Basketball Bundesliga
Nach Pokal gewinnen die Bamberg Baskets auch in der BBL gegen Heidelberg
Nach dem Sieg im Viertelfinale des BBL-Pokals zu Hause gegen die MLP Academics Heidelberg im November gewannen die BMA365 Bamberg Baskets gestern auch ihr Ligaspiel zu Hause gegen den gleichen Gegner.
Nach dem bis zum Ende knappen und hart umkämpften Spiel beider Mannschaften im BBL-Pokal hatten viele im erneuten Aufeinandertreffen eine völlig andere Partie vorhergesagt. Diese Experten sollten recht behalten, denn die Partie des 10. Spieltags in der easyCredit Basketball Bundesliga zwischen den BMA365 Bamberg Baskets und den MLP Academics Heidelberg verlief diesmal alles andere als knapp. Nach gut 30 Minuten führte das Team von Head Coach Anton Gavel vor allem dank hervorragender Verteidigung mit 68:41, ehe die Heidelberger im letzten Abschnitt bis zum Endstand von 80:69 (48:32) den Rückstand nochmals deutlich verkleinern konnten. Letztlich sahen die 4.747 Zuschauer in der BROSE ARENA einen über weite Strecken sehr überzeugenden Auftritt ihres Teams, das am Ende einen hochverdienten Sieg feiern durfte.
Mit Mateo Seric (12) und Samuell Williamson (10) kamen nur zwei Heidelberger auf eine zweistellige Punktausbeute. Bei den BMA365 Bamberg Baskets, angeführt von Cobe Williams mit 18, waren es fünf Spieler.
Spielverlauf
Mit viel Energie und großem Fokus starteten die BMA365 Bamberg Baskets in die Partie des 10. Spieltags. Vor allem Cobe Williams brannte. Nach knapp drei Minuten hatte der US-Amerikaner beim 7:2 bereits fünf Zähler auf seinem Konto. Nun aber fanden auch die Heidelberger, die im Vergleich zum Pokal-Viertelfinale wieder auf DJ Horne und Paul Zipser zurückgreifen konnten, zu ihrem Spiel. Michael Weathers brachte die Academics mit seinen Zählern fünf und sechs auf 9:8 (4.) heran, ehe Kevin McClain per Dreier für die erste Gäste-führung sorgte (9:11/5.). Ibi Watson & Co. konterten schnell und holten sich die Führung prompt zurück (15:13/8.). Die Bamberger Verteidigung bereitetet den Academics ein ums andere Mal Probleme, weshalb die Gäste mit sieben Ballverlusten und einem Rückstand (20:18) aus dem ersten Viertel herausgingen.
Im zweiten Abschnitt, den Ibi Watson mit einem Dreier zum 23:18 begann, legte die Intensität auf dem Spielfeld nun nochmals zu. Doch nicht nur die Physis auf dem Parkett wurde spürbarer, auch die „Gespräche“ zwischen den Spielern wurden hitziger (25:23/13.). Die Bamberger behielten allerdings kühlen Kopf und mit einem 9:1‑Run gingen die Gastgeber erstmals zweistellig in Führung 34:24 (16.). DJ Horne konterte den Lauf der Bamberger mit einem Dreier, doch Richard Balint gab auf der Gegenseite, ebenfalls von hinter der 6,75-Meter-Linie, sofort die Antwort. Mit einem insgesamt sehr stark aufspielenden Zach Ensminger auf der Point Guard Position bauten die Bamberger ihren Vorsprung weiter aus (42:27/19.). 49 Sekunden vor der Pause waren die Heidelberger jedoch auf 10 Zähler Abstand wieder ran (42:32), ehe Anton Gavel nochmals eine Auszeit nahm und sein Team im Anschluss einen Endspurt par excellence aufs Parkett legte. Zuerst traf Zach Ensminger für drei, ehe Cobe Williams mit einem Buzzerbeater von gut zwei Meter hinter der Dreipunkteline zum 48:32-Halbzeitstand einnetzte.
„Wir haben defensiv über drei Viertel ein sehr gutes Spiel gemacht“
Die zweite Halbzeit begann mit einem der drei Blocks von EJ Onu. Die Verteidigung stand also auch weiterhin und auch offensiv kam man nun immer besser in Schwung. Mit einem weiteren Dreier warf Cobe Williams sein Team beim 53:32 (22.) erstmals mit 20 Zählern in Führung. Symptomatisch für das Spiel bis dahin die Szene in der 27. Spielminute, als der Dreier von Demarcus Demonia aus der rechten Spielfeldecke zwar von Osun Osunniiyi geblockt wurde, kein Heidelberger jedoch zu Stelle war, um den Ball aufzunehmen, was stattdessen Demarcus Demonia dankend tat und zum 60:38 abschloss. Bamberg in den ersten drei Vierteln des Spiels einfach gedankenschneller und so auch verdient in Führung. Knapp eine Minute vor dem Ende des dritten Abschnitts wuchs der Vorsprung dann sogar auf 27 Zähler an (68:41) und nachdem die Bamberger Viertel zwei und drei in Addition mit 50:25 gewonnen hatten, stand es vor dem Schlussabschnitt 70:43.
Eine ausführliche Schilderung des Schlussabschnitts schenken wir uns. Zum einen lief nicht mehr wirklich viel zusammen beim Team von Head Coach Anton Gavel, dass sich im Schlussviertel offensiv zu häufig in Einzelaktionen verstrickte. Bambergs Cheftrainer war hiermit überhaupt nicht einverstanden, was er die Mannschaft auch deutlich wissen ließ. Der Vorsprung nach drei wirklich starken Vierteln war jedoch groß genug, so dass am Ausgang des Spiels kein Zweifel bestand und die BMA365 Bamberg Baskets am Ende einen hochverdienten und insgesamt ungefährdeten 80:69-Heimsieg gegen Heidelberg feiern durften.
„Wir haben defensiv über drei Viertel ein sehr gutes Spiel gemacht. Auch in der Offensive war das okay. Dann aber haben wir dieses Gefühl im letzten Viertel mit unserem eigensinnigen und desaströsen Verhalten vor allem in der Offensive, aber auch defensiv, total zerstört“, so Bambergs Head Coach Anton Gavel. „Wir führen mit 27 Punkten und gewinnen am Ende mit 11. Wer weiß, wie uns das am Ende womöglich noch in den Hintern beißen kann.“
Vor dem Weihnachtsfest sind die BMA365 Bamberg Baskets noch ein weiteres Mal im Einsatz. Am kommenden Samstag, 20. Dezember geht es nun auswärts in der Sparkassen Arena in Jena um die nächsten Punkte. Tip-Off zum Gastspiel bei Science City Jena ist um 18:30 Uhr. Das nächste Heimspiel steht dann am 27.12. gegen ratiopharm ulm auf dem Programm. Tip-Off gegen die Ulmer ist um 18:30 Uhr.
