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Sozialstiftung Bamberg

Nach 19 Jahren

Sozi­al­stif­tung Bam­berg: Vor­stands­vor­sit­zen­der Frau­en­knecht geht in Ruhestand

Nach 19 Jah­ren als Vor­stand­vor­sit­zen­der der Sozi­al­stif­tung Bam­berg geht Xaver Frau­en­knecht in den Ruhe­stand. Wäh­rend sei­ner Amts­zeit ver­dop­pel­te sich die Zahl der Ange­stell­ten der Stif­tung und auch wirt­schaft­lich ist sie laut Rat­haus heu­te gut aufgestellt.

Im Kreis der städ­ti­schen Refe­ren­tIn­nen und im Bei­sein von Nach­fol­ger Mar­tin Wil­de und dem Vor­stand Finan­zen der Sozi­al­stif­tung, Johan­nes Goth, ver­ab­schie­de­te Ober­bür­ger­meis­ter Andre­as Star­ke am Don­ners­tag (7. Dezem­ber) Xaver Frau­en­knecht in den Ruhe­stand. „Ihr Wir­ken war stets zum Wohl der Sozi­al­stif­tung Bam­berg und der Men­schen in der Stadt Bam­berg“, zitiert eine Mit­tei­lung des Rat­hau­ses Starke.

Xaver Frau­en­knecht freu­te sich über die Aner­ken­nung und fass­te sei­ne 19-jäh­ri­ge Zeit als Vor­stands­vor­sit­zen­der der Stif­tung so zusam­men: „Der Dienst am Pati­en­ten und an den Bewoh­nern unse­rer Pfle­ge­hei­me stand für mich immer im Mit­tel­punkt. Die­ser Gedan­ke hat alle Ent­schei­dun­gen bestimmt und ist auch das Erfolgs­re­zept der Sozi­al­stif­tung Bamberg.“

Der gelern­te Gesund­heits- und Kran­ken­pfle­ger, der zudem „Inter­na­tio­nal Health Care Manage­ment“ stu­dier­te, kam 2004 als Vor­stands­vor­sit­zen­der zur Sozi­al­stif­tung Bam­berg. Damals setz­te das neue Gesund­heits­un­ter­neh­men etwa 125 Mil­lio­nen Euro um und war mit 2.200 Beschäf­tig­ten der zweit­größ­te Arbeit­ge­ber der Stadt. Das Kli­ni­kum ver­buch­te aller­dings Ver­lus­te in Höhe von vier Mil­lio­nen Euro, die Alten­hil­fe in Höhe von mehr als einer Mil­li­on Euro. „Durch ziel­si­che­re stra­te­gi­sche Ent­schei­dun­gen und Koope­ra­tio­nen hat Xaver Frau­en­knecht die Sozi­al­stif­tung Bam­berg von einem Über­nah­me­kan­di­da­ten zu einem hoch­mo­der­nen Gesund­heits­kon­zern ent­wi­ckelt“, sag­te Starke.

Zustand der Stif­tung heute

Heu­te ist die Sozi­al­stif­tung Bam­berg immer noch zweit­größ­ter Arbeit­ge­ber Bam­bergs. Aller­dings ist die Zahl der Beschäf­tig­ten mitt­ler­wei­le auf mehr als 5.000 gewach­sen. Mit den in den ver­gan­ge­nen zwei Jahr­zehn­ten auf­ge­bau­ten Struk­tu­ren bie­tet die Sozi­al­stif­tung Bam­berg laut Rat­haus die gesam­te gesund­heit­li­che Ver­sor­gungs­ket­te aus einer Hand an. Auch wirt­schaft­lich sei der Kon­zern dank der guten Ergeb­nis­se der ver­gan­ge­nen Jahr­zehn­te robust auf­ge­stellt. Und dies trotz der aktu­ell schwie­ri­gen finan­zi­el­len Situa­ti­on der Kran­ken­häu­ser in Deutschland.

