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IHK für Oberfranken Bayreuth - Page 4

Wirt­schafts-Hemm­nis Bürokratie

IHK: Eck­punk­te zum Büro­kra­tie-Ent­las­tungs­ge­setz enttäuschen

Am Don­ners­tag (31. August) hat die Bun­des­re­gie­rung Plä­ne für ein Büro­kra­tie-Ent­las­tungs­ge­setz vor­ge­stellt. Die IHK für Ober­fran­ken Bay­reuth erkennt einen dar­in fest­ge­hal­te­nen Wil­len zum Büro­kra­tie­ab­bau zwar an, ver­misst aber schnel­le Ent­las­tun­gen für Unternehmen.

Die büro­kra­ti­schen Belas­tun­gen der Wirt­schaft, so die IHK für Ober­fran­ken Bay­reuth in einer Mit­tei­lung, haben in den letz­ten Jah­ren ste­tig zuge­nom­men. Unter­neh­men müss­ten immer mehr Res­sour­cen auf­wen­den, um etwa Berich­te zu ver­fas­sen, Nach­weis­pflich­ten zu erfül­len, sta­tis­ti­sche Daten zu mel­den oder Geneh­mi­gun­gen zu bean­tra­gen. „Das bin­det Kapa­zi­tä­ten, kos­tet Geld und ver­hin­dert oft wich­ti­ge Inves­ti­tio­nen für Inno­va­tio­nen, Ener­gie­trans­for­ma­ti­on oder Pro­dukt­neu­hei­ten. Die Büro­kra­tie in Deutsch­land wird zuneh­mend zum har­ten Stand­ort­nach­teil“, sagt Micha­el Waas­ner, Prä­si­dent der ober­frän­ki­schen IHK. „Die Büro­kra­tie in Deutsch­land hat sich schon jetzt zu einem regel­rech­ten Dickicht ent­wi­ckelt, das für unse­ren gesam­ten Wirt­schafts­stand­ort zum Wachs­tums­hemm­nis zu wer­den droht. Dabei ste­hen die gro­ßen Belas­tun­gen noch bevor.“

Gera­de in schwie­ri­gen Zei­ten sei es für eine Wirt­schaft wich­tig, die Rah­men­be­din­gun­gen wett­be­werbs­fä­hig zu gestal­ten. Mit Sor­ge bli­cke der IHK-Prä­si­dent ent­spre­chend auf das letz­te Woche von der Bun­des­re­gie­rung wäh­rend einer Kabi­netts­klau­sur in Mese­berg auf den Weg gebrach­te Büro­kra­tie-Ent­las­tungs­ge­setz. Neue, dar­in ent­hal­te­ne Rege­lun­gen etwa zu Nach­hal­tig­keits­be­richt­erstat­tung, Lie­fer­ket­ten­ge­setz oder Mel­de­pflich­ten bei EU-Rege­lun­gen erhö­hen laut IHK den büro­kra­ti­schen Auf­wand noch. „Es rollt ein Büro­kra­tie-Tsu­na­mi auf die Unter­neh­men zu“, so Waas­ner. „Wir brau­chen einen ech­ten Befrei­ungs­schlag und mehr Frei­raum für unter­neh­me­ri­sches Han­dels, sonst über­rollt uns die Regulierungswelle.“

Eine Lösung ist laut IHK ein­fach: Weni­ger Regu­lie­rung, mehr digi­ta­le Kom­mu­ni­ka­ti­ons­we­ge und schnel­le­re Bear­bei­tung von Anträ­gen aus den Unter­neh­men wür­den Hand­lungs­spiel­räu­me für die ober­frän­ki­sche Wirt­schaft bedeuten.

Des­halb sam­melt die IHK für Ober­fran­ken Bay­reuth aktu­ell auf ihrer Home­page posi­ti­ve und nega­ti­ve Büro­kra­tie-Bei­spie­le, um der Poli­tik kon­kre­te Vor­schlä­ge für eine effi­zi­en­te­re und unter­neh­mens­freund­li­che­re Ver­wal­tung vor­schla­gen zu können.

IHK für Ober­fran­ken Bayreuth

Ober­frän­ki­scher Tou­ris­mus toppt das Rekord­jahr 2019

Wie die IHK für Ober­fran­ken Bay­reuth mit­teil­te, stie­gen die Über­nach­tungs­zah­len in der Regi­on im Jahr 2023 um 18,7 Pro­zent gegen­über dem Vor­jahr. Damit hat Ober­fran­ken die Zah­len aus dem tou­ris­ti­schen Rekord­jahr 2019 übertroffen.

Die neu­es­ten Zah­len des baye­ri­schen Lan­des­amts für Sta­tis­tik ver­mel­den für den Tou­ris­mus in Ober­fran­ken Rekord­ergeb­nis­se, so die IHK für Ober­fran­ken Bay­reuth in einer Mit­tei­lung. Alle baye­ri­schen Regie­rungs­be­zir­ke hät­ten dem­ge­mäß ihre Über­nach­tungs­zah­len im Ver­gleich zu 2022 gestei­gert. Ober­fran­ken top­pe jedoch zusätz­lich das Ergeb­nis aus dem tou­ris­ti­schen Rekord­jahr 2019. Denn im ers­ten Halb­jahr 2023 über­nach­te­ten vier Pro­zent mehr Gäs­te in ober­frän­ki­schen Beher­ber­gungs­be­trie­ben als im ers­ten Halb­jahr 2019, also im Vor-Corona-Jahr.

