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Otto-Friedrich-Universität Bamberg

Koope­ra­ti­on zwi­schen Stadt, vhs und Uni Bam­berg gestartet

Bil­dung für nach­hal­ti­ge Ent­wick­lung stär­ker fördern

In einer Koope­ra­ti­on ver­ein­bar­ten die Stadt­ver­wal­tung, die städ­ti­sche Volks­hoch­schu­le und die Uni­ver­si­tät Bam­berg das Ziel, Bil­dung für nach­hal­ti­ge Ent­wick­lung künf­tig stär­ker zu för­dern und Ange­bo­te für brei­te­re Ziel­grup­pen zu öffnen.

Die Stadt Bam­berg gewann kürz­lich im Zuge des euro­päi­schen För­der­pro­gramms „Intel­li­gent City Chall­enge“ einen Preis für ihre „Local Green Deals“, also loka­le nach­hal­ti­ge Vor­ha­ben. Bei die­ser Kon­fe­renz dreh­te sich alles um die Ver­net­zung der Kom­mu­nen und ihrer smar­ten und nach­hal­ti­gen Projekte.

Eine Aus­zeich­nung gab es für den „Deal“ zur Bekämp­fung von Ener­gie­ar­mut: Ziel ist es, ein­kom­mens­schwa­chen Haus­hal­ten zu hel­fen, ihre Ener­gie­kos­ten zu redu­zie­ren. In einer wei­te­ren Koope­ra­ti­on ver­ein­bar­ten die Stadt­ver­wal­tung, die städ­ti­sche Volks­hoch­schu­le und die Uni­ver­si­tät Bam­berg das Ziel, Bil­dung für nach­hal­ti­ge Ent­wick­lung künf­tig stär­ker zu för­dern und Ange­bo­te für brei­te­re Ziel­grup­pen zu öffnen.

Bereits ange­lau­fen sind dem­entspre­chend in der „Dis­kurs­werk­statt Nach­hal­tig­keit“ ver­schie­de­ne Ver­an­stal­tun­gen zum The­ma „Kli­ma­schutz für alle? Hür­den in Poli­tik und Kom­mu­ni­ka­ti­on“. Die nächs­te Dis­kurs­werk­statt beschäf­tigt sich dann mit „Arbeit & Gesund­heit” und fin­det am 22. Janu­ar 2026 um 18 Uhr in der vhs Bam­berg Stadt statt. Wei­te­re Infor­ma­tio­nen und die Mög­lich­keit zur Anmel­dung sind hier zu finden. 

Ziel die­ser Betei­li­gungs­for­ma­te ist, dass die Teil­neh­men­den nach einem fach­li­chen Impuls mit loka­len Initia­ti­ven und Akteu­ren ins Gespräch kom­men können.

Bür­ger­meis­ter Jonas Glüsen­kamp freut sich, dass durch die gemein­sa­me Orga­ni­sa­ti­on der „Dis­kurs­werk­statt Nach­hal­tig­keit“ die Koope­ra­tio­nen zwi­schen dem Umwelt­amt der Stadt Bam­berg, der vhs Bam­berg Stadt und der Otto-Fried­rich-Uni­ver­si­tät Bam­berg nun aus­ge­baut wer­den „Ver­an­stal­tun­gen, die das Ver­ständ­nis für loka­le Her­aus­for­de­run­gen ermög­li­chen und einen kon­struk­ti­ven gemein­sa­men Aus­tausch för­dern, sind von beson­de­rer Bedeu­tung“, so Glüsenkamp. 

„Um die aktu­el­len gesell­schaft­li­chen Trans­for­ma­ti­ons­pro­zes­se aktiv mit­zu­ge­stal­ten, brau­chen wir in der Brei­te der Bevöl­ke­rung die nöti­gen Kom­pe­ten­zen. Dazu wol­len wir als Bil­dungs­ein­rich­tun­gen einen Bei­trag leis­ten“, betont Dr. Anna Scher­baum, Lei­te­rin der vhs Bam­berg Stadt. Die Nach­hal­tig­keits­be­auf­trag­te und Kanz­le­rin der Uni­ver­si­tät Bam­berg, Dr. Dag­mar Steu­er-Flie­ser, ergänzt: „Mit unse­rem Leit­bild Nach­hal­tig­keit und der dazu­ge­hö­ri­gen Stra­te­gie haben wir uns ver­pflich­tet, öko­lo­gi­sche Ver­ant­wor­tung, sozia­le Gerech­tig­keit und kul­tu­rel­le Viel­falt in For­schung, Leh­re, Ver­wal­tung und Cam­pus­be­trieb glei­cher­ma­ßen zu leben. Mit dem Local Green Deal bün­deln wir unse­re Kräf­te mit der Stadt und der Volks­hoch­schu­le, um die­ses Enga­ge­ment auch in das städ­ti­sche Umfeld zu tra­gen. Gemein­sam schaf­fen wir Räu­me für Aus­tausch, Wis­sens­trans­fer und kon­kre­te Pro­jek­te, die eine nach­hal­ti­ge Ent­wick­lung fördern.“

„An die­ser Brü­cke von der Wis­sen­schaft in die Stadt­ge­sell­schaft zu bau­en, ist uns ein gro­ßes Anlie­gen, da wir hier ganz kon­kre­te Trans­for­ma­ti­ons­her­aus­for­de­run­gen zu bewäl­ti­gen haben – sei­en es Kli­ma, Wirt­schaft oder Digi­ta­li­sie­rung“, erläu­tert Dr. Ste­fan Gol­ler, Refe­rent für Wirt­schaft und Digitalisierung.

Die mit Ric­car­do Schreck neu besetz­te Stel­le für Umwelt­päd­ago­gik im Kli­ma- und Umwelt­amt wird die Zusam­men­ar­beit der Part­ner wei­ter stär­ken. Hier­zu zäh­len neben Koope­ra­ti­ons­pro­jek­ten wie den Dis­kurs­werk­stät­ten auch Vor­trä­ge und gemein­sa­me Veranstaltungen.

Otto-Fried­rich-Uni­ver­si­tät Bamberg

Bam­ber­ger Psy­cho­lo­gie über­zeugt im CHE-Masterranking

Die Bam­ber­ger Psy­cho­lo­gie schnei­det im aktu­el­len CHE Mas­ter­ran­king her­vor­ra­gend ab. Wie schon bei der letz­ten Befra­gung 2022 ver­ge­ben die Mas­ter­stu­die­ren­den Best­no­ten ins­be­son­de­re für die Betreu­ung durch Leh­ren­de sowie für die Unter­stüt­zung im Studium.

Damit bestä­tigt der Fach­be­reich Psy­cho­lo­gie sei­ne her­aus­ra­gen­den Stu­di­en­be­din­gun­gen – sowohl im klas­si­schen Mas­ter­stu­di­en­gang Psy­cho­lo­gie als auch im neu­en Mas­ter Kli­ni­sche Psy­cho­lo­gie und Psychotherapie.

Das CHE-Ran­king gilt als das umfas­sends­te Hoch­schul­ran­king Deutsch­lands. Stu­die­ren­de bewer­ten dar­in unter ande­rem die all­ge­mei­ne Stu­di­en­si­tua­ti­on, das Lehr­an­ge­bot und die Stu­di­en­or­ga­ni­sa­ti­on. Zusam­men mit Fak­ten zu For­schung und Leh­re ergibt sich ein umfas­sen­der Über­blick über die Stu­di­en­be­din­gun­gen. Die­ser ermög­licht es Bache­lor­ab­sol­ven­tin­nen und ‑absol­ven­ten, eine infor­mier­te Ent­schei­dung für das Mas­ter­stu­di­um zu treffen.


