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Seltene Erden

vbw-Roh­stoff­preis­in­dex

Anstieg der Roh­stoff­prei­se im Juli

Der Roh­stoff­preis­in­dex der vbw – Ver­ei­ni­gung der Baye­ri­schen Wirt­schaft e. V. ist im Juli 2025 um 1,6 Pro­zent gegen­über dem Vor­mo­nat ange­stie­gen und ver­harrt damit wei­ter­hin auf einem hohen Niveau, bei 151,5 Punkten.

„Der siche­re und bezahl­ba­re Bezug wich­ti­ger Roh­stof­fe bleibt eine stän­di­ge Her­aus­for­de­rung für die hei­mi­schen Unter­neh­men“, so vbw-Haupt­ge­schäfts­füh­rer Bert­ram Brossardt.

Der Teil­in­dex für Indus­trie­me­tal­le stieg im Juli um 1,4 Pro­zent an. Das ins­be­son­de­re für die baye­ri­sche M+E Indus­trie sehr wich­ti­ge Alu­mi­ni­um war mit einem Anstieg um 3,5 Pro­zent mit­ver­ant­wort­lich für die­se Ent­wick­lung. Zur M+E Indus­trie zäh­len gro­ße Indus­trie­zwei­ge wie die Auto­mo­bil­in­dus­trie, der Maschi­nen­bau und die Elek­tro­in­dus­trie. Über­durch­schnitt­lich stieg im Juli der Teil­in­dex, der die Prei­se für Sel­te­ne Erden abbil­det. Gegen­über dem Vor­mo­nat Juni nahm er um 2,0 Pro­zent zu. Grund dafür waren unter ande­rem Neo­dym und Pra­seo­dym mit Preis­an­stie­gen von 7,4 und 7,0 Pro­zent. Mit einem Plus von 3,2 Pro­zent leg­te auch der Teil­in­dex für Edel­me­tal­le deut­lich stär­ker zu als der Gesamt­in­dex. Neben Sil­ber (+4,7 Pro­zent) ver­teu­er­ten sich im Juli ins­be­son­de­re Pla­tin (+11,7 Pro­zent) und Pal­la­di­um (+13,2 Pro­zent). Der Preis für Gold (-0,4 Pro­zent) ging hin­ge­gen das ers­te Mal seit Dezem­ber 2024 wie­der leicht zurück. „Die chi­ne­si­schen Export­kon­trol­len für Sel­te­ne Erden und Magne­te blei­ben spür­bar und trei­ben die Prei­se in die Höhe. Hier brau­chen die Unter­neh­men drin­gend Sta­bi­li­tät“, erläu­tert Brossardt.

Die vbw for­dert, den ver­läss­li­chen und bezahl­ba­ren Bezug von Roh­stof­fen poli­tisch und in der unter­neh­me­ri­schen Pla­nung drin­gend zu prio­ri­sie­ren. „Für die baye­ri­schen Unter­neh­men ist das ein Schwer­punkt­the­ma. Unser Indus­trie­stand­ort benö­tigt die siche­re Roh­stoff­ver­füg­bar­keit zu bezahl­ba­ren Prei­sen. Einer­seits gilt es, die Abhän­gig­keit von ein­zel­nen Roh­stoff­lie­fe­ran­ten und ‑län­dern zu ver­rin­gern. Ande­rer­seits müs­sen wir die Roh­stoff­ef­fi­zi­enz durch geziel­te For­schung vor­an­trei­ben sowie die Gewin­nung von Sekun­där­roh­stof­fen durch eine ganz­heit­li­che Kreis­lauf­wirt­schaft stär­ken“, sagt Bros­sardt abschließend.

In den vbw Roh­stoff­preis­in­dex flie­ßen die Welt­markt­prei­se von 42 Roh­stoff­ar­ten ein. Es han­delt sich um Prei­se auf US-Dol­lar Basis. Die­se wer­den gewich­tet mit dem Import­an­teil des jewei­li­gen Roh­stof­fes nach Bay­ern. Der kom­plet­te vbw-Roh­stoff­preis­in­dex ist hier zu finden.