Neues Nachhaltigkeitsmanagementsystem erweitert EMAS um soziale und Governance-Aspekte
Universität Bamberg erste Hochschule Deutschlands mit We Impact-Zertifizierung
Nachhaltigkeit bedeutet mehr als Umwelt- und Klimaschutz. Sie umfasst auch soziale Aspekte wie Gesundheit, Chancengerechtigkeit oder Familienfreundlichkeit. Die Otto-Friedrich-Universität Bamberg hat diesen ganzheitlichen Anspruch nun erstmals im Rahmen von We Impact prüfen lassen, wie die Universität mitteilt. Sie ist damit die erste Hochschule in Deutschland mit einer entsprechenden Zertifizierung.
Nach der wiederholten erfolgreichen Revalidierung ihres Umweltmanagementsystems nach EMAS Anfang 2026 folgt damit der nächste Schritt: We Impact baut auf EMAS auf und erweitert das Umweltmanagement systematisch um soziale und Governance-Aspekte.
„Mit We Impact machen wir sichtbar, dass wir Nachhaltigkeit ganzheitlich verstehen: ökologisch, sozial, wirtschaftlich und kulturell“, sagt Kanzlerin Dr. Dagmar Steuer-Flieser. „EMAS hat uns geholfen, Umweltziele und Maßnahmen transparent zu steuern. We Impact führt diesen Ansatz weiter und nimmt noch stärker in den Blick, wie wir Verantwortung für die Menschen an unserer Universität übernehmen – für Studierende, Beschäftigte und kommende Generationen.“
Von EMAS zu We Impact
Der Weg zur We Impact-Zertifizierung umfasst mehrere Schritte: Zunächst analysiert die Organisation ihre Strukturen und identifiziert zentrale Nachhaltigkeitsthemen. Die Durchführung einer doppelten Wesentlichkeitsanalyse inklusive Risikoanalyse ist ein wesentliches Element der We Impact-Einführung. Darauf aufbauend entwickelt sie Ziele und Maßnahmen weiter. Abschließend wird das System in einem unabhängigen Audit geprüft. Von 11. bis 13. Mai 2026 waren externe Gutachterinnen und Gutachter vor Ort an der Universität Bamberg: Sie führten Gespräche mit Vertreterinnen und Vertretern verschiedener Bereiche, prüften Dokumentationen und Prozesse und verschafften sich ein Bild davon, wie das Nachhaltigkeitsmanagement in der Praxis umgesetzt und weiterentwickelt wird. Dafür machte Antonia Schott-Bartning, die für das Umwelt- und Nachhaltigkeitsmanagement zuständig ist, gemeinsam mit den Gutachtern unter anderem eine Radtour zu den Standorten der Universität.
„Das bereits implementierte, umfassende Nachhaltigkeitsmanagementsystem baut auf EMAS auf“, erläutert der Gutachter Günther Rau. „Mit We Impact prüfen wir die Verankerung aller ESG Themen in einem ganzheitlichen, kohärenten System. Ich freue mich über die Vorreiterrolle der Otto-Friedrich-Universität Bamberg.“
„Die erfolgreiche Zertifizierung ist für uns ein enorm wichtiger Meilenstein“, sagt Dagmar Steuer-Flieser. „Sie bestätigt, dass wir Nachhaltigkeit an der Universität Bamberg strategisch verankert haben und konsequent weiterentwickeln – und sie bestärkt uns darin, diesen Weg mit Überzeugung weiterzugehen.“
Soziale Nachhaltigkeit im Mittelpunkt
Soziale Nachhaltigkeit ist an der Universität Bamberg im Leitbild Nachhaltigkeit fest verankert: Es betont neben dem Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen ausdrücklich Menschenwürde, Menschenrechte und Gerechtigkeit. Wie das in der Praxis aussieht, zeigt sich in zahlreichen Bereichen: Das universitäre Gesundheitsmanagement beispielsweise unterstützt Mitarbeitende mit Angeboten zu gesundem Arbeiten, Bewegung, Ernährung, Beratung und psychosozialer Gesundheit. Aktuell ist auch ein auf drei Jahre angelegtes Projekt gestartet: „Mind Matters“ hat zum Ziel, die mentale Resilienz von Studierenden zu stärken und langfristig tragfähige Strukturen für ein ganzheitliches Hochschulgesundheitsmanagement zu schaffen. Einen sichtbaren Auftakt bildete die Aktionswoche von 4. bis 7. Mai 2026: Mit Workshops, Mitmachangeboten und Austauschformaten schuf sie Räume für Begegnung, Information und Inspiration rund um mentale Gesundheit – unter dem Motto „Zusammen sind wir weniger allein“.
Vielfalt, Chancengerechtigkeit und Antidiskriminierung
Auch Familienfreundlichkeit und Chancengerechtigkeit haben einen hohen Stellenwert. Seit vielen Jahren ist die Universität Bamberg als familiengerechte Hochschule ausgezeichnet. Angebote des Familienbüros, flexible Strukturen und Unterstützungsmaßnahmen sollen Studierenden und Beschäftigten helfen, Studium, Beruf und Familienaufgaben besser miteinander zu vereinbaren.
Ein weiterer zentraler Baustein ist die Diversity-Arbeit der Universität. Mit der Vizepräsidentschaft „Diversität und Internationales“ ist das Thema Diversity auf Leitungsebene verankert. Die Universität setzt sich für Chancengleichheit, Antidiskriminierung, gelebte Internationalität und ein Hochschulumfeld ein, in dem sich alle Universitätsangehörigen willkommen fühlen. Dazu tragen unter anderem die Antidiskriminierungsstelle, Gleichstellungsstrukturen, Beratungsangebote, die Kontaktstelle Studium und Behinderung sowie weitere Anlaufstellen bei.
Nächste Schritte auf dem Weg zur nachhaltigen Universität
Die Universität Bamberg entwickelt ihre Nachhaltigkeitsstrategie auch über die Zertifizierung hinaus weiter: So ist zum Wintersemester 2026//2027 die Einführung des Erweiterungsstudiengangs „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ geplant, der Lehramtsstudierende und bereits tätige Lehrkräfte qualifizieren soll. Zudem entsteht im ehemaligen Café Kranen im Universitätsgebäude Am Kranen 10 ein „Innovationsforum Nachhaltigkeit“. Im Zusammenspiel mit dem Projekt „Bamberger Kulturen der Lehre gemeinsam gestalten“ (BaKuLe) soll dort ein offener Ort für innovative Lehrformate, Projektarbeit, Veranstaltungen sowie den Austausch mit der Stadtgesellschaft geschaffen werden. Diese Vernetzung nach außen wird im Rahmen der „Local Green Deals“ weiter gestärkt: Gemeinsam mit der Stadt Bamberg und der Volkshochschule engagiert sich die Universität für die Förderung der Bildung für nachhaltige Entwicklung in der Region und trägt dazu bei, Nachhaltigkeit über die Universität hinaus sichtbar und wirksam zu machen.