Zu den Ände­run­gen der Ära Frau­en­knecht zäh­len unter ande­rem die Eta­blie­rung von Medi­zi­ni­schen Ver­sor­gungs­zen­tren zur Siche­rung der Gesund­heits­ver­sor­gung auch in länd­li­chen Regio­nen, die Sanie­rung des Hau­ses Alten­burg­blick im Anto­ni­stift, der Auf­bau des Demenz­zen­trums im Haus Wie­sen­grund, den Maxi­mal­ver­sor­ger­sta­tus für das Kli­ni­kum erlangt zu haben, der Bau des vier­ten Bet­ten­turms, die Bewäl­ti­gung der Coro­na-Pan­de­mie und die Eröff­nung des Kin­der- und Jugend­hos­piz „Ster­nen­zelt“ für Nordbayern.

Für letzt­ge­nann­te Ein­rich­tung über­ga­ben die Mit­glie­der der städ­ti­schen Refe­ren­ten­run­den als Abschieds­ge­schenk eine Spen­de von 500 Euro. Dafür und die gute Zusam­men­ar­beit bedank­te sich Xaver Frau­en­knecht, des­sen Ver­trag am 31. Dezem­ber 2023 endet. Ab 1. Janu­ar 2024 über­nimmt Mar­tin Wil­de den Vorstandvorsitz.

Mal­te­ser und Sozi­al­stif­tung Bamberg

„Früh­stück der Kul­tu­ren“ im Quar­tiers­bü­ro Ulanenpark

Wie wird in ande­ren Län­dern gefrüh­stückt? Wer eine Ant­wort auf die­se Fra­ge möch­te, ist beim „Früh­stück der Kul­tu­ren“ gut auf­ge­ho­ben. Mal­te­ser und Sozi­al­stif­tung Bam­berg brin­gen dort Men­schen ver­schie­de­ner Her­künf­te zum gemein­sa­men Essen zusammen.

Weil die Ver­an­stal­tung im Früh­jahr die­ses Jah­res so gut ankam, haben sich die Ver­an­stal­ter für eine zwei­te Auf­la­ge ent­schie­den. An die­sem Sams­tag (28. Okto­ber) kön­nen sich von 10 bis 13 Uhr im Quar­tiers­bü­ro am Ula­nen­park (Hans-Schütz-Stra­ße 3) Men­schen erneut zum „Früh­stück der Kul­tu­ren“ tref­fen. Dabei kom­men kuli­na­ri­sche Beson­der­hei­ten aus ver­schie­de­nen Län­der der Erde auf den Tisch: Fla­den­bro­te, Auf­stri­che, Sup­pen, Baguettes und auch Fränkisches.

Das „Früh­stück der Kul­tu­ren“ ist eine Ver­an­stal­tung der Sozi­al­stif­tung Bam­berg und des Inte­gra­ti­ons­diens­tes der Mal­te­ser. Auch die rote Mal­te­ser-Rik­scha wird wäh­rend des Früh­stücks vor dem Quar­tiers­bü­ro Halt machen. Wer möch­te, kann sich über das Pro­jekt infor­mie­ren oder sich mit der Rik­scha auch nach Hau­se fah­ren lassen.

Pro­test­tag „Alarm­stu­fe Rot: Kran­ken­häu­ser in Not“

Kran­ken­häu­ser der Regi­on for­dern mehr Unter­stüt­zung von Regierung

Anläss­lich des bun­des­wei­ten Pro­test­ta­ges „Alarm­stu­fe Rot: Kran­ken­häu­ser in Not“ haben Kran­ken­häu­ser aus Bam­berg und Forch­heim von der Bun­des­re­gie­rung eine schnel­le­re und nach­hal­ti­ge­re Unter­stüt­zung gefor­dert. Die Preis­stei­ge­run­gen der letz­ten Jah­re könn­ten der­zeit nicht aus­ge­gli­chen werden.

Die aktu­el­le wirt­schaft­li­che Lage von Kran­ken­häu­sern ist laut der Deut­schen Kran­ken­haus­ge­sell­schaft (DKG) dra­ma­tisch. Die der­zeit gül­ti­gen Finan­zie­rungs­sys­te­me sei­en nicht für Extrem­si­tua­tio­nen wie Pan­de­mien oder die seit 2022 vor­herr­schen­de sehr hohe Infla­ti­on gemacht und wür­den bes­ten­falls in nor­ma­len Zei­ten funk­tio­nie­ren. Knapp 90 Pro­zent der baye­ri­schen Kran­ken­häu­ser wür­den ent­spre­chend der­zeit nega­ti­ve Ergeb­nis­se schreiben.

