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Schwie­ri­ge Lage in der Pflege

Kata­stro­phen­stab erwei­tert die Kapa­zi­tä­ten fürs Imp­fen und für Krankentransporte

115 Coro­na-Pati­en­ten in den Kli­ni­ken der Regi­on, 21 hier­von inten­siv. Kran­ken­trans­por­te zeit­wei­se bereits über der Kapa­zi­täts­gren­ze. Eine in Fra­ge ste­hen­de Ver­sor­gung der ambu­lan­ten häus­li­chen Pfle­ge. Eine wei­te­re Aus­wei­tung der Impf­ka­pa­zi­tä­ten. Mit die­sen Her­aus­for­de­run­gen beschäf­tig­te sich der gemein­sa­me Kata­stro­phen­stab von Stadt und Land­kreis Bam­berg unter der Lei­tung von Land­rat Johann Kalb und Ober­bür­ger­meis­ter Andre­as Starke.

Lag die Nach­fra­ge nach Imp­fun­gen im Impf­zen­trum im Som­mer bei weni­ger als 1.000 pro Woche, so hat die Ein­rich­tung die Kapa­zi­tät wegen der enorm gestie­ge­nen Nach­fra­ge nun inner­halb von zwei Wochen mehr als ver­vier­facht. Bei 25 bis 30 Pro­zent han­delt es sich der­zeit um Erstimpfungen.

„Anfang Dezem­ber wol­len wir im Impf­zen­trum bis zu 7000 Men­schen pro Woche imp­fen“, gaben Land­rat Johann Kalb und Ober­bür­ger­meis­ter das nächs­te Ziel aus. Die Ver­ant­wort­li­chen berei­ten nun Imp­fun­gen an sie­ben Tage die Woche vor. Zusätz­lich zum ZOB und zum Impf­zen­trum selbst soll es schon zeit­nah eine drit­te Impf­stel­le in Hirschaid geben.


Zusätz­li­che Impf­an­ge­bo­te nie­der­ge­las­se­ner Ärz­te an Sams­ta­gen geplant

Vor­rang wer­den dabei zunächst vor allem Men­schen mit erhöh­tem Risi­ko und hier Per­so­nen über 70 Jah­ren haben. In der Koor­di­nie­rungs­grup­pe wur­de zudem betont, dass bei den bereits lau­fen­den Auf­fri­schungs­imp­fun­gen Senio­rin­nen und Senio­ren sowie Men­schen mit Behin­de­rung zügig an die Rei­he kom­men sol­len. Sobald es eine Emp­feh­lung der Stän­di­gen Impf­kom­mis­si­on gibt, auch Kin­der zu imp­fen, soll ein Tag spe­zi­ell hier­für vor­ge­se­hen wer­den. Auch die nie­der­ge­las­se­nen Ärz­te wol­len ihr Ange­bot erwei­tern und pla­nen in aus­ge­wähl­ten Orten zusätz­li­che Impf­an­ge­bo­te an Samstagen. 

Im Impf­zen­trum in der Emil-Kem­mer-Stra­ße in Hall­stadt wird ab Mitt­woch, 24. Novem­ber 2021, wie­der nach vor­he­ri­ger Ter­min­ver­ga­be geimpft. Die Anmel­dung ist mög­lich über die Inter­net­sei­te www.impfzentrum-bamberg.de. Im Coro­na Ser­vice Cen­ter am ZOB, Pro­me­na­de­stra­ße 6a, fin­det wei­ter­hin die offe­ne Impf­stun­de ohne Ter­min statt: mon­tags, mitt­wochs, frei­tags und sams­tags, von 9 bis 15 Uhr.

„Fast zehn Pro­zent der sta­tio­nä­ren Coro­na-Pati­en­ten nörd­lich der Donau lie­gen in Kli­ni­ken in der Regi­on Bam­berg. Gegen­über letz­ter Woche ist die Zahl der sta­tio­när Behan­del­ten um 40 und die der Inten­siv­pa­ti­en­ten um sechs ange­stie­gen“, zog der ärzt­li­che Lei­ter Pro­fes­sor Dr. Micha­el Sack­mann Bilanz. „Das führt dazu, dass wir auch bei den Trans­port­mit­teln über der Kapa­zi­täts­gren­ze sind“, lei­te­te er die not­wen­di­gen Schrit­te für zusätz­li­che Kran­ken­trans­por­te ein. „Jeder, der jetzt einen Kran­ken­wa­gen ruft und ihn nicht drin­gend braucht, gefähr­det den Trans­port von Notfallpatienten.“

Zu einer wei­te­ren Zuspit­zung führt das Infek­ti­ons­ge­sche­hen in der Pfle­ge: In Kran­ken­häu­sern, Pfle­ge­hei­men und bei ambu­lan­ten Diens­ten fal­len Beschäf­tig­te mit Infek­tio­nen oder als Kon­takt­per­so­nen aus. Gro­ße Sor­ge berei­ten dabei die ambu­lan­ten Diens­te. Die aku­te Situa­ti­on dort bringt die häus­li­che Pfle­ge in Gefahr.


Explo­si­ons­ar­tig ent­wi­ckelt hat sich das Infek­ti­ons­ge­sche­hen: Der­zeit gibt es pro Tag so vie­le Neu­in­fek­tio­nen wie in vor­he­ri­gen Pha­sen der Pan­de­mie pro Monat. Im Novem­ber wur­den bereits 3360 Infek­tio­nen gemel­det, jetzt schon dop­pelt so vie­le wie im Monat mit dem bis­he­ri­gen Höchst­stand, das war im Dezem­ber 2020.

Zusam­men­ar­beit bei ver­gleich­ba­ren Auf­ga­ben­stel­lun­gen vorgesehen

Regi­on Schwein­furt und Stadt Bam­berg ver­ein­ba­ren engen Aus­tausch im Konversionsprozess

Der Aus­tausch über die Pla­nun­gen der jewei­li­gen Kon­ver­si­ons­flä­chen stand im Mit­tel­punkt eines Tref­fens von Bam­bergs Ober­bür­ger­meis­ter Andre­as Star­ke mit den Ver­tre­tern des Zweck­ver­ban­des Inter­kom­mu­na­ler Gewer­be­park Conn Bar­racks der Regi­on Schweinfurt.

Bür­ger­meis­te­rin Bet­ti­na Bär­mann begrüß­te dazu im Rat­haus der Gemein­de Nie­der­werrn auch Schwein­furts Ober­bür­ger­meis­ter und Ver­bands­vor­sit­zen­den Sebas­ti­an Reme­lé, den Land­rat des Land­krei­ses Schwein­furt Flo­ri­an Töp­per sowie Bür­ger­meis­ter Tho­mas Hem­me­rich (Geld­ers­heim).

Der Zweck­ver­band Inter­kom­mu­na­ler Gewer­be­park Conn Bar­racks arbei­tet wei­ter­hin an der Ent­wick­lung eines Indus­trie- und Gewer­be­parks mit gut 100 Hekt­ar gewerb­li­cher Nutz­flä­che auf dem Kon­ver­si­ons­ge­län­de. Die aktu­el­le Erschlie­ßungs­pla­nung sowie der mit brei­ter Betei­li­gung lau­fen­de Leit­bild­pro­zess zur Vor­be­rei­tung der wei­te­ren Bau­leit­pla­nung konn­ten dabei Ober­bür­ger­meis­ter Star­ke vor­ge­stellt und bei einer kur­zen Besich­ti­gung der Flä­che ver­an­schau­licht werden.

In der Stadt Bam­berg umfas­sen die Kon­ver­si­ons­flä­chen rund 450 Hekt­ar und glie­dern sich in vier Berei­che. Der Schwer­punkt der Stadt­ent­wick­lung liegt dabei im Bam­ber­ger Osten und dem Kon­ver­si­ons­ge­biet des Kaser­nen­ge­län­des. Die Pla­nun­gen sehen die Bereit­stel­lung von Wohn­raum sowie von Flä­chen für nicht stö­ren­des Gewer­be, Sport und Frei­zeit vor. Die Bun­des­po­li­zei hat dort zwi­schen­zeit­lich ein Aus- und Fort­bil­dungs­zen­trum errichtet.

