ist in den nächs­ten Jah­ren geplant. Bereits im Okto­ber 2025 fin­det im Kul­tur­bo­den Hall­stadt eine öffent­li­che Ver­an­stal­tung mit Podi­ums­dis­kus­si­on und einer Aus­stel­lung mit Gra­fi­ken von Paul Maar statt. Auch der Künst­ler selbst wird anwe­send sein.

Freund­schaft und gute Gesell­schaft feiern

LaBrass­Ban­da

Mit „Pol­ka Par­ty“ fügen LaBrass­Ban­da ihrer umfang­rei­chen Dis­ko­gra­fie und welt­wei­ten Kar­rie­re ein neu­es, 12 Stü­cke umfas­sen­des Album hin­zu. Seit 2007 über­zeugt die Band, aktu­ell ein Oktett, mit einer ein­zig­ar­ti­gen Mischung aus Brass-Sounds, Volks­mu­sik, Ska, Reg­gae, Jazz, Tech­no und Punk. Am 14. Juni ist sie in Hall­stadt beim Markt­platz-Open Air zu Gast, unter­stützt von Soul­jam und Kel­ler­kom­man­do. Im Vor­feld ihrer dies­jäh­ri­gen Tour­nee durch die DACH-Regi­on spra­chen wir mit dem Band­lea­der Ste­fan Dettl.
Wer außer Dir ist seit der Band­grün­dung 2007 aktu­ell noch Bestand­teil des Oktetts aus Übersee?

Ursprüng­lich sind wir zu fünft gestar­tet und über die Jah­re zum Oktett ange­wach­sen. Als Grü­nungs­mit­glie­der sind noch Manu­el da Coll (Schlag­zeug, Gesang), Manu­el Win­beck (Posau­ne, Gesang) und ich (Trom­pe­te, Gesang) in der heu­ti­gen For­ma­ti­on mit dabei. Und mitt­ler­wei­le sind nicht nur Ober­bay­ern in der Band, son­dern auch ein Öster­rei­cher und ein Oberfranke.


Wie wür­dest du sel­ber nach 18 Jah­ren Band­ge­schich­te euren Sound sti­lis­tisch beschreiben?

Wir defi­nie­ren uns sel­ber als Voll­blut­mu­si­ker und als eine Live-Band. Von der Sti­lis­tik her sind wir nah am Punk anzusiedeln.


Habt ihr es bis heu­te bei­be­hal­ten, bei euren Shows bar­fuß und in Leder­ho­sen aufzutreten?

Ja. Unse­re Auf­trit­te kann man mit Hoch­leis­tungs­sport ver­glei­chen. Bar­fuß hast du einen spe­zi­el­len Kon­takt zur Büh­ne und die Leder­ho­se ist ein­fach unwahr­schein­lich stra­pa­zier­fä­hig. Und die Schu­he wür­den im Tour­bus nach solch schweiß­trei­ben­den Auf­trit­ten
ein­fach nur stinken.


Wel­che musi­ka­li­schen Mei­len­stei­ne wür­dest du aus eurer umfang­rei­chen Dis­ko­gra­fie
von Stu­dio,-, Live,- und Remix-Alben nennen?

„Habe­die­eh­re“, das Debüt aus dem Jahr 2008, auf dem eigent­lich gar kein Hall ver­wen­det wur­de. Das war für unse­ren Blä­ser­sound stil­prä­gend. Bis heute.


Wel­che der unzäh­li­gen Live-Auf­trit­te im In- und Aus­land sind in blei­ben­der Erin­ne­rung geblie­ben, was waren ech­te Highlights?

Zwei Kon­zer­te in Bra­si­li­en, in Rio de Janei­ro und For­ta­le­za im Rah­men unse­rer ers­ten Welt-Tour­nee. Und Auf­trit­te in Kasach­stan, wo wir im letz­ten Jahr waren. Das Land hat uns fas­zi­niert und die Men­schen waren bei unse­ren Shows sehr emo­tio­nal. Wir sind da wirk­lich mit offe­nen Armen emp­fan­gen worden.


2024 gab es bereits mit den drei Sin­gles „goaßn­maß“, „teu­fels­tanz“ und „space
bäda“ einen Vor­ge­schmack auf das neue Album „Pol­ka Par­ty“. Wann, wo und mit wem wur­de es fertiggestellt?

