Ein Tag voller Entdeckungen für die ganze Familie
Weltkindertag auf dem Domberg am 20. September
Zu einem bunten, lebendigen und spannenden Weltkindertag am Samstag, 20. September, laden die Neue Residenz und die Alte Hofhaltung auf dem Domberg ein.
Familien mit Kindern sind herzlich willkommen, gemeinsam auf Entdeckungstour zu gehen, zu lernen, zu basteln und sich von historischen Schauplätzen inspirieren zu lassen. Ob kleine Entdeckerinnen oder große Geschichts-Fans – hier kommen alle auf ihre Kosten.
Die Familienführung „Lichterglanz und warmes Zuhause? Wie war das damals?“ in der Neuen Residenz richtet sich an Kinder ab sechs Jahren und lädt zu einer Entdeckungs- und Zeitreise ein. Im Historischen Museum Bamberg gibt es nicht nur Entdeckerbogen und Mitmachstationen rund um die Ausstellung „Bilderspaziergang“, sondern auch den Workshop „Demokratie braucht Kunst!“, in dem gemeinsam mit den Künstlerinnen Simona Saccoccia und Judith Siedersberger Stoffbeutel bedruckt werden. Die Infostand- und Mitmachstation „Handpanmusik“ eröffnet Klangwelten mit der Handpan, die Jung und Alt in ihren Bann ziehen. Beim Workshop „Lehm ist bunt“ mit „LebensLehm“ können Baumrindenmobile mit auswaschbaren Lehmfarben bemalt werden. Weiterhin können bei der Mitmachaktion „Bunte Buttons“ eigene, einzigartige Button gestaltet werden. Zusätzlich informiert der Infostand der „Omas gegen Rechts Bamberg“ über deren Arbeit und bietet ein Glücksrad. Schließlich führt die Familienführung „Abenteuer Geschichte – auf den Spuren der Fürstbischöfe“ vom Mittelalter bis zum Barock: Vom geheimnisvollen Kirchenschimmer in der Thomaskapelle bis zum prunkvollen Glanz der Neuen Residenz können Kinder mit ihren Eltern eine spannende Zeitreise erleben.
Alle Programmpunkte sind familienfreundlich gestaltet; weitere Details zu Zeiten und Treffpunkten unter http://www.domberg-bamberg.de
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Polizei und Hilfsorganisationen haben erfolgreich die Zusammenarbeit trainiert
Amoklage im Stadion: Einsatzkräfte üben in Bamberg den Ernstfall
Als gegen 12 Uhr Übungsleiter Christian Seitz „Übungsende“ über die Funkgeräte verkündet, liegen drei intensive Stunden hinter den rund 350 Einsatzkräften sowie 130 Statistinnen und Statisten. Polizei, Rettungsdienst, Katastrophenschutz und Feuerwehr haben am Samstag, 13. September 2025, im Zusammenspiel mit den Kliniken Bamberg, Burgebrach und Scheßlitz sowie der Integrierten Leitstelle Bamberg-Forchheim für den absoluten Ernstfall trainiert: Bei einem Fußballspiel im Fuchs-Park-Stadion greift ein frustrierter ehemaliger Mitarbeiter eines Fußballvereins im psychischen Ausnahmezustand wahllos mit einem Messer Menschen im VIP-Bereich der Tribüne an.
