Wirtschafts-Hemmnis Bürokratie
IHK: Eckpunkte zum Bürokratie-Entlastungsgesetz enttäuschen
Am Donnerstag (31. August) hat die Bundesregierung Pläne für ein Bürokratie-Entlastungsgesetz vorgestellt. Die IHK für Oberfranken Bayreuth erkennt einen darin festgehaltenen Willen zum Bürokratieabbau zwar an, vermisst aber schnelle Entlastungen für Unternehmen.
Die bürokratischen Belastungen der Wirtschaft, so die IHK für Oberfranken Bayreuth in einer Mitteilung, haben in den letzten Jahren stetig zugenommen. Unternehmen müssten immer mehr Ressourcen aufwenden, um etwa Berichte zu verfassen, Nachweispflichten zu erfüllen, statistische Daten zu melden oder Genehmigungen zu beantragen. „Das bindet Kapazitäten, kostet Geld und verhindert oft wichtige Investitionen für Innovationen, Energietransformation oder Produktneuheiten. Die Bürokratie in Deutschland wird zunehmend zum harten Standortnachteil“, sagt Michael Waasner, Präsident der oberfränkischen IHK. „Die Bürokratie in Deutschland hat sich schon jetzt zu einem regelrechten Dickicht entwickelt, das für unseren gesamten Wirtschaftsstandort zum Wachstumshemmnis zu werden droht. Dabei stehen die großen Belastungen noch bevor.“
Gerade in schwierigen Zeiten sei es für eine Wirtschaft wichtig, die Rahmenbedingungen wettbewerbsfähig zu gestalten. Mit Sorge blicke der IHK-Präsident entsprechend auf das letzte Woche von der Bundesregierung während einer Kabinettsklausur in Meseberg auf den Weg gebrachte Bürokratie-Entlastungsgesetz. Neue, darin enthaltene Regelungen etwa zu Nachhaltigkeitsberichterstattung, Lieferkettengesetz oder Meldepflichten bei EU-Regelungen erhöhen laut IHK den bürokratischen Aufwand noch. „Es rollt ein Bürokratie-Tsunami auf die Unternehmen zu“, so Waasner. „Wir brauchen einen echten Befreiungsschlag und mehr Freiraum für unternehmerisches Handels, sonst überrollt uns die Regulierungswelle.“
Eine Lösung ist laut IHK einfach: Weniger Regulierung, mehr digitale Kommunikationswege und schnellere Bearbeitung von Anträgen aus den Unternehmen würden Handlungsspielräume für die oberfränkische Wirtschaft bedeuten.
Deshalb sammelt die IHK für Oberfranken Bayreuth aktuell auf ihrer Homepage positive und negative Bürokratie-Beispiele, um der Politik konkrete Vorschläge für eine effizientere und unternehmensfreundlichere Verwaltung vorschlagen zu können.
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IHK für Oberfranken Bayreuth
Oberfränkischer Tourismus toppt das Rekordjahr 2019
Wie die IHK für Oberfranken Bayreuth mitteilte, stiegen die Übernachtungszahlen in der Region im Jahr 2023 um 18,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Damit hat Oberfranken die Zahlen aus dem touristischen Rekordjahr 2019 übertroffen.
Die neuesten Zahlen des bayerischen Landesamts für Statistik vermelden für den Tourismus in Oberfranken Rekordergebnisse, so die IHK für Oberfranken Bayreuth in einer Mitteilung. Alle bayerischen Regierungsbezirke hätten demgemäß ihre Übernachtungszahlen im Vergleich zu 2022 gesteigert. Oberfranken toppe jedoch zusätzlich das Ergebnis aus dem touristischen Rekordjahr 2019. Denn im ersten Halbjahr 2023 übernachteten vier Prozent mehr Gäste in oberfränkischen Beherbergungsbetrieben als im ersten Halbjahr 2019, also im Vor-Corona-Jahr.
In Summe konnten im ersten Halbjahr 2023 im Vergleich zu 2019 fast 100.000 Übernachtungen mehr in ganz Oberfranken verzeichnet werden. Vor allem aus dem Ausland fanden wieder mehr Gäste ihren Weg in die Region. Die Zahl ihrer Übernachtungen stieg gegenüber 2019 um knapp neun Prozent.