„Nachhaltige Entwicklung gelingt nur, wenn ökologische und soziale Verantwortung zusammengedacht werden“, betont Steuer-Flieser. „Eine Universität ist dann zukunftsfähig, wenn sie Ressourcen schützt, faire Teilhabe ermöglicht, Gesundheit fördert und Vielfalt als Stärke begreift.“
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Studierende vergeben erneut Bestnoten
Spitzenergebnisse im CHE-Ranking für Bamberger Wirtschaftsfächer
Bamberger Studierende vergeben im aktuellen CHE-Ranking erneut Bestnoten für Studium und Lehre in BWL, VWL und Wirtschaftsinformatik an der Otto-Friedrich-Universität Bamberg.
Die Studierenden der Universität Bamberg stellen den Studiengängen Betriebswirtschaftslehre (BWL), Volkswirtschaftslehre (VWL) und Wirtschaftsinformatik (WI) im aktuellen CHE-Ranking erneut ein hervorragendes Zeugnis aus. Grundlage des Rankings sind umfangreiche Befragungen von Studierenden zu zentralen Aspekten wie Studiensituation, Betreuung, Studienorganisation oder Berufs- und Praxisorientierung. Ergänzt werden diese durch Fakten zu Studium, Lehre und Forschung.
„Die Ergebnisse des CHE-Rankings bestätigen eindrucksvoll die hohe Qualität der Studienbedingungen in Bamberg“, sagt Prof. Dr. Stefan Hörmann, Vizepräsident für Lehre und Studierende. „Besonders wichtig ist uns dabei die Verbindung von engagierter Lehre, persönlicher Betreuung und einem Studienumfeld, das optimale individuelle Entwicklung ermöglicht.“
Wirtschaftsinformatik behält Spitzenposition
Die Wirtschaftsinformatik knüpft im aktuellen CHE-Ranking an ihre hervorragenden Ergebnisse der vergangenen Jahre an und erzielt erneut Spitzenbewertungen in nahezu allen abgefragten Bereichen. So überzeugt sie unter anderem mit breit gefächerten Möglichkeiten zur individuellen Schwerpunktsetzung. „Bamberg ist gemessen an der Anzahl an Professuren und Lehrstühle der größte Standort für Wirtschaftsinformatik im gesamten deutschsprachigen Raum“, sagt Prof. Dr. Thorsten Staake, Inhaber des Lehrstuhls für Wirtschaftsinformatik, insbesondere Energieeffiziente Systeme. „Das ermöglicht ein außergewöhnlich breites und zugleich spezialisiertes Lehrangebot, das den Studierenden vielfältige inhaltliche Vertiefungen eröffnet.“
Auch die Studienorganisation erreicht Bestwerte – insbesondere der Zugang zu Lehrveranstaltungen und die gute Planbarkeit des Studiums werden von den Studierenden besonders geschätzt. Gleichzeitig profitieren die Studierenden von einer engen und verlässlichen Betreuung durch die Lehrenden. Auch die digitalen Lernangebote werden hervorragend bewertet und tragen zu einem modernen und zukunftsorientierten Studium bei. Die wiederholt äußerst guten Bewertungen stehen dabei auch im Kontext der ausgeprägten Forschungsstärke des Fachs: Im aktuellen Research Ranking der Association for Information Systems (AIS) erreicht die Bamberger Wirtschaftsinformatik bayernweit Platz 1, deutschlandweit Rang 3 sowie europaweit Platz 4. „Die ausgezeichnete Forschung bildet eine wichtige Grundlage für die Lehre und trägt zu einem inhaltlich aktuellen und fundierten Studienangebot bei“, erläutert Staake.
VWL erzielt erneut Spitzenergebnisse
Die Bamberger Volkswirtschaftslehre bestätigt ebenfalls ihre ausgesprochen starke Position im bundesweiten Vergleich und führt damit die Erfolge aus den vergangenen Studierendenbefragungen fort. „Wir freuen uns sehr, dass unsere Studierenden die Volkswirtschaftslehre in Bamberg erneut so positiv bewerten. Wie schon bei der letzten CHE-Befragung bestätigen die aktuellen Ergebnisse insbesondere die hohe Qualität der Betreuung, die umfassende Unterstützung im Studium und unsere starke internationale Ausrichtung“, sagt Prof. Dr. Guido Heineck, Inhaber des Lehrstuhls für Volkswirtschaftslehre, insbesondere Empirische Mikroökonomik.
Vor allem die internationale Ausrichtung zählt zu den Top-Stärken der Bamberger VWL: Insbesondere der Bachelor- und der Masterstudiengang European Economic Studies erreichen in diesem Bereich Spitzenbewertungen. Dazu tragen zahlreiche internationale Kooperationen und Double-Degree-Programme bei. Besonders hervorgehoben werden zudem die sehr gute Erreichbarkeit der Lehrenden, die umfassende Information zu organisatorischen Fragen sowie die intensive Begleitung bei fachlichen Anliegen. Seit einigen Semestern stellt der Bachelorstudiengang Computational Economics and Politics ein besonderes Alleinstellungsmerkmal der Universität Bamberg dar. Er verbindet Perspektiven der Volkswirtschaftslehre und Politikwissenschaft mit jenen der Wirtschaftsinformatik. Die Studierenden profitieren dabei von den jeweiligen fachlichen Stärken der beteiligten Disziplinen. Zum Wintersemester 2026//27 startet der passende Masterstudiengang.
BWL erreicht Topwerte bei individueller fachlicher Schwerpunktsetzung und internationaler Ausrichtung
Die Betriebswirtschaftslehre überzeugt im aktuellen CHE-Ranking insbesondere durch ihre internationale Ausrichtung, die Unterstützung der Studierenden beim Studienstart sowie die vielfältigen Möglichkeiten zur individuellen Schwerpunktsetzung. „Unsere Studierenden profitieren von einem breiten und international ausgerichteten Studienangebot, das ihnen vielfältige Entwicklungsmöglichkeiten eröffnet“, sagt Prof. Dr. Alexander Fliaster, Inhaber des Lehrstuhls für Betriebswirtschaftslehre, insbesondere Innovationsmanagement. So deckt das Studium unterschiedliche Interessen und Karriereziele optimal ab. „Gleichzeitig legen wir großen Wert darauf, die Studierenden von Beginn an gut zu begleiten.“ Umfangreiche Beratungsangebote erleichtern den Studierenden die Orientierung und tragen zu einem gelungenen Studienstart bei, weshalb die Bamberger BWL hier im deutschlandweiten Vergleich zur Spitzengruppe zählt. Zur sehr guten Bewertung ihrer internationalen Ausrichtung tragen unter anderem ein umfangreiches Angebot an Austauschmöglichkeiten und die gezielte Unterstützung bei der Vorbereitung des Auslandsstudiums bei.
