Unternehmen sehen oft Mängel bei Ausbildungsreife
Bewerbermangel bremst Ausbildungsmarkt in Oberfranken aus
Die Rezession hat nach dem Arbeits- auch den Ausbildungsmarkt erreicht, wie die IHK für Oberfranken Bayreuth mitteilt. Vielen Unternehmen fehle für eine Ausbildung einfach die wirtschaftliche Perspektive. Trotzdem bleibt es für die Ausbildungsunternehmen die größte Herausforderung, überhaupt Auszubildende zu finden, wie eine aktuelle Umfrage der IHK für Oberfranken Bayreuth unter ihren Mitgliedsunternehmen deutlich macht.
Die IHK-Umfrage zeigt: Nur 14 Prozent der Betriebe wollen zum Ausbildungsjahr 2025//26 mehr Ausbildungsplätze schaffen als im Vorjahr, 28 Prozent haben das Angebot verringert. Hauptgrund sind fehlende wirtschaftliche Perspektiven und finanzielle Mittel. „Das verschärft den Fachkräftemangel weiter, denn auf einen Schulabgänger kommen aktuell fast zwei Baby-Boomer, die in den Ruhestand gehen“, macht Dr. Michael Waasner deutlich, Präsident der IHK für Oberfranken Bayreuth.
„Nicht besetzte Ausbildungsplätze sind ein Riesenproblem“, bestätigt Wolfram Brehm, Hauptgeschäftsführer der IHK für Oberfranken Bayreuth. 57 Prozent der befragten IHK-Ausbildungsbetriebe haben für das Ausbildungsjahr 2025//26 keine einzige Bewerbung erhalten, bundesweit liegt der Anteil bei 48 Prozent.
Bessere Rahmendbedingungen für Schulen und Betriebe gefordert
Neben dem Mangel an Bewerbungen sehen die Unternehmen auch Defizite bei der Ausbildungsreife. Dr. Waasner: „Besonders wichtig aus Sicht der Unternehmen sind dabei das Arbeits- und Sozialverhalten, gefolgt von der grundlegenden mentalen Leistungsfähigkeit.“ Besonders häufig werden seitens der Ausbilderinnen und Ausbilder Defizite bei Disziplin (63 Prozent) und Belastbarkeit (59 Prozent) genannt. Dagegen sind grundlegende IT- und Medienkenntnisse (nur sechs Prozent mit Mängeln) und Teamfähigkeit (acht Prozent) meist ausreichend vorhanden.
Viele Unternehmen fordern eine bessere Ausstattung der Schulen. 90 Prozent wünschen sich mehr anwendungsorientiertes Lernen, zwei Drittel eine engere Zusammenarbeit zwischen Schule und Betrieb sowie mehr Investitionen in Personal und Infrastruktur.
„Unsere Unternehmen wollen ausbilden. Dafür brauchen Sie aber bessere Rahmenbedingungen“, so Dr. Waasner. „Es fehlen nicht nur konjunkturelle Impulse. Unsere Unternehmen müssen sich auch darauf verlassen können, dass die angehenden Azubis in den allgemeinbildenden Schulen das notwendige Rüstzeug mitbekommen. Engagierte Lehrer treffen viel zu oft auf eine inadäquate technische und digitale Ausstattung.“ Sowohl Schulen als auch Unternehmen brauchen darüber hinaus mehr Unterstützung bei der Integration von jungen Menschen mit Migrationshintergrund.
Besorgniserregend ist die hohe Zahl an Jugendlichen, die ohne formale Qualifikation ins Berufsleben starten wollen. „Das hat sicher auch etwas damit zu tun, dass sich viele nicht gut in den Angeboten der Berufsorientierung zurechtfinden“, so IHK-Hauptgeschäftsführer Brehm. Noch einen Schritt weiter geht IHK-Präsident Dr. Waasner: „Wir brauchen daher eine verpflichtende und praxisorientierte Berufsorientierung als bundesweite Pflichtaufgabe an allen Schulen.“ Gymnasien etwa dürften nicht einseitig über das Studium, sondern müssten auch über die guten Perspektiven einer Ausbildung informieren.
IHK-AusbildungsScouts bringen Praxis in die Schulen
„Eine berufliche Ausbildung bietet dank ihrer Durchlässigkeit und den vielfältigen Weiterbildungsmöglichkeiten mit Abschlüssen, die dem Bachelor oder Master gleichgestellt sind, eine echte Zukunftsperspektive“, so Dr. Waasner. Umso wichtiger sei es, dass Schulabgänger dieses Angebot auch kennen.
Mit den AusbildungsScouts gibt es auch seitens der IHK ein erfolgreiches Angebot zur Berufsorientierung. „Hier berichten echte Azubis aus der Region über ihre Erfahrungen. Das ist Berufsorientierung auf Augenhöhe“, so Brehm.
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Mitteilung der Regierung von Oberfranken
Trotz Borkenkäfer: Oberfrankens Wälder werden vielfältiger
Trotz Borkenkäfer, Hitze und Trockenheit halten sich in vielen Regionen Oberfrankens die negativen Entwicklungen in Grenzen. Über den gesamten Regierungsbezirk gesehen, werden die Wälder vielfältiger, naturnäher und weisen mehr Laubbäume auf. Das zeigten die regionalisierten Auswertungen der Bundeswaldinventur (BWI), die die Bayerische Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft (LWF) gemeinsam mit Regierungspräsident Florian Luderschmid in einem Waldstück bei Hummeltal vorgestellt hat.