Auch die Sozi­al­stif­tung Bam­berg, das Kli­ni­kum Forch­heim-Frän­ki­sche Schweiz und die Kli­ni­ken der Gemein­nüt­zi­gen Kran­ken­haus­ge­sell­schaft des Land­krei­ses Bam­berg wei­sen für das Jahr 2023 ein Ver­lus­te aus, wie die Sozi­al­stif­tung mit­teil­te. Um die Ver­sor­gung wei­ter auf­recht hal­ten zu kön­nen, for­der­ten sie Ende letz­ter Woche auf einer Pres­se­kon­fe­renz an der Sei­te von Bam­bergs Ober­bür­ger­meis­ter Andre­as Star­ke, Forch­heims Ober­bür­ger­meis­ter Dr. Uwe Kirsch­stein und Land­rat Johann Kalb anläss­lich des Akti­ons­ta­ges „Alarm­stu­fe Rot: Kran­ken­häu­ser in Not“ gemein­sam die Bun­des­re­gie­rung auf, Lösun­gen für die finan­zi­el­len Aus­wir­kun­gen die­ser schwie­ri­gen Zei­ten anzu­bie­ten. Denn Kos­ten­stei­ge­run­gen durch die Pan­de­mie, den rus­si­schen Angriffs­krieg und Infla­ti­on könn­ten durch die bis­he­ri­gen Instru­men­te nicht auf­ge­fan­gen werden.

„Unzu­rei­chen­de Refi­nan­zie­rung der Per­so­nal- und Sachkosten“

„Unse­re Kran­ken­häu­ser benö­ti­gen in die­ser schwie­ri­gen Situa­ti­on zuver­läs­si­ge, zügi­ge und vor allem auch nach­hal­ti­ge Unter­stüt­zung“, sag­te Andre­as Star­ke. „Die bis­her ange­kün­dig­ten finan­zi­el­len Hil­fen aus Ber­lin sind bis heu­te kaum geflos­sen und wer­den auch nicht aus­rei­chen, um das struk­tu­rel­le Defi­zit und die infla­ti­ons­be­ding­ten Kos­ten­stei­ge­run­gen auf­fan­gen zu können.“

Land­rat Kalb füg­te an: „Unse­re Kli­ni­ken sind als eine der wich­tigs­ten Ele­men­te der Daseins­vor­sor­ge unver­zicht­bar. Deren Bedeu­tung wird mit der demo­gra­fi­schen Ent­wick­lung wei­ter stei­gen. Gleich­wer­ti­ge Lebens­be­din­gun­gen set­zen eine gute medi­zi­ni­sche Ver­sor­gung im länd­li­chen Raum vor­aus.“ Des­halb brau­che es noch vor der geplan­ten Kran­ken­haus­re­form wirk­sa­me Sofort­hil­fen für die Kli­ni­ken. Die der­zei­tig gül­ti­ge gesetz­li­che Decke­lung auf der Erlös­sei­te ermög­li­che es den Kli­ni­ken nicht, die Kos­ten­stei­ge­run­gen der Jah­re 2022 und 2023 aus­zu­glei­chen. „Die unzu­rei­chen­de Refi­nan­zie­rung der Per­so­nal- und Sach­kos­ten sowie die unzu­rei­chen­de Inves­ti­ti­ons­kos­ten­fi­nan­zie­rung müs­sen dau­er­haft been­det wer­den“, sag­te Kalb.

