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Stadt Nürnberg

Vogel­grip­pe-Schutz­maß­nah­men aufgehoben

Mehr Vögel im Tier­gar­ten zu sehen

Ange­sichts der rasan­ten Aus­brei­tung der Vogel­grip­pe hat­te der Tier­gar­ten der Stadt Nürn­berg im Novem­ber letz­ten Jah­res umfang­rei­che Schutz­maß­nah­men ergrif­fen und sämt­li­che Vogel­ar­ten in Stäl­len oder abge­deck­ten Volie­ren unter­ge­bracht. In enger Abstim­mung mit dem Vete­ri­när­amt der Stadt Nürn­berg wer­den die­se Maß­nah­men nun schritt­wei­se auf­ge­ho­ben – vie­le Vögel sind bereits in ihre Anla­gen zurückgekehrt.

Seit Anfang die­ser Woche sind unter ande­rem die Hum­boldt­pin­gui­ne, Anden­kon­do­re, Emus sowie Haus- und Perl­hüh­ner wie­der für Besu­che­rin­nen und Besu­cher zu sehen. Bei den Pin­gui­nen fin­den wie­der die täg­li­chen Füt­te­run­gen um 15 Uhr statt. Das Pro­gramm „Besuch beim Lieb­lings­tier“ ist für die Pin­gui­ne eben­falls wie­der buch­bar. Sofern es die Wit­te­rung zulässt, dür­fen auch die Kra­ni­che wie­der in ihre Gehe­ge. Auch die Hya­zinth-Aras kön­nen ab sofort wie­der ihre Außen­vo­lie­re nut­zen. Jun­ges Bart­gei­er­paar in begeh­ba­rer Volie­re Zum Wochen­en­de wer­den die begeh­ba­ren Volie­ren der Wald­rap­pe und Bart­gei­er wie­der geöff­net. In Letz­te­re wird ein neu­es Bart­gei­er-Pär­chen ein­zie­hen. Nach dem Tod des Weib­chens im Sep­tem­ber ver­gan­ge­nen Jah­res und vor dem Hin­ter­grund der Vogel­grip­pe ist das 46 Jah­re alte Männ­chen auf die Außen­stel­le des Tier­gar­tens Gut Mit­tel­büg gezo­gen und hat dort eine neue Part­ne­rin bekom­men. In der Bart­gei­er­vo­lie­re war somit wie­der Platz für ein neu­es Zucht­paar. Die bei­den Vögel kom­men aus der Eulen- und Greif­vo­gel­sta­ti­on Haring­see in Öster­reich. Das Männ­chen kam bereits weni­ge Tage nach dem Schlupf in den Tier­gar­ten und wur­de vom Nürn­ber­ger Bart­gei­er­paar adop­tiert und auf­ge­zo­gen. Der Tier­gar­ten hofft, mit dem jun­gen Paar an die erfolg­rei­che Hal­tung und Zucht der Bart­gei­er anzuknüpfen.

Der Tier­gar­ten Nürn­berg hält – mit nur kur­zen Unter­bre­chun­gen – seit 1965 Bart­gei­er. Sie sind Teil des Erhal­tungs­zucht­pro­gramms des Euro­päi­schen Zoo­ver­bands EAZA (EAZA Ex-situ Pro­gram­me, kurz EEP), das den Erhalt der Art und deren Wie­der­an­sie­de­lung in der Natur zum Ziel hat. Allein das letz­te Pär­chen hat fünf Jung­tie­re erfolg­reich groß­ge­zo­gen, vier davon wur­den im Rah­men des EEPs in Spa­ni­en und Frank­reich aus­ge­wil­dert. In die Bart­gei­er­vo­lie­re keh­ren zudem die Schwarz­stör­che und Fel­sen­tau­ben zurück. Auch die Schnee­eu­len dür­fen wie­der zurück in ihre Voliere.

Wei­ter­hin in ihren Win­ter­quar­tie­ren blei­ben vor­erst Fla­min­gos, Peli­ka­ne und Har­py­ien wegen der anhal­tend kal­ten Wit­te­rung. Die auf­grund der Vogel­grip­pe vor­über­ge­hend ein­ge­stell­te Win­ter­füt­te­rung von hei­mi­schen Wild­vö­geln kann nun eben­falls wie­der statt­fin­den. Als Teil eines euro­päi­schen FFH-Gebiets (Flo­ra-Fau­na-Habi­tat-Gebiet) ist der Tier­gar­ten für sie ein wich­ti­ger Lebensraum.