Her­vor­ra­gen­de Betreu­ung – ein Markenzeichen

Die Stu­die­ren­den der Uni­ver­si­tät Bam­berg heben beson­ders die per­sön­li­che und fach­li­che Unter­stüt­zung durch die Leh­ren­den in den Psy­cho­lo­gie­mas­ter­stu­di­en­gän­gen her­vor. Sie loben die gute Erreich­bar­keit, die hilf­rei­che Beglei­tung bei fach­li­chen Fra­gen sowie das posi­ti­ve, respekt­vol­le Mit­ein­an­der. Ein Kom­men­tar aus der Stu­die­ren­den­be­fra­gung ver­deut­licht das: „Von den Dozie­ren­den und von den Hilfs­an­ge­bo­ten habe ich mich wie schon im Bache­lor per­fekt unter­stützt gefühlt. Das ist wirk­lich der gro­ße Vor­teil in Bam­berg.“ Auch die Infor­ma­ti­ons- und Bera­tungs­struk­tu­ren, Lehr­ma­te­ria­li­en und Ver­net­zungs­mög­lich­kei­ten wer­den beson­ders posi­tiv bewer­tet. „Die Ergeb­nis­se zei­gen, dass wir die rich­ti­gen Akzen­te set­zen“, sagt Prof. Dr. Claus H. Cars­ten­sen, der den Mas­ter­stu­di­en­gang Psy­cho­lo­gie betreut. „Seit eini­gen Jah­ren kön­nen wir dank unse­rer Stu­di­en­gang­stu­to­rin­nen und ‑tuto­ren neben der Unter­stüt­zung durch Leh­ren­de auch Hil­fe von Stu­die­ren­den für Stu­die­ren­de anbieten.“

Cars­ten­sen betont zudem, dass aus Insti­tuts­sicht ein guter Dia­log mit den Stu­die­ren­den hohe Prio­ri­tät hat. So ist es nicht ver­wun­der­lich, dass die Stu­die­ren­den auch für die Kri­tik­fä­hig­keit und den Umgang der Dozie­ren­den mit Ände­rungs­vor­schlä­gen äußerst posi­ti­ve Bewer­tun­gen abge­ben. Prof. Dr. Ced­ric Sach­ser, der den Mas­ter­stu­di­en­gang Kli­ni­sche Psy­cho­lo­gie und Psy­cho­the­ra­pie mit­be­treut, betont: „Die Bam­ber­ger Psy­cho­lo­gie zeich­net sich seit Jah­ren durch stu­die­ren­den­freund­li­che Struk­tu­ren aus. Dass der Mas­ter Kli­ni­sche Psy­cho­lo­gie und Psy­cho­the­ra­pie bei den Stu­die­ren­den so gut ankommt und, dass die Bewer­tun­gen unse­res Kon­zepts sehr gut aus­fal­len, freut uns. Unser Ziel ist es, die­ses hohe Niveau zu hal­ten und kon­ti­nu­ier­lich wei­ter auszubauen.“


Brei­tes Lehr­an­ge­bot mit gro­ßen Frei­hei­ten bei der Schwerpunktsetzung

Posi­tiv bewer­tet wird auch die Mög­lich­keit, indi­vi­du­el­le Schwer­punk­te zu set­zen. Die inhalt­li­che Brei­te sowie die Fle­xi­bi­li­tät, eige­ne Inter­es­sen zu ver­tie­fen, zäh­len laut CHE-Aus­wer­tung zu den Stär­ken der Bam­ber­ger Psy­cho­lo­gie. Eben­so über­zeugt die Pra­xis­ori­en­tie­rung. Meh­re­re Neu­be­ru­fun­gen und neu geschaf­fe­ne Lehr­stüh­le seit 2022 erwei­tern das Lehr­an­ge­bot zusätz­lich. „Das stärkt nicht nur die Leh­re, son­dern wird lang­fris­tig auch die For­schungs­leis­tung des Insti­tuts prä­gen“, betont Claus H. Carstensen.

Auch der Über­gang vom Bache­lor ins Mas­ter­stu­di­um bleibt ein Plus­punkt: Aner­ken­nungs­ver­fah­ren und beglei­ten­de Unter­stüt­zung beim Ein­stieg wer­den wei­ter­hin als sehr ver­läss­lich und über­sicht­lich beschrie­ben, was den Start in den Mas­ter­stu­di­en­gang erleichtert.


CHE-Mas­ter­ran­king bei HeyStudium

Das voll­stän­di­ge CHE-Mas­ter­ran­king ist ab sofort bei Hey­Stu­di­um auf ZEIT ONLINE abruf­bar. Seit 2015 lie­fert das Ran­king Infor­ma­tio­nen zu ver­schie­de­nen Stu­di­en­fä­chern und kom­bi­niert Fak­ten zu Stu­di­um, Leh­re und For­schung mit Stu­die­ren­den­ur­tei­len. In die­sem Jahr stan­den neben Psy­cho­lo­gie die Fächer Bau- und Umwelt­in­ge­nieur­we­sen, Elek­tro­tech­nik und Infor­ma­ti­ons­tech­nik, Maschi­nen­bau, Mate­ri­al-/Werk­stoff- und Pro­zes­s­in­ge­nieur­we­sen (Uni­ver­si­tä­ten) bezie­hungs­wei­se Maschinenbau/​Werkstofftechnik (HAW/​Duale Hoch­schu­len) im Zen­trum der Erhe­bung. Betei­ligt haben sich mehr als 8.000 Studierende.

Nach­hal­tig­keit fei­ern und gestalten

Uni­ver­si­tät Bam­berg lädt zum Nach­hal­tig­keits­fest ein

Die Otto-Fried­rich-Uni­ver­si­tät Bam­berg öff­net von Don­ners­tag, 13. Novem­ber, bis Sams­tag, 15. Novem­ber 2025, ihre Türen für das Nach­hal­tig­keits­fest 2025. Alle inter­es­sier­ten Per­so­nen erwar­tet ein abwechs­lungs­rei­ches Pro­gramm aus Vor­trä­gen, Work­shops und inter­ak­ti­ven Aktio­nen, wie die Uni­ver­si­tät mitteilt.

Ziel ist es, Nach­hal­tig­keit nicht nur theo­re­tisch zu dis­ku­tie­ren, son­dern sie erfahr­bar zu machen. Das Fest steht unter dem Mot­to „Mehr als 1,5 Grün­de“, bezo­gen auf das zen­tra­le Kli­ma­ziel aus dem Pari­ser Kli­ma­ab­kom­men, das die Erd­er­wär­mung auf maxi­mal 1,5 Grad Cel­si­us im Ver­gleich zum vor­in­dus­tri­el­len Niveau begren­zen soll.

Neu: Pro­fil­in­itia­ti­ve „Mensch und Umwelt“

„Nach­hal­tig­keit ist ein zen­tra­ler Bestand­teil unse­res Selbst­ver­ständ­nis­ses als Uni­ver­si­tät“, betont Dr. Dag­mar Steu­er-Flie­ser, Kanz­le­rin und Nach­hal­tig­keits­be­auf­trag­te der Uni­ver­si­tät Bam­berg. „Mit unse­rem Fest möch­ten wir zei­gen, wie viel­fäl­tig Nach­hal­tig­keit bei uns gelebt wird – von For­schung über Leh­re bis hin zu gesell­schaft­li­chem Enga­ge­ment.“ Die Uni­ver­si­tät Bam­berg enga­giert sich seit vie­len Jah­ren im Bereich Nach­hal­tig­keit. Mitt­ler­wei­le ori­en­tiert sie sich dabei an einer umfas­sen­den Nach­hal­tig­keits­stra­te­gie, die öko­lo­gi­sche, sozia­le, wirt­schaft­li­che und kul­tu­rel­le Dimen­sio­nen mit­ein­an­der ver­bin­det. Ob in der Leh­re, in der For­schung oder im Cam­pus­be­trieb – das Ziel ist ein nach­hal­ti­ger, ver­ant­wor­tungs­vol­ler Umgang mit Res­sour­cen und ein Bei­trag zur gesell­schaft­li­chen Transformation.