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Basketball Bundesliga
Doppelspieltag Teil 2: BMA365 Bamberg Baskets haben Heidelberg zu Gast
Am morgigen Samstag werden in der Brose Arena zunächst die Damen der Medikamente per Klick Bamberg Baskets und anschließend die Herren der Bamberg Baskets ihr Heimspiel bestreiten. Hallenöffnung ist um 14 Uhr, um 15 Uhr starten die Damen gegen die VIMODROM Baskets aus Jena, um 18:30 Uhr treffen die Herren auf die MLP Academics Heidelberg.
Exakt einen Monat ist es jetzt her, als sich beide Mannschaften am 13. November im BBL-Pokal Viertelfinale in der BROSE ARENA in Bamberg gegenüberstanden. 30 Tage später kommt es nun am 10. Spieltag in der easyCredit Basketball Bundesliga an gleicher Stelle zum erneuten Aufeinandertreffen.
„Nach dem letzten Heimspiel gegen Rostock haben wir etwas gutzumachen. Heidelberg ist eine Mannschaft, die jetzt wieder in Bestbesetzung bei uns auftreten kann. Sie sind eine Mannschaft mit einem ganz eigenen Stil, weshalb es für uns gilt, in jedem Angriff für 24 Sekunden den Fokus haben zu müssen“, so Bambergs Head Coach Anton Gavel. „Das Spiel gegen Rostock hat uns gezeigt, dass wir uns im Angriff schwertun, wenn wir defensiv nicht unsere Leistung bringen. Wir müssen auf jeden Fall besser rebounden und dürfen keine zweiten Chancen zulassen. Obwohl wir zuhause schon ein paar Spiele gewinnen konnten, haben wir bislang noch keine Glanzleistung abgeliefert. Wie in jedem Spiel in dieser Liga werden wir an unsere Grenze gehen müssen, um das Spiel gewinnen zu können.“
In der Tabelle der easyCredit Basketball Bundesliga findet man die Heidelberger aktuell auf Position 16. Zwei Siege und sieben Niederlagen stehen zu Buche für das Team von Head Coach Danny Jansson, das im bisherigen Saisonverlauf immer wieder mit Verletzungsproblemen zu kämpfen hatte. Besonders glücklich dürfte der Cheftrainer über die Rückkehr ins Team von DJ Horne sein. Der US-Amerikaner war neben Michael Weathers in der Vorsaison einer der Eckpfeiler des Höhenflugs der Academics, der erst im Playoff-Halbfinale gegen den FC Bayern München Basketball ein Ende fand.
Mit Horne zurück im Team ließen die Heidelberger am letzten Spieltag aufhorchen, als sie die Basketball Löwen aus Braunschweig mit 95:75 klar besiegten. Insgesamt steuerten acht Academics zwischen 6 und 18 Punkte zu dieser starken Teamleistung bei. Lediglich Michael Weathers (fast 26 Minuten) kam über 20 Minuten Einsatzzeit. Mateo Seric folgte ihm mit 18:43 Minuten.
Neben der Bundesliga sind die Heidelberger in dieser Saison auch in der Basketball Champions League unterwegs. In Gruppe A liegen sie aktuell hinter Rytas Vilnius, Promitheas Patras und Legia Warschau zwar auf dem letzten Tabellenplatz, jedoch ist man mit den Griechen und den Polen punktgleich. Ein Sieg am letzten Spieltag dieser Gruppenphase am kommenden Mittwoch in Warschau würde bei einem Sieg der Litauer in Griechenland zum Weiterkommen in die Runde der letzten 16 Teams reichen.
Mit im Schnitt 13,9 Punkten pro Partie ist Michael Weathers der Topscorer der Heidelberger. Das Spiel in Bamberg wird die 50. BBL-Partie des US-Amerikaners sein, der in nur drei Spielen in dieser Saison keine zweistellige Punktausbeute zusammenbrachte. Auch beim Pokal-Viertelfinale in der BROSE ARENA vor einem Monat war er der beste Werfer der Academics. Damals erzielte er 20 Zähler.
Bester Rebounder im Team ist Osun Osunniyi. Der US-Amerikaner stand bereits letzte Saison in Diensten der Heidelberger, zu denen er nach seinem ersten Profijahr bei Hubo Limburg United in Belgien gestoßen war. Osunniyi schnappt sich im bisherigen Saisonverlauf durchschnittlich 5,0 Rebounds und ist hier Spitzenreiter im Team, in dem das Rebounding klar auf mehrere Schultern verteilt ist. Sieben Spieler liegen hier mit Durchschnittswerten von 5,0 bis 2,8 sehr eng beieinander.
Auch bei den Assists geht Michael Weathers voran. Der Shooting Guard verteilt pro Partie 5,2 Vorlagen, die zu direkten Korberfolgen führen. Mit einem Wert von 16,3 hat Weathers auch die beste Effektivität des Teams.
Hallenöffnung am Samstag zum Doppelspieltag in Freak City ist um 14:00 Uhr. Spielbeginn für das Damenspiel ist dann um 15:00 Uhr. Das Match der BMA365 Bamberg Baskets gegen die MLP Academics Heidelberg beginnt um 18:30 Uhr.
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Basketball Bundesliga
BMA365 Bamberg Baskets unterliegen zuhause gegen Rostock
Die BMA365 Bamberg Baskets haben ihr erstes Spiel nach der Länderspielpause verloren. Vor 3.865 Zuschauern unterlagen die Bamberger am Montagabend in der BROSE ARENA gegen die ROSTOCK SEAWOLVES mit 74:87 (39:40) und stehen nun nach dem 9. Spieltag in der easyCredit Basketball Bundesliga bei einer Bilanz von vier Siegen und vier Niederlagen.
Die Ostseestädter dominierten die Bretter und hatten bei den Rebounds am Ende mit 53:25 ganz klar die Oberhand. Auch bei den Wurfquoten aus dem Feld waren die Gäste dem Team von Head Coach Anton Gavel an diesem Abend überlegen und gewannen das Spiel somit am Ende verdient.