Insgesamt übernachteten im ersten Halbjahr 2023 fast 2,5 Millionen Gäste in oberfränkischen Beherbergungsbetrieben. „Das sind gut 400.000 oder 18,7 Prozent mehr Übernachtungen als im Vorjahreszeitraum“, sagt Monika Kaiser, Referentin für Tourismus bei der IHK für Oberfranken Bayreuth.
Die Gründe für den Anstieg der Zahlen liegen laut IHK in der Struktur und Ausrichtung der Region. Spätestens seit der Pandemie wachse der Natur- und Wandertourismus, außerdem punkte Oberfranken mit ländlich geprägten Tourismusregionen. „Unsere Tourismusbetriebe können trotz der schweren Rahmenbedingungen optimistisch in die Zukunft blicken“, sagt Thomas Puchtler, Vorsitzender des Tourismusausschusses der IHK für Oberfranken Bayreuth.
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IHK-Bürokratiemelder erfolgreich angelaufen
Bayreuther IHK sagt Bürokratie den Kampf an
„Bürokratieabbau ist das beste Konjunkturprogramm, das es gibt“, macht Wolfram Brehm deutlich, Hauptgeschäftsführer der IHK für Oberfranken Bayreuth. Die zuletzt exponentiell wachsende Bürokratie ist Auslöser für die Kammer, mit einer breit angelegten Anti-Bürokratie-Initiative zu starten.
„Ohne Regeln geht nichts, das sieht auch die Wirtschaft so. Aber aus gut gemeinten Regeln darf kein lähmender Bürokratismus werden“, macht Brehm deutlich. „Zu viel Bürokratie legt unsere Wirtschaft lahm. Deutschland steht sich durch ein Übermaß an Regulierungen immer häufiger selbst im Weg.“
Mehr und mehr Unternehmerinnen und Unternehmer stehen der Politik mit ihren immer neuen bürokratischen Vorgaben zunehmend verständnislos gegenüber. „Die Politik kann wenig für die schwierige geopolitische Lage und die Corona-Nachwirkungen. Sie kann aber sehr wohl etwas für die bürokratischen Hemmnisse, die immer mehr zu einer Bremse für die wirtschaftliche Entwicklung werden“, betont Brehm.
Man sage Deutschland gerne nach, dass etwa EU- Richtlinien zu 120 Prozent umgesetzt würden. „Zuletzt haben wir mehr Deutschland bekommen als wir vertragen“, so Brehm. Umso wichtiger sei es, das Ruder herumzureißen und der Bürokratie den Kampf anzusagen, gibt sich der IHK-Hauptgeschäftsführer kämpferisch.
“Zeitenwende in der Bürokratie“ gefordert
Zwischen 2019 und 2022, also in den Corona-Jahren, stieg die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in Oberfranken in der Summe um 5.665 auf knapp 444.000. Im Wesentlichen war dieser Beschäftigtenzuwachs auf die Öffentliche Verwaltung zurückzuführen mit einem Plus von 4.964 oder knapp einem Viertel auf rund 26.200. Das ist zweifellos auf das notwendige Krisenmanagement der vergangenen Jahre zurückzuführen sowie eine fehlende Digitalisierung. „Ich fürchte aber, auch die Umsetzung einer Vielzahl von Gesetzesinitiativen und Verwaltungsvorschriften ist eine weitere Ursache für diesen Beschäftigtenaufbau. Offenbar haben nicht nur die Unternehmen mit der wachsenden Bürokratie zu kämpfen“, so Brehm.
Die IHK lege deswegen bei Gesprächen mit Vertretern der Politik regelmäßig den Finger in die Wunde. Dazu Thomas Zapf, Bereichsleiter Standortpolitik: „Wir setzen uns vehement für weniger Bürokratie im Unternehmensalltag ein.“ In ihrer jüngsten Sitzung hat die IHK-Vollversammlung eine Resolution verabschiedet, in der eine “Zeitenwende in der Bürokratie” gefordert wird.