Der Anteil der Laubbäume im Kronendach sei in den letzten zehn Jahren von 31 Prozent auf 33 Prozent angestiegen. Was sich zunächst nach nicht viel anhört, sei in absoluten Zahlen enorm: 5.400 Hektar Laubholz kamen in Oberfranken hinzu. Der Anstieg des Laubholzes ging insbesondere zulasten der Fichtenfläche. Zugenommen haben hingegen Buchen und Eichen. Damit entwickeln sich die oberfränkischen Wälder weiter in Richtung mehr Naturnähe und Klimatoleranz. „Diese Zahlen belegen die erfolgreichen Bemühungen der oberfränkischen Waldbesitzerinnen und Waldbesitzer, ihre oft nadelholzbetonten Wälder in stabilere Mischwälder umzubauen”, unterstrich Regierungspräsident Florian Luderschmid. “Das ist wichtig, denn unsere Wälder sind unverzichtbar für den Trinkwasserschutz, die Erholung und die Biodiversität. Zudem liefern sie den nachwachsenden und klimafreundlichen Rohstoff Holz.”
Holzvorräte leicht gestiegen
Oberfranken habe weiterhin die zweithöchsten Nadelholzanteile aller bayerischen Regierungsbezirke. In der zurückliegenden Inventurperiode wuchsen in Oberfranken jährlich rund 3 Millionen Festmeter Holz nach. Dies ist der Grund dafür, dass im gesamten Regierungsbezirk – trotz der dramatischen Wald- und Holzverluste im Frankenwald – die Holzvorräte leicht gestiegen sind. Aber in Zeiten des Klimawandels löst diese Nachricht bei Experten gemischte Gefühle aus: „Der rasante Klimawandel zwingt uns, den laufenden Waldumbau noch zu verstärken. Wir müssen in Oberfranken dringend unsere Baumartenvielfalt weiter erhöhen. Die dramatische Borkenkäferentwicklung im Frankenwald sollte für Oberfranken und darüber hinaus für ganz Bayern eine deutliche Warnung sein”, warnt LWF-Vizepräsidentin Dr. Ruth Dirsch.
Insbesondere in den Landkreisen Kronach, Hof und Kulmbach habe der Klimawandel deutliche Spuren in der Landschaft hinterlassen. Beginnend mit dem Trockenjahr 2018 sind bis heute mehr als 10.000 Hektar Fichtenwald abgestorben. Dort mussten die Waldbesitzenden erhebliche ökonomische Einbußen hinnehmen, da die hohen Vorräte eingeschlagen wurden als die Holzpreise sehr niedrig waren.
Nachwachsender Baumbestand
Sehr erfreulich sei hingegen, dass die nächste Waldgeneration oftmals schon in den Startlöchern steht: Auf gut einem Drittel der Waldfläche wachsen unter dem Schutz des Altbestandes bereits junge Bäume. Diese Verjüngung besteht zu 56 Prozent aus Laubbäumen. Allerdings sind auch die Fichtenanteile in der Verjüngung mit 38 Prozent sehr hoch. Um die Mischung vieler Baumarten zu erhalten, ist daher eine gezielte Pflege durch die Waldbesitzer notwendig. Genauso wichtig ist die Unterstützung durch die Jägerschaft. “Auch die Jagd spielt eine entscheidende Rolle”, so Dirsch. „Waldangepasste Wildbestände sind die entscheidende Voraussetzung, damit sich die Verjüngung auch gut entwickeln kann.”
Auch in Sachen Biodiversität haben die oberfränkischen Wälder in den letzten zehn Jahren erheblich zugelegt: Die Vorräte an Totholz sind deutlich angestiegen, auch wenn sie mit rund 25 Festmetern pro Hektar noch immer unter dem bayerischen Durchschnitt liegen. Anders als der Name vermuten lässt, ist Totholz alles andere als tot. Es besitzt vielfältige Strukturen, die die Lebensbedürfnisse zahlreicher Arten erfüllen.
Die Bundeswaldinventur liefert im zehnjährigen Turnus fundierte Daten zur Entwicklung und zum Zustand der Wälder in ganz Deutschland. Für die aktuelle Erhebung haben Försterinnen und Förster in Bayern an rund 8.000 Aufnahmepunkten rund 100.000 Bäume vermessen und Informationen zur Waldentwicklung erhoben.
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Offizieller Abschied nach 33 spannenden Berufsjahren
Handwerkskammer für Oberfranken verabschiedet langjährigen Geschäftsführer Dr. Bernd Sauer
Mit 66 Jahren und nach fast 33 Dienstjahren ging der langjährige Geschäftsführer der HWK für Oberfranken, Dr. Bernd Sauer, in einer zu ihm passenden Art in den Ruhestand. Anstatt die große Bühne zu suchen, verabschiedete sich Sauer wie gewünscht mit einer sehr persönlichen Feierstunde im Brauereigasthof Rothenbach in Aufseß von langjährigen Wegbegleitern, wie die Handwerkskammer für Oberfranken mitteilt.