Topscorer der Rostocker war DeAndre Lansdowne mit 17 Punkten gefolgt von D’Shawn Schwartz mit 15 Zählern. Bei den BMA365 Bamberg Baskets, bei denen am Ende kein Spieler eine positive Plus-Minus-Statistik vorweisen konnte, sammelten Cobe Williams und Austin Crowley mit je 12 Zählern die meisten Punkte.
Der Spielverlauf
Gleich in den ersten Angriffen der Partie zeichnete sich ab, dass es an diesem Abend ein sehr physisches Spiel werden würde, weshalb beide Teams doch einen Moment benötigten, um ein wenig Rhythmus aufnehmen zu können (4:5/3.). Nachdem bereits EJ Onu auf Zuspiel von Cobe Williams per Alley-oop erfolgreich war, drückte Demarcus Demonia ebenfalls auf Zuspiel von Williams den Ball von oben zum 8:7 in den Rostocker Korb (4.). In der Folgezeit wechselte die Führung nahezu in jedem Angriff. 2:47 Minuten vor Ende des ersten Abschnitts durfte Moritz Krimmer nach seiner letztlich doch langwierigen Fußverletzung sein Comeback feiern. Nachdem Adrian Petković an der Freiwurflinie zum 22:22 (10.) ausgeglichen hatte, traf TJ Crockett auf der Gegenseite per Dreier zum 22:25 nach dem ersten Viertel. Vorausgegangen war hier einer der insgesamt fünf Offensivrebounds der Rostocker im ersten Abschnitt, die mit 14:3 Rebounds nahezu an jedem Fehlwurf die Finger dran hatten.
Nach Treffern von TJ Crockett und D’Shawn Schwartz zogen die Gäste zum Beginn des zweiten Viertels nun erstmals etwas davon (22:30/12.). Bambergs Head Coach reagierte und bat zur Auszeit, worauf sich sein Team zunächst wieder strukturierter präsentierte und nach zwei erfolgreichen Freiwürfen von Ibi Watson auf 30:32 (16.) verkürzen konnte. Gut zwei Minuten vor der Halbzeitpause glich Demarcus Demonia mit fünf Zählern in Folge auf 37:37 wieder aus. Wie schon nach den ersten zehn Minuten so gehörte aber auch zur Pause die Führung den Seawolves (39:40).
Kommenden Samstag steht Bamberg Baskets-Doppelspieltag an
Auch nach dem Seitenwechsel blieb die Partie zunächst weiter eng. Die Rostocker konnten hier stets eine kleine Führung behaupten, da die Bamberger gleich mehrere Möglichkeiten selbst in Führung zu gehen immer wieder liegenließen. 4:02 Minuten waren im dritten Abschnitt noch zu spielen, als es Austin Crowley dann aber endlich doch gelang, sein Team per Korbleger beim 51:50 (26.) wieder in Front zu werfen. Der Führungswechsle beflügelte jetzt allerdings die Gäste, die sich postwendend die Führung zurückholten (51:52/27.). Damit jedoch noch nicht genug, denn auf einmal fielen die Distanzwürfe der Seawolves. Dreier von Lansdowne, Schwartz, Crockett und nochmals Lansdowne sorgten nach der zwischenzeitlichen Bamberger Führung für einen 14:2‑Lauf der Ostseestädter, die so mit einem deutlichen Vorsprung (55:64) ins letzte Viertel gehen konnten.
Innerhalb von nur drei Minuten war das Momentum zum Ende des dritten Viertels komplett auf die Seite der Gäste gekippt, die die sich ihnen bietende Chance nun mit dem Beginn des Schlussabschnitts auch gnadenlos ausnutzten. Mit einem 13:2‑Lauf erhöhten sie ihren Vorsprung auf 20 Zähler (57:77/34.). Spätestens beim 60:82 (36.) war die Entscheidung in dieser Partie gefallen, auch wenn sich die BMA365 Bamberg Baskets bis zum Ende des Spiels redlich wehrten und den Rückstand bis zum 74:87-Endstand nochmals etwas verringern konnten.
„Glückwunsch an Przemyslaw und seine Mannschaft zu diesem absolut verdienten Sieg. Offensiv haben wir heute gegen deren Verteidigung schlecht ausgesehen, haben schlechte Entscheidungen getroffen, unser 1‑gegen1-Verhalten war nicht gut und auch das Rebounding haben wir deutlich verloren“, so Bambergs Head Coach Anton Gavel. „Keiner unserer Spieler war in der Plus-/Minus-Statistik im Plus, was dafürspricht, dass wir niemanden hatten, der das Spiel hätte in unsere Richtung drehen können. Auch das physische Spiel hat uns weh getan und wenn man das alles zusammennimmt, dann hat man keinen Anspruch auf den Sieg.“
Weiter geht es nun am kommenden Samstag, 13. Dezember, mit einer Premiere in Freak City! Am Bamberg Baskets-Doppelspieltag werden direkt nacheinander sowohl die Damen der Medikamente per Klick Bamberg Baskets als auch die Herren der BMA365 Bamberg Baskets in der BROSE ARENA in Einsatz sein. Den Start machen um 15:00 Uhr die Frauen in der Toyota 2. Damen Basketball Bundesliga gegen die VIMODROM Baskets Jena. Im Anschluss empfangen dann die Bundesliga-Herren in der easyCredit BBL am 10. Spieltag die MLP Academics aus Heidelberg, Tip-Off ist um 18:30 Uhr.
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Basketball Bundesliga
BMA365 Bamberg Baskets empfangen Rostock Seawolves
Mit einem Heimspiel starten die BMA365 Bamberg Baskets nach der Länderspielpause in den Jahresendspurt. Im ersten von insgesamt vier Heimspielen im Dezember empfangen die Bamberger am Montagabend die Rostock Seawolves.
„Es ist nie ein leichtes Spiel nach so einer langen Pause. Beide Mannschaften mussten durch die Nationalmannschaften auf Spieler verzichten. Wir haben Moritz in der Länderspielpause wieder Stück für Stück ans Team herangeführt und müssen jetzt dann schauen, ob er schon einsatzbereit sein wird“, so Anton Gavel, Bambergs Head Coach. „Rostock ist eine Mannschaft, die uns in der letzten Saison zweimal unglaublich weh getan hat und uns aus der Halle geschossen hat. Sie haben sich mit BBL-erfahrenen Spielern sehr gut verstärkt, sind sehr gut gecoacht und so wird das eine absolut schwierige Aufgabe für uns. Sie sind eine Mannschaft, die sehr gut von außen trifft. Darauf sowie auf den Ball müssen wir aufpassen und in der Offensive kluge Entscheidungen treffen.“
Neben der Basketball Bundesliga sind die Rostocker in dieser Saison auch auf europäischem Parkett unterwegs. Im FIBA Europe Cup spielen die Seawolves stark auf und stehen in Runde zwei des Wettbewerbs. In der ersten Gruppenphase hatte man sich gegen die Teams aus Antwerpen, Porto und Tartu durchsetzen können und sich als Gruppensieger mit einer Bilanz von fünf Siegen und nur einer Niederlage für die nächste Runde qualifiziert. Hier trifft man nun auf die Mannschaften aus Murcia, Sopot und Szombathely.
