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Herwig Gössl - Page 3

Erz­bi­schof Gössl: „Wir dür­fen nicht wegsehen“

Erz­bis­tum Bam­berg stellt 25.000 Euro für Men­schen im Gaza­strei­fen bereit

Ange­sichts der sich zuspit­zen­den Hun­ger­ka­ta­stro­phe im Gaza­strei­fen stellt das Erz­bis­tum Bam­berg 25.000 Euro als kurz­fris­ti­ge Kata­stro­phen­hil­fe bereit. Die Mit­tel gehen zu glei­chen Tei­len an Cari­tas Inter­na­tio­nal und Mise­re­or, wie das Erz­bis­tum Bam­berg mitteilt.

Die kirch­li­chen Hilfs­wer­ke sind mit eige­nen Mit­ar­bei­ten­den sowie Part­ner­or­ga­ni­sa­tio­nen vor Ort und leis­ten huma­ni­tä­re Hil­fe für die Men­schen, die von aku­ter Unter­ver­sor­gung und Hun­ger betrof­fen sind.

Die Lage im Gaza­strei­fen ist nach Wor­ten von Erz­bi­schof Her­wig Gössl dra­ma­tisch. „Wir dür­fen nicht weg­se­hen, wenn zwei Mil­lio­nen Men­schen um das Über­le­ben kämp­fen, weil ihnen die nöti­gen Lebens­mit­tel und ein Dach über dem Kopf feh­len“, sag­te Gössl. Er beton­te zudem, dass die kirch­li­chen Hilfs­wer­ke trotz schwie­rigs­ter Bedin­gun­gen wei­ter­hin im Ein­satz sei­en. Cari­tas Inter­na­tio­nal und Mise­re­or leis­te­ten unter größ­ten Gefah­ren Außer­ge­wöhn­li­ches. Mit den bereit­ge­stell­ten Mit­teln wol­le das Erz­bis­tum ihre Arbeit stär­ken und zugleich ein Zei­chen der Soli­da­ri­tät und Mensch­lich­keit setzen.

Nach Anga­ben der Hilfs­wer­ke fehlt es in Gaza der­zeit vor allem an Lebens­mit­teln, sau­be­rem Was­ser, medi­zi­ni­scher Ver­sor­gung und siche­ren Unter­künf­ten. Bei­de Orga­ni­sa­tio­nen haben zu Spen­den auf­ge­ru­fen, um ihre Hilfs­pro­gram­me auf­recht­zu­er­hal­ten und aus­zu­wei­ten. Gössl rief dazu auf, die Hilfs­wer­ke zusätz­lich zu unter­stüt­zen. Jede Spen­de hel­fe, Leid zu lin­dern und Zukunft zu ermög­li­chen, beton­te der Erzbischof.


Spen­den­kon­ten

Cari­tas Inter­na­tio­nal: DE88 6602 0500 0202 0202 02

Mise­re­or: DE75 3706 0193 0000 1010 10

Alte Ver­bin­dung zwi­schen den Bischofs­städ­ten wird neu belebt

Bam­ber­ger Hein­rich-Reli­quie an das Straß­bur­ger Müns­ter übergeben

Eine Reli­quie des Hei­li­gen Kai­sers Hein­rich II. ist im Auf­trag des Bam­ber­ger Erz­bi­schofs Her­wig Gössl an das Straß­bur­ger Müns­ter über­ge­ben wor­den, wie das Erz­bis­tum Bam­berg mit­teilt. Damit wur­den die his­to­ri­schen Ver­bin­dun­gen zwi­schen bei­den Kathe­dral­städ­ten mehr als 1000 Jah­re nach der Zeit des Kai­sers neu belebt.

Hein­rich II., letz­ter Herr­scher aus dem otto­ni­schen Geschlecht, hat­te im 11. Jahr­hun­dert sowohl in Bam­berg als auch in Straß­burg deut­li­che Spu­ren hin­ter­las­sen. Bei­de Städ­te sol­len zu sei­nen Lieb­lings­or­ten gehört haben. Inten­siv för­der­te er die Grün­dung des Bis­tums Bam­berg im Jahr 1007 und den Bau des ers­ten Domes, der 1012 geweiht wur­de. Auch in Straß­burg unter­stütz­te er 1015 maß­geb­lich den Bau der Kathe­dra­le. Nach der Über­lie­fe­rung soll er dort län­ge­re Zeit ver­weilt und an den Kapi­tel­s­mes­sen teil­ge­nom­men haben. Ein Kai­ser­fens­ter im Straß­bur­ger Müns­ter erin­nert bis heu­te an die Rol­le Hein­richs II. beim Bau und den Straß­bur­ger Bischof Wer­ner von Habs­burg, mit dem er freund­schaft­lich ver­bun­den war.


Par­ti­kel mit bischöf­li­cher Authen­tik ver­se­hen wur­de nach Straß­burg gebracht

Umge­kehrt ist die Prä­senz des Straß­bur­ger Bischofs auch für den Papst­be­such in Bam­berg im Jahr 1020 ver­brieft. Die engen Bezie­hun­gen zwi­schen bei­den Bischofs­städ­ten waren längst in Ver­ges­sen­heit gera­ten und leben mit der Reli­qui­en­über­tra­gung neu auf.