Die Würdigung der Kammer brachten dabei HWK-Präsident Matthias Graßmann und Hauptgeschäftsführer Reinhard Bauer zum Ausdruck. „Wir verabschieden dich mit einem lachenden und einem weinenden Auge“, sagte Graßmann. „Lachend, weil wir dir die Ruhe nach einem anstrengenden Berufsleben gönnen; weinend, weil wir wissen, was wir an dir hatten.“
Hauptgeschäftsführer Bauer dankte seinem Weggefährten in der Geschäftsleitung für die engagierte Zusammenarbeit und lobte dessen Lebensleistung. „Du hast die Großprojekte in Angriff genommen, die niemand sonst übernehmen konnte.“ So habe der Neu-Ruheständler zum Beispiel 1995 mit der ersten E‑Mail und dem ersten Internetauftritt die Grundlagen für die Digitalisierung der Kammer gelegt. Oder aber das Qualitätsmanagementsystem samt Zertifizierung aufgebaut und das Thema Arbeitssicherheit implementiert. „Mit aller Zuverlässigkeit und Einsatzbereitschaft, die Dich immer ausgemacht hat. Deine große Leidenschaft aber, die gehörte immer den Vereinen Genussregion Oberfranken und dem Bierland Oberfranken.“ Beide hat Sauer mitbegründet.
Wegen seiner unermüdlichen Imagearbeit für das Handwerk, die Genussregion Oberfranken und das Bierland Oberfranken ließen es sich viele Weggefährten nicht nehmen, bei der Feierstunde persönliche Worte des Dankes zu formulieren. So würdigte Regierungspräsident Florian Luderschmid sein Engagement, ebenso wie der Kulmbacher Landrat Klaus Peter Söllner, HWK-Vizepräsident Christian Herpich und Georg Rittmayer als Präsident des Verbands Private Brauereien Bayern e.V.
Dr. Bernd Sauer begann seine Karriere bei der Handwerkskammer nach seinem Studium und der Promotion im Jahr 1992. Zunächst als Assistent der damaligen Geschäftsleitung, später war er parallel dazu Berater für Innovation, ehe er 2009 Hauptabteilungsleiter für den Bereich Presse- und Öffentlichkeitsarbeit wurde. Seit 2014 war er einer von zwei Geschäftsführern an der HWK.
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Schülerinnen und Schüler der Mittelschulen in Oberfranken haben ihre Abschlussprüfungen absolviert
Regierung von Oberfranken ehrt die besten Absolventinnen und Absolventen
Auf Initiative der Regierung von Oberfranken wurden 59 Absolventinnen und Absolventen der Mittelschule für ihre herausragenden Leistungen im Qualifizierenden Abschluss und für den besten Mittleren Schulabschluss ausgezeichnet.
Die Jahrgangsbesten in den neun Schulamtsbezirken erhielten im Beisein von Vertreterinnen und Vertretern der Handwerkskammer für Oberfranken, der Industrie- und Handelskammer (IHK) für Oberfranken Bayreuth und der IHK zu Coburg, der lokalen Politik sowie weiterer Gäste aus den Händen der Schulaufsicht vor Ort ihre Urkunden.
Schulamtsbezirk Bayreuth
Regierungspräsident von Oberfranken Florian Luderschmid gratulierte im Landratsamt Bayreuth den Besten des Schulamtsbezirks Bayreuth. In seinem Grußwort ging er auf schulische und berufliche Erfolgsfaktoren ein: „Herzlichen Glückwunsch zu Ihren herausragenden Leistungen! Die Ehrung haben Sie sich mehr als verdient. Sie würdigt nicht nur die schulischen Erfolge, sondern auch die Anstrengungsbereitschaft und die Fähigkeit, sich jeden Tag aufs Neue zum Lernen zu motivieren. Diese Tugenden werden auch im Übergang von der Schule in die Berufsausbildung hilfreich sein, gilt es doch, neue Strukturen, Abläufe und Erwartungen zu bewältigen. Auch zukünftig werden Familie, Freunde, Lehrkräfte sowie Ausbilderinnen und Ausbilder mit Rat und Tat zur Seite stehen. Für Ihren weiteren Weg wünsche ich Ihnen alles erdenklich Gute!”
Schulamtsbezirk Coburg
Regierungsvizepräsident Thomas Engel überbrachte im Schulamtsbezirk Coburg bei der Feierstunde an der Grund- und Mittelschule Ebersdorf die Glückwünsche an die Jahrgangsbesten: „Sie dürfen stolz auf sich sein und ich bin mir sicher, Ihre Familien und auch die Lehrkräfte, die Sie bis hierhin begleitet haben, sind es auch. Für den weiteren Weg ist auch das enge Zusammenwirken von Schulen, Unternehmen und Kammern, zum Beispiel über Bildungspartnerschaften, mitentscheidend, um jungen Menschen bestmögliche Chancen bieten zu können.”
Schulamtsbezirke Forchheim und Kulmbach
Stefan Kuen, Bereichsleiter Schulen der Regierung von Oberfranken, gratulierte in der Gereonkapelle in Forchheim den erfolgreichen Schülerinnen und Schülern. In Kulmbach würdigte Alexander Wunsch, Leiter des Sachgebietes 40.1 an der Regierung von Oberfranken die Leistungen der Absolventinnen und Absolventen. Beide appellierten an die jungen Menschen, nicht nur für die eigene berufliche Zukunft, sondern auch für die Allgemeinheit Verantwortung zu übernehmen und durch soziales Engagement und Ehrenamt das gesellschaftliche Leben mitzugestalten.
