Schlüsselspiel im Rennen um die Playoff-Plätze
CERATONIA Volleys vor richtungsweisendem Duell gegen Leipzig
Viel Zeit zum Durchatmen bleibt den CERATONIA Volleys nicht. Nach der bitteren und in ihrer Deutlichkeit schmerzhaften 0:3‑Niederlage in Rottenburg wartet bereits das nächste und vielleicht sogar entscheidende Schlüsselspiel im Rennen um die Playoff-Plätze bevor. Mit Leipzig gastiert man am kommenden Spieltag bei einem Gegner, den man im Hinspiel zwar erfolgreich besiegen konnte, am Wochenende aber keinesfalls unterschätzen sollte, will man die leisen Hoffnungen auf die Top Vier behalten.
Die Ausgangslage ist eindeutig und unangenehm. Sechs Punkte Rückstand auf Dresden bei einem absolvierten Spiel mehr, sieben Punkte auf Kriftel, dazwischen Grafing mit drei Zählern Vorsprung und noch einem Spiel in der Hinterhand. Zudem droht bei einer Niederlage gegen Leipzig sogar der Verlust des aktuellen sechsten Tabellenplatzes. Was vor Wochen noch nach einer realistischen Perspektive aussah, ist nun zu einem schmalen Grat geworden.
Fokus bündeln, Charakter zeigen
Die deutliche Pleite in Rottenburg steckt der Mannschaft noch spürbar in den Knochen – mental wie körperlich. Auch der Trainingsauftakt in die neue Woche ließ wenig Optimismus aufkommen: Mit Melf Urban, Robin Stolle, Jason Lieb und Alex Duncan Thibault fehlten gleich vier potenzielle Starter. Umso größer ist die Hoffnung, dass sich das Bild Richtung Donnerstag und Freitag deutlich aufhellt. Insbesondere die mögliche Rückkehr der Leistungsträger Perica Stanic und Alex Duncan Thibault würde dem Team Stabilität, Struktur und Qualität zurückgeben.
Unabhängig von allen Fragezeichen ist jedoch klar, dass gegen Leipzig ein anderes Gesicht gezeigt werden soll. Dabei geht es dem Team nicht nur um Punkte und die Tabellenkonstellationen, sondern auch um Wiedergutmachung und eine professionelle Haltung. Selbst wenn die personelle Lage angespannt bleiben sollte, erwarten Verein, Fans und Sponsoren einen Auftritt mit Leidenschaft, Widerstand und Überzeugung. An Tugenden, die zuletzt schmerzlich vermisst wurden, gilt es wieder anzuknüpfen. Mut macht dabei der Blick zurück auf das Hinspiel, das die CERATONIA Volleys für sich entscheiden konnten. Daran will und muss man anknüpfen – wissend, dass es möglicherweise die letzte Chance ist, den eigenen Ambitionen neues Leben einzuhauchen.
Anpfiff der Partie in Leipzig ist am morgigen Samstag um 19:00 Uhr.
Vorrundensieger
VC Eltmann gewinnt Spitzenspiel gegen L.E. Volleys
Die Volleyballer des VC Eltmann bleiben in der Dritten Liga Ost weiterhin das Maß aller Dinge. Am sechsten Spieltag gewannen sie das Spitzenspiel gegen den Zweitplatzierten der L.E. Volleys aus Leipzig. Somit hat die Mannschaft die Vorrunde ungeschlagen und ohne Satzverlust souverän auf Platz Eins beendet.
„Das war heute nahe an der Perfektion“, zitiert eine Mitteilung des Vereins Eltmanns Coach Christian Kranz kurz nach Spielende. „Bis auf die kurze Schwächephase zu Beginn des ersten Satzes haben wir unglaublich gut gespielt und den L.E. Volleys unser Spiel aufgedrängt. Es ist nicht leicht, drei Sätze so konzentriert durchzuziehen und so fokussiert zu bleiben. Großes Lob an die Jungs.“
Trotz sonnigem Oktoberwetter fanden rund 200 ZuschauerInnen am Sonntagnachmittag den Weg in die Leipziger Halle, um das Spitzenspiel zu verfolgen. Wie zu erwarten, entwickelte sich das Duell um die Tabellenführung zunächst zu einer spannenden und ausgeglichenen Partie.
Nachdem die Eltmanner stark in den ersten Abschnitt gestartet waren und bereits mit 5:1 in Führung lagen, war es Leipzigs Mittelblocker Drebenstedt, der die sonst so konstante Annahme mit starken Aufschlägen unter Druck setzte und die Sachsen mit 9:5 in Führung brachte.
Als auch die erste Auszeit des VCE nicht die gewünschte Wirkung zeigte, brachte Kranz im Anschluss Johannes Engel für Sebastian Richter in die Partie. Der Kapitän, der in den letzten Wochen noch verletzungsbedingt zusehen musste, brachte sofort frischen Wind ins Spiel der Eltmanner. Er konnte die Annahme stabilisieren und sorgte mit sehenswerten Angriffen und Blocks für das eine oder andere Highlight am Netz.
Im weiteren Verlauf des ersten Satzes ging es dann hin und her, sodass sich keine Mannschaft richtig absetzen konnte. Bis zum Stande von 22:22 blieb das Spiel demgemäß absolut ausgeglichen.
Am Ende waren es dann (erneut) die starken Aufschläge vom (wie schon gegen Zirndorf) späteren MVP Jannis Hopt und ein konsequentes Block-Abwehrverhalten der Eltmanner, das dafür sorgte, dass der Satz mit 25:22 an den VCE ging.
„Die vielen Fehler haben uns extrem in die Karten gespielt“
Nach diesem knappen Satzverlust schlichen sich immer mehr individuelle Fehler und Unkonzentriertheiten im Spiel der L.E. Volleys ein. Viele Aufschläge verfehlten ihr Ziel, die Annahme zeigte sich nicht mehr konstant und im Angriff fehlten in vielen Situationen Präzision und Durchschlagskraft.
„Natürlich hat es Leipzig uns im zweiten und drittem Satz sehr viel einfacher gemacht“, fasste Routinier Christian Nowak die letzten beiden Spielabschnitte zusammen. „Die vielen Fehler haben uns extrem in die Karten gespielt. Man darf aber auch nicht vergessen, dass wir sie durch unser aggressives Spiel unter Druck gesetzt und sie somit auch erst in diese Situation gedrängt haben. Gerade gegen so ein junges Team ist es wichtig, den Druck hochzuhalten und fokussiert zu bleiben, damit sie gar nicht erst ins Spiel kommen können.“
Nach nur knapp 20 Minuten Spielzeit fand der dritte Satz ein Ende und ging mit 25:14 an den VC Eltmann. Der Sieg bedeutete die Tabellenpunkte 16, 17 und 18 und der Verein konnte seine Dominanz in der Vorrundengruppe weiter untermauert. Mit sechs Punkten Vorsprung bleibt der VCE Tabellenführer und kam seinem Etappenziel, ohne Punktverlust in die Finalrunde einzuziehen, einen Schritt näher.
Nach einem spielfreien Wochenende trifft der VC Eltmann am 12. November zum Rückrundenstart auf den VSV Oelsnitz.