Der täglich wachsende Aufwand für die Erfüllung gesetzlicher Vorgaben bremse die Unternehmen zunehmend aus. Hinzu kämen zum Teil unflexible Verwaltungen, die Handlungs- und Ermessensspielräume nicht ausreichend nutzten. „Oft sind die Herangehensweisen an Fragestellungen wenig lösungsorientiert“, so Zapf.
IHK-Bürokratiemelder erfolgreich angelaufen
„Immer mehr Unternehmen schlagen bei uns auf, weil die Bürokratie, mit der sie tagtäglich konfrontiert werden, schlicht und ergreifend ihre Möglichkeiten übersteigt“, macht Zapf deutlich. „Als IHK für Oberfranken Bayreuth starten wir deswegen eine breit angelegte Anti-Bürokratie-Initiative. Dazu haben wir eine IHK-Bürokratie-Taskforce eingerichtet, an die sich Unternehmen mit Bürokratieproblemen richten können.“ Ein IHK-Gesetzes-TÜV stelle außerdem ausgewählte Vorschriften und Gesetze auf den Prüfstand.
Im Mittelpunkt steht eine Bürokratie-Meldeplattform auf der IHK-Website, die bereits erfolgreich angelaufen sei. „Hier können uns Unternehmen konkrete bürokratische Hürden melden, durch die sie in den vergangenen Monaten ausgebremst wurden”, sagt Zapf. Dies könne anonymisiert erfolgen oder auch mit Namensnennung. „Wenn gewünscht, gibt es dann die Rückmeldung einer fachlich versierten Ansprechperson“, bietet Zapf an: „Aber auch Positivbeispiele aus einer Kommune oder einer Behörde vor Ort können einen wichtigen Beitrag zur Entbürokratisierung in anderen Teilregionen Oberfrankens leisten. Wir freuen uns deswegen über jeden Hinweis.“
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IHK für Oberfranken Bayreuth
Viele Patente in Oberfranken angemeldet
Die bayerischen IHKs haben die Zahl der im Jahr 2021 im Freistaat angemeldeten Patente bekanntgegeben. Überdurchschnittlich viele davon kommen aus Oberfranken.
Ein jüngst erschienener Bericht der bayerischen IHKs namens „Patente in Bayern 2023“ gibt Auskunft über die Zahl von Patentanmeldungen im Jahr 2021 – zum Beispiel in Oberfranken. Wie die IHK Oberfranken Bayreuth gestern (20. Juli) mitteilte, liegt die Zahl der Patente im hiesigen Regierungsbezirk sogar überdurchschnittlich hoch.
„Dass sich Bayern als Innovationsstandort behaupten kann, ist nicht zuletzt der Leistungsfähigkeit unserer oberfränkischen Erfinderinnen und Erfinder geschuldet”, wird Michael Waasner, Präsident der IHK für Oberfranken Bayreuth, zitiert. Und Dominik Erhard, Referent für Innovation, Technologie und gewerbliche Schutzrechte bei der IHK für Oberfranken Bayreuth, fügt an: „Jedes Patent wird nach einer internationalen Patentklassifikation einer bestimmten Klasse zugeordnet. Gerade im Bereich von Batterien, bei der Fahrzeugausstattung oder bei Funknavigationssystemen verzeichnen wir in den vergangenen Jahren einen deutlichen Zuwachs der Patentanmeldungen.“
Die meisten Patente beziehen sich auf medizinische Technik
Die meisten Patente der knapp 1.000 Patentpublikationen aus dem Einzugsgebiet der IHK für Oberfranken Bayreuth seien 2021 allerdings erneut im Bereich medizinischer Diagnostik und Chirurgie angemeldet worden. Bis auf das Jahr 2019 kamen seit einem Jahrzehnt die meisten Patentanmeldungen aus diesem Sektor. Jede fünfte bayerische Patentpublikation aus dieser Patenklasse stammt speziell aus Oberfranken.