In den übrigen Schulamtsbezirken wurde die Ehrung durch die jeweiligen Schulamtsdirektorinnen und ‑direktoren vorgenommen.
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Mit Kompetenz, Fingerspitzengefühl und Innovationsgeist
Handwerkskammer für Oberfranken vergibt Zukunftspreis 2025 in sechs Kategorien
Das Handwerk in Oberfranken gestaltet den Wandel nicht nur, es treibt ihn voran. Beispielhaft dafür stehen sechs Handwerksbetriebe aus der Region. Die Handwerkskammer (HWK) für Oberfranken zeichnete diese sechs Vorreiter aus Oberfranken bei einer Feierstunde in der Alten Orangerie von Schloss Rosenau bei Rödental mit dem Zukunftspreis 2025 aus.
Damit würdigt sie die herausragenden Leistungen der Handwerkerinnen und Handwerkern, die ihren handwerklichen Alltag perfekt beherrschen und parallel neu Abläufe oder Innovationen kreieren. „Hier paart sich fachliche Kompetenz mit handwerklichem Fingerspitzengefühl und einem Schub Innovationsgeist zu kreativen Leistungen, die auch die Kunden begeistern“, betont HWK-Präsident Matthias Graßmann bei der Preisübergabe. „Die Auszeichnung mit unserem Zukunftspreis hilft dabei, die Leistungen dieser Betriebe besser in der Öffentlichkeit sichtbar zu machen.“
Gesucht wurden bei der Ausschreibung zum Zukunftspreis bewusst nicht Standardprodukte oder ‑lösungen, sondern das Außergewöhnliche, das auch Emotionen wecken kann. Von daher setzt der heutige HWK-Zukunftspreis die über 20-jährige Geschichte fort, die mit dem damaligen Designpreis des oberfränkischen Handwerks begonnen hat. Zu den Anfangszeiten ging es in erster Linie um Gestaltung, Architektur und Marketing. Heute decken die insgesamt sechs Wettbewerbskategorien alles das ab, was man mit digitaler Transformation, innovativer Unternehmensführung und kreativem Erfindergeist verbindet. Die 29 Bewerber haben den Beweis dafür angetreten, dass im Handwerk Tradition und Innovation keine Gegensätze darstellen. Darüber zeigt sich der HWK-Präsident sehr stolz: „Alle Preisträger haben eindrucksvoll untermauert, dass es in der DNA des Handwerks tief verankert ist, anzupacken, einfach zu machen und dabei individuelle Lösungen für unterschiedliche Problemstellungen zu finden.“
Für die Bewertung der Bewerbungen hat sich die Kammer auf die Meinung einer hochkarätigen, rein extern besetzten Jury verlassen (Jurymitglieder siehe unten). Diese hatte es bei ihrer Aufgabe nicht leicht, die Qualität der Bewerbungen war beeindruckend. Die persönlich verfassten Laudationes für jeden Preisträger prägten daher auch Begriffe wie „Grenzgänger“, „Brückenbauer“ und „Innovationstreiber“. HWK-Hauptgeschäftsführer Reinhard Bauer, der die Preisverleihung moderierte, zieht ein treffendes Fazit für den Zukunftspreis 2025: „Für mich bleibt ein starker Eindruck: Handwerk gestaltet unsere Zukunft! Das macht uns allen Mut für die Herausforderungen, die vor uns liegen.“ Untermauert wurde die Wertigkeit der Auszeichnung durch ein Preisgeld von 1.500 Euro für jeden Preisträger, das dank der Unterstützung durch die oberfränkischen Volks- und Raiffeisenbanken ermöglicht wurde.
Auch Joachim Hausner, Vorstandsvorsitzender der VR-Bank Bamberg-Forchheim eG und oberfränkischer Bezirksvorsitzender des Genossenschaftsverbandes Bayern e.V., stellte stellvertretend für die oberfränkischen Volks- und Raiffeisenbanken die Vorbildfunktion der ausgezeichneten Handwerkbetriebe heraus: „Sie gehen alle mit gutem Beispiel voran und zeigen auf eindrucksvolle Weise, wozu der Mittelstand und insbesondere das Handwerk als Rückgrat unserer Wirtschaft zu leisten im Stande ist. Mit Ihren zukunftsweisenden Projekten“, wendet er sich direkt an die Preisträger, „passen Sie sich immer wieder den neuen Herausforderungen an.“
Die Jury hat folgende sechs Preisträger des Zukunftspreises ausgewählt:
- Kategorie „Ausbildung & Fachkräftesicherung“: Haustechnik Günther GmbH, Speichersdorf
- Kategorie „Energieeffizientes und nachhaltiges Handwerk“: Brauerei-Gasthof Kundmüller, Viereth-Trunstadt
- Kategorie „Erfindungen im Handwerk“: Kfz-Meisterbetrieb Wolfgang Fösel, Breitengüßbach
- Kategorie „Handwerk digital“: Bayreuther eLadeinfrastruktur, Bayreuth
- Kategorie „Marketing & Recruiting at its best“: Denk Keramische Werkstätten, Coburg
- Kategorie „Kreatives, wunderschönes Handwerk“: Daniela Witzgall, Bamberg
Mitglieder der Jury:
- Manuel Wolz, Geschäftsführer Personet e.V., Bayreuth
- Andreas Fickenscher, Geschäftsführender Gesellschafter Fickenschers Backhaus GmbH
- Sabine Gollner, 1. Vorsitzende der Künstlerkolonie Fichtelgebirge
- Prof. Dr.-Ing. Frank Döpper, Fakultät für Ingenieurwissenschaften /Lehrstuhl für Umweltgerechte Produktionstechnik, Universität Bayreuth
- Dietmar Reiss, Präsident Marketing-Club Oberfranken
- Prof. Dr.-Ing. Tobias Plessing, Fakultät für Ingenieurwissenschaften, Leiter des Instituts für Wasserstoff und Energietechnik (iwe), Hochschule Hof
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Abschluss des Lehrgangs „Geprüfte/-r Natur- und Landschaftspfleger/-in“
Zeugnisse feierlich überreicht
Für insgesamt 40 Teilnehmerinnen und Teilnehmer zweier Lehrgänge zum Geprüften Natur- und Landschaftspfleger /zur Geprüften Natur- und Landschaftspflegerin sind 17 Lehrgangswochen erfolgreich zu Ende gegangen. Regierungspräsident Florian Luderschmid hat die Absolventinnen und Absolventen in der Regierung von Oberfranken in Bayreuth nun feierlich entlassen und ihnen die Abschlusszeugnisse ausgehändigt.