So wur­de jüngst die Pro­fil­in­itia­ti­ve „Mensch und Umwelt“ ins Leben geru­fen, die auch beim Nach­hal­tig­keits­fest am Frei­tag­mit­tag offi­zi­ell vor­ge­stellt wird. Sie bün­delt die For­schung an der Uni­ver­si­tät Bam­berg zu sozia­len, wirt­schaft­li­chen und kul­tu­rel­len Dimen­sio­nen von Nach­hal­tig­keit sowie der städ­ti­schen Raum­pla­nung. Die Initia­ti­ve ver­bin­det bewusst ver­schie­de­ne For­schungs­be­rei­che, um Syn­er­gien zu schaf­fen und die Geschwin­dig­keit der Trans­for­ma­ti­on hin zu einer nach­hal­ti­gen Lebens­wei­se moder­ner Gesell­schaf­ten zu erhöhen.

Wei­te­re Infor­ma­tio­nen zur Pro­fil­in­itia­ti­ve „Mensch und Umwelt“ sind hier zu finden.


Pro­gramm des Nachhaltigkeitsfests 

Am Don­ners­tag, 13. Novem­ber, beginnt das Nach­hal­tig­keits­fest gleich mor­gens mit ver­schie­de­nen Work­shops und Semi­na­ren, zum Bei­spiel mit einem Früh­stück von und mit dem Gleich­stel­lungs­bü­ro Wis­sen­schaft. Um 18 Uhr folgt die offi­zi­el­le Eröff­nung, unter ande­rem mit einem Sci­ence Slam.

Am Frei­tag, 14. Novem­ber, geht es ganz­tä­gig wei­ter mit Work­shops und Exkur­sio­nen, etwa zu nach­hal­ti­ger Geld­an­la­ge und Vogel­schutz. Von 12.15 bis 15.45 Uhr fin­det ein Aus­tausch- und Ver­net­zungs­fo­rum „For­schung zu Mensch und Umwelt“ statt, bei dem die neue Pro­fil­in­itia­ti­ve vor­ge­stellt wird. Ab 18 Uhr folgt ein kul­tu­rel­ler Abend mit Kurz­fil­men von den Bam­ber­ger Kurz­film­ta­gen und Livemusik.

Am Sams­tag, 15. Novem­ber, erwar­tet die Besu­che­rin­nen und Besu­cher von 10 bis 14 Uhr ein Markt der Mög­lich­kei­ten mit ver­schie­de­nen Stän­den, Mit­mach­ak­tio­nen und einer Tom­bo­la, gefolgt von einem Spie­le­nach­mit­tag bis 18 Uhr. Von 11 bis 12 Uhr fin­det zudem die Kin­der­uni statt. Sozio­lo­ge Prof. Dr. Ras­mus Hoff­mann bringt den jun­gen Wis­sen­schaft­le­rin­nen und Wis­sen­schaft­lern fol­gen­des The­ma näher: „Der Kli­ma­wan­del und wir. Was mit unse­rer Umwelt pas­siert und was wir ändern müssen“.

Das voll­stän­di­ge Pro­gramm des Nach­hal­tig­keits­fests 2025 ist hier zu finden. 


Mit­ma­chen, erle­ben, gestal­ten – beim Nach­hal­tig­keits­fest und der Diskurswerkstatt

Das Nach­hal­tig­keits­fest an der Uni­ver­si­tät Bam­berg ist offen für alle Inter­es­sier­ten – Stu­die­ren­de, For­schen­de, Bür­ge­rin­nen und Bür­ger der Regi­on. Das Pro­gramm bie­tet Mög­lich­kei­ten zum Mit­ma­chen, Dis­ku­tie­ren und Ler­nen und lädt dazu ein, Nach­hal­tig­keit als gemein­sa­me Ver­ant­wor­tung zu erle­ben. Und wer nach dem Nach­hal­tig­keits­fest noch mehr will: Zum zwei­ten Mal fin­det im Win­ter­se­mes­ter 202526 die „Dis­kurs­werk­statt: Nach­hal­ti­ge Ent­wick­lung inter­dis­zi­pli­när“ statt. Heu­er in Koope­ra­ti­on mit der Stadt und vhs Bam­berg. Am Don­ners­tag, 20. Novem­ber 2025, geht es um „Kli­ma­schutz für alle? Hür­den in der Poli­tik und Kom­mu­ni­ka­ti­on“ und am Don­ners­tag, 22. Janu­ar 2025, um „Arbeit und Gesundheit“.

Die Nach­hal­tig­keits­stra­te­gie der Uni­ver­si­tät Bam­berg gibt es hier. 

Alle Ter­mi­ne der Dis­kurs­werk­statt sind hier zu finden.

Tan­dem-Rei­he “Wis­sen­schaft & Pra­xis” beschäf­tigt sich mit Nach­hal­tig­keit in der Betriebsführung

Bringt es Vor­tei­le, sich mit Nach­hal­tig­keit im Unter­neh­men zu beschäf­ti­gen? Vor wel­chen Her­aus­for­de­run­gen ste­hen Betrie­be dabei? Die Tan­dem-Rei­he „Wis­sen­schaft & Pra­xis“ von Otto-Fried­rich-Uni­ver­si­tät Bam­berg, IHK für Ober­fran­ken Bay­reuth und Hand­werks­kam­mer für Ober­fran­ken gab bei der Dis­kus­si­on unter dem Titel „Daten, Druck und Durch­blick – Unter­neh­me­ri­sche Nach­hal­tig­keit zwi­schen Anspruch und All­tag“ allen Teil­neh­me­rin­nen und Teil­neh­mern einen Ein­blick in ver­schie­de­ne Her­an­ge­hens­wei­sen, Erfah­run­gen und grund­sätz­li­che Fragen.

Gemein­sam ver­tra­ten die Dis­ku­tie­ren­den die Hal­tung, dass Nach­hal­tig­keit im Betrieb vie­le posi­ti­ve Effek­te für die zukunfts­ori­en­tier­te Aus­rich­tung von Unter­neh­men und Betrie­ben bie­ten kann. Wich­tig sei nur, die ers­ten Schrit­te zu wagen. Auf dem Podi­um waren Prof. Dr. Frank Schie­mann, Inha­ber des Lehr­stuhls für BWL, ins­be­son­de­re Con­trol­ling an der Uni­ver­si­tät Bam­berg, Schrei­ner­meis­ter Johan­nes Lan­ge, Geschäfts­füh­rer der HANNESLANGE GmbH & Co. KG aus Eber­mann­stadt, Nico­le Wag­ner, Cor­po­ra­te Social Respon­si­bi­li­ty Mana­ge­rin bei der GREIFF Mode GmbH & Co. KG aus Bam­berg sowie Dr. Ser­gio Dra­wert, Tech­ni­scher Lei­ter bei RZB Rudolf Zim­mer­mann Bam­berg GmbH, vertreten.

Als Basis der Dis­kus­si­on dien­te eine Umfra­ge unter den Besu­che­rin­nen und Besu­chern der TAN­DEM-Rei­he 61 Pro­zent der Teil­neh­men­den an der Ver­an­stal­tung wären mit einer ver­pflich­ten­den Nach­hal­tig­keits­be­richt­erstat­tung für Betrieb und Unter­neh­men ein­ver­stan­den. Immer­hin mes­sen und steu­ern 39 Pro­zent Nach­hal­tig­keit bereits intern. Sie ver­bin­den den Begriff „Nach­hal­tig­keit“ in ers­ter Linie mit Ver­ant­wor­tung, Wett­be­werbs­fä­hig­keit und Zukunft. Die Pra­xis­part­ner in der Dis­kus­si­ons­run­de sind da in ihren Betrie­ben schon ein Stück wei­ter, haben nach­hal­ti­ge Ele­men­te längst in ihre Unter­neh­mens­stra­te­gie integriert.