Auch die­ses Album wur­de wie­der von mir pro­du­ziert. Ins­ge­samt haben wir mit den Vor­be­rei­tun­gen, dem Auf­neh­men und dem Mix ein Jahr für die Fer­tig­stel­lung gebraucht. Was die Auf­nah­men angeht, sind wir in Sachen Stu­dio­zeit nicht mehr unter Druck, da wir uns in der Nähe vom Chiem­see in einem Bau­ern­hof ein eige­nes Stu­dio mit taug­li­chem Equip­ment ein­ge­rich­tet haben. Und unse­ren Blä­ser­sound ken­nen wir mitt­ler­wei­le sel­ber am bes­ten. Da pro­ben wir übri­gens auch.


Neben Bewähr­tem betre­tet ihr auf „space bäda“ mit der Zusam­men­ar­beit mit dem
Münch­ner Rap­per Roger Rekless Neu­land, baye­ri­sche Klän­ge fusio­nie­ren mit moder­nem Hip­Hop. Für euch ein gelun­ge­ner
Aus­flug?

Er ist ja der Live-MC von Deich­kind und die­ses Mit­ein­an­der hat mensch­lich und qua­li­ta­tiv super funk­tio­niert. Und Hip­Hop mit Blä­sern hat durch­aus Tra­di­ti­on und wir hat­ten da über­haupt kei­ne Berührungsängste.


Hast du einen Lieb­lings­ti­tel auf dem Album und wenn ja, warum? 

Ja, habe ich. Es ist „ohne schuah“. Ein super Song, der unser Lebens­ge­fühl per­fekt beschreibt.


Die Tex­te und die dazu­ge­hö­ri­ge Musik des neu­en Albums stam­men vor­wie­gend von Dir. Um was dre­hen sich die Stü­cke inhalt­lich. Geht es um rei­nes Enter­tain­ment, eine Art Info­tain­ment oder um eine kla­re Aus­ein­an­der­set­zung mit Gesell­schaft und Politik?

Unse­re Bot­schaft ist klar, es geht um die Gemein­schaft und das Mit­ein­an­der. Nur so funk­tio­niert Musik, die live auf die Büh­ne gebracht wird. Und da soll sich jeder wohl­füh­len und kei­ner aus­ge­grenzt werden.


Was dür­fen die Fans auf der kom­men­den Tour­nee durch Deutsch­land, Öster­reich und die Schweiz in punk­to Aus­stat­tung
(Licht, Effek­te) erwar­ten? Weni­ger ist mehr?

Wir sind in ers­ter Linie bewusst auf unse­re Instru­men­te und unse­re ener­ge­ti­sche Musik
redu­ziert. Das ist das Wich­tigs­te. Und wir kön­nen auch mit einem redu­zier­ten Büh­nen­bild und pas­sen­dem Licht die Musik immer noch gebüh­rend in Sze­ne setzen.


Du hast 2016 mit „Soul­train“ dein drit­tes und bis dato letz­tes Solo­al­bum ver­öf­fent­licht. Wird es noch eine Fort­set­zung
geben?

Also den Abschluss der Solo­ak­ti­vi­tä­ten habe ich noch nicht gefun­den. Mit die­ser Band rocke ich also gele­gent­lich, zuletzt Mit­te März. Ich bin ein­fach ein zu lei­den­schaft­li­cher Musi­ker um da einen Schluss­strich zu ziehen.


Neben dem Künst­ler Ste­fan Dettl gibt es auch den Pri­vat­mann. Hast Du mitt­ler­wei­le Fami­lie? Wie ver­bringst Di dei­ne Frei­zeit, um dich vom Musik­busi­ness zu
erho­len?

Die Musik kommt für mich schon an ers­ter Stel­le. Bei LaBrass­Ban­da bin ich zudem auch im Büro aktiv. Und ich bin Hob­by­land­wirt, da ist auf mei­nem Hof natür­lich immer eini­ges zu tun.


Ab 2010 warst Du auch als Ver­le­ger des baye­ri­schen Kul­tur­ma­ga­zins MUH tätig,
gibt es das noch?

Ja, das gibt es noch und ich bin der Her­aus­ge­ber. Für alle, die sich für Bay­ern inter­es­sie­ren, für baye­ri­sche Kul­tur, Geschich­te, Gau­di und Politik.