Auf Rang 2 bei der Zahl der Patentanmeldungen stehen Patente in Schließtechnik von Türen und Fenstern. 57 Prozent aller bayerischen Patente und 24 Prozent der Patente bundesweit in diesem Sektor haben ihren Ursprung in Oberfranken.
Eine überdurchschnittlich hohe Zahl an Patenten gibt es laut IHK auch bei Maschinenventilen. Hier komme jedes vierte bayerische Patent aus Oberfranken, der Anteil an Deutschland liegt bei 16 Prozent.
Die meisten Patente aus Oberfranken kamen 2021 indes von großen Firmen wie Siemens, Schaeffler Technologies oder Brose Fahrzeugteile. Aber auch einige kleinere Unternehmen tragen bei. Sie melden zwar jedes Jahr nur wenige Patente an, über einen längeren Zeitraum betrachtet, würden sie jedoch ihr Knowhow über Patentanmeldungen sichern.
Denn: „Der kontinuierliche Ausbau des Schutzrechtsportfolios dient nicht nur der Sicherung der Märkte“, sagt Erhard. „Es ist vielmehr auch das Ziel, sich einen Vorsprung gegenüber den Wettbewerbern zu verschaffen, zusätzliche Lizenzeinnahmen zu generieren und so die Basis für einen wirtschaftlichen Erfolg in der Zukunft zu legen.“
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IHK für Oberfranken Bayreuth
Leichter Optimismus in Oberfrankens Wirtschaft
Die oberfränkische Wirtschaft startet mit leichtem Aufwind in das Sommerhalbjahr. Ursache für diese Entwicklung ist laut IHK für Oberfranken Bayreuth der vorsichtige Optimismus bei den Erwartungen.
Die aktuelle Geschäftslage der Mitgliedsunternehmen der IHK für Oberfranken Bayreuth fällt weiterhin positiv aus, wie die Kammer mitteilte. 34 Prozent aller Befragten Unternehmen beurteilen demnach die aktuelle Geschäftslage mit Optimismus, 17 Prozent negativ. Dies sei eine leichte Verbesserung gegenüber der Konjunkturumfrage zur Jahreswende.
„Vor dem Hintergrund der immer noch hohen Energie- und Rohstoffpreise, der steigenden Zinsen, der verhaltenden Konsumlaune und des allgegenwärtigen Fachkräftemangels ist das aber alles andere als selbstverständlich”, sagte IHK-Konjunkturreferent Malte Tiedemann.
Denn heimische Unternehmen stünden unter Druck, wie ein Blick auf die Entwicklung des gegenwärtigen Auftragsvolumens zeige. Das internationale Geschäft bleibt angespannt, wenn auch nicht so deutlich wie die Binnennachfrage. Einzig auf dem nordamerikanischen Markt verbuchen die befragten Unternehmen spürbare Zuwächse. Rückläufig ist dagegen das Geschäft mit China, dem Pazifikraum und dem Nahen Osten.
Der Fachkräftemangel wird indes inzwischen von mehr als 60 Prozent der Befragten als Risiko für die Geschäftsentwicklung in den kommenden zwölf Monaten gesehen. 55 Prozent der Unternehmen sehen außerdem die Arbeitskosten als Gefahr für die weitere betriebliche Entwicklung. Dieser Wert stieg seit September 2020 stetig an und erreichte im Mai 2023 ein Allzeithoch. Weiterhin größtes Risiko aus Unternehmenssicht sind laut IHK, wenn auch mit rückläufiger Tendenz, die Energie- und Rohstoffpreise (70 Prozent). Ebenfalls stark riskant seien die aktuelle Inlandsnachfrage (54 Prozent) und die wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen (45 Prozent).
Prognosen hellen sich auf
„Die wachsenden Risiken machen deutlich, dass unsere Unternehmen immer mehr unter Druck geraten”, sagt IHK-Präsident Dr. Michael Waasner. „Der Standort Deutschland verliert zusehends an Reputation und Wettbewerbsfähigkeit.“ Noch nie habe er zudem so viele frustrierte Unternehmerinnen und Unternehmen getroffen, wie in den vergangenen Wochen. Ursache dafür seien auch immer mehr bürokratische Hemmnisse.