Für Schrei­ner­meis­ter Johan­nes Lan­ge steckt die Nach­hal­tig­keit auto­ma­tisch in der DNA des Hand­werks. Trotz­dem sieht er sich als „Über­zeu­gungs­tä­ter“ und hat in sei­nem Betrieb schon vie­le nach­hal­ti­ge Pro­jek­te rea­li­siert bei der Ener­gie­ver­sor­gung und Ener­gie­ein­spa­rung, der Abfall­ent­sor­gung, der Nut­zung regio­na­ler Wert­schöp­fungs­ket­ten und bei der Reduk­ti­on von „grau­er Ener­gie“ beim Bau. Sein Cre­do „Nach­hal­tig­keit ist eine Her­aus­for­de­rung, die sich ren­tiert. Wenn man am The­ma dran­bleibt, kommt am Ende auch etwas Gutes her­aus.“ Zudem sieht er einen wei­te­ren Nut­zen für sei­ne Schrei­ne­rei „Unse­re Kun­den erle­ben unse­re nach­hal­ti­ge Arbeit direkt in der Werk­statt, sehen sie auf unse­rer Home­page und in den Social-Media-Kanä­len. Auch dadurch ent­wi­ckelt sich Ver­trau­en zum Betrieb.“ Eine Pflicht zur Bericht­erstat­tung sieht er den­noch kri­tisch „Für klei­ne Betrie­be ist der Auf­wand per­so­nell nicht machbar.“

Laut Nico­le Wag­ner habe sich die GREIFF Mode GmbH & Co. KG für ihre Nach­hal­tig­keits­rei­se ent­schie­den, um die vor­han­de­nen Unter­neh­mens­wer­te wei­ter zu stär­ken. „Wir arbei­ten seit 2014 sys­te­ma­tisch an unse­rer nach­hal­ti­gen Aus­rich­tung, aller­dings ohne exakt aus­ge­ar­bei­te­ten Leit­fa­den. Nach­dem wir inter­na­tio­na­le Zulie­fe­rer haben, spielt die sozia­le Ver­ant­wor­tung zu den welt­wei­ten Part­nern eine Schlüs­sel­rol­le.“ So habe man die eige­nen Stan­dards auf ein gutes Niveau gebracht. Beson­ders bei der Trans­pa­renz der Lie­fer­ket­ten müs­se man sich stän­dig wei­ter­ent­wi­ckeln. Das Tex­til­un­ter­neh­men erstellt ein­mal im Jahr einen Social Report. „Zur Nach­hal­tig­keit gehört aber auf jeden Fall auch das Ver­trau­en von Kun­den“, unter­streicht Wag­ner. Klar sei zudem: Mit oder ohne Leit­fa­den müs­se man Nach­hal­tig­keit immer neu den­ken und an die eige­nen Her­aus­for­de­run­gen anpassen.

Beim Leuch­ten­her­stel­ler RZB Rudolf Zim­mer­mann, Bam­berg GmbH ist Nach­hal­tig­keit längst zur Chef­sa­che gewor­den. Der Tech­ni­sche Lei­ter Dr. Ser­gio Dra­wert schil­dert den Ein­stieg: „Für uns war es anfangs eine Über­ra­schung, was wir in Sachen Nach­hal­tig­keit schon alles tun.“ Einer Pflicht-Bericht­erstat­tung steht er zwar posi­tiv gegen­über, weist aber dar­auf hin, dass man auch das Per­so­nal dafür haben muss. Für sein Unter­neh­men sei die Erstel­lung aber ohne­hin alter­na­tiv­los, „denn gera­de Groß­kun­den for­dern die­sen Nach­weis aktiv ein und sor­tie­ren Zulie­fe­rer auch hin und wie­der aus, wenn sie nicht nach­hal­tig genug auf­ge­stellt sind.“ Sein Tipp für die ers­ten Schrit­te: „Ein­fach mal anfan­gen! Bes­ser mit wenig Inhal­ten star­ten als gar nicht.“

Die Tan­dem-Rei­he „Wis­sen­schaft & Pra­xis“ för­dert den beid­sei­ti­gen Trans­fer aus der Wis­sen­schaft in die Betriebs­pra­xis und umge­kehrt. Des­halb beur­teil­te Prof. Dr. Frank Schie­mann die genann­ten Pra­xis­bei­spie­le anschlie­ßend aus wis­sen­schaft­li­cher Sicht, ging auf die Vor­tei­le einer nach­hal­ti­gen Unter­neh­mens­aus­rich­tung ein und räum­te auch eini­ge Mythen zu dem The­ma aus. „Für eine nach­hal­ti­ge Aus­rich­tung spre­chen der leich­te­re Zugang zu Finan­zie­run­gen, eine ver­bes­ser­te Repu­ta­ti­on und der lang­fris­ti­ge Nut­zen bei der stra­te­gi­schen Aus­rich­tung“, so der BWL-Pro­fes­sor. Zudem hel­fe der Nach­hal­tig­keits­ge­dan­ke beim früh­zei­ti­gen Erken­nen von Risi­ken. Laut Schie­mann heißt Nach­hal­tig­keits­be­richt­erstat­tung nicht gleich mehr Büro­kra­tie, wenn man das Kos­ten-Nut­zen-Ver­hält­nis im Auge behält. Und zuletzt: „Nach­hal­tig­keit im Unter­neh­men gefähr­det nicht den Wirt­schafts­stand­ort, son­dern ist ein Teil der akti­ven Zukunfts­si­che­rung für Betriebe.“


Tan­dem-Rei­he “Wis­sen­schaft & Praxis”

Die Tan­dem­rei­he ist eine Gemein­schafts­in­itia­ti­ve der Otto-Fried­rich-Uni­ver­si­tät Bam­berg, der IHK für Ober­fran­ken Bay­reuth und der Hand­werks­kam­mer für Ober­fran­ken. Sie bringt ein­mal pro Jahr Wis­sen­schaft und Wirt­schaft zusam­men. Ziel ist es, den Aus­tausch unter­ein­an­der zu för­dern und den beid­sei­ti­gen Trans­fer von Wis­sen anzuregen.

Wei­te­re, stän­dig aktua­li­sier­te Infor­ma­tio­nen zu der Ver­an­stal­tungs­rei­he sind hier zu fin­den. 

Welt­wei­ter Akti­ons­tag gegen Gewalt an Frauen

„One Bil­li­on Rising“ 2025 in Bamberg

„One Bil­li­on Rising“ ist ein welt­wei­ter Akti­ons­tag für ein Ende der Gewalt an Frau­en und Mäd­chen sowie für welt­wei­te Soli­da­ri­tät und gegen Unter­drü­ckung und Aus­beu­tung. Am 14. Febru­ar um 14.25 Uhr tan­zen auch in Bam­berg wie­der Frau­en, Jugend­li­che und soli­da­ri­sche Män­ner auf dem Max­platz für ein selbst­be­stimm­tes und gewalt­frei­es Leben von Frau­en und Mäd­chen über­all auf der Erde.