In Sum­me konn­ten im ers­ten Halb­jahr 2023 im Ver­gleich zu 2019 fast 100.000 Über­nach­tun­gen mehr in ganz Ober­fran­ken ver­zeich­net wer­den. Vor allem aus dem Aus­land fan­den wie­der mehr Gäs­te ihren Weg in die Regi­on. Die Zahl ihrer Über­nach­tun­gen stieg gegen­über 2019 um knapp neun Prozent.

Ins­ge­samt über­nach­te­ten im ers­ten Halb­jahr 2023 fast 2,5 Mil­lio­nen Gäs­te in ober­frän­ki­schen Beher­ber­gungs­be­trie­ben. „Das sind gut 400.000 oder 18,7 Pro­zent mehr Über­nach­tun­gen als im Vor­jah­res­zeit­raum“, sagt Moni­ka Kai­ser, Refe­ren­tin für Tou­ris­mus bei der IHK für Ober­fran­ken Bayreuth.

Die Grün­de für den Anstieg der Zah­len lie­gen laut IHK in der Struk­tur und Aus­rich­tung der Regi­on. Spä­tes­tens seit der Pan­de­mie wach­se der Natur- und Wan­der­tou­ris­mus, außer­dem punk­te Ober­fran­ken mit länd­lich gepräg­ten Tou­ris­mus­re­gio­nen. „Unse­re Tou­ris­mus­be­trie­be kön­nen trotz der schwe­ren Rah­men­be­din­gun­gen opti­mis­tisch in die Zukunft bli­cken“, sagt Tho­mas Pucht­ler, Vor­sit­zen­der des Tou­ris­mus­aus­schus­ses der IHK für Ober­fran­ken Bayreuth.

IHK-Büro­kra­tie­mel­der erfolg­reich angelaufen

Bay­reu­ther IHK sagt Büro­kra­tie den Kampf an

„Büro­kra­tie­ab­bau ist das bes­te Kon­junk­tur­pro­gramm, das es gibt“, macht Wolf­ram Brehm deut­lich, Haupt­ge­schäfts­füh­rer der IHK für Ober­fran­ken Bay­reuth. Die zuletzt expo­nen­ti­ell wach­sen­de Büro­kra­tie ist Aus­lö­ser für die Kam­mer, mit einer breit ange­leg­ten Anti-Büro­kra­tie-Initia­ti­ve zu starten.

„Ohne Regeln geht nichts, das sieht auch die Wirt­schaft so. Aber aus gut gemein­ten Regeln darf kein läh­men­der Büro­kra­tis­mus wer­den“, macht Brehm deut­lich. „Zu viel Büro­kra­tie legt unse­re Wirt­schaft lahm. Deutsch­land steht sich durch ein Über­maß an Regu­lie­run­gen immer häu­fi­ger selbst im Weg.“

Mehr und mehr Unter­neh­me­rin­nen und Unter­neh­mer ste­hen der Poli­tik mit ihren immer neu­en büro­kra­ti­schen Vor­ga­ben zuneh­mend ver­ständ­nis­los gegen­über. „Die Poli­tik kann wenig für die schwie­ri­ge geo­po­li­ti­sche Lage und die Coro­na-Nach­wir­kun­gen. Sie kann aber sehr wohl etwas für die büro­kra­ti­schen Hemm­nis­se, die immer mehr zu einer Brem­se für die wirt­schaft­li­che Ent­wick­lung wer­den“, betont Brehm.

Man sage Deutsch­land ger­ne nach, dass etwa EU- Richt­li­ni­en zu 120 Pro­zent umge­setzt wür­den. „Zuletzt haben wir mehr Deutsch­land bekom­men als wir ver­tra­gen“, so Brehm. Umso wich­ti­ger sei es, das Ruder her­um­zu­rei­ßen und der Büro­kra­tie den Kampf anzu­sa­gen, gibt sich der IHK-Haupt­ge­schäfts­füh­rer kämpferisch.


“Zei­ten­wen­de in der Büro­kra­tie“ gefordert

Zwi­schen 2019 und 2022, also in den Coro­na-Jah­ren, stieg die Zahl der sozi­al­ver­si­che­rungs­pflich­tig Beschäf­tig­ten in Ober­fran­ken in der Sum­me um 5.665 auf knapp 444.000. Im Wesent­li­chen war die­ser Beschäf­tig­ten­zu­wachs auf die Öffent­li­che Ver­wal­tung zurück­zu­füh­ren mit einem Plus von 4.964 oder knapp einem Vier­tel auf rund 26.200. Das ist zwei­fel­los auf das not­wen­di­ge Kri­sen­ma­nage­ment der ver­gan­ge­nen Jah­re zurück­zu­füh­ren sowie eine feh­len­de Digi­ta­li­sie­rung. „Ich fürch­te aber, auch die Umset­zung einer Viel­zahl von Geset­zes­in­itia­ti­ven und Ver­wal­tungs­vor­schrif­ten ist eine wei­te­re Ursa­che für die­sen Beschäf­tig­ten­auf­bau. Offen­bar haben nicht nur die Unter­neh­men mit der wach­sen­den Büro­kra­tie zu kämp­fen“, so Brehm.