Für beson­de­ren ehren­amt­li­chen Einsatz

Hall­stadt: Ver­lei­hung der Ehren­amts­me­dail­len 2024

All­jähr­lich wer­den in Hall­stadt Ehren­amts­me­dail­len ver­lie­hen. Dies­mal ging die Aus­zeich­nung an sechs Bürger:innen der Stadt.

Hall­stadt hat ein intak­tes Ver­eins­le­ben. Etwa 50 Ver­ei­ne sind maß­geb­lich für den Zusam­men­halt in der Gemein­de ver­ant­wort­lich, wie die Stadt aktu­ell mit­teilt. Dar­um zeich­nen Bür­ger­meis­ter Tho­mas Söder und sein Stell­ver­tre­ter Hans-Jür­gen Wich ein­mal im Jahr jene mit Ehren­amts­me­dail­len aus, die sich durch beson­de­ren ehren­amt­li­chen Ein­satz beson­ders her­vor­ge­tan haben. In die­sem Jahr ging die­se Aus­zeich­nung an sechs Bürger:innen.

Ehren­amts­me­dail­len gin­gen an

Ob im Frau­en­kreis in der Kir­che oder der „Run­de der Alten“ beim SV Dörf­leins – Ger­lin­de Nickel hilft ger­ne und macht dar­aus kein gro­ßes Auf­se­hen. Über Jahr­zehn­te hin­weg wirk­te sie bei der Haus­samm­lung des Dia­ko­ni­schen Werks mit. Heu­te noch orga­ni­siert sie den Brunch für das Team des Früh­stücks­treffs der evan­ge­li­schen Kir­chen­ge­mein­de und unter­stützt beim Auf­bau und Schmü­cken der Weih­nachts­krip­pe in der Johan­nes­kir­che. Sowohl bei der Johan­nes­kirch­weih in Hall­stadt als auch bei der Kirch­weih in Dörf­leins ist auf Ger­lin­de Nickel schon immer Ver­lass gewesen.

Bea­te Schmitt, Toch­ter von Ger­lin­de Nickel, unter­stützt ihre Mut­ter dabei tat­kräf­tig. Doch weit mehr noch als in der Johan­nes­kir­che, ist sie beim SV Dörf­leins enga­giert. Seit mehr als 30 Jah­ren putzt, kocht und orga­ni­siert sie im Sport­heim bei Fei­er­lich­kei­ten und ande­ren Ver­an­stal­tun­gen. Die Tri­kot­wä­sche der Fuß­bal­ler bedeu­tet einen erheb­li­chen Zeit­auf­wand, den sie ger­ne auf sich nimmt. Wie ihre Mut­ter auch, bleibt Bea­te Schmitt bei all die­sen Tätig­kei­ten stets im Hintergrund.

Eine wei­te­re Ehren­amts­me­dail­le geht an Eri­ka Lang. Seit ist vie­len Jah­ren ehren­amt­lich in der evan­ge­li­schen Johan­nes­ge­mein­de aktiv. Dabei wirkt sie an einer Viel­zahl unter­schied­li­cher Auf­ga­ben mit. Regel­mä­ßig sorgt sie dafür, dass der Früh­stücks­treff und der Brunch am Sonn­tag nach dem Got­tes­dienst im evan­ge­li­schen Gemein­de­heim statt­fin­den kön­nen. Und auch an ande­rer Stel­le bemüht sie sich dar­um, dass das Gemein­de­le­ben erhal­ten bleibt. So teilt sie den Gemein­de­brief aus, unter­stützt beim Krip­pen­auf­bau und der Johan­nes­kirch­weih, packt bei der jähr­li­chen Auf­räum­ak­ti­on im Früh­jahr tat­kräf­tig mit an und backt Kuchen, wann immer Kuchen gebraucht wird.

