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Hilfsorganisationen

Ein Tag vol­ler Ent­de­ckun­gen für die gan­ze Familie

Welt­kin­der­tag auf dem Dom­berg am 20. September

Zu einem bun­ten, leben­di­gen und span­nen­den Welt­kin­der­tag am Sams­tag, 20. Sep­tem­ber, laden die Neue Resi­denz und die Alte Hof­hal­tung auf dem Dom­berg ein.

Fami­li­en mit Kin­dern sind herz­lich will­kom­men, gemein­sam auf Ent­de­ckungs­tour zu gehen, zu ler­nen, zu bas­teln und sich von his­to­ri­schen Schau­plät­zen inspi­rie­ren zu las­sen. Ob klei­ne Ent­de­cke­rin­nen oder gro­ße Geschichts-Fans – hier kom­men alle auf ihre Kosten.

Die Fami­li­en­füh­rung „Lich­ter­glanz und war­mes Zuhau­se? Wie war das damals?“ in der Neu­en Resi­denz rich­tet sich an Kin­der ab sechs Jah­ren und lädt zu einer Ent­de­ckungs- und Zeit­rei­se ein. Im His­to­ri­schen Muse­um Bam­berg gibt es nicht nur Ent­de­cker­bo­gen und Mit­mach­sta­tio­nen rund um die Aus­stel­lung „Bil­der­spa­zier­gang“, son­dern auch den Work­shop „Demo­kra­tie braucht Kunst!“, in dem gemein­sam mit den Künst­le­rin­nen Simo­na Sac­coc­cia und Judith Sie­ders­ber­ger Stoff­beu­tel bedruckt wer­den. Die Info­stand- und Mit­mach­sta­ti­on „Hand­pan­mu­sik“ eröff­net Klang­wel­ten mit der Hand­pan, die Jung und Alt in ihren Bann zie­hen. Beim Work­shop „Lehm ist bunt“ mit „Lebens­Lehm“ kön­nen Baum­rin­den­mo­bi­le mit aus­wasch­ba­ren Lehm­far­ben bemalt wer­den. Wei­ter­hin kön­nen bei der Mit­mach­ak­ti­on „Bun­te But­tons“ eige­ne, ein­zig­ar­ti­ge But­ton gestal­tet wer­den. Zusätz­lich infor­miert der Info­stand der „Omas gegen Rechts Bam­berg“ über deren Arbeit und bie­tet ein Glücks­rad. Schließ­lich führt die Fami­li­en­füh­rung „Aben­teu­er Geschich­te – auf den Spu­ren der Fürst­bi­schö­fe“ vom Mit­tel­al­ter bis zum Barock: Vom geheim­nis­vol­len Kir­chen­schim­mer in der Tho­mas­ka­pel­le bis zum prunk­vol­len Glanz der Neu­en Resi­denz kön­nen Kin­der mit ihren Eltern eine span­nen­de Zeit­rei­se erleben.

Alle Pro­gramm­punk­te sind fami­li­en­freund­lich gestal­tet; wei­te­re Details zu Zei­ten und Treff­punk­ten unter http://www.domberg-bamberg.de 

Poli­zei und Hilfs­or­ga­ni­sa­tio­nen haben erfolg­reich die Zusam­men­ar­beit trainiert