Beim Blick auf die Tabelle heißt es vor dem 9. Spieltag in der easyCredit Basketball Bundesliga: der Achte empfängt den Dreizehnten. Dass diese Zahlen aber nahezu nichts aussagen, wird einem schnell deutlich, sieht man sich die Bilanz der beiden Mannschaften an. Nur ein Sieg trennt derzeit die Bamberger (4 Siege, 3 Niederlagen) von den Rostockern (3 Siege, 4 Niederlagen). Insgesamt ist in der Tabelle wieder einmal alles sehr eng beieinander, denn auch die auf Position 15 stehenden Braunschweiger haben schon drei Spiele gewonnen. In fremder Halle gingen die Rostocker in dieser Saison bislang drei Mal als Verlierer vom Parkett (78:88 in Trier, 80:87 in Ulm und 71:92 in Braunschweig). In Würzburg (75:63) konnte man hingegen gewinnen.
DeAndre Lansdowne als Anführer mit Erfahrung
Mit D’Shawn Schwartz (26 Jahre – SF – 2,01 m) haben die Rostocker einen ihrer besten Angreifer der Vorsaison weiterhin an Bord halten können. Der 26-Jährige bringt es aktuell auf einem Mittelwert von 15,3 Zählern pro Partie. Beim Heimsieg der Rostocker gegen Oldenburg gelang ihm mit 26 Zählern sein Saisonbestwert. Der aus Texas stammende Small Forward spielte vor seiner Zeit an der Ostsee bereits zwei Jahre in Europa, nämlich in der Türkei und in Frankreich. Mit Dominic Lockhart (31 Jahre – SF – 1,99 m), Elias Baggette (23 Jahre – PG – 1,81 m), Robin Amaize (31 Jahre – SF – 1,96 m), Sid-Marlon Theis (32 Jahre – PF – 2,04 m) und Oshane Drews (24 Jahre – SG – 1,98 m) haben die Rostocker auch ihre starke deutsche Achse aus dem Vorjahr gehalten. Leider allerdings laborieren sowohl Dominic Lockhart (verletzte sich Mitte April dieses Jahres im Training) als auch Robin Amaize (verletzte sich am 1. Spieltag beim Gastspiel in Trier) an Achillessehen-Verletzungen.
Ordentlich an BBL-Erfahrung brachten TJ Crockett und Owen Klassen nach Rostock. Tarontate de Shawn Crockett (26 Jahre – SG – 1,87 m) führte in der Vorsaison die Braunschweiger in der BBL-Tabelle auf Position drei und damit in die Playoffs. Bereits 230 BBL-Spiele auf dem Buckel hat Center Owen Klassen (34 Jahre – C – 2,08 m). Der Deutsch-Kanadier kam aus Würzburg und geht nun bei den Rostockern in seine bereits 9. BBL-Saison. Kassim Nicholson (26 Jahre – SF – 2,01 m) wurde nachverpflichtet, um die Lücke nach der Verletzung von Robin Amaize zu schließen. Der US-Amerikaner spielte in der Vorsaison in Polen für King Stettin, wo er auch Spielpraxis in der Basketball Champions League sammeln konnte. Mit Lukasz Kolenda (26 Jahre – SG – 1,96 m) haben sich die Rostocker einen polnischen Nationalspieler angeln können, der als extrem vielseitig gilt. Rostocks Head Coach Przemyslaw Frasunkiewicz kennt seinen Landsmann noch aus seiner Zeit als polnischer U20-Nationalcoach. Neu ist auch der Belgier Andy van Vliet (30 Jahre – C – 2,13 m). Mit bisherigen Stationen in Frankreich, Griechenland, Polen, Israel und Litauen ist er schon gut in Europa herumgekommen.
Komplettiert wird das Roster der Rostocker mit Bent Leuchten (23 Jahre – C – 2,14 m), Luis Wulff (21 Jahre – PG – 1,99 m), Jonas Zilinskas (19 Jahre – PF – 2,04 m), Mika Freitag (19 Jahre – SG – 1,88 m), Alan Topic-Volovec (18 Jahre – SF – 2,00 m), Bruno Loll (18 Jahre – C – 2,04 m), Benedict Baumgarth (19 Jahre – PF – 2,13 m) und Matthes Tilsen (19 Jahre – SF – 1,96 m).
Mit der Verpflichtung von DeAndre Lansdowne (36 Jahre – PG – 1,88 m) ist den Ostseestädtern ein großer Fang gelungen. Der Routinier ist der perfekte Anführer, was er in der BBL sowohl während seiner Zeit in Braunschweig oder auch in Diensten der NINERS Chemnitz unter Beweis gestellt hat. Mit den Sachsen gewann der US-Amerikaner, der zudem auch die madagassische Staatbürgerschaft besitzt, 2024 den FIBA Europe Cup. Das Match am Montagabend in Bamberg wird Lansdownes 152. BBL-Spiel sein. Im bisherigen Saisonverlauf steuerte er 8,9 Punkte sowie 4,6 Rebounds und 4,7 Assists bei den Spielen der Seawolves bei.
Tip-Off zum Montagsspiel ist um 20:00 Uhr.
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Basketball-Bundesliga
Bamberg Baskets verlieren deutlich in Rostock
Abermals mit leeren Händen müssen die Bamberg Baskets auch nach dem dritten Auswärtsspiel in Folge in der easyCredit Basketball Bundesliga die Heimreise nach Freak City antreten. Am Ostersonntag unterlag das Team von Head Coach Anton Gavel am 29. BBL-Spieltag mit 74:98 bei den ROSTOCK SEAWOLVES und war in der mit 4.150 Zuschauern gut gefüllten StadtHalle in Rostock bereits zur Pause beim Stand von 33:61 auf verlorenem Posten.