Ehren­amts­me­dail­len gin­gen an – Teil 2

Als Musi­ke­rin ist Bir­git Hit­tin­ger dem Musik­ver­ein Hall­stadt seit inzwi­schen 44 Jah­ren treu. Anfangs als Posau­nis­tin, erlern­te sie spä­ter wei­te­re Instru­men­te wie Tenor­horn, Bari­ton und Tuba. 1997 leg­te sie einen Aus­bil­der­lehr­gang ab, seit­dem ist sie Aus­bil­de­rin im Ver­ein. Unzäh­li­gen Schüler:innen hat sie in den ver­gan­ge­nen 27 Jah­ren die Freu­de an der Musik ver­mit­telt. Auch in der Vor­stand­schaft des Musik­ver­eins half sie tat­kräf­tig mit. Im Mai 2000 erhielt sie die Ehren­na­del in Sil­ber des Nord­baye­ri­schen Musik­bun­des, 2005 die Ehren­na­del in Sil­ber der Bun­des­ver­ei­ni­gung Deut­scher Musikverbände.

Erwin Mor­gen­roth ist Unter­stüt­zer und Mit­glied zahl­rei­cher Ver­ei­ne und Grup­pen. So zählt er zu den Grün­dungs­mit­glie­dern des Musik­ver­eins Hall­stadt, für den er 24 Jah­re als Kas­sie­rer und 19 Jah­re in der erwei­ter­ten Vor­stand­schaft tätig war. Er über­nahm dabei ins­be­son­de­re die Orga­ni­sa­ti­on von Musik­fes­ten und dem Mühl­bau­ern­fest. Auch im Anna­ka­pel­len-Ver­ein ist er Grün­dungs­mit­glied. In der Grup­pe „Mit­ein­an­der – Für­ein­an­der“ beglei­tet er ehren­amt­lich Behin­der­te zum Ein­kau­fen und zum Arzt, fast 20 Jah­re lang brach­te er Lebens­mit­tel von der Bam­ber­ger Tafel zu Bedürftigen.

Seit Juli 1980 ist Die­ter Ramer Mit­glied der Krie­ger- und Sol­da­ten­ka­me­rad­schaft Dörf­leins, in der er 1987 das Amt des Kas­sie­rers über­nom­men hat. Bis heu­te übt er die­se Tätig­keit pflicht­be­wusst und zuver­läs­sig im Ehren­amt aus. Zugleich ist er in den katho­li­schen Kir­chen­ge­mein­den von Hall­stadt und Dörf­leins regel­mä­ßig als Mes­ner, Lek­tor oder Kom­mu­ni­on­hel­fer tätig. Jüngst küm­mer­te er sich um die Gestal­tung und Durch­füh­rung des Fest­got­tes­diens­tes anläss­lich des Jubi­lä­ums „75 Jah­re SV Dörf­leins, 1200 Jah­re Dörf­leins“.

Hall­stadt

Kul­tur­bo­den-Pro­gramm: Cover­bands, Kaba­rett, Songwriter

Letz­te Woche hat der Kul­tur­bo­den Hall­stadt sein neu­es Pro­gramm vor­ge­stellt. In der Spiel­zeit 2024 /​/​2025 tre­ten Cover­bands, Kaba­rett-Acts und ver­schie­de­ne Song­wri­ter auf.

Das Pro­gramm im Kul­tur­bo­den Hall­stadt, das bereits seit der Eröff­nung des Ver­an­stal­tungs­hau­ses im Herbst 2015 über die Gren­zen Ober­fran­kens hin­aus bekannt ist, bie­tet auch in die­ser Spiel­zeit eine viel­tei­li­ge Lis­te an regio­na­len und über­re­gio­na­len Künstler:innen. Vor allem Tri­bu­te- und Cover­bands sowie Kaba­rett­ver­an­stal­tun­gen und Song­wri­ter-Kon­zer­te wer­den in den nächs­ten Mona­ten nach Hall­stadt kommen.

So tre­ten im Okto­ber etwa die ABBA-Tri­bu­te-Band BABA Explo­si­on, UDOMAT und die Panik­ge­nos­sen – Deutsch­lands größ­te Udo Lin­den­berg Tri­bu­te Band, The John­ny Cash Show von The Cash­bags und Wei­ter­sa­gen singt Wes­tern­ha­gen auf.

Im Novem­ber steht „The Music of QUEEN“ an, die Red Hot Chil­li Pipers, ReCart­ney, eine Beat­les-Cover-Band, und die Tote-Hosen-Tri­bu­te-Band Opi­um fürs Volk.

Den Dezem­ber eröff­nen Marley’s Ghost, gefolgt von den Ulti­ma­te Eagles und Street Fight­ing Men, einer Rol­ling-Stones-Tri­bu­te-Band. Kurz vor Weih­nach­ten spie­len Viva La Vida Cold­play-Lie­der ehe Kil­mis­ter mit einem Tri­but an Motör­head das Jahr abschließen.