Die Initia­ti­ve dazu ging vom Straß­bur­ger Dom­pfar­rer Didier Munt­zin­ger aus, der zum 750. Jubi­lä­um der Lau­ren­ti­us­ka­pel­le deren Altar neu­ge­stal­ten ließ. Bei einem Dom­bau­meis­ter­tref­fen in Bam­berg ent­stand der Kon­takt zum Erz­bis­tum. „Es war uns eine gro­ße Freu­de, eine Hein­richs­re­li­quie nach Straß­burg zu geben“, sag­te Erz­bi­schof Gössl. „So sind wir durch den hei­li­gen Hein­rich noch tie­fer mit den Schwes­tern und Brü­dern in Straß­burg ver­bun­den.“ In Straß­burg wur­de die Reli­quie mit freu­di­ger Dank­bar­keit ent­ge­gen­ge­nom­men und als Zei­chen euro­päi­scher Gemein­schaft der Kir­che und der Gläu­bi­gen gewertet.

Die Reli­quie, ein win­zi­ges Frag­ment eines Ober­schen­kel­kno­chens des Hei­li­gen Kai­sers, stammt aus dem Bam­ber­ger Dom­schatz. Nach der Hei­lig­spre­chung Hein­richs 1146 wur­den sei­ne Gebei­ne in vie­le Kir­chen Euro­pas über­führt. Ein grö­ße­rer Teil­kno­chen war im 19. Jahr­hun­dert an ein päpst­li­ches Kol­leg in Rom gelangt und kehr­te erst 2024 nach Bam­berg zurück. Das Gegen­stück war in der Sakris­tei des Bam­ber­ger Doms ver­wahrt wor­den. Nach der Zusam­men­füh­rung waren bei­de Gebei­ne im Febru­ar 2025 im Kai­ser­grab bei­gesetzt wor­den, bis auf ein klei­nes Frag­ment, das für künf­ti­ge Reli­qui­en­an­fra­gen zurück­ge­hal­ten wur­de. Ein sol­cher Par­ti­kel wur­de nun mit bischöf­li­cher Authen­tik ver­se­hen und mit einem Sie­gel des Erz­bi­schofs nach Straß­burg gebracht. Die Ein­set­zung in den neu­en Altar der Lau­ren­ti­us­ka­pel­le erfolg­te am 25. Okto­ber 2025.

„Schen­ken Sie den Men­schen Hoff­nung und Licht!“

Erz­bi­schof Gössl weiht vier Män­ner aus dem Erz­bis­tum Bam­berg zu Stän­di­gen Diakonen

Bei einem fei­er­li­chen Wei­he­got­tes­dienst im Bam­ber­ger Dom hat Erz­bi­schof Her­wig Gössl am Sams­tag Dr. Johan­nes Kraus, Chris­ti­an Kainz­bau­er-Wütig, Mar­kus Eberl sowie Mar­tin Wol­ters in ihrem Amt als Stän­di­ge Dia­ko­ne bestä­tigt und die Bedeu­tung der Dia­ko­nen­wei­he für die Ver­kün­di­gung der christ­li­chen Hoff­nung unterstrichen.

In sei­ner Pre­digt beton­te Erz­bi­schof Gössl, dass Dia­ko­ne nicht nur in der Lit­ur­gie, son­dern auch im täg­li­chen Leben das Wort Got­tes ver­kün­den sol­len, „durch ihre Taten und ihre Hal­tung“. Dia­ko­ne sei­en dazu auf­ge­ru­fen, nicht nur Wor­te der Hoff­nung zu spre­chen, son­dern auch als Pil­ger der Hoff­nung vor­an­zu­ge­hen und die Men­schen zu inspi­rie­ren: „In der Art und Wei­se, wie sie leben, wie sie in ihrem Beruf und in ihrer Frei­zeit mit Men­schen umge­hen, soll ables­bar sein, wel­che Bot­schaft Dia­ko­ne ver­kün­den und wel­chen Hori­zont der Hoff­nung unser christ­li­cher Glau­be auf­tut“, so Gössl.

Die wah­re Hoff­nung, die Chris­ten in die Welt tra­gen, zeich­ne sich nicht allei­ne durch gute Stim­mung oder unge­trüb­ten Opti­mis­mus aus, sag­te der Erz­bi­schof. Statt­des­sen sei die Hoff­nung, die durch den Glau­ben an die Auf­er­ste­hung Jesu Chris­ti geschenkt wird, eine tief­grün­di­ge und tra­gen­de Hoff­nung, die spür­bar macht, dass es immer Raum zum Han­deln gibt, „auch ange­sichts bedrü­cken­der und bedroh­li­cher Situationen“.