Gleich in den ersten Minuten untermauerten die Ostseestädter ihre Playoff-Ansprüche und führten nach etwas mehr als fünfeinhalb gespielten Minuten bereits zweistellig. Die Bamberger, die auf die verletzten Kyle Lofton (Schulter) und Ibi Watson (Hand) verzichten mussten, fanden hingegen in der gesamten ersten Spielhälfte nie zu ihrem Rhythmus und konnten den Rostockern letztlich nur zu einem absolut verdienten Sieg gratulieren. Topscorer der SEAWOLVES war Bryce Hamilton mit 21 Punkten. Bei den Bamberg Baskets punkteten Ronaldo Segu (17) und Noah Locke (16) am besten.
Gerade einmal 2:46 Minuten war in der Partie der Bamberg Baskets bei den ROSTOCK SEAWOLVES gespielt, als Head Coach Anton Gavel bereits seine erste Auszeit nehmen musste (0:7/3.). Während die im rosafarbenen Outfit angetretenen Gastgeber mit extrem viel Feuer in die Partie starteten, taten sich die Bamberger schwer und kamen erst nach 3:12 Minuten durch Noah Locke zu ihren ersten Punkten. Das erste Bamberger Timeout zeigte jedoch keinerlei Wirkung und da die Hausherren ihren Lauf nahtlos fortsetzten, war 2:47 Minuten vor dem Ende des ersten Abschnitts die zweite Bamberger Auszeit unumgänglich (4:19/8.). Mit diesem 15-Punkte-Rückstand endete dann auch das erste Viertel (11:26).
Die ersten beiden Minuten des zweiten Abschnitts verliefen ausgeglichen (17:30), ehe die Rostocker zu ihrem zweiten 10:0‑Run in diesem Spiel ansetzten und Mitte des zweiten Viertels so noch weiter davonzogen (17:40/15.). Zehn der insgesamt 18 Dreipunktewürfe der Rostocker fanden in der ersten Halbzeit den Weg in den Korb (bei Bamberg waren es nur 4 von 12) und da auch die insgesamte Trefferquote mit 59:39 Prozent klar zugunsten der Gastgeber ausfiel, konnten die SEAWOLVES ihren Vorsprung bis zur Pause auf 33:61 vergrößern.
„Das Spiel war nach der ersten Halbzeit bereits entschieden“
In der zweiten Hälfte dauerte es keine zweieinhalb Minuten, ehe die Rostocker den Vorsprung auf 30 Zähler erhöht hatten (35:65/23.). Nachdem Pedro Bradshaw das Dutzend der erfolgreichen Rostocker Dreier beim 44:76 (27.) vollgemacht hatte, sprach während der folgenden Bamberger Auszeit ein Blick auf die Spielstatistik Bände. 3:19 Minuten vor dem Ende des dritten Abschnitts lagen die Hausherren mit 32 Zählern vorne und führten in der Kategorie Effektivität mit 100:42! Beim Stand von 51:82 aus Bamberger Sicht ging es in den Schlussabschnitt.
Diesen konnten die Bamberger mit 23:16 für sich entscheiden und somit auch die zweite Halbzeit der Partie mit 41:37 gewinnen. Am in jeder Hinsicht souveränen und völlig verdienten Start-Ziel-Sieg der Rostocker änderte dies jedoch nichts mehr.
„Glückwunsch an Przemyslaw und seine Mannschaft zu diesem absolut verdienten Sieg. Ich glaube, dass wir in den Spiegel schauen und uns dann fragen müssen, ob wir heute genug Professionalität und auch Einstellung in dieses Spiel gebracht haben“, resümierte Anton Gavel, Head Coach der Bamberg Baskets. „Nach dem ersten Viertel mit 11:25 zurückzuliegen, nur vier Fouls genutzt zu haben – das ist einfach eine softe Vorstellung, und zwar defensiv genauso wie offensiv. Wir haben es im ersten Viertel kein einziges Mal an die Freiwurflinie geschafft und sind mit der Physis der Rostocker einfach nicht klargekommen. Es kann nicht sein, dass eine Mannschaft, die am Donnerstag noch gespielt hat, mehr Energie aufs Feld bringt als wir. Das Spiel heute war nach der ersten Halbzeit bereits entschieden und so brauchen wir über die zweite Halbzeit, in der wir wenigsten ein bisschen was gezeigt haben, nicht mehr zu reden.“
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Basketball-Bundesliga
Bamberg Baskets zu Gast in Rostock
Das Osterfest werden die Bamberg Baskets in diesem Jahr im hohen Norden verbringen. Wie es der Spielplan in der easyCredit Basketball Bundesliga vorsieht, sind die Bamberger am Ostersonntag zu Gast bei den Rostock SEAWOLVES.
Nach ihrem Overtime-Sieg am Donnerstagabend in ihrer Nachholpartie des 18. Spieltages bei den Skyliners in Frankfurt stehen die Ostseestädter in der Tabelle aktuell auf Platz sechs und wären direkt für die am 17. Mai beginnenden Playoffs qualifiziert. Spielbeginn am Sonntag in der Rostocker StadtHalle ist um 15:00 Uhr.
Auf dem Weg zum Rekordspieler der easyCredit Basketball Bundesliga fehlen Bambergs Nummer 9 nur noch wenige Spiele. Die Partie bei den Seawolves wird für Karsten Tadda das 635. BBL-Spiel seiner Karriere sein. Der Rekord, aufgestellt von Alex King im Trikot der Würzburger in seinem letzten BBL-Spiel am 1. Mai 2022 beim FC Bayern München, steht aktuell bei 638 BBL-Einsätzen.
Die BBL schrieb damals auf ihrer Homepage: „Meilenstein: 638 Spiele hat Alex King in der easyCredit BBL absolviert – damit ist er unangefochtener Rekordhalter. Von allen noch Aktiven, die nicht diesen Sommer ihre Sneakers an den Nagel hängen, hat am ehesten Karsten Tadda (538 Spiele) die Chance an diese Marke heranzukommen.“ – Genau so sieht es aus!