Für die kommenden Monate mache sich, auch das gibt die IHK an, bei der oberfränkischen Wirtschaft trotz dieser Rahmenbedingungen aber vorsichtiger Optimismus breit. Nach der deutlichen Erholung zu Jahresanfang stünden die Erwartungen erstmals seit Januar 2022 wieder im leicht positiven Bereich. 21 Prozent der Befragten rechnen mit einer verbesserten Geschäftslage, 20 Prozent mit einer rückläufigen Entwicklung.
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Ausbildungsprüfungen Stadt und Landkreis
IHK Bamberg: 246 junge Fachkräfte erhalten Zeugnisse
Junge Fachkräfte für die Region: Bei einer Feier in der Konzert- und Kongresshalle hat die IHK für Oberfranken Bayreuth 246 Absolventinnen und Absolventen der IHK-Ausbildungsprüfungen aus Stadt und Landkreis geehrt.
Herbert Grimmer, IHK-Vizepräsident und Vorsitzender des IHK-Gremiums Bamberg, gratulierte allen Absolventinnen und Absolventen zur bestandenen Ausbildung. In der Region haben insgesamt 126 Auszubildende in den kaufmännischen Berufen ihre Abschlussprüfungen erfolgreich abgelegt. 120 waren es in den gewerblich-technischen Berufen. Grimmer nannte das Thema Ausbildung eine Herzensangelegenheit, nicht zuleztt, weil die oberfränkische Wirtschaft Fachkräfte dringend brauche.
Eine besondere Würdigung erhielten dabei zwölf die Prüfungsbesten, die ihre Ausbildung mit der Note 1 abgeschlossen hatten. Zu ihnen gehörten, so die IHK in einer Mitteilung: Nadine Filip (Bamberg), Philipp Friedel (Bamberg), Peter Andreas Hübner (Scheßlitz), Johannes Kauppert (Stegaurach), Max Kolb (Pommersfelden), Jessica Kühnlein (Scheßlitz), Anja Lay (Bamberg), Alina Lenard (Bischberg), Simon Lieb (Scheßlitz), Ronja Präcklein (Stadelhofen), Anika Täuber (Scheßlitz), Kathrin Zeichner (Bamberg).
Zu den Gratulanten zählten auch der Bundestagsabgeordnete Andreas Schwarz und Bambergs Bürgermeister Jonas Glüsenkamp. Elementar sei es, so Schwarz, gesellschaftliche Wertschätzung für berufliche Bildung wiederherzustellen – und damit Ausbildung und Studium auf Augenhöhe zu stellen. Glüsenkamp schwor die Absolventinnen und Absolventen auf lebenslanges Lernen ein. Berufswege verliefen in dieser Generation nicht mehr linear und die Transformation mache es nötig, auch einmal neue Wege einzuschlagen.
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IHK für Oberfranken Bayreuth
Wolfram Brehm neuer Hauptgeschäftsführer
Die Vollversammlung der IHK für Oberfranken Bayreuth hat Wolfram Brehm zu ihrem neuen Hauptgeschäftsführer bestellt. Seit August 2022 hatte er die Stelle bereits kommissarisch inne.
Seit Anfang der Woche ist Wolfram Brehm der neue Hauptgeschäftsführer der IHK für Oberfranken Bayreuth. Mit seiner Bestellung folgte die Vollversammlung einem einstimmigen Vorschlag des Präsidiums, wie die IHK mitteilte.
Brehm, bisher stellvertretender Hauptgeschäftsführer, rückt somit auch formal in die Funktion auf, die er schon seit August 2022 nach dem Ausscheiden von Gabriele Hohenner kommissarisch innehatte.
„Wolfram Brehm kennt die regionale Wirtschaft und die IHK sehr genau“, sagte IHK-Präsident Dr. Michael Waasner. „Er ist in der Region und darüber hinaus hervorragend vernetzt und hat ein Gespür für wichtige Themen. Das Präsidium ist sich sicher, dass es ihm gelingen wird, die vielfältigen Herausforderungen zu bewältigen und den IHK-Mitgliedsunternehmen in der aktuell schwierigen Zeit ein kompetenter Ansprechpartner zu sein. Er wird den Wirtschaftsstandort Oberfranken mit seiner zupackenden Art voranzubringen.”