Die Zah­len sind immer wie­der auf­rüt­telnd und erschre­ckend: Jede drit­te Frau wird im Lau­fe ihres Lebens ver­ge­wal­tigt oder geschla­gen, und dies meist in ihrem nahen Umfeld, oft in der Part­ner­schaft oder Fami­lie. Jede drit­te Frau. Das sind bei einer Welt­be­völ­ke­rung von der­zeit über sie­ben Mil­li­ar­den Men­schen, von der etwa die Hälf­te Frau­en sind, über eine Mil­li­ar­de Frau­en, auf Eng­lisch „one billion“.

Am Valen­tins­tag 2012 wur­de die Kam­pa­gne „One Bil­li­on Rising“ von Eve Ens­s­ler ins Leben geru­fen und am 14. Febru­ar 2013 fand „One Bil­li­on Rising“ zum ers­ten Mal welt­weit statt. In die­sem Rah­men erhe­ben sich min­des­tens eben­so vie­le Frau­en, Mäd­chen und auch unter­stüt­zen­de Män­ner, in vie­len Län­dern der Erde, um ein Zei­chen zu set­zen gegen die­se Gewalt. Ihre gemein­sa­men Zie­le sind, ein Bewusst­sein zu schaf­fen für die schmerz­vol­le Rea­li­tät vie­ler Frau­en und Mäd­chen, ein welt­wei­tes Netz der Soli­da­ri­tät zu knüp­fen und Ver­än­de­run­gen der jet­zi­gen Zustän­de zu bewirken.

Die Tän­ze­rin­nen und Tän­zer drü­cken gleich­zei­tig ihren Pro­test aus und brin­gen ihre Kraft, Ener­gie und Leben­dig­keit zum Aus­druck. Alle Inter­es­sier­ten sind ein­ge­la­den, am 14. Febru­ar 2025 um 14.25 Uhr auf dem Max­platz mit­zu­tan­zen.
„One Bil­li­on Rising“ Bam­berg wird unter­stützt von den Gleich­stel­lungs­stel­len der Stadt, des Land­krei­ses und der Uni Bam­berg, dem Kän­gu­ruh e.V. und dem Chris­to­pher Street Day Bam­berg e.V.

Im Vor­feld der Akti­on „One Bil­li­on Rising“ in Bam­berg wer­den Übungs­ter­mi­ne für den Tanz kos­ten­frei angeboten:

  • 23. Janu­ar 2025, 19 Uhr, Dis­tel, Kuni­gun­den­ruh­stra­ße 8

  • 26. Janu­ar 2025, 14 Uhr, Blaue Frie­da – Zen­trum für inter­kul­tu­rel­le Begeg­nung, Schüt­zen­stra­ße 2a

  • 28. Janu­ar 2025, 19 Uhr, Bal­tha­sar, Bal­tha­s­ar­gäss­chen 1

  • 1. Febru­ar 2025, 14.30 Uhr, Body & Soul, Kro­nacher Stra­ße 61

  • 3. Febru­ar 2025, 15.30 Uhr, Kufa, Ohm­stra­ße 3

  • 12. Febru­ar 2025, 18 Uhr, Jugend­zen­trum Bam­berg, Mar­ga­re­ten­damm 12a

Fest­akt zum Abschluss von „Kom­mu­nal? Digital!“

Bam­berg begeis­tert mit smar­tem Projekt

Sie sind Vor­rei­ter in Sachen Digi­ta­li­sie­rung: Zehn baye­ri­sche Kom­mu­nen erhiel­ten als Preis­trä­ger des Ideen­wett­be­werbs „Kom­mu­nal? Digi­tal! – Nach­hal­ti­ge Digi­tal­pro­jek­te für smar­te baye­ri­sche Kom­mu­nen“ eine För­de­rung für ihre inno­va­ti­ven Smart City-Pro­jek­te. Bam­berg stell­te das Erfolgs­pro­jekt BaK­IM vor. Die Stadt Bam­berg koope­riert in die­sem mit der Otto-Fried­rich-Uni­ver­si­tät Bamberg.

Auf der gro­ßen Abschluss­ver­an­stal­tung in Mün­chen wur­de mit rund 200 inter­es­sier­ten Besu­che­rin­nen und Besu­chern Bilanz gezo­gen. Bam­berg konn­te mit sei­nem Pro­jekt BaK­IM begeis­tern. „Die Gewin­ner des Ideen­wett­be­werbs ‚Kom­mu­nal? Digi­tal!‘ wei­sen den Weg in die digi­ta­le Zukunft des moder­nen Staa­tes“, so Staats­mi­nis­ter Dr. Fabi­an Meh­ring anläss­lich der Abschluss­ver­an­stal­tung sei­nes Minis­te­ri­ums. „Digi­ta­le Trans­for­ma­ti­on und Nach­hal­tig­keit sind die bei­den Mega­the­men unse­rer Zeit. Wir dür­fen sie nicht gegen­ein­an­der aus­spie­len, son­dern müs­sen sie gemein­sam den­ken. Genau die­ser Brü­cken­schlag ist uns mit unse­rem Erfolgs­pro­gramm ‚Kom­mu­nal? Digi­tal!‘ gelun­gen. Nun sol­len Kom­mu­nen in ganz Bay­ern von die­sen Lösun­gen profitieren.“

Im Bam­ber­ger Pro­jekt BaK­IM hilft eine Künst­li­che Intel­li­genz (KI) dabei, Droh­nen­bil­der von Bam­ber­ger Wäl­dern aus­zu­wer­ten. So kann die Gesund­heit der Bäu­me ana­ly­siert wer­den, um die Baum­pfle­ge­rin­nen und Baum­pfle­gern bei ihrer wich­ti­gen Arbeit zu unter­stüt­zen. Johan­nes Höl­zel, Pro­jekt­lei­ter von BaK­IM und Lei­ter der städ­ti­schen Forst­ver­wal­tung, betont: „Durch BaK­IM erlan­gen wir Wis­sen über unse­re Baum­be­stän­de, das nor­ma­ler­wei­se in müh­sa­mer Kleinst­ar­beit von Baum­pfle­ge­rin­nen und Baum­pfle­gern erar­bei­tet wer­den muss. So kön­nen wir schnel­ler und ziel­ge­rich­te­ter agie­ren und unse­re Baum­be­stän­de bes­ser pflegen.“

Auch Dr. Ste­fan Gol­ler, Refe­rent für Wirt­schaft und Digi­ta­li­sie­rung, bestä­tigt: „Das Pro­jekt BaK­IM ist ein Vor­bild­pro­jekt, was Digi­ta­li­sie­rung in der Stadt­ver­wal­tung angeht. Zusätz­lich hilft es uns, aktu­el­len Kli­ma­her­aus­for­de­run­gen mit digi­ta­len Mit­teln und Künst­li­cher Intel­li­genz zu begeg­nen. Des­we­gen füh­ren wir das Pro­jekt auch im Rah­men des För­der­pro­gramms Smart City Bam­berg wei­ter. Denn es gibt noch viel zu tun!“


Digi­ta­le Tech­no­lo­gien helfen

Gemein­sam ist den baye­ri­schen Leucht­turm­pro­jek­ten eines: Die Kom­mu­nen nut­zen moderns­te digi­ta­le Tech­no­lo­gien, um mit ihnen aktu­el­le Her­aus­for­de­run­gen rund um die Mega­the­men Nach­hal­tig­keit und Kli­ma­schutz zu bewäl­ti­gen – im Sin­ne ihrer Bür­ge­rin­nen und Bür­ger vor Ort. Dafür erhiel­ten die Gewin­ner des Ideen­wett­be­werbs jeweils bis zu 500.000 Euro. Digi­tal­mi­nis­ter Meh­ring bestä­tigt: „Das För­der­vo­lu­men von rund vier Mil­lio­nen Euro wur­de bes­tens in die Zukunft Bay­erns investiert.“