Hinspiel ging mit 89:75 an die Rostock Seawolves
Mit aktuell vier Siegen in Serie (77:72 in Frankfurt, 84:68 in Vechta, 94:89 gegen Ludwigsburg, 85:67 gegen Ulm) gehen die Rostocker in die Partie gegen die Bamberg Baskets. Während den Bambergern zuletzt bei ihrer Overtime-Niederlage in Chemnitz das Glück fehlte, hatten die Rostocker Fortuna in ihrem letzten Match auf ihrer Seite. Nahezu auf den Buzzer der regulären Spielzeit netzte Malik Osborne per Dreier zum 62:62 Ausgleich ein und machte so die Verlängerung überhaupt erst möglich. Hatten die Rostocker im gesamten zweiten Viertel nur neun Punkte zustande gebracht, waren es in der fünfminütigen Verlängerung ganze 15 zum 77:72-Erfolg. Osborne war in dieser Partie mit 17 Punkten und 14 Rebounds Rostocks Bester. Neben ihm mussten auch Bryce Hamilton, Pedro Bradshaw und Nijal Pearson deutlich über 32 Minuten spielen. Der kurz vor Jahreswechsle an die Ostsee zurückgekehrte Point Guard JeQuan Lewis stand knapp 29 Minuten auf dem Parkett.
Basketball ist bekanntlich das Spiel der Zahlen und Statistiken, doch was kann man aus den ganzen Daten letztlich schließen? Mit einer Quote von 35,7 Prozent sind die Rostocker hinter Ulm, Frankfurt und dem MBC eines der treffsichersten Teams in der BBL von jenseits der 6,75-Meter-Linie. Auch bei den Rebounds liegen sie (ebenso wie unsere Bamberg Baskets mit 38,3) mit durchschnittlich 38,8 eingesammelten Abprallern unter den Top-Teams. Die 14,1 Assists pro Spiel hingegen sind der zweitschlechteste Wert in der BBL, ebenso wie die nur 6,2 Ballgewinne pro Partie. Insgesamt resultieren die Werte der Rostocker in eine Teameffektivität von 87,6. Anton Gavels Mannschaft hat hier einen Wert von 93,8 und somit empfängt in Punkto Teameffektivität am Sonntag der Sechzehnte den Siebten. Beim Blick auf die Tabelle heißt es jedoch: Der Fünfzehnte gastiert beim Sechsten.
Am 5. Spieltag standen sich beide Mannschaften Mitte Oktober vergangenen Jahres in Freak City gegenüber. Die Rostocker gewannen das Hinspiel mit 89:75.
Nachdem die Bamberger in der ersten Halbzeit meist leicht in Führung gelegen hatten, waren die Gäste nach der Pause wie aufgedreht. Bis auf 18 Punkte konnten sie im dritten Viertel ihren Vorsprung ausbauen. Zu Beginn des Schlussabschnitts kamen Ronaldo Segu & Co. zwar nochmals auf unter zehn Zähler Rückstand heran, die Rostocker aber erwiesen sich letztlich äußerst abgezockt und ließen sich den Sieg nicht noch einmal streitig machen. Topscorer auf Bamberger Seite im Hinspiel war Moritz Krimmer mit 17 Punkten. D‘Shawn Schwartz (25) und Bryce Hamilton (23) waren die erfolgreichsten Werfer der Gäste.
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Bamberg Baskets gewinnen Overtime-Krimi
Rostocker nach furiosem Start noch besiegt
Nach einem völlig verpatzten ersten Viertel haben die Bamberg Baskets ihre Partie des 25. Spieltags in der easyCredit Basketball Bundesliga bei den Rostock Seawolves doch noch gewonnen. Nach Verlängerung gab es ein 98:91 gegen die Rostocker.
Lag das Team von Head Coach Arne Woltmann nach zehn Minuten infolge einer, wie es der Cheftrainer selbst bezeichnete, „Tiefschlafphase“ mit 16 Zählern im Hintertreffen, fightete man sich in die Partie zurück und siegte am Ende nach Verlängerung mit 98:91 (39:48, 82:82). Während die 4.120 Zuschauer in der Rostocker StadtHalle die mittlerweile 12. Niederlage ihres Teams in Serie miterleben mussten, durften die rund 50 mitgereisten Bamberger Schlachtenbummler den 11. Saisonsieg ihrer Mannschaft feiern.
Topscorer im Team aus Freak City war Zach Copeland mit 25 Punkten, Filip Stanić angelte sich 14 Rebounds. Bei den Ostseestädtern waren Chevez Goodwin und Derrick Alston Jr. mit je 23 Zählern die erfolgreichsten Punktesammler.
Die Rostocker begannen die Partie wie die in solchen Situationen häufig zitierte Feuerwehr. Gerade das hohe Tempo, das Baskets Head Coach Arne Woltmann aus dem Spiel halten wollte, war ganz zum Geschmack der Seawolves, die nach dem 6:6 (3.) erstmals richtig aufdrehten. In knapp zweieinhalb Minuten zogen die Hausherren auf 16:8 (5.) davon und Bambergs Cheftrainer zog erstmals die Bremse in Form einer Auszeit. Die Versuche, seine Mannschaft hier wachzurütteln, zeigten jedoch auch in den folgenden Minuten keine Wirkung, weshalb Woltmann gerade einmal zwei Minuten später sein Team erneut um sich versammelte (10:26/7.) und hier bereits seine letzte ihm in der ersten Halbzeit zu Verfügung stehende Auszeit nehmen musste. So langsam schienen die Baskets nun im Spiel angekommen, doch dieses erste Viertel ging mit 34:20 klar an die Gastgeber.
Wie schon zum Ende des ersten Abschnitts sorgten nun auch im zweiten Viertel die Bamberger Bankspieler auf dem Parkett für mehr Struktur. Mit vier Punkten in Folge führte Trey Woodbury sein Team auf 27:37 (13.) wieder etwas näher heran. Karsten Taddas erster Dreier der Partie brachte den Rückstand beim 33:42 (16.) in den einstelligen Bereich. Exakt diese neun Zähler lag man dann auch zum Ende der ersten Halbzeit hinten, in der die Rostocker aus allen Entfernungen die besseren Wurfquoten hatten. Goodwin (16) und Alston Jr. (14) waren bis hier die tragenden Säulen der Rostocker Offensive.
„Viel Herz gezeigt und gekämpft“
Mit Beginn der zweiten Halbzeit machten die Baskets nun da weiter, wo sie zum Ende der ersten Hälfte aufgehört hatten. Über die Verteidigung und das Rebounding arbeitete man sich immer besser in das Spiel hinein und kam so bis auf sieben Zähler an die SEAWOLVES heran (44:51/21. – 51:58/24.). Die Gastgeber hatten in dieser Phase allerdings stets eine Antwort auf Lager und bauten ihren Vorsprung gut drei Minuten vor Ende des dritten Abschnitts nochmals auf 68:57 aus. Schon längst hatten die Baskets gespürt, dass trotz des desaströsen ersten Viertels hier noch etwas zu holen war und gaben ihrerseits zum Ende des dritten Abschnitts noch einmal Gas. Beim Stand von 65:70 ging es in den Schlussabschnitt.