Sowohl in der Kon­ver­si­ons­flä­che der ehe­ma­li­gen War­ner Bar­racks in Bam­berg, als auch auf dem Are­al der Conn Bar­racks betreibt der Frei­staat Bay­ern eine AnKER-Ein­rich­tung. Die wei­te­ren Nut­zungs­ab­sich­ten des Frei­staats Bay­ern sowie die Inhal­te der soge­nann­ten „Gemein­sa­men Erklä­run­gen“, die sowohl die Stadt Bam­berg, als auch die Regi­on Schwein­furt vor gut fünf Jah­ren mit der Staats­re­gie­rung zum Betrieb die­ser Ein­rich­tun­gen abge­schlos­sen haben, wur­den in dem Gespräch zwi­schen der Stadt Bam­berg und der Regi­on Schwein­furt eben­falls thematisiert.

Der Aus­tausch über die Erfah­run­gen mit den jeweils zustän­di­gen staat­li­chen Behör­den bei den Alt­las­ten­un­ter­su­chun­gen run­de­te die Bera­tun­gen ab. Alle Teil­neh­mer begrüß­ten das Tref­fen und ver­ein­bar­ten einen Fol­ge­ter­min in Bamberg.


Kon­ver­si­ons­flä­chen

Die Stadt Bam­berg steht nach dem Abzug der US-Streit­kräf­te vor der Her­aus­for­de­rung, ehe­mals mili­tä­risch genutz­te Flä­chen in die bestehen­de Stadt­struk­tur ein­zu­glie­dern. Die Area­le im Osten der Stadt umfas­sen rund 450 Hekt­ar – sind also so groß wie die gesam­te Bam­ber­ger Alt­stadt. Die Flä­chen sind in vier Berei­che ein­ge­teilt, den Flug­platz mit cir­ca 89 Hekt­ar, das Kaser­nen­ge­län­de mit cir­ca 190 Hekt­ar, den Schieß­platz mit cir­ca 21 Hekt­ar sowie das Muna-Gelän­de mit cir­ca 140 Hektar.

Die Kon­ver­si­ons­flä­che der Conn Bar­racks umfasst cir­ca 200 Hekt­ar und befin­det sich auf den Gemar­kun­gen der Gemein­den Geld­ers­heim und Nie­der­werrn sowie der Stadt Schwein­furt. Zusam­men mit dem Land­kreis Schwein­furt haben die Kom­mu­nen den Zweck­ver­band Inter­kom­mu­na­ler Gewer­be­park Conn Bar­racks gegrün­det. Des­sen Ziel ist eine inter­kom­mu­na­le Gewer­be­flä­chen­ent­wick­lung auf dem Gelände.

Coro­na in der Regi­on Bamberg

Infek­ti­ons­ge­sche­hen außer Kontrolle

Die Inzi­denz von heu­te bil­det die Hos­pi­ta­li­sie­rung in rund drei Wochen ab. Mit Ver­weis dar­auf appel­liert Land­rat Johann Kalb erneut an die Ver­nunft der Men­schen in der Regi­on Bam­berg, nicht not­wen­di­ge Kon­tak­te zu ver­mei­den und sich und ande­re durchs Imp­fen und zusätz­lich ein eng­ma­schi­ges Tes­ten zu schützen.

„Da wir wis­sen, dass das Infek­ti­ons­ge­sche­hen mit einem Zeit­ver­zug von rund drei Wochen in den Kran­ken­häu­sern auf­schlägt, muss die rie­si­ge Wel­le der Neu­in­fek­tio­nen end­lich gebro­chen wer­den“, so Land­rat Johann Kalb.

Imp­fen und zusätz­lich ein eng­ma­schi­ges Tes­ten sei „ein wich­ti­ger Dienst an unse­rer Gesell­schaft!“ Ein Groß­teil der Infek­tio­nen, so die Erkennt­nis des Fach­be­rei­ches Gesund­heits­we­sen beim Land­rats­amt Bam­berg, kommt aus dem pri­va­ten Umfeld. Dort, wo es Hygie­nekon­zep­te gibt, wo der Zutritt kon­trol­liert und Abstän­de ein­ge­hal­ten wer­den, ist das Infek­ti­ons­ri­si­ko deut­lich geringer.


„Die­se Wel­le wird unse­re Kli­ni­ken überfordern“

„Unse­re Kli­ni­ken und die Beschäf­tig­ten sind schon jetzt mit fast 80 Coro­na-Pati­en­ten am Ran­de ihrer Belast­bar­keit ange­langt. Die­se kri­ti­sche Situa­ti­on in den Kli­ni­ken geht auf das Infek­ti­ons­ge­sche­hen in der Regi­on Ende Okto­ber zurück. Da hat­ten wir im Schnitt 300 Neu­in­fek­tio­nen pro Woche“, so die Ana­ly­se des Lei­ters der staat­li­chen Gesund­heits­be­hör­de für Stadt und Land­kreis Bam­berg. „Jetzt wer­den uns 1300 Neu­in­fek­tio­nen pro Woche gemel­det. Eine Ver­vier­fa­chung im Ver­gleich zu Ende Okto­ber. Die­se Wel­le wird unse­re Kli­ni­ken über­for­dern“, warn­te Land­rat Johann Kalb eindringlich.

In der Lage­be­spre­chung am Frei­tag wur­de deut­lich, dass inner­halb von nur drei Tagen 888 Neu­in­fek­tio­nen für Stadt und Land­kreis Bam-berg gemel­det wur­den. Noch beherrsch­bar sei die Situa­ti­on in Pfle­ge­hei­men. In 15 Hei­men in Stadt und Land­kreis gibt es Infek­tio­nen, in fünf hier­von spre­che man bei meh­re­ren Fäl­len von einem Aus­bruchs­ge­sche­hen, das genau beob­ach­tet werde.

Einen extre­men Anstieg der Infek­tio­nen sehen die Ver­ant­wort­li­chen der Gesund­heits­be­hör­de in Bil­dungs­ein­rich­tun­gen. Seit den Herbst­fe­ri­en wur­den 70 Infek­tio­nen in Schu­len und 20 in Kin­der­ta­ges­stät­ten registriert.

Land­rat Johan Kalb dank­te den Bür­ger­meis­tern im Land­kreis, die dem Appell gefolgt sind, nicht zwin­gend not­wen­di­ge Ver­an­stal­tun­gen abzu­sa­gen und die Test­mög­lich­kei­ten wie­der hoch­zu­fah­ren. „Inzwi­schen gibt es wie­der mehr als 60 Anlauf­stel­len im Land­kreis, an denen getes­tet wird“, dank­te er auch Apo­the­ken oder Hilfs­or­ga­ni­sa­tio­nen, die die­ses eng­ma­schi­ge Netz fürs Tes­ten mittragen.

Kri­sen­haf­te Krankenhaussituation

Ope­ra­ti­ons­sä­le müs­sen geschlos­sen werden

Der Gesund­heits­ver­sor­gung in der Regi­on Bam­berg droht der Kol­laps: Die Anzahl an Covid-Pati­en­ten hat einen Höchst­stand erreicht, zahl­rei­che Pfle­ge­kräf­te fal­len aus und Ope­ra­ti­ons­sä­le muss­ten geschlos­sen werden.

78 Covid-Pati­en­ten – 13 hier­von inten­siv – müs­sen der­zeit in den Kli­ni­ken in Bam­berg Stadt und Land behan­delt wer­den. Dut­zen­de Mit­ar­bei­ter im Pfle­ge­be­reich fal­len wegen coro­na-beding­ter Umstän­de aus. Drei von zehn Ope­ra­ti­ons­sä­len des Kli­ni­kums am Bru­der­wald sind bereits außer Betrieb gesetzt wor­den, um die auf­wän­di­ge Behand­lung von Coro­na-Pati­en­ten auf einer neu ein­ge­rich­te­ten Sta­ti­on gewähr­leis­ten zu kön­nen. Die nächs­te Stu­fe ist der kom­plet­te Kli­nik-Not­fall: dann müss­ten am Bru­der­wald wei­te­re vier OP-Säle geschlos­sen werden.