Die IHK lege des­we­gen bei Gesprä­chen mit Ver­tre­tern der Poli­tik regel­mä­ßig den Fin­ger in die Wun­de. Dazu Tho­mas Zapf, Bereichs­lei­ter Stand­ort­po­li­tik: „Wir set­zen uns vehe­ment für weni­ger Büro­kra­tie im Unter­neh­mens­all­tag ein.“ In ihrer jüngs­ten Sit­zung hat die IHK-Voll­ver­samm­lung eine Reso­lu­ti­on ver­ab­schie­det, in der eine “Zei­ten­wen­de in der Büro­kra­tie” gefor­dert wird.

Der täg­lich wach­sen­de Auf­wand für die Erfül­lung gesetz­li­cher Vor­ga­ben brem­se die Unter­neh­men zuneh­mend aus. Hin­zu kämen zum Teil unfle­xi­ble Ver­wal­tun­gen, die Hand­lungs- und Ermes­sens­spiel­räu­me nicht aus­rei­chend nutz­ten. „Oft sind die Her­an­ge­hens­wei­sen an Fra­ge­stel­lun­gen wenig lösungs­ori­en­tiert“, so Zapf.


IHK-Büro­kra­tie­mel­der erfolg­reich angelaufen

„Immer mehr Unter­neh­men schla­gen bei uns auf, weil die Büro­kra­tie, mit der sie tag­täg­lich kon­fron­tiert wer­den, schlicht und ergrei­fend ihre Mög­lich­kei­ten über­steigt“, macht Zapf deut­lich. „Als IHK für Ober­fran­ken Bay­reuth star­ten wir des­we­gen eine breit ange­leg­te Anti-Büro­kra­tie-Initia­ti­ve. Dazu haben wir eine IHK-Büro­kra­tie-Taskforce ein­ge­rich­tet, an die sich Unter­neh­men mit Büro­kra­tie­pro­ble­men rich­ten kön­nen.“ Ein IHK-Geset­zes-TÜV stel­le außer­dem aus­ge­wähl­te Vor­schrif­ten und Geset­ze auf den Prüfstand.

Im Mit­tel­punkt steht eine Büro­kra­tie-Mel­de­platt­form auf der IHK-Web­site, die bereits erfolg­reich ange­lau­fen sei. „Hier kön­nen uns Unter­neh­men kon­kre­te büro­kra­ti­sche Hür­den mel­den, durch die sie in den ver­gan­ge­nen Mona­ten aus­ge­bremst wur­den”, sagt Zapf. Dies kön­ne anony­mi­siert erfol­gen oder auch mit Namens­nen­nung. „Wenn gewünscht, gibt es dann die Rück­mel­dung einer fach­lich ver­sier­ten Ansprech­per­son“, bie­tet Zapf an: „Aber auch Posi­tiv­bei­spie­le aus einer Kom­mu­ne oder einer Behör­de vor Ort kön­nen einen wich­ti­gen Bei­trag zur Ent­bü­ro­kra­ti­sie­rung in ande­ren Teil­re­gio­nen Ober­fran­kens leis­ten. Wir freu­en uns des­we­gen über jeden Hinweis.“

IHK für Ober­fran­ken Bayreuth

Vie­le Paten­te in Ober­fran­ken angemeldet

Die baye­ri­schen IHKs haben die Zahl der im Jahr 2021 im Frei­staat ange­mel­de­ten Paten­te bekannt­ge­ge­ben. Über­durch­schnitt­lich vie­le davon kom­men aus Oberfranken.

Ein jüngst erschie­ne­ner Bericht der baye­ri­schen IHKs namens „Paten­te in Bay­ern 2023“ gibt Aus­kunft über die Zahl von Patent­an­mel­dun­gen im Jahr 2021 – zum Bei­spiel in Ober­fran­ken. Wie die IHK Ober­fran­ken Bay­reuth ges­tern (20. Juli) mit­teil­te, liegt die Zahl der Paten­te im hie­si­gen Regie­rungs­be­zirk sogar über­durch­schnitt­lich hoch.

„Dass sich Bay­ern als Inno­va­ti­ons­stand­ort behaup­ten kann, ist nicht zuletzt der Leis­tungs­fä­hig­keit unse­rer ober­frän­ki­schen Erfin­de­rin­nen und Erfin­der geschul­det”, wird Micha­el Waas­ner, Prä­si­dent der IHK für Ober­fran­ken Bay­reuth, zitiert. Und Domi­nik Erhard, Refe­rent für Inno­va­ti­on, Tech­no­lo­gie und gewerb­li­che Schutz­rech­te bei der IHK für Ober­fran­ken Bay­reuth, fügt an: „Jedes Patent wird nach einer inter­na­tio­na­len Patent­klas­si­fi­ka­ti­on einer bestimm­ten Klas­se zuge­ord­net. Gera­de im Bereich von Bat­te­rien, bei der Fahr­zeug­aus­stat­tung oder bei Funk­na­vi­ga­ti­ons­sys­te­men ver­zeich­nen wir in den ver­gan­ge­nen Jah­ren einen deut­li­chen Zuwachs der Patentanmeldungen.“

Die meis­ten Paten­te bezie­hen sich auf medi­zi­ni­sche Technik

Die meis­ten Paten­te der knapp 1.000 Patent­pu­bli­ka­tio­nen aus dem Ein­zugs­ge­biet der IHK für Ober­fran­ken Bay­reuth sei­en 2021 aller­dings erneut im Bereich medi­zi­ni­scher Dia­gnos­tik und Chir­ur­gie ange­mel­det wor­den. Bis auf das Jahr 2019 kamen seit einem Jahr­zehnt die meis­ten Patent­an­mel­dun­gen aus die­sem Sek­tor. Jede fünf­te baye­ri­sche Patent­pu­bli­ka­ti­on aus die­ser Paten­klas­se stammt spe­zi­ell aus Oberfranken.