Auch bei der Verbindung zwischen Wissenschaft und Praxis kann die Bamberger BWL punkten: Sie gehört zur Spitzengruppe bei Forschungsveröffentlichungen pro Professorin bzw. Professor und zeichnet sich zugleich aus der Sicht der Studierenden durch hohe Qualität der Lehrveranstaltungen mit Praxisbezug aus. Die hohe Qualität der Lehre spiegelt sich auch in den Rückmeldungen der Studierenden wider. Eine Person gab im Freitext der Befragung an: „Die Professoren sind sehr kompetent, in den von ihnen geführten Seminaren teilzunehmen macht viel Freude, weil sie einem ihre Erfahrungen gut vermitteln können.“
Über alle betrachteten Fächer hinweg bewerten die Studierenden die Universitätsbibliothek sehr positiv. Besonders hervorgehoben werden die Aktualität und Verfügbarkeit der für das Studium benötigten Literatur sowie der Zugang zu elektronischen Zeitschriften und Büchern. Auch Service und Beratung sowie die Ausstattung der studentischen Arbeitsplätze erhalten sehr gute Bewertungen.
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Bundesweite Spitzenplatzierung würdigt Führungsstil des Universitätspräsidenten
Kai Fischbach zum Präsidenten des Jahres gewählt
Der Präsident der Otto-Friedrich-Universität Bamberg Prof. Dr. Kai Fischbach ist vom Deutschen Hochschulverband (DHV) zum Präsidenten des Jahres gewählt worden, wie die Otto-Friedrich-Universität Bamberg mitteilt.
Im bundesweiten Ranking erreicht Prof. Fischbach den ersten Platz und wird damit zum wiederholten Mal für seine vorbildliche Amtsführung ausgezeichnet. In den vergangenen Jahren hatte der Präsident im bundesweiten Vergleich bereits vordere Plätze belegt – von Rang 6 im Jahr 2024 über Platz 3 im Jahr 2025 bis zur diesjährigen Spitzenposition.
„Die Auszeichnung ist für mich eine Anerkennung unserer gemeinsamen Arbeit an der Universität“, sagt Kai Fischbach. „Die Universität Bamberg steht in besonderer Weise für ein gutes Miteinander und für gegenseitiges Vertrauen. Diese Kultur ermöglicht exzellente Leistungen in Forschung, Lehre und Transfer. Mein Dank gilt allen, die mit ihrem Einsatz und ihrem Teamgeist täglich dazu beitragen, dass unsere Universität erfolgreich arbeiten und sich weiterentwickeln kann. Es ist ein Privileg, Teil dieser Universitätsgemeinschaft zu sein.“ Erst vor wenigen Wochen wurde Fischbach für eine weitere Amtszeit als Präsident der Universität Bamberg wiedergewählt – zwei Erfolge, die die breite Anerkennung seiner Arbeit innerhalb der Universität unterstreichen.
Kai Fischbach erhält die Note 1,422
An der Abstimmung „Rektor/Präsident des Jahres“ beteiligten sich bundesweit 2.940 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler im Zeitraum vom 13. November bis 12. Dezember 2025. Bewertet wurde, inwieweit die jeweiligen Amtsinhaberinnen und Amtsinhaber als geeignet für die Leitung ihrer Hochschule angesehen werden. Die Einschätzung erfolgte auf einer an Schulnoten orientierten Skala von „die ideale Besetzung“ (Note 1) bis „die denkbar schlechteste Besetzung“ (Note 6).
71,1 Prozent der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die für ihn abgestimmt haben, sahen in Kai Fischbach „die ideale Besetzung“ und weitere 22,2 Prozent „eine sehr gute Besetzung“ für das Amt des Präsidenten. Die erzielte Durchschnittsnote lag bei 1,422. Im Freitextfeld wurde insbesondere der wertschätzende und integrierende Führungsstil des Präsidenten hervorgehoben.
Respektvolle und kollegiale Atmosphäre
„Die Universität Bamberg ist geprägt von einer außergewöhnlich respektvollen und kollegialen Atmosphäre, die auf einem offenen Dialog zwischen allen Statusgruppen beruht“, sagt Kai Fischbach. Er betont, dass nachhaltige Hochschulentwicklung nur im engen Austausch mit Fakultäten, Mitarbeitenden und Studierenden gelingen kann. Dieser Zusammenhalt schaffe die Voraussetzungen für Leistungsfähigkeit, Innovationskraft und langfristige Erfolge. Unter seiner Leitung hat die Universität Bamberg ihr Profil in Forschung, Lehre und Transfer in den vergangenen Jahren geschärft und sich zugleich als familienfreundliche und chancengerechte Arbeitgeberin positioniert. Besonderes Gewicht legt Fischbach auf gute Arbeitsbedingungen, transparente Entscheidungsprozesse sowie auf die Förderung von Gleichstellung, Diversität und Nachhaltigkeit – nicht als Zusatzaufgaben, sondern als integrale Bestandteile moderner Universitätsführung.
Mit dem ersten Platz im bundesweiten Ranking erreicht Kai Fischbach nun die höchste Anerkennung im Vergleich der deutschen Hochschulleitungen. Die Auszeichnung „Rektor/Präsident des Jahres“ wird im Rahmen der Gala der Deutschen Wissenschaft am 23. März 2026 in Berlin verliehen.
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EMAS-Überwachungsaudit bestätigt wirksames Umweltmanagement
Nachhaltigkeit mit System an der Universität Bamberg
Wie viel Energie benötigen die Gebäude der Universität? Wo lassen sich Ressourcen einsparen? Wie wird Mobilität klimafreundlicher – und wie kommen gute Ideen tatsächlich in die Umsetzung? Um diese und weitere Fragen systematisch anzugehen, arbeitet die Otto-Friedrich-Universität Bamberg seit mehreren Jahren mit dem Umweltmanagementsystems EMAS (Eco-Management and Audit Scheme).