„Sie haben nicht nur fundierte Kenntnisse in Theorie und Praxis erworben, sondern auch Verantwortung übernommen: für unsere Umwelt, für kommende Generationen und für die Weitergabe Ihres Wissens – sei es im direkten Einsatz vor Ort oder in der Umweltbildung und Öffentlichkeitsarbeit“, würdigte Regierungspräsident Luderschmid das Engagement der Teilnehmerinnen und Teilnehmer. „Ich bin überzeugt, dass Sie diesen Auftrag ernst nehmen.“
Auch Lehrgangsleiterin Iris Prey von der Regierung von Oberfranken betonte den hohen Wert der Fortbildung: Neben dem fachlichen Wissen sei ein starkes Netzwerk entstanden, das für die berufliche Zukunft der Absolventinnen und Absolventen von großer Bedeutung sei. Die Teilnehmenden kamen in diesem Jahr nicht nur aus ganz Bayern, sondern auch aus Baden-Württemberg, Berlin, Hessen, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz und Thüringen.
Breit gefächertes Fachwissen – praxisnah vermittelt
In insgesamt 17 Lehrgangswochen befassten sich die Teilnehmenden mit den Grundlagen des Naturschutzes, der Landschaftspflege, der Umweltbildung und Öffentlichkeitsarbeit. Ergänzt wurde das Lehrprogramm durch rechtliche und wirtschaftliche Inhalte wie Gewerbe- und Steuerrecht, Arbeits- und Sozialrecht sowie durch Informationen zu relevanten Förderprogrammen.
Ziel der Fortbildung ist es, qualifizierte Fachkräfte auszubilden, die in Kommunen, Naturparken, im landwirtschaftlichen Bereich oder in der Privatwirtschaft aktiv zur Erhaltung der biologischen Vielfalt und zum Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen beitragen. Die Natur- und Landschaftspflege ist Schnittstelle und Bestandteil der Landwirtschaft.
Aktiver Beitrag zum Natur- und Umweltschutz
Natur- und Landschaftspfleger kennen die ökologischen Zusammenhänge, wissen um die Schutzbedürftigkeit heimischer Arten und Lebensräume – vom Magerrasen über Streuobstwiesen bis hin zu gefährdeten Vogelarten. Durch gezielte Pflege von Hecken, Sträuchern und Gebüschen fördern sie Biodiversität und gestalten Lebensräume aktiv mit.
Die Absolventinnen und Absolventen tragen mit ihrer Arbeit dazu bei, den Folgen des Klimawandels und dem Verlust biologischer Vielfalt entgegenzuwirken. Der von der Regierung von Oberfranken organisierte Lehrgang vermittelt ihnen dafür sowohl fundiertes Fachwissen als auch den praktischen Umgang mit Werkzeugen und Techniken.
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Tandem-Reihe “Wissenschaft & Praxis” beschäftigt sich mit Nachhaltigkeit in der Betriebsführung
Bringt es Vorteile, sich mit Nachhaltigkeit im Unternehmen zu beschäftigen? Vor welchen Herausforderungen stehen Betriebe dabei? Die Tandem-Reihe „Wissenschaft & Praxis“ von Otto-Friedrich-Universität Bamberg, IHK für Oberfranken Bayreuth und Handwerkskammer für Oberfranken gab bei der Diskussion unter dem Titel „Daten, Druck und Durchblick – Unternehmerische Nachhaltigkeit zwischen Anspruch und Alltag“ allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern einen Einblick in verschiedene Herangehensweisen, Erfahrungen und grundsätzliche Fragen.
