Hallstadt
Erster Spatenstich des Cleantech Innovation Parks
Die Gesellschafter der Cleantech Innovation Park GmbH haben in Hallstadt den ersten Spatenstich des künftigen Innovationszentrums am ehemaligen Michelin-Produktionsstandort unternommen. Dort soll bald an Mobilitätskonzepten, Antriebssystemen und grünen Technologien geforscht werden. Baubeginn für das Innovationszentrum soll Ende August sein, sobald die Abbrucharbeiten abgeschlossen sind.
Der Cleantech Innovation Park in Hallstadt soll Unternehmen, Hochschulen und Forschungseinrichtungen ein Umfeld bieten, sich zu vernetzen und an Zukunftstechnologien zu forschen. Im Mittelpunkt der Forschungsaktivitäten stehen die Themen Clean Energy, nachhaltige und ressourceneffiziente Produktion, künstliche Intelligenz und Digitalisierung und lebenslanges Lernen.
Rund 20 Millionen Euro sollen in das etwa 8.000 Quadratmeter große Bauprojekt Cleantech Innovation Park fließen, dessen Grundstein am 7. Juni auf dem ehemaligen Gelände des Michelinwerks in Hallstadt gelegt wurde. Die Finanzierung werden die drei Gesellschafter Michelin, die Stadt Hallstadt und der Bamberger Landkreis tragen. Ende 2023 soll das Innovationszentrum den Betrieb aufnehmen.
„Wir sind sehr froh, dass der Cleantech Innovation Park jetzt Formen annimmt“, sagte Peter Keller, Geschäftsführer der Cleantech Innovation Park GmbH. „Erste Projekte aus den Bereichen KI und Digitalisierung, E‑Mobilität, Ressourceneffizienz und Maschinenbau sind in Vorbereitung. Auch das Thema Wasserstoff beziehen wir, von den Fertigungsprozessen von Brennstoffzellen bis zur Schaffung einer Fortbildungsinfrastruktur, umfangreich mit ein. So können wir mit der Fertigstellung des Gebäudes auch die ersten Projektpartner begrüßen.“
Zu den großen Treibern künftiger Verbundprojekte mit Praxisnähe zählen unter anderem verschiedene Fraunhofer-Institute und die Universitäten Bamberg, Bayreuth und Nürnberg-Erlangen.
Hallstadt, der Landkreis Bamberg und Bayern versprechen sich von diesem Innovationszentrum für Unternehmen unterschiedlicher Größe, Hochschulen, Forschungseinrichtungen und Start-ups eine Stärkung der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit der gesamten Region. Denn die nordbayerische Automobil- und Zuliefererindustrie steht vor großen strukturellen Herausforderungen. Deshalb soll der Cleantech Innovation Park eine Keimzelle grüner Zukunftstechnologien werden.
„Wir sehen den Cleantech Innovation Park als neutrale Innovationsplattform“, sagte Prof. Dr. Ing. Frank Döpper von der Universität Bayreuth, „sowie als Leuchtturmprojekt und Innovationsmotor für die Region und darüber hinaus. Er schafft Vernetzungsstrukturen zwischen Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft“,
Erste Projekte festgelegt
Das Innovationszentrum ist der eigentliche Ort für Forschungs- und Entwicklungsprojekte von Unternehmen und Hochschulen. Sechs Werkhallen bieten Raum, um Zukunftstechnologien zu entwickeln und marktfähig zu machen. Dabei liegt dem Innovationszentrum ein nutzerorientiertes Konzept zugrunde. Das bedeutet, dass sich die Art der Nutzung danach richtet, was die Verbundpartner dort entwickeln und erforschen wollen.
Prof. Dr.-Ing. Jörk Franke von der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg sagte bei der Grundsteinlegung: „Für Großprojekte mit Unternehmen benötigen wir Werkhallen und Labore in entsprechender Größe und Ausstattung. Hierfür bietet der Cleantech Innovation Park die perfekte infrastrukturelle Voraussetzung.“
Auch Prof. Dr. Ute Schmid von Angewandten Informatik der Universität Bamberg und Leiterin einer Fraunhofer Projektgruppe möchte den Standort als Plattform nutzen. „Der Cleantech Innovation Park bietet eine hervorragende Möglichkeit zum Wissenstransfer zwischen Hochschulen und Unternehmen. Die Universität Bamberg bringt sich hier insbesondere mit interdisziplinären Projekten im Bereich Künstliche Intelligenz und Vermittlung von Digitalisierungskompetenzen ein, um für Unternehmen der Region digitale, intelligente und nachhaltige Produktion erlebbar, verständlich und anwendbar zu machen.“
Aktuell sind einige potenzielle Projekte in der Ausschreibung. „Wir sind sehr zuversichtlich, dass aufgrund unseres Schwerpunkts der grünen Zukunftstechnologien viele Akteure aus unterschiedlichen Bereichen den Weg nach Hallstadt finden werden“, sagte Geschäftsführer Peter Keller.
