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Stadt Bamberg - Page 16

Start­schuss für einen neu­en Ort der Begegnungen

„PopUpTheu­er­stadt“ will bis 3. August die Nach­bar­schaft bereichern

Im Wal­zer­takt ist das Pro­jekt „PopUpTheu­er­stadt“ mit einem Nach­bar­schafts­fest am Sonn­tag gestar­tet. „Es ist toll, dass unter den schö­nen Lin­den tem­po­rär ein Begeg­nungs- und Nach­bar­schafts­ort ent­steht“, erklär­te Drit­ter Bür­ger­meis­ter Wol­fang Metz­ner bei der Eröff­nung. Der Platz wur­de bereits in den Tagen zuvor gut von Bür­ge­rin­nen und Bür­gern ange­nom­men, wie die Stadt Bam­berg mit­teilt. Sitz­mög­lich­kei­ten statt Park­plät­ze laden zum Ver­wei­len und zum Aus­tausch ein.

Tra­di­tio­nel­le Dorf­lin­den fun­gie­ren schon seit Jahr­zehn­ten als Ort der Begeg­nung und der Kom­mu­ni­ka­ti­on, so nun auch der Theu­er­stadt-Platz unter den Lin­den. Dr. Simo­na von Eyb, die Lei­te­rin des Zen­trums Welt­erbe, betont das Ziel des Pro­jekts, Men­schen in den Mit­tel­punkt zu stel­len und mehr Lebens­qua­li­tät zu schaf­fen: „Welt­erbe lebt am bes­ten, wenn Sie es mit Leben und Lie­be fül­len.“ Pro­jekt­lei­te­rin Xenia Jaku­bek dank­te allen Unter­stüt­zern, der Anwoh­ner­schaft und vor allem dem Bür­ger­ver­ein Gan­golf für die gute und enge Zusam­men­ar­beit: „Nur dadurch war es mög­lich, die­ses PopUp-Pro­jekt in kur­zer Zeit umzusetzen.“

Gemüt­li­che Sitz­ge­le­gen­hei­ten wer­den durch eine Tanz­flä­che, ein PopUp-Café, Grill­mög­lich­kei­ten und einen Sand­kas­ten ergänzt. Zum Start wur­den Brat­würs­te und lecke­re Kuchen ange­bo­ten. Die Schutz­ge­mein­schaft Alt Bam­berg e.V. erhofft sich, Bewusst­sein für den Platz zu schaf­fen und eine Wert­schät­zung für des­sen Schön­heit. Dafür setzt sich der Ver­ein mit einer Aus­stel­lung zu „His­to­ri­schen Ansich­ten und Denk­mä­ler der Theu­er­stadt“ ein.


Der Platz erhält Aufmerksamkeit

Anwoh­ne­rin­nen und Anwoh­ner wie Andrea und Alfred Dittrich unter­stüt­zen das kom­mu­ni­ka­ti­ons­för­dern­de Pro­jekt: „Die Stadt schafft hier Lebens­raum, denn Bam­berg will eine fami­li­en­freund­li­che Stadt sein und das sind die ers­ten Schrit­te dazu.“ Auch wün­schen sich die bei­den dau­er­haf­te Sitz- und Begeg­nungs­mög­lich­kei­ten im Stadt­ge­biet. Ute Stö­ri­ko und Mar­git Eich­fel­der berich­ten, dass sie meist mit dem Fahr­rad an dem Platz vor­bei­fah­ren, aber die­sen bis jetzt nie wirk­lich wahr­ge­nom­men haben. Nun kön­nen Sie sich gut vor­stel­len, hier auch Zeit zu ver­brin­gen. Für jun­ge Fami­li­en besteht ein beson­de­rer Anreiz dar­in, dass es im Schat­ten viel Platz zum Spie­len gibt.

Ihren Höhe­punkt fand die Eröff­nung mit einem Wal­zer. Dar­ge­bo­ten wur­de er von Petra Fried­rich und Bür­ger­meis­ter Metz­ner, der sich ger­ne an die Zeit erin­nert, als er selbst direkt an der Theu­er­stadt wohn­te. Das Paar eröff­ne­te den eigens instal­lier­ten Tanz­bo­den und lud die Bam­ber­ge­rin­nen und Bam­ber­ger ein, hier gemein­sam eine ange­neh­me Zeit zu ver­brin­gen. Das Pro­jekt „PopUpTheu­er­stadt“ läuft noch bis zum 3. August 2025. In die­ser Zeit kann der Tanz­bo­den, falls er nicht schon ver­ge­ben ist, täg­lich bis 22 Uhr gebucht wer­den. Zur Ter­min­ab­stim­mung reicht eine E‑Mail an popuptheuerstadt@stadt.bamberg.de oder tele­fo­nisch unter 0951/​87–1120.

Stadt Bam­berg unter­stützt Gedächtnistraining

„Sil­ver Ager“ erhal­ten neue Sport- und Musikmaterialien

Freu­de und Bewe­gung ste­hen don­ners­tag­vor­mit­tags im Mit­tel­punkt im Stadt­teil­treff Bür­ger­haus am Ros­ma­rin­weg. Dann tref­fen sich immer die Senio­rin­nen und Senio­ren der „Sil­ver Ager“, um ihr Gedächt­nis mit Unter­stüt­zung von Kurs­lei­te­rin Moni Lang fit zu hal­ten. Das gelingt jetzt noch bes­ser: Sozi­al­re­fe­rent Jonas Glüsen­kamp hat gemein­sam mit der Senio­ren­be­auf­trag­ten Ste­fa­nie Hahn neue Sport- und Musik­ma­te­ria­li­en an die „Sil­ver Ager“ über­ge­ben, wie die Stadt Bam­berg mitteilt.

„Es ist uns ein gro­ßes Anlie­gen, Ange­bo­te für älte­re Men­schen zu för­dern, die sowohl den Kör­per als auch den Geist stär­ken – und das in einer gesel­li­gen, offe­nen Atmo­sphä­re“, sag­te Bür­ger­meis­ter Jonas Glüsen­kamp bei der Über­ga­be der Trai­nings­ma­te­ria­li­en, bestehend aus Soft­bäl­len, Eier­ras­seln oder Gleich­ge­wichts­bret­tern. Senio­ren­be­auf­trag­te Ste­fa­nie Hahn ergänz­te: „Mit den neu­en Mate­ria­li­en möch­ten wir die groß­ar­ti­ge Arbeit der Grup­pe noch bes­ser unter­stüt­zen und zur Teil­ha­be älte­rer Men­schen in unse­rer Stadt beitragen.“

Die Stadt­teil­ma­na­ge­rin und Lei­tung des Bür­ger­hau­ses am Ros­ma­rin­weg, Jan­na Wolf­schmitt vom Ver­ein iSo e.V., und die ehren­amt­li­che Kurs­lei­te­rin Moni Lang freu­en sich mit den Senio­rin­nen und Senio­ren über das neue Trai­nings­ma­te­ri­al: „Zu jedem Gedächt­nis­trai­ning gehö­ren auch psy­cho­mo­to­ri­sche Übun­gen, hier­für kön­nen wir die Mate­ria­li­en super gebrau­chen“, sag­te Moni Lang, die bei der Über­ga­be gleich die Mate­ria­li­en mit der Grup­pe aus­pro­biert hat.