„Uns dro­hen süd­baye­ri­sche Ver­hält­nis­se: Wir hat­ten noch nie in der gesam­ten Pan­de­mie so vie­le Men­schen mit Coro­na in Kli­ni­ken und wir müs­sen damit rech­nen, dass schon bald die Hälf­te aller Inten­siv-Behan­del­ten in Kli­ni­ken Covid-Pati­en­ten sein wer­den“, beschrieb der ärzt­li­che Lei­ter Kran­ken­haus-Koor­di­nie­rung, Prof. Dr. Micha­el Sack­mann, im gemein­sa­men Kata­stro­phen­stab von Land­kreis und Stadt Bam­berg die äußerst schwie­ri­ge Lage. „Alle nicht dring­li­chen Ein­grif­fe müs­sen unterbleiben.“


Erhöh­ter Aus­fall der Mit­ar­bei­ter ver­schärft die Situation

„Wir haben eine kom­plet­te Ebe­ne für Covid-Pati­en­ten frei geräumt und sie­ben zusätz­li­che Inten­siv-Bet­ten geschaf­fen. Alle Sta­tio­nen wer­den nur mit mini­ma­ler Beset­zung gefah­ren“, so der Ärzt­li­che Direk­tor des Kli­ni­kums am Bru­der­wald, Pro­fes­sor Dr. Georg Pis­to­ri­us. Mit 61 Per­so­nen, neun hier­von inten­siv, ist dort ein neu­er Höchst­stand wäh­rend der Pan­de­mie erreicht. Ein erhöh­ter Aus­fall der Mit­ar­bei­ter ver­schär­fe die Situa­ti­on zusätz­lich. In den Kli­ni­ken der Gemein­nüt­zi­gen Kran­ken­haus­ge­sell­schaft des Land­krei­ses (GKG) wer­den nach den Wor­ten des Geschäfts­füh­rers Udo Kunz­mann 17 Covid-Per­so­nen behan­delt, vier davon intensiv.

„Bei einer seit Beginn die­ses Monats täg­lich drei­stel­li­gen Zahl von Neu­in­fek­tio­nen kön­nen wir das Infek­ti­ons­ge­sche­hen nicht mehr zeit­nah nach­ver­fol­gen“, so Lothar Rie­mer, stell­ver­tre­ten­der Lei­ter des Fach­be­rei­ches Gesund­heits­we­sen beim Land­rats­amt Bam­berg. Über das Wochen­en­de habe es mehr als 400 Neu­in­fek­tio­nen gege­ben. „Aktu­ell haben wir 51 Fäl­le in Schu­len und 17 in Kindertageseinrichtungen.“

Ers­te Wir­kung in Form von einer sprung­haft ange­stie­ge­nen Nach­fra­ge zeigt nach den Wor­ten von Land­rat Johann Kalb und Ober­bür­ger­meis­ter Andre­as Star­ke der erneu­te ein­dring­li­che Impf-Appell der ver­gan­ge­nen Woche. „Des­halb bau­en wir die Impf- und Test­ka­pa­zi­tä­ten wei­ter deut­lich aus.“ Ab dem 29. Novem­ber sind bis zu 3.600 Imp­fun­gen pro Woche im Impf­zen­trum mög­lich. Dafür wer­den künf­tig neben dem Mitt­woch auch der Mon­tag und der Frei­tag als „lan­ge Impf­ta­ge“ bis 19 Uhr ange­bo­ten. Außer­dem wird das Impf­zen­trum wie­der jeden Sams­tag bis 14 Uhr geöff­net haben. Um die grö­ße­re Nach­fra­ge bes­ser kana­li­sie­ren zu kön­nen und War­te­zei­ten mög­lichst zu ver­mei­den wird am Impf­zen­trum Hall­stadt ab Mitt­woch, 24. Novem­ber, die Ter­min­ver­ga­be über die Online-Platt­form „Bay­IM­CO“ wie­der ein­ge­führt. Gleich­zei­tig soll in der Stadt am ZOB das Imp­fen ohne Ter­min erhal­ten blei­ben. Jeden Mon­tag, Mitt­woch und Frei­tag, ab Dezem­ber auch jeden Sams­tag wer­den in der Zeit von 9 bis 15 Uhr jeweils 240 Imp­fun­gen ange­bo­ten. Es wer­den War­te­mar­ken ver­teilt, damit nie­mand unnö­tig ansteht. In Pla­nung befin­den sich auch dezen­tra­le Impf­ter­mi­ne im Landkreis.

Deut­lich erwei­tert wird auch das Ange­bot, sich schnell­tes­ten zu las­sen. In Scheß­litz ist dies ab Beginn kom­men­der Woche wie­der täg­lich vom Mon­tag bis Sonn­tag mög­lich. Auch eine Rei­he von Gemein­den im Land­kreis fährt ihr Testan­ge­bot wie­der hoch. Den jeweils aktu­ells­ten Stand fin­det man auf www.landkreis-bamberg.de sowie auf www.corona-schnelltest-bamberg.de. Der Kata­stro­phen­stab geht davon aus, dass mit die­sem erwei­ter­ten Ange­bot auch der Tat­sa­che Rech­nung getra­gen wird, dass nun jeder Besu­cher eines Pfle­ge­hei­mes einen Schnell­test braucht.

Der aktu­el­le Per­so­nal­not­stand trifft auch die nie­der­ge­las­se­nen Ärz­te. „Wir sehen auch die ambu­lan­te Ver­sor­gung gefähr­det“, so Dr. Mat­thi­as Drey­er. Man bie­te des­halb ver­stärkt auch Video­sprech­stun­den an.

„Die Lage ist ernst“

Coro­na-Kri­sen­stab legt ein umfang­rei­ches Maß­nah­men­pa­ket vor

In der Stadt und im Land­kreis Bam­berg gibt es kein ein­zi­ges frei­es Inten­siv­bett mehr. In den Kli­ni­ken wer­den bereits geplan­te Ope­ra­tio­nen ver­scho­ben, um Per­so­nal zur Ver­sor­gung von Coro­na-Pati­en­ten zu orga­ni­sie­ren, zahl­rei­che wei­te­re Maß­nah­men wur­den beschlos­sen und ein Appell an die Bevöl­ke­rung gerichtet.

„Der extre­me Anstieg der Inzi­denz­zah­len ist alar­mie­rend und über­schrei­tet die Kapa­zi­tä­ten unse­rer Kran­ken­häu­ser“, erläu­ter­te Bam­bergs Ober­bür­ger­meis­ter Andre­as Starke.

„Wir sehen inner­halb kür­zes­ter Zeit abso­lu­te Höchst­stän­de bei der Sie­ben-Tages-Inzi­denz, bei den Neu­in­fek­tio­nen, bei den akti­ven Fäl­len und ver­neh­men den Hil­fe­ruf der Medi­zi­ner, die die Gesund­heits­ver­sor­gung gefähr­det sehen: Das ver­langt von uns als Ver­ant­wort­li­chen für das Gesund­heits­we­sen in der Regi­on Bam­berg kon­kre­tes Han­deln“, so Stell­ver­tre­ten­der Land­rat Bru­no Kell­ner in enger Abstim­mung mit Land­rat Johann Kalb.

Die Kran­ken­haus-Ampel steht in ganz Bay­ern auf Rot, der Kata­stro­phen­fall ist erneut aus­ge­ru­fen wor­den. Auch das Bam­ber­ger Gesund­heits­amt schlägt Alarm. „So vie­le Neu­in­fek­tio­nen pro Woche wie aktu­ell hat es seit Beginn der Pan­de­mie noch nicht gege­ben“, sag­te Zwei­ter Bür­ger­meis­ter Jonas Glüsenkamp.

In der Stadt Bam­berg liegt der Wert heu­te bei 243,9 und im Land­kreis bei 381,7. Des­we­gen hat sich die gemein­sa­me Coro­na-Koor­di­nie­rungs­grup­pe zu wei­te­ren Maß­nah­men ent­schlos­sen. „Wir schaf­fen es aktu­ell kaum noch, alle posi­tiv getes­te­ten Per­so­nen inner­halb von 24 Stun­den zu kon­tak­tie­ren“, so die Lei­te­rin des Fach­be­rei­ches Gesund­heits­we­sen, Dr. Susan­ne Paul­mann. Zuletzt habe man täg­lich drei­stel­li­ge Neu­in­fek­tio­nen und eine explo­si­ons­ar­ti­ge Ent­wick­lung der Inzi­den­zen. Kon­tak­te sei­en kaum noch nach­zu­ver­fol­gen. „Wir bit­ten alle posi­tiv getes­te­ten Per­so­nen, sich bereits selbst­stän­dig in Qua­ran­tä­ne zu bege­ben und nicht auf den Anruf durch das Gesund­heits­amt zu war­ten“, erklärt die Lei­te­rin des Gesundheitsamtes.