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Revitalisierung des ehemaligen Michelin-Standorts
Startschuss für den Cleantech Innovation Park
Der Cleantech Innovation Park in Hallstadt nimmt konkrete Formen an. Der Reifenhersteller Michelin, die Stadt Hallstadt und der Landkreis Bamberg haben den Gesellschaftsvertrag zur Revitalisierung des ehemaligen Michelin-Standorts Hallstadt unterzeichnet.
Mit der Unterzeichnung des Gesellschaftsvertrags wurde die Zusammenarbeit bei der Revitalisierung des ehemaligen Produktionsstandortes des Reifenherstellers nun auch formell besiegelt.
Zum Geschäftsführer der neu gegründeten Cleantech Innovation Park GmbH wurde Peter Keller ernannt. Keller war seit 30 Jahren in verschiedenen Funktionen bei Michelin tätig und begleitet den Trans-formations- und Revitalisierungsprozess für Michelin seit der Ankündigung der Werkschließung 2019. Die Gesellschafter der Cleantech Innovation Park GmbH in Hallstadt sind Michelin, die Stadt Hallstadt, vertreten durch Bürgermeister Thomas Söder, und der Landkreis, vertreten durch Landrat Johann Kalb. Für Michelin unterzeichneten Christian Metzger, derzeitiger Direktor des Werkes, und Christoph Nossol, Prokurist der Michelin-Reifenwerke.
Keimzelle für grüne Zukunftstechnologien
„Die Unterzeichnung des Gesellschaftsvertrags erfolgt auf den Tag genau ein Jahr, nachdem in Hallstadt der letzte Michelin-Reifen vom Band gelaufen ist“, sagt Christian Metzger. „Das ist ein sehr kurzer Zeitraum, wenn man bedenkt, was ein solcher Transformationsprozess mit sich bringt und wie viel Überzeugungsarbeit nötig ist. Nach 50 Jahren Michelin schlagen wir nun ein neues Kapitel für Region und Stadt auf. Ein Kapitel, in dem Innovationskraft, Nachhaltigkeit und die Schaffenskraft der Menschen hier die Hauptrolle spielen. Damit stärken wir langfristig die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit der gesamten Region.“
Mit dem Cleantech Innovation Park soll in Hallstadt ein leistungsfähiges Innovationszentrum für große und kleine Unternehmen, Hochschulen, Forschungseinrichtungen und Start-ups entstehen, um gemeinsam und praxisnah an Mobilitätskonzepten, Antriebssystemen und grünen Spitzentechnologien der Zukunft zu arbeiten. Ziel ist eine Keimzelle für grüne Zukunftstechnologien, die den Transformationsprozess der nordbayerischen Automobilindustrie und die Weiterentwicklung in Richtung einer nachhaltigen Mobilität fördern sollen. „Das sind genau die Felder, die wir zusammen mit der Stadt, dem Landkreis und weiteren Gesprächspartnern identifiziert haben. Wir möchten Wissenschaft und Wirtschaft noch stärker vernetzen“, sagt Peter Keller.
Ein Projekt mit Strahlkraft für die ganze Region
„Der Cleantech Innovation Park ist für unsere Region eine große Chance. Hier bringen wir Wirtschaft und Wissenschaft zusammen, gestalten den laufenden Transformationsprozess der Automobilbranche aktiv mit und schaffen Arbeitsplätze. Eine nachhaltige Ökologie stellen wir klar in den Fokus des wegweisenden Zukunftsprojektes. Zusammen mit unseren Partnern wird es uns gelingen, dieses Jahrhundert-projekt für unsere Stadt zum Erfolg werden zu lassen“, so Hallstadts Bürgermeister Thomas Söder.