Und Brehm selbst sagte: „Ich bin dankbar für das große Vertrauen, das mir Präsidium und Vollversammlung mitgegeben haben. Ich freue mich, dass ich äußerst motivierte und engagierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an meiner Seite habe sowie ein Ehrenamt, das sich mit sehr hohem Einsatz einbringt, um die Interessen der oberfränkischen Wirtschaft zu vertreten.“
1998 kam Wolfram Brehm zur IHK für Oberfranken Bayreuth, wo er zunächst als Referent, danach als Bereichsleiter und seit 2011 als stellvertretender Hauptgeschäftsführer tätig war.
Die Kammer hat rund 120 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter am Hauptsitz Bayreuth sowie in den Bildungszentren Bamberg und Hof. Der Hauptgeschäftsführer führt die Geschäfte der IHK. Präsident und Hauptgeschäftsführer vertreten die IHK gemeinsam nach außen.
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IHK für Oberfranken Bayreuth gibt Auskunft
Ein Jahr Krieg in der Ukraine: Auswirkungen auf Oberfrankens Wirtschaft
Zum ersten Jahrestag des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine hat die IHK für Oberfranken Bayreuth Auskunft gegeben, wie sich der Krieg auf Oberfrankens Wirtschaft und den Arbeitsmarkt auswirkt.
Die nach der Corona-Krise aufgekeimte Erholung in Oberfrankens Wirtschaft sei durch den Angriffskrieg Russlands abrupt unterbrochen worden, sagt IHK-Präsident Michael Waasner in einer Mitteilung der Kammer. Anders ausgedrückt: Die Auswirkungen des Krieges sind bis nach Oberfranken deutlich spürbar, „wenngleich diese natürlich in keiner Weise vergleichbar sind mit der Situation in der Ukraine selbst.“ Gehe es in Oberfranken aber um Preissteigerungen bei Energie oder Rohstoffen, um die Material- und Rohstoffknappheit oder um stockende Lieferketten sei in den meisten Fällen der Krieg in der Ukraine der Auslöser.
So sei zum Beispiel allein der Wert der deutschen Energieimporte aufgrund von Preissteigerungen von 2021 auf 2022 um 89 Prozent auf 156 Milliarden Euro gestiegen. „Das bekommen Unternehmen und Endverbraucher sehr deutlich zu spüren.“
Auch für das gesamte deutsche Wirtschaftswachstum bleibe der Krieg nicht ohne Folgen. So schätzt die Deutsche Industrie- und Handelskammer den kriegsbedingten Verlust bis Ende 2023 auf rund 160 Milliarden Euro. Das seien etwa vier Prozent des Bruttoinlandsproduktes.
Die exorbitanten Preissteigerungen führten laut IHK auch dazu, dass der Einfuhrwert von russischem Erdgas trotz einer Halbierung der importierten Menge im 2. Quartal 2022 gegenüber dem Vorjahr um 23 Prozent auf 2,7 Milliarden Euro gestiegen ist. Erst im dritten Quartal waren auch die Zahlungen an Russland für Erdgas rückläufig, bevor die Importe im 4. Quartal komplett eingebrochen sind.
„Nach Berechnungen der IHK für Oberfranken Bayreuth entsprach die Gasmenge, die im gesamten 4. Quartal 2022 direkt aus Russland importiert wurde, in etwa der Menge, die ein Jahr zuvor in weniger als einer Stunde nach Deutschland floss.“
Auswirkungen des Krieges auf den oberfränkischen Arbeitsmarkt
„Seit Kriegsbeginn“, so Michael Waasner, „sind mehr als eine Million Menschen aus der Ukraine nach Deutschland geflüchtet. Rund 150.000 davon sind in Bayern registriert. Seit Beginn des Krieges sind in Deutschland auch rund 65.000 Ukrainerinnen und Ukrainer mehr sozialversicherungspflichtig beschäftigt als vor Beginn der Kämpfe. Hinzu kommen rund 21.000 in Minijobs.“
Von diesen neu gewonnenen Arbeitskräften für Oberfrankens Wirtschaft würden auch oberfränkische Unternehmen profitieren. So sei eine größere Zahl von Ukrainerinnen und Ukrainern auf der Suche nach Arbeit oder in Beschäftigung, oder hätten bereits Ausbildungsverträge unterschrieben.