Auch wenn die Bamberger zu Beginn der letzten zehn Minuten nochmals näherkamen (68:70/32.), blieben die Hanseaten erst einmal in Führung. 74:68 (34.) lag das Team von Head Coach Christian Held in Front, als plötzlich kein Wurf mehr fallen wollte. Insgesamt sechs Minuten sollten die Rostocker nun ohne Punkte bleiben und so war es Baskets-Kapitän Karsten Tadda, der bei noch 5:07 Minuten Restspielzeit mit seinem zweiten Dreier die Führung wieder zurückeroberte (75:74). Mit einem 12:0‑Lauf setzten sich die Baskets 58 Sekunden vor dem Ende mit 80:74 ab und schienen das Spiel auf ihre Seite gebogen zu haben. Da Zach Copeland an der Freiwurflinie jedoch nur zwei von insgesamt fünf Versuchen verwerten konnte und auf der Gegenseite sowohl Eric Lockett als auch Tyler Nelson von jenseits der 6,75-Meter-Linie trafen, stand es vier Sekunden vor dem Ende 82:82. Ein Fall für Zach Copeland, doch der Wurf des Shooting Guards ging nicht durch den Ring. Stattdessen ging das Spiel in die Verlängerung.
Dort aber traf Zach Copeland, und zwar gleich zweimal für drei Punkte und so führte Bamberg mit 90:84 (43.). Als Malik Johnson, ebenfalls per Dreier, 85 Sekunden vor dem Ende auf 95:86 erhöhte, war die Entscheidung gefallen. Auch wenn die beiden US-Amerikaner zusammen 13 der 16 Bamberger Punkte in der Verlängerung erzielten, war es insgesamt eine erneut geschlossene Teamleistung.
„Wenn wir schon im ersten Viertel in der Halle gewesen wären, dann hätten wir das Ganze sicherlich besser starten können. Wir haben dann aber viel Herz gezeigt und gekämpft“, resümierte Bamberg Baskets-Headcoach Arne Woltmann. „Am Ende mussten wir etwas unglücklich noch in die Verlängerung, aber dort haben wir dann sehr stark gespielt. Insgesamt haben wir ein Viertel verloren, alle anderen samt Overtime haben wir gewonnen, von daher würde ich sagen, dass es ein gerechtfertigter Sieg ist.“
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Basketball
Bamberg Baskets zu Gast an der Ostsee
Morgen Abend führt der 25. Spieltag der Basketball-Bundesliga die Bamberg Baskets nach Mecklenburg-Vorpommern. An der Ostsee geht es für die Mannschaft bei den Rostock Seawolves um wichtige Punkte im Rennen um die Play-in-Plätze.
Nach einer aktuell andauernden Niederlagenserie von elf Spielen in Folge und der Position auf dem 15 Tabellenplatz stehen die Rostock Seawolves und ihr Cheftrainer Christian Held morgen Abend (22. März) gegen die Bamberg Baskets unter Druck. Denn die Mannschaft von der Ostsee braucht im Kampf um den Klassenerhalt jeden Sieg. Nur wenige Punkte ist Rostock noch von den Heidelbergern (Platz 17) entfernt, bei denen sie am letzten Spieltag mit 86:88 den Kürzeren zogen. Die Bamberg Baskets haben ihr letztes Spiel gegen Chemnitz verloren und stehen auf Platz 12 etwas besser als Rostock.
Somit ist der zehnte Platz für Bamberg in Reichweite. Dieser ist neben dem siebten, achten und neunten Platz einer der vier Tabellenpositionen, die zur Teilnahme an den Play-ins qualifizieren. Diesen neuen Modus lässt die BBL seit dieser Saison ausspielen. Nur die Plätze eins bis sechs garantieren noch die Teilnahme an den Play-offs. Die beiden weiteren Teams, die an der Endrunde teilnehmen, werden in den Play-ins ermittelt.
Topscorer in den Griff bekommen
Bambergs Coach Arne Woltmann sagte vor der Partie: „In Rostock treffen wir auf die Mannschaft mit der aktuell längsten Negativserie der gesamten BBL. Somit könnte man beim ersten Blick von einer einfach zu lösenden Aufgabe ausgehen. Das wird aber mitnichten so sein, denn zum einen stehen die Rostocker nun schon ein wenig mit dem Rücken zur Wand und zum anderen haben sie ihre letzten drei Spiele zwar allesamt verloren, aber sowohl in Heidelberg, beim MBC als auch gegen Berlin war es sehr knapp und sie hätten jedes dieser Spiele durchaus auch gewinnen können. Insgesamt ist Rostock zudem eine sehr offensivstarke Mannschaft und deshalb darf man es nicht darauf ankommen lassen, dass das Spiel ein Shootout wird.“
Um dem zuvorzukommen, hat sich Woltmann für das Spiel und für seine Mannschaft vorgenommen, den Gegner defensiv im Griff zu haben und dabei vor allem Rostocks Topscorer Alston Jr., Nelson und Goodwin einzuschränken. „Das sollte unsere Chancen deutlich erhöhen, aber wir müssen gewarnt sein, denn wie viel Potential in dieser Mannschaft steckt, zeigt allein die Tatsache, dass sie Berlin am Rande einer Niederlage hatten.“
Das Hinspiel, eine Nachholpartie des 3. Spieltags, konnten die Bamberg Baskets Ende November vor heimischem Publikum mit 93:83 gewinnen. Vor allem im zweiten Viertel legte Bamberg dabei den Grundstein für den späteren Sieg. Zwar konnten die Rostocker die Abschnitte eins, drei und vier gewinnen, das zweite Viertel ging jedoch mit 25:6 klar an die Bamberger.
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Basketball
Gegen die Rostock Seawolves: Zweiter Sieg für die Baskets in drei Tagen
Die Bamberg Baskets haben ihre Nachholpartie des 3. Spieltags in der Basketball-Bundesliga gewonnen und so ihren zweiten Sieg innerhalb von drei Tagen eingefahren. Nach dem Erfolg gegen Braunschweig besiegte die Mannschaft Dienstagabend (28. November) zuhause auch die Rostock Seawolves.
93:83 hieß es am Ende vor knapp 3.500 ZuschauerInnen in der Brose Arena im Spiel der Bamberg Baskets gegen die Rostock Seawolves. Vor allem der Verlauf des zweiten Viertels war bestimmend für den Spielausgang.