Amok­la­ge im Sta­di­on: Ein­satz­kräf­te üben in Bam­berg den Ernstfall

Als gegen 12 Uhr Übungs­lei­ter Chris­ti­an Seitz „Übungs­en­de“ über die Funk­ge­rä­te ver­kün­det, lie­gen drei inten­si­ve Stun­den hin­ter den rund 350 Ein­satz­kräf­ten sowie 130 Sta­tis­tin­nen und Sta­tis­ten. Poli­zei, Ret­tungs­dienst, Kata­stro­phen­schutz und Feu­er­wehr haben am Sams­tag, 13. Sep­tem­ber 2025, im Zusam­men­spiel mit den Kli­ni­ken Bam­berg, Bur­ge­brach und Scheß­litz sowie der Inte­grier­ten Leit­stel­le Bam­berg-Forch­heim für den abso­lu­ten Ernst­fall trai­niert: Bei einem Fuß­ball­spiel im Fuchs-Park-Sta­di­on greift ein frus­trier­ter ehe­ma­li­ger Mit­ar­bei­ter eines Fuß­ball­ver­eins im psy­chi­schen Aus­nah­me­zu­stand wahl­los mit einem Mes­ser Men­schen im VIP-Bereich der Tri­bü­ne an.

Bay­erns Innen­mi­nis­ter Joa­chim Herr­mann, der selbst vor Ort die Übung ver­folgt, betont die Wich­tig­keit solch groß ange­leg­ter Test­läu­fe: „Durch rea­li­täts­na­he Sze­na­ri­en kann die orga­ni­sa­ti­ons­über­grei­fen­de Zusam­men­ar­beit aller Blau­licht­or­ga­ni­sa­tio­nen im Ernst­fall geübt und wei­ter ver­bes­sert wer­den. Neben der guten Zusam­men­ar­beit von Baye­ri­scher Poli­zei, Ret­tungs­dienst und Feu­er­wehr kommt es im Bevöl­ke­rungs­schutz auf ver­läss­li­che Pla­nung, gute Vor­be­rei­tung und die Ver­net­zung aller rele­van­ten Akteu­re an. Die akti­ve Betei­li­gung der drei Kli­ni­ken in Stadt und Land­kreis Bam­berg an der Übung begrü­ße ich daher aus­drück­lich.“ Auch Ober­bür­ger­meis­ter Andre­as Star­ke, die Bür­ger­meis­ter Jonas Glüsen­kamp und Wolf­gang Metz­ner sowie wei­te­re Ehren­gäs­te aus Poli­tik und von Sicher­heits­be­hör­den sind anwe­send, als es gegen 9 Uhr los­geht. Der Sani­täts­dienst im Sta­di­on ver­mu­tet zunächst eine Schlä­ge­rei und alar­miert die Poli­zei. Schon wenig spä­ter tref­fen die ers­ten Kräf­te ein. Sie fin­den eine unüber­sicht­li­che Lage vor: eine vol­le Tri­bü­ne mit einer zu die­sem Zeit­punkt unkla­ren Anzahl an Ver­letz­ten und einem Täter, der sich noch im Sta­di­on befin­det. Die­ser flüch­tet und ver­schanzt sich in einem benach­bar­ten Con­tai­ner­dorf. Die Ein­satz­kräf­te erhö­hen die Alarm­stu­fe, nach­dem klar wird, was vor­ge­fal­len ist. Wenig spä­ter tref­fen ein Groß­auf­ge­bot an Poli­zei­kräf­ten und der alar­mier­te Ret­tungs­dienst sowie Kräf­te des Kata­stro­phen­schut­zes ein. Das Sze­na­rio hält noch mehr bereit: Rauch steigt im Bereich des Con­tai­ner­dorfs auf. Der Täter hat ein Feu­er gelegt.


Ver­trau­ter Übungsort

„Wir wol­len auf alle Fäl­le vor­be­rei­tet sein: Die Groß­übung dient dazu, bei einer Poli­zei­la­ge das Zusam­men­spiel aller betei­lig­ten Blau­licht-Orga­ni­sa­tio­nen zu trai­nie­ren und zu ver­bes­sern“, betont Ober­bür­ger­meis­ter Andre­as Star­ke. „Der Übungs­ort wur­de bewusst gewählt, da er allen an der Übung Betei­lig­ten auch aus der Pra­xis bes­tens bekannt ist. Damit ist es mög­lich, in siche­rer Umge­bung Neu­es zu erpro­ben und bestehen­de Pla­nun­gen auf Aktua­li­tät und Umsetz­bar­keit zu prü­fen“, erklärt Chris­ti­an Seitz, Lei­ter des Amtes für Brand- und Kata­stro­phen­schutz der Stadt Bam­berg. Der städ­ti­sche Kata­stro­phen­schutz­be­auf­trag­te Micha­el Hoh hat die Übung feder­füh­rend orga­ni­siert und dafür eine Viel­zahl an Sta­tis­ten vor allem von der Poli­zei und aus der Stadt­ver­wal­tung gewonnen.