Ziel dessen ist es, Nachhaltigkeit kontinuierlich weiterzuentwickeln. Am Montag, 9. Februar 2026, haben unabhängige Gutachterinnen und Gutachter das Umweltmanagement erneut geprüft – und revalidiert. EMAS ist ein freiwilliges Instrument der Europäischen Union. Es unterstützt Organisationen dabei, ihre Umweltleistung kontinuierlich zu verbessern.
„Nachhaltigkeit braucht verlässliche Strukturen – und den Mut, genau hinzuschauen: Was läuft gut, wo müssen wir nachsteuern? EMAS hilft uns, Ziele, Maßnahmen und Fortschritte transparent zu machen und uns kontinuierlich weiterzuentwickeln“, sagt Kanzlerin und Nachhaltigkeitsbeauftragte der Universität Dr. Dagmar Steuer-Flieser. „Deshalb freut es mich sehr, dass unser Umweltmanagement zum wiederholten Mal positiv revalidiert wurde.“ Im EMAS-Überwachungsaudit prüfen die externen Umweltgutachterinnen und ‑gutachter, ob das Umweltmanagementsystem ordnungsgemäß umgesetzt, weiterentwickelt und wirksam angewendet wird.
Erste staatliche Universität in Bayern mit EMAS
Die Universität Bamberg war 2021 die erste staatliche Universität in Bayern, die EMAS eingeführt hatte. Damit begann sie frühzeitig, Nachhaltigkeit systematisch in Strukturen und Prozesse der Universität zu integrieren. Diese Entscheidung zahlt sich heute aus: Nachhaltigkeit ist ein zentraler Baustein in der aktuellen Rahmenvereinbarung des Wissenschaftsministeriums mit den bayerischen Hochschulen. Klimabilanzierung, Reduktionspfade und Nachhaltigkeitsmanagement gehören zu den Anforderungen. „Wir können hier auf etablierte Prozesse aufbauen“, so Steuer-Flieser.
Konkret bezieht das Umweltmanagement alle Bereiche der Universität ein – Lehre, Forschung und Campusmanagement. Energie- und Ressourcenverbräuche der Gebäude werden zum Beispiel systematisch erfasst und ausgewertet; Photovoltaikanlagen leisten einen Beitrag zur Eigenstromerzeugung. Auch im Bereich Mobilität setzt die Universität an: Sie fördert unter anderem Homeoffice, nutzt einen zunehmend elektrifizierten Fuhrpark mit E‑Autos sowie Dienst- und Lastenfahrrädern und priorisiert bei Dienstreisen klimafreundliche Alternativen. Recyclingpapier, digitale Prozesse, Abfalltrennung und Wassersparmaßnahmen ergänzen den Ansatz ebenso wie die Förderung von Forschung zu Nachhaltigkeitsthemen. Seit 2025 verfügt die Universität zudem über eine umfassende Nachhaltigkeitsstrategie, die ökologische, ökonomische und soziale Aspekte bündelt.
Ausblick: Validierung nach WeImpact im Mai 2026 geplant
Nach dem erfolgreichen Überwachungsaudit richtet sich der Blick bereits nach vorn: Im Mai 2026 ist die Validierung nach WeImpact geplant. Dabei handelt es sich um ein integriertes Nachhaltigkeitsmanagementsystem, das Umwelt‑, Sozial- und Governance-Aspekte systematisch zusammenführt. Es baut auf EMAS auf, erweitert es jedoch ausdrücklich um soziale Fragestellungen.
Die Universität hat dieses breitere Verständnis bereits in ihrer Nachhaltigkeitsstrategie verankert – und mit konkreten Strukturen unterlegt: Dazu zählen ein etabliertes betriebliches Gesundheitsmanagement, die Zertifizierung als Fairtrade University, Maßnahmen zur Vereinbarkeit von Familie, Studium und Beruf im Rahmen der familiengerechten Hochschule sowie ein Diversity-Konzept. Mit WeImpact sollen diese Bausteine künftig noch systematischer zusammengeführt, überprüft und weiterentwickelt werden.
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Kooperation zwischen Stadt, vhs und Uni Bamberg gestartet
Bildung für nachhaltige Entwicklung stärker fördern
In einer Kooperation vereinbarten die Stadtverwaltung, die städtische Volkshochschule und die Universität Bamberg das Ziel, Bildung für nachhaltige Entwicklung künftig stärker zu fördern und Angebote für breitere Zielgruppen zu öffnen.
Die Stadt Bamberg gewann kürzlich im Zuge des europäischen Förderprogramms „Intelligent City Challenge“ einen Preis für ihre „Local Green Deals“, also lokale nachhaltige Vorhaben. Bei dieser Konferenz drehte sich alles um die Vernetzung der Kommunen und ihrer smarten und nachhaltigen Projekte.
Eine Auszeichnung gab es für den „Deal“ zur Bekämpfung von Energiearmut: Ziel ist es, einkommensschwachen Haushalten zu helfen, ihre Energiekosten zu reduzieren. In einer weiteren Kooperation vereinbarten die Stadtverwaltung, die städtische Volkshochschule und die Universität Bamberg das Ziel, Bildung für nachhaltige Entwicklung künftig stärker zu fördern und Angebote für breitere Zielgruppen zu öffnen.
Bereits angelaufen sind dementsprechend in der „Diskurswerkstatt Nachhaltigkeit“ verschiedene Veranstaltungen zum Thema „Klimaschutz für alle? Hürden in Politik und Kommunikation“. Die nächste Diskurswerkstatt beschäftigt sich dann mit „Arbeit & Gesundheit” und findet am 22. Januar 2026 um 18 Uhr in der vhs Bamberg Stadt statt. Weitere Informationen und die Möglichkeit zur Anmeldung sind hier zu finden.
Ziel dieser Beteiligungsformate ist, dass die Teilnehmenden nach einem fachlichen Impuls mit lokalen Initiativen und Akteuren ins Gespräch kommen können.
Bürgermeister Jonas Glüsenkamp freut sich, dass durch die gemeinsame Organisation der „Diskurswerkstatt Nachhaltigkeit“ die Kooperationen zwischen dem Umweltamt der Stadt Bamberg, der vhs Bamberg Stadt und der Otto-Friedrich-Universität Bamberg nun ausgebaut werden „Veranstaltungen, die das Verständnis für lokale Herausforderungen ermöglichen und einen konstruktiven gemeinsamen Austausch fördern, sind von besonderer Bedeutung“, so Glüsenkamp.