Schutz­maß­nah­men erfolgreich

Ziel aller Maß­nah­men war es, den Vogel­be­stand des Tier­gar­tens best­mög­lich zu schüt­zen und den Kon­takt zwi­schen Zoo- und Wild­vö­geln zu mini­mie­ren. Die­ses Ziel wur­de erreicht: Im Tier­gar­ten gab es kei­nen Fall von Vogel­grip­pe. Die kon­kre­ten Maß­nah­men erfolg­ten in enger Abstim­mung mit den Vete­ri­när­äm­tern des Land­krei­ses Nürn­ber­ger Land und der Stadt Nürnberg.

Nach wit­te­rungs­be­dingt Schlie­ßung zu Wochenbeginn

Tier­gar­ten öff­net am mor­gi­gen Mittwoch

Nach­dem der Tier­gar­ten der Stadt Nürn­berg am Mon­tag und Diens­tag, 26. und 27. Janu­ar 2026, wit­te­rungs­be­dingt geschlos­sen blei­ben muss­te, kann er am mor­gi­gen Mitt­woch, 28. Janu­ar, wie­der regu­lär von 9 bis 16.30 Uhr öffnen.

Um die Sicher­heit für die Besu­che­rin­nen und Besu­cher zu gewähr­leis­ten, haben Mit­ar­bei­ten­de des Tier­gar­tens heu­te die Wege geräumt und gestreut sowie her­ab­ge­fal­le­ne und beschä­dig­te Äste ent­fernt. Der nas­se, schwe­re Schnee, der auf den Bäu­men las­te­te und das Risi­ko von Schnee­bruch deut­lich erhöht hat­te, ist weit­ge­hend abgetaut.

Soll­ten sich die Wit­te­rungs­ver­hält­nis­se über Nacht deut­lich ver­schlech­tern und eine Öff­nung doch nicht mög­lich sein, wird noch­mals sepa­rat informiert.

Raub­tier­haus bleibt geschlossen

Löwen-Nach­wuchs im Tier­gar­ten Nürnberg

Im Tier­gar­ten der Stadt Nürn­berg gibt es Nach­wuchs bei den Asia­ti­schen Löwen (Pan­the­ra leo per­si­ca). Löwin Aar­a­ny hat am ver­gan­ge­nen Frei­tag, 26. Dezem­ber 2025, sechs Jung­tie­re zur Welt gebracht, wie der Tier­gar­ten mitteilt.

Eines der Jung­tie­re ist kurz nach der Geburt gestor­ben. Um die ande­ren fünf küm­mert sich Aar­a­ny sehr inten­siv und für­sorg­lich, sie hat sie von Beginn an gesäugt. Für Besu­che­rin­nen und Besu­cher wer­den die Löwen­jung­tie­re frü­hes­tens in meh­re­ren Wochen zu sehen sein. Da Löwen, wie die meis­ten Raub­tie­re, in der frü­hen Auf­zucht­pha­se sehr stör­an­fäl­lig sind, bleibt das Raub­tier­haus bis auf Wei­te­res geschlossen.

Auch die Tier­pfle­ge­rin­nen und Tier­pfle­ger wer­den sich Aar­a­ny und ihrem Nach­wuchs in nächs­ter Zeit nicht nähern. „Aar­a­ny soll ihre Jun­gen mög­lichst unge­stört groß­zie­hen. Kon­takt mit den Pfle­ge­rin­nen und Pfle­gern könn­te sie irri­tie­ren. Wir behal­ten sie aber über eine Kame­ra im Blick“, sagt Zoo­tier­arzt und Kura­tor Dr. Her­mann Will.

Löwen­ka­ter Kiron ist bei ihr. „Bereits wäh­rend der letz­ten Auf­zucht vor zwei Jah­ren haben wir fest­ge­stellt, dass Aar­a­ny in Kirons Anwe­sen­heit ruhi­ger und ent­spann­ter ist, und uns des­halb bewusst ent­schie­den, die bei­den zusam­men­zu­las­sen“, so Dr. Her­mann Will. Kiron war bei der Geburt dabei und liegt auch jetzt viel bei sei­ner Familie.