Gemeinsam vertraten die Diskutierenden die Haltung, dass Nachhaltigkeit im Betrieb viele positive Effekte für die zukunftsorientierte Ausrichtung von Unternehmen und Betrieben bieten kann. Wichtig sei nur, die ersten Schritte zu wagen. Auf dem Podium waren Prof. Dr. Frank Schiemann, Inhaber des Lehrstuhls für BWL, insbesondere Controlling an der Universität Bamberg, Schreinermeister Johannes Lange, Geschäftsführer der HANNESLANGE GmbH & Co. KG aus Ebermannstadt, Nicole Wagner, Corporate Social Responsibility Managerin bei der GREIFF Mode GmbH & Co. KG aus Bamberg sowie Dr. Sergio Drawert, Technischer Leiter bei RZB Rudolf Zimmermann Bamberg GmbH, vertreten.
Als Basis der Diskussion diente eine Umfrage unter den Besucherinnen und Besuchern der TANDEM-Reihe 61 Prozent der Teilnehmenden an der Veranstaltung wären mit einer verpflichtenden Nachhaltigkeitsberichterstattung für Betrieb und Unternehmen einverstanden. Immerhin messen und steuern 39 Prozent Nachhaltigkeit bereits intern. Sie verbinden den Begriff „Nachhaltigkeit“ in erster Linie mit Verantwortung, Wettbewerbsfähigkeit und Zukunft. Die Praxispartner in der Diskussionsrunde sind da in ihren Betrieben schon ein Stück weiter, haben nachhaltige Elemente längst in ihre Unternehmensstrategie integriert.
Für Schreinermeister Johannes Lange steckt die Nachhaltigkeit automatisch in der DNA des Handwerks. Trotzdem sieht er sich als „Überzeugungstäter“ und hat in seinem Betrieb schon viele nachhaltige Projekte realisiert bei der Energieversorgung und Energieeinsparung, der Abfallentsorgung, der Nutzung regionaler Wertschöpfungsketten und bei der Reduktion von „grauer Energie“ beim Bau. Sein Credo „Nachhaltigkeit ist eine Herausforderung, die sich rentiert. Wenn man am Thema dranbleibt, kommt am Ende auch etwas Gutes heraus.“ Zudem sieht er einen weiteren Nutzen für seine Schreinerei „Unsere Kunden erleben unsere nachhaltige Arbeit direkt in der Werkstatt, sehen sie auf unserer Homepage und in den Social-Media-Kanälen. Auch dadurch entwickelt sich Vertrauen zum Betrieb.“ Eine Pflicht zur Berichterstattung sieht er dennoch kritisch „Für kleine Betriebe ist der Aufwand personell nicht machbar.“
Laut Nicole Wagner habe sich die GREIFF Mode GmbH & Co. KG für ihre Nachhaltigkeitsreise entschieden, um die vorhandenen Unternehmenswerte weiter zu stärken. „Wir arbeiten seit 2014 systematisch an unserer nachhaltigen Ausrichtung, allerdings ohne exakt ausgearbeiteten Leitfaden. Nachdem wir internationale Zulieferer haben, spielt die soziale Verantwortung zu den weltweiten Partnern eine Schlüsselrolle.“ So habe man die eigenen Standards auf ein gutes Niveau gebracht. Besonders bei der Transparenz der Lieferketten müsse man sich ständig weiterentwickeln. Das Textilunternehmen erstellt einmal im Jahr einen Social Report. „Zur Nachhaltigkeit gehört aber auf jeden Fall auch das Vertrauen von Kunden“, unterstreicht Wagner. Klar sei zudem: Mit oder ohne Leitfaden müsse man Nachhaltigkeit immer neu denken und an die eigenen Herausforderungen anpassen.
Beim Leuchtenhersteller RZB Rudolf Zimmermann, Bamberg GmbH ist Nachhaltigkeit längst zur Chefsache geworden. Der Technische Leiter Dr. Sergio Drawert schildert den Einstieg: „Für uns war es anfangs eine Überraschung, was wir in Sachen Nachhaltigkeit schon alles tun.“ Einer Pflicht-Berichterstattung steht er zwar positiv gegenüber, weist aber darauf hin, dass man auch das Personal dafür haben muss. Für sein Unternehmen sei die Erstellung aber ohnehin alternativlos, „denn gerade Großkunden fordern diesen Nachweis aktiv ein und sortieren Zulieferer auch hin und wieder aus, wenn sie nicht nachhaltig genug aufgestellt sind.“ Sein Tipp für die ersten Schritte: „Einfach mal anfangen! Besser mit wenig Inhalten starten als gar nicht.“
Die Tandem-Reihe „Wissenschaft & Praxis“ fördert den beidseitigen Transfer aus der Wissenschaft in die Betriebspraxis und umgekehrt. Deshalb beurteilte Prof. Dr. Frank Schiemann die genannten Praxisbeispiele anschließend aus wissenschaftlicher Sicht, ging auf die Vorteile einer nachhaltigen Unternehmensausrichtung ein und räumte auch einige Mythen zu dem Thema aus. „Für eine nachhaltige Ausrichtung sprechen der leichtere Zugang zu Finanzierungen, eine verbesserte Reputation und der langfristige Nutzen bei der strategischen Ausrichtung“, so der BWL-Professor. Zudem helfe der Nachhaltigkeitsgedanke beim frühzeitigen Erkennen von Risiken. Laut Schiemann heißt Nachhaltigkeitsberichterstattung nicht gleich mehr Bürokratie, wenn man das Kosten-Nutzen-Verhältnis im Auge behält. Und zuletzt: „Nachhaltigkeit im Unternehmen gefährdet nicht den Wirtschaftsstandort, sondern ist ein Teil der aktiven Zukunftssicherung für Betriebe.“
Tandem-Reihe “Wissenschaft & Praxis”
Die Tandemreihe ist eine Gemeinschaftsinitiative der Otto-Friedrich-Universität Bamberg, der IHK für Oberfranken Bayreuth und der Handwerkskammer für Oberfranken. Sie bringt einmal pro Jahr Wissenschaft und Wirtschaft zusammen. Ziel ist es, den Austausch untereinander zu fördern und den beidseitigen Transfer von Wissen anzuregen.