Abschlie­ßend ergriff Uwe Kirsch­stein das Wort und kam auf die Rah­men­be­din­gun­gen zu spre­chen. „Neben der geplan­ten Finan­zie­rung von Vor­hal­te­kos­ten, die aus­kömm­lich aus­ge­stal­tet wer­den muss, müs­sen die Städ­te und Land­krei­se als Trä­ge­rin­nen der Gesund­heits­vor­sor­ge auch end­lich wie­der zurück an den Ver­hand­lungs­tisch. Kom­mu­na­le Spit­zen­ver­bän­de müs­sen Teil des Gemein­sa­men Bun­des­aus­schus­ses werden.“

Ver­an­stal­tung von Mal­te­sern und Sozialstiftung

„Früh­stück der Kul­tu­ren“ im Quar­tiers­bü­ro Ulanenpark

Wie wird eigent­lich in ande­ren Län­dern gefrüh­stückt? Wer eine Ant­wort auf die­se Fra­ge möch­te, ist beim „Früh­stück der Kul­tu­ren“ an die­sem Sams­tag, 29. April, gut aufgehoben.

Men­schen ver­schie­de­ner Her­kunft, die alle in Bam­berg woh­nen, kön­nen sich am kom­men­den Sams­tag um 10 Uhr im Quar­tiers­bü­ro am Ula­nen­park (Hans-Schütz-Stra­ße 3) zum „Früh­stück der Kul­tu­ren“ treffen.

Dabei kom­men kuli­na­ri­sche Beson­der­hei­ten aus vie­len Ecken der Welt auf den Tisch. Fla­den­bro­te, herz­haf­te Auf­stri­che, Sup­pe, Baguettes oder auch fri­sche Bröt­chen aus Fran­ken ste­hen auf der Speisekarte.

Das „Früh­stück der Kul­tu­ren“ ist eine gemein­sa­me Ver­an­stal­tung der Sozi­al­stif­tung Bam­berg und des Inte­gra­ti­ons­diens­tes der Mal­te­ser. Der Unkos­ten­bei­trag für das Essen beträgt 8 Euro bezie­hungs­wei­se 4 Euro für Kin­der und Sozi­al­hil­fe­emp­fän­ge­rIn­nen. Eine Anmel­dung ist nicht nötig.

Auch die rote Mal­te­ser-Rik­scha wird wäh­rend des Früh­stücks vor dem Quar­tiers­bü­ro Halt machen. Wer möch­te, kann sich damit nach dem Früh­stück nach Hau­se fah­ren lassen.

Nach zwei­jäh­ri­ger Bauzeit

Kin­der- und Jugend­hos­piz „Ster­nen­zelt“ eröffnet

Ver­gan­ge­ne Woche eröff­ne­te die Sozi­al­stif­tung Bam­berg das neu­ge­bau­te Kin­der- und Jugend­hos­piz „Ster­nen­zelt“. Der Bau dau­er­te zwei Jah­re und kos­te­te etwa 15 Mil­lio­nen Euro. Zur Eröff­nung stell­te sich pro­mi­nen­ter Besuch ein.

Ab April soll das Kin­der- und Jugend­hos­piz „Ster­nen­zelt“ unheil­bar kran­ken Kin­dern und Jugend­li­chen und ihren Fami­li­en als ein Ort der pfle­ge­ri­schen und päd­ago­gi­schen Erho­lung offen­ste­hen. Wie die Sozi­al­stif­tung mit­teil­te, soll die Ein­rich­tung zwölf sta­tio­nä­re Plät­ze und vier Plät­ze im Tages­hos­piz auf­wei­sen. Fami­li­en der jugend­li­chen Pati­en­tin­nen und Pati­en­ten sol­len zudem in einem Gäs­te­be­reich unter­kom­men können.

Am 24. März wur­de das Hos­piz unter Teil­nah­me über­re­gio­na­len poli­ti­schen Besuchs eröff­net. Neben Minis­ter­prä­si­dent Mar­kus Söder, Bay­erns Gesund­heits­mi­nis­ter Klaus Holet­schek, Ober­bür­ger­meis­ter Andre­as Star­ke und Mela­nie Huml, Euro­pa­mi­nis­te­rin und Bot­schaf­te­rin des Hos­pi­zes, ver­folg­ten rund 200 Gäs­te den offi­zi­el­len Festakt.