Inter­es­sier­te willkommen

Die „Sil­ver Ager“-Gruppe ist für Senio­rin­nen und Senio­ren ab 60 Jah­ren geeig­net, die geis­tig und kör­per­lich fit blei­ben wol­len. Ob nach län­ge­rer Inak­ti­vi­tät oder ganz ohne Vor­er­fah­rung – hier ist jeder will­kom­men. Die Übun­gen sind so kon­zi­piert, dass sie auch zuhau­se leicht nach­ge­macht wer­den kön­nen. Im Mit­tel­punkt ste­hen dabei der gemein­sa­me Aus­tausch, die Freu­de an der Bewe­gung und das Wie­der­ent­de­cken kör­per­li­cher Akti­vi­tät in ent­spann­ter Atmosphäre.

Der­zeit sind in der seit über zehn Jah­ren bestehen­den Grup­pe 14 Senio­rin­nen und Senio­ren aktiv. Inter­es­sier­te, die Lust auf Bewe­gung, Spaß und neue sozia­le Kon­tak­te haben, kön­nen sich direkt bei Jan­na Wolf­schmitt unter Mail janna.wolfschmitt@iso-ev.de oder per Tele­fon: 015254928854 melden.

Abwechs­lungs­rei­ches Programm

Vil­la­cher Schü­le­rin­nen und Schü­ler auf Bamberg-Tour

Die gro­ße Hit­ze­wel­le Anfang Juli konn­te sie kaum brem­sen Mit gro­ßem Ent­de­ckungs­drang mach­ten sich 25 Schü­le­rin­nen und Schü­ler des Per­au-Gym­na­si­ums Vil­lach auf, Vil­lachs Part­ner­stadt Bam­berg zu erkun­den, wie die Stadt Bam­berg mitteilt.

Die Vil­la­cher Schü­le­rin­nen und Schü­ler hiel­ten sich für eini­ge Tage im Franz-Lud­wig-Gym­na­si­um, der Part­ner­schu­le des Per­au-Gym­na­si­ums, auf. Groß war die Freu­de, als die Schü­le­rin­nen und Schü­ler ihre Aus­tausch­part­ner wie­der­sa­hen, die sie im Dezem­ber 2024 in Vil­lach ken­nen­lern­ten. Sei­tens der Stadt Bam­berg wur­den die Vil­la­cher von Drit­tem Bür­ger­meis­ter Wolf­gang Metz­ner emp­fan­gen, der ihnen gleich viel Wis­sens­wer­tes über Bam­berg mit auf den Weg gab. Das abwechs­lungs­rei­che Auf­ent­halts­pro­gramm sah neben einer Stadt­be­sich­ti­gung den Besuch von Hain­bad und Sta­di­on­bad vor. Über­dies nah­men die Schü­le­rin­nen und Schü­ler an einer Füh­rung durch die Bam­ber­ger Stol­len teil und besuch­ten einen Bierkeller.

Orga­ni­siert wird der Aus­tausch von Johan­nes Hla­won vom Franz-Lud­wig-Gym­na­si­um sowie von Paul Kir­cher und Bar­ba­ra Karl­bau­er vom Per­au-Gym­na­si­um Villach.

Die zwei­te Smar­te Woche ist vorbei

Ein bun­tes Pro­gramm mach­te Digi­ta­li­sie­rung in Bam­berg-Ost erlebbar

Nach­dem Ende März die ers­te Smar­te Woche in Bam­berg Süd­west ein vol­ler Erfolg war, kam nun auch Bam­berg-Ost in den Genuss die­ser Ver­an­stal­tungs­rei­he, wie die Stadt Bam­berg mitteilt.

Fünf Tage lang konn­ten sich Bewoh­ne­rin­nen und Bewoh­ner des Stadt­teils über ver­schie­de­ne Aspek­te von Digi­ta­li­sie­rung infor­mie­ren und dazu aus­tau­schen. Zusam­men mit Ein­rich­tun­gen vor Ort, näm­lich dem Mehr­ge­ne­ra­tio­nen­haus Kän­gu­ruh, dem Fami­li­en­treff Löwen­zahn und dem Quar­tiers­bü­ro am Tivo­lischlöss­chen, gestal­te­te Smart City Bam­berg das Programm.

Star­kem Wind und Nie­sel­re­gen zum Trotz fan­den sich bei der Eröff­nung vor dem Mehr­ge­ne­ra­tio­nen­haus Kän­gu­ruh über den Nach­mit­tag ver­teilt gut 25 Per­so­nen ein. Nach der Begrü­ßung durch den Refe­ren­ten für Wirt­schaft, Betei­li­gun­gen und Digi­ta­li­sie­rung, Dr. Ste­fan Gol­ler, erklär­te der Pro­gramm­lei­ter Sascha Götz, war­um Bam­berg vom Pro­gramm Smart City nur pro­fi­tie­ren kann: „Wir schaf­fen Lösun­gen, die einen wirk­li­chen Mehr­wert für Bam­berg brin­gen! Ob das nun die Bam­berg-App ist, über die die Men­schen in Bam­berg ein­fach und unkom­pli­ziert die für sie wich­ti­gen Infor­ma­tio­nen erhal­ten. Oder der Digi­ta­le Zwil­ling, der dabei hilft, das ein­zig­ar­ti­ge Welt­erbe zu bewah­ren und mehr dar­über zu erfah­ren. Oder unser Droh­nen­pro­jekt BaK­IM, das Forst- und Grün­flä­chen­mit­ar­bei­ten­de dabei unter­stützt, die Baum­be­stän­de zu bewah­ren. Direkt oder indi­rekt wird jeder in Bam­berg etwas davon haben!“

Anschlie­ßend konn­ten sich die Besu­che­rin­nen und Besu­cher zu Smart City Bam­berg und den Pro­jek­ten „Bam­berg-App“ und „Hier & Jetzt“ aus­tau­schen. Auch Unter­hal­tung für die Klei­nen war gebo­ten und bei Eis, Geträn­ken und Gebäck ließ es sich trotz des Wet­ters gut aushalten.


Viel­sei­ti­ges Pro­gramm für ver­schie­de­ne Interessensgruppen

Wie auch bei der Smar­ten Woche in Süd­west wur­de auch die­ses Mal dar­auf­ge­setzt, vor allem bestehen­de Ange­bo­te zu nut­zen und mit digi­ta­len Inhal­ten zu bespie­len. Höhe­punk­te waren erneut die inno­va­ti­ven und span­nen­den Work­shops für Kin­der und Jugend­li­che. So konn­ten im Rah­men des Jugend­treffs am Diens­tag Figu­ren auf Plat­ten gesprüht wer­den, die anschlie­ßend mit­tels einer Künst­li­chen Intel­li­genz (KI) ani­miert wur­den. So wur­de allen klar, wie Tech­nik und auch KI Krea­ti­vi­tät berei­chern kann! Auch nach der Haus­auf­ga­ben­be­treu­ung im Kän­gu­ruh lern­ten die Kin­der am Don­ners­tag Tech­nik haut­nah ken­nen und löte­ten unter Anlei­tung Schne­cken­haus-Anhän­ger mit LEDs.