„Das ist ein großer Wurf für die gesamte Region. Ich freue mich sehr, dass der Kreistag mit großer Mehrheit ‚Ja‘ gesagt hat zu diesem Dreierbündnis, mit dem der Landkreis Bamberg, Michelin und die Stadt Hallstadt ein Innovations-Ökosystem schaffen werden.“ So ordnete Landrat Johann Kalb „eine der wichtigsten Entscheidungen des Kreistages zu Bamberg in dieser Wahlperiode“ ein. „Die neue Cleantech Innovation Park GmbH wird durch die Zusammenarbeit von Wirtschaft und Wissenschaft zum Motor der Transformation der Autozulieferindustrie in der Region Bamberg werden. Unser Ziel ist es, Arbeitsplätze der Zukunft hier bei uns zu sichern: ein wichtiger, richtiger, ein mutiger Schritt!“
Als „entscheidenden Beitrag zur zukunftsfähigen Weiterentwicklung der Region Bamberg“ bezeichnete Staatsministerin Melanie Huml die Gesellschaftsgründung. „Ich danke den drei Vertragspartnern für Ihr Engagement und wünsche uns allen, dass der Cleantech Innovation Park ein durchschlagender Erfolg wird. Der Grundstein für ein Leuchtturmprojekt mit enormer Strahlkraft ist gelegt. Die endgültige Realisierung wird zwar noch ein gemeinschaftlicher Kraftakt, doch bin ich zuversichtlich, dass er uns gelingt. In enger Zusammenarbeit mit der Betreibergesellschaft werde ich mich weiter mit Nachdruck für den Cleantech Innovation Park einsetzen“, betont Huml.
Planung und der Baustart eines Innovationszentrums
Die nächsten Schritte auf dem Gelände der Cleantech Innovation Park GmbH sind der Rückbau von Bestandsgebäuden im ersten Halbjahr 2022 sowie die gleichzeitige Planung und der Baustart eines Innovationszentrums. Die ersten Unternehmen und Forschungsprojekte sollen sich in der ersten Jahreshälfte 2023 auf dem Gelände ansiedeln und in gemeinsamen Projekten ihre Arbeit aufnehmen.
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Bis zu 20 Millionen Förderung für Innovationsprojekte auf ehemaligem Michelin-Gelände
Aiwanger: “Cleantech-Park soll Vorbild für die industrielle Transformation werden”
Die Pläne, auf dem Gelände des ehemaligen Michelin-Reifenwerks einen Cleantech-Park mit zukunftsfesten Arbeitsplätzen zu errichten, erreichen ein neues Stadium. „Ich sehe, dass alle Partner an einem Strang ziehen und konkrete Planungen anstoßen. Die Erfolgsaussichten sind vielversprechend und wir rechnen damit, die Projekte noch stärker fördern zu können“, erklärte Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger am Montag bei einem Besuch in der Region.
„Im Zuge der Hightech Agenda Bayern plus und anderen Fördertöpfen schnüren wir ein Gesamtpaket von bis zu 20 Millionen Euro, um den Cleantech-Park gemeinsam mit allen Partnern anzuschieben. Ich rechne fest damit, dass weitere Finanzierungspartner gefunden werden. So kann hier vorbildhaft gezeigt werden, wie der industriel-le Transformationsprozess gelingt“, sagte der Staatsminister.
Landrat Johann Kalb freute sich sehr, „dass sich unser Stellvertretender Ministerpräsident, Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger, persönlich für dieses Projekt einsetzt. Wir erleben einen existentiellen Transformationsprozess in der Automobilindustrie. Der CleanTech-Innovation-Park ist dabei für unsere Region ein Schlüssel, diesen Prozess zukunftssicher gestalten zu können. Politik, Unternehmen und Wissenschaft arbeiten sehr intensiv und mit großem Gestaltungswillen an einem gemeinsamen Konzept. Wir sind bereit, erhebliche Investitionen zu tätigen. Ohne eine maßgebliche finanzielle Förderung durch den Freistaat Bayern können wir die Mammutaufgabe aber nicht bewältigen. Deshalb bedanke ich mich schon jetzt sehr herzlich für die Unterstützung.“
Wie Christian Metzger, Michelin-Werkleiter, erklärte, musste das Unternehmen nach fast 50 Jahren die Produktion im Reifenwerk einstellen: „Ein einschneidendes Ereignis für unsere Mitarbeiter, aber auch für die Region. Also haben wir umgedacht – aus der Not wollen wir eine Tugend machen. Auf dem Gelände wollen wir jetzt gemeinsam mit Partnern eine Keim-zelle für grüne Mobilität und Innovation entstehen lassen: einen Cleantech Innovation Park. Wir wollen so ein Leuchtturmprojekt für den Transformationsprozess der deutschen Auto-branche sein und damit die Region stärken und neue Arbeitsplätze schaffen.“
Konkret soll die regionale Wirtschaft mit einem Gesamtprojekt mit bis zu 20 Millionen Euro gefördert werden. Bereits genehmigt sind der Technologietransfermanager von Bayern Innovativ, die Förderung des Energienutzungsplans für das KWK-Kraftwerk auf dem Michelin-Gelände sowie Verbundprojekte in der Region und die Sonderförderung Transformationsprozesse im Regionalmanagement.