Andre­as Star­ke beton­te bei sei­ner Begrü­ßung, dass die Ein­rich­tung „mehr Lebens­qua­li­tät für Fami­li­en mit Kin­dern ermög­licht, die unter lebens­ver­kür­zen­den Krank­hei­ten lei­den“. Das neue Kin­der- und Jugend­hos­piz sei „ein Segen für die gan­ze Regi­on“. Die Stadt­ge­sell­schaft habe das Hos­piz bereits in ihr Herz geschlos­sen und das „Ster­nen­zelt“ zum Bei­spiel mit Spen­den unter­stützt.

Beson­ders durch die Tages­hos­piz-Plät­ze wür­de betrof­fe­nen Fami­li­en aus Stadt und Land­kreis Bam­berg gehol­fen. „Wäh­rend die erkrank­ten Kin­der und Jugend­li­chen im Hos­piz tags­über ver­sorgt und gezielt geför­dert wer­den, gewin­nen ihre Fami­li­en Zeit für eben­so wich­ti­ge Auf­ga­ben. Ein sol­ches Ange­bot ist in ganz Bay­ern ein­zig­ar­tig und vorbildlich.“

Besuch der Landesregierung

Mela­nie Huml beschrieb das Leben der betrof­fe­nen Fami­li­en als stän­di­gen Aus­nah­me­zu­stand. „Der All­tag von Fami­li­en mit einem schwerst­kran­ken Kind wird durch die Pfle­ge und Betreu­ung bestimmt. Die Bedürf­nis­se der Geschwis­ter­kin­der und der Eltern ste­hen immer wie­der hin­ten an. Das kos­tet sehr viel Kraft und führt oft­mals zu Erschöp­fung oder einem Gefühl der Hilflosigkeit.“

Das „Ster­nen­zelt“ böte nun genau die Unter­stüt­zung, die Fami­li­en in die­ser Situa­ti­on brau­chen. „Hier bekom­men Eltern und Geschwis­ter Raum für Erho­lung und das Sam­meln neu­er Kräfte.“

Auch Mar­kus Söder konn­te es sich auf der Wahl­kampf­tour, auf der er sich der­zeit befin­det, nicht ent­ge­hen las­sen, die Eröff­nung des Hos­pi­zes zu besu­chen. „Hos­piz­ar­beit ist Sym­bol des Frie­dens und der Mensch­lich­keit“, sag­te er. „Hier ist Raum und Zeit, um die letz­ten Meter am Ende des Lebens in Wür­de zu gehen, und auch um Eltern und Geschwis­ter zu unterstützen.“

„Mei­len­stein der Gesundheitsversorgung“

Die Bau­kos­ten des Kin­der- und Jugend­hos­pi­zes, so die Sozi­al­stif­tung, belau­fen sich auf etwa 15,2 Mil­lio­nen Euro. „Der Frei­staat Bay­ern hat den Bau die­ses Mei­len­steins der Gesund­heits­ver­sor­gung in unse­rer Regi­on mit rund neun Mil­lio­nen Euro geför­dert“, sag­te Xaver Frau­en­knecht, Vor­sit­zen­der des Vor­stan­des der Sozi­al­stif­tung Bam­berg. Hin­zu sei­en ver­schie­de­ne För­de­run­gen gekommen.

Bei der Pla­nung des Gebäu­des sei viel Wert auf eine „Wohl­fühl-Atmo­sphä­re“ gelegt wor­den, in der gleich­zei­tig alles an pfle­ge­ri­scher und the­ra­peu­ti­scher Aus­stat­tung zur Ver­fü­gung steht.

Trä­ge­rin des Kin­der- und Jugend­hos­pi­zes ist die Fran­ken Hos­piz gGmbH mit ihren drei Gesell­schaf­tern Sozi­al­stif­tung Bam­berg (51 Pro­zent), Gemein­nüt­zi­ge Kran­ken­haus­ge­sell­schaft des Land­krei­ses Bam­berg mbH (25 Pro­zent) und Hos­piz­ver­ein Bam­berg e. V. (24 Prozent).