Gössl hob her­vor, dass wir in einer Zeit leben, in denen vie­le Leu­te von Ängs­ten umge­trie­ben wer­den: „vor dem Krieg, vor der Kli­ma­ka­ta­stro­phe, vor dem sozia­len Käl­te­ein­bruch, vor der Mani­pu­lier­bar­keit durch Des­po­ten oder durch die KI“. Umso wich­ti­ger sei es, in die­sem Kli­ma Hoff­nung zu ver­mit­teln und Mut zu machen. Dia­ko­ne sol­len den Bedürf­ti­gen, Lei­den­den und Suchen­den bei­ste­hen und dabei die christ­li­che Bot­schaft der Ver­söh­nung und des Frie­dens weitertragen.

Dr. Johan­nes Kraus ist 37 Jah­re alt, kommt aus Kers­bach bei Neun­kir­chen am Sand im Seel­sor­ge­be­reich Peg­nitz­tal und arbei­tet als Pro­jekt­ma­na­ger. Chris­ti­an Kainz­bau­er-Wütig ist 55 Jah­re alt, Ordi­na­ri­ats­rat sowie Lei­ter der Haupt­ab­tei­lung Außer­schu­li­sche Bil­dung und wohnt in Bisch­berg im Seel­sor­ge­be­reich Main-Aurach.

Mar­kus Eberl ist 58 Jah­re alt und arbei­tet als Notar in Bay­reuth, sei­ne Hei­mat­pfar­rei ist die Gemein­de Hei­lig Kreuz im Seel­sor­ge­be­reich Bay­reuth. Mar­tin Wol­ters ist 54 Jah­re alt und arbei­tet als Elek­tro­in­ge­nieur in Nürn­berg, wo er sich in der Pfar­rei St. Micha­el im Seel­sor­ge­be­reich Nürn­berg Mit­te-Nord-West engagiert.

Die vier Geweih­ten wer­den künf­tig in ihren jewei­li­gen Seel­sor­ge­be­rei­chen als Dia­ko­ne im Zivil­be­ruf ein­ge­setzt, um die Teams vor Ort zu unter­stüt­zen und leben­di­ges Zeug­nis für eine dia­ko­ni­sche Kir­che zu sein. Bereits im letz­ten Jahr wur­den vier Män­ner zu Dia­ko­nen geweiht, so dass die Stän­di­gen Dia­ko­ne unter den Berufs­grup­pen der pas­to­ra­len Diens­te den stärks­ten Zuwachs ver­zeich­nen. Im Erz­bis­tum Bam­berg gibt es mit den Neu­ge­weih­ten ins­ge­samt 58 Stän­di­ge Diakone.

„Wir müs­sen mit­ein­an­der im Gespräch blei­ben, ohne zu streiten“

Erz­bi­schof Gössl besucht Vieh­be­trieb in Medlitz

Der Bam­ber­ger Erz­bi­schof Her­wig Gössl hat beim Besuch eines ober­frän­ki­schen Bau­ern­hofs die Ver­ant­wor­tung der Land­wir­te für Kli­ma- und Umwelt­schutz betont und ihre Leis­tung für eine regio­na­le Lebens­mit­tel­ver­sor­gung gewürdigt.

Auf dem Hof der Fami­lie Böh­mer im Rat­tels­dor­fer Orts­teil Med­litz tausch­te sich Gössl am Mitt­woch mit Land­wir­ten und Ver­tre­te­rin­nen und Ver­tre­tern des Baye­ri­schen Bau­ern­ver­bands (BBV) über aktu­el­le Her­aus­for­de­run­gen der Land­wirt­schaft aus.

Land­wirt Dani­el Böh­mer schil­der­te bei einem Rund­gang die zuneh­men­de Belas­tung vie­ler Betrie­be durch wach­sen­de Büro­kra­tie. „Es dau­ert zwei Wochen, die Dün­ge­mit­tel­be­darfs­er­mitt­lung oder die Arz­nei­mit­tel­do­ku­men­ta­ti­on im Sin­ne der Vor­schrif­ten zu erle­di­gen“, klag­te Böh­mer. Sein Vater, Seni­or­chef Edgar Böh­mer, ergänz­te: „Frü­her ver­brach­te der Bau­er den Sonn­tag­vor­mit­tag in der Kir­che und beim Früh­schop­pen, heu­te sitzt er im Büro und erle­digt Papierkram.“

Der ober­frän­ki­sche Bau­ern­prä­si­dent Her­mann Greif warn­te, die stei­gen­den Auf­la­gen belas­te­ten vie­le Land­wir­te auch psy­chisch. Ein land­wirt­schaft­li­cher Betrieb kön­ne nicht ein­fach sei­nen Pro­duk­ti­ons­stand­ort ver­la­gern, sag­te Greif und beton­te, die regio­na­le Lebens­mit­tel­ver­sor­gung sei sehr wich­tig für ein gutes Leben. Ver­brau­che­rin­nen und Ver­brau­cher müss­ten als All­tags­kom­pe­tenz ler­nen, mit Lebens­mit­teln ver­ant­wor­tungs­voll umzu­ge­hen. Rund 59 Pro­zent der jähr­lich anfal­len­den 6,5 Mil­lio­nen Ton­nen Lebens­mit­tel­ab­fäl­le ent­stün­den in pri­va­ten Haus­hal­ten, nur zwei Pro­zent in der Landwirtschaft.