Nach­dem der baye­ri­sche Minis­ter­prä­si­dent den Kata­stro­phen­fall aus­ge­ru­fen hat, hat sich unver­züg­lich der Kri­sen­stab unter der Lei­tung von Ober­bür­ger­meis­ter Andre­as Star­ke kon­sti­tu­iert und sei­ne Arbeit auf­ge­nom­men. Um auf die „besorg­nis­er­re­gen­de Situa­ti­on“, so Star­ke, zu reagie­ren, wur­den fol­gen­de Schrit­te festgelegt:

  1. Die Impf­ka­pa­zi­tät wird sofort erhöht: Das Impf­zen­trum in Hall­stadt auf dem Gelän­de der Robert-Pfle­ger-Stif­tung wird künf­tig 600 Imp­fun­gen pro Tag an sechs Tagen pro Woche durch­füh­ren kön­nen. Bis­lang war die Ein­rich­tung auf etwa 250 Imp­fun­gen pro Tag aus­ge­legt. Auf­fri­schungs­imp­fun­gen sind für alle Bür­ge­rin­nen und Bür­ger unein­ge­schränkt mög­lich. Auch vie­le Haus­ärz­tin­nen und Haus­ärz­te bie­ten nach vor­he­ri­ger Ter­min­ver­ein­ba­rung die „Boos­ter-Imp­fun­gen“ an.

  1. Die kom­mu­na­len Test­mög­lich­kei­ten wer­den wie­der aus­ge­wei­tet: Es ist geplant, eine brei­te Infra­struk­tur für kos­ten­lo­se Coro­na­tests vor­zu­be­rei­ten. Anlauf­stel­len sind das Test­zen­trum am Sen­del­bach in Bam­berg, das Coro­na Ser­vice Cen­ter am ZOB sowie die Abstrich­stel­le in Scheß­litz. Das Land­rats­amt steht mit den Gemein­den in Kon­takt, um gemeind­li­che Test­stel­len wie­der hochzufahren.

  1. Die Zahl der Inten­siv­bet­ten in den Kli­ni­ken wird spür­bar erhöht: In den Kran­ken­häu­sern der Gemein­nüt­zi­gen Kran­ken­haus­ge­sell­schaft im Land­kreis Bam­berg sowie der Sozi­al­stif­tung Bam­berg im Stadt­ge­biet wer­den zusätz­li­che Inten­siv­bet­ten bereit­ge­stellt: Die­se sowie nächs­te Woche wer­den jeweils fünf wei­te­re Bet­ten hin­zu­kom­men. Die Zahl der Nor­mal­pfle­ge­bet­ten für Covid-Pati­en­tin­nen und Pati­en­ten wird um 55 angehoben.

  1. In den Kran­ken­häu­sern in der Stadt und dem Land­kreis Bam­berg gilt ab mor­gen, dem 12. Novem­ber 2021, ein gene­rel­les Besuchs­ver­bot. Aus­ge­nom­men sind the­ra­peu­tisch oder medi­zi­nisch begrün­de­te Besu­che, etwa bei der Beglei­tung schwer kran­ker oder ster­ben­der Ange­hö­ri­ger, beim Vor­lie­gen eines drin­gen­den Not­falls oder beim Besuch oder der Geburt eines Kin­des. Per­so­nen, die eine Ein­rich­tung betre­ten dür­fen, sol­len ihren Besuch vor­her tele­fo­nisch anmelden.

  1. Für die Besu­che­rin­nen und Besu­cher von Pfle­ge- und Behin­der­ten­ein­rich­tun­gen gilt laut der 14. Baye­ri­schen Infek­ti­ons­schutz­maß­nah­men­ver­ord­nung die 3G-Regel­gung. Ver­pflich­tend sind FFP2-Mas­ken, eine medi­zi­ni­sche Gesichts­mas­ke ist nicht mehr aus­rei­chend. Auch für alle Beschäf­tig­ten gilt, dass dort, wo Mas­ken­pflicht besteht, FFP2-Mas­ken getra­gen wer­den müssen.

  1. Bür­ger­te­le­fon: Die Stadt Bam­berg schal­tet ab sofort wie­der eine Hot­line für alle Bür­ge­rin­nen und Bür­ger frei. Unter der Num­mer 0951÷87−2525 ist die Hot­line mon­tags bis don­ners­tags von 9.00 Uhr bis 15 Uhr und frei­tags bis 12 Uhr erreich­bar, um Fra­gen ohne medi­zi­ni­schen Hin­ter­grund zu beant­wor­ten. Für medi­zi­ni­sche Anfra­gen sind die Haus­ärz­tin­nen und Haus­ärz­te die rich­ti­gen Ansprech­part­ner. Bei den posi­tiv getes­te­ten Per­so­nen mel­det sich das Gesund­heits­amt eigenständig.

  1. Das Land­rats­amt hat auf­grund der dras­tisch gestie­ge­nen Neu­in­fek­tio­nen das Kon­takt­ma­nage­ment im Gesund­heits­amt deut­lich aus­ge­wei­tet und setzt Per­so­nal aus allen Geschäfts­be­rei­chen zur Unter­stüt­zung ein. Es lau­fen Anfra­gen auf exter­ne Unter­stüt­zung bei der Poli­zei und der Bundeswehr.

  1. In den Rat­häu­sern und im Land­rats­amt sind Ter­mi­ne nur noch nach vor­he­ri­ger Ver­ein­ba­rung mög­lich. Alle Infor­ma­tio­nen dazu auf www.stadt.bamberg.de sowie www.landkreis-bamberg.de.

  1. Die Stadt Bam­berg hat ihre offi­zi­el­len Ver­an­stal­tun­gen ab dem 12. Novem­ber abge­sagt, sofern sie in Innen­räu­men statt­fin­den. Stadt­rats­sit­zun­gen wird es wei­ter­hin geben, so wie es die Rechts­la­ge vor­sieht. Aktu­ell fin­den die­se mit der 3G-Rege­lung statt. Auch der Land­kreis sagt ver­leg­ba­re Ver­an­stal­tun­gen ab.

  1. Im E.T.A. Hoff­mann Thea­ter, in der Kon­zert- und Kon­gress­hal­le und in der Bro­se-Are­na gilt 2G sowie eine durch­gän­gi­ge FFP2-Mas­ken­pflicht, auch am Platz. Der Pau­sen­ver­kauf von Spei­sen und Geträn­ken fin­det nicht statt. Die­se Rege­lung gilt ab dem 12. Novem­ber 2021.

  1. Für den Besuch des Bam­ba­dos gilt die 2G-Regel. Zusätz­lich zum Geimpft- oder Gene­se­nen­nach­weis wird ein amt­li­cher Licht­bild­aus­weis benö­tigt. Von der Nach­weis­pflicht aus­ge­nom­men sind Kin­der bis zum 12. Lebens­jahr. Nach einer Über­gangs­re­ge­lung des Frei­staats Bay­ern sind bis zum 31. Dezem­ber 2021 auch min­der­jäh­ri­ge Schü­le­rin­nen und Schü­ler ab dem 12. Lebens­jahr beim Schul­schwim­men und dem Ver­eins­sport im Bam­ba­dos von der Nach­weis­pflicht aus­ge­nom­men, wenn sie sich an der Schu­le regel­mä­ßi­gen Tests unterziehen.

  1. Die gas­tro­no­mi­schen Ein­rich­tun­gen wur­den vom Kri­sen­stab auf­ge­for­dert, die Rege­lun­gen zu kon­trol­lie­ren und zuver­läs­sig sicher­zu­stel­len, dass der Nach­weis für Geimpf­te, Gene­se­ne und Getes­te­te über­prüft wird.