Par­al­lel zur Abschluss­ver­an­stal­tung von „Kom­mu­nal? Digi­tal!“ wur­den Steck­brie­fe zu den ein­zel­nen Pro­jek­ten ver­öf­fent­licht, die einen Trans­fer der Modell­pro­jek­te in ande­re Kom­mu­nen unter­stüt­zen sol­len. „Digi­ta­le Inno­va­tio­nen zei­gen die größ­te Wir­kung, wenn sie vor Ort und mit Blick auf ganz prak­ti­sche Her­aus­for­de­run­gen ent­wi­ckelt wer­den – so wie bei den zehn Gewin­ner­pro­jek­ten von ‚Kom­mu­nal? Digi­tal!‘“, sagt Meh­ring. „Das Bes­te ist: Ab heu­te muss nicht jede baye­ri­sche Kom­mu­ne das Rad neu erfin­den. Statt­des­sen sor­gen wir mit unse­ren Pro­jekt­steck­brie­fen dafür, dass ab sofort alle baye­ri­schen Kom­mu­nen von den zehn prä­mier­ten Leucht­turm­pro­jek­ten pro­fi­tie­ren und deren Mehr­wert über­all in Bay­ern aus­rol­len kön­nen – so geht klu­ge Digi­ta­li­sie­rung im engen Schul­ter­schluss zwi­schen Frei­staat und kom­mu­na­ler Fami­lie.“
Wei­te­re Infor­ma­tio­nen zum Ideen­wett­be­werb und den zehn Leucht­turm­pro­jek­ten sind hier zu fin­den.

Daten­ge­trie­be­ne Besuchs­len­kung als Ziel 

Smar­te Sen­so­ren an vol­len Plät­zen in Bamberg

Um Auf­schluss dar­über zu bekom­men, wie voll es in Bam­berg an man­chen Plät­zen wirk­lich ist und wie die Bam­ber­ge­rin­nen und Bam­ber­ger eine Daten­er­fas­sung durch Sen­so­ren wahr­neh­men, wur­de das Pro­jekt „Crow­danym“ gestar­tet. Es soll eine Vor­stu­die zu einer anony­men Daten­er­fas­sung als Grund­la­ge einer daten­ge­trie­be­nen Besuchs­len­kung in der Bam­ber­ger Alt­stadt sein, wie die Stadt Bam­berg mitteilt.

Bam­berg wird als Welt­kul­tur­er­be­stadt oft und ger­ne von Tou­ris­tin­nen und Tou­ris­ten besucht. Nicht sel­ten befin­den sich dabei sehr vie­le Men­schen gleich­zei­tig an bestimm­ten Orten, wie bei­spiels­wei­se im Dom oder am Gabel­mo und so ent­steht eine ungleich­mä­ßi­ge Nut­zung von tou­ris­ti­schen oder gas­tro­no­mi­schen Ange­bo­ten. Um eine Daten­grund­la­ge für die­se Wahr­neh­mun­gen in Bam­berg zu lie­fern, wur­de das Pro­jekt „Crow­danym“ gestar­tet – eine Vor­stu­die zu einer anony­men Daten­er­fas­sung als Grund­la­ge einer daten­ge­trie­be­nen Besuchs­len­kung in der Bam­ber­ger Alt­stadt. Nun wur­den ers­te Sen­so­ren in der Dom­stadt ange­bracht, um zu unter­su­chen, ob und wie man an tou­ris­tisch beleb­ten Orten mes­sen kann, wie vie­le Men­schen sich dort auf­hal­ten – und wie sich Besu­che­rin­nen und Besu­cher durch die Stadt bewegen.

Anony­mi­sier­te Mes­sun­gen geben Informationen

Das Pro­jekt wer­de über die Inno­va­ti­ons­in­itia­ti­ve „mFUND“ des BMDV (Bun­des­mi­nis­te­ri­um für Digi­ta­les und Ver­kehr) geför­dert und ist in Bam­berg ein Koope­ra­ti­ons­pro­jekt der Otto-Fried­rich-Uni­ver­si­tät und des För­der­pro­gramms Smart City Bam­berg. „Crow­danym“ wol­le Lösun­gen unter­stüt­zen, die Besu­che­rin­nen und Besu­cher intel­li­gent len­ken und gro­ße Ansamm­lun­gen von Men­schen ver­mei­den könn­ten. Ein­ge­setzt wür­den dazu Sen­so­ren, die bestimm­te Han­dy­si­gna­le auf­neh­men und anonym an eine Aus­wer­tungs­stel­le wei­ter­lei­ten. Dass sich hier kei­ner­lei Sor­gen um pri­va­te Daten gemacht wer­den müs­se, bekräf­tigt Prof. Dr. Danie­la Nick­las, Lehr­stuhl­in­ha­be­rin für Infor­ma­tik, insb. Mobi­le Softwaresysteme/​Mobilität an der Uni Bam­berg: „Durch die unmit­tel­ba­re Anony­mi­sie­rung wer­den kei­ne per­so­nen­be­zo­ge­nen Daten erho­ben oder gespei­chert. Es wird also nur ange­zeigt, wie vie­le und nicht wel­che Per­so­nen sich der­zeit zum Bei­spiel am Tou­ris­mus- und Kon­gress­ser­vice auf­hal­ten. Das kommt zum einen den Anwoh­ne­rin­nen und Anwoh­nern Bam­bergs zu Gute sowie künf­tig auch den Tou­ris­tin­nen und Touristen.“

Gemes­sen wird via Sen­so­ren der­zeit an der Obe­ren Brü­cke, auf dem Dom­platz, am T&K‑Service, in der Sand­stra­ße, am Max­platz, am Grü­nen Markt und an der Kon­zert­hal­le. An allen Stel­len befin­den sich ent­spre­chen­de Aus­hän­ge der Uni­ver­si­tät Bam­berg, die Auf­schluss über die Mes­sung geben und dar­auf hin­wei­sen, dass auch eine akti­ve Nicht-Teil­nah­me an der Mes­sung mög­lich ist.

Vor­pro­jekt zu einem künf­ti­gen Besuchsleitsystem

Mit den Infor­ma­tio­nen kann in Bam­berg künf­tig ein Besuchs­leit­sys­tem auf­ge­baut wer­den, das nicht nur Tou­ris­tin­nen und Tou­ris­ten hel­fen kann Groß­an­samm­lun­gen zu umge­hen, son­dern auch bei Ver­an­stal­tun­gen wie der Sand­ker­wa oder Fes­ten auf dem Max­platz vor Über­fül­lung schüt­zen könnte.

Wie ste­hen die Bam­ber­ge­rin­nen und Bam­ber­ger zu den Sensoren?

„Uns ist es ein beson­de­res Anlie­gen auf­zu­klä­ren und zu unter­su­chen, wie die Bam­ber­ge­rin­nen und Bam­ber­ger eine sol­che Sen­so­ren-Mes­sung wahr­neh­men. Des­halb wer­den wir aktiv Fra­gen stel­len um her­aus­zu­fin­den, unter wel­chen Bedin­gun­gen die Bür­ger­schaft die Sen­so­ren akzep­tiert“, betont die Psy­cho­lo­gin Prof. Dr. Astrid Schütz, die den Lehr­stuhl für Per­sön­lich­keits­psy­cho­lo­gie und Psy­cho­lo­gi­sche Dia­gnos­tik innehat.

Eine sol­che Befra­gung zur Akzep­tanz von Sen­so­ren habe bereits Anfang August an ver­schie­de­nen zen­tra­len Stel­len in der Bam­ber­ger Innen­stadt stattgefunden.

