vbw und bayme äußern sich zum Schulstart 2025
Bildungsqualität in Bayern hoch
Die vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. und die bayerischen Metall- und Elektro- Arbeitgeberverbände bayme vbm haben sich zum Beginn des neuen Schuljahres zur Bildungsqualität in Bayern geäußert.
bayme vbm vbw-Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt betont zu Beginn des neuen Schuljahres die hohe Qualität des Bildungsstandortes Bayern: „Unser Schulsystem ist traditionell stark und der Nachwuchs findet im Freistaat beste Voraussetzungen, um früh die Grundlagen für eine erfolgreiche berufliche Zukunft zu schaffen. Wir dürfen jetzt aber nicht nachlassen und müssen dafür Sorge tragen, dass das Bildungsniveau weiter auf diesem hohen Level bleibt.“ Denn der PISA-Schock 2023 habe auch vor bayerischen Klassenzimmern nicht halt gemacht. Dass die Bayerische Staatsregierung zügig reagiere und mit ihrem Maßnahmenkatalog einen Schwerpunkt insbesondere auf Sprachförderung in den frühen Bildungsphasen gelegt habe, sei der richtige Schritt gewesen. „Ausgehend davon müssen wir nun alle weiteren Bildungsphasen systematisch in den Blick nehmen.“
Dabei müssten laut bayme vbm vbw gerade auch die sprachlichen und mathematischen Basiskompetenzen durchweg und gezielt gefördert werden. „Bildung ist die wichtigste Ressource, die wir als rohstoffarmer Wirtschaftsstandort haben. Eine zentrale Stellschraube ist die Vermittlung einer gesicherten Sprachkompetenz“, führt Brossardt aus. „Mit der Einführung von verbindlichen Sprachtests eineinhalb Jahre vor der Einschulung und der gestärkten Förderung von Kernkompetenzen in der Grundschule wurden bereits wichtige Weichen gestellt. Als nächsten Schritt brauchen wir nun einen Maßnahmenplan für die weiterführenden Schulen.“
In dem Zuge fordert die vbw, auch die dritte und vierte Jahrgangsstufe sowie den Übertritt in die weiterführenden Schulen beweglicher zu gestalten. „Wir müssen sicherstellen, dass ein grundlegendes Kompetenzniveau erreicht wird und dafür, wenn erforderlich, auch die individuellen Lernzeiten flexibilisieren. Im Zuge des demografischen Wandels sind unsere Unternehmen auf jede junge Nachwuchskraft angewiesen. Wir können es uns nicht leisten, dass Kinder und Jugendliche im Bildungssystem den Anschluss verlieren“, so Brossardt.
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Bayern erneut auf Platz zwei
vbw lobt Qualität des Schulsystems im Freistaat
Die vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. begrüßt das mit Platz zwei wieder sehr gute Abschneiden des bayerischen Bildungssystems beim Bildungsmonitor 2025 der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM).
„Wir freuen uns, dass sich Bayern erneut Platz zwei gesichert hat. Das zeigt die konstante Stärke und hohe Qualität unseres Bildungssystems. Gute Schulbildung schafft die Grundlage für den späteren beruflichen Erfolg der Jugendlichen und die Arbeitskräfte- und Fachkräftesicherung unserer bayerischen Unternehmen“, kommentiert vbw Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt das heute veröffentlichte Ergebnis. „Mit Blick auf das bundesweit insgesamt abnehmende Bildungsniveau dürfen wir uns auf dem Ergebnis aber nicht ausruhen, sondern müssen die Qualität unserer Bildungsangebote konsequent weiterentwickeln. Die bayerische Staatsregierung hat mit ihrer Offensive nach dem PISA-Schock aus dem Jahr 2023 hier bereits die richtigen Weichen gestellt.“
Bayern hat sich im bundesweiten Vergleich unter anderem in den Kategorien Berufliche Bildung, Schulqualität, Internationalisierung, Ausgabenorientierung und Digitalisierung hervorgetan. Hier erreichten sie jeweils den zweiten Platz. Brossardt führt aus „Dass wir gerade auch bei der Digitalisierung und der beruflichen Bildung so gut abschneiden, ist für unsere Unternehmen im Freistaat essentiell. Digitale Kompetenz ist am Arbeitsmarkt inzwischen eine Schlüsselfertigkeit. Den Grundstein für souveränen Umgang mit digitalen Inhalten legen wir im Schulunterricht.“
Im Bereich der beruflichen Bildung schnitt Bayern ebenfalls gut ab. Mit 79,6 Prozent liegt die Ausbildungsstellenquote über dem Bundesdurchschnitt von 67,1 Prozent. „Die Lage auf dem Ausbildungsmarkt ist für Azubis in Bayern weiter ausgezeichnet. Das bestätigte auch unsere aktuelle bayme vbm Sommerumfrage zur Ausbildungssituation in der bayerischen Metall- und Elektroindustrie“, erklärt Brossardt. Zwar sei die Zahl der abgeschlossenen Ausbildungsverträge im Vorjahresvergleich gesunken, einem Jugendlichen auf der Suche nach einer Ausbildungsstelle stünden aber weiterhin etwa anderthalb gemeldete Ausbildungsplätze gegenüber. „Wir erleichtern das Matching, indem wir Schule und Unternehmen bei der Berufs- und Studienorientierung noch enger miteinander verzahnen.“
Aufholbedarf besteht im Freistaat laut der Erhebung indes bei der frühen Förderinfrastruktur. Brossardt erklärt „Beim Ausbau von Betreuungsangeboten in Kitas und Grundschulen sehen wir noch Luft nach oben. Hier ist die Bayerische Staatsregierung gefragt, zügig Maßnahmen zu ergreifen, damit eine frühe und zielgerichtete Förderung der Kinder in der Fläche gelingen kann.“