Inte­gra­ti­ve Behand­lungs­an­sät­ze bie­ten wei­te­re Therapie-Chancen 

Behand­lung von Post-COVID

Bay­erns Gesund­heits­mi­nis­ter Klaus Holet­schek hat sich in Bam­berg über neue The­ra­pie­an­sät­ze bei der Behand­lung des Post-COVID-Syn­droms infor­miert. Die Kli­nik für Inte­gra­ti­ve Medi­zin und Natur­heil­kun­de der Sozi­al­stif­tung Bam­berg will in einem Pro­jekt bewer­ten, wie gut Metho­den der inte­gra­ti­ven Medi­zin beim Ein­satz gegen Post-COVID wirken.

Holet­schek sag­te anläss­lich des Besuchs eines von der Staats­re­gie­rung geför­der­ten Pro­jek­tes der Kli­nik für Inte­gra­ti­ve Medi­zin und Natur­heil­kun­de der Sozi­al­stif­tung Bam­berg: „Post-COVID ist ein kom­ple­xes und viel­fäl­ti­ges Krank­heits­bild, das Exper­ten zufol­ge etwa zehn Pro­zent aller an COVID-19-erkrank­ten Erwach­se­nen betrifft. Die inte­gra­ti­ve Medi­zin kann uns bei der The­ra­pie die­ser Spät­fol­gen hel­fen, indem sie die Mög­lich­kei­ten der kon­ven­tio­nel­len Medi­zin und der Natur­heil­kun­de in einem ganz­heit­li­chen Ansatz best­mög­lich verbindet.“

Er ergänz­te, wenn es erfolg­reich sei, kön­ne das deutsch­land­weit ein­zig­ar­ti­ge Bam­ber­ger Pro­jekt einen wich­ti­gen Bei­trag bei der Behand­lung des Post-COVID-Syn­droms leis­ten und zugleich die wis­sen­schaft­li­che Ver­an­ke­rung der inte­gra­ti­ven Medi­zin stär­ken. Des­halb för­de­re der Frei­staat es ger­ne über sei­ne baye­ri­sche För­der­initia­ti­ve mit rund 87.000 Euro. Im gan­zen Bun­des­ge­biet gebe es nur weni­ge ver­gleich­ba­re Akut­kli­ni­ken mit einem Behand­lungs­an­ge­bot wie es die Kli­nik für Inte­gra­ti­ve Medi­zin und Natur­heil­kun­de der Sozi­al­stif­tung Bam­berg habe.

Die Sozi­al­stif­tung Bam­berg will bewer­ten, wie gut Metho­den der inte­gra­ti­ven Medi­zin beim Ein­satz gegen das Post-COVID-Syn­drom wir­ken. Dabei wer­den kon­ven­tio­nel­le Medi­zin und wis­sen­schaft­lich fun­dier­te Natur­heil­kun­de mit gesund­heits­för­dern­den Modi­fi­ka­tio­nen des Lebens­stils ver­zahnt. Zudem soll fest­ge­stellt wer­den, inwie­fern die The­ra­pie­an­sät­ze für eine Über­nah­me in die Regel­ver­sor­gung geeig­net sind.

Glie­de­rung in zwei Projektteile 

„Unse­re Erfah­run­gen mit dem inte­gra­tiv-natur­heil­kund­li­chen The­ra­pie­kon­zept bei Pati­en­tin­nen und Pati­en­ten mit Post-COVID Syn­drom sind sehr viel­ver­spre­chend. Wir freu­en uns nun dar­auf, die Ver­sor­gung der betrof­fe­nen Pati­en­tin­nen und Pati­en­ten wis­sen­schaft­lich zu beglei­ten und wei­ter zu ent­wi­ckeln“, beton­te Prof. Dr. Jost Lang­horst, Chef­arzt der Kli­nik für Inte­gra­ti­ve Medi­zin und Projektleiter.