Bau­ern­hof der Fami­lie Böh­mer bewirt­schaf­tet rund 130 Milchkühe

Greif bot an, die Fach­kom­pe­tenz der Land­wir­te auch in kirch­li­che Dis­kus­sio­nen über Nach­hal­tig­keit und Schöp­fungs­ver­ant­wor­tung ein­zu­brin­gen. Bezirks­bäue­rin Bea­te Opel wand­te sich gegen pau­scha­le Vor­ur­tei­le in der Öffent­lich­keit bei den The­men Pflan­zen­schutz und Düngung.

Gössl zeig­te in einem anschlie­ßen­den Gespräch gro­ßes Ver­ständ­nis für die Sor­gen und Belas­tun­gen der Land­wir­te. „Büro­kra­ti­sche Vor­schrif­ten dür­fen nicht von grund­sätz­li­chem Miss­trau­en geprägt sein. Ver­trau­en ist eine christ­li­che Grund­hal­tung“, sag­te er. Zugleich beton­te er, vie­le Rege­lun­gen hät­ten im Sin­ne des Ver­brau­cher­schut­zes ihre Berech­ti­gung. Par­al­le­len sieht Gössl zwi­schen Kir­che und Land­wirt­schaft: In bei­den Berei­chen gehe Erfah­rungs­wis­sen ver­lo­ren, und der Ver­wal­tungs­auf­wand auf­grund staat­li­cher Vor­ga­ben neh­me zu.

„Ich bewun­de­re das Enga­ge­ment der Land­wir­te, sie­ben Tage die Woche für ihren Betrieb zu arbei­ten. Das ist heu­te nur noch schwer zu ver­mit­teln“, sag­te Gössl. Auch in der Kir­che gebe es unter­schied­li­che Posi­tio­nen zu bio­lo­gi­scher und kon­ven­tio­nel­ler Land­wirt­schaft. „Wir müs­sen mit­ein­an­der im Gespräch blei­ben, ohne zu strei­ten“, beton­te er. Zu einer gesun­den Ernäh­rung gehör­ten gute land­wirt­schaft­li­che Pro­duk­te. „Gesun­de Ernäh­rung heißt nicht, mehr Fleisch zu essen. Aber die Brat­wurst müs­sen wir des­halb auch nicht verbieten.“

Der Bau­ern­hof von Edgar und Dani­el Böh­mer bewirt­schaf­tet rund 130 Milch­kü­he, die mit zwei Melk­ro­bo­tern gemol­ken wer­den, sowie eine eige­ne Bio­gas­an­la­ge. Die Fami­lie setzt auf eine Kom­bi­na­ti­on aus Milch­vieh­hal­tung, Markt­frucht­an­bau und Ener­gie­ge­win­nung – ein Bei­spiel für nach­hal­ti­ge Kreis­lauf­wirt­schaft, wie der Bau­ern­ver­band betonte.

Cari­tas-Kita als „Ort der Hoff­nung“ ausgezeichnet

Erz­bi­schof Her­wig Gössl besuch­te Bam­ber­ger ANKER-Einrichtung

Erz­bi­schof Her­wig Gössl hat im Rah­men der Woche der katho­li­schen Flücht­lings­hil­fe die Bam­ber­ger ANKER-Ein­rich­tung besucht. Gemein­sam mit Dom­ka­pi­tu­lar Mar­tin Emge und Cari­tas-Regio­nal­vor­stand Peter Ehmann über­gab er der Cari­tas-Eltern-Kind-Grup­pe ein Schild, das im Zusam­men­hang mit dem von Papst Fran­zis­kus aus­ge­ru­fe­nen Hei­li­gen Jahr über­all im Erz­bis­tum „Orte der Hoff­nung“ mar­kiert, wie das Erz­bis­tum Bam­berg mitteilt.

Im ANKER-Zen­trum im Bam­ber­ger Osten leben der­zeit rund 1500 Men­schen, unter ihnen etwa 400 Kin­der und Jugend­li­che. Die Eltern-Kind-Grup­pe der Cari­tas kann 12 Kin­der betreu­en, rund 30 wei­te­re ste­hen auf der War­te­lis­te. Täg­lich wer­den die Kin­der vier Stun­den lang auf den Besuch einer Kin­der­ta­ges­stät­te außer­halb der Ein­rich­tung vor­be­rei­tet. Ein­mal im Monat fin­den Aus­flü­ge in die Stadt statt, unter ande­rem mit Dom­füh­rung, Muse­ums­be­such oder einer Schiff­fahrt auf der Reg­nitz. Die Betreue­rin­nen berich­ten jedoch auch von Ableh­nun­gen und Anfein­dun­gen in der Öffentlichkeit.

Meh­re­re Müt­ter äußer­ten ihre Dank­bar­keit über Sicher­heit und Bil­dungs­chan­cen für ihre Kin­der: „Wenn die Kin­der glück­lich sind, sind wir auch glück­lich“, sag­te eine von ihnen. Ande­re beton­ten, dass in Syri­en und Afgha­ni­stan ein regu­lä­rer Schul­be­such wei­ter­hin kaum mög­lich sei. Belas­tend sei für vie­le die unsi­che­re Aufenthaltsperspektive.