Löwin Aar­a­ny wur­de am 4. Mai 2016 im Zoo Aal­borg in Däne­mark gebo­ren und kam 2018 in den Tier­gar­ten. Kater Kiron kam am 14. April 2018 im Zoo Frank­furt zur Welt und zog 2022 nach Nürn­berg. Die bei­den hat­ten 2023 bereits zwei Jung­tie­re erfolg­reich groß­ge­zo­gen – Indi­ca und Jadoo. Die bei­den leben inzwi­schen in ande­ren Zoos. Indi­ca zog im Mai die­ses Jah­res in den pol­ni­schen Zoo Łódź, Jadoo wech­sel­te im Okto­ber in den Zoo Zürich.


Stark gefähr­de­te Art

Die Welt­na­tur­schutz­uni­on IUCN (Inter­na­tio­nal Uni­on for Con­ser­va­ti­on of Natu­re and Natu­ral Resour­ces) stuft Asia­ti­sche Löwen als „stark gefähr­det“ ein. Der­zeit gibt es nur eine ein­zi­ge Popu­la­ti­on im Gir-Natio­nal­park in Indi­en und den angren­zen­den Gebie­ten, in der nach Schät­zun­gen von 2017 etwa 630 Tie­re leben. Der Bestand ist rela­tiv sta­bil, kann aber weder wach­sen noch sein Are­al ver­grö­ßern, da die Kapa­zi­täts­gren­ze des Natio­nal­parks erreicht ist. Auf­grund des sehr begrenz­ten Ver­brei­tungs­ge­biets kön­nen unvor­her­seh­ba­re Ereig­nis­se wie Krank­hei­ten oder Wald­brän­de die gesam­te Popu­la­ti­on bedro­hen. Reser­ve­po­pu­la­tio­nen in Zoos spie­len in die­sem Zusam­men­hang eine ent­schei­den­de Rolle.

Die Zucht und Hal­tung von momen­tan rund 130 Asia­ti­schen Löwen in ins­ge­samt 41 Zoos des Euro­päi­schen Zoo­ver­bands EAZA (Euro­pean Asso­cia­ti­on of Zoos and Aqua­ria) wird auf wis­sen­schaft­li­cher Basis in einem Euro­päi­schen Erhal­tungs­zucht­pro­gramm (EAZA Ex-situ Pro­gram­me, kurz EEP) koor­di­niert. Ziel ist es, eine mög­lichst gro­ße gene­ti­sche Viel­falt inner­halb der Popu­la­ti­on zu erhalten.

Weib­chen stam­men aus dem Zoo Krefeld

Drei weib­li­che Wald­ren­tie­re im Tier­gar­ten eingezogen

Im Tier­gar­ten der Stadt Nürn­berg sind vor Kur­zem drei weib­li­che Euro­päi­sche Wald­ren­tie­re ein­ge­zo­gen. Gemein­sam mit einem Männ­chen, das bereits seit Anfang 2024 am Schmau­sen­buck lebt, bil­den sie nun eine Grup­pe, die das Euro­päi­sche Erhal­tungs­zucht­pro­gramm EEP (EAZA Ex-situ Pro­gram­me) unter­stüt­zen soll, wie der Tier­gar­ten Nürn­berg mitteilt.

Die drei Weib­chen, bei Ren­tie­ren auch Kühe genannt, stam­men aus dem Zoo Kre­feld und haben sich schnell ein­ge­lebt. Zunächst hiel­ten sie sich getrennt vom Männ­chen im Vor­ge­he­ge auf, um die neue Umge­bung ken­nen­zu­ler­nen. „Nach­dem wir die vier zusam­men­ge­führt haben, herrsch­te sofort Har­mo­nie. Unser Männ­chen ist sehr umgäng­lich und zeigt bereits Inter­es­se an einer Kuh“, berich­tet Tier­pfle­ger und stell­ver­tre­ten­der Revier­lei­ter Dani­el Zie­ger. „Inzwi­schen ken­nen sich die Weib­chen bes­tens im Gehe­ge aus und reagie­ren gut auf unser Handling.“

Die neu­en Bewoh­ne­rin­nen sind zwi­schen zwei und sechs Jah­re alt. Die bei­den älte­ren sind erfah­re­ne Müt­ter und haben bereits erfolg­reich Jung­tie­re groß­ge­zo­gen. „Wir hof­fen, dass die Weib­chen auch im Tier­gar­ten für Nach­wuchs sor­gen. Denn die Unter­art ist durch den Stra­ßen­ver­kehr und Groß­raub­tie­re wie Braun­bä­ren und Wöl­fe bedroht“, erklärt Bio­lo­gin und Kura­to­rin Dia­na Koch.