Auf Rang 2 bei der Zahl der Patent­an­mel­dun­gen ste­hen Paten­te in Schließ­tech­nik von Türen und Fens­tern. 57 Pro­zent aller baye­ri­schen Paten­te und 24 Pro­zent der Paten­te bun­des­weit in die­sem Sek­tor haben ihren Ursprung in Oberfranken.

Eine über­durch­schnitt­lich hohe Zahl an Paten­ten gibt es laut IHK auch bei Maschi­nen­ven­ti­len. Hier kom­me jedes vier­te baye­ri­sche Patent aus Ober­fran­ken, der Anteil an Deutsch­land liegt bei 16 Prozent.

Die meis­ten Paten­te aus Ober­fran­ken kamen 2021 indes von gro­ßen Fir­men wie Sie­mens, Schaeff­ler Tech­no­lo­gies oder Bro­se Fahr­zeug­tei­le. Aber auch eini­ge klei­ne­re Unter­neh­men tra­gen bei. Sie mel­den zwar jedes Jahr nur weni­ge Paten­te an, über einen län­ge­ren Zeit­raum betrach­tet, wür­den sie jedoch ihr Know­how über Patent­an­mel­dun­gen sichern.

Denn: „Der kon­ti­nu­ier­li­che Aus­bau des Schutz­rechts­port­fo­li­os dient nicht nur der Siche­rung der Märk­te“, sagt Erhard. „Es ist viel­mehr auch das Ziel, sich einen Vor­sprung gegen­über den Wett­be­wer­bern zu ver­schaf­fen, zusätz­li­che Lizenz­ein­nah­men zu gene­rie­ren und so die Basis für einen wirt­schaft­li­chen Erfolg in der Zukunft zu legen.“

IHK für Ober­fran­ken Bayreuth

Leich­ter Opti­mis­mus in Ober­fran­kens Wirtschaft

Die ober­frän­ki­sche Wirt­schaft star­tet mit leich­tem Auf­wind in das Som­mer­halb­jahr. Ursa­che für die­se Ent­wick­lung ist laut IHK für Ober­fran­ken Bay­reuth der vor­sich­ti­ge Opti­mis­mus bei den Erwartungen.

Die aktu­el­le Geschäfts­la­ge der Mit­glieds­un­ter­neh­men der IHK für Ober­fran­ken Bay­reuth fällt wei­ter­hin posi­tiv aus, wie die Kam­mer mit­teil­te. 34 Pro­zent aller Befrag­ten Unter­neh­men beur­tei­len dem­nach die aktu­el­le Geschäfts­la­ge mit Opti­mis­mus, 17 Pro­zent nega­tiv. Dies sei eine leich­te Ver­bes­se­rung gegen­über der Kon­junk­tur­um­fra­ge zur Jahreswende.

„Vor dem Hin­ter­grund der immer noch hohen Ener­gie- und Roh­stoff­prei­se, der stei­gen­den Zin­sen, der ver­hal­ten­den Kon­sum­lau­ne und des all­ge­gen­wär­ti­gen Fach­kräf­te­man­gels ist das aber alles ande­re als selbst­ver­ständ­lich”, sag­te IHK-Kon­junk­tur­re­fe­rent Mal­te Tiedemann.

Denn hei­mi­sche Unter­neh­men stün­den unter Druck, wie ein Blick auf die Ent­wick­lung des gegen­wär­ti­gen Auf­trags­vo­lu­mens zei­ge. Das inter­na­tio­na­le Geschäft bleibt ange­spannt, wenn auch nicht so deut­lich wie die Bin­nen­nach­fra­ge. Ein­zig auf dem nord­ame­ri­ka­ni­schen Markt ver­bu­chen die befrag­ten Unter­neh­men spür­ba­re Zuwäch­se. Rück­läu­fig ist dage­gen das Geschäft mit Chi­na, dem Pazi­fik­raum und dem Nahen Osten.

Der Fach­kräf­te­man­gel wird indes inzwi­schen von mehr als 60 Pro­zent der Befrag­ten als Risi­ko für die Geschäfts­ent­wick­lung in den kom­men­den zwölf Mona­ten gese­hen. 55 Pro­zent der Unter­neh­men sehen außer­dem die Arbeits­kos­ten als Gefahr für die wei­te­re betrieb­li­che Ent­wick­lung. Die­ser Wert stieg seit Sep­tem­ber 2020 ste­tig an und erreich­te im Mai 2023 ein All­zeit­hoch. Wei­ter­hin größ­tes Risi­ko aus Unter­neh­mens­sicht sind laut IHK, wenn auch mit rück­läu­fi­ger Ten­denz, die Ener­gie- und Roh­stoff­prei­se (70 Pro­zent). Eben­falls stark ris­kant sei­en die aktu­el­le Inlands­nach­fra­ge (54 Pro­zent) und die wirt­schafts­po­li­ti­schen Rah­men­be­din­gun­gen (45 Prozent).