Ober­bür­ger­meis­ter Andre­as Star­ke, Zwei­ter Bür­ger­meis­ter Jonas Glü­sen­kamp sowie der stell­ver­tre­ten­de Land­rat Bru­no Kell­ner appel­lie­ren mit deut­li­chen Wor­ten an die Bevöl­ke­rung: „Nut­zen Sie bit­te die vor­han­de­nen Impf­an­ge­bo­te! Wer sich nicht imp­fen lässt, ris­kiert nicht nur die eige­ne Gesund­heit, son­dern gefähr­det damit auch ande­re. Füh­ren Sie außer­dem früh­zei­tig einen Selbst­test durch, bevor Sie sich mit Freun­den oder Ver­wand­ten tref­fen. Ach­ten Sie auf aus­rei­chen­den Abstand bei allen Gele­gen­hei­ten“, so die Ver­ant­wort­li­chen aus dem Rat­haus und dem Landratsamt.


Wo kann ich mich imp­fen lassen?


Impf­zen­trum Bam­berg
Dr. Pfle­ger-Ver­wal­tungs­ge­bäu­de
Emil-Kem­mer-Stra­ße 33

96103 Hall­stadt


Offe­ne Impfstunden

Mon­tags bis frei­tags von 8.30 Uhr bis 13 Uhr und mitt­wochs von 13.30 Uhr bis 19 Uhr sowie an fol­gen­den Sams­ta­gen: 20. Novem­ber 2021, 4. Dezem­ber 2021, 18. Dezem­ber 2021, 8. Janu­ar 2022, 22. Januar2022, 5. Febru­ar 2022, 19. Febru­ar 2022, 5. März 2022, 19. März 2022, 2. April 2022, 16. April 2022.

Alle Infor­ma­tio­nen und mög­li­che Zusatz­ter­mi­ne sind zu fin­den auf https://www.impfzentrum-bamberg.de


Coro­na-Ser­vice-Cen­ter am ZOB
Pro­me­na­den­stra­ße 6a

96047 Bam­berg


Offe­ne Impfstunden

Mon­tags, mitt­wochs, frei­tags und sams­tags von 9 Uhr bis 15 Uhr


Bei der Hausärztin/​beim Haus­arzt nach Terminvereinbarung.

Coro­na-Ampel steht auf Gelb 

Stren­ge­re Regeln in Stadt und Land­kreis Bam­berg ab heute

Am gest­ri­gen Sams­tag trat die Neu­ord­nung der Kran­ken­haus-Ampel in Kraft. Sie steht bay­ern­weit auf Gelb. Des­halb gel­ten gemäß der 14. Baye­ri­schen Infek­ti­ons­schutz­maß­nah­men-Ver­ord­nung ab dem heu­ti­gen Sonn­tag, seit 0 Uhr, stren­ge­re Regelungen.

3G plus-Grund­satz und FFP2-Maskenpflicht

Gemäß der neu­en Ver­ord­nung gilt über­all dort, wo bis­her die 3G-Regel galt, also Zugang nur für Geimpf­te, Gene­se­ne und Getes­te­te, ab heu­te der 3G plus-Grund­satz. Das bedeu­tet, dass ein nega­ti­ver Schnell­test für Unge­impf­te nicht mehr aus­reicht, son­dern ein nega­ti­ver PCR-Test vor­ge­legt wer­den muss.

Nicht geimpf­te oder gene­se­ne Anbie­ter, Ver­an­stal­ter, Betrei­ber, Beschäf­tig­te und Ehren­amt­li­che mit Kun­den­kon­takt benö­ti­gen an min­des­tens zwei ver­schie­de­nen Tagen pro Woche einen nega­ti­ven PCR-Test.

Dies betrifft unter ande­rem Ver­an­stal­tun­gen, Sport­stät­ten, Fit­ness­stu­di­os, Thea­ter, Kinos, Muse­en, Gedenk­stät­ten, Gas­tro­no­mie, Beher­ber­gung, Kran­ken­häu­ser, Biblio­the­ken und Archi­ve, Musik­schu­len, Frei­zeit­ein­rich­tun­gen, Bäder, Ther­men, Sau­nen, Aus­flugs­schif­fe, den tou­ris­ti­schen Rei­se­bus­ver­kehr, kör­per­na­he Dienst­leis­tun­gen et cetera.

Aus­ge­nom­men sind wei­ter­hin Pri­vat­räu­me, Han­del, ÖPNV und Fern­ver­kehr, Ver­an­stal­tun­gen aus­schließ­lich unter frei­em Him­mel bis 1.000 Per­so­nen, Got­tes­diens­te sowie Ver­samm­lun­gen im Sin­ne von Art. 8 Grundgesetz.

Außer­dem sind Kin­der, die noch nicht ein­ge­schult sind und Schü­ler von der 3G plus-Regel aus­ge­nom­men. Letz­te­re gel­ten mit Blick auf die regel­mä­ßi­gen Tests in der Schu­le als getes­tet. Für Clubs, Dis­ko­the­ken, Bor­del­le oder ähn­li­ches gilt bei Stu­fe gelb ver­pflich­ten­des 2G.

Für Pfle­ge- und Behin­der­ten­ein­rich­tun­gen, Kran­ken­häu­ser, Pfle­ge­ein­rich­tun­gen, Hoch­schu­len und außer­schu­li­sche Bil­dungs­ein­rich­tun­gen gilt wei­ter die 3G-Regel.

Zudem muss statt einer medi­zi­ni­schen wie­der eine FFP2-Mas­ke getra­gen wer­den. Auch der Zuritt zum Land­rats­amt Bam­berg ist nur noch mit FFP2-Mas­ke zuläs­sig. Für Schü­ler, Kin­der und Jugend­li­che gel­ten die schon gewohn­ten Son­der­re­geln, Stoff­mas­ke in der Grund­schu­le, im Übri­gen medi­zi­ni­sche Maske.

Gesund­heits­amt setzt Vor­ga­ben der Staats­re­gie­rung um

Neue Regeln zu Qua­ran­tä­ne und Kontaktnachverfolgung

In den ver­gan­ge­nen Wochen ist die 7‑Ta­ges-Inzi­denz in Deutsch­land und Bay­ern stark ange­stie­gen. Die Fall­zah­len sind deut­lich höher als noch im glei­chen Zeit­raum des Vor­jah­res. Das Staats­mi­nis­te­ri­um für Gesund­heit und Pfle­ge hat daher neue Vor­ga­ben für die Gesund­heits­äm­ter vor Ort erlassen.

In Stadt und Land­kreis Bam­berg ist am Wochen­en­de eben­falls mit einem deut­li­chen Sprung nach oben zu rech­nen. Der Grund: Aktu­ell gibt es der­ma­ßen vie­le Neu­mel­dun­gen, dass das Gesund­heits­amt trotz auf­ge­stock­ten Per­so­nals noch gar nicht alle Fäl­le an das LGL und RKI über­mit­teln konn­te. Stand heu­te sind noch 150 Fäl­le offen.

Da sich die Lage in ganz Bay­ern in die­se Rich­tung ent­wi­ckelt, hat das Staats­mi­nis­te­ri­um für Gesund­heit und Pfle­ge neue Vor­ga­ben für die Gesund­heits­äm­ter vor Ort erlassen.