Für Men­schen, die weni­ger digi­tal-affin sind, gab es gleich meh­re­re Ange­bo­te. So stan­den etwa am Diens­tag Mit­ar­bei­ten­de von Smart City Bam­berg beim Gene­ra­tio­nen­ca­fé im Löwen­zahn bereit, über das Pro­gramm zu infor­mie­ren. Am sel­ben Tag wur­de das For­mat „Fit im Kopf“ im Tivo­lischlöss­chen dafür genutzt, sich spie­le­risch mit digi­ta­len The­men zu befas­sen und gleich­zei­tig das Gedächt­nis zu trainieren.

Am Mitt­woch bot ein Work­shop der Uni­ver­si­tät Bam­berg im Tivo­lischlöss­chen Gele­gen­heit, sich über Daten­schutz­be­stim­mun­gen aus­zu­tau­schen. Auch die Teil­neh­men­den der Eng­lisch- und Deutsch­kur­se im Kän­gu­ruh lern­ten die pas­sen­den Voka­beln, um sich über Digi­ta­li­sie­rung und Smart City zu infor­mie­ren. Und bei einer Gesprächs­run­de am Mitt­woch­abend wur­de im Löwen­zahn zusam­men über­legt, wie das Pro­jekt „Unter­stüt­zung für Men­schen mit Demenz“ auf­ge­baut sein muss, damit Ehren­amt­li­che sich dar­in engagieren.

Span­nend war auch der Smart Talk zum The­ma „Digi­ta­le (Un-) Abhän­gig­keit“ am Don­ners­tag im Löwen­zahn: Bei einer Podi­ums­dis­kus­si­on teil­ten Frau Car­la Holt­gra­ve von der Sucht­be­ra­tung Bam­berg-Forch­heim und Prof. Dr. Chris­ti­an Schicha von der FAU Erlan­gen-Nürn­berg ihre Ein­schät­zun­gen zu den nega­ti­ven Aus­wir­kun­gen eines aus­ufern­den Digi­tal­kon­sums. Die Auf­nah­me des Smart Talks wird auf dem You­tube-Kanal von Smart City Bam­berg veröffentlicht.

Der Abschluss der Smar­ten Woche Bam­berg-Ost wur­de im Rah­men des Nach­bar­schafts­fest am Löwen­zahn began­gen: Kin­der konn­ten beim Glücks­rad klei­ne Prei­se gewin­nen oder bei einem Smart City-Memo­ry gegen­ein­an­der (oder wahl­wei­se gegen Mit­ar­bei­ten­de von Smart City) antre­ten. Erwach­se­ne konn­ten auf einer ana­lo­gen Ver­si­on des Pro­jekts „Hier & Jetzt“ ihre Geheim­tipps zu Bam­berg-Ost tei­len oder sich ein­fach nur mit dem Team zu den Pro­jek­ten austauschen.


Auch in Bam­berg-Ost kam die Smar­te Woche gut an

Ins­ge­samt kamen rund 200 Per­so­nen zu den ver­schie­de­nen Ver­an­stal­tun­gen. Für das Team von Smart City Bam­berg bestä­tigt das, wie wich­tig es ist, zu den Men­schen in die ver­schie­de­nen Quar­tie­re Bam­bergs zu gehen. „Wir freu­en uns immer, mit den Men­schen in Bam­berg in direk­ten Aus­tausch zu tre­ten. Die Smar­te Woche zeigt, dass da viel Gesprächs­be­darf ist – ganz gleich, wie eine Per­son zu Digi­ta­li­sie­rung steht“, so Ade­le Wecker, die die Smart Woche Ost orga­ni­siert hatte.

Das Datum für die nächs­te Smar­te Woche steht bereits fest: vom 20. bis 24. Okto­ber soll es nach Gereuth-Wun­der­burg gehen – man darf gespannt bleiben!

Rie­sen­er­folg für die Städ­ti­sche Musikschule

Drit­ter Bun­des­preis für das Jun­ge Kam­mer­or­ches­ter Bamberg

Das Jun­ge Kam­mer­or­ches­ter Bam­berg der Städ­ti­schen Musik­schu­le Bam­berg hat­te sich für das Fina­le des Deut­schen Orches­ter­wett­be­werbs qua­li­fi­ziert und war auch bei die­sem erfolg­reich. Wie die Stadt Bam­berg mit­teilt, erhielt das jun­ge Bam­ber­ger Orches­ter einen drit­ten Bundespreis.

Das Jun­ge Kam­mer­or­ches­ter Bam­berg der Städ­ti­schen Musik­schu­le Bam­berg hat­te sich bei der baye­ri­schen Vor­ent­schei­dung, dem Baye­ri­schen Orches­ter­wett­be­werb, im ver­gan­ge­nen Herbst für das Fina­le des Deut­schen Orches­ter­wett­be­werbs qua­li­fi­ziert. Acht Jun­ge Kam­mer­or­ches­ter aus Ham­burg, Han­no­ver, Mon­ta­baur, Müritz, Pots­dam, Puch­heim Stutt­gart und eben Bam­berg stell­ten sich den gestren­gen Ohren der Jury. Mit gro­ßem Erfolg für das Bam­ber­ger Kam­mer­or­ches­ter: Das jun­ge Bam­ber­ger Orches­ter erhielt einen drit­ten Bundespreis.

Man könn­te ihn als deut­sche Meis­ter­schaft der nicht­pro­fes­sio­nel­len Orches­ter bezeich­nen, den Deut­schen Orches­ter­wett­be­werb (DOW), der vom Deut­schen Musik­rat (DMR) im olym­pi­schen Abstand von vier Jah­ren ver­an­stal­tet wird. Teil­neh­men kön­nen Ama­teur-Orches­ter in ins­ge­samt 17 Kate­go­rien, dar­un­ter neben den klas­si­schen Beset­zun­gen u.a. auch Blas­or­ches­ter, Zupf­or­ches­ter, Akkor­de­on­or­ches­ter, Posau­nen­chö­re und Big Bands. Am dies­jäh­ri­gen DOW in Wies­ba­den, Mainz und Ingel­heim nah­men ins­ge­samt 96 Ama­teur­or­ches­ter mit über 4.000 Musi­ke­rin­nen und Musi­kern teil.

Unter ihnen auch das an der Städ­ti­schen Musik­schu­le ansäs­si­ge Jun­ge Kam­mer­or­ches­ter Bam­berg. Es hat­te sich bei der baye­ri­schen Vor­ent­schei­dung, dem Baye­ri­schen Orches­ter­wett­be­werb Mit­te Novem­ber 2024 in Mün­chen, für das Fina­le qua­li­fi­ziert. Am Ende erhielt das von Cezar Salem enga­giert gelei­te­te Jun­ge Kam­mer­or­ches­ter Bam­berg mit Wer­ken von Sibe­l­i­us, Brit­ten, Tschai­kow­sky und Pei­xe einen drit­ten Bun­des­preis, über den sich die 19 jugend­li­chen Mit­glie­der und ihr Lei­ter Cezar Salem sehr gefreut haben. Anders als bei „Jugend musi­ziert“ wer­den beim DOW die Prei­se nur je ein­mal ver­ge­ben. Zudem gibt es ein Preisgeld.