Pro­gno­sen hel­len sich auf

„Die wach­sen­den Risi­ken machen deut­lich, dass unse­re Unter­neh­men immer mehr unter Druck gera­ten”, sagt IHK-Prä­si­dent Dr. Micha­el Waas­ner. „Der Stand­ort Deutsch­land ver­liert zuse­hends an Repu­ta­ti­on und Wett­be­werbs­fä­hig­keit.“ Noch nie habe er zudem so vie­le frus­trier­te Unter­neh­me­rin­nen und Unter­neh­men getrof­fen, wie in den ver­gan­ge­nen Wochen. Ursa­che dafür sei­en auch immer mehr büro­kra­ti­sche Hemmnisse.

Für die kom­men­den Mona­te mache sich, auch das gibt die IHK an, bei der ober­frän­ki­schen Wirt­schaft trotz die­ser Rah­men­be­din­gun­gen aber vor­sich­ti­ger Opti­mis­mus breit. Nach der deut­li­chen Erho­lung zu Jah­res­an­fang stün­den die Erwar­tun­gen erst­mals seit Janu­ar 2022 wie­der im leicht posi­ti­ven Bereich. 21 Pro­zent der Befrag­ten rech­nen mit einer ver­bes­ser­ten Geschäfts­la­ge, 20 Pro­zent mit einer rück­läu­fi­gen Entwicklung.

Aus­bil­dungs­prü­fun­gen Stadt und Landkreis

IHK Bam­berg: 246 jun­ge Fach­kräf­te erhal­ten Zeugnisse

Jun­ge Fach­kräf­te für die Regi­on: Bei einer Fei­er in der Kon­zert- und Kon­gress­hal­le hat die IHK für Ober­fran­ken Bay­reuth 246 Absol­ven­tin­nen und Absol­ven­ten der IHK-Aus­bil­dungs­prü­fun­gen aus Stadt und Land­kreis geehrt.

Her­bert Grim­mer, IHK-Vize­prä­si­dent und Vor­sit­zen­der des IHK-Gre­mi­ums Bam­berg, gra­tu­lier­te allen Absol­ven­tin­nen und Absol­ven­ten zur bestan­de­nen Aus­bil­dung. In der Regi­on haben ins­ge­samt 126 Aus­zu­bil­den­de in den kauf­män­ni­schen Beru­fen ihre Abschluss­prü­fun­gen erfolg­reich abge­legt. 120 waren es in den gewerb­lich-tech­ni­schen Beru­fen. Grim­mer nann­te das The­ma Aus­bil­dung eine Her­zens­an­ge­le­gen­heit, nicht zuleztt, weil die ober­frän­ki­sche Wirt­schaft Fach­kräf­te drin­gend brauche.

Eine beson­de­re Wür­di­gung erhiel­ten dabei zwölf die Prü­fungs­bes­ten, die ihre Aus­bil­dung mit der Note 1 abge­schlos­sen hat­ten. Zu ihnen gehör­ten, so die IHK in einer Mit­tei­lung: Nadi­ne Filip (Bam­berg), Phil­ipp Frie­del (Bam­berg), Peter Andre­as Hüb­ner (Scheß­litz), Johan­nes Kaup­pert (Ste­gau­rach), Max Kolb (Pom­mers­fel­den), Jes­si­ca Kühn­lein (Scheß­litz), Anja Lay (Bam­berg), Ali­na Lenard (Bisch­berg), Simon Lieb (Scheß­litz), Ron­ja Präck­lein (Sta­del­ho­fen), Anika Täu­ber (Scheß­litz), Kath­rin Zeich­ner (Bam­berg).

Zu den Gra­tu­lan­ten zähl­ten auch der Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­te Andre­as Schwarz und Bam­bergs Bür­ger­meis­ter Jonas Glüsen­kamp. Ele­men­tar sei es, so Schwarz, gesell­schaft­li­che Wert­schät­zung für beruf­li­che Bil­dung wie­der­her­zu­stel­len – und damit Aus­bil­dung und Stu­di­um auf Augen­hö­he zu stel­len. Glüsen­kamp schwor die Absol­ven­tin­nen und Absol­ven­ten auf lebens­lan­ges Ler­nen ein. Berufs­we­ge ver­lie­fen in die­ser Gene­ra­ti­on nicht mehr line­ar und die Trans­for­ma­ti­on mache es nötig, auch ein­mal neue Wege einzuschlagen.

IHK für Ober­fran­ken Bayreuth

Wolf­ram Brehm neu­er Hauptgeschäftsführer

Die Voll­ver­samm­lung der IHK für Ober­fran­ken Bay­reuth hat Wolf­ram Brehm zu ihrem neu­en Haupt­ge­schäfts­füh­rer bestellt. Seit August 2022 hat­te er die Stel­le bereits kom­mis­sa­risch inne.

Seit Anfang der Woche ist Wolf­ram Brehm der neue Haupt­ge­schäfts­füh­rer der IHK für Ober­fran­ken Bay­reuth. Mit sei­ner Bestel­lung folg­te die Voll­ver­samm­lung einem ein­stim­mi­gen Vor­schlag des Prä­si­di­ums, wie die IHK mitteilte.

Brehm, bis­her stell­ver­tre­ten­der Haupt­ge­schäfts­füh­rer, rückt somit auch for­mal in die Funk­ti­on auf, die er schon seit August 2022 nach dem Aus­schei­den von Gabrie­le Hohen­ner kom­mis­sa­risch innehatte.