  1. Rege­lun­gen zur Qua­ran­tä­ne und Isolation
  • Es habe sich gezeigt, dass eine siche­re Unter­bre­chung der Infek­ti­ons­ket­ten bei einer Frei­tes­tung an Tag fünf häu­fig nicht gelingt, heißt es in dem Minis­te­ri­ums­schrei­ben. Die Frei­tes­tung von engen Kon­takt­per­so­nen bezie­hungs­wei­se voll­stän­dig geimpf­ten Erkrank­ten wird des­halb auf sie­ben Tage ver­län­gert. Die grund­sätz­li­che Qua­ran­tä­ne­dau­er von zehn Tagen gilt wei­ter­hin. Die Frei­tes­tung ist durch einen PCR- oder PoC-Anti­gen-Schnell­test möglich.
  • Neu ist außer­dem, dass in Regio­nen mit beson­ders hohem Aus­bruchs­ge­sche­hen eine Frei­tes­tung für enge Kon­takt­per­so­nen ganz ent­fal­len kann. Dann beträgt die Qua­ran­tä­ne­dau­er immer zehn Tage. Soll­te die­ser Fall in der Regi­on ein­tre­ten, machen die Kom­mu­nen das recht­zei­tig in einer All­ge­mein­ver­fü­gung bekannt und kom­mu­ni­zie­ren vor Ort. Aktu­ell sind die Stadt und der Land­kreis Bam­berg davon noch nicht betroffen.
  1. Kon­takt­nach­ver­fol­gung

Wegen der bay­ern­weit hohen Fall­zah­len kön­nen die Gesund­heits­äm­ter Kon­takt­per­so­nen nicht mehr nach dem bis­he­ri­gen, auf­wän­di­gen Modell ermit­teln. Auch die Impf­quo­ten beein­flus­sen die Nach­ver­fol­gung, da Geimpf­te und Gene­se­ne in der Regel von der Qua­ran­tä­ne­pflicht aus­ge­nom­men sind. Daher wird die Ermitt­lung von Kon­takt­per­so­nen beschränkt auf

  • Haus­halts­an­ge­hö­ri­ge (erhöh­tes Infek­ti­ons­ri­si­ko durch engen Kontakt)
  • Ein­rich­tun­gen mit vul­nerablen Per­so­nen, dar­un­ter die voll- oder teil­sta­tio­nä­ren Ein­rich­tun­gen zur Betreu­ung und Unter­brin­gung älte­rer, behin­der­ter oder pfle­ge­be­dürf­ti­ger Men­schen, Obdach­lo­sen­un­ter­künf­te, Asyl­un­ter­künf­te, Jus­tiz­voll­zugs­an­stal­ten und ambu­lan­te Pflegedienste
  • In Schu­len und Kin­der­ta­ges­ein­rich­tun­gen gel­ten die dor­ti­gen Regeln

In allen ande­ren Fäl­len erfolgt kei­ne Kon­takt­per­so­nen­er­mitt­lung. Men­schen, die engen Kon­takt zu einer Per­son hat­ten, die mit dem Coro­na­vi­rus infi­ziert ist, emp­fiehlt das Gesund­heits­amt Folgendes:

  • Ver­hal­ten Sie sich umsich­tig und son­dern Sie sich mög­lichst von ande­ren Haus­halts­mit­glie­dern ab.
  • Bit­te neh­men Sie selbst­stän­dig Kon­takt zu Ihrem Arbeit­ge­ber auf und klä­ren Sie, ob Sie vor­sichts­hal­ber der Arbeit fern­blei­ben sollten.
  • Falls Sie Krank­heits­an­zei­chen haben, rufen Sie Ihren Haus­arzt an oder kon­tak­tie­ren Sie in drin­gen­den Fäl­len den kas­sen­ärzt­li­chen Not­dienst unter der Num­mer 116 117.

Bam­ber­ger Genuss­land­schaft „Genuss­la“: Viel­falt, Regio­na­li­tät, Genuss

Mit über 120 regio­na­len Pro­du­zen­ten kuli­na­ri­scher Pro­duk­te trägt die Bam­ber­ger Regi­on zurecht den Namen „Genuss­land­schaft“. Die Regio­nal­kam­pa­gne von Stadt und Land­kreis Bam­berg setzt sich für die Stär­kung und den Erhalt die­ses reich­hal­ti­gen Ange­bots ein. Mit dem Pro­jekt „Genuss­la“ macht sich die Regi­on nun fit für die Zukunft.

„Genuss­la ist die Abkür­zung von Genuss­land­schaft, dahin­ter ver­birgt sich die Regio­nal­kam­pa­gne von Stadt und Land­kreis Bam­berg“, sagt Sil­ke Michel, Fach­be­reichs­lei­te­rin für nach­hal­ti­ge Ent­wick­lung des Land­krei­ses Bam­berg. „Die­se Kam­pa­gne exis­tiert seit 2004 und mitt­ler­wei­le haben sich über 120 Betrie­be dem Netz­werk angeschlossen.“

Obwohl die Bam­ber­ger Genuss­land­schaft in ihrer kuli­na­ri­schen Viel­falt und Reich­hal­tig­keit kei­nen Ver­gleich zu scheu­en braucht, ist es das Ziel von „Genuss­la“, die ange­schlos­se­nen Betrie­be und Erzeu­ger vor Ort noch wei­ter zu stär­ken, ihre Absatz­mög­lich­kei­ten zu erwei­tern und natür­lich noch wei­te­re Betrie­be für das Netz­werk zu gewinnen.

„Auch wur­de die Home­page der Regio­nal­kam­pa­gne modern und nut­zer­freund­lich gestal­tet“, sagt Frau Michel. „Vie­le neue Funk­tio­nen wur­den ein­ge­ar­bei­tet und auch die Such­funk­ti­on nach Spe­zia­li­tä­ten und Anbie­tern ist nun attrak­ti­ver gestal­tet. Wei­ter­hin wird es die Bro­schü­re „Essen und Trin­ken aus der Genuss­land­schaft Bam­berg“ und eine Genuss­kar­te geben. Auch hier sind die teil­neh­men­den Betrie­be der Genuss­land­schaft erfasst mit Adres­se, Pro­duk­ten, Öff­nungs­zei­ten und vie­len wei­te­ren Infos. Außer­dem ist der Genuss­tag eine gute Platt­form, regio­na­le Pro­duk­te zu pro­bie­ren und zu kaufen.“

Eine Bro­schü­re, die Über­blick ver­schafft über das Ange­bot der Genuss­land­schaft, erleich­tert den Zugang zur sel­ben, weiß Nico­las Lind­ner, der im Kli­ma- und Umwelt­amt der Stadt Bam­berg das Sach­ge­biet Nach­hal­tig­keit und Umwelt­schutz ver­ant­wor­tet – zeich­net sich die Genuss­land­schaft doch gera­de durch ihre Viel­falt an regio­na­len Spe­zia­li­tä­ten aus. „Wir haben noch den Bäcker um die Ecke, den Metz­ger in der Nähe und auch die Gärt­ner und vie­le wei­te­re Betrie­be, die uns mit hand­werk­lich her­ge­stell­ten, fri­schen und qua­li­ta­tiv guten Lebens­mit­teln ver­sor­gen. Die­se Betrie­be gilt es zu unter­stüt­zen. Und das kann jeder durch sein Kauf­ver­hal­ten tun!“

Eine Unter­stüt­zung, die sich auch bereits über­re­gio­nal bezahlt gemacht hat. „Stolz waren wir, dass beim 2. Spe­zia­li­tä­ten­wett­be­werb der Metro­pol­re­gi­on Nürn­berg vie­le Bam­ber­ger Pro­duk­te aus­ge­zeich­net wurden.“


Neue Optik für die Genusslandschaft

Die jüngs­ten Bemü­hun­gen, Bekannt­heit und Erfolg der Genuss­land­schaft zu stei­gern, erstre­cken sich auch auf ihr opti­sches Erschei­nungs­bild. So wur­de der Regio­nal­kam­pa­gne ein neu­er Name, neu­es Logo und eine neue Home­page spendiert.

„Nach so lan­ger Zeit der Regio­nal­kam­pa­gne“, sagt Sil­ke Michel, „woll­ten wir etwas Neu­es schaf­fen. Wir hat­ten die gan­zen Jah­re tol­le Pro­jek­te und konn­ten auch die Mit­glie­der­zahl von anfangs 20 auf nun 120 stei­gern. Aber es war an der Zeit, die Kam­pa­gne fit für die Zukunft zu machen. Ein neu­es, attrak­ti­ves und moder­nes Logo soll die Kam­pa­gne bekann­ter machen und mit einer nut­zer­freund­li­chen Home­page wol­len wir neue Inter­es­sier­te fin­den, vor allem jün­ge­re Leute.“

Die Gestal­tung des Logos und den Relaunch der Home­page über­nahm die Agen­tur Ada­lis aus Bam­berg. Frau Michel zeigt sich zufrie­den: „Das Design passt und man muss sagen, es ist dem Team von Ada­lis gelun­gen, moder­ne Grund­la­gen für die Kam­pa­gen zu ent­wer­fen. Wir freu­en uns nun auf die anste­hen­de Image­kam­pa­gne mit einer Pla­kat­wer­bung, Bus­wer­bung und vie­len wei­te­ren Aktio­nen, die Ende Okto­ber ange­lau­fen sind.“