Mehr Infos bei Smart City Rese­arch Lab-Projektmesse

Die Ergeb­nis­se der Umfra­ge und mehr zu dem Pro­jekt „Crow­danym“ sowie ande­ren Smart City-Pro­jek­ten gebe es am Frei­tag, den 25. August bei der Pro­jekt­mes­se im neu­en Digi­ta­len Grün­der­zen­trum, in der Nathan‑R.-Preston-Straße 1, zu erfah­ren, so die Stadt in der Mel­dung. Von 10 bis 13 Uhr wür­den an die­sem Tag Pro­jek­te, die im Rah­men des Smart City Rese­arch Labs unter­sucht wer­den, von Stu­die­ren­den prä­sen­tiert. The­men wie Mobi­li­tät, Kli­ma und Digi­ta­le Gesund­heits­diens­te wür­den ver­tre­ten sein. Alle Inter­es­sier­ten sei­en herz­lich ein­ge­la­den, sich zu infor­mie­ren und Fra­gen zu den Pro­jek­ten zu stel­len. Eine Anmel­dung sei nicht notwendig.

Stel­lung­nah­me der Bam­ber­ger Universitätsleitung

Soli­da­ri­tät mit der Ukraine

Die Lei­tung der Otto-Fried­rich-Uni­ver­si­tät Bam­berg hat sich in einer Stel­lung­nah­me zur Inva­si­on der Ukrai­ne durch Trup­pen der Rus­si­schen Föde­ra­ti­on zu Wort gemel­det und die­se ver­ur­teilt. Sie sei sich der Ver­wund­bar­keit von Uni­ver­si­tä­ten ins­ge­samt, aber auch ein­zel­ner Wis­sen­schaft­le­rin­nen und Wis­sen­schaft­ler sehr bewusst. Die Uni­ver­si­tät wer­de ver­su­chen, betrof­fe­ne Stu­die­ren­de prak­tisch zu unterstützen.

„Wir leh­nen völ­ker­rechts­wid­ri­ge Angrif­fe auf das Ter­ri­to­ri­um eines Staa­tes als Mit­tel der Poli­tik ab und schlie­ßen uns den For­de­run­gen der Baye­ri­schen Staats­re­gie­rung nach einem sofor­ti­gen Ende der Inva­si­on der Ukrai­ne an.

Gewalt, die Miss­ach­tung natio­na­len und inter­na­tio­na­len Rechts, ins­be­son­de­re die Miss­ach­tung der Men­schen­rech­te, der bür­ger­li­chen Frei­hei­ten und der Wis­sen­schafts­frei­heit, stell­ten für das Wis­sen­schafts­sys­tem eine schwe­re Bedro­hung dar, wie es wei­ter heißt. Wis­sen­schaft­li­cher Fort­schritt brau­che Frie­den, Rechts­si­cher­heit und die Frei­heit zum unge­hin­der­ten Aus­tausch – ohne Anse­hen askrip­ti­ver Merk­ma­le wis­sen­schaft­lich Arbei­ten­der und über staat­li­che Gren­zen hinweg.

Uni­ver­si­tä­ten müs­sen auch in schwe­ren Zei­ten ein Ort respekt­vol­len Dis­kur­ses bleiben

„Als Lei­tung einer deut­schen Uni­ver­si­tät sind wir uns der Ver­wund­bar­keit von Uni­ver­si­tä­ten ins­ge­samt, aber auch ein­zel­ner Wis­sen­schaft­le­rin­nen und Wis­sen­schaft­ler sehr bewusst. Unse­re Gedan­ken sind bei den Men­schen in der Ukrai­ne. Sie sind aber auch bei den Stu­die­ren­den und Mit­ar­bei­ten­den aus der Ukrai­ne an unse­rer Uni­ver­si­tät. Sie alle sind uns in die­sen schwe­ren Zei­ten beson­ders nahe.“

Die Ver­ant­wort­lich­keit für den Angriff auf die Ukrai­ne lie­ge bei der Regie­rung Russ­lands. Die Lei­tung soli­da­ri­sie­re sich mit dem offe­nen Brief von Wis­sen­schaft­le­rin­nen und Wis­sen­schaft­lern in Russ­land, die sich mutig und trotz eines zuneh­mend repres­si­ven Staats­ap­pa­rats gegen den Krieg aussprechen.

Wei­ter heißt es von Sei­te der Uni­ver­si­täts­lei­tung, man tre­te jedem Ver­such ent­ge­gen, Uni­ver­si­täts­an­ge­hö­ri­ge allein auf­grund ihrer rus­si­schen Her­kunft anzu­f­ein­den. Uni­ver­si­tä­ten müss­ten auch in schwe­ren Zei­ten ein Ort respekt­vol­len Dis­kur­ses bleiben.

Die Uni­ver­si­tät Bam­berg wer­de ver­su­chen, betrof­fe­ne Stu­die­ren­de prak­tisch zu unter­stüt­zen. „Neh­men Sie bei Pro­ble­men Kon­takt zu den Mit­ar­bei­ten­den des Aka­de­mi­schen Aus­lands­amts auf. Den­ken Sie an alle Bera­tungs­mög­lich­kei­ten der Uni­ver­si­tät und in der Stadt Bam­berg. Dies schließt für Mit­ar­bei­ten­de die psy­cho­so­zia­le Bera­tungs­stel­le der Uni­ver­si­tät und für Stu­die­ren­de die psy­cho­the­ra­peu­ti­sche Bera­tung des Stu­den­ten­werks sowie die Hoch­schul­seel­sor­ge ein. Spre­chen Sie bit­te auch mit Dozie­ren­den Ihres Ver­trau­ens, ins­be­son­de­re wenn Ihre Stu­di­en­leis­tun­gen zu lei­den beginnen.“

Die Uni­ver­si­tät ist Mit­glied von Scho­lars at Risk. Sie wer­de über­re­gio­na­le Initia­ti­ven zur Unter­stüt­zung ukrai­ni­scher Wis­sen­schaft­le­rin­nen und Wis­sen­schaft­ler genau ver­fol­gen. Sie wer­de sich im Rah­men ihrer Mög­lich­kei­ten in rele­van­te Maß­nah­men ein­brin­gen. „Wenn mög­lich wer­den wir auch ver­su­chen, bestehen­de Koope­ra­tio­nen mit ukrai­ni­schen Uni­ver­si­tä­ten und For­schungs­ein­rich­tun­gen auf­recht­zu­er­hal­ten und die Fakul­tä­ten und Insti­tu­te der Uni­ver­si­tät auf­for­dern, ukrai­ni­sche Wis­sen­schaft­le­rin­nen und Wis­sen­schaft­ler auf bestehen­de Mög­lich­kei­ten für Gast­do­zen­tu­ren auf­merk­sam zu machen. Wis­sen­schaft­le­rin­nen und Wis­sen­schaft­ler der Uni­ver­si­tät sind auch auf­ge­for­dert, Initia­ti­ven der jewei­li­gen Fach­ge­sell­schaf­ten in der Uni­ver­si­tät bekannt zu machen und Mög­lich­kei­ten zur Betei­li­gung zu diskutieren.“

Stu­die

Digi­tal kom­pe­ten­ter Unter­richt – man­gel­haf­te IT-Infrastruktur

Eine heu­te ver­öf­fent­lich­te deutsch­land­wei­te Stu­die unter Betei­li­gung der Uni­ver­si­tät Bam­berg zeigt Stär­ken und Her­aus­for­de­run­gen beim digi­ta­len Unter­rich­ten in der beruf­li­chen Bil­dung auf. Die­ser zufol­ge sind beruf­li­che Lehr­kräf­te digi­tal kom­pe­tent, aller­dings man­gelt es in Beruf­li­chen Schu­len häu­fig an einer sta­bi­len IT-Infrastruktur.