„Wolf­ram Brehm kennt die regio­na­le Wirt­schaft und die IHK sehr genau“, sag­te IHK-Prä­si­dent Dr. Micha­el Waas­ner. „Er ist in der Regi­on und dar­über hin­aus her­vor­ra­gend ver­netzt und hat ein Gespür für wich­ti­ge The­men. Das Prä­si­di­um ist sich sicher, dass es ihm gelin­gen wird, die viel­fäl­ti­gen Her­aus­for­de­run­gen zu bewäl­ti­gen und den IHK-Mit­glieds­un­ter­neh­men in der aktu­ell schwie­ri­gen Zeit ein kom­pe­ten­ter Ansprech­part­ner zu sein. Er wird den Wirt­schafts­stand­ort Ober­fran­ken mit sei­ner zupa­cken­den Art voranzubringen.”

Und Brehm selbst sag­te: „Ich bin dank­bar für das gro­ße Ver­trau­en, das mir Prä­si­di­um und Voll­ver­samm­lung mit­ge­ge­ben haben. Ich freue mich, dass ich äußerst moti­vier­te und enga­gier­te Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­ter an mei­ner Sei­te habe sowie ein Ehren­amt, das sich mit sehr hohem Ein­satz ein­bringt, um die Inter­es­sen der ober­frän­ki­schen Wirt­schaft zu vertreten.“

1998 kam Wolf­ram Brehm zur IHK für Ober­fran­ken Bay­reuth, wo er zunächst als Refe­rent, danach als Bereichs­lei­ter und seit 2011 als stell­ver­tre­ten­der Haupt­ge­schäfts­füh­rer tätig war.

Die Kam­mer hat rund 120 Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­ter am Haupt­sitz Bay­reuth sowie in den Bil­dungs­zen­tren Bam­berg und Hof. Der Haupt­ge­schäfts­füh­rer führt die Geschäf­te der IHK. Prä­si­dent und Haupt­ge­schäfts­füh­rer ver­tre­ten die IHK gemein­sam nach außen.

IHK für Ober­fran­ken Bay­reuth gibt Auskunft

Ein Jahr Krieg in der Ukrai­ne: Aus­wir­kun­gen auf Ober­fran­kens Wirtschaft

Zum ers­ten Jah­res­tag des rus­si­schen Angriffs­krie­ges auf die Ukrai­ne hat die IHK für Ober­fran­ken Bay­reuth Aus­kunft gege­ben, wie sich der Krieg auf Ober­fran­kens Wirt­schaft und den Arbeits­markt auswirkt.

Die nach der Coro­na-Kri­se auf­ge­keim­te Erho­lung in Ober­fran­kens Wirt­schaft sei durch den Angriffs­krieg Russ­lands abrupt unter­bro­chen wor­den, sagt IHK-Prä­si­dent Micha­el Waas­ner in einer Mit­tei­lung der Kam­mer. Anders aus­ge­drückt: Die Aus­wir­kun­gen des Krie­ges sind bis nach Ober­fran­ken deut­lich spür­bar, „wenn­gleich die­se natür­lich in kei­ner Wei­se ver­gleich­bar sind mit der Situa­ti­on in der Ukrai­ne selbst.“ Gehe es in Ober­fran­ken aber um Preis­stei­ge­run­gen bei Ener­gie oder Roh­stof­fen, um die Mate­ri­al- und Roh­stoff­knapp­heit oder um sto­cken­de Lie­fer­ket­ten sei in den meis­ten Fäl­len der Krieg in der Ukrai­ne der Auslöser.

So sei zum Bei­spiel allein der Wert der deut­schen Ener­gie­im­por­te auf­grund von Preis­stei­ge­run­gen von 2021 auf 2022 um 89 Pro­zent auf 156 Mil­li­ar­den Euro gestie­gen. „Das bekom­men Unter­neh­men und End­ver­brau­cher sehr deut­lich zu spüren.“

Auch für das gesam­te deut­sche Wirt­schafts­wachs­tum blei­be der Krieg nicht ohne Fol­gen. So schätzt die Deut­sche Indus­trie- und Han­dels­kam­mer den kriegs­be­ding­ten Ver­lust bis Ende 2023 auf rund 160 Mil­li­ar­den Euro. Das sei­en etwa vier Pro­zent des Bruttoinlandsproduktes.

Die exor­bi­tan­ten Preis­stei­ge­run­gen führ­ten laut IHK auch dazu, dass der Ein­fuhr­wert von rus­si­schem Erd­gas trotz einer Hal­bie­rung der impor­tier­ten Men­ge im 2. Quar­tal 2022 gegen­über dem Vor­jahr um 23 Pro­zent auf 2,7 Mil­li­ar­den Euro gestie­gen ist. Erst im drit­ten Quar­tal waren auch die Zah­lun­gen an Russ­land für Erd­gas rück­läu­fig, bevor die Impor­te im 4. Quar­tal kom­plett ein­ge­bro­chen sind.

„Nach Berech­nun­gen der IHK für Ober­fran­ken Bay­reuth ent­sprach die Gas­men­ge, die im gesam­ten 4. Quar­tal 2022 direkt aus Russ­land impor­tiert wur­de, in etwa der Men­ge, die ein Jahr zuvor in weni­ger als einer Stun­de nach Deutsch­land floss.“

Aus­wir­kun­gen des Krie­ges auf den ober­frän­ki­schen Arbeitsmarkt

„Seit Kriegs­be­ginn“, so Micha­el Waas­ner, „sind mehr als eine Mil­li­on Men­schen aus der Ukrai­ne nach Deutsch­land geflüch­tet. Rund 150.000 davon sind in Bay­ern regis­triert. Seit Beginn des Krie­ges sind in Deutsch­land auch rund 65.000 Ukrai­ne­rin­nen und Ukrai­ner mehr sozi­al­ver­si­che­rungs­pflich­tig beschäf­tigt als vor Beginn der Kämp­fe. Hin­zu kom­men rund 21.000 in Minijobs.“

Von die­sen neu gewon­ne­nen Arbeits­kräf­ten für Ober­fran­kens Wirt­schaft wür­den auch ober­frän­ki­sche Unter­neh­men pro­fi­tie­ren. So sei eine grö­ße­re Zahl von Ukrai­ne­rin­nen und Ukrai­nern auf der Suche nach Arbeit oder in Beschäf­ti­gung, oder hät­ten bereits Aus­bil­dungs­ver­trä­ge unterschrieben.