Zufrie­de­ne Mit­glie­der von „Genuss­la“: Ilo­na Muni­que und Rein­hold Bur­ger von Bie­nen leben in Bam­berg. Foto: Agen­tur Adalis 

Die Neu­aus­rich­tung war indes schon län­ger Dis­kus­si­ons­the­ma im Team der Regiona­kam­pa­gne von Stadt und Land­kreis. „Aller­dings“, sagt Nico­las Lind­ner, „war es erst durch die Auf­nah­me der Regio­nal­kam­pa­gne in das För­der­pro­gramm „Regio­na­le Iden­ti­tät stär­ken“ vom Baye­ri­schen Staats­mi­nis­te­ri­um für Finan­zen und Hei­mat mög­lich. Wir sind sehr froh, dass wir durch das För­der­pro­gramm nun die finan­zi­el­le Unter­stüt­zung bekom­men und so die Regio­na­li­tät bezie­hungs­wei­se die regio­na­len Betrie­be in Stadt und Land­kreis Bam­berg för­dern können.“


Nach­hal­tig­keit und Regionalität

Bei all der Neu­aus­rich­tung hat die Regio­nal­kam­pa­gne aber natür­lich nicht ihren Mar­ken­kern ver­ges­sen: Nach­hal­tig in der Regi­on pro­du­zier­te Genuss­wa­ren – ein Punkt, der Sil­ke Michel beson­ders unter Gesichts­punk­ten des Umwelt­schut­zes wich­tig ist: : „Regio­nal ein­zu­kau­fen dient nicht nur dazu, regio­na­le Betrie­be zu unter­stüt­zen, man kann durch den Ein­kauf vor Ort noch viel mehr Posi­ti­ves bewirken.

Auch Clau­dia Bau­er von Zim­mers Obst­gar­ten ist „Genussla“-Mitglied. Foto: Agen­tur Adalis

Die Umwelt wird geschont, da man bei­spiels­wei­se lan­ge Trans­port­we­ge redu­ziert. Außer­dem trägt regio­na­les Ein­kau­fen dazu bei, länd­li­che Struk­tu­ren zu erhal­ten. Und regio­nal ein­zu­kau­fen ver­hin­dert einen unnö­ti­gen Ver­pa­ckungs­auf­wand, was ein gro­ßes Plus ist beim The­ma Redu­zie­rung von Plas­tik. Wie man sieht, lohnt sich ein Ein­kauf bei unse­ren Betrie­ben in unse­rer Hei­mat dop­pelt und drei­fach, zudem sind die Pro­duk­te ein­fach fri­scher und wer­den mit viel Herz­blut tag­täg­lich hand­werk­lich produziert.“

Die Zukunft kann für die Regio­nal­kam­pa­gne und die Genuss­land­schaft „Genuss­la“ also kom­men. Sil­ke Michel und Nico­las Lind­ner hof­fen, dass sich wei­te­re Betrie­be dem Netz­werk anschlie­ßen, um gemein­sam die Genuss­land­schaft aus­zu­bau­en. Schwer ist es nicht: „Wenn sei­tens eines Anbie­ters Inter­es­se besteht, Mit­glied zu wer­den“, sagt Nico­las Lind­ner, „reicht ein Tele­fon­an­ruf beim Team der Regio­nal­kam­pa­gne oder eine Email an info@genussla.de und schon kann die Zusam­men­ar­beit für den Erhalt von regio­na­lem Genuss und ört­li­cher Viel­falt beginnen.“

Trend­aus­wer­tung IHK-Gre­mi­um Bamberg

Bam­ber­ger Wirt­schaft zeigt sich deut­lich erholt

Die Unter­neh­men aus Stadt und Land­kreis Bam­berg schei­nen sich auf brei­ter Basis zu erho­len. Das zeigt die Kon­junk­tur­um­fra­ge der IHK für Ober­fran­ken Bay­reuth, bei der wie­der mehr befrag­te Unter­neh­men von einer guten Geschäfts­la­ge berichten.

Der Sal­do schwenkt wie­der in den posi­ti­ven Bereich und auch die Erwar­tun­gen an die Geschäfts­ent­wick­lung der nächs­ten zwölf Mona­te sind posi­ti­ver als zuletzt. „Die Geschäfts­la­ge in der Bam­ber­ger Wirt­schaft hat sich über den Som­mer deut­lich ver­bes­sert. Es bleibt zu hof­fen, dass die viel­schich­ti­gen Her­aus­for­de­run­gen, die vor uns lie­gen, nicht zur Wachs­tums­brem­se wer­den“, so IHK-Prä­si­den­tin Son­ja Wei­gand, die auch Vor­sit­zen­de des IHK-Gre­mi­ums Bam­berg ist. Vor allem auf­grund der deut­lich bes­se­ren Lage­be­ur­tei­lung macht der Kon­junk­tur­kli­ma­in­dex für den Raum Bam­berg einen Sprung um 30 Zäh­ler und liegt nun bei 122 Punkten.

Zum Start in den Herbst könn­ten in der Wirt­schafts­re­gi­on Bam­berg Früh­lings­ge­füh­le herr­schen. Die Geschäfts­la­ge jeden­falls wird deut­lich bes­ser bewer­tet. Über den Som­mer konn­te der Geschäfts­be­trieb wei­test­ge­hend ohne Coro­na-Ein­schrän­kun­gen durch­ge­führt wer­den. Nahe­zu die Hälf­te aller Befrag­ten (49 Pro­zent) bewer­tet ihre aktu­el­le Situa­ti­on gut. 38 Pro­zent stu­fen ihre Lage als befrie­di­gend ein, nur 13 Pro­zent der befrag­ten Fir­men nen­nen die aktu­el­le Geschäfts­la­ge schlecht. Basis die­ser guten Bewer­tung sind die Umsatz­zu­wäch­se, die vie­le Betrie­be im Inland wie im inter­na­tio­na­len Geschäfts­ver­kehr erzie­len konn­ten. Und so steigt auch die Kapa­zi­täts­aus­las­tung bei vie­len Fir­men wie­der in den befrie­di­gen­den bzw. guten Bereich. „Über die Som­mer­mo­na­te hat sich die Lage bei vie­len von Coro­na-Beschrän­kun­gen betrof­fe­nen Unter­neh­men in Stadt und Land­kreis Bam­berg ver­bes­sert. Zudem läuft der inter­na­tio­na­le Han­del wie­der an. Wir sind ein Stück­weit zur Nor­ma­li­tät zurück­ge­kehrt“, freut sich Weigand.


Ver­hal­te­ner Opti­mis­mus in der Bam­ber­ger Wirtschaft

Der Blick in die Zukunft indes hellt sich zwar etwas auf, bleibt aber ver­hal­ten. 32 Pro­zent der befrag­ten Unter­neh­me­rin­nen und Unter­neh­mer rech­nen in den kom­men­den 12 Mona­ten mit einer wei­te­ren Ver­bes­se­rung der Geschäfts­la­ge. Eine Ver­schlech­te­rung der aktu­el­len Lage erwar­ten 22 Pro­zent, 46 Pro­zent rech­nen nicht mit nen­nens­wer­ten Ver­än­de­run­gen. Damit ver­lässt die Pro­gno­se im Sal­do den nega­ti­ven Bereich. Hoff­nung setzt man vor allem auf eine posi­ti­ve Umsatz­ent­wick­lung im Inlands­ge­schäft, doch auch auf den inter­na­tio­na­len Märk­ten erwar­ten die Unter­neh­men im Sal­do leich­te Umsatz­zu­wäch­se. „Die Stim­mung in den Unter­neh­men ist gut. Man hofft auf das Ende der Pan­de­mie und sta­bi­le Geschäf­te. Aller­dings kön­nen ganz unter­schied­li­che Risi­ken die­se Auf­wärts­ent­wick­lung brem­sen, wie feh­len­de Fach­kräf­te, Pro­ble­me in den Lie­fer­ket­ten oder stei­gen­de Ener­gie­prei­se“, so Weigand.