Post-COVID kann die Lebens­qua­li­tät Betrof­fe­ner mas­siv ein­schrän­ken. Die Sym­pto­me sind viel­fäl­tig und kön­nen unter ande­rem von chro­ni­scher Erschöp­fung („Fati­gue“) über Kopf­schmer­zen bis hin zu mas­si­ven Kon­zen­tra­ti­ons­stö­run­gen rei­chen. Zie­le des geför­der­ten Pro­jekts sind eine kurz- und lang­fris­ti­ge Redu­zie­rung des Haupt­sym­ptoms „Chro­ni­sche Fati­gue“, die Stei­ge­rung der Lebens­qua­li­tät und die Wie­der­auf­nah­me der Erwerbs­fä­hig­keit durch Anwen­dung inte­gra­tiv-natur­heil­kund­li­cher Verfahren.

Holet­schek beton­te, die Aus­wir­kun­gen von Post-COVID wür­den unse­re Gesell­schaft und unser Gesund­heits­sys­tem noch län­ger beschäf­ti­gen. „Das Wis­sen über die Mecha­nis­men hin­ter der Erkran­kung ist dabei noch unzu­rei­chend. Die För­de­rung und Erfor­schung neu­er, brei­ter The­ra­pie­an­sät­ze ist mir des­halb ein Herzensanliegen.“

Das Pro­jekt der Sozi­al­stif­tung trägt den Namen „For­schungs­zy­klus: Inte­gra­ti­ve Medi­zin und Natur­heil­kun­de in der Behand­lung des Post-COVID-Syn­droms: Ein Mul­ti­mo­da­ler The­ra­pie­an­satz“. Es läuft bis zum 31. Dezem­ber 2022.

Das Vor­ha­ben ist in zwei Pro­jekt­teile geglie­dert. Im ers­ten Teil erfolgt die Anwen­dung und Eva­lu­ie­rung eines sta­tio­nä­ren, mul­ti­mo­da­len The­ra­pie­pro­gramms, wel­ches unter ande­rem klas­si­sche Kneipp‘sche Ver­fah­ren und Ver­fah­ren der erwei­ter­ten Natur­heil­kun­de beinhal­tet. Die Wirk­sam­keit, Sicher­heit und Nach­hal­tig­keit des The­ra­pie­an­sat­zes wer­den durch eine beglei­ten­de pro­spek­ti­ve Lon­gi­tu­di­nal­stu­die im Rah­men eines 14-tägi­gen, sta­tio­nä­ren Kli­nik­auf­ent­halts der Pati­en­tin­nen und Pati­en­ten evaluiert.

Im zwei­ten Teil wird ein tages­kli­ni­sches Kon­zept ver­folgt, das sich über elf Wochen erstreckt. Zum Ein­satz kom­men dabei unter ande­rem Modu­le zur Ernäh­rungs­ver­bes­se­rung, Bewe­gungs­för­de­rung, Anwen­dun­gen zur Selbst­für­sor­ge und Coping­stra­te­gien sowie Ganz­kör­per­hy­per­ther­mie ver­bun­den mit einer Sau­er­stoff­the­ra­pie. Die Eva­lua­ti­on erfolgt durch eine pro­spek­tiv ran­do­mi­siert kon­trol­lier­te Studie.

Unter­stützt wird die Behand­lung durch E‑He­alth-Kom­po­nen­ten, dar­un­ter ein Fit­ness­tra­cker zur Feed­back- und Daten­ge­ne­rie­rung sowie digi­ta­le Lernmodule.

Inno­va­ti­ve The­ra­pie­an­sät­ze in der Post-COVID-Behandlung 

Pro­jekt der Sozi­al­stif­tung Bam­berg gefördert

Bay­erns Gesund­heits­mi­nis­ter Klaus Holet­schek sieht in der Erfor­schung inter­dis­zi­pli­nä­rer und inte­gra­ti­ver Behand­lungs­an­sät­ze zusätz­li­che Chan­cen für die The­ra­pie des Post-COVID-Syn­droms. Eine För­de­rung geht an die Sozi­al­stif­tung Bam­berg, teilt das Baye­ri­sche Staats­mi­nis­te­ri­um für Gesund­heit und Pfle­ge mit.