Bayerns Innenminister Joachim Herrmann, der selbst vor Ort die Übung verfolgt, betont die Wichtigkeit solch groß angelegter Testläufe: „Durch realitätsnahe Szenarien kann die organisationsübergreifende Zusammenarbeit aller Blaulichtorganisationen im Ernstfall geübt und weiter verbessert werden. Neben der guten Zusammenarbeit von Bayerischer Polizei, Rettungsdienst und Feuerwehr kommt es im Bevölkerungsschutz auf verlässliche Planung, gute Vorbereitung und die Vernetzung aller relevanten Akteure an. Die aktive Beteiligung der drei Kliniken in Stadt und Landkreis Bamberg an der Übung begrüße ich daher ausdrücklich.“ Auch Oberbürgermeister Andreas Starke, die Bürgermeister Jonas Glüsenkamp und Wolfgang Metzner sowie weitere Ehrengäste aus Politik und von Sicherheitsbehörden sind anwesend, als es gegen 9 Uhr losgeht. Der Sanitätsdienst im Stadion vermutet zunächst eine Schlägerei und alarmiert die Polizei. Schon wenig später treffen die ersten Kräfte ein. Sie finden eine unübersichtliche Lage vor: eine volle Tribüne mit einer zu diesem Zeitpunkt unklaren Anzahl an Verletzten und einem Täter, der sich noch im Stadion befindet. Dieser flüchtet und verschanzt sich in einem benachbarten Containerdorf. Die Einsatzkräfte erhöhen die Alarmstufe, nachdem klar wird, was vorgefallen ist. Wenig später treffen ein Großaufgebot an Polizeikräften und der alarmierte Rettungsdienst sowie Kräfte des Katastrophenschutzes ein. Das Szenario hält noch mehr bereit: Rauch steigt im Bereich des Containerdorfs auf. Der Täter hat ein Feuer gelegt.
Vertrauter Übungsort
„Wir wollen auf alle Fälle vorbereitet sein: Die Großübung dient dazu, bei einer Polizeilage das Zusammenspiel aller beteiligten Blaulicht-Organisationen zu trainieren und zu verbessern“, betont Oberbürgermeister Andreas Starke. „Der Übungsort wurde bewusst gewählt, da er allen an der Übung Beteiligten auch aus der Praxis bestens bekannt ist. Damit ist es möglich, in sicherer Umgebung Neues zu erproben und bestehende Planungen auf Aktualität und Umsetzbarkeit zu prüfen“, erklärt Christian Seitz, Leiter des Amtes für Brand- und Katastrophenschutz der Stadt Bamberg. Der städtische Katastrophenschutzbeauftragte Michael Hoh hat die Übung federführend organisiert und dafür eine Vielzahl an Statisten vor allem von der Polizei und aus der Stadtverwaltung gewonnen.
„Jede Sekunde zählt! Den Täter handlungsunfähig zu machen, Rettungsdiensten ohne Eigengefährdung ihren Einsatz zu ermöglichen und die Bevölkerung zu schützen, lässt keinen Zeitverzug zu. Wir sind dankbar für diese Übung, ist doch die Bewältigung lebensbedrohlicher Einsatzlagen kein Zufallsprodukt, sondern das Ergebnis intensiver Planung und Abstimmung. Zu einer guten Vorbereitung gehört, dass man definierte Handlungsabläufe realistischen Bedingungen trainiert und gegebenenfalls verbessert. Das ist aufwändig, lohnt sich aber. Ich danke allen Beteiligten für ihr großes Engagement“, betont Polizeivizepräsident der Polizei Oberfranken Ulrich Rothdauscher.
Um zu beurteilen, was gut läuft, und was noch besser laufen muss, sind rund 50 Übungsbeobachter der einzelnen Organisationen mit einem strengen Auge dabei. „Übung macht den Meister – das gilt auch und gerade für Szenarien, von denen wir uns alle wünschen, dass sie am besten nie eintreten mögen“, betont Bambergs Polizeichef Florian Mayer. „Gemeinsame Übungen mit anderen Organisationen ermöglichen uns, das Vorgehen unserer Partner noch besser kennenzulernen und ohnehin bestehende Kooperationen vertiefen und noch optimieren zu können. Ein gegenseitiges Verständnis ist gerade für stressbelastete Situationen von enormem Mehrwert“, so Mayer.
Herausforderndes Szenario
Denn das Szenario birgt einige Herausforderungen und viel Abstimmungsbedarf für die Einsatzkräfte: „Bei Großschadenslagen kommt der hauptberufliche Rettungsdienst mit der normalen Fahrzeugvorhaltung schnell an seine Grenzen, daher kommen immer dann ehrenamtlich besetzte Katastrophenschutzeinheiten zum Einsatz“, betont Katastrophenschutzbeauftragter Michael Hörmann vom BRK-Kreisverband Bamberg. Durch die große Anzahl an Verletzten sind das Bayerische Rote Kreuz, die Johanniter-Unfall-Hilfe und der Malteser Hilfsdienst mit insgesamt knapp 100 Einsatzkräften im Einsatz. Bevor die Rettungsdienste tätig werden können, muss die Polizei die Tribüne aber zunächst sichern und freigeben. Parallel werden die Kliniken in Alarmbereitschaft versetzt und aktivieren entsprechend ihrer Konzepte zusätzlich erforderliches Personal.