Kaba­rett und Songwriter

Aber auch Kaba­rett steht auf dem Pro­gramm des Kul­tur­bo­dens. Im Okto­ber eröff­nen Micha­el Altin­ger, Frie­de­mann Wei­se, Hel­mut Schleich, Julia Als­hei­mer, Sekt and the City und Mar­kus Lan­ger. Im Novem­ber fol­gen die Kay Ray Show, Ing­mar Sta­del­mann, Wigald Boning und Bern­hard Hoë­cker, Andre­as Rebers und Lisa Fitz.

Den Dezem­ber bestrei­ten Night­Wa­sh, Wolf­gang Krebs, Egers­dör­fer und Fils­ner, Vogel­may­er und Gery Ger­spit­zer, Fas­ten­pre­di­ger Wolf­gang Reich­mann und Hanu­ta Gonzales.

Musi­ka­lisch wird es erneut, wenn etwa Mar­tin Käl­be­rer, Pam Pam Ida, Wer­ner Schmid­bau­er oder Simon und Jan in Hall­stadt spie­len. Pip­po Pol­li­na tritt im Novem­ber auf, genau wie Andre­as Küm­mert und Band.

Wei­te­re Infor­ma­tio­nen zum Pro­gramm, auch im Jahr 2025, hat der Kul­tur­bo­den online hin­ter­legt.

Bil­dung und Pflege

Cari­tas und Dia­ko­nie bau­en Pfle­ge­schu­le in Hallstadt

Der Fach­kräf­te­man­gel macht sich vor allem in der Pfle­ge bemerk­bar. Um dem ent­ge­gen­zu­wir­ken, haben die Cari­tas und Dia­ko­nie Bam­berg vor, in Hall­stadt die Pfle­ge­schu­le Dr. Sel­ma Graf zu errich­ten. Ent­ste­hen soll die Ein­rich­tung auf dem Gelän­de des eben­falls neu ent­ste­hen­den Dr. Pfle­ger Cam­pus, Spa­ten­stich soll in zwei Jah­ren sein.

Jetzt ist der neue Stand­ort der Pfle­ge­schu­le Dr. Sel­ma Graf laut einer Mit­tei­lung der Bam­ber­ger Cari­tas, offi­zi­ell. Sie wird Teil des in Hall­stadt neu ent­ste­hen­den Dr. Pfle­ger Cam­pus. Dr. Sel­ma Graf war zu Zei­ten des Natio­nal­so­zia­lis­mus Frau­en­ärz­tin in Bam­berg. Sie wur­de 1938 wegen des Vor­wurfs der gewerbs­mä­ßi­gen Abtrei­bung ver­haf­tet und starb spä­ter im KZ Auschwitz.

Aktu­ell ist die Öku­me­ni­sche Berufs­fach­schu­le für Pfle­ge und Pfle­ge­hil­fe, die der Cari­tas­ver­band für die Erz­diö­ze­se Bam­berg und die Dia­ko­nie Bam­berg-Forch­heim zu glei­chen Tei­len als Gesell­schaf­ter ver­ant­wor­ten, im Hain unter­ge­bracht, teil­wei­se in Con­tai­nern. „Wir freu­en uns sehr, dass wir mit dem neu­en Stand­ort Schü­le­rin­nen und Schü­lern ein attrak­ti­ves Lern­um­feld bie­ten kön­nen“, so Schul­lei­te­rin Ulri­ke Sänger.

Ent­ste­hen wird der Schul­neu­bau auf dem Grund­stück des ehe­ma­li­gen Unter­neh­mens­sit­zes der Dr. Pfle­ger Arz­nei­mit­tel GmbH in der Emil-Kem­mer-Stra­ße. „Ich möch­te mich bei der Dok­tor Robert Pfle­ger Stif­tung und der Dr. Pfle­ger Arz­nei­mit­tel GmbH ganz herz­lich bedan­ken“, sag­te Micha­el End­res, Diö­ze­san-Cari­tas­di­rek­tor. „Durch ihre Bereit­schaft, ihr Grund­stück für die­ses drin­gend benö­tig­te Pfle­ge­schul­pro­jekt bereit­zu­stel­len, schaf­fen sie über­haupt erst die Vor­aus­set­zung dafür, dass wir jetzt den Pro­jekt­start ver­kün­den können.“