„Als Kir­che wol­len wir dazu bei­tra­gen, den Kin­dern eine gute Zukunft zu geben. Es muss klar sein, dass wir in unse­rer Gesell­schaft Men­schen brau­chen, die von woan­ders her­kom­men. Die Kir­che macht sich für das Recht auf Asyl stark, auch wenn wir nicht alle auf­neh­men kön­nen“, erklär­te Erz­bi­schof Gössl.

Im Gespräch mit dem Lei­tungs­team der ANKER-Ein­rich­tung, Car­men Leh­ner und Mar­kus Oes­ter­lein, rief Gössl dazu auf, in allen poli­ti­schen Debat­ten auch immer das Schick­sal der ein­zel­nen Men­schen zu sehen. Oes­ter­lein beton­te: „Wir sind uns mit Poli­tik, Kir­che und Wohl­fahrts­ver­bän­den einig, dass bei der Unter­brin­gung und Ver­sor­gung der Asyl­su­chen­den der Mensch im Mit­tel­punkt ste­hen muss und dass es den Men­schen, die hier leben, gut gehen soll.“ Oes­ter­lein füg­te hin­zu: „Wir sind froh und dank­bar, dass wir mit der Cari­tas einen star­ken Part­ner hier in der Ein­rich­tung haben.“

Peter Ehmann, Vor­stand des Cari­tas­re­gio­nal­ver­ban­des Bam­berg-Forch­heim, unter­strich die Bedeu­tung früh­kind­li­cher Bil­dung: „Fami­li­en mit Kin­dern soll­ten bei der Umver­tei­lung aus Erst­auf­nah­me­ein­rich­tun­gen prio­ri­siert wer­den.“ Er wies dar­auf hin, dass Kin­der auf der Flucht oft am stärks­ten unter Ent­wur­ze­lung lei­den und pro­fes­sio­nel­le Hil­fe zur Ver­ar­bei­tung ihrer Trau­ma­ta benötigen.

Die Woche der katho­li­schen Flücht­lings­hil­fe soll das Enga­ge­ment der Kir­che für schutz­su­chen­de Men­schen ins öffent­li­che Bewusst­sein rücken. Die Erz­diö­ze­se Bam­berg unter­stützt nicht nur Geflüch­te­te vor Ort, son­dern auch kirch­li­che Orga­ni­sa­tio­nen im glo­ba­len Süden und in Ost­eu­ro­pa. Seit Beginn des rus­si­schen Angriffs­kriegs ist die Ukrai­ne ein Schwer­punkt­land. Die Zahl der Kli­en­ten aus der Ukrai­ne in der Migra­ti­ons­be­ra­tung der Cari­tas stieg von rund 500 im Jahr 2022 auf etwa 1400 im Jahr 2024. Zur Lin­de­rung der Kriegs­fol­gen stell­te die Erz­diö­ze­se seit 2022 rund 900.000 Euro aus Kir­chen­steu­er­mit­teln zur Ver­fü­gung – etwa für Unter­künf­te, Lebens­mit­tel, The­ra­pien für Kriegs­ve­te­ra­nen und deren Fami­li­en, Erho­lungs­maß­nah­men für Kin­der und Wie­der­auf­bau­pro­jek­te. Dane­ben wur­den auch Pro­jek­te im Liba­non, in der Demo­kra­ti­schen Repu­blik Kon­go und im Süd­su­dan unterstützt.

Pre­digt zum Pfingst­fest im Bam­ber­ger Dom

„Mehr Got­tes­furcht statt reli­giö­ser Gleichgültigkeit“

Der Bam­ber­ger Erz­bi­schof Her­wig Gössl hat am Pfingst­fest zur Wie­der­ent­de­ckung der Got­tes­furcht auf­ge­ru­fen. Dies sei nicht im Sin­ne von Angst zu ver­ste­hen, son­dern als Hal­tung tiefs­ter Ehr­furcht und Demut vor der Lie­be und Grö­ße Got­tes, so Gössl in sei­ner Pre­digt im Bam­ber­ger Dom.

Aus­ge­hend vom Mär­chen „Von einem, der aus­zog, das Fürch­ten zu ler­nen“ beton­te Gössl, dass ech­te Got­tes­furcht nicht ein Zei­chen von Schwä­che sei, son­dern eine geist­li­che Stär­ke, die in der Erfah­rung von Lie­be wur­zelt. „Je tie­fer und unver­dien­ter die Lie­be ist, die ich erfah­re, umso mehr Ehr­furcht emp­fin­de ich“, so der Erzbischof.

Gössl äußer­te sich besorgt über eine zuneh­men­de reli­giö­se Gleich­gül­tig­keit in der Gesell­schaft. Dadurch sei­en die Men­schen nicht frei­er, son­dern oft ori­en­tie­rungs­lo­ser gewor­den. „Wer die Ehr­furcht vor Gott ver­liert, der fürch­tet sich bald vor allem und jedem – gerät in eine Gewalt­spi­ra­le und läuft Gefahr, fal­schen Füh­re­rin­nen und Füh­rern auf den Leim zu gehen“, warn­te er.