Aus­zeich­nung für beson­de­res Enga­ge­ment zum Wohl der Stadtgesellschaft

Acht Per­sön­lich­kei­ten erhal­ten Bam­ber­ger Stadtmedaille

Acht Per­sön­lich­kei­ten wur­den mit der Bam­ber­ger Stadt­me­dail­le geehrt, wie die Stadt Bam­berg mit­teilt. Der Stadt­rat hat­te in sei­ner Sit­zung am 29. Janu­ar 2025 die Aus­hän­di­gung der Aus­zeich­nung an die­se acht Per­sön­lich­kei­ten ein­stim­mig beschlossen.

Mit der Bam­ber­ger Stadt­me­dail­le wer­den seit 1989 Per­sön­lich­kei­ten geehrt, die „all­ge­mei­nes Anse­hen genie­ßen und sich durch beson­de­re Leis­tun­gen um das Wohl der Stadt und ihrer Bür­ge­rin­nen und Bür­ger beson­de­re Ver­diens­te erwor­ben haben“, so der Sat­zungs­text für die Ver­lei­hung der Stadt­me­dail­le. „Sie dient als Zei­chen des Dan­kes, der per­sön­li­chen Wert­schät­zung und der öffent­li­chen Aner­ken­nung“, so Bam­bergs Ober­bür­ger­meis­ter Andre­as Star­ke in sei­ner Laudatio.


Mari­an­ne Benz

Sie ist seit 35 Jah­ren ers­te Vor­sit­zen­de des Jazz­clubs Bam­berg. Im Jahr 1974 gegrün­det, gehört der Jazz­club Bam­berg mitt­ler­wei­le zu den eta­blier­ten und gro­ßen Jazz­clubs in Deutsch­land. Er zählt über 500 Mit­glie­der und fei­er­te im Jahr 2024 sein 50-jäh­ri­ges Bestehen. „Ohne Mari­an­ne Benz wäre der Jazz­club nicht das, was er gewor­den ist: ein wich­ti­ger Leucht­turm in der Bam­ber­ger Musik­welt, aner­kannt und berühmt in der Jazz-Sze­ne“ so Ober­bür­ger­meis­ter Star­ke in sei­ner Lau­da­tio. Unter dem Vor­sitz von Mari­an­ne Benz fan­den in den ver­gan­ge­nen drei­ein­halb Jahr­zehn­ten weit mehr als 1000 Kon­zer­te statt. Neben loka­len und regio­na­len Künst­lern wur­den im Lau­fe der Zeit zahl­rei­che inter­na­tio­na­le Stars der Jazz­sze­ne nach Bam­berg gelockt zum Bei­spiel Jim­my Cobb, Till Brön­ner, Don Men­za und vie­le ande­re. Seit dem Jahr 2021 enga­giert sich Mari­an­ne Benz zudem als Sach­ver­stän­di­ge in der Kul­tur­kom­mis­si­on der Stadt Bam­berg, ein wich­ti­ges Begleit­gre­mi­um der Kulturentwicklungsplanung.


Mar­ti­ne Bringuier

Mar­ti­ne Brin­gu­ier ist eine der Initia­to­ren des Schü­ler­aus­tau­sches zwi­schen Bam­berg und Rodez. Im Jahr 1974 kam sie in die­sem Zusam­men­hang zum 1. Mal nach Bam­berg und seit­her enga­giert sie sich lei­den­schaft­lich für die­se beson­de­re Städ­te­part­ner­schaft. Als Haupt­ver­ant­wort­li­che des Schü­ler­aus­tau­sches beglei­tet sie die Grup­pen im jähr­li­chen Wech­sel nach Bam­berg. Sie nimmt an ver­schie­de­nen und zahl­rei­chen Ver­an­stal­tun­gen und Tref­fen der bei­den Städ­te teil. Als Über­set­ze­rin sorgt sie stets für das gute Ver­ständ­nis unter­ein­an­der. Die Part­ner­schaft zwi­schen Bam­berg und Rodez besteht seit 55 Jah­ren und ist damit die ältes­te der sechs Städ­te­part­ner­schaf­ten und auch dank des außer­ge­wöhn­li­chen Enga­ge­ments von Mar­ti­ne Brin­gu­ier so erfolg­reich. Seit 1974 ist sie Mit­glied im Part­ner­schafts­ko­mi­tee in Rodez. Im Jahr 2012 hat sie dort als Prä­si­den­tin den Vor­sitz übernommen.


Rei­ner Dietz

Er ist ehe­ma­li­ger und lang­jäh­ri­ger Vor­sit­zen­der des Bür­ger­ver­eins Bam­berg Mit­te. 1905 gegrün­det, ist dies einer der ältes­ten Bür­ger­ver­ei­ne der Stadt. Von 2008 bis 2012 war Rei­ner Dietz zunächst Schatz­meis­ter, dann von 2012 bis 2018 zwei­ter Vor­sit­zen­der und schließ­lich von 2018 bis 2023 ers­ter Vor­sit­zen­der. Zu Beginn sei­ner ehren­amt­li­chen Tätig­keit war die Haupt­ak­ti­vi­tät die­ses Bür­ger­ver­eins noch der Antik­markt. Unter der Füh­rung von Rei­ner Dietz wur­den die Akti­vi­tä­ten des Bür­ger­ver­eins kon­ti­nu­ier­lich aus­ge­wei­tet. Grö­ße­re Pro­jek­te waren bei­spiels­wei­se die Fuß­gän­ger­fäh­re an der Vil­la Con­cor­dia, das Quar­tier an der Stadt­mau­er oder die Rea­li­sie­rung des Hexen­denk­mals vor Schloss Gey­ers­wörth. Auch das Maga­zin „Insel­rund­schau“ trägt die Hand­schrift von Rei­ner Dietz. Wäh­rend sei­ner Amts­zeit stei­ger­te sich die Mit­glie­der­zahl des Bür­ger­ver­eins von anfangs 160 auf mehr als 630.


