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Sonderausstellung

Abwechs­lungs­rei­ches Pro­gramm für 2026 geplant

Muse­en der Stadt Bam­berg zie­hen posi­ti­ve Bilanz

Die Muse­en der Stadt Bam­berg kön­nen für 2025 erneut einen Publi­kums­zu­wachs ver­zeich­nen: Knapp 44.000 Gäs­te besuch­ten die Aus­stel­lun­gen und Ver­an­stal­tun­gen im His­to­ri­schen Muse­um und in der Vil­la Des­sau­er, wie die Stadt Bam­berg mitteilt.

So zieht Direk­tor Dr. Fabi­an Ludo­vico, seit 1. Mai 2025 im Amt, eine posi­ti­ve Bilanz: „Die Besuchs­zah­len konn­ten sogar gegen­über 2024 noch­mals um 6,5 % gestei­gert wer­den und das, obwohl mit der Samm­lung Lud­wig im Alten Rat­haus ein Stand­ort wegen der anste­hen­den Sanie­rungs­ar­bei­ten geschlos­sen ist.“ Zusätz­lich zähl­te die Muse­ums Ser­vice GmbH in St. Eli­sa­beth über 107.000 Gäs­te, die sich vor allem für die ein­drucks­vol­len Kir­chen­fens­ter von Mar­cus Lüpertz interessierten.

Im His­to­ri­schen Muse­um erfuhr die Jubi­lä­ums­schau „Vor 1000 Jah­ren. Leben am Hof von Kuni­gun­de und Hein­rich II.“ bis Ende April 2025 einen sehr gro­ßen Zuspruch. Die Som­mer­sai­son star­te­te mit der Inter­ven­ti­on „Re-Call“, die in der Gemäl­de­ga­le­rie „Bil­der­spa­zier­gang“ zeit­ge­nös­si­sche Kunst inter­na­tio­na­ler Künst­le­rin­nen und Künst­ler mit aus­ge­wähl­ten Objek­ten der Samm­lung in Bezie­hung setz­te. Die Son­der­aus­stel­lung „Wünsch dir was! Make a Wish!“, die noch bis 22. März 2026 zu sehen ist, lock­te eben­falls bereits ein gro­ßes Publi­kum an. In der Vil­la Des­sau­er waren die „Foto­gra­fi­schen Insze­nie­run­gen“ des Bam­ber­ger Foto­gra­fen Uwe Gaasch ein star­ker Anzie­hungs­punkt. Auch der Berufs­ver­band bil­den­der Künst­le­rin­nen und Künst­ler – BBK Ober­fran­ken und der Kunst­ver­ein Bam­berg e.V. prä­sen­tier­ten hier Ihre Aus­stel­lun­gen mit gro­ßem Erfolg.

Die Ange­bo­te der Kul­tu­rel­len Bil­dung wur­den 2025 von rund 1.000 Per­so­nen mehr als im Vor­jahr wahr­ge­nom­men und brach­ten es damit auf knapp 4.400 Teil­nah­men. Beson­ders beliebt waren die Gesprä­che mit den Künst­le­rin­nen und Künst­lern im Rah­men­pro­gramm der Son­der­aus­stel­lun­gen. Dar­über hin­aus hat sich auch die Vor­trags­rei­he „Uni im Muse­um“ als erfolg­rei­ches For­mat eta­bliert und geht inzwi­schen in die vier­te Run­de. Sehr gefragt sind zudem die Ange­bo­te für Kita-Grup­pen und Schul­klas­sen sowie Kin­der­ge­burts­ta­ge im Muse­um. „Die­ser Zuspruch bestärkt uns in unse­rer Arbeit“, betont Dr. des. Eleo­no­ra Cagol, Kura­to­rin für die Kul­tu­rel­le Bil­dung der Muse­en der Stadt Bamberg.


Das war­tet 2026 auf die Besu­che­rin­nen und Besucher

Auch 2026 bie­ten die Muse­en der Stadt Bam­berg ein viel­sei­ti­ges Ange­bot an Aus­stel­lun­gen und Ver­an­stal­tun­gen an. „Wir sind sehr dank­bar, dass wir unse­ren Gäs­ten trotz der ange­spann­ten Finanz­la­ge ein sol­ches Ange­bot machen kön­nen. Hier­zu ist es erfor­der­lich, dass wir uns auf zen­tra­le The­men und beson­ders stark nach­ge­frag­te Ange­bo­te kon­zen­trie­ren. Maß­geb­lich für das Gelin­gen sind dabei auch in die­sem Jahr die groß­zü­gi­gen För­de­run­gen unse­rer ver­läss­li­chen Unter­stüt­zer,“ merkt Dr. Fabi­an Ludo­vico hier­zu an.

