Browse Tag

Juraklinik Scheßlitz

Ein­bli­cke mit Zukunft

GKG Bam­berg unter­stützt Berufs­ori­en­tie­rung an der Real­schu­le Scheßlitz

Die ers­te Pro­jekt­wo­che „WIRKEN las­sen!“ an der Staat­li­chen Real­schu­le Scheß­litz ist erfolg­reich abge­schlos­sen wor­den. Im Rah­men des Pilot­pro­jekts arbei­te­ten ins­ge­samt vier Pro­jekt­grup­pen mit jeweils vier Schü­le­rin­nen und Schü­lern eng mit der Gemein­nüt­zi­gen Kran­ken­haus­ge­sell­schaft des Land­krei­ses Bam­berg (GKG Bam­berg) zusam­men und erhiel­ten dabei pra­xis­na­he Ein­bli­cke in ver­schie­de­ne Gesund­heits­be­ru­fe, wie die GKG Bam­berg mitteilt.

Die Jugend­li­chen beschäf­tig­ten sich hier­bei inten­siv mit den Berufs­fel­dern Pfle­ge, Medi­zi­ni­sche Fach­an­ge­stell­te (MFA) sowie Ope­ra­ti­ons­tech­ni­sche und Anäs­the­sie­tech­ni­sche Assis­tenz (OTA/​ATA) m/​w/​d. Ziel des Pro­jekts war es, jun­gen Men­schen beruf­li­che Per­spek­ti­ven im Gesund­heits­we­sen auf­zu­zei­gen und ihnen die Mög­lich­keit zu geben, eigen­stän­dig krea­ti­ve und pra­xis­ori­en­tier­te Pro­jek­te zu ent­wi­ckeln. Ent­stan­den sind unter ande­rem ein Pod­cast zur gene­ra­lis­ti­schen Pfle­ge­aus­bil­dung, ein Leit­fa­den zur Kom­mu­ni­ka­ti­on mit Men­schen mit Demenz, krea­ti­ve Ansät­ze zur ange­neh­me­ren Gestal­tung von War­te­zei­ten im Kli­nik­all­tag sowie ein Infor­ma­ti­ons­vi­deo zur Hän­de­des­in­fek­ti­on im OP-Bereich.

Die Pro­jek­te wur­den von enga­gier­ten Mit­ar­bei­ten­den der GKG Bam­berg beglei­tet und maß­geb­lich durch die Aus­bil­dungs­ko­or­di­na­ti­on der GKG unter­stützt. Auch der stell­ver­tre­ten­de Geschäfts­füh­rer der GKG Bam­berg, Harald Poßer, war bei der Abschluss­prä­sen­ta­ti­on vor Ort und zeig­te sich beein­druckt vom Enga­ge­ment der Schü­le­rin­nen und Schü­ler: „Das Pro­jekt in Zusam­men­ar­beit mit der Real­schu­le Scheß­litz war sehr erfolg­reich und hat ein­drucks­voll gezeigt, mit wie viel Krea­ti­vi­tät, Inter­es­se und Moti­va­ti­on sich jun­ge Men­schen mit Gesund­heits­be­ru­fen aus­ein­an­der­set­zen. Pra­xis­na­he Ein­bli­cke sind dabei beson­ders wich­tig, um Berüh­rungs­ängs­te abzu­bau­en und Per­spek­ti­ven für die beruf­li­che Zukunft auf­zu­zei­gen. Für uns als GKG Bam­berg ist Nach­wuchs­för­de­rung ein zen­tra­les Anliegen.“

Die GKG Bam­berg bedankt sich herz­lich bei der Staat­li­chen Real­schu­le Scheß­litz sowie bei allen Betei­lig­ten für die erfolg­rei­che Zusam­men­ar­beit. Als Aus­bil­dungs­be­trieb enga­giert sich die GKG seit vie­len Jah­ren aktiv für die För­de­rung des Nach­wuch­ses im Gesund­heits­we­sen und beglei­tet jun­ge Men­schen auf ihrem Weg in einen Beruf mit Zukunft. Aus­führ­li­che Infor­ma­tio­nen zu Aus­bil­dung und Kar­rie­re bei der GKG Bam­berg sind unter gkg-bamberg.de zu finden.