„Jede Sekun­de zählt! Den Täter hand­lungs­un­fä­hig zu machen, Ret­tungs­diens­ten ohne Eigen­ge­fähr­dung ihren Ein­satz zu ermög­li­chen und die Bevöl­ke­rung zu schüt­zen, lässt kei­nen Zeit­ver­zug zu. Wir sind dank­bar für die­se Übung, ist doch die Bewäl­ti­gung lebens­be­droh­li­cher Ein­satz­la­gen kein Zufalls­pro­dukt, son­dern das Ergeb­nis inten­si­ver Pla­nung und Abstim­mung. Zu einer guten Vor­be­rei­tung gehört, dass man defi­nier­te Hand­lungs­ab­läu­fe rea­lis­ti­schen Bedin­gun­gen trai­niert und gege­be­nen­falls ver­bes­sert. Das ist auf­wän­dig, lohnt sich aber. Ich dan­ke allen Betei­lig­ten für ihr gro­ßes Enga­ge­ment“, betont Poli­zei­vi­ze­prä­si­dent der Poli­zei Ober­fran­ken Ulrich Rothdauscher.

Um zu beur­tei­len, was gut läuft, und was noch bes­ser lau­fen muss, sind rund 50 Übungs­be­ob­ach­ter der ein­zel­nen Orga­ni­sa­tio­nen mit einem stren­gen Auge dabei. „Übung macht den Meis­ter – das gilt auch und gera­de für Sze­na­ri­en, von denen wir uns alle wün­schen, dass sie am bes­ten nie ein­tre­ten mögen“, betont Bam­bergs Poli­zei­chef Flo­ri­an May­er. „Gemein­sa­me Übun­gen mit ande­ren Orga­ni­sa­tio­nen ermög­li­chen uns, das Vor­ge­hen unse­rer Part­ner noch bes­ser ken­nen­zu­ler­nen und ohne­hin bestehen­de Koope­ra­tio­nen ver­tie­fen und noch opti­mie­ren zu kön­nen. Ein gegen­sei­ti­ges Ver­ständ­nis ist gera­de für stress­be­las­te­te Situa­tio­nen von enor­mem Mehr­wert“, so Mayer.


Her­aus­for­dern­des Szenario

Denn das Sze­na­rio birgt eini­ge Her­aus­for­de­run­gen und viel Abstim­mungs­be­darf für die Ein­satz­kräf­te: „Bei Groß­scha­dens­la­gen kommt der haupt­be­ruf­li­che Ret­tungs­dienst mit der nor­ma­len Fahr­zeug­vor­hal­tung schnell an sei­ne Gren­zen, daher kom­men immer dann ehren­amt­lich besetz­te Kata­stro­phen­schutz­ein­hei­ten zum Ein­satz“, betont Kata­stro­phen­schutz­be­auf­trag­ter Micha­el Hör­mann vom BRK-Kreis­ver­band Bam­berg. Durch die gro­ße Anzahl an Ver­letz­ten sind das Baye­ri­sche Rote Kreuz, die Johan­ni­ter-Unfall-Hil­fe und der Mal­te­ser Hilfs­dienst mit ins­ge­samt knapp 100 Ein­satz­kräf­ten im Ein­satz. Bevor die Ret­tungs­diens­te tätig wer­den kön­nen, muss die Poli­zei die Tri­bü­ne aber zunächst sichern und frei­ge­ben. Par­al­lel wer­den die Kli­ni­ken in Alarm­be­reit­schaft ver­setzt und akti­vie­ren ent­spre­chend ihrer Kon­zep­te zusätz­lich erfor­der­li­ches Personal.