„Um die aktuellen gesellschaftlichen Transformationsprozesse aktiv mitzugestalten, brauchen wir in der Breite der Bevölkerung die nötigen Kompetenzen. Dazu wollen wir als Bildungseinrichtungen einen Beitrag leisten“, betont Dr. Anna Scherbaum, Leiterin der vhs Bamberg Stadt. Die Nachhaltigkeitsbeauftragte und Kanzlerin der Universität Bamberg, Dr. Dagmar Steuer-Flieser, ergänzt: „Mit unserem Leitbild Nachhaltigkeit und der dazugehörigen Strategie haben wir uns verpflichtet, ökologische Verantwortung, soziale Gerechtigkeit und kulturelle Vielfalt in Forschung, Lehre, Verwaltung und Campusbetrieb gleichermaßen zu leben. Mit dem Local Green Deal bündeln wir unsere Kräfte mit der Stadt und der Volkshochschule, um dieses Engagement auch in das städtische Umfeld zu tragen. Gemeinsam schaffen wir Räume für Austausch, Wissenstransfer und konkrete Projekte, die eine nachhaltige Entwicklung fördern.“
„An dieser Brücke von der Wissenschaft in die Stadtgesellschaft zu bauen, ist uns ein großes Anliegen, da wir hier ganz konkrete Transformationsherausforderungen zu bewältigen haben – seien es Klima, Wirtschaft oder Digitalisierung“, erläutert Dr. Stefan Goller, Referent für Wirtschaft und Digitalisierung.
Die mit Riccardo Schreck neu besetzte Stelle für Umweltpädagogik im Klima- und Umweltamt wird die Zusammenarbeit der Partner weiter stärken. Hierzu zählen neben Kooperationsprojekten wie den Diskurswerkstätten auch Vorträge und gemeinsame Veranstaltungen.
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Otto-Friedrich-Universität Bamberg
Bamberger Psychologie überzeugt im CHE-Masterranking
Die Bamberger Psychologie schneidet im aktuellen CHE Masterranking hervorragend ab. Wie schon bei der letzten Befragung 2022 vergeben die Masterstudierenden Bestnoten insbesondere für die Betreuung durch Lehrende sowie für die Unterstützung im Studium.
Damit bestätigt der Fachbereich Psychologie seine herausragenden Studienbedingungen – sowohl im klassischen Masterstudiengang Psychologie als auch im neuen Master Klinische Psychologie und Psychotherapie.
Das CHE-Ranking gilt als das umfassendste Hochschulranking Deutschlands. Studierende bewerten darin unter anderem die allgemeine Studiensituation, das Lehrangebot und die Studienorganisation. Zusammen mit Fakten zu Forschung und Lehre ergibt sich ein umfassender Überblick über die Studienbedingungen. Dieser ermöglicht es Bachelorabsolventinnen und ‑absolventen, eine informierte Entscheidung für das Masterstudium zu treffen.
Hervorragende Betreuung – ein Markenzeichen
Die Studierenden der Universität Bamberg heben besonders die persönliche und fachliche Unterstützung durch die Lehrenden in den Psychologiemasterstudiengängen hervor. Sie loben die gute Erreichbarkeit, die hilfreiche Begleitung bei fachlichen Fragen sowie das positive, respektvolle Miteinander. Ein Kommentar aus der Studierendenbefragung verdeutlicht das: „Von den Dozierenden und von den Hilfsangeboten habe ich mich wie schon im Bachelor perfekt unterstützt gefühlt. Das ist wirklich der große Vorteil in Bamberg.“ Auch die Informations- und Beratungsstrukturen, Lehrmaterialien und Vernetzungsmöglichkeiten werden besonders positiv bewertet. „Die Ergebnisse zeigen, dass wir die richtigen Akzente setzen“, sagt Prof. Dr. Claus H. Carstensen, der den Masterstudiengang Psychologie betreut. „Seit einigen Jahren können wir dank unserer Studiengangstutorinnen und ‑tutoren neben der Unterstützung durch Lehrende auch Hilfe von Studierenden für Studierende anbieten.“
Carstensen betont zudem, dass aus Institutssicht ein guter Dialog mit den Studierenden hohe Priorität hat. So ist es nicht verwunderlich, dass die Studierenden auch für die Kritikfähigkeit und den Umgang der Dozierenden mit Änderungsvorschlägen äußerst positive Bewertungen abgeben. Prof. Dr. Cedric Sachser, der den Masterstudiengang Klinische Psychologie und Psychotherapie mitbetreut, betont: „Die Bamberger Psychologie zeichnet sich seit Jahren durch studierendenfreundliche Strukturen aus. Dass der Master Klinische Psychologie und Psychotherapie bei den Studierenden so gut ankommt und, dass die Bewertungen unseres Konzepts sehr gut ausfallen, freut uns. Unser Ziel ist es, dieses hohe Niveau zu halten und kontinuierlich weiter auszubauen.“
Breites Lehrangebot mit großen Freiheiten bei der Schwerpunktsetzung
Positiv bewertet wird auch die Möglichkeit, individuelle Schwerpunkte zu setzen. Die inhaltliche Breite sowie die Flexibilität, eigene Interessen zu vertiefen, zählen laut CHE-Auswertung zu den Stärken der Bamberger Psychologie. Ebenso überzeugt die Praxisorientierung. Mehrere Neuberufungen und neu geschaffene Lehrstühle seit 2022 erweitern das Lehrangebot zusätzlich. „Das stärkt nicht nur die Lehre, sondern wird langfristig auch die Forschungsleistung des Instituts prägen“, betont Claus H. Carstensen.
Auch der Übergang vom Bachelor ins Masterstudium bleibt ein Pluspunkt: Anerkennungsverfahren und begleitende Unterstützung beim Einstieg werden weiterhin als sehr verlässlich und übersichtlich beschrieben, was den Start in den Masterstudiengang erleichtert.
CHE-Masterranking bei HeyStudium
Das vollständige CHE-Masterranking ist ab sofort bei HeyStudium auf ZEIT ONLINE abrufbar. Seit 2015 liefert das Ranking Informationen zu verschiedenen Studienfächern und kombiniert Fakten zu Studium, Lehre und Forschung mit Studierendenurteilen. In diesem Jahr standen neben Psychologie die Fächer Bau- und Umweltingenieurwesen, Elektrotechnik und Informationstechnik, Maschinenbau, Material-/Werkstoff- und Prozessingenieurwesen (Universitäten) beziehungsweise Maschinenbau/Werkstofftechnik (HAW/Duale Hochschulen) im Zentrum der Erhebung. Beteiligt haben sich mehr als 8.000 Studierende.