Hallstadt setzt auf die Nähe zur Universität Bamberg und den Innovationswillen der Industrie, um sich für die Zukunft aufzustellen. „Um Innovationen voranzubringen, wird es immer wich-tiger, über den Rand des eigenen Unternehmens zu blicken. Hier vor Ort sollen deshalb Forschung und Wirtschaft Hand in Hand die Innovationen der Zukunft gestalten: Die Partner können hier Prototypen bauen und diese zur Marktreife entwickeln“, erklärte Peter Keller, Michelin-Projektleiter.
Staatsministerin Melanie Huml betonte die Bedeutung für die Region: „Bei uns in der Region Bamberg sind viele Tausend Arbeitsplätze direkt oder indirekt vom Transformationsprozess der Automobilbranche betroffen. Vom kleinen Handwerksbetrieb bis hin zum „Global Player“ – die gesamte Zulieferer-Branche muss sich neue Geschäftsfelder erschließen. Wenn wir den Transformationsprozess erfolgreich bewältigen wollen, dann ist eines ganz besonders wichtig: Wir müssen den Weg gemeinsam mit den Beschäftigten gehen. Deshalb nimmt das Schwerpunktfeld ‚lebenslanges Lernen‘ eine zentrale Rolle ein.“
Auch für Bürgermeister Thomas Söder stehen die Arbeitsplätze im Mittelpunkt: „Gemeinsam mit dem Wirtschaftsministerium können wir mit unserem innovativen Konzept dauerhaft Arbeitsplätze schaffen und signifikant Vorteile für alle Berufsgruppen – vom Handwerker bis zum Akademiker – bieten. Wir sind der Staatsregierung für ihre Unterstützung bei diesem wegweisenden Projekt dankbar. Nun geht es darum, die Deckungslücke in der Finanzierung zu schließen. Der Cleantech Innovation Park wird auf dem Gelände an der Michelinstraße als kleiner Campus erlebbar sein, auf dem auch eine nachhaltige Ökologie im Fokus steht. Eine parkähnliche Struktur wird zusammen mit einer durchdachten Begrünung die Aufenthaltsqualität für alle Mitarbeiter sowie Bürgerinnen und Bürger steigern.“
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Initiative von Sozialreferent Glüsenkamp und BRK
„Lollitests“ für Kleinkinder am Paradiesweg
Der BRK-Kreisverband bietet seit Dienstag dieser Woche am Testzentrum Paradiesweg regelmäßig so genannte Lollitests für Kinder unter sechs Jahren an. Dabei können die Tests ohne großen Aufwand im vorderen Mundraum durchgeführt werden.