Elfrie­de Eichfelder

Elfrie­de Eich­fel­der enga­giert sich seit Jahr­zehn­ten vor allem im sozia­len und kirch­li­chen Bereich. Beson­ders am Her­zen liegt ihr das Frau­en­haus. Seit der Grün­dung im Jahr 1986 ist sie die­ser Ein­rich­tung sehr ver­bun­den. Auch in der Kom­mu­nal­po­li­tik hat sie Spu­ren hin­ter­las­sen: Von 2002 bis 2020 war Elfrie­de Eich­fel­der Stadt­rä­tin und setz­te sich vor allem für die Senioren‑, Frauen‑, Kin­der- und Fami­li­en­po­li­tik ein. Als Mit­glied im Senio­ren­bei­rat ist sie bis heu­te tat­kräf­tig dabei, um die Inter­es­sen und Anlie­gen der älte­ren Men­schen Bam­bergs zur Gel­tung zu brin­gen. In der Wun­der­burg, aber nicht nur dort, wo sie die Kam­pa­gne „Bam­berg nimmt Rück­sicht“ maß­geb­lich unter­stützt hat, weiß man um die Bedeu­tung der Leis­tun­gen von Elfrie­de Eich­fel­der. Bereits seit 2001 unter­stützt die­se enga­gier­te Bam­ber­ger Per­sön­lich­keit zudem als Kir­chen­pfle­ge­rin die Pfar­rei Maria Hilf.


Kon­rad Göller

Kon­rad Göl­ler gilt als beson­ne­ner und effek­ti­ver Gestal­ter der Hos­piz­be­we­gung. Er war Mit­be­grün­der des Hos­piz­ver­eins Bam­berg am 16.01.1990 und präg­te die­sen vie­le Jah­re als Ideen­ge­ber und Orga­ni­sa­tor. Ohne Kon­rad Göl­ler gäbe es die Hos­pi­z­aka­de­mie nicht. Göl­ler war die trei­ben­de und ent­schei­den­de Kraft für den Bau und die kon­zep­tio­nel­le Aus­ge­stal­tung des Hos­piz­hau­ses Bam­berg und setz­te sich nach­hal­tig auch für das Kin­der­hos­piz ein. Das „Chris­ti­ne Denz­ler-Labisch Haus, Hos­piz- und Pal­lia­tiv­zen­trum“ ist untrenn­bar mit ihm ver­bun­den. Im Jahr 2009, nach Chris­ti­ne Denz­ler-Labischs Tod, wur­de Herr Göl­ler auf ihren aus­drück­li­chen Wusch hin zum Ers­ten Vor­sit­zen­den des Ver­eins gewählt. Zuvor hat­te er als Stell­ver­tre­ter zahl­rei­che und neue Pro­jek­te für den Hos­piz­ver­ein ange­scho­ben und mit­ge­stal­tet. Nach 15 Jah­ren als ers­ter Vor­sit­zen­der über­gab er das ver­ant­wor­tungs­vol­le Amt an sei­nen Nach­fol­ger. Bis heu­te arbei­tet er in der Hos­pi­z­aka­de­mie mit. „Man kann ihn mit Fug und Recht als Visio­när der Hos­piz­be­we­gung bezeich­nen. Mitt­ler­wei­le ist das Bam­ber­ger Modell mit sei­ner ehren­amt­li­chen Ein­satz­lei­tung als Alter­na­ti­ve und Vor­bild über­all aner­kannt“, sag­te Ober­bür­ger­meis­ter Andre­as Star­ke bei der Ver­lei­hung der Stadtmedaille.


Dr. Bar­ba­ra Kahle

15 Jah­re war Dr. Bar­ba­ra Kah­le das Gesicht und die See­le des Kunst­ver­eins Bam­berg. Sie kon­zen­trier­te sich ins­be­son­de­re auf die För­de­rung zeit­ge­nös­si­scher Kunst, such­te stets die inter­es­sier­te Öffent­lich­keit und leg­te gro­ßen Wert auf die Qua­li­tät der künst­le­ri­schen Wer­ke. Ihre wort­ge­wal­ti­gen Bei­trä­ge mach­ten jede Aus­stel­lungs­er­öff­nung zu einem beson­de­ren Erleb­nis. Der Kunst­ver­ein konn­te im Jahr 2023 sein 200-jäh­ri­ges Bestehen fei­ern. Im April 2025 hat sich Frau Dr. Kah­le nach 15-jäh­ri­gem Vor­sitz aus der Vor­stand­schaft des Kunst­ver­eins zurück­ge­zo­gen. Aber sie und ihr Ehe­mann blei­ben dem Kunst­ver­ein Bam­berg wei­ter­hin eng ver­bun­den. Sie ist zudem Mit­glied der Jury für die Ver­lei­hung des Vol­ker-Hin­ni­ger-Prei­ses, Mit­glied im Gre­mi­um Kunst im öffent­li­chen Raum (KiöR) und Teil der Initia­ti­ve „Kunst­raum JETZT!“. Eben­falls Unter­stüt­ze­rin der „Lüpertz-Fens­ter für St. Eli­sa­beth“. Als Sach­ver­stän­di­ge für den Bereich Bil­den­de Kunst in der Kul­tur­kom­mis­si­on der Stadt Bam­berg bringt sie ihre Kom­pe­tenz wei­ter­hin ein.


Hei­ner Kemmer

Seit Jahr­zehn­ten bringt sich Hei­ner Kem­mer, ehe­ma­li­ger Geschäfts­füh­rer der Stadt­bau GmbH, in beson­de­rer Wei­se als gewähl­tes Mit­glied der Kir­chen­ver­wal­tung der Kir­chen­stif­tung „Unse­rer Lie­ben Frau“ ein. Einst war er das jüngs­te Mit­glied die­ses Gre­mi­ums und war seit­dem in vie­le Vor­ha­ben ein­ge­bun­den. Etwa in die umfang­rei­che Sanie­rung der Obe­ren Pfar­re oder den not­wen­di­gen und umfang­rei­chen Neu­bau des Kin­der­gar­tens St. Johan­nes. Wegen sei­ner beson­de­ren Nähe zur gestal­ten­den Kunst hat Hei­ner Kem­mer den Thea­ter­ver­ein mit­ge­grün­det und ist seit 2008 des­sen stell­ver­tre­ten­der Vor­sit­zen­der. Der Ver­ein, und eben auch Hei­ner Kem­mer, war eine trei­ben­de Kraft für die geglück­te Thea­ter­sa­nie­rung. Im Jahr 2002 trat er dem Rota­ry-Club Bam­berg-Dom­rei­ter bei und wur­de für die Amts­zeit 2007/​/​2008 des­sen Prä­si­dent. Wäh­rend sei­ner Prä­si­dent­schaft wur­de das über­re­gio­nal beach­te­te Pro­jekt Bas­KID­ball ins Leben geru­fen. Hei­ner Kem­mer war 2007 mit Dirk Nowitz­ki und Hol­ger Gschwind­ner einer der Erfin­der und Grün­der von „Bas­KID­ball“ und leis­te­te damit einen gro­ßen Bei­trag zur Jugend­hil­fe und zur sozia­len Ent­wick­lung in der Gereuth. Seit 2011 ist er in der Vor­stand­schaft des För­der­ver­eins Sozia­le Stadt tätig. Von 2015 bis 2024 war Hei­ner Kem­mer außer­dem Vor­sit­zen­der des Ver­eins „Freun­de der Bam­ber­ger Sym­pho­ni­ker e.V.“ Schließ­lich war der neue Trä­ger der Stadt­me­dail­le trei­ben­de Kraft hin­ter der Lan­des­gar­ten­schau 2012 in Bam­berg sowie der Ansied­lung der Uni­ver­si­tät auf der Erba-Insel.