„Die inte­gra­ti­ve Medi­zin kann uns bei der The­ra­pie von Post-COVID dabei hel­fen, die Mög­lich­kei­ten der kon­ven­tio­nel­len Medi­zin und der Natur­heil­kun­de in einem ganz­heit­li­chen Ansatz best­mög­lich zu nut­zen“, sag­te Holet­schek am Sams­tag anläss­lich der Über­mitt­lung eines För­der­be­scheids an die Kli­nik für Inte­gra­ti­ve Medi­zin und Natur­heil­kun­de der Sozi­al­stif­tung Bam­berg. „Des­halb unter­stützt die Staats­re­gie­rung ent­spre­chen­de For­schungs­pro­jek­te im Rah­men der baye­ri­schen För­der­initia­ti­ve Ver­sor­gungs­for­schung zum Post-COVID-Syndrom.“

Das Pro­jekt der Sozi­al­stif­tung Bam­berg trägt den Namen „For­schungs­zy­klus: Inte­gra­ti­ve Medi­zin und Natur­heil­kun­de in der Behand­lung des Post-COVID-Syn­droms: Ein Mul­ti­mo­da­ler The­ra­pie­an­satz“. Ziel ist es, Metho­den der inte­gra­ti­ven Medi­zin und der Natur­heil­kun­de hin­sicht­lich des Ein­sat­zes gegen das Post-COVID-Syn­drom zu bewer­ten. Zudem soll fest­ge­stellt wer­den, inwie­fern die The­ra­pie­an­sät­ze für eine Über­nah­me in die Regel­ver­sor­gung geeig­net sind. Holet­schek beton­te: „Post-COVID ist ein The­ma, das viel­fäl­ti­ge Aus­prä­gun­gen hat und wel­ches unse­re Gesell­schaft noch län­ger beschäf­ti­gen wird. Wir brau­chen in die­sem Bereich des­halb ent­spre­chend brei­te The­ra­pie­an­sät­ze. Inte­gra­ti­ve Medi­zin und Natur­heil­kun­de kön­nen hier­zu einen wich­ti­gen Bei­trag leisten.“

Das Vor­ha­ben ist in zwei Pro­jekt­teile geglie­dert. Im ers­ten Teil erfolgt die Anwen­dung und Eva­lu­ie­rung eines sta­tio­nä­ren, mul­ti­mo­da­len The­ra­pie­pro­gramms, wel­ches unter ande­rem klas­si­sche Kneipp­sche Ver­fah­ren und Ver­fah­ren der erwei­ter­ten Natur­heil­kun­de beinhal­tet. Die Wirk­sam­keit, Sicher­heit und Nach­hal­tig­keit des The­ra­pie­an­sat­zes wer­den durch eine beglei­ten­de pro­spek­ti­ve Lon­gi­tu­di­nal­stu­die im Rah­men eines 14-tägi­gen, sta­tio­nä­ren Kli­nik­auf­ent­halts der Pati­en­tin­nen und Pati­en­ten evaluiert.

Im zwei­ten Teil wird ein tages­kli­ni­sches Kon­zept ver­folgt, das sich über elf Wochen erstreckt. Die Behand­lung der Pati­en­tin­nen und Pati­en­ten erfolgt dabei anhand eines mul­ti­mo­da­len Stress­re­duk­ti­ons- und Lebens­stil­mo­di­fi­ka­ti­ons­pro­gramms. Zum Ein­satz kom­men unter ande­rem Modu­le zur Ernäh­rungs­ver­bes­se­rung, Bewe­gungs­för­de­rung, Anwen­dun­gen zur Selbst­für­sor­ge und Coping­stra­te­gien sowie Ganz­kör­per­hy­per­ther­mie ver­bun­den mit Sau­er­stoff­the­ra­pie. Die Eva­lua­ti­on erfolgt durch eine pro­spek­tiv ran­do­mi­siert kon­trol­lier­te Studie.

Unter­stützt wird die Behand­lung durch E‑He­alth-Kom­po­nen­ten, dar­un­ter ein Fit­ness­tra­cker zur Feed­back- und Daten­ge­ne­rie­rung sowie digi­ta­le Lern­mo­du­le. Das Pro­jekt wird im Rah­men der baye­ri­schen För­der­initia­ti­ve mit bis zu rund 87.000 Euro geför­dert und läuft bis zum 31. Dezem­ber 2022.