Unter­stüt­zung des Frie­dens­dorf International

Elf­jäh­ri­ge Shayes­ta erhält drin­gend benö­tig­te medi­zi­ni­sche Behand­lung in der Jura­kli­nik Scheßlitz

Seit vie­len Jah­ren unter­stützt die Jura­kli­nik Scheß­litz gemein­sam mit Dr. med. Mat­thi­as Bie­der­mann das Frie­dens­dorf Inter­na­tio­nal bei der unent­gelt­li­chen medi­zi­ni­schen Ver­sor­gung von Kin­dern aus Kriegs- und Kri­sen­ge­bie­ten. Aktu­ell befin­det sich die elf­jäh­ri­ge Shayes­ta Arab aus Afgha­ni­stan in der Jura­kli­nik zur Behand­lung, wie die Gemein­nüt­zi­ge Kran­ken­haus­ge­sell­schaft des Land­krei­ses Bam­berg mbH mitteilt.

Regel­mä­ßig erhal­ten jun­ge Pati­en­tin­nen und Pati­en­ten eine drin­gend benö­tig­te Behand­lung, die in ihren Hei­mat­län­dern oft­mals nicht mög­lich ist. Aktu­ell befin­det sich die elf­jäh­ri­ge Shayes­ta Arab aus Afgha­ni­stan in der Jura­kli­nik zur Behand­lung. Das Mäd­chen litt unter einer schwe­ren eit­rig-fis­teln­den Kno­chen­mark­ent­zün­dung am lin­ken Ober­schen­kel. Zusätz­lich bestand eine aus­ge­präg­te X‑Beindeformität mit Bein­ver­kür­zung, ver­ur­sacht durch einen teil­wei­se vor­zei­ti­gen Ver­schluss der knie­ge­lenk­na­hen Wachs­tums­fu­ge. Ver­mut­lich war eine ver­schlepp­te Angi­na Aus­lö­ser der Erkran­kung, hin­zu kam eine zusätz­li­che Besie­de­lung mit MRSA-Kei­men. Dr. med. Mat­thi­as Bie­der­mann, Chef­arzt der Unfall­chir­ur­gie und Ortho­pä­die, erklär­te sich sofort bereit, die jun­ge Pati­en­tin gemein­sam mit sei­nem Team in der Jura­kli­nik Scheß­litz zu behan­deln. Auch die ergän­zend zu den Rönt­gen- und CT-Unter­su­chun­gen not­wen­di­ge MRT-Dia­gnos­tik wur­de dan­kens­wer­ter­wei­se von den Kol­le­gin­nen und Kol­le­gen der Radio­lo­gie Bam­berg eben­falls unent­gelt­lich durchgeführt.

In einer ers­ten Ope­ra­ti­on wur­de der Infek­ti­ons­herd chir­ur­gisch saniert. Dabei ent­fern­te Dr. Bie­der­mann abge­stor­be­ne Kno­chen­an­tei­le sowie die ent­zünd­li­chen Ver­än­de­run­gen am Ober­schen­kel. Anschlie­ßend erhielt die Pati­en­tin Shayes­ta Arab eine geziel­te anti­bio­ti­sche Behand­lung. Nach­dem sich die Ent­zün­dungs­wer­te nor­ma­li­siert hat­ten, konn­te in einer wei­te­ren Ope­ra­ti­on die X‑Bein-Fehl­stel­lung des lin­ken Bei­nes kor­ri­giert wer­den. Hier­für wur­de ein Kno­chen­keil ent­nom­men und das Bein mit­hil­fe einer Plat­te sta­bi­li­siert. Die jun­ge Pati­en­tin kann inzwi­schen wie­der ohne zusätz­li­che ortho­pä­di­sche Hilfs­mit­tel frei gehen. Die noch bestehen­de leich­te Ver­kür­zung des lin­ken Beins wur­de durch eine unent­gelt­lich bereit­ge­stell­te Schuh­ein­la­ge der Medi­team GmbH & Co. KG aus­ge­gli­chen. Mit ihrem lang­jäh­ri­gen Enga­ge­ment leis­ten Dr. Bie­der­mann und das Team der Jura­kli­nik Scheß­litz einen wich­ti­gen Bei­trag zur medi­zi­ni­schen Ver­sor­gung von Kin­dern, die ohne die­se Unter­stüt­zung oft­mals kei­ne Aus­sicht auf eine adäqua­te Behand­lung ihrer Erkran­kun­gen oder Ver­let­zun­gen hät­ten und dadurch in ihrer Zukunft häu­fig sozi­al iso­liert wären.