In der Zwi­schen­zeit berei­tet im Con­tai­ner­dorf die Poli­zei den Zugriff vor. Auf­grund des durch den Angrei­fer geleg­ten Bran­des im Con­tai­ner­dorf wird die Feu­er­wehr zu dem Brand­er­eig­nis nach­alar­miert. Bei der Fest­nah­me wird der Täter so schwer ver­letzt, dass er spä­ter ver­stirbt – so sieht es das Dreh­buch vor. Erst nach der gesi­cher­ten Frei­ga­be des Con­tai­ner­dor­fes durch die Poli­zei darf und kann die Feu­er­wehr mit den Lösch- und Ein­satz­maß­nah­men begin­nen. „Die Sicher­heit und der Eigen­schutz aller Ein­satz­kräf­te, dies gilt auf für unse­re Ein­satz­mann­schaf­ten, ste­hen stets im Vor­der­grund. Nie­mand darf in Gefahr gera­ten oder ange­grif­fen wer­den“, betont Stadt­brand­in­spek­tor Ewald Pfän­der. Was sich dage­gen nie aus­schlie­ßen lässt: Im Sze­na­rio ver­letzt sich bei den Lösch­ar­bei­ten ein Feu­er­wehr­mann. Die­ser muss durch sei­ne Kame­ra­din­nen und Kame­ra­den geret­tet werden.

Ins­ge­samt wer­den 25 Per­so­nen inklu­si­ve Täter ver­letzt und müs­sen sta­tio­när in den Kli­ni­ken Bam­berg, Bur­ge­brach und Scheß­litz ver­sorgt wer­den. Wäh­rend­des­sen nimmt vor Ort die Psy­cho­so­zia­le Not­fall­ver­sor­gung für Betrof­fe­ne (PSNV‑B), bestehend aus Per­so­nal der Poli­zei und der Hilfs­or­ga­ni­sa­tio­nen, ihre Arbeit auf.


Kli­ni­ken über­prü­fen Abläufe

In den Kli­ni­ken geht es eben­so dar­um, die Abläu­fe für einen sol­chen Mas­sen­an­fall an Ver­letz­ten zu über­prü­fen. Für die Not­auf­nah­me des Kli­ni­kums am Bru­der­wald steht bei der Übung die soge­nann­te Tria­ge, also die medi­zi­ni­sche Erst­ein­schät­zung und Prio­ri­sie­rung von zehn gleich­zei­tig ein­ge­lie­fer­ten Ver­letz­ten nach Dring­lich­keit im Mit­tel­punkt. Die­ser Pro­zess ist ent­schei­dend, um im Ernst­fall schnell die best­mög­li­che medi­zi­ni­sche Ver­sor­gung zu gewähr­leis­ten. Das Kli­ni­kum Bam­berg nutzt die Übung auch dazu, sei­ne inter­ne Alar­mie­rungs­ket­te zu tes­ten. Bei der Übung kom­men 15 zusätz­li­che Mit­ar­bei­ten­de zum Ein­satz, so dass der regu­lä­re Betrieb der Not­auf­nah­me eben­falls gewähr­leis­tet bleibt und für die Pati­en­tin­nen und Pati­en­ten kei­ne Beein­träch­ti­gung besteht. Auch in der Stei­ger­wald­kli­nik Bur­ge­brach und der Jura­kli­nik Scheß­litz wer­den inner­halb kür­zes­ter Zeit schlag­kräf­ti­ge inter­dis­zi­pli­nä­re Behand­lungs­teams zusam­men­ge­stellt, um der Kri­sen­si­tua­ti­on opti­mal zu begegnen.