Die Got­tes­furcht, eine der sie­ben Gaben des Hei­li­gen Geis­tes, wer­de heu­te oft ver­ges­sen oder miss­ver­stan­den. Doch gera­de sie sei ent­schei­dend, um die Lie­be Got­tes tie­fer zu begrei­fen und dar­aus Kraft für ein respekt­vol­les, ver­ant­wort­li­ches Leben zu fin­den – gegen­über Mit­men­schen, Leben und Schöpfung.

Erz­bi­schof Gössl rief die Gläu­bi­gen dazu auf, sich neu auf den Sen­dungs­auf­trag Jesu zu besin­nen: „Wir sind gesandt, den Men­schen die Ehr­furcht vor Gott zu ver­mit­teln – indem wir ihnen deut­lich machen, wie sehr Gott sie liebt. Wenn die Men­schen heu­te etwas drin­gend brau­chen, dann die Bot­schaft: Ich bin unend­lich geliebt.“

Pon­ti­fi­kal­amt mit Erz­bi­schof Gössl im Dom

Fron­leich­nams­fest in Bamberg

Das Fron­leich­nams­fest in Bam­berg wird am Don­ners­tag, dem 19. Juni 2025, mit einem Pon­ti­fi­kal­amt und einer gro­ßen Pro­zes­si­on durch die Alt­stadt gefei­ert. Der Got­tes­dienst mit Erz­bi­schof Her­wig Gössl fin­det um 8 Uhr im Dom statt, wie das Erz­bis­tum Bam­berg mitteilt.

Im Anschluss beginnt die Pro­zes­si­on, die mit dem Eucha­ris­ti­schen Segen auf dem Dom­platz endet. Zu dem seit 1390 statt­fin­den­den Ereig­nis wer­den meh­re­re Tau­send Gläu­bi­ge erwar­tet. Es sin­gen der Dom­chor, die Mäd­chen­kan­to­rei und die Dom­kan­to­rei sowie in die­sem Jahr als Gast­chor zusätz­lich der Kna­ben­chor der Dom­kir­che von Upp­sa­la (Schwe­den).

Tra­di­tio­nell rei­hen sich in den Zug zahl­rei­che ver­schie­de­ne Grup­pen und Orga­ni­sa­tio­nen ein: die Pfar­rei­en mit ihren Geist­li­chen und den Minis­tran­ten, die Rit­ter­or­den, die Ordens­frau­en, Mit­glie­der der Räte und Gre­mi­en, die Hono­ra­tio­ren aus Stadt und Land­kreis Bam­berg sowie die Bru­der­schaf­ten, Innun­gen und Ver­ei­ne, die das Erbe der Zünf­te pfle­gen, dar­un­ter die tra­di­ti­ons­rei­chen Bam­ber­ger Gärt­ner und vie­le mehr. Bei der Pro­zes­si­on wer­den auch die Mari­en­sta­tu­en der Pfarr­kir­chen Unse­re Lie­be Frau und St. Mar­tin sowie die his­to­ri­schen Pro­zes­si­ons­stan­gen mit­ge­tra­gen. In der Mit­te der Pro­zes­si­on wird das Dom­kreuz, ein etwa 600 Kilo­gramm schwe­res reich ver­zier­tes Reli­qui­en­kreuz, von 18 Män­nern getra­gen. Soll­te die Pro­zes­si­on wegen schlech­ten Wet­ters abge­sagt wer­den, wird dar­über ab 7.00 Uhr auf der Home­page des Erz­bis­tums Bam­berg oder des­sen Face­book-Face­book-Sei­te informiert.


Der Pro­zes­si­ons­weg

Ers­te Sta­ti­on: Altar im Dom – Resi­denz­stra­ße – Eli­sa­be­then­stra­ße – Unte­re Sand­stra­ße – Mar­kus­brü­cke. Zwei­te Sta­ti­on: Mar­kus­stra­ße – Mar­kus­platz – Kapu­zi­ner­stra­ße – Holz­markt – Heu­markt – Fleisch­stra­ße. Drit­te Sta­ti­on: Rat­haus Max­platz – Grü­ner Markt – Karo­li­nen­stra­ße. Vier­te Sta­ti­on und Abschluss: Domplatz.

Ein Begleit­heft mit Lie­dern und Gebe­ten wird von den Ord­nern ver­teilt. Unter www.fronleichnam.erzbistum-bamberg.de wird eine digi­ta­le Ver­si­on zur Nut­zung auf Mobil­ge­rä­ten angeboten.