In der Zwischenzeit bereitet im Containerdorf die Polizei den Zugriff vor. Aufgrund des durch den Angreifer gelegten Brandes im Containerdorf wird die Feuerwehr zu dem Brandereignis nachalarmiert. Bei der Festnahme wird der Täter so schwer verletzt, dass er später verstirbt – so sieht es das Drehbuch vor. Erst nach der gesicherten Freigabe des Containerdorfes durch die Polizei darf und kann die Feuerwehr mit den Lösch- und Einsatzmaßnahmen beginnen. „Die Sicherheit und der Eigenschutz aller Einsatzkräfte, dies gilt auf für unsere Einsatzmannschaften, stehen stets im Vordergrund. Niemand darf in Gefahr geraten oder angegriffen werden“, betont Stadtbrandinspektor Ewald Pfänder. Was sich dagegen nie ausschließen lässt: Im Szenario verletzt sich bei den Löscharbeiten ein Feuerwehrmann. Dieser muss durch seine Kameradinnen und Kameraden gerettet werden.
Insgesamt werden 25 Personen inklusive Täter verletzt und müssen stationär in den Kliniken Bamberg, Burgebrach und Scheßlitz versorgt werden. Währenddessen nimmt vor Ort die Psychosoziale Notfallversorgung für Betroffene (PSNV‑B), bestehend aus Personal der Polizei und der Hilfsorganisationen, ihre Arbeit auf.
Kliniken überprüfen Abläufe
In den Kliniken geht es ebenso darum, die Abläufe für einen solchen Massenanfall an Verletzten zu überprüfen. Für die Notaufnahme des Klinikums am Bruderwald steht bei der Übung die sogenannte Triage, also die medizinische Ersteinschätzung und Priorisierung von zehn gleichzeitig eingelieferten Verletzten nach Dringlichkeit im Mittelpunkt. Dieser Prozess ist entscheidend, um im Ernstfall schnell die bestmögliche medizinische Versorgung zu gewährleisten. Das Klinikum Bamberg nutzt die Übung auch dazu, seine interne Alarmierungskette zu testen. Bei der Übung kommen 15 zusätzliche Mitarbeitende zum Einsatz, so dass der reguläre Betrieb der Notaufnahme ebenfalls gewährleistet bleibt und für die Patientinnen und Patienten keine Beeinträchtigung besteht. Auch in der Steigerwaldklinik Burgebrach und der Juraklinik Scheßlitz werden innerhalb kürzester Zeit schlagkräftige interdisziplinäre Behandlungsteams zusammengestellt, um der Krisensituation optimal zu begegnen.
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Anfrage der Landtags-Grünen zeigt erschreckendes Ausmaß
Schluss mit dem gigantischen Überstundenberg bei der Polizei in Oberfranken
Die Landtags-Grünen fordern nach einer Anfrage ein Ende des Überstundenbergs bei der Polizei in Oberfranken. „Der gigantische Überstundenberg bei der Polizei ist ein Armutszeugnis für die Bayerische Staatsregierung – Innere Sicherheit braucht ausreichende Finanzierung. Dafür hat die Bayerische Staatsregierung zu sorgen“, sagt die Fraktionsvorsitzende der Landtags-Grünen, Katharina Schulze.