Bei seinem gestrigen Besuch lobte Bürgermeister Jonas Glüsenkamp die schnelle Umsetzung der Idee durch den BRK-Kreisverband: „Ich habe mit einigen Akteuren über ein zusätzliches Testangebot für kleine Kinder gesprochen. Es gab einige Bedenken, aber das Rote Kreuz hat zugeschlagen und ein Angebot unterbreitet. Das Testangebot für Familien ist ein wichtiges Zusatzangebot in der Stadt.“
„Kinder sind offen und unbefangen“
„Ohne Ehrenamt wäre ein solches Engagement nicht möglich“, stellte Klaus Otto, Kreisgeschäftsführer des Kreisverbandes, fest. Während der Pandemie seien bisher 11.000 zusätzliche Ehrenamtsstunden angefallen. Otto dankte seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihren Einsatz und Bürgermeister Glüsenkamp für die unkomplizierte Bearbeitung des neuen BRK-Angebots. Christoph Treubel vom BRK hat bereits erste Erfahrungen sammeln können: „Die Kinder sind offen und unbefangen, was die Tests anbetrifft. Die Eltern sind erleichtert darüber, dass es zusätzlich zu den kinderärztlichen Testungen nun ein weiteres verbindliches Angebot für Kleinkinder gibt.“
„Lollitests“ sind am Paradiesweg 1 regelmäßig immer mittwochs von 17 bis 18.30 Uhr sowie zu den regulären Öffnungszeiten dienstags und donnerstags von 19 bis 21 Uhr, freitags von 18 bis 21 Uhr sowie sonntags von 9 bis 11 Uhr und 18 bis 20 Uhr möglich. Überdies bietet der Kreisverband eine weitere Testmöglichkeit für Kinder unter sechs Jahren sonntags von 13.30 bis 15 Uhr in der Mainstraße 28 in Hallstadt an. Die Anmeldung mit dem Namen des Kindes erfolgt unter https://kinder-test-bamberg.de/, zu den regulären Öffnungszeiten unter https://test-bamberg.de/. Für den kostenlosen Test sind eine ausgedruckte und unterschriebene Einverständniserklärung, angeboten zum Download auf der Homepage, sowie ein Ausweis mitzubringen. Eine Schnupfnase ist kein Hindernis für eine Testung, wohl aber Symptome wie beispielsweise Fieber.
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Stadt Hallstadt
Rund 570 PoC-Schnelltest durchgeführt
Die Schnellteststationen in Hallstadt sind gut angelaufen. Bei den ersten sechs Terminen wurden rund 570 Point-of-care (PoC) – Schnelltests durchgeführt. „Hier gilt mein ausdrücklicher Dank allen freiwilligen Helferinnen und Helfern und der BRK-Ortsgruppe Hallstadt. Nur durch ihren selbstlosen Einsatz können wir das Testkonzept so professionell umsetzen“, lobt Thomas Söder, der Bürgermeister der Stadt Hallstadt.
Eine zentrale Teststation
Künftig wird die Stadt eine zentrale Schnellteststation in Hallstadt öffnen. Der Hintergrund: Die PoC-Schnelltests können nur in einem gewissen Temperaturfenster gelagert und ausgewertet werden. Beides ist in der Schnellteststation in Dörfleins auf Dauer schwierig. „Wir müssen falsch positive oder falsch negative Ergebnisse unbedingt verhindern. Daher ist die korrekte Durchführung der Tests unerlässlich“, erklärte Lars Freyer von der BRK–Ortsgruppe Hallstadt, der der Stadt beratend zur Seite steht. Infolgedessen werden ab Sonntag, 11. April, alle Wunschabstriche in Hallstadt auf dem alten Feuerwehrgelände, Mainstraße 28, durchgeführt. Die Öffnungszeiten bleiben unverändert: mittwochs von 16 bis 19 Uhr und sonntags von 13 bis 16 Uhr.
40 Freiwillige Helfer*innen
Die 40 ehrenamtlichen Helfer*innen sind immer noch mit ganzem Einsatz bei der Sache. „Wir wollen einen Beitrag zur Eindämmung der Corona-Pandemie leisten und helfen, wo immer es möglich ist“, fasst Manuel Reitberger, einer der Freiwilligen, zusammen. Diesen Grundgedanken spüre man bei jedem Termin. Inzwischen hat jede*r eine feste Position übernommen – Anmeldung, Testen, Auswerten et cetera. Entsprechend ihrer Aufgabe legen die Freiwilligen bei jedem Termin ihre Schutzausrüstung an, bevor sie konzentriert an die Arbeit gehen. Immer wieder gibt es wertvolle Verbesserungsvorschläge von Seiten der Helfer*innen. So erfolgt die Anmeldung beispielsweise vollständig digitalisiert und erspart den zu testenden Personen beziehungsweise den Ehrenamtlichen unnötige Schreibarbeit. Es ist nicht mehr nötig, vorab das entsprechende Formular auszufüllen und mitzubringen.
Wie geht es weiter?
Mitte März Übertrug das Landratsamt Bamberg den Kommunen die Organisation und Durchführung der Schnellteststationen und legte landkreisweit einheitliche Öffnungszeiten fest. Daran hält die Stadt Hallstadt bis auf Weiteres fest. „Impfungen und Schnelltests können den Weg zurück in die Normalität ebnen. Wir helfen in Hallstadt dank unserer Ehrenamtlichen mit“, sagt Bürgermeister Thomas Söder.