Im Zen­trum des dies­jäh­ri­gen Pro­gramms ste­hen zwei gro­ße Son­der­aus­stel­lun­gen. Im His­to­ri­schen Muse­um wird vom 27. März bis zum 1. Novem­ber 2026 die „Mau­ern der Macht. Die Alte Hof­hal­tung in Bam­berg“ zu sehen sein. Die Alte Hof­hal­tung selbst bil­det dabei das Herz­stück der Schau: Als bedeu­ten­der Schau­platz Bam­ber­ger Stadt­ge­schich­te steht sie seit über ein­tau­send Jah­ren auf dem Dom­berg. Hier ver­weil­ten einst Kai­ser, Bischö­fe und Ade­li­ge, umge­ben von Bediens­te­ten, Hand­wer­kern und ande­ren Bewoh­nern. Die Aus­stel­lung macht die­sen his­to­ri­schen Ort erleb­bar und zeigt, wie Macht, All­tag und gesell­schaft­li­ches Leben in der Alten Hof­hal­tung eng mit­ein­an­der ver­bun­den waren.

In der Vil­la Des­sau­er fin­det vom 1. Okto­ber 2026 bis 28. Febru­ar 2027 die Son­der­aus­stel­lung „Licht­ak­kord. Andre­as Her­zau foto­gra­fiert die Bam­ber­ger Sym­pho­ni­ker“ statt. Her­zau (1962–2024) beglei­te­te die Bam­ber­ger Sym­pho­ni­ker über meh­re­re Jah­re, sowohl in ihrer Hei­mat Bam­berg, als auch auf meh­re­ren Kon­zert­tour­neen. Ent­stan­den ist ein viel­ge­stal­ti­ges Por­trät des inter­na­tio­nal renom­mier­ten Orches­ters. Die Aus­stel­lung ent­steht in Koope­ra­ti­on mit der Stif­tung F.C. Gund­lach in Ham­burg, den Bam­ber­ger Sym­pho­ni­kern und dem Inter­na­tio­na­len Künst­ler­haus Vil­la Con­cor­dia in Bam­berg, wo vom 15.12.2026 bis 24.01.2027 eben­falls eine Aus­wahl von Her­zaus Sym­pho­ni­ker-Fotos gezeigt wird.

Dane­ben wird im His­to­ri­schen Muse­um eine Prä­sen­ta­ti­on zum 250. Geburts­tag E.T.A. Hoff­manns im „E.T.A. Hoff­mann-Tanz­saal“ gezeigt, die von meh­re­ren Ver­an­stal­tun­gen beglei­tet wird. Und eben­falls fin­det dort die Inter­ven­ti­on „Feu­er. Far­be. Licht – Email­le­wel­ten“ mit den wun­der­ba­ren Arbei­ten der Künst­le­rin Nora Kovats statt, die 2025 das Kunst­sti­pen­di­um Bam­berg erhielt.

Mit Eröff­nung der Son­der­aus­stel­lung „Mau­ern der Macht“ sind dann auch wie­der die kost­ba­ren Samm­lun­gen der Welt­erbe­stadt in den ver­schie­de­nen Dau­er­aus­stel­lun­gen zu sehen. Dazu zäh­len unter ande­rem „Bil­der­spa­zier­gang“, „Eine neue Zeit bricht an“, „Jüdi­sches in Bam­berg“ und eine Stu­dio­aus­stel­lung von Samm­lungs-High­lights des His­to­ri­schen Ver­eins Bamberg.

Für die Son­der­aus­stel­lung „Mau­ern der Macht. Die Alte Hof­hal­tung in Bamberg“

Gesucht: Erin­ne­run­gen und Fotos von der Alten Hofhaltung

Am 26. März 2026 eröff­net im His­to­ri­schen Muse­um Bam­berg die Son­der­aus­stel­lung „Mau­ern der Macht. Die Alte Hof­hal­tung in Bam­berg“. In die­sem Zusam­men­hang ist das Team des Muse­ums auf der Suche nach Fotos und wen­det sich an die Bürgerschaft.

Die Aus­stel­lung zeigt die Bau- und Nut­zungs­ge­schich­te die­ses bedeu­ten­den Gebäu­des – von sei­ner ursprüng­li­chen Funk­ti­on bis in die jün­ge­re Ver­gan­gen­heit, dar­un­ter die Nut­zung als Wohn­ge­bäu­de nach dem Zwei­ten Welt­krieg und als Kulis­se für Hochzeitsfotos.

Das Team des Muse­ums bit­tet des­halb alle Bür­ge­rin­nen und Bür­ger um Mit­hil­fe: Wer hat Fotos oder Erin­ne­run­gen an die Alte Hof­hal­tung als Wohn­ort? Viel­leicht hat jemand selbst dort gewohnt oder kennt jeman­den, der dort leb­te. Wur­de in der alten Hof­hal­tung eine Hoch­zeit gefei­ert, von der es Fotos gibt? Jeder­mann kann sei­ne Erin­ne­run­gen digi­tal tei­len und Teil der Aus­stel­lung wer­den. Ein­sen­de­schluss ist der 10. März. Die Bil­der soll­ten aus­schließ­lich digi­tal an kubimus@stadt.bamberg.de gemailt werden.