Hans Lyer

Pfar­rer Hans Lyer ist weit über die Stadt­gren­zen hin­aus als ein den Men­schen zuge­wand­ter, belieb­ter, weil unkon­ven­tio­nel­ler katho­li­scher Pries­ter, bekannt. Wäh­rend sei­ner lang­jäh­ri­gen Tätig­keit in der Gefäng­nis­seel­sor­ge ermu­tig­te er gestrau­chel­te Men­schen, neue Per­spek­ti­ven für ihr Leben zu fin­den. Hans Lyer hat Häft­lin­ge ein Stück auf ihrem Lebens­weg beglei­tet, bemüh­te sich um eine erfolg­rei­che Wie­der­ein­glie­de­rung und Reso­zia­li­sie­rung. Dar­über hin­aus hat er in sei­ner Zeit als Gefäng­nis­seel­sor­ger in Ebrach und Bam­berg beacht­li­che Kunst- und Kul­tur­pro­jek­te durch­ge­führt. Sie waren vor allem für jugend­li­che Straf­ge­fan­ge­ne gedacht. Die Moti­va­ti­on von Hans Lyer war immer die­sel­be: Den Jugend­li­chen Mut machen, Selbst­be­wusst­sein ver­mit­teln und neue Ansich­ten und Hoff­nun­gen zu eröff­nen. Als ehe­ma­li­ger Pfar­rer der Gemein­de von St. Eli­sa­beth kämpf­te er zudem für die Initia­ti­ve „Glas­fens­ter Mar­kus Lüpertz“. Zu Beginn des Ukrai­ne-Krie­ges fand außer­dem am drit­ten Advents­sonn­tag 2022 auf Ein­la­dung der katho­li­schen und der evan­ge­li­schen Kir­che unter dem Mot­to „Mache Dich auf und wer­de Licht – ein Frie­dens­feu­er zum Advent“ eine Ver­an­stal­tung vor Klein Vene­dig statt. Initia­tor und Orga­ni­sa­tor der Akti­on war Pfar­rer Hans Lyer.


Bam­bergs Ober­bür­ger­meis­ter Andre­as Star­ke, Zwei­ter Bür­ger­meis­ter und Sozi­al­re­fe­rent Jonas Glüsen­kamp sowie Drit­ter Bür­ger­meis­ter Wolf­gang Metz­ner dank­ten den acht neu­en Trä­ge­rin­nen und Trä­gern der Stadt­me­dail­le von Her­zen und über­reich­ten fei­er­lich die Aus­zeich­nung. Die Geehr­ten tru­gen sich außer­dem ins Gol­de­ne Buch der Stadt Bam­berg ein.

För­de­rung des Umwelt­mi­nis­te­ri­ums für Bicy­cle Libe­ra­ti­on Front Bamberg

Unter­stüt­zung für nach­hal­ti­ge Bam­ber­ger Fahrradkultur

Eine gute Nach­richt für alle, die lie­ber selbst zum Werk­zeug grei­fen, als ihr Fahr­rad in die Werk­statt zu brin­gen: Die Bicy­cle Libe­ra­ti­on Front (BLF) Bam­berg hat vor kur­zem einen För­der­be­scheid in Höhe von 2000 Euro vom Baye­ri­schen Staats­mi­nis­ter für Umwelt und Ver­brau­cher­schutz, Thors­ten Glau­ber, über­reicht bekom­men. Bei einem Besuch in den Räum­lich­kei­ten der BLF wür­dig­te der Minis­ter das lang­jäh­ri­ge Enga­ge­ment der Initia­ti­ve für nach­hal­ti­ge Mobi­li­tät, Res­sour­cen­scho­nung und gesell­schaft­li­che Teilhabe.

Die För­de­rung ist ein wei­te­rer Mei­len­stein für die ehren­amt­lich betrie­be­ne Fahr­rad­werk­statt, die seit 2012 in Bam­berg aktiv ist – ganz ohne kom­mer­zi­el­le Inter­es­sen. Hin­ter der BLF steht ein ein­fa­ches, aber star­kes Kon­zept: Hil­fe zur Selbst­hil­fe. Jeden Mitt­woch­abend, bis auf den letz­ten Mitt­woch im Monat, öff­net die Werk­statt ihre Tore für alle, die ler­nen wol­len, ihr Fahr­rad selbst zu repa­rie­ren, zu pfle­gen oder zu ver­bes­sern. Von 18 bis 22 Uhr hat die Werk­statt geöff­net. Statt „abge­ben und abho­len“ setzt die BLF auf gemein­sa­mes Schrau­ben, Tei­len von Wis­sen und gegen­sei­ti­ge Unterstützung.

Was mit ein paar Werk­zeu­gen und viel Idea­lis­mus begann, ist über die Jah­re zu einem fes­ten Bestand­teil der Bam­ber­ger DIY-Sze­ne gewor­den. Die offe­ne Werk­statt mit fünf Arbeits­plät­zen und einem gut sor­tier­ten Ersatz­teil­la­ger ist längst mehr als nur ein Ort zum Repa­rie­ren – sie ist Treff­punkt, Bil­dungs­ort und Anlauf­stel­le für Men­schen, die Mobi­li­tät selbst in die Hand neh­men wollen.

Mit dem frisch über­reich­ten För­der­be­scheid kann die BLF nun neue Pro­jek­te ansto­ßen, ihre Aus­stat­tung ver­bes­sern und noch mehr Men­schen errei­chen. Beson­ders erfreu­lich: Seit Früh­jahr 2025 ist die BLF auch offi­zi­ell ein ein­ge­tra­ge­ner Ver­ein – mit der Mög­lich­keit, För­der­mit­glied zu wer­den. Eine Ent­wick­lung, die den Grund­stein für lang­fris­ti­ge Sta­bi­li­tät und noch mehr Wir­kung legt.


Büro für Nach­hal­tig­keit als Schnittstelle

Staats­mi­nis­ter Thors­ten Glau­ber zeig­te sich bei sei­nem Besuch beein­druckt vom Enga­ge­ment der Ehren­amt­li­chen und der leben­di­gen Werk­statt­kul­tur, die dort gepflegt wird. „Wir wol­len die Idee der Repair-Cafés noch bekann­ter machen. Ich bin ein gro­ßer Freund davon, die Repair-Cafés zu unter­stüt­zen – mit Werk­zeug, mit Hil­fe, damit die Rah­men­be­din­gun­gen pas­sen. Das Repa­rie­ren ist ein unver­zicht­ba­rer Bau­stein der Zukunft, um Müll zu ver­mei­den, Res­sour­cen zu scho­nen und – so wie hier – auch mit­ein­an­der ins Gespräch zu kom­men“, sag­te Glau­ber. „Und wenn man hier die Com­mu­ni­ty erlebt, sieht man ein­fach, dass das Geld wun­der­bar ange­legt ist.“

Die För­de­rung kam auch durch einen Hin­weis des Büros für Nach­hal­tig­keit der Stadt Bam­berg zustan­de. Als Schnitt­stel­le zwi­schen den Bür­ge­rin­nen und Bür­gern, Ver­ei­nen, Ver­bän­den, Inter­es­sen­ge­mein­schaf­ten und Bil­dungs­ein­rich­tun­gen wer­den über das Büro Infor­ma­tio­nen über För­der­mög­lich­kei­ten regio­nal wei­ter­ge­tra­gen. Damit kön­nen ehren­amt­lich getra­ge­ne Struk­tu­ren in der Stadt gestärkt werden.