Die Fakten im Überblick
Wann wird getestet?
Mittwochs von 16 bis 19 Uhr
Sonntags von 13 bis 16 Uhr
Wo wird getestet?
Altes Feuerwehrgelände
Mainstraße 28, Hallstadt
Wer darf sich in Hallstadt einmal pro Woche testen lassen?
Alle Hallstadter*innen und Dörfleinser*innen
Keine Altersbegrenzung (bei Minderjährigen Einverständnis eines Erziehungsberechtigten)
Ausschließlich symptomfreie Personen
Was muss mitgebracht werden?
Ausweisdokument
Wie läuft der Test ab?
Anmeldung/Registrierung
(der anschließende Test erfolgt anonymisiert)
Abstrich im vorderen Nasenbereich
Wartezeit: 15 Minuten
(draußen vor den Hallen)
Ergebnis und Bestätigungsformular
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Cleantech Innovation Park Hallstadt
Bayerisches Wirtschaftsministerium und Bayern Innovativ unterstützen Transformation in der Automobilregion Bamberg
Das Bayerische Wirtschaftsministerium und Bayern Innovativ unterstützen die Transformation in der Automobilzulieferer-Region Bamberg. Im neuen Cleantech Innovation Park Hallstadt sollen Unternehmen, Hochschulen, Forschungseinrichtungen und Start-ups zu einem nachhaltigen Ökosystem heranwachsen. Der neue Technologietransformationsmanager hat seine Arbeit aufgenommen, worüber sich auch Landrat Johann Kalb für den Landkreis Bamberg und Bürgermeister Thomas Söder seitens der Stadt Hallstadt freuen.
Der neue Technologietransfermanager soll vor Ort das Konzept des Cleantech Innovation Parks weiterentwickeln, Netzwerkstrukturen aufbauen und hinsichtlich verschiedener Förderungen beraten.
Die Automobilbranche ist gemessen am Umsatz der mit Abstand bedeutendste Industriezweig in Deutschland. Gleichzeitig ist es genau die Industrie, die sich inmitten des Klimawandels und der Gesundheitskrise in einer weitreichenden Transformation befindet. So auch in der traditionsreichen Automobilregion Bamberg in Oberfranken. Auf dem ehemaligen Gelände des Michelin-Reifenwerks soll deshalb ein „Cleantech Innovation Park Hallstadt“ entstehen. Das Projekt soll Unternehmen und Forschungseinrichtungen zusammenführen, die den Wandel aktiv angehen wollen. „Wir wollen zum Leuchtturmprojekt für den herbeigesehnten Strukturwandel werden. Das rund 88.000 Quadratmeter große Gelände, auf dem bis Ende 2020 Autoreifen gefertigt wurden, bietet eine perfekte Infrastruktur, um gemeinsam wichtige Innovationsfelder zu bearbeiten und zu einem nachhaltigen Ökosystem heranzuwachsen“, so Peter Keller, der das Projekt leitet. Das 2020 gemeinsam von Michelin, dem Landkreis Bamberg und der Stadt Hallstadt gestartete Projekt soll in den nächsten beiden Jahren umgesetzt werden und neue Geschäftsfelder am Standort ansiedeln.
Das Bayerische Wirtschaftsministerium begleitet das Projekt seit Beginn an. Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger: „Hier in der Region Bamberg haben wir jetzt die große Chance für einen umfassenden Technologietransfer. Das bedeutet die konkrete Möglichkeit, dass die ganze Region ihr wirtschaftliches Profil schärft und Unternehmen ihre Geschäftsmodelle stärken und ausbauen können. Das sichert bestehende Arbeitsplätze und schafft langfristig auch neue. Ich bin sehr zuversichtlich, dass der Cleantech Innovation Park den gesamten Standort fit für die Zukunft macht. Wir haben deshalb alle regionalen Partner von Beginn an bei diesem Prozess unterstützt. Ich bedanke mich ausdrücklich bei allen für ihr herausragendes Engagement und kann versichern, dass sie auch künftig jederzeit Hilfe aus dem Bayerischen Wirtschaftsministerium erwarten können.“
Bayern Innovativ stellt Transformationsmanager
Bayern Innovativ unterstützt aktiv den Transformationsprozess in der traditionsreichen Automobilregion Bamberg mit seinen professionellen Angeboten rund um das Innovationsmanagement – von der Produktidee bis zur Markteinführung. Ab sofort steht allen interessierten Firmen und Instituten vor Ort ein erfahrener Innovationsmanager der Bayern Innovativ GmbH als Ansprechpartner zur Verfügung. Christoph Heinen, Manager im Spezialisierungsfeld Mobilität, bietet allen Interessenten den direkten Zugang zum Bayern Innovativ-Ecosystem rund um Forschung, Technologietransfer, Innovation und Förderprogramme. Im Fokus steht der Aufbau von Netzwerken zwischen Wirtschaft und Wissenschaft unter Einbindung bayerischer und nationaler Initiativen und die Kooperationsvermittlung geeigneter Partner. Ebenso unterstützt Christoph Heinen bei der Identifizierung geeigneter Kooperationsprojekte und bei der Einbindung weiterer regionaler und überregionaler Initiativen. Als Förderlotse navigiert er außerdem zu technologieorientierten Förderprogrammen des Freistaats, des Bundes und der Europäischen Union und begleitet bei Bedarf auch in der Antragsphase.