Glo­ba­le Kri­sen im Fokus

Kurz­füh­rung durch die Son­der­aus­stel­lung im Diö­ze­san­mu­se­um am 18. September

Zu einer halb­stün­di­gen Füh­rung durch die Son­der­aus­stel­lung „Kri­se. Kunst. Kir­che. Kon­ti­nen­te. Visio­nen von Lau­da­to si‘ “ des Diö­ze­san­mu­se­ums auf dem Dom­berg lädt Muse­ums­lei­te­rin Caro­la-Marie Schmidt am Don­ners­tag, 18. Sep­tem­ber, 12.30 Uhr, ein, wie die Stadt Bam­berg mitteilt.

Zehn Jah­re nach der Ver­öf­fent­li­chung der weg­wei­sen­den Umwelt-Enzy­kli­ka „Lau­da­to si‘ “ von Papst Fran­zis­kus ver­bin­det die­se Aus­stel­lung – eine Koope­ra­ti­on des Fach­be­reichs Umwelt und Kli­ma, des Refe­rats Welt­kir­che und des Diö­ze­san­mu­se­ums – Kunst und Kir­che zu einem ein­drucks­vol­len Appell und lädt alle Inter­es­sier­ten dazu ein, sich mit den aktu­el­len öko­lo­gi­schen und sozia­len Her­aus­for­de­run­gen unse­rer Zeit auseinanderzusetzen.

Die von Muse­ums­lei­te­rin Caro­la-Marie Schmidt sorg­fäl­tig aus­ge­wähl­ten Kunst­wer­ke inter­na­tio­nal aner­kann­ter Künst­le­rin­nen und Künst­ler sowie meh­re­re inter­ak­ti­ve Sta­tio­nen beleuch­ten glo­ba­le Kri­sen und die Not­wen­dig­keit eines ganz­heit­li­chen Umden­kens – inspi­riert von den Impul­sen der Enzyklika.

Der Freun­des­kreis der Muse­en um den Bam­ber­ger Dom lädt alle Inter­es­sier­ten zu die­ser Kurz­füh­rung ein. Treff­punkt ist an der Kas­se des Diö­ze­san­mu­se­ums, Dom­platz 5, Bam­berg. Die Teil­nah­me an der Füh­rung ist frei, es fal­len ledig­lich die regu­lä­ren Ein­tritts­kos­ten an. Eine Anmel­dung ist nicht erforderlich.

Son­der­aus­stel­lung

„Spech­te – Hör mal, wer da klopft!“ im Steigerwald-Zentrum

Das Stei­ger­wald-Zen­trum eröff­net am 17. März die Son­der­aus­stel­lung „Spech­te – Hör mal, wer da klopft!“. Die Schau möch­te einen Blick in das Leben der Vogel­art werfen.

Wie weni­ge ande­re Vogel­fa­mi­li­en ste­hen Spech­te für den Lebens­raum Wald. Sie bau­en Höh­len in Bäu­men und erschlie­ßen Nah­rungs­quel­len für zahl­rei­che ande­re Tier­ar­ten. Gera­de des­halb sind sie, so das Stei­ger­wald-Zen­trum in einer Mit­tei­lung, ein Para­de­bei­spiel für öko­lo­gi­sche Zusam­men­hän­ge und tra­gen zur Arten­viel­falt im Wald bei.

Auch sei die Vogel­art zu geis­ti­gen Hoch­leis­tun­gen fähig und sehr gut an ihr Leben am Baum ange­passt. Im Stei­ger­wald kommt neben den bekann­te­ren Specht­ar­ten wie Bunt‑, Grün- oder Schwarz­specht auch der sel­te­ne­re Mit­tel­specht vor. Da Spech­te eine Schlüs­sel­rol­le im Öko­sys­tem Wald spie­len, sind alle ein­hei­mi­schen Spech­te beson­ders geschützt. Schwarz‑, Grau- und Mit­tel­specht gel­ten sogar als streng geschützt.

Die Son­der­aus­stel­lung „Spech­te – Hör mal, wer da klopft!“ im Stei­ger­wald-Zen­trum möch­te ihrem Publi­kum mit unge­wöhn­li­chen Bil­dern und Tex­ten das Leben der Spech­te näher­brin­gen. Sie soll die viel­fäl­ti­gen Zusam­men­hän­ge zwi­schen Wäl­dern und Spech­ten beleuch­ten u gibt Ein­bli­cke in die Über­le­bens­stra­te­gien die­ser Vögel geben.

Die Aus­stel­lung wur­de von Dr. Nor­bert Wim­mer, Förs­ter, Natur­fo­to­graf und Buch­au­tor, gemein­sam mit dem Natur­kun­de-Muse­um Coburg kon­zi­piert. Sie läuft vom 17. März bis 9. Oktober.

Das Stei­ger­wald-Zen­trum, gele­gen am west­li­chen Rand des Stei­ger­walds, möch­te Nach­hal­tig­keit am Bei­spiel von Wald­be­wirt­schaf­tung und Holz­ver­wen­dung erleb­bar machen. Auf etwa 600 Qua­drat­me­tern Aus­stel­lungs­flä­che zeigt das Zen­trum jeweils eine Dau­er­aus­stel­lung und Wechselausstellungen.