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Großer Einsatz für den Wirtschaftsstandort Oberfranken
IHK würdigt langjährige Prüferinnen und Prüfer aus Stadt und Landkreis Bamberg
101 Prüferinnen und Prüfer hat die IHK für Oberfranken Bayreuth für ihre jahrzehntelange ehrenamtliche Prüfertätigkeit ausgezeichnet. Sie alle haben über 20, 30 und teilweise sogar 40 Jahre hinweg die berufliche Bildung in Oberfranken bereichert, unzählige Stunden ihrer Zeit ehrenamtlich investiert und mit ihrem jahrelangen Engagement die Aus- und Weiterbildung in der Region gestärkt, sagte IHK-Präsident Dr. Michael Waasner.
Zu den geehrten Persönlichkeiten aus Stadt und Landkreis Bamberg gehören für 20 Jahre Herbert Grimmer, Bruno Maierhöfer, Claus Dieter Hofmann, Nikolaus Motschenbacher, Bernhard Zenk, Bernhard Müller, Marlies Stürmer-Baum sowie Michael Zöberlein, für 30 Jahre Harry Berner, Gisela Hofmann, Bernhard Röder und Lieselotte Straub, sowie für 40 Jahre Raimund Bähr.
„Sie haben Großes geleistet für die Zukunft unserer Wirtschaftsregion“, so der IHK-Präsident. Qualifizierte Nachwuchsfachkräfte seien Voraussetzung für wettbewerbsfähige Unternehmen. „Es ist das Verdienst aller Prüferinnen und Prüfer, dass die berufliche Aus- und Weiterbildung hierzulande einen so guten Ruf genießt.“
Ehrenamtliches Engagement sei immer eine Leistung. Über so viele Jahre hinweg ausgeübt, sei das Ehrenamt aber schon ein besonders herausragendes Verdienst, so IHK-Hauptgeschäftsführer Wolfram Brehm. Er bedankte sich bei den Geehrten für deren große Einsatzbereitschaft.
Dr. Waasner nutzte die Gelegenheit auch, um für die Gleichwertigkeit beruflicher und akademischer Bildung zu werben. Nicht allein ein Studium führt zum Erfolg, sagte der IHK-Präsident und warb für die erfolgreiche Kampagne #könnenlernen der IHKs in den sozialen Medien, in der Jugendliche über ihre Berufsausbildung berichten. Nicht zuletzt sei die berufliche Bildung einer der größten Hebel gegen den Fachkräftemangel und punkte durch ihren hohen Praxisbezug.
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Stadtsieger fährt zum oberfränkischen Bezirksentscheid
Julius Sponsel ist Stadtsieger im Vorlesen
Acht Schülerinnen und Schüler aus der sechsten Jahrgangsstufe der Bamberger Realschulen und Gymnasien haben im Saal der Stadtbücherei einen spannenden Wettbewerb um den Stadtsieg im Vorlesen ausgetragen. Der Stadtsieger kommt vom Kaiser-Heinrich-Gymnasium und darf beim oberfränkischen Bezirksentscheid am 27. März für Bamberg antreten.
Acht Schülerinnen und Schüler aus der sechsten Jahrgangsstufe der Bamberger Realschulen und Gymnasien haben im Saal der Stadtbücherei einen spannenden Wettbewerb um den Stadtsieg im Vorlesen ausgetragen. Der Stadtsieger kommt vom Kaiser-Heinrich-Gymnasium und darf beim oberfränkischen Bezirksentscheid am 27. März für Bamberg antreten.
Die acht Lesebegeisterten hatten sich bereits im Dezember gegen ihre Mitschülerinnen und Mitschüler durchgesetzt und traten nun jeweils mit einem von ihnen selbst ausgewählten Kinderbuch an, aus welchem sie dem Publikum und der fünfköpfigen Jury vorlasen.
In der zweiten Runde galt es aus einem unbekannten Kinderbuch vorzulesen. Mit dem von der Stadtbücherei ausgewählten „Rückwärtsdieb – Mehr als nur ein Trick“ von Ulrich Fasshauer zogen die Vorlesenden ihr Publikum in ihren Bann. Die witzige Geschichte um den elfjährigen Lenny, der in einer Zaubershow seine Schwester zersägen will und dabei empfindlich gestört wird, erzeugte viele Lacher bei den Zuhörenden.
Bei den hervorragenden Lesebeiträgen aller Vorleserinnen und Vorleser hatte es die fünfköpfige Jury unter Vorsitz von Buchhändler Christian Köstner alles andere als leicht, eine Entscheidung zu treffen. Julius Sponsel vom Kaiser-Heinrich-Gymnasium konnte aber letztendlich am meisten überzeugen. Er wurde zum Stadtsieger im Vorlesen gekürt und darf beim oberfränkischen Bezirksentscheid am 27. März für Bamberg antreten.