Betrieb läuft wei­ter über Spenden

Die BLF bleibt ihrem soli­da­ri­schen Prin­zip treu: Der Betrieb finan­ziert sich auch wei­ter­hin durch Spen­den. Wer das Pro­jekt unter­stüt­zen möch­te, ist ein­ge­la­den, an einem Mitt­woch­abend vor­bei­zu­schau­en – zum Schrau­ben, Ler­nen oder auf einen Plausch unter Gleichgesinnten.

Und wer es mal etwas ent­spann­ter ange­hen möch­te, ist herz­lich zum „Bike & Chill“-Abend ein­ge­la­den: Jeden zwei­ten Sams­tag im Monat ab 18.30 Uhr ver­wan­delt sich die Werk­statt in einen Raum für Aus­tausch, Begeg­nung und gute Gesprä­che. Ganz ohne Werk­zeug – dafür mit Geschich­ten von der letz­ten Aus­fahrt, Ideen für kom­men­de Tou­ren und der Freu­de am Rad­fah­ren. Ein­fach vor­bei­kom­men, Gleich­ge­sinn­te tref­fen und Teil der Fahr­rad-Com­mu­ni­ty wer­den. Wei­te­re Infor­ma­tio­nen sind hier zu finden.

Stadt­ver­wal­tung wird prü­fen, wie Abstim­mungs­ver­hal­ten nach­voll­zieh­bar gemacht wer­den kann

Grün setzt erfolg­reich auf Transparenz

Der Bam­ber­ger Stadt­rat wagt einen wei­te­ren Schritt zu mehr Trans­pa­renz. Mit einem Prüf­auf­trag soll sich die Stadt­ver­wal­tung zunächst in ande­ren Städ­ten nach Mög­lich­kei­ten erkun­di­gen, wie das Abstim­mungs­ver­hal­ten bei Stadt­rats­sit­zun­gen von Bürger:innen nach­voll­zo­gen wer­den kann. Die Stadt­rats­frak­ti­on Grü­nes Bam­berg griff damit einen Antrag aus der Bür­ger­ver­samm­lung auf.

Die­ser hat­te aller­dings bean­tragt, jede ein­zel­ne Abstim­mung nament­lich zu pro­to­kol­lie­ren. Das wür­de einen rela­tiv gro­ßen Auf­wand wäh­rend und nach jeder Sit­zung mit sich brin­gen, ist laut Baye­ri­scher Gemein­de­ord­nung so nicht vor­ge­se­hen, und wur­de daher von der Stadt­ver­wal­tung in der Beschluss­vor­la­ge für die Voll­sit­zung abgelehnt.

„Doch das Anlie­gen ist ja berech­tigt“, sagt Grü­nen-Frak­ti­ons­vor­sit­zen­der Chris­ti­an Hader dazu, „die Bürger:innen haben offen­bar ein Inter­es­se dar­an und zwei­fel­los ein Recht dar­auf, zu erfah­ren, wie die von ihnen gewähl­ten Mandatsträger:innen ent­schei­den und abstim­men.“ Des­halb reich­ten die Grü­nen einen Ände­rungs­an­trag ein, dem­zu­fol­ge im Rat­haus nun immer­hin geprüft wird, wel­che Metho­den ande­re Städ­te für mehr Trans­pa­renz nut­zen und auf Bam­berg über­trag­bar sein könnten.

Der grü­ne Antrag fand eine Mehr­heit zusam­men mit SPD, CSU und ande­ren, wofür Chris­ti­an Hader aus­drück­lich dank­te. Gegen den Antrag stimm­ten die neun Stadt­rats­mit­glie­der von BUB, AfD, BBB und BM.

Als Mög­lich­keit sehen die Grü­nen vor allem eine elek­tro­ni­sche bezie­hungs­wei­se digi­ta­le Abstim­mungs­form. Eine sol­che wird nach ihrer Infor­ma­ti­on bei dem jetzt schon von der Stadt genutz­ten digi­ta­len Rats- und Bür­ger­infor­ma­ti­ons­sys­tem All­ris ange­bo­ten, könn­te als zusätz­li­ches Modul leicht gebucht wer­den und wür­de die Abstim­mun­gen für den Sit­zungs­dienst sogar wesent­lich erleich­tern. Oder es könn­te eine nament­lich pro­to­kol­lier­te Abstim­mung in der Geschäfts­ord­nung ver­an­kert wer­den, wenn die­se von einer Min­dest­zahl von Stadt­rats­mit­glie­dern bei bestimm­ten Tages­ord­nungs­punk­ten bean­tragt wird.

Pro­jekt des BUND Natur­schutz wur­de eröffnet.

Ein Welt­acker in Bamberg

Der Welt­acker basiert auf der Idee, dass jedem Men­schen bei einer gerech­ten Ver­tei­lung der welt­wei­ten Acker­flä­che etwa 2000 Qua­drat­me­ter zur Ver­fü­gung ste­hen wür­den. Das heißt: Hier muss alles wach­sen, was ein Mensch zum Leben braucht, von Getrei­de über Obst und Gemü­se bis hin zur Baum­wol­le für die Klei­dung. Nun gibt es die­se deutsch­land­wei­te Pro­jekt­idee auch in Bam­berg – auf einem Feld in der Südflur.

Der Welt­acker in Bam­berg ist ein Pro­jekt des BUND Natur­schutz in Koope­ra­ti­on mit der Sola­wi, das mit Unter­stüt­zung der Stadt Bam­berg nun erfolg­reich umge­setzt wer­den konn­te. Die Pro­jekt­lei­tung Chris­ti­ne Hertrich dank­te an der offi­zi­el­len Eröff­nung allen betei­lig­ten Akteu­rin­nen und Akteu­ren sowie den vie­len hel­fen­den Händen.

In der anschlie­ßen­den Talk­run­de mit Isa­bel­la Hirsch (Vor­sit­zen­de der Arbeits­ge­mein­schaft bäu­er­li­che Land­wirt­schaft Fran­ken), Jas­per Jor­dan (Inter­na­tio­na­ler Koor­di­na­tor der Welt­acker-Bewe­gung) und Jonas Glüsen­kamp (Zwei­ter Bür­ger­meis­ter und Umwelt­re­fe­rent der Stadt Bam­berg) wur­den die vie­len Her­aus­for­de­run­gen aber auch Chan­cen, die mit dem Pro­jekt Welt­acker auf­kom­men dis­ku­tiert. Die Run­de wur­de von Mir­jam Elsel mode­riert, die beton­te, dass sich der Welt­acker weni­ger als rei­nes Acker­bau­pro­jekt, son­dern viel­mehr als Bil­dungs­pro­jekt sieht. Wich­tig sei es, ein Bewusst­sein für die begrenz­ten Res­sour­cen und den Umgang damit, über alle Bil­dungs- und Gesell­schafts­grup­pen hin­weg zu schaffen.