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Nachhaltigkeit feiern und gestalten
Universität Bamberg lädt zum Nachhaltigkeitsfest ein
Die Otto-Friedrich-Universität Bamberg öffnet von Donnerstag, 13. November, bis Samstag, 15. November 2025, ihre Türen für das Nachhaltigkeitsfest 2025. Alle interessierten Personen erwartet ein abwechslungsreiches Programm aus Vorträgen, Workshops und interaktiven Aktionen, wie die Universität mitteilt.
Ziel ist es, Nachhaltigkeit nicht nur theoretisch zu diskutieren, sondern sie erfahrbar zu machen. Das Fest steht unter dem Motto „Mehr als 1,5 Gründe“, bezogen auf das zentrale Klimaziel aus dem Pariser Klimaabkommen, das die Erderwärmung auf maximal 1,5 Grad Celsius im Vergleich zum vorindustriellen Niveau begrenzen soll.
Neu: Profilinitiative „Mensch und Umwelt“
„Nachhaltigkeit ist ein zentraler Bestandteil unseres Selbstverständnisses als Universität“, betont Dr. Dagmar Steuer-Flieser, Kanzlerin und Nachhaltigkeitsbeauftragte der Universität Bamberg. „Mit unserem Fest möchten wir zeigen, wie vielfältig Nachhaltigkeit bei uns gelebt wird – von Forschung über Lehre bis hin zu gesellschaftlichem Engagement.“ Die Universität Bamberg engagiert sich seit vielen Jahren im Bereich Nachhaltigkeit. Mittlerweile orientiert sie sich dabei an einer umfassenden Nachhaltigkeitsstrategie, die ökologische, soziale, wirtschaftliche und kulturelle Dimensionen miteinander verbindet. Ob in der Lehre, in der Forschung oder im Campusbetrieb – das Ziel ist ein nachhaltiger, verantwortungsvoller Umgang mit Ressourcen und ein Beitrag zur gesellschaftlichen Transformation.
So wurde jüngst die Profilinitiative „Mensch und Umwelt“ ins Leben gerufen, die auch beim Nachhaltigkeitsfest am Freitagmittag offiziell vorgestellt wird. Sie bündelt die Forschung an der Universität Bamberg zu sozialen, wirtschaftlichen und kulturellen Dimensionen von Nachhaltigkeit sowie der städtischen Raumplanung. Die Initiative verbindet bewusst verschiedene Forschungsbereiche, um Synergien zu schaffen und die Geschwindigkeit der Transformation hin zu einer nachhaltigen Lebensweise moderner Gesellschaften zu erhöhen.
Weitere Informationen zur Profilinitiative „Mensch und Umwelt“ sind hier zu finden.
Programm des Nachhaltigkeitsfests
Am Donnerstag, 13. November, beginnt das Nachhaltigkeitsfest gleich morgens mit verschiedenen Workshops und Seminaren, zum Beispiel mit einem Frühstück von und mit dem Gleichstellungsbüro Wissenschaft. Um 18 Uhr folgt die offizielle Eröffnung, unter anderem mit einem Science Slam.
Am Freitag, 14. November, geht es ganztägig weiter mit Workshops und Exkursionen, etwa zu nachhaltiger Geldanlage und Vogelschutz. Von 12.15 bis 15.45 Uhr findet ein Austausch- und Vernetzungsforum „Forschung zu Mensch und Umwelt“ statt, bei dem die neue Profilinitiative vorgestellt wird. Ab 18 Uhr folgt ein kultureller Abend mit Kurzfilmen von den Bamberger Kurzfilmtagen und Livemusik.
Am Samstag, 15. November, erwartet die Besucherinnen und Besucher von 10 bis 14 Uhr ein Markt der Möglichkeiten mit verschiedenen Ständen, Mitmachaktionen und einer Tombola, gefolgt von einem Spielenachmittag bis 18 Uhr. Von 11 bis 12 Uhr findet zudem die Kinderuni statt. Soziologe Prof. Dr. Rasmus Hoffmann bringt den jungen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern folgendes Thema näher: „Der Klimawandel und wir. Was mit unserer Umwelt passiert und was wir ändern müssen“.
Das vollständige Programm des Nachhaltigkeitsfests 2025 ist hier zu finden.
Mitmachen, erleben, gestalten – beim Nachhaltigkeitsfest und der Diskurswerkstatt
Das Nachhaltigkeitsfest an der Universität Bamberg ist offen für alle Interessierten – Studierende, Forschende, Bürgerinnen und Bürger der Region. Das Programm bietet Möglichkeiten zum Mitmachen, Diskutieren und Lernen und lädt dazu ein, Nachhaltigkeit als gemeinsame Verantwortung zu erleben. Und wer nach dem Nachhaltigkeitsfest noch mehr will: Zum zweiten Mal findet im Wintersemester 2025⁄26 die „Diskurswerkstatt: Nachhaltige Entwicklung interdisziplinär“ statt. Heuer in Kooperation mit der Stadt und vhs Bamberg. Am Donnerstag, 20. November 2025, geht es um „Klimaschutz für alle? Hürden in der Politik und Kommunikation“ und am Donnerstag, 22. Januar 2025, um „Arbeit und Gesundheit“.
Die Nachhaltigkeitsstrategie der Universität Bamberg gibt es hier.
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Tandem-Reihe “Wissenschaft & Praxis” beschäftigt sich mit Nachhaltigkeit in der Betriebsführung
Bringt es Vorteile, sich mit Nachhaltigkeit im Unternehmen zu beschäftigen? Vor welchen Herausforderungen stehen Betriebe dabei? Die Tandem-Reihe „Wissenschaft & Praxis“ von Otto-Friedrich-Universität Bamberg, IHK für Oberfranken Bayreuth und Handwerkskammer für Oberfranken gab bei der Diskussion unter dem Titel „Daten, Druck und Durchblick – Unternehmerische Nachhaltigkeit zwischen Anspruch und Alltag“ allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern einen Einblick in verschiedene Herangehensweisen, Erfahrungen und grundsätzliche Fragen.
Gemeinsam vertraten die Diskutierenden die Haltung, dass Nachhaltigkeit im Betrieb viele positive Effekte für die zukunftsorientierte Ausrichtung von Unternehmen und Betrieben bieten kann. Wichtig sei nur, die ersten Schritte zu wagen. Auf dem Podium waren Prof. Dr. Frank Schiemann, Inhaber des Lehrstuhls für BWL, insbesondere Controlling an der Universität Bamberg, Schreinermeister Johannes Lange, Geschäftsführer der HANNESLANGE GmbH & Co. KG aus Ebermannstadt, Nicole Wagner, Corporate Social Responsibility Managerin bei der GREIFF Mode GmbH & Co. KG aus Bamberg sowie Dr. Sergio Drawert, Technischer Leiter bei RZB Rudolf Zimmermann Bamberg GmbH, vertreten.