Wie schon am Samstag gegen Braunschweig begannen die Bamberg Baskets auch gegen die Seawolves stark. Ein ums andere Mal fand die Mannschaft von Oren Amiel in der Offensive der Anfangsphase den richtigen Mix und führte, unter anderem durch Dreier von Gray, Tadda und Nelson, nach nur fünf Minuten mit 17:7.
Unnötige Bamberger Ballverluste brachten danach jedoch die norddeutschen Gäste ins Laufen und ermöglichten den Rostockern teils einfache Korberfolge. Knapp drei Minuten vor Ende des ersten Abschnitts hatten sich die Seawolves wieder herangespielt (22:19, 8. Minute). Und nachdem Matt Bradley zum 24:24 ausgeglichen hatte, erzielte Wes Clark per Dreier sogar die Gäste-Führung nach den ersten zehn Minuten (24:27).
Noch nicht ganz zwei Minuten waren im zweiten Viertel gespielt, als allerdings Kevin Wohlrath die Bamberger Führung wieder zurückeroberte (30:29). Die Gastgeber waren in dieser Phase dominant beim Rebound und plötzlich komplett im Flow. Während den Rostocker bis zur Pause nur noch weitere vier Zähler gelangen, waren es auf Bamberger Seite 19. Darunter befanden sich mit einem Alley-Oop von EJ Onu und einem Dunk von Trey Woodbury auch zwei besonders sehenswerte Treffer. Mit 25:6 gewannen die Baskets das zweite Viertel und gingen so mit einer 49:33-Führung in die Pause.
Zwei Auszeiten mit den richtigen Worten
Mit dem Start der zweiten Hälfte bauten die Baskets ihre Führung zunächst weiter aus. Nach einem unsportlichen Foul von Wes Clark erhöhte Justin Gray den Vorsprung an der Freiwurflinie erstmals auf 20 Punkte (53:33, 21. Minute).
Fünf schnelle Rostocker Zähler veranlassten Oren Amiel dann aber, eine Auszeit zu nehmen. Diese schien zu fruchten: Den Baskets gelang in der Folge mit einem 6:0‑Lauf ihre höchste Führung des Abends (59:38, 24. Minute). Die Mannschaft von Gäste-Coach Christian Held gab sich aber deswegen nicht auf. Bis zum Ende des Viertels konnten die Seawolves den Rückstand wieder bis auf 13 Zähler verringern (70:57).
Nach zwei Dreiern von Tyler Nelson stand es in der 33. Minute plötzlich sogar nur noch 70:63. Erneut rief Oren Amiel sein Team zur Auszeit zusammen und auch diesmal gab er ihnen die richtigen Worte mit auf den Weg. Trey Woodbury sorgte per Dreier zum 73:63 im folgenden Angriff erst einmal wieder für etwas Abstand. Der bis hierhin doch eher ruhige Zach Copeland sorgte fünf Minuten vor dem Ende der Partie dann für die Entscheidung. Mit drei Dreiern stellte er das Ergebnis innerhalb von nur 65 Sekunden von 76:65 auf 85:66. Bis zur Schlusssirene kämpften sich die Gäste zwar nochmals heran, der insgesamt verdiente Bamberger 93:83-Sieg kam aber nicht mehr in Gefahr.
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Basketball
Bamberg Baskets gegen Rostock Seawolves
Heute Abend empfangen die Bamberg Baskets zuhause die Rostock Seawolves. Gelingt der Mannschaft von Oren Amiel der zweite Heimsieg der Saison?
Drei Tage nach dem Spiel gegen die Basketball Löwen Braunschweig, das im ersten Heimsieg der Saison endete, spielen die Bamberg Baskets heute Abend in eigener Halle gegen die Rostock Seawolves. Bei der Partie handelt es sich um ein Nachholspiel, das Anfang Oktober aufgrund der Teilnahme der Rostocker an der Qualifikation für den FIBA Europe Cup verschoben werden musste.
Wie auch die Bamberger konnten die Seawolves ihre Partie am letzten Spieltag gewinnen. Zuhause bezwangen sie die BG Göttingen mit 96:92, ihr dritter Sieg in dieser Saison. Der Wille, das Spiel unbedingt gewinnen zu wollen, gab letztlich den Ausschlag, sagte Rostocks Coach Christian Held nach dem Spiel. Vor allem Center Chevez Goodwin ging in dieser Hinsicht wieder einmal voran. Zehn seiner insgesamt 14 Rebounds erkämpfte sich der 26-jährige US-Amerikaner am offensiven Brett. Daneben erzielte er 19 Punkte und zählte mit Derrick Alston Jr. (24) und Tyler Nelson (15) zu den besten Werfern seines Teams.
Ihre bisherigen drei Saisonsiege holten die Rostocker allesamt in eigener Halle. Gegen Heidelberg siegten sie am zweiten Spieltag nach zweifacher Verlängerung mit 122:113. Und auch gegen Tübingen hatte die Mannschaft nach Verlängerung mit 108:103 knapp die Nase vorne. In fremden Hallen hingegen mussten sich die Rostocker bislang immer geschlagen geben: in Crailsheim, Oldenburg, Ludwigsburg und in Chemnitz. Nun belegen sie mit der identischen Bilanz wie die Bamberg Baskets (drei Siege und fünf Niederlagen) Tabellenplatz 11.
Gelingt Bamberg der zweite Heimsieg?
Wie schon gegen Braunschweig wird es für die Bamberg Baskets auch gegen die Rostock Seawolves besonders darauf ankommen, gut zu verteidigen. Hier sind die Seawolves sogar noch ein wenig stärker einzuschätzen als zuletzt die Niedersachsen. Mit im Schnitt 40,1 eingesammelten Abprallern pro Partie sind die Seawolves im Moment sogar das beste Rebound-Team der Liga.
Bambergs Center Filip Stanic sagte vor dem Spiel: „Wie zuletzt Braunschweig ist auch Rostock extrem stark beim Rebound. Wir müssen schauen, dass wir gleich von Beginn an unter den Körben da sind und ihnen keine zweiten Chancen geben. Zudem spielen sie sehr schnell und erzielen im Schnitt fast 92 Punkte. Insofern ist klar, dass der Weg zum Sieg in erster Linie über unsere Verteidigung führen wird. Wenn wir zudem offensiv unser Spiel spielen und uns die Zuschauer wieder so toll unterstützen wie gegen Braunschweig, dann sollte uns unser nächster Heimsieg gelingen.“