Ursula Sowa, Landtagsabgeordnete für Oberfranken, kritisiert: „Bei uns im Polizeipräsidium Oberfrankenliegen pro Kopf 83 Überstunden an – und das seit Jahren. Das sind in Summe 200.572 Überstunden allein im Jahr 2024. Wer so weitermacht, riskiert die Gesundheit der Beamtinnen und Beamten und die Sicherheit im Land.“
Hintergrund ist die Auswertung der Antwort auf eine Grüne Anfrage zu Mehrarbeitsstunden 2022 bis 2024: Der Gesamtbestand bleibt dauerhaft hoch, in einigen Präsidien steigen die Überstunden sogar weiter. Gleichzeitig hat die Staatsregierung die Auszahlung drastisch gekürzt – von 6,5 % der Stunden im Jahr 2022 auf nur noch 3 % im Jahr 2024. „Damit sparen sich CSU und Freie Wähler auf dem Rücken der Polizei über 60 Millionen Euro an ausstehenden Überstundenvergütungen – in vielen Fällen liegt die Auszahlung für die Überstunde sogar unter dem regulären Stundenlohn. Das ist ein Skandal!“, so Florian Siekmann, Sprecher für Inneres.
Ursula Sowa MdL: „Unsere Polizei leistet unglaublich viel, ob klein ob groß, ob Volksfest oder internationale Versammlung. Hier bei uns vor Ort wäre die Sandkerwa, wie sie jetzt gerade stattfindet, ansonsten nicht vorstellbar.“
„Endlich für Entlastung sorgen und faire Bezahlung garantieren. Alles andere gefährdet auf Dauer unsere Sicherheit.“
Die Landtags-Grünen fordern:
- Sonder-Auszahlungsprogramm für Überstunden mit 20 % Zuschlag auf die Stundensätze (jährlich 25 Mio. Euro 2026–2029)
- Verbindliche Abbauziele für alle Polizeipräsidien
- Keine Altstunde darf verfallen – volle Auszahlung oder Freizeitausgleich bis 2029 garantieren
- Polizei von fachfremden Aufgaben befreien: Vorführdienste an die Justiz, Passersatzbeschaffung an Ausländerbehörden, Grenzpolizei auf Schleierfahndung konzentrieren
„Statt sich in Interviews über angeblich zu wenig Arbeitsmoral in Deutschland zu beschweren, sollten Markus Söder und seine CSU erstmal vor der eigenen Tür kehren“, so Katharina Schulze, Fraktionsvorsitzende. „Es ist ein Hohn, mehr Arbeit zu predigen, während man es nicht schafft, den Überstundenberg bei den eigenen Staatsbediensteten abzubauen.“
Ursula Sowa ergänzt: „Wer diese Leistung erhalten will, muss endlich für Entlastung sorgen und faire Bezahlung garantieren. Alles andere gefährdet auf Dauer unsere Sicherheit.“
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Internet: Hundertprozentige Sicherheit gibt es nicht
Wirtschaftskammern und Polizei: Cybersicherheit wichtiger denn je zuvor
Die Gefahren für Unternehmen durch Cyberkriminalität standen im Fokus der Jubiläumsveranstaltung “Zehn Jahre Cyber-Incident-Response-Team (CIRT) Oberfranken” im Schloss Thurnau mit rund 200 Teilnehmern. Mehrere Unternehmer schildern eindrucksvoll, was ein Cyberangriff auf ein Unternehmen auslösen kann, wie die IHK für Oberfranken mitteilt.
Der Zusammenschluss der drei oberfränkischen Wirtschaftskammern IHK für Oberfranken Bayreuth, IHK zu Coburg, Handwerkskammer für Oberfranken sowie der oberfränkischen Polizei zielt darauf ab, den Unternehmen im Regierungsbezirk präventiv, informativ und beratend zur Seite zu stehen. Im Schadensfall soll es vor allem darum gehen, als Netzwerk zu agieren und für das betroffene Unternehmen schnell den richtigen Ansprechpartner zu finden.
Was so ein Cyberangriff anrichten kann, schilderten bei der Veranstaltung in Thurnau eindrucksvoll Kilian Stürmer vom gleichnamigen Unternehmen in Hallstadt, Philipp Herpich von Startpunkt Digital (Hof) und Michael Ziebis von der Konzeptbau GmbH aus Bayreuth. “Es fühlt sich fürchterlich an“, so Stürmer. Alles habe stillgestanden, 300 Mitarbeiter hätten nichts mehr tun können. In Herpichs Unternehmen sei schnell klar gewesen, dass es sich um einen Sicherheitsvorfall handele. Doch wie die Angreifer ins System gekommen sind, das sei bis heute nicht hundertprozentig geklärt. Auch Michael Ziebis bestätigte: “Alle Daten waren verschlüsselt, wir konnten nichts retten.“
Wie Angreifer ins System kommen, führte Marco di Filippo vom IT-Unternehmen whitelisthackers GmbH aus Bamberg live vor. Er ist seit über 20 Jahren im IT-Consulting tätig, sein Spezialgebiet sind organisatorische und technische IT-Sicherheitsprüfungen und ‑konzepte. “Eine hundertprozentige Sicherheit gibt es nicht, aber ich kann es dem Angreifer schwer machen”, versicherte er. Di Filippo gab zu bedenken, dass die Kriminellen nicht gezielt nach Unternehmen, sondern gezielt nach Sicherheitslücken suchen. Di Filippo: “Deshalb kann es auch jeden treffen.”