Da ein Groß­teil der Geflüch­te­ten aber Frau­en mit Kin­dern sei­en, müs­se die Inte­gra­ti­on der Kin­der in Kitas, Kin­der­gär­ten und Schu­len Vor­aus­set­zung dafür sein, dass die Frau­en nach einer Arbeit suchen können.

„Der Anteil an Per­so­nen mit gutem Bil­dungs­ni­veau ist in die­ser Grup­pe aber über­durch­schnitt­lich hoch. Des­halb hof­fen vie­le Unter­neh­men, dass die Zahl der Flücht­lin­ge aus der Ukrai­ne in der Arbeits­markt­ver­mitt­lung in den kom­men­den Mona­ten spür­bar nach oben geht.“

Kon­junk­tur-Trend­um­fra­ge IHK Oberfranken

Leich­te Ent­span­nung im Wirt­schafts­raum Bamberg

Die Unter­neh­men im Wirt­schafts­raum Bam­berg geben in einer Kon­junk­tur­um­fra­ge der IHK für Ober­fran­ken Bay­reuth zu Jah­res­be­ginn leich­te Ent­war­nung. Die aktu­el­le Geschäfts­la­ge konn­te sich gegen­über der Herbst­um­fra­ge leicht verbessern.

Mehr­mals im Jahr unter­nimmt die IHK für Ober­fran­ken Bay­reuth unter hie­si­gen Unter­neh­men eine Umfra­ge zur Geschäfts­la­ge im Wirt­schafts­raum Bam­berg. Ihre wirt­schaft­li­che Situa­ti­on zum Jah­res­be­ginn schät­zen Unter­neh­men dem­ge­mäß nach wie vor nega­tiv, aber doch bes­ser als noch im Herbst ein.

„Betrach­tet man die aktu­el­len Rah­men­be­din­gun­gen, ist das ein durch­aus respek­ta­bles State­ment der Bam­ber­ger Wirt­schaft“, zitiert die IHK Bay­reuth ihren Vize­prä­si­dent Her­bert Grim­mer. „Die Unter­neh­men haben sich – so weit das über­haupt mög­lich ist – an die aktu­el­len Rah­men­be­din­gun­gen ange­passt. Die Ein­schät­zun­gen im Herbst waren offen­sicht­lich zu pes­si­mis­tisch.”

Der Kon­junk­tur­kli­ma­in­dex für den Wirt­schafts­raum Bam­berg ist laut IHK-Umfra­ge um 21 Zäh­ler gestie­gen und steht nun mit 104 wie­der über der psy­cho­lo­gisch wich­ti­gen Mar­ke von 100 Punk­ten. „Damit sta­bi­li­siert sich die Situa­ti­on nach dem his­to­ri­schen Ein­bruch im Herbst 2022 wieder.“

Aktu­el­le Geschäfts­la­ge bleibt stabil

41 Pro­zent der befrag­ten Unter­neh­men schät­zen ihre wirt­schaft­li­che Lage gut ein, 21 Pro­zent nega­tiv. Damit bleibt die Geschäfts­stim­mung im Plus und kann sich gegen­über der Herbst­um­fra­ge um drei Punk­te verbessern.

28 Pro­zent aller Befrag­ten rech­nen aller­dings mit einer Ver­schlech­te­rung der Lage in den kom­men­den zwölf Mona­ten. Dem­ge­gen­über ste­hen 19 Pro­zent, die mit einer Ver­bes­se­rung kalkulieren

„Die Bam­ber­ger Wirt­schaft star­tet aber gut in das neue Jahr“, sagt Grim­mer und fügt in Hin­sicht auf stei­gen­de Roh­stoff- und Ener­gie­kos­ten an: „Umso mehr, wenn man die zahl­rei­chen Her­aus­for­de­run­gen berück­sich­tigt, die zu bewäl­ti­gen sind.”

Dies unter­strei­che auch die Umsatz­ent­wick­lung im Inland. Die Kapa­zi­täts­aus­las­tung der befrag­ten Unter­neh­men leg­te im Ver­gleich zum Herbst eben­falls zu. Mehr als 85 Pro­zent der Befrag­ten konn­ten eine vol­le bezie­hungs­wei­se befrie­di­gen­de Aus­las­tung ver­mel­den. Vor allem die Inlands­nach­fra­ge sei gestiegen.

Auf­grund ver­schie­de­ner poli­ti­sche Ent­schei­dun­gen, allen vor­an die Preis­brem­sen bei Strom und Gas, sei­en die kom­men­den Mona­te für die Unter­neh­men laut IHK auch wie­der plan­ba­rer gewor­den, auch wenn die Ener­gie­prei­se auf einem ver­gleichs­wei­se hohen Level bleiben.