His­to­ri­scher Hintergrund

Die Ein­füh­rung der Pro­zes­si­on in Bam­berg geht auf Bischof Lam­precht von Brunn zurück, der im Jahr 1390 ein Fest zur Ehre des Lei­bes Chris­ti mit Pro­zes­si­on unter Teil­nah­me des Kle­rus des Domes und der Stifts­kir­chen anord­ne­te. Dabei wur­de das Aller­hei­ligs­te mit­ge­tra­gen – jedoch nur durch den Dom in die Alte Hof­hal­tung (den Bischofs­itz) und zurück. Sta­tio­nen auf dem Weg sind erst ab dem 16. Jahr­hun­dert über­lie­fert, dane­ben fan­den Umgän­ge an den Pfarr­kir­chen Unse­re Lie­be Frau und St. Mar­tin statt, wo auch Bür­ger und Stadt­rat zur Teil­nah­me ver­pflich­tet wur­den. Aus die­sen drei Pro­zes­sio­nen ent­wi­ckel­te sich letzt­lich in der Barock­zeit die gro­ße Fron­leich­nams­pro­zes­si­on, zu der ein hand­schrift­li­ches Zere­mo­nien­buch aus dem Jahr 1730 vor­liegt. Das Dom­ka­pi­tel führ­te 1822 die gro­ße, vom Dom aus­ge­hen­de Pro­zes­si­on mit ihrem lit­ur­gi­schen Ablauf und den teil­neh­men­den Grup­pen ein. Bis heu­te prägt die Fron­leich­nams­pro­zes­si­on die Bischofs­stadt Bam­berg und ist Teil ihres reli­giö­sen und kul­tu­rel­len Erbes.

Erz­bi­schof Gössl: „Leo XIV. bringt den Frie­den des Auf­er­stan­de­nen in die Welt“

Got­tes­dienst für den neu­en Papst im Bam­ber­ger Dom

Der Bam­ber­ger Erz­bi­schof Her­wig Gössl wer­tet die Wahl von Papst Leo XIV. als Aus­druck der welt­wei­ten Gemein­schaft gläu­bi­ger Chris­ten, die unter der Füh­rung des Hei­li­gen Geis­tes steht, wie er heu­te beim Got­tes­dienst für den neu­en Papst betonte.

„Wir dür­fen dar­auf ver­trau­en, dass der Herr uns den­je­ni­gen gesandt hat, den es heu­te braucht, um die viel­fäl­ti­gen Auf­ga­ben in Kir­che und Welt anzu­ge­hen“, sag­te Gössl am Diens­tag­abend in einem fei­er­li­chen Pon­ti­fi­kal­got­tes­dienst für den neu­en Papst im Bam­ber­ger Dom.

Mit sei­nen ers­ten Wor­ten habe Papst Leo XIV. ein kla­res Zei­chen gesetzt. Er stel­le sei­ne Amts­zeit unter das Leit­mo­tiv des Frie­dens und habe bereits diplo­ma­ti­sche Initia­ti­ven ange­sto­ßen, um Wege zu fried­li­chen Lösun­gen zu ebnen. „Wah­rer Frie­de wächst aus der Nähe zu Chris­tus – und die­sen Frie­den braucht die Welt heu­te drin­gen­der denn je“, beton­te Gössl.

Die Kir­che sei kein wei­te­rer Staat unter vie­len auf dem diplo­ma­ti­schen Par­kett, son­dern schöp­fe ihre Frie­dens­bot­schaft aus dem Evan­ge­li­um. „Der Frie­de Chris­ti unter­schei­det sich grund­le­gend von dem Frie­den, den die­se Welt her­vor­bringt – einem Frie­den, der oft brü­chig und gefähr­det bleibt“, sag­te der Erzbischof.

Zen­tral blei­be für die Kir­che nicht ein poli­ti­sches Pro­gramm, son­dern die Ver­kün­di­gung der Auf­er­ste­hung Jesu und des neu­en Lebens, das dar­aus erwächst. „Mit die­sem Frie­den im Her­zen kön­nen wir alle als Boten des Frie­dens wir­ken“, so Gössl.

Erz­bi­schof Gössl: „Papst Leo XIV. kann den von Fran­zis­kus berei­te­ten Weg weitergehen“

Gro­ße Freu­de im Erz­bis­tum Bam­berg über den neu­en Papst

Mit gro­ßer Freu­de und Dank­bar­keit hat der Bam­ber­ger Erz­bi­schof Her­wig Gössl die Wahl von Kar­di­nal Robert F. Pre­vost OSA zum neu­en Papst auf­ge­nom­men. „Es war ein Moment, in dem man das Wir­ken des Hei­li­gen Geis­tes spü­ren konnte.“

Der frü­he­re Prä­fekt des Dik­as­te­ri­ums für Bischö­fe wur­de heu­te im Kon­kla­ve zum Nach­fol­ger von Papst Fran­zis­kus gewählt und nahm den Namen Leo XIV. an.

„Mit Leo XIV. hat die Welt­kir­che einen Papst erhal­ten, der im Her­zen der römi­schen Kurie tätig ist und durch sei­ne diplo­ma­ti­sche und pas­to­ra­le Erfah­rung, sei­ne tie­fe Spi­ri­tua­li­tät und sei­ne ruhi­ge, aus­glei­chen­de Art vie­le Men­schen beein­druckt hat“, sag­te Gössl. In einer Zeit glo­ba­ler Her­aus­for­de­run­gen und kirch­li­cher Umbrü­che sei sei­ne Wahl ein Zei­chen der Hoff­nung und des Auf­bruchs, so Gössl. Als Ken­ner der römi­schen Kurie kön­ne Pre­vost die von Fran­zis­kus gesetz­ten Impul­se kon­kret umset­zen und den ein­ge­schla­ge­nen Weg der not­wen­di­gen Refor­men weitergehen.