Wirt­schaft will wei­ter wachsen

Lässt man die letz­ten Mona­te der Coro­na Pan­de­mie unbe­rück­sich­tigt, so ist die Wirt­schaft am Stand­ort Bam­berg in den letz­ten Jah­ren ste­tig gewach­sen. Unter­neh­men haben in ihre Stand­or­te inves­tiert und neue Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­ter ein­ge­stellt. Geht es nach den befrag­ten Betrie­ben, soll die­se posi­ti­ve Ent­wick­lung in den kom­men­den Mona­ten wie­der auf­ge­nom­men wer­den. Sowohl bei den Inves­ti­tio­nen als auch bei der Beschäf­tig­ten­ent­wick­lung sind Zuwäch­se geplant. „Die Her­aus­for­de­rung für vie­le Fir­men in der Regi­on ist, die drin­gend benö­tig­ten Arbeits- und Fach­kräf­te zu fin­den und zu gewin­nen. Dabei kommt neben der Aus- und Wei­ter­bil­dung der eige­nen Beleg­schaft auch der Anwer­bung von neu­en Fach­kräf­ten aus dem In- und Aus­land eine zuneh­men­de Bedeu­tung zu“, so die IHK-Präsidentin.

Gemein­sa­mer Gestaltungswille

Bür­ger­meis­ter und lei­ten­de Mit­ar­bei­ter des Land­rats­am­tes dis­ku­tie­ren Zukunftsthemen

Die Gemein­den und der Land­kreis Bam­berg sind fest ent­schlos­sen, das Bam­ber­ger Land auch in Zukunft in enger Abstim­mung zu gestal­ten. Das wur­de bei der Klau­sur­ta­gung deut­lich, zu der Land­rat Johann Kalb und der Kreis­vor­sit­zen­de des Baye­ri­schen Gemein­de­ta­ges Wolf­gang Desel die Bür­ger­meis­ter und lei­ten­de Mit­ar­bei­ter des Land­rats­am­tes ein­ge­la­den hatten.

Das The­men­spek­trum reich­te von Kli­ma­schutz, Mobi­li­tät und Coro­na über den Kata­stro­phen­schutz bis zum Baurecht.

„Wir müs­sen den Kata­stro­phen­schutz auch für das Bam­ber­ger Land neu den­ken“, kün­dig­te Land­rat Johann Kalb für ein Schwer­punkt­the­ma an, dass die Erkennt­nis­se aus der Pan­de­mie und aus Groß­scha­dens­er­eig­nis­sen in ein Kon­zept ein­flie­ßen wer­den, wie der Kata­stro­phen­schutz künf­tig auf­ge­stellt wer­den muss. Im Feu­er­wehr­we­sen sind mit den Pla­nun­gen für ein neu­es Atem­schutz­zen­trum bereits ers­te wich­ti­ge Wei­chen gestellt. Glei­ches gilt für den Ret­tungs­zweck­ver­band Bam­berg-Forch­heim, der in die Pla­nun­gen für eine neue Ret­tungs­leit­stel­le in But­ten­heim ein­ge­stie­gen ist.

Wie wich­tig die Zusam­men­ar­beit des Land­krei­ses mit den Gemein­den im Kata­stro­phen­fall ist, hat nach dem Wor­ten von Land­rat Kalb die Coro­na-Pan­de­mie gezeigt. „Ihr habt zum Bei­spiel unbü­ro­kra­tisch kom­mu­na­le Test­zen­tren aus dem Boden gestampft, bis heu­te mehr als 100.000 Schnell­tests gemacht und mehr als eine Mil­li­on Stück Mate­ria­li­en – Mas­ken, Tests et cete­ra – an Bil­dungs­ein­rich­tun­gen, Ärz­te, Logo­pä­den oder Pfle­ge­diens­te verteilt.“


Ers­te Mobil­sta­tio­nen für vier Gemeinden


Gemein­sa­me Anstren­gun­gen sind auch beim Kli­ma­schutz not­wen­dig. Kon­se­quent wol­len der Land­kreis und die Kom­mu­nen das Kli­ma­an­pas­sungs-kon­zept umset­zen. Die Spann­brei­te reicht dabei von einem digi­ta­len Solar­flä­chen­ka­tas­ter über ein kom­mu­na­les Ener­gie­ma­nage­ment, einen neu­en Kli­ma­an­pas­sungs­ma­na­ger oder einer geziel­ten Bil­dung für nach­hal­ti­ge Ent­wick­lung bis zum Wer­ben für einen res­sour­cen­scho­nen­den Lebensstil.

Der­zeit macht die Mobi­li­tät rund ein Fünf­tel des Koh­len­di­oxid­aus­sto­ßes in Deutsch­land aus. Ers­te sicht­ba­re Zei­chen der Mobi­li­täts­wen­de wer­den die ers­ten Mobil­sta­tio­nen für vier Gemein­den wer­den. Die Bestand­tei­le wer­den noch in die­sem Jahr gelie­fert. Im ers­ten Quar­tal sol­len die Mobil­sta­tio­nen in Betrieb gehen. Das inter­mo­da­le Mobi­li­täts­kon­zept sieht vor, dass ein Weg mit ver­schie­de­nen Ver­kehrs­mit­teln zurück­ge­legt wird. Die Mobil­sta­tio­nen bil­den die Kno­ten dafür. Wesent­li­cher Bestand­teil einer mög­lichst emis­si­ons-frei­en Mobi­li­tät ist ein leis­tungs­fä­hi­ger ÖPNV.

Eine über­wie­gen­de Mehr­heit der Bür­ger­meis­ter emp­fahl den zustän­di­gen Kreis­gre­mi­en, bei der im kom­men­den Jahr anste­hen­den Aus­schrei­bung an den Gel­ben Säcken für die Wert­stoff­samm­lung fest­zu­hal­ten. Mit einer Neue­rung: ab 2023, so die Emp­feh­lung, sol­len auch Metall-Dosen in die Gel­ben Säcke. Dies wür­de die zen­tra­len Sam­mel­stel­len, die häu­fig ver­schmutz sind, über­flüs­sig machen.

„Wir wol­len die Anzie­hungs­kraft der Regi­on stär­ken! Wir wol­len die Regi­on und hier zum Bei­spiel die 150 hid­den cham­pions sicht­bar machen“, warb Geschäfts­füh­re­rin Dr. Chris­ta Stan­de­cker für die Euro­päi­sche Metro­pol­re­gi­on Nürn­berg. Wich­ti­ge Schwer­punk­te sind auch der Mobi­li­täts­wan­del und der Kli­ma­schutz, „85 Teil­neh­mer betei­li­gen sich am Pakt zur nach­hal­ti­gen Beschaf­fung in den Kom­mu­nen der Metro­pol­re­gi­on.“ Weil die EMN einen der höchs­ten Antei­le land­wirt­schaft­lich genutz­ter Flä­chen in Deutsch­land und eine sehr hohe Dich­te der regio­nal pro­du­zier­ten Pro­duk­te aus­weist, strebt die Metro­pol­re­gi­on nach dem Titel Weltagrarkulturerbe.

Die Teil­neh­mer der Klau­sur­ta­gung erhiel­ten vie­le wei­te­re Infor­ma­tio­nen wie zum Beispiel,

  • wie der Fach­be­reich Gesund­heits­we­sen die Pan­de­mie bewäl­tigt hat und in die­ser Pha­se von 40 auf nahe­zu zeit­wei­se 120 Mit­ar­bei­ter ange­wach­sen ist,
  • dass mit vor­aus­sicht­lich 1.200 Bau­ge­neh­mi­gungs­ver­fah­ren 2021 ein neu­er Höchst­stand erreicht wird,
  • dass die Bau­vor­ha­ben 2021 Inves­ti­tio­nen von rund 310 Mil­lio­nen Euro aus­lö­sen werden,
  • dass die Volks­hoch­schu­le 280 Kur­se anbietet,
  • dass der Land­kreis die größ­te Musik­schu­le in Ober­fran­ken betreibt,
  • dass das Lite­ra­tur­fes­ti­val oder inter­na­tio­na­le Wochen sehr gut ange­nom­men werden,
  • dass die zwölf Pho­to­vol­ta­ik­an­la­gen auf Gebäu­den des Land­krei­ses mehr als 200.000 Kilo­watt­stun­den Strom pro Jahr erzeugen,
  • dass sich der Koh­len­di­oxid-Aus­stoß der Lie­gen­schaf­ten des Land-krei­ses in einem Jahr­zehnt um mehr als 75 Pro­zent ver­rin­gert hat.
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