Als Basis der Diskussion diente eine Umfrage unter den Besucherinnen und Besuchern der TANDEM-Reihe 61 Prozent der Teilnehmenden an der Veranstaltung wären mit einer verpflichtenden Nachhaltigkeitsberichterstattung für Betrieb und Unternehmen einverstanden. Immerhin messen und steuern 39 Prozent Nachhaltigkeit bereits intern. Sie verbinden den Begriff „Nachhaltigkeit“ in erster Linie mit Verantwortung, Wettbewerbsfähigkeit und Zukunft. Die Praxispartner in der Diskussionsrunde sind da in ihren Betrieben schon ein Stück weiter, haben nachhaltige Elemente längst in ihre Unternehmensstrategie integriert.
Für Schreinermeister Johannes Lange steckt die Nachhaltigkeit automatisch in der DNA des Handwerks. Trotzdem sieht er sich als „Überzeugungstäter“ und hat in seinem Betrieb schon viele nachhaltige Projekte realisiert bei der Energieversorgung und Energieeinsparung, der Abfallentsorgung, der Nutzung regionaler Wertschöpfungsketten und bei der Reduktion von „grauer Energie“ beim Bau. Sein Credo „Nachhaltigkeit ist eine Herausforderung, die sich rentiert. Wenn man am Thema dranbleibt, kommt am Ende auch etwas Gutes heraus.“ Zudem sieht er einen weiteren Nutzen für seine Schreinerei „Unsere Kunden erleben unsere nachhaltige Arbeit direkt in der Werkstatt, sehen sie auf unserer Homepage und in den Social-Media-Kanälen. Auch dadurch entwickelt sich Vertrauen zum Betrieb.“ Eine Pflicht zur Berichterstattung sieht er dennoch kritisch „Für kleine Betriebe ist der Aufwand personell nicht machbar.“
Laut Nicole Wagner habe sich die GREIFF Mode GmbH & Co. KG für ihre Nachhaltigkeitsreise entschieden, um die vorhandenen Unternehmenswerte weiter zu stärken. „Wir arbeiten seit 2014 systematisch an unserer nachhaltigen Ausrichtung, allerdings ohne exakt ausgearbeiteten Leitfaden. Nachdem wir internationale Zulieferer haben, spielt die soziale Verantwortung zu den weltweiten Partnern eine Schlüsselrolle.“ So habe man die eigenen Standards auf ein gutes Niveau gebracht. Besonders bei der Transparenz der Lieferketten müsse man sich ständig weiterentwickeln. Das Textilunternehmen erstellt einmal im Jahr einen Social Report. „Zur Nachhaltigkeit gehört aber auf jeden Fall auch das Vertrauen von Kunden“, unterstreicht Wagner. Klar sei zudem: Mit oder ohne Leitfaden müsse man Nachhaltigkeit immer neu denken und an die eigenen Herausforderungen anpassen.
Beim Leuchtenhersteller RZB Rudolf Zimmermann, Bamberg GmbH ist Nachhaltigkeit längst zur Chefsache geworden. Der Technische Leiter Dr. Sergio Drawert schildert den Einstieg: „Für uns war es anfangs eine Überraschung, was wir in Sachen Nachhaltigkeit schon alles tun.“ Einer Pflicht-Berichterstattung steht er zwar positiv gegenüber, weist aber darauf hin, dass man auch das Personal dafür haben muss. Für sein Unternehmen sei die Erstellung aber ohnehin alternativlos, „denn gerade Großkunden fordern diesen Nachweis aktiv ein und sortieren Zulieferer auch hin und wieder aus, wenn sie nicht nachhaltig genug aufgestellt sind.“ Sein Tipp für die ersten Schritte: „Einfach mal anfangen! Besser mit wenig Inhalten starten als gar nicht.“
Die Tandem-Reihe „Wissenschaft & Praxis“ fördert den beidseitigen Transfer aus der Wissenschaft in die Betriebspraxis und umgekehrt. Deshalb beurteilte Prof. Dr. Frank Schiemann die genannten Praxisbeispiele anschließend aus wissenschaftlicher Sicht, ging auf die Vorteile einer nachhaltigen Unternehmensausrichtung ein und räumte auch einige Mythen zu dem Thema aus. „Für eine nachhaltige Ausrichtung sprechen der leichtere Zugang zu Finanzierungen, eine verbesserte Reputation und der langfristige Nutzen bei der strategischen Ausrichtung“, so der BWL-Professor. Zudem helfe der Nachhaltigkeitsgedanke beim frühzeitigen Erkennen von Risiken. Laut Schiemann heißt Nachhaltigkeitsberichterstattung nicht gleich mehr Bürokratie, wenn man das Kosten-Nutzen-Verhältnis im Auge behält. Und zuletzt: „Nachhaltigkeit im Unternehmen gefährdet nicht den Wirtschaftsstandort, sondern ist ein Teil der aktiven Zukunftssicherung für Betriebe.“
Tandem-Reihe “Wissenschaft & Praxis”
Die Tandemreihe ist eine Gemeinschaftsinitiative der Otto-Friedrich-Universität Bamberg, der IHK für Oberfranken Bayreuth und der Handwerkskammer für Oberfranken. Sie bringt einmal pro Jahr Wissenschaft und Wirtschaft zusammen. Ziel ist es, den Austausch untereinander zu fördern und den beidseitigen Transfer von Wissen anzuregen.
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Weltweiter Aktionstag gegen Gewalt an Frauen
„One Billion Rising“ 2025 in Bamberg
„One Billion Rising“ ist ein weltweiter Aktionstag für ein Ende der Gewalt an Frauen und Mädchen sowie für weltweite Solidarität und gegen Unterdrückung und Ausbeutung. Am 14. Februar um 14.25 Uhr tanzen auch in Bamberg wieder Frauen, Jugendliche und solidarische Männer auf dem Maxplatz für ein selbstbestimmtes und gewaltfreies Leben von Frauen und Mädchen überall auf der Erde.
Die Zahlen sind immer wieder aufrüttelnd und erschreckend: Jede dritte Frau wird im Laufe ihres Lebens vergewaltigt oder geschlagen, und dies meist in ihrem nahen Umfeld, oft in der Partnerschaft oder Familie. Jede dritte Frau. Das sind bei einer Weltbevölkerung von derzeit über sieben Milliarden Menschen, von der etwa die Hälfte Frauen sind, über eine Milliarde Frauen, auf Englisch „one billion“.