Beruf­li­che Lehr­kräf­te sind digi­tal kom­pe­tent, arbei­ten sou­ve­rän mit digi­ta­len End­ge­rä­ten und füh­len sich durch das digi­ta­le Unter­rich­ten nicht außer­ge­wöhn­lich gestresst. Ihre größ­te Her­aus­for­de­rung wäh­rend der Pan­de­mie: Häu­fig man­gelt es in Beruf­li­chen Schu­len an einer sta­bi­len IT-Infra­struk­tur, zum Bei­spiel einer guten WLAN-Ver­bin­dung. Zu die­sen Erkennt­nis­sen gelangt ein For­schungs­team in einer deutsch­land­wei­ten Stu­die, die am 21. Febru­ar 2022 vom Bun­des­ver­band der Lehr­kräf­te für Berufs­bil­dung e.V. (BvLB) ver­öf­fent­licht wur­de. Für die Stu­die koope­rier­te ein Ver­bund mit For­schen­den der Uni­ver­si­tä­ten Bam­berg, Han­no­ver und Osna­brück sowie der Päd­ago­gi­schen Hoch­schu­le Schwä­bisch-Gmünd.

Ers­te bun­des­wei­te Erhe­bung in Beruf­li­chen Schulen

„Bei der Stu­die han­delt es sich um die ers­te bun­des­wei­te Erhe­bung unter Leh­re­rin­nen und Leh­rern an Beruf­li­chen Schu­len zum The­ma digi­ta­le Trans­for­ma­ti­on“, betont der Spre­cher des For­schungs­teams Prof. Dr. Karl-Heinz Ger­holz. Er hat die Pro­fes­sur für Wirt­schafts­päd­ago­gik an der Uni­ver­si­tät Bam­berg inne und ging mit sei­ner Kol­le­gin Prof. Dr. Julia Gil­len sowie den Kol­le­gen Prof. Dr. Uwe Fass­hau­er und Prof. Dr. Tho­mas Bals in einer Umfra­ge ins­be­son­de­re den Fra­gen nach: Wie kamen beruf­li­che Lehr­kräf­te durch die Pan­de­mie? Wel­che Poten­tia­le sehen sie im digi­ta­len Unter­rich­ten und Orga­ni­sie­ren? Und wie steht es um die digi­ta­le Kom­pe­tenz von beruf­li­chen Lehr­kräf­ten? Für die Stu­die „Erfah­run­gen und Per­spek­ti­ven des digi­ta­len Unter­rich­tens und Ent­wi­ckelns an beruf­li­chen Schu­len“ (Digi-BS) wur­den 3.074 beruf­li­che Lehr­kräf­te in Deutsch­land zwi­schen Dezem­ber 2020 und März 2021 befragt.

„Die tech­ni­sche Infra­struk­tur ist ein Schlüs­sel­fak­tor, um die digi­ta­le Kom­pe­tenz von Lehr­kräf­ten wei­ter zu stär­ken und das sub­jek­ti­ve Stres­ser­le­ben zu redu­zie­ren“, stellt Karl-Heinz Ger­holz als zen­tra­les Ergeb­nis der Stu­die her­aus. Die Digi-BS-Stu­die zeigt, dass eine sta­bi­le und nach­hal­ti­ge IT-Infra­struk­tur an den Schu­len noch nicht in der Brei­te vor­han­den ist, wie sie eigent­lich benö­tigt wird. Ins­be­son­de­re WLAN-Ver­füg­bar­keit und ‑sta­bi­li­tät sowie Sup­port und pass­ge­naue Wei­ter­bil­dungs­an­ge­bo­te fehlen.

Pan­de­mie hat digi­ta­le Aus­stat­tung enorm beschleunigt

Davon abge­se­hen zeich­net die Stu­die ein eher posi­ti­ves Bild der digi­ta­len Ver­än­de­rung an Beruf­li­chen Schu­len: Die Pan­de­mie hat die digi­ta­le Aus­stat­tung, etwa mit Tablets und Lap­tops, enorm beschleu­nigt. Beruf­li­che Lehr­kräf­te haben die Pha­sen des Distanz­un­ter­richts und hybri­den Unter­rich­tens erfolg­reich gemeis­tert. Sie ver­fü­gen unter ande­rem über eine aus­ge­präg­te digi­ta­le Kom­pe­tenz, sind neu­gie­rig hin­sicht­lich digi­ta­ler Tech­no­lo­gien und kön­nen digi­ta­len Unter­richt ins­be­son­de­re auch im Aus­tausch mit dem Kol­le­gi­um gut umset­zen. Unter­stüt­zung wird also wesent­lich vor Ort in den Beruf­li­chen Schu­len erlebt, die der Bil­dungs­ver­wal­tung wird als eher begrenzt wahr­ge­nom­men. Die­se posi­ti­ven Erfah­run­gen im Umgang mit den Her­aus­for­de­run­gen der Pan­de­mie, so der Mit­au­tor Tho­mas Bals, „bestä­ti­gen erneut die Not­wen­dig­keit einer umfas­sen­den Auto­no­mie der Beruf­li­chen Schu­len bei der Erfül­lung ihres Bildungsauftrages.“

Arbeit und Frei­zeit über­schnei­den sich zuneh­mend, was die befrag­ten Lehr­kräf­te nicht als beson­ders belas­tend erle­ben. Dies zeigt sich zum Bei­spiel dar­an, dass das Stres­ser­le­ben nor­mal ist. Es ist davon aus­zu­ge­hen, dass das digi­ta­le Arbei­ten zwar manch­mal mit Stress­emp­fin­den ein­her­geht, die­ses aller­dings nicht wesent­lich nega­ti­ver und belas­ten­der als üblich wahr­ge­nom­men wird. Die­ses Ergeb­nis ist für die betei­lig­ten Wis­sen­schaft­le­rin­nen und Wis­sen­schaft­ler über­ra­schend vor dem Hin­ter­grund der gesell­schaft­li­chen Dis­kus­si­on um digi­ta­les Ler­nen und der damit zusam­men­hän­gen­den Her­aus­for­de­run­gen. „Beruf­li­che Lehr­kräf­te haben die Her­aus­for­de­run­gen in der Pan­de­mie erstaun­lich gut bewäl­tigt und kön­nen somit als ‚Hid­den Cham­pi­ons der Pan­de­mie‘ beschrie­ben wer­den“, sagt Karl-Heinz Gerholz.

Die Stu­die macht in die­sem Zusam­men­hang jedoch auch fol­gen­den Zusam­men­hang deut­lich: War die tech­ni­sche Aus­stat­tung gut und haben Lehr­kräf­te eine digi­ta­le Selbst­wirk­sam­keit, war ihr Stress­emp­fin­den gering. Schlech­te tech­ni­sche Aus­stat­tung führ­te dage­gen zu sehr hohem Stress­emp­fin­den und per­sön­li­cher Überlastung.

Neue Arbeits­mo­del­le in der digi­ta­len Transformation

Zudem lei­ten die For­schen­den aus ihrer Stu­die ab, dass im Zuge der digi­ta­len Trans­for­ma­ti­on auch die Arbeits­mo­del­le von Lehr­kräf­ten in den Blick genom­men wer­den müs­sen. „Wenn Unter­richt und schu­li­sche Arbeit zuneh­mend in hybri­den Räu­men statt­fin­den, ist das Prä­senz­stun­den­mo­dell an der Schu­le nicht mehr zeit­ge­mäß“, sagt Karl-Heinz Ger­holz. „Die sich ver­än­dern­den Ver­ant­wor­tungs­be­rei­che von Lehr­kräf­ten müs­sen in den Arbeits­mo­del­len stär­ker berück­sich­tigt wer­den.“ Dies zu befor­schen, ist das nächs­te Ziel der For­schungs­grup­pe Digi-BS. Die voll­stän­di­ge Stu­die ist hier zu fin­den.