Für Büchereileiterin Christiane Weiß, die durch die Veranstaltung führte, war der Wettbewerb wieder ein absolutes Highlight des Büchereijahrs. Begeistert war sie besonders von der Auswahl der Buchtitel, aus denen die Kinder vorlasen. Darunter waren für sie und sicher auch fürs Publikum viele Buchtipps, die große Lust zum Weiterlesen machen.
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Stimmung, Tradition und Genuss
Oberfrankentag auf der Grünen Woche
Der Samstag ist der bestbesuchte Messetag der Grünen Woche. In der bestbesuchten Messehalle hat Oberfranken Offensiv gestern die Primetime mit einem großen Aufgebot an Musik und Aktionen bespielt.
Seit vielen Jahren vertrauen die Organisatoren der Grünen Woche in der stark frequentierten Bayernhalle auf oberfränkisches Entertainment – und sie wurden auch in diesem Jahr nicht enttäuscht. Zahllose Gäste aus der Hauptstadt und der ganzen Welt drängten sich um die Bühne und den daran angrenzenden Gemeinschaftsstand von Oberfranken Offensiv mit den Tourismusregionen Fichtelgebirge, Frankenwald und Fränkische Schweiz. Auch in diesem Jahr feierte die Region ein wahres Fest mit Überraschungen.
Die mitgereisten Musiker der Obertrubacher Jugendblaskapelle St. Lautentius aus dem Landkreis Forchheim und der Blasmusik Neuengrün/Schlegelshaid aus der Frankenwaldgemeinde Steinwiesen im Landkreis Kronach spielten aus ihrem umfangreichen Repertoire. Auch die Kulmbacher Büttner zogen das Publikum in ihren Bann, besonders beim Anstich ihres legendären Eisbocks. Der wurde den begeisterten Gästen auch direkt nach der Befreiung aus seiner eisigen Hülle zum Verkosten angeboten. Für den Vorsitzenden von Oberfranken Offensiv, Bezirkstagspräsident Henry Schramm, ist der Oberfrankentag etwas ganz Besonderes: „Auf der Grünen Woche präsentieren wir die Vielfalt, die Stärken und die Schönheit unserer Region: Wir zeigen, dass es sich lohnt, dort Urlaub zu machen oder die kulinarischen Leckerbissen in Oberfranken zu genießen. Außerdem ist Oberfranken ein starker Wirtschaftsstandort mit guter Bildungsinfrastruktur und gesundheitlicher Versorgung, dazu eine Familienregion – was will man eigentlich mehr? Wir werben hier für unser schönes Oberfranken!”
Der Co-Vorsitzende von Oberfranken Offensiv, Regierungspräsident Florian Luderschmid, ergänzt, dass die oberfränkische Geschlossenheit in Berlin beispielgebend und in dieser Form bayernweit einmalig sei. Kein Regierungsbezirk Bayerns trete auf der weltgrößten Messe für Ernährung und Landwirtschaft derart vereint auf wie Oberfranken. Geschlossenheit demonstrierten auch rund 40 Bürgermeister der Region, die nicht nur gemeinsam angereist sind, sondern auch gemeinsam im Chor gesungen haben, sozusagen als Überraschungs-Act in der Bayernhalle. Einer der Chor-Sänger: Florian Luderschmid. „Die Reichweite der Grünen Woche ist unheimlich groß! Wir bauen hier unsere Netzwerke weiter aus und wir machen positive Werbung für unsere Region. Es ist wichtig, dass man hier Präsenz zeigt – und noch präsenter als mit unserem Stand direkt neben der Bühne in der Bayernhalle kann man nicht sein.”
Der Einladung zum Oberfrankentag folgten zahlreiche Gäste aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Sie ließen sich vom Bühnenprogramm und auch von den vielfältigen Genüssen am Oberfrankenstand regelrecht verzaubern. Ob frisch Gezapftes der Brauereien Haberstumpf und Nikl, edelste Brände aus der Fränkischen Schweiz, die original Wiener des Hofer Wärschtlamo oder die ebenfalls aus Hof stammende und europäisch geschützte Rindfleischwurst – das Angebot war ebenso schmackhaft wie vielfältig – und ein Aushängeschild für die UNESCO-zertifizierte Genussregion Oberfranken.
„Wir haben einen großartigen Stand mit dem besten Platz in der Bayernhalle und einen hervorragenden Auftritt von Oberfranken auf der Grünen Woche: weil wir Alleinstellungsmerkmale haben, weil wir die Genussregion schlechthin sind mit den meisten Bäckereien, Metzgereien, Brauereien oder Brennereien in Bayern, in Deutschland und in der ganzen Welt”, so Klaus Peter Söllner, Vorsitzender der Genussregion Oberfranken.
Zum wiederholten Male ist die Universität Bayreuth mit der Fakultät der Lebenswissenschaften am Campus Kulmbach am Gemeinschaftsstand mit vertreten. Vor Ort boten die Wissenschaftlerinnen ein Messsystem an, um Vitalwerte niederschwellig, aber exakt bestimmen zu können. Mit zukunftsweisenden Studiengängen erzielt die Kulmbacher Fakultät international positive Resonanz und rundet damit das Portfolio in Berlin harmonisch ab.