Beson­ders groß sei die Hoff­nung, dass Papst Leo XIV. Brü­cken zwi­schen den ver­schie­de­nen Strö­mun­gen inner­halb der Kir­che baut und dazu bei­trägt, Spal­tun­gen zu über­win­den. „In einer Zeit, in der vie­le Men­schen Ori­en­tie­rung suchen und die Ein­heit der Kir­che auf dem Prüf­stand steht, ist sein Ein­satz für Ver­stän­di­gung, Ver­söh­nung und ein respekt­vol­les Mit­ein­an­der von ent­schei­den­der Bedeu­tung“, beton­te Erz­bi­schof Gössl und füg­te hin­zu: „Ich bete dafür, dass der Hei­li­ge Geist ihn wei­ter­hin lei­ten möge, und rufe die Gläu­bi­gen unse­res Erz­bis­tums dazu auf, den Hei­li­gen Vater im Gebet zu begleiten.“

Erz­bi­schof Gössl beton­te, dass er beson­de­re Hoff­nung auf den Ein­satz des neu­en Paps­tes für Frie­den, sozia­le Gerech­tig­keit und eine geein­te Weltkirche.

Fran­zis­kus lern­te 1986 im Erz­bis­tum Bam­berg Deutsch

Erz­bis­tum Bam­berg trau­ert um Papst Franziskus

Mit tie­fer Trau­er hat der Bam­ber­ger Erz­bi­schof Her­wig Gössl auf den Tod von Papst Fran­zis­kus reagiert. In einer Erklä­rung drück­te er sei­ne Anteil­nah­me aus und wür­dig­te das außer­ge­wöhn­li­che Wir­ken des heu­te im Alter von 88 Jah­ren ver­stor­be­nen Pontifex.

„Der Tod des Hei­li­gen Vaters trifft uns alle zutiefst. Er war ein wah­rer Hir­te der Kir­che, der die Bot­schaft des Evan­ge­li­ums mit einer uner­schüt­ter­li­chen Lie­be zu den Armen und einer kla­ren Visi­on für den Dia­log zwi­schen den Völ­kern und Reli­gio­nen ver­kün­det hat“, so Gössl. Fran­zis­kus habe die Kir­che in stür­mi­scher Zeit mit Weis­heit und uner­schüt­ter­li­chen Glau­ben gelei­tet. Er habe zugleich den Schatz des Glau­bens bewahrt und die Türen für not­wen­di­ge Ver­än­de­run­gen geöffnet.

Papst Fran­zis­kus habe durch sei­ne pas­to­ra­le Hal­tung und sein Enga­ge­ment für Frie­den, Gerech­tig­keit und den inter­re­li­giö­sen Dia­log die katho­li­sche Kir­che geprägt. „Sein Glau­bens­zeug­nis, sei­ne tie­fe Mensch­lich­keit und sei­ne uner­müd­li­che Arbeit für eine gerech­te­re Welt und die Bewah­rung der Schöp­fung blei­ben uns allen ein Vorbild.“

Gössl, der im Dezem­ber 2023 von Papst Fran­zis­kus zum Erz­bi­schof ernannt wur­de, erin­ner­te in sei­ner Stel­lung­nah­me auch an sei­ne per­sön­li­che Begeg­nung mit Papst Fran­zis­kus im Juni 2024 bei der fei­er­li­chen Über­ga­be des Pal­li­ums in Rom. „Es war mir eine beson­de­re Ehre, den Hei­li­gen Vater per­sön­lich zu tref­fen. Ich habe sei­ne tie­fe Ver­bun­den­heit mit der gesam­ten Kir­che und sein Inter­es­se an den Anlie­gen der Diö­ze­sen welt­weit gespürt.“ Fran­zis­kus hin­ter­las­se nicht nur eine geist­li­che, son­dern auch ein mensch­li­ches Erbe, das wir bewah­ren müs­sen“, so der Erz­bi­schof weiter.

Gössl erin­ner­te auch dar­an, dass Papst Fran­zis­kus 1986 als Pries­ter wäh­rend sei­ner Pro­mo­ti­on meh­re­re Mona­te im Erz­bis­tum Bam­berg, in Rothen­burg ob der Tau­ber, gelebt und Deutsch gelernt hat. Seit 2016 erin­nert eine Ehren­ta­fel am Ein­gang des frü­he­ren Goe­the-Insti­tuts an die­se Zeit.

Abschlie­ßend lud der Erz­bi­schof die Gläu­bi­gen ein, für Papst Fran­zis­kus und einen guten Nach­fol­ger zu beten: „Ich bit­te alle Gläu­bi­gen im Erz­bis­tum, des ver­stor­be­nen Hei­li­gen Vaters im Gebet und in der Fei­er der Eucha­ris­tie zu gedenken.“