Weihnachten im Bamberger Dom
Christmette mit Erzbischof Gössl im Livestream
An Heiligabend findet die traditionelle Christmette im Bamberger Dom mit Erzbischof Herwig Gössl um 22.30 Uhr statt. Das Erzbistum Bamberg hat den Ablauf vom diesjährigen Weihnachtsfest bis Dreikönig bekanntgegeben.
An Heiligabend singen und spielen während der Christmette die Mädchenkantorei, der Frauenkammerchor der Domkantorei und Mitglieder der Bamberger Symphoniker die Missa in A „in nativitate Domini“ von Josef Gabriel Rheinberger.
An der Orgel spielt Domorganist Markus Willinger. Die Christmette wird im Livestream übertragen. Um 16.00 Uhr findet ein Kindergottesdienst mit Krippenspiel statt, der vom Aufbauchor der Mädchenkantorei und den Vorchören der Dommusik gestaltet wird. Um 17.30 Uhr wird eine Familienmette mit Dompfarrer Markus Kohmann gefeiert.
Das Pontifikalamt am Hochfest der Geburt des Herrn, Donnerstag, 25. Dezember, mit Erzbischof Gössl, beginnt um 9.30 Uhr. Die Domkantorei, Solisten und Musiker der Bamberger Symphoniker singen und spielen unter Leitung von Domkapellmeister Vincent Heitzer die Missa brevis in C „Missa aulica“ von F. X. Brixi. An der Orgel spielt Domorganist Markus Willinger. Der Gottesdienst wird im Livestream übertragen. Eine weitere Eucharistiefeier findet um 11.30 Uhr statt. Um 17.00 Uhr feiert Erzbischof Gössl eine Pontifikalvesper. Es singen der Domchor, die Mädchenkantorei und die Domkantorei Chormusik, Psalmen und Wechselgesänge.
Am zweiten Weihnachtsfeiertag, Freitag, 26. Dezember, findet um 9.30 Uhr eine Eucharistiefeier statt, der Domdekan Hubert Schiepek vorsteht. Der Männerchor des Domchores und die Sopranistin Victoria Kunze singen die „Missa classica“ von G. Sorg. Um 11.30 Uhr findet eine weitere Messfeier statt, um 17.00 Uhr eine Festandacht.
Am Sonntag, 28. Dezember, sind Eucharistiefeiern um 9.30 Uhr und um 11.30 Uhr. Um 17 Uhr wird das Weihnachtsoratorium von Johann Sebastian Bach, Kantaten I, IV, VI, vom Domchor, Solisten und dem Barockorchester La Banda unter Leitung von Vincent Heitzer aufgeführt.
Am Silvestertag, Mittwoch, 31. Dezember, beginnt die feierliche Vesper zum Jahresschluss mit Erzbischof Gössl um 17.00 Uhr. Musikalisch mitgestaltet wird sie vom Kathedraljugendchor mit Psalmen, Wechselgesängen und weihnachtlicher Chormusik.
An Neujahr (Hochfest der Gottesmutter Maria), Donnerstag, 1. Januar, findet um 9.30 Uhr ein Gottesdienst mit Domdekan Hubert Schiepek mit deutschen Kirchenliedern und Kantorengesängen statt. Um 11.30 Uhr ist eine weitere Eucharistiefeier.
Am Hochfest der Erscheinung des Herrn, (Dreikönig) Dienstag, 6. Januar, wird die Eucharistiefeier um 9.30 Uhr, der Domdekan Hubert Schiepek vorsteht, vom DomVokal musikalisch gestaltet. Um 11.30 Uhr findet ein weiterer Gottesdienst mit Aussendung der Sternsinger statt. Um 17.00 Uhr wird ein weihnachtlicher Vespergottesdienst „A Ceremony of Nine Lessons and Carols“ in anglikanischer Form gefeiert. Es singt die Domkantorei.
Das Parken auf dem Domplatz ist zu den Gottesdienstzeiten und zum Weihnachtsoratorium erlaubt.
Die Livestreams am 24. und 25. Dezember werden auf www.youtube.com/erzbistumbamberg übertragen.
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Predigt am Heiligabend
Weihnachten hat therapeutische Kraft
Der Bamberger Erzbischof Ludwig Schick hat in seiner Predigt am Heiligabend dazu aufgerufen, Weihnachten als „therapeutisches Fest“ zu feiern. Gut und sinnvoll begangen, entfalte die Weihnacht Heilungskräfte.
„Die Botschaft vom Licht, das die finsteren Nächte unseres Lebens erleuchtet, heilt die Wunden der Einsamkeit und der Ängste“, sagte Ludwig Schick in der Christmette im Bamberger Dom. „Zu jedem Heilungsprozess gehört auch die Hoffnung, dass es besser wird. Weihnachten ist ein Fest der Hoffnung.“
Im Weihnachtsevangelium werde die Ankunft eines anderen, neuen Lebens vorgestellt: „Die Lebensweise der Fürsorge und Liebe, der Güte und des Wohlwollens gegen Herzenshärte und Gefühlskälte. All das wird im Stall von Bethlehem sichtbar“, so Erzbischof Schick. „Weihnachten verheißt, dass hinter dem rauen Weltlichen sanftes Göttliches vorhanden ist, dass das Gute das Böse überwiegt, dass trotz der vielen Kriege Frieden möglich ist, dass es in uns Menschen nicht nur die kalte Vernunft gibt, sondern auch das warme Herz.“ Diese Aussichten setzten pro-vitale Kräfte frei. „Die therapeutische Wirkung von Weihnachten ist pro-vital.“
„Kinder und Jugendliche wurden in der Pandemie vernachlässigt“
Die Texte und Lieder der Weihnacht seien keine historischen Berichte und wollten keine naturwissenschaftlichen Erkenntnisse vermitteln. „Sie sind vielmehr Medizin, die Heilungs- und Heilwirkung entfalten. Sie erweisen sich als therapeutisch, wenn man sie wirklich an sich heran- und in sich hineinlässt“, so Schick.
Weihnachten sei das Fest der Kinder, sagte Erzbischof Schick und wies in seiner Predigt darauf hin, dass in der Pandemie die Kinder und Jugendlichen vernachlässigt worden seien. Inzwischen sei bekannt, dass viele Kinder einsam geworden sind, sich verlassen fühlen, Traurigkeit und Depression erleiden. Weihnachten solle sie in den Mittelpunkt stellen: „So wie in der Krippe das Kind Zentrum und Mittelpunkt ist, so sollen es auch die Kinder und Jugendlichen sein. Es soll ihnen gut gehen, und sie sollen Leben haben.“
Der Festgottesdienst am 25.12. um 9.30 Uhr sowie die Pontifikalvesper am 25.12. um 17 Uhr werden im Livestream übertragen auf https://www.youtube.com/erzbistumbamberg