Die Wahrscheinlichkeit, Opfer eines Cyberangriffs zu werden, bezifferte di Filippo auf 1:2. Demgegenüber stehe die Wahrscheinlichkeit, vom Blitz getroffen zu werden bei 1:250.000. Konkret warnte der Fachmann davor, Passwörter mehrfach zu benutzen und über Jahre unverändert zu lassen. Drei von vier Nutzern machten aber genau diesen Fehler.
Kriminalität der Zukunft
Die Polizei sei fest entschlossen, digitale Bedrohungen nicht nur zu erkennen, sondern auch zu bekämpfen, so der oberfränkische Polizeivizepräsident Ulrich Rothdauscher. Dazu hatte er eigens das mobile digitale Forensik-Labor “PALADIN” zur Veranstaltung mitgebracht. Das Fahrzeug, ein auf den ersten Blick unscheinbarer Mercedes Sprinter, kommt vor Ort zum Einsatz, um Spuren und Hinweise bei Computern schneller zu verwerten.
Der Polizeivizepräsident rief dazu auf, die Mitarbeiter in den Betrieben zu sensibilisieren und ein Bewusstsein für die Gefahren zu schaffen. Längst nicht mehr nur große Unternehmen seien betroffen. Es könne jedes Unternehmen in jeder Branche treffen. “Cyberangriffe sind die Kriminalität der Zukunft. Unser Ziel ist es, den Blick für diese Bedrohungen zu schärfen“, so Rothdauscher. “Die Frage ist nicht ob, sondern wann es einen trifft.“
Einen konkreten Tipp hatte Kilian Stürmer von Stürmer Maschinenbau noch für alle Unternehmerinnen und Unternehmer: Er setzt auf die 3–2‑1-Regelung. Das bedeutet: Drei Kopien sollte es von sämtlichen Daten geben, auf zwei unterschiedliche Medien, von denen eine außer Haus aufbewahrt wird.
Damit der Nachwuchs sicher unterwegs ist
Schülerinnen und Schüler üben bei der Verkehrssicherheitswoche
Diese Aktionstage zum Schulstart haben Tradition: Grundschülerinnen und ‑schüler lernen auf den großen Parkplätzen hinter der Brose-Arena, worauf im Straßenverkehr zu achten ist. Es gilt einen Fahrradparcours zu bewältigen, den toten Winkel einzuschätzen und ein Busfahrtraining zu absolvieren.
Der Start an der Bus-Station macht direkt Eindruck auf die wartenden Schülerinnen und Schüler. Denn Stadtwerke-Busfahrer Harald Wessely lenkt das große Gefährt beim Bremsen vor der Haltestelle ein, und dabei macht der Bus ein Hütchen platt. Die Schulkinder haben nun mit eigenen Augen gesehen, warum man nicht direkt am Bordstein oder Straßenrand stehen sollte. Außerdem lernen die Zweitklässlerinnen und Zweitklässler, wie man am besten ein- und aussteigen sollte, die Schultasche im Stehen und Sitzen deponiert wird oder wie man sich beim Warten an der Haltestelle so aufstellt, dass die oder der nächste nicht die Schultasche ins Gesicht bekommt.