Auch Zwei­ter Bür­ger­meis­ter Jonas Glüsen­kamp zeig­te sich sehr erfreut, dass nun nach vie­len Jah­ren der Pla­nun­gen und vor­an­ge­gan­ge­nen Pro­jek­ten, wie die Selbst­ern­te­gär­ten „Ess­ba­re Stadt“ und „Sola­wi“ und Bil­dungs­pro­jek­te wie „Vom Acker zum Tel­ler“, der Welt­acker in Bam­berg sei­ne Tore öff­nen konn­te: „Das The­ma Land­wirt­schaft ist auch für Stadt Bam­berg ein wich­ti­ges The­ma, vor allen Din­gen aber eine Her­aus­for­de­rung wegen der stark begrenz­ten Flä­chen. Umso dank­ba­rer bin ich, dass der Welt­acker hier nun neben der Sola­wi sei­nen Platz gefun­den hat.“

Glüsen­kamp über­reich­te zudem für das Pro­jekt einen Scheck in Höhe von 15.000 Euro – eine För­de­rung des Pro­jek­tes Mit­Mach­Kli­ma des Bun­des­mi­nis­te­ri­ums für Wirt­schaft und Klimaschutz.

So vie­le Teams wie noch nie dabei

STADTRADELN in Stadt und Land­kreis Bam­berg gestartet

Schon zum Start des STADTRADELN 2025 kann ein Rekord ver­mel­det wer­den: Ins­ge­samt über 450 Teams, so vie­le wie noch nie, haben sich beim Wett­be­werb in Stadt Bam­berg und Land­kreis Bam­berg ange­mel­det, wie bei­de in einer gemein­sa­men Mel­dung mit­tei­len. Mit die­sem Rekord im Rücken haben Ober­bür­ger­meis­ter Andre­as Star­ke und Land­rat Johann Kalb am Mon­tag den offi­zi­el­len Start­schuss auf dem Max­platz gegeben.

„Wir freu­en uns, dass sich wie­der so vie­le Rad­le­rin­nen und Rad­ler beim STADTRADELN in Stadt und Land­kreis Bam­berg ange­mel­det haben. Der Wett­be­werb erfreut sich jedes Jahr gro­ßer Beliebt­heit. Unse­re Regi­on ist gemein­sam aktiv, ein tol­les Zei­chen!“, wer­den Andre­as Star­ke und Johann Kalb zitiert. Rund 50 Rad­le­rin­nen und Rad­ler waren zum Auf­takt zum Max­platz gekom­men, um zu einer gemein­sa­men Tour auf­zu­bre­chen. In einer lan­gen Fahr­rad­ko­lon­ne ging es in den Hain, wo ein Hori­zon­tal­tief­brun­nen zur Was­ser­ge­win­nung vor­ge­stellt wur­de. Eine wei­te­re Sta­ti­on war am Was­ser­werk der Stadt­wer­ke Bam­berg. Anschlie­ßend führ­te die Tour durch den Stadt­wald zur erfri­schen­den Ein­kehr nach Werns­dorf zum Gast­hof Schiller. 

Das dies­jäh­ri­ge STADTRADELN in Stadt und Land­kreis Bam­berg läuft noch bis 13. Juli unter dem Mot­to „Fahr mit, bleib fit!“. Im Team gilt es, wäh­rend des Akti­ons­zeit­raums mög­lichst vie­le Kilo­me­ter mit dem Fahr­rad zurück­zu­le­gen und die­se im Online-Kilo­me­ter-Buch ein­zu­tra­gen oder mit der STADT­RA­DELN-App zu sam­meln. Eine Anmel­dung ist jeder­zeit bis zum letz­ten der 21-Akti­ons­ta­ge ganz ein­fach mög­lich unter www.stadtradeln.de/landkreis-bamberg (Teil­neh­men­de aus dem Land­kreis) und www.stadtradeln.de/bamberg (Teil­neh­men­de aus der Stadt). Es gibt auch dank vie­ler Unter­stüt­zer wie­der tol­le Prei­se zu gewinnen!


STADT­RA­DELN-Star und „Radel­lö­we“ sind wie­der dabei

Mit gutem Bei­spiel vor­an geht wie­der Bam­bergs Drit­ter Bür­ger­meis­ter Wolf­gang Metz­ner. Er tritt erneut als STADT­RA­DELN-Star der Stadt Bam­berg an und muss wäh­rend des STADT­RA­DELN-Zeit­raums kom­plett aufs Auto­fah­ren ver­zich­ten. In einem Blog auf www.stadtradeln.de/bamberg berich­tet er über sei­ne Erfahrungen.

Im Land­kreis Bam­berg ist erneut der „Radel­lö­we“ als Mas­kott­chen im Ein­satz. Auch er wird aufs Auto­fah­ren ver­zich­ten und im Blog auf www.stadtradeln/landkreis-bamberg von sei­nen Erleb­nis­sen wäh­rend des STADTRADELN berich­ten. Auch in die­sem Jahr gibt es eine Foto­ak­ti­on im Land­kreis: Dazu hän­gen in vie­len Gemein­den STADT­RA­DELN-Ban­ner. Wer min­des­tens fünf davon mit­samt sei­nem Fahr­rad foto­gra­fiert und die Bil­der bis zum 13. Juli 2025 an stadtradeln-aktion@lra-ba.bayern.de sen­det, nimmt an einer zusätz­li­chen Preis­ver­lei­hung teil.

Bis zum 13. Juli ist in Stadt und Land­kreis ein viel­fäl­ti­ges Pro­gramm rund ums STADTRADELN gebo­ten. Unter ande­rem star­ten meh­re­re Fei­er­abend­tou­ren des ADFC in Stadt und Land­kreis. Der Land­kreis fei­ert in die­sem Jahr sein 10. STADTRADELN und bie­tet dazu zehn beson­de­re Tou­ren an. Unter ande­rem wird am 28. Juni eine Stern­fahrt zum ehe­ma­li­gen Zis­ter­zi­en­ser­klos­ter Schlüs­sel­au füh­ren. Am 11. Juli kön­nen wie­der güns­ti­ge Fahr­rä­der bei der Fund­fahr­rad­ver­stei­ge­rung der Stadt Bam­berg erstan­den wer­den. Zum Abschluss des STADTRADELN am 13. Juli geht es mit dem Rad vom Land­rats­amt Bam­berg zu Schloss See­hof, wo eine baro­cke Über­ra­schung in den Gar­ten­an­la­gen auf die Teil­neh­me­rin­nen und Teil­neh­mer war­tet. Das gesam­te Pro­gramm, Infos zu Anmel­dung und Bei­tritt zu einem Team, Kilo­me­ter-Buch und vie­les mehr gibt es unter www.stadtradeln.de/bamberg und www.stadtradeln.de/landkreis-bamberg .

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