Hin­ter­grund

Seit 1967 hilft die inter­na­tio­na­le Hilfs­or­ga­ni­sa­ti­on, FRIEDENSDORF Inter­na­tio­nal mit Sitz in Ober­hau­sen /​Ruhr­ge­biet ver­letz­ten und kran­ken Kin­dern aus Kriegs- und Kri­sen­ge­bie­ten. Kin­der wer­den zur kurz­fris­ti­gen medi­zi­ni­schen Behand­lung nach Euro­pa geholt und welt­wei­te Pro­jek­te ver­bes­sern die medi­zi­ni­sche und huma­ni­tä­re Ver­sor­gung in den Hei­mat­län­dern. Die frie­dens­päd­ago­gi­sche Arbeit des FRIEDENSDORF Bil­dungs­werks för­dert zudem sozia­les Bewusst­sein und Enga­ge­ment. Finan­ziert wird die­se Arbeit nahe­zu aus­schließ­lich aus Spen­den und Mit­glieds­bei­trä­gen – sie ist als mild­tä­tig aner­kannt und trägt das DZI-Spendensiegel.


Spen­den­kon­to

Stadt­spar­kas­se Ober­hau­sen IBAN: DE59 3655 0000 0000 1024 00

Füh­rung durchs Krankenhaus

Staats­mi­nis­te­rin Ger­lach besucht Jura­kli­nik Scheßlitz

Judith Ger­lach, Bay­erns Staats­mi­nis­te­rin für Gesund­heit, Pfle­ge und Prä­ven­ti­on, stat­te­te der Jura­kli­nik Scheß­litz Anfang der Woche einen Besuch ab. Dabei kün­dig­te sie ver­schie­dens­te Din­ge an.

Land­rat Johann Kalb, Emmi Zeul­ner, Mit­glied des Deut­schen Bun­des­ta­ges, Udo Kunz­mann, Geschäfts­füh­rer der Kli­nik, Micha­el Zachert, ärzt­li­cher Direk­tor, und Pfle­ge­dienst­lei­ter Her­bert Pflaum emp­fin­gen Gesund­heits­mi­nis­te­rin Judith Ger­lach (CSU) in der Jura­kli­nik in Scheß­litz. Nach einer Füh­rung durch die Räum­lich­kei­ten der Not­auf­nah­me fand sich Zeit für ein Gespräch mit der Staats­mi­nis­te­rin, wie die Kli­nik mit­teilt.

Kunz­mann und Zachert stell­ten die Kli­nik vor und gin­gen auf die Aus­wir­kun­gen der Kran­ken­haus­re­form ein, damit ver­bun­de­ne mög­li­che Ände­run­gen in der Finan­zie­rung oder im Leis­tungs­an­ge­bot von Kran­ken­häu­sern in Bay­ern. Kunz­mann begrüß­te das Vor­ge­hen der Staats­re­gie­rung, die Kran­ken­häu­ser und Kom­mu­nen bei ihren Ent­schei­dun­gen für die Zukunft zu beglei­ten. Jedoch wies er auch auf die der­zei­ti­ge pre­kä­re finan­zi­el­le Lage der Kran­ken­häu­ser hin.

„Ich ver­ste­he die Sor­gen und Nöte der Kran­ken­haus­trä­ger nur zu gut“, sag­te Judith Ger­lach. „Der Frei­staat Bay­ern steht hin­ter sei­nen Kran­ken­häu­sern und gestal­tet den Wan­del gemein­sam mit ihnen.“ Bay­ern unter­stütz­te Umstruk­tu­rie­run­gen bei Kran­ken­häu­sern schon seit Jah­ren. Ergän­zend habe man einen Sie­ben-Punk­te-Plan ent­wi­ckelt, damit sich die Kli­ni­ken leich­ter auf den Wan­del ein­stel­len könnten.