Da ein Großteil der Geflüchteten aber Frauen mit Kindern seien, müsse die Integration der Kinder in Kitas, Kindergärten und Schulen Voraussetzung dafür sein, dass die Frauen nach einer Arbeit suchen können.
„Der Anteil an Personen mit gutem Bildungsniveau ist in dieser Gruppe aber überdurchschnittlich hoch. Deshalb hoffen viele Unternehmen, dass die Zahl der Flüchtlinge aus der Ukraine in der Arbeitsmarktvermittlung in den kommenden Monaten spürbar nach oben geht.“
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Konjunktur-Trendumfrage IHK Oberfranken
Leichte Entspannung im Wirtschaftsraum Bamberg
Die Unternehmen im Wirtschaftsraum Bamberg geben in einer Konjunkturumfrage der IHK für Oberfranken Bayreuth zu Jahresbeginn leichte Entwarnung. Die aktuelle Geschäftslage konnte sich gegenüber der Herbstumfrage leicht verbessern.
Mehrmals im Jahr unternimmt die IHK für Oberfranken Bayreuth unter hiesigen Unternehmen eine Umfrage zur Geschäftslage im Wirtschaftsraum Bamberg. Ihre wirtschaftliche Situation zum Jahresbeginn schätzen Unternehmen demgemäß nach wie vor negativ, aber doch besser als noch im Herbst ein.
„Betrachtet man die aktuellen Rahmenbedingungen, ist das ein durchaus respektables Statement der Bamberger Wirtschaft“, zitiert die IHK Bayreuth ihren Vizepräsident Herbert Grimmer. „Die Unternehmen haben sich – so weit das überhaupt möglich ist – an die aktuellen Rahmenbedingungen angepasst. Die Einschätzungen im Herbst waren offensichtlich zu pessimistisch.”
Der Konjunkturklimaindex für den Wirtschaftsraum Bamberg ist laut IHK-Umfrage um 21 Zähler gestiegen und steht nun mit 104 wieder über der psychologisch wichtigen Marke von 100 Punkten. „Damit stabilisiert sich die Situation nach dem historischen Einbruch im Herbst 2022 wieder.“
Aktuelle Geschäftslage bleibt stabil
41 Prozent der befragten Unternehmen schätzen ihre wirtschaftliche Lage gut ein, 21 Prozent negativ. Damit bleibt die Geschäftsstimmung im Plus und kann sich gegenüber der Herbstumfrage um drei Punkte verbessern.
28 Prozent aller Befragten rechnen allerdings mit einer Verschlechterung der Lage in den kommenden zwölf Monaten. Demgegenüber stehen 19 Prozent, die mit einer Verbesserung kalkulieren
„Die Bamberger Wirtschaft startet aber gut in das neue Jahr“, sagt Grimmer und fügt in Hinsicht auf steigende Rohstoff- und Energiekosten an: „Umso mehr, wenn man die zahlreichen Herausforderungen berücksichtigt, die zu bewältigen sind.”
Dies unterstreiche auch die Umsatzentwicklung im Inland. Die Kapazitätsauslastung der befragten Unternehmen legte im Vergleich zum Herbst ebenfalls zu. Mehr als 85 Prozent der Befragten konnten eine volle beziehungsweise befriedigende Auslastung vermelden. Vor allem die Inlandsnachfrage sei gestiegen.
Aufgrund verschiedener politische Entscheidungen, allen voran die Preisbremsen bei Strom und Gas, seien die kommenden Monate für die Unternehmen laut IHK auch wieder planbarer geworden, auch wenn die Energiepreise auf einem vergleichsweise hohen Level bleiben.