Die Tücken des „toten Winkels“
Die Kinder der dritten Klassen „wackeln“ währenddessen auf ihren Fahrrädern durch einen Parcours. Denn das „Schneckenrennen“ gewinnt, wer es am langsamsten schafft, ohne abzusetzen. „Das ist eine gute Vorbereitung für die Fahrradprüfung in der vierten Klasse“, erklärt Klaus Fuß, Verkehrserzieher bei der Polizeiinspektion Bamberg-Stadt. Eine Station weiter lernen die großen Grundschulkinder der vierten Klassen, was ein „toter Winkel“ ist und warum dieser so tückisch sein kann.
Bambergs Zweiter Bürgermeister und Sozialreferent Jonas Glüsenkamp nahm sich Zeit und schaute bei einem Ortstermin vorbei. „Die Verkehrssicherheitswoche ist ein tolles und wichtiges Kooperationsprojekt. Ich wünsche mir, dass auch die Erwachsenen gerade in den ersten Schulwochen besonders aufmerksam im Straßenverkehr sind und Rücksicht nehmen.“
Insgesamt 20 Klassen je Jahrgangsstufe nehmen 2021 an der Aktionswoche teil, die dieses Jahr zum 12. Mal stattfindet. Organisiert wurde sie vom städtischen Amt für Bildung, Schulen und Sport gemeinsam mit den Stadtwerken Bamberg und der Polizeiinspektion Bamberg-Stadt. Außerdem beteiligen sich die Kreisverkehrswacht Bamberg, die Sparkasse Bamberg, das Busunternehmen Basel, die Fahrschule Lisowski und die Brose Arena.
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Endlich mit Rollator Busfahren
Kurs für Senioren sorgt für mehr Sicherheit im Straßenverkehr
15 Damen und Herren haben das Angebot des Seniorenbüros der Stadt Bamberg, der Polizeiinspektion Bamberg-Stadt und weiterer Akteure begeistert angenommen. Die Kursteilnehmerinnen und Kursteilnehmer fühlen sich dank verschiedener Übungen nun sicherer im Umgang mit dem Rollator.
Das Strahlen der Dame Ende 70 ist trotz Maske unübersehbar: „Ist das toll, heute habe ich viel Neues gelernt. Zum Beispiel, dass ich keine Angst haben muss, dass der Bus einfach losfährt, obwohl ich noch nicht ganz drin bin.“ Harald Wessely, Fahrer bei den Stadtwerken Bamberg, nickt. Gemeinsam mit Franz Werner, Verkehrserzieher bei der Polizeiinspektion Bamberg-Stadt, stellt er direkt die Situation nach: Der Polizist steht mit Rollator in der hinteren Bustür, der Busfahrer drückt den Knopf – die Türen wollen schließen, springen aber sofort wieder auf, als sie den Rollator berühren. Die Botschaft: Hier wird niemand eingeklemmt.
„Niemals mit dem Rollator voraus aussteigen!“
Natürlich wird beim Kurs „Sicher unterwegs mit Gehhilfe, Rollator und zu Fuß“ nicht in erster Linie zugeschaut, sondern geübt. Gemeinsam mit seinem Kollegen Klaus Fuß erklärt Verkehrserzieher Franz Werner, was beim Busfahren mit Rollator zu beachten ist. „Niemals mit dem Rollator voraus aussteigen! Da besteht die Gefahr, vorne über zu stürzen.“ Stattdessen: Rückwärts aussteigen, vorwärts einsteigen. Wie das genau geht, darf jeder selbst üben. Stefanie Hahn, Seniorenbeauftragte der Stadt Bamberg, merkt an: „Wir kriegen von den Stadtwerken die Rückmeldung, dass im Realbetrieb ein Unterschied erkennbar ist. Dort sieht man, wer das sichere Ein- und Aussteigen gelernt hat.“
Apropos Sicherheit: Bei den Gleichgewichtsübungen mit den Fachleuten von Saludis, Zentrum für rehabilitative Medizin der Sozialstiftung, kann es schon mal ein bisschen wackelig werden. Doch genau darum geht es – den Gleichgewichtssinn trainieren, ohne die eigenen Grenzen zu überschreiten. Zum Beispiel, um mit ein paar Schritten zum Rollator zu gehen. Diesen konnten die Seniorinnen und Senioren am Servicewagen vom Mediteam durchchecken lassen. Ist die Höhe richtig eingestellt? Wie lässt sich die Gehhilfe am besten aufklappen? Und warum sind Klingel und Reflektoren sinnvoll?