„Um Innovationen voranzubringen, wird es immer wichtiger, über den Rand der eigenen Branche zu blicken. Unsere Netzwerke führen deswegen bewusst Experten aus unterschiedlichen Bereichen zusammen“, so Dr. Rainer Seßner, Geschäftsführer der Bayern Innovativ GmbH. „Unser Technologietransfermanager wird den Cleantech Innovation Park Hallstadt mit dem bayerischen Innovations-Ecosystem verbinden und wichtige Impulse für eine erfolgreiche Transformation des Automobilstandorts Bamberg geben.“
„Wir freuen uns sehr über die Unterstützung durch Herrn Heinen. Wir haben in den letzten 18 Monaten gemeinsam mit dem Landkreis Bamberg und der Stadt Hallstadt eine sehr gute Basis für unser Konzept zur Revitalisierung des Standortes und zum Aufbau des Cleantech Innovation Park Hallstadt vorbereiten können. Die Unterstützung des Freistaats Bayern und Bayern innovativ und des Technologietransfermanagers ist der nächste wichtige Schritt Richtung Ziel: den Strukturwandel in unserer Region auf die Straße bringen. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit“, sagt Christian Metzger, Standortleiter Michelin Hallstadt.
Landrat Johann Kalb bekräftigt: „Wir arbeiten mit Hochdruck gemeinsam an der konzeptionellen Umsetzung des Cleantech Innovation Park Hallstadt. Das Projekt wird ein Schlüssel für die Transformation der Automobilzulieferer in der Region werden. Umso mehr freuen wir uns, dass uns das Bayerische Wirtschaftsministerium und die Bayern Innovativ GmbH hier unterstützen. Mit Herrn Heinen als Technologietransformationsmanager vor Ort ist der erste wichtige Schritt zur Realisierung getan.“
„Für den Wirtschaftsstandort Hallstadt ist die nachhaltige Entwicklung des Michelin-Geländes und die Ansiedlung des Cleantech Innovation Parks von großer Bedeutung. Wir freuen uns, dass Christoph Heinen von Bayern Innovativ uns künftig unterstützen wird. Zusammen mit Michelin und dem Landkreis haben wir bereits erste gute Konzepte erarbeitet, die nun in die Umsetzung gehen“, ergänzt Hallstadts Bürgermeister Thomas Söder.
Über den Cleantech Innovation Park Hallstadt
Auf dem Gelände des Michelin-Standorts Hallstadt bietet sich die einmalige Chance, alle ambitionierten Akteure der Region unter einem gemeinsamen Dach interdisziplinär zusammenzubringen. Im angedachten Cleantech Innovation Park Hallstadt sollen führende Forschungseinrichtungen und Unternehmen der Automobilzulieferindustrie und aus dem Bereich Cleantech zu einem nachhaltigen Ökosystem heranwachsen. Zusammen mit weiteren Schnittstellen-Partnern können sie die Innovationsfelder aktiv bearbeiten, die die Region dauerhaft stärken werden: neue Mobilitätskonzepte, Antriebssysteme und grüne Spitzentechnologien. Das Projekt befindet sich aktuell in der Konzeptionsphase – eine große Chance für alle interessierten Partner, sich mit ihren Themen- und Technologiefeldern rund um Mobilität von Morgen und Cleantech einzubringen, Prototypen zu bauen und diese zur Marktreife zu entwickeln.