Weitere Maßnahmen der Bundesregierung seien entsprechend erforderlich. „Unsere drei Kernforderungen sind: weniger Bürokratie, schnellere Genehmigungen und Erleichterung bei der Einwanderung von Fachkräften“, so Grimmer.
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Konjunkturumfrage IHK für Oberfranken Bayreuth
Bamberger Unternehmen erwarten Einbruch der Konjunktur
Laut einer Konjunkturumfrage der IHK für Oberfranken Bayreuth berichten Bamberger Unternehmen derzeit von einer positiven Geschäftslage. Die wirtschaftlichen Erwartungen an die kommenden Monate sind hingegen negativ.
Eine Konjunkturumfrage im oberfränkischen Handwerk ergab jüngst, dass regionale Handwerksbetriebe derzeit wirtschaftlich zufrieden seien, aber pessimistisch in die Zukunft blickten. Eine Konjunkturumfrage der IHK für Oberfranken Bayreuth bei Bamberger Unternehmen zeichnet nun ein ähnliches Bild.
„Die Bamberger Wirtschaft steht insgesamt gut da. Die Einschätzungen für die Geschäfte im Winter sind allerdings alarmierend“, zitiert eine Mitteilung der IHK ihren Vizepräsident und Vorsitzenden des Bamberger Gremiums, Herbert Grimmer.
Nach der derzeitigen Geschäftslage gefragt, stufe laut der Umfrage ein Drittel der befragten Unternehmen die Situation gut ein. Weitere 51 Prozent nennen die Lage „befriedigend“. Eine schlechte betriebliche Situation gaben hingegen 16 Prozent zu Protokoll.
„Die Geschäftslage ist bei vielen Unternehmen gut und verbessert sich im Vergleich zum Frühjahr“, sagt Grimmer. Dies untermauere der Blick auf die Kapazitätsauslastung der Bamberger Unternehmen. Diese sei im Vergleich zur Frühjahrsumfrage ebenfalls gestiegen. „85 Prozent berichten von einer hohen beziehungsweise befriedigenden Auslastung. Allerdings: Die Rohstoffe und Vorprodukte müssen vorhanden und lieferbar sein.“
Düstere Prognose in der Wirtschaftsregion Bamberg
Anders sieht die Prognose beim Blick auf die kommenden Monate aus. Mehr als die Hälfte (54 Prozent) der befragten Bamberger Unternehmen rechne mit einer Verschlechterung der Geschäftslage. Eine Verbesserung würden nur noch zwölf Prozent erwarten. Die weiteren 34 Prozent kalkulierten mit einer stabilen Geschäftslage.
„Die Erwartungen der Bamberger Wirtschaft sind im Keller“, sagt Herbert Grimmer. „Das ist nur verständlich, wenn man sich den Mix aus Preisentwicklung, Verfügbarkeiten, Lieferketten und Inflation anschaut. Die Politik muss dringend alles in die Waagschale werfen, was sie hat.“ Gleiches gelte für die erwarteten Kapazitätsauslastungen, die deutlich nachgeben, und die geplanten Verkaufspreise, die deutlich steigen sollen würden.
Die Beschäftigtenplanung folge ebenfalls dem rückläufigen Trend. Mehr als ein Viertel der befragten Unternehmen fürchte, Mitarbeiter freistellen zu müssen und nur zehn Prozent der Betriebe rechne mit Personalaufbau. „Der Arbeitsmarkt reagiert häufig verzögert, da die Unternehmen so lange wie möglich an den Mitarbeitern festhalten. Im Laufe des Winters kann es aber zu deutlichen Auswirkungen kommen.“
Insgesamt ergibt die aktuelle IHK-Konjunkturumfrage in allen Teilregionen ein ähnliches Bild. „In allen acht IHK-Gremien ist der Konjunkturklimaindex jeweils deutlich gefallen. Dies zeigt, auf welch breiter Front die derzeitigen Herausforderungen die Unternehmen vor Ort belasten“, sagt IHK-Konjunkturreferent Malte Tiedemann.