Mit einem Maß­nah­men­pa­ket ver­sucht die Staats­re­gie­rung, die Kran­ken­haus­trä­ger dabei zu unter­stüt­zen, sich auf die Kran­ken­haus­re­form vor­zu­be­rei­ten. Dafür gibt sie ihnen etwa Mit­tel an die Hand wie eine bay­ern­wei­te Daten­grund­la­ge zu den vor­aus­sicht­li­chen künf­ti­gen Leis­tungs­an­ge­bo­ten der ein­zel­nen Kran­ken­häu­ser, ein bay­ern­wei­tes Gut­ach­ten zur Pro­gno­se der künf­ti­gen Patient:innen-Zahlen, eine För­de­rung regio­na­ler Struk­tur­gut­ach­ten, Unter­stüt­zung bei der Orga­ni­sa­ti­on und Durch­füh­rung regio­na­ler Ver­an­stal­tun­gen für die Umset­zung von Struk­tur­an­pas­sun­gen, poli­ti­sche Rücken­de­ckung für Ent­schei­der und ein mög­li­cher Ver­zicht auf Rück­for­de­rung von För­der­mit­teln bei Nutzungsänderung.

Koope­ra­ti­on mit „Frie­dens­dorf International“

Jura­kli­nik Scheß­litz: Jun­ger Gast­pa­ti­ent aus Afgha­ni­stan behandelt

Seit 16 Jah­ren unter­stützt die Jura­kli­nik Scheß­litz die Hilfs­or­ga­ni­sa­ti­on „Frie­dens­dorf Inter­na­tio­nal“ bei der kos­ten­frei­en Behand­lung von Kin­dern aus Kriegs- und Kri­sen­ge­bie­ten. Nun wur­de erneut ein jun­ger Pati­ent aus Afgha­ni­stan behandelt.

Seit lan­ger Zeit litt der elf­jäh­ri­ge Jun­ge aus Afgha­ni­stan, trotz Vor­ope­ra­ti­on im Hei­mat­land, an chro­ni­schen Kno­chen­ent­zün­dun­gen im lin­ken Ober­schen­kel, am rech­ten Schlüs­sel­bein und am rech­ten Sprung­ge­lenk. Dar­um wur­de er zum Afgha­ni­schen Roten Halb­mond, der Part­ner­or­ga­ni­sa­ti­on der Hilfs­or­ga­ni­sa­ti­on „Frie­dens­dorf Inter­na­tio­nal“ gebracht. Dr. Mat­thi­as Bie­der­mann, Chef­arzt der Unfall­chir­ur­gie und Ortho­pä­die der Jura­kli­nik Scheß­litz, hol­te dann den Jun­gen Mit­te März nach Fran­ken zur kos­ten­frei­en Behandlung.

Im Zuge des­sen zeig­te sich, dass spe­zi­el­le Bak­te­ri­en ver­ant­wort­lich für die Ent­zün­dun­gen waren. Bie­der­mann und sein Team ope­rier­ten die betrof­fe­nen Kör­per­stel­len, so dass die chro­ni­schen Ent­zün­dun­gen nach der OP und eini­gen Wochen Erho­lung abklangen.

Der Jun­ge wird Ende April wie­der zurück ins Frie­dens­dorf gebracht und sich dort mit etwa 200 Kin­dern aus neun Natio­nen wei­ter erho­len. Im Som­mer soll er wie­der zu sei­ner Fami­lie nach Afgha­ni­stan zurück­keh­ren können.

Frie­dens­dorf International

Seit 1967 hilft die inter­na­tio­na­le Hilfs­or­ga­ni­sa­ti­on „Frie­dens­dorf Inter­na­tio­nal“ mit Sitz in Ober­hau­sen (NRW) ver­letz­ten und kran­ken Kin­dern aus Kriegs- und Kri­sen­ge­bie­ten. Sol­che Kin­der holt sie zu kurz­fris­ti­gen medi­zi­ni­schen Behand­lung nach Euro­pa. Die frie­dens­päd­ago­gi­sche Arbeit des „Frie­dens­dorf Bil­dungs­werks“ för­dert zudem sozia­les Bewusst­sein und Enga­ge­ment. Finan­ziert wird die­se Arbeit nahe­zu aus­schließ­lich aus Spen­den und Mitgliedsbeiträgen.