Am Valentinstag 2012 wurde die Kampagne „One Billion Rising“ von Eve Enssler ins Leben gerufen und am 14. Februar 2013 fand „One Billion Rising“ zum ersten Mal weltweit statt. In diesem Rahmen erheben sich mindestens ebenso viele Frauen, Mädchen und auch unterstützende Männer, in vielen Ländern der Erde, um ein Zeichen zu setzen gegen diese Gewalt. Ihre gemeinsamen Ziele sind, ein Bewusstsein zu schaffen für die schmerzvolle Realität vieler Frauen und Mädchen, ein weltweites Netz der Solidarität zu knüpfen und Veränderungen der jetzigen Zustände zu bewirken.
Die Tänzerinnen und Tänzer drücken gleichzeitig ihren Protest aus und bringen ihre Kraft, Energie und Lebendigkeit zum Ausdruck. Alle Interessierten sind eingeladen, am 14. Februar 2025 um 14.25 Uhr auf dem Maxplatz mitzutanzen.
„One Billion Rising“ Bamberg wird unterstützt von den Gleichstellungsstellen der Stadt, des Landkreises und der Uni Bamberg, dem Känguruh e.V. und dem Christopher Street Day Bamberg e.V.
Im Vorfeld der Aktion „One Billion Rising“ in Bamberg werden Übungstermine für den Tanz kostenfrei angeboten:
- 23. Januar 2025, 19 Uhr, Distel, Kunigundenruhstraße 8
- 26. Januar 2025, 14 Uhr, Blaue Frieda – Zentrum für interkulturelle Begegnung, Schützenstraße 2a
- 28. Januar 2025, 19 Uhr, Balthasar, Balthasargässchen 1
- 1. Februar 2025, 14.30 Uhr, Body & Soul, Kronacher Straße 61
- 3. Februar 2025, 15.30 Uhr, Kufa, Ohmstraße 3
- 12. Februar 2025, 18 Uhr, Jugendzentrum Bamberg, Margaretendamm 12a
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Festakt zum Abschluss von „Kommunal? Digital!“
Bamberg begeistert mit smartem Projekt
Sie sind Vorreiter in Sachen Digitalisierung: Zehn bayerische Kommunen erhielten als Preisträger des Ideenwettbewerbs „Kommunal? Digital! – Nachhaltige Digitalprojekte für smarte bayerische Kommunen“ eine Förderung für ihre innovativen Smart City-Projekte. Bamberg stellte das Erfolgsprojekt BaKIM vor. Die Stadt Bamberg kooperiert in diesem mit der Otto-Friedrich-Universität Bamberg.
Auf der großen Abschlussveranstaltung in München wurde mit rund 200 interessierten Besucherinnen und Besuchern Bilanz gezogen. Bamberg konnte mit seinem Projekt BaKIM begeistern. „Die Gewinner des Ideenwettbewerbs ‚Kommunal? Digital!‘ weisen den Weg in die digitale Zukunft des modernen Staates“, so Staatsminister Dr. Fabian Mehring anlässlich der Abschlussveranstaltung seines Ministeriums. „Digitale Transformation und Nachhaltigkeit sind die beiden Megathemen unserer Zeit. Wir dürfen sie nicht gegeneinander ausspielen, sondern müssen sie gemeinsam denken. Genau dieser Brückenschlag ist uns mit unserem Erfolgsprogramm ‚Kommunal? Digital!‘ gelungen. Nun sollen Kommunen in ganz Bayern von diesen Lösungen profitieren.“
Im Bamberger Projekt BaKIM hilft eine Künstliche Intelligenz (KI) dabei, Drohnenbilder von Bamberger Wäldern auszuwerten. So kann die Gesundheit der Bäume analysiert werden, um die Baumpflegerinnen und Baumpflegern bei ihrer wichtigen Arbeit zu unterstützen. Johannes Hölzel, Projektleiter von BaKIM und Leiter der städtischen Forstverwaltung, betont: „Durch BaKIM erlangen wir Wissen über unsere Baumbestände, das normalerweise in mühsamer Kleinstarbeit von Baumpflegerinnen und Baumpflegern erarbeitet werden muss. So können wir schneller und zielgerichteter agieren und unsere Baumbestände besser pflegen.“
Auch Dr. Stefan Goller, Referent für Wirtschaft und Digitalisierung, bestätigt: „Das Projekt BaKIM ist ein Vorbildprojekt, was Digitalisierung in der Stadtverwaltung angeht. Zusätzlich hilft es uns, aktuellen Klimaherausforderungen mit digitalen Mitteln und Künstlicher Intelligenz zu begegnen. Deswegen führen wir das Projekt auch im Rahmen des Förderprogramms Smart City Bamberg weiter. Denn es gibt noch viel zu tun!“
Digitale Technologien helfen
Gemeinsam ist den bayerischen Leuchtturmprojekten eines: Die Kommunen nutzen modernste digitale Technologien, um mit ihnen aktuelle Herausforderungen rund um die Megathemen Nachhaltigkeit und Klimaschutz zu bewältigen – im Sinne ihrer Bürgerinnen und Bürger vor Ort. Dafür erhielten die Gewinner des Ideenwettbewerbs jeweils bis zu 500.000 Euro. Digitalminister Mehring bestätigt: „Das Fördervolumen von rund vier Millionen Euro wurde bestens in die Zukunft Bayerns investiert.“
Parallel zur Abschlussveranstaltung von „Kommunal? Digital!“ wurden Steckbriefe zu den einzelnen Projekten veröffentlicht, die einen Transfer der Modellprojekte in andere Kommunen unterstützen sollen. „Digitale Innovationen zeigen die größte Wirkung, wenn sie vor Ort und mit Blick auf ganz praktische Herausforderungen entwickelt werden – so wie bei den zehn Gewinnerprojekten von ‚Kommunal? Digital!‘“, sagt Mehring. „Das Beste ist: Ab heute muss nicht jede bayerische Kommune das Rad neu erfinden. Stattdessen sorgen wir mit unseren Projektsteckbriefen dafür, dass ab sofort alle bayerischen Kommunen von den zehn prämierten Leuchtturmprojekten profitieren und deren Mehrwert überall in Bayern ausrollen können – so geht kluge Digitalisierung im engen Schulterschluss zwischen Freistaat und kommunaler Familie.“
Weitere Informationen zum Ideenwettbewerb und den zehn Leuchtturmprojekten sind hier zu finden.