Dem Fach­kräf­te­man­gel entgegenwirken

Drin­gend benö­tigt wer­den die ange­hen­den Pfle­ge­fach­per­so­nen bereits heu­te. Der Fach­kräf­te­man­gel im Pfle­ge­be­reich ist spür­bar. Laut Pro­gno­sen wird der Bedarf an aus­ge­bil­de­ten Pfle­ge­per­so­nen mit dem zuneh­men­den Durch­schnitts­al­ter der Bevöl­ke­rung zudem wei­ter anstei­gen. „Umso mehr freut es uns, dass unse­re gemein­sa­me Pfle­ge­schu­le Dr. Sel­ma Graf wächst“, so Nor­bert Kern, Vor­stands­vor­sit­zen­der der Dia­ko­nie Bam­berg-Forch­heim. Ziel sei es, dass pro Schul­jahr ins­ge­samt drei Klas­sen mit jeweils bis zu 30 Aus­zu­bil­den­den ihren Abschluss erreichen.

Ein nicht gerin­ger Anteil der Schüler:innen stammt aktu­ell bereits aus dem Aus­land. „Hier benö­ti­gen wir inno­va­ti­ve Schul­kon­zep­te, um eine gute Inte­gra­ti­on nicht nur in die Arbeits­welt, son­dern auch in unse­re Gesell­schaft zu errei­chen“, sagt Karl-Heinz Seib, Geschäfts­füh­rer der Pfle­ge­schu­le Dr. Sel­ma Graf. Mit einem Kon­zept von selbst­ver­ant­wort­li­chem Ler­nen, Deutsch­kur­sen oder dem Enga­ge­ment der Schu­le als „Schu­le ohne Ras­sis­mus – Schu­le mit Cou­ra­ge“ möch­te das Team der Schu­le die­sen Anspruch schon jetzt ver­wirk­li­chen. Auch im Neu­bau soll etwa eine offe­ne Raum­ge­stal­tung die­se päd­ago­gi­schen Ansät­ze unterstützen.

Ein Cam­pus für Viel­falt und Bildung

„Unse­re Inte­gra­ti­on in den Dr. Pfle­ger Cam­pus eröff­net uns hier vie­le wei­te­re Mög­lich­kei­ten, unse­re Viel­falt und unse­re Offen­heit als Pfle­ge­schu­le zu leben und auch für ande­re erleb­bar zu machen“, so Ulri­ke Sän­ger. Der neue Bil­dungs-Cam­pus in Hall­stadt umfasst zukünf­tig eine Drei­fach­turn­hal­le und die Bil­dungs­ein­rich­tun­gen von Montesso­ri e.V. „Mit dem Dr. Pfle­ger Cam­pus schaf­fen wir einen Ort, der Bil­dung und Pfle­ge, der sowohl für Hall­stadt als auch für die gesam­te Regi­on von gro­ßer Bedeu­tung sein wird“, sagt Ralf Will, Geschäfts­füh­rer der Dr. Pfle­ger Arz­nei­mit­tel GmbH.

„Die Öffent­lich­keit wird erheb­lich von dem Cam­pus pro­fi­tie­ren: Es ent­ste­hen Ange­bo­te für Schu­len, die Siche­rung der Pfle­ge­fach­kraft­aus­bil­dung für die Regi­on sowie eine Drei­fach­turn­hal­le für Hall­stadt und den Land­kreis“, fasst Tho­mas Söder, 1. Bür­ger­meis­ter der Gemein­de Hall­stadt zusammen.

Die Inves­ti­tio­nen der Betei­lig­ten sind dabei nicht uner­heb­lich. Der Neu­bau der Pfle­ge­schu­le allein soll vor­aus­sicht­lich 18,3 Mil­lio­nen Euro kos­ten. Unter­stützt wer­den die bei­den Gesell­schaf­ter bei der Finan­zie­rung durch die Regie­rung von Ober­fran­ken, die Ober­fran­ken­stif­tung sowie die Dok­tor Robert Pfle­ger Stiftung.

Der Spa­ten­stich für den beson­de­ren Bil­dungs-Cam­pus ist für 2026 geplant, die Fer­tig­stel­lung für 2028.

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