Bambergs Zweiter Bürgermeister und Sozialreferent, Jonas Glüsenkamp, zeigte sich angetan und rief gleichzeitig auf: „Das ist ein wirklich tolles Angebot. Haben Sie keine Scham, sich zu melden! Wir führen bereits eine Warteliste.“ Denn der zweite Kurstermin im Oktober ist bereits ausgebucht. Doch das Organisationsteam prüft gerade, ob sich ein weiteres Training realisieren lässt. Bis dahin darf man ruhig auch mal seine Mitmenschen einbinden: „Es findet sich im Bus immer jemand, der Hilfe anbietet“, stellt eine Seniorin fest.
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Kurse des Seniorenbüros und der Polizei
Sicher unterwegs mit Gehhilfe, Rollator und zu Fuß
Sich trotz Mobilitätseinschränkungen sicher im Straßenverkehr bewegen, das ist manchmal gar nicht so einfach. Das Seniorenbüro der Stadt Bamberg und die Polizeiinspektion Bamberg-Stadt bieten Bürgerinnen und Bürgern, die auf Rollatoren oder Gehhilfen angewiesen sind, im September und Oktober jeweils einen Kurs an, um den richtigen Umgang mit solchen Hilfsgeräten zu erlernen.
Ein Rollator oder eine Gehhilfe machen Menschen im täglichen Leben mobiler und stellen so eine große Stütze dar. Allerdings birgt ihr unsachgemäßer Umgang auch einige Gefahren. Was ist beim Betreten oder Verlassen eines Busses zu beachten? Welche Technik ist dabei am sichersten und einfachsten? Oder: Welche Funktionen hat ein Rollator beziehungsweise wie verwende ich eine Gehhilfe sachgerecht? Wie bewege ich mich am sichersten mit meiner Gehhilfe oder meinem Rollator im Straßenverkehr? Diese und weitere Fragen beantworten die Veranstalter in den beiden Kursen. Dazu haben sie kompetente Unterstützung organisiert: mediteam bietet mit seinem Servicemobil einen Einblick in die verschiedenen Arten von Rollatoren und Gehhilfen und führt vor Ort einen Sicherheitscheck durch. Funktioniert die Bremse ordnungsgemäß? Ist der Rollator oder die Gehhilfe für die jeweilige Größe richtig? All das wird geprüft. Die Stadtwerke sind mit einem so genannten Niederflurbus mit von der Partie – hier kann das korrekte Ein- und Aussteigen geübt werden. Mit einem Gleichgewichtstraining beteiligt sich saludis an dem Kursangebot. Und die Sicherheitsschulung übernehmen die Verkehrserzieher der Polizeiinspektion Bamberg-Stadt.
Kurs 1 findet am Mittwoch, 15. September, statt (Anmeldeschluss 10. September), Kurs 2 am Mittwoch, 6. Oktober (Anmeldeschluss 24. September). Kursbeginn ist jeweils um 14 Uhr in der Jugendverkehrsschule, Pestalozzistraße 12 in Bamberg. Die Teilnahme ist kostenfrei.
Die Stadt kündigt auch an, das Nützliche mit dem Schönen verbinden zu wollen und dass deshalb die Seniorenbeauftragte Stefanie Hahn die Teilnehmerinnen und Teilnehmer an den Kursnachmittagen mit Kaffee und Kuchen verwöhnen wird.
Aufgrund der pandemischen Situation gelten die zum Zeitpunkt der Schulungen aktuellen Hygiene- und Abstandsregeln. Um die Sicherheit der Teilnehmenden zu gewährleisten, finden die Kurse in Kleingruppen statt.
Informationen und Anmeldung
Die Jugendverkehrsschule in der Pestalozzistraße 12 ist per Bus am schnellsten mit der Linie 901 zu erreichen. Bei Bedarf können Interessierte von der Bushaltestelle oder von zu Hause abgeholt werden. Unter der Telefonnummer 0951//87–1514 vormittags oder per E‑Mail an seniorenbuero@stadt.bamberg.de sind weitere Informationen erhältlich und die Anmeldung möglich.