Wei­te­re Maß­nah­men der Bun­des­re­gie­rung sei­en ent­spre­chend erfor­der­lich. „Unse­re drei Kern­for­de­run­gen sind: weni­ger Büro­kra­tie, schnel­le­re Geneh­mi­gun­gen und Erleich­te­rung bei der Ein­wan­de­rung von Fach­kräf­ten“, so Grimmer.

Kon­junk­tur­um­fra­ge IHK für Ober­fran­ken Bayreuth

Bam­ber­ger Unter­neh­men erwar­ten Ein­bruch der Konjunktur

Laut einer Kon­junk­tur­um­fra­ge der IHK für Ober­fran­ken Bay­reuth berich­ten Bam­ber­ger Unter­neh­men der­zeit von einer posi­ti­ven Geschäfts­la­ge. Die wirt­schaft­li­chen Erwar­tun­gen an die kom­men­den Mona­te sind hin­ge­gen negativ.

Eine Kon­junk­tur­um­fra­ge im ober­frän­ki­schen Hand­werk ergab jüngst, dass regio­na­le Hand­werks­be­trie­be der­zeit wirt­schaft­lich zufrie­den sei­en, aber pes­si­mis­tisch in die Zukunft blick­ten. Eine Kon­junk­tur­um­fra­ge der IHK für Ober­fran­ken Bay­reuth bei Bam­ber­ger Unter­neh­men zeich­net nun ein ähn­li­ches Bild.

„Die Bam­ber­ger Wirt­schaft steht ins­ge­samt gut da. Die Ein­schät­zun­gen für die Geschäf­te im Win­ter sind aller­dings alar­mie­rend“, zitiert eine Mit­tei­lung der IHK ihren Vize­prä­si­dent und Vor­sit­zen­den des Bam­ber­ger Gre­mi­ums, Her­bert Grimmer.

Nach der der­zei­ti­gen Geschäfts­la­ge gefragt, stu­fe laut der Umfra­ge ein Drit­tel der befrag­ten Unter­neh­men die Situa­ti­on gut ein. Wei­te­re 51 Pro­zent nen­nen die Lage „befrie­di­gend“. Eine schlech­te betrieb­li­che Situa­ti­on gaben hin­ge­gen 16 Pro­zent zu Protokoll.

„Die Geschäfts­la­ge ist bei vie­len Unter­neh­men gut und ver­bes­sert sich im Ver­gleich zum Früh­jahr“, sagt Grim­mer. Dies unter­maue­re der Blick auf die Kapa­zi­täts­aus­las­tung der Bam­ber­ger Unter­neh­men. Die­se sei im Ver­gleich zur Früh­jahrs­um­fra­ge eben­falls gestie­gen. „85 Pro­zent berich­ten von einer hohen bezie­hungs­wei­se befrie­di­gen­den Aus­las­tung. Aller­dings: Die Roh­stof­fe und Vor­pro­duk­te müs­sen vor­han­den und lie­fer­bar sein.“

Düs­te­re Pro­gno­se in der Wirt­schafts­re­gi­on Bamberg

Anders sieht die Pro­gno­se beim Blick auf die kom­men­den Mona­te aus. Mehr als die Hälf­te (54 Pro­zent) der befrag­ten Bam­ber­ger Unter­neh­men rech­ne mit einer Ver­schlech­te­rung der Geschäfts­la­ge. Eine Ver­bes­se­rung wür­den nur noch zwölf Pro­zent erwar­ten. Die wei­te­ren 34 Pro­zent kal­ku­lier­ten mit einer sta­bi­len Geschäftslage.

„Die Erwar­tun­gen der Bam­ber­ger Wirt­schaft sind im Kel­ler“, sagt Her­bert Grim­mer. „Das ist nur ver­ständ­lich, wenn man sich den Mix aus Preis­ent­wick­lung, Ver­füg­bar­kei­ten, Lie­fer­ket­ten und Infla­ti­on anschaut. Die Poli­tik muss drin­gend alles in die Waag­scha­le wer­fen, was sie hat.“ Glei­ches gel­te für die erwar­te­ten Kapa­zi­täts­aus­las­tun­gen, die deut­lich nach­ge­ben, und die geplan­ten Ver­kaufs­prei­se, die deut­lich stei­gen sol­len würden.

Die Beschäf­tig­ten­pla­nung fol­ge eben­falls dem rück­läu­fi­gen Trend. Mehr als ein Vier­tel der befrag­ten Unter­neh­men fürch­te, Mit­ar­bei­ter frei­stel­len zu müs­sen und nur zehn Pro­zent der Betrie­be rech­ne mit Per­so­nal­auf­bau. „Der Arbeits­markt reagiert häu­fig ver­zö­gert, da die Unter­neh­men so lan­ge wie mög­lich an den Mit­ar­bei­tern fest­hal­ten. Im Lau­fe des Win­ters kann es aber zu deut­li­chen Aus­wir­kun­gen kommen.“

Ins­ge­samt ergibt die aktu­el­le IHK-Kon­junk­tur­um­fra­ge in allen Teil­re­gio­nen ein ähn­li­ches Bild. „In allen acht IHK-Gre­mi­en ist der Kon­junk­tur­kli­ma­in­dex jeweils deut­lich gefal­len. Dies zeigt, auf welch brei­ter Front die der­zei­ti­gen Her­aus­for­de­run­gen die Unter­neh­men vor Ort belas­ten“, sagt IHK-Kon­junk­tur­re­fe­rent Mal­te Tiedemann.