Bestand durch Aus­wil­de­run­gen gestärkt

Wald­ren­tie­re waren ursprüng­lich in Russ­land, Finn­land und Schwe­den ver­brei­tet, wur­den jedoch im 19. Jahr­hun­dert in Skan­di­na­vi­en durch nicht nach­hal­ti­ge Beja­gung aus­ge­rot­tet. Dank eines LIFE-Pro­jekts der Euro­päi­schen Uni­on konn­te der Bestand in Finn­land zwi­schen 2016 und 2023 durch Aus­wil­de­run­gen – auch von Zoo­tie­ren – wie­der auf rund 5.000 Tie­re anwachsen.

Wald­ren­tie­re sind her­vor­ra­gend an ihre Lebens­räu­me ange­passt: Brei­te Hufe ver­hin­dern das Ein­sin­ken in Moor und Schnee, die behaar­te Nase schützt vor Käl­te. Von den Ren­tie­ren der offe­nen Tun­dra unter­schei­den sich Wald­ren­tie­re durch ihr weni­ger aus­la­den­des Geweih. So kön­nen sie sich leich­ter durch Wäl­der und dich­tes Gebüsch bewe­gen. Im Tier­gar­ten Nürn­berg leben die Wald­ren­tie­re unter­halb des Kli­ma­wald­pfads und ste­hen stell­ver­tre­tend für vie­le Arten, die durch den Kli­ma­wan­del bedroht sind.

Der Kli­ma­wald­pfad führt Besu­che­rin­nen und Besu­cher stei­gungs­frei durch alle Stock­wer­ke des Wal­des – vom Boden bis zur Kro­ne. Erleb­nis- und Spiel­sta­tio­nen laden zum Aus­pro­bie­ren ein, Ruhe­plät­ze zum Ver­wei­len. Ein Höhe­punkt ist das „Grü­ne Klas­sen­zim­mer“ – ein ganz beson­de­rer Lern­ort auf rund 20 Metern Höhe. Ermög­licht wur­de der Kli­ma­wald­pfad durch eine För­de­rung der Zukunfts­stif­tung der Spar­kas­se Nürn­berg in Höhe von 4,1 Mil­lio­nen Euro

Nürn­berg

Pro Baby ein Baum: Zukunfts­bäu­me berei­chern den hei­mi­schen Baumbestand

Mehr als 30 Fami­li­en haben ver­gan­ge­ne Woche Dut­zen­de Bäu­me auf einer Flä­che an der Klein­gar­ten­an­la­ge „Beim Königs­hof“ in Nürn­berg gepflanzt, wie der Tier­gar­ten Nürn­berg mit­teilt. Jeder Baum steht für ein Kind, das im Jahr 2024 in Nürn­berg gebo­ren wur­de: Die Akti­on ist Teil der Initia­ti­ve „Pro Baby ein Baum“, die von Nürn­bergs Ober­bür­ger­meis­ter Mar­cus König ins Leben geru­fen wurde.

Der Ober­bür­ger­meis­ter hat gemein­sam mit Bür­ger­meis­ter Chris­ti­an Vogel, Fach­leu­ten des Tier­gar­tens der Stadt Nürn­berg sowie des Amts für Ernäh­rung, Land­wirt­schaft und Fors­ten (AELF) die Fami­li­en bei der Pflan­zung tat­kräf­tig unter­stützt. „Die­se Akti­on berei­tet mir jedes Jahr wie­der sehr gro­ße Freu­de“, sagt Ober­bür­ger­meis­ter Mar­cus König. „Schon zum fünf­ten Mal in Fol­ge pflan­zen wir nun meh­re­re Tau­send Gebur­ten­bäu­me – für die zukünf­ti­gen Gene­ra­tio­nen, die unser Nürn­berg auch in eini­gen Jahr­zehn­ten noch als lebens- und lie­bens­wer­ten Ort erfah­ren sollen.“

Ins­ge­samt wur­den bei „Pro Baby ein Baum“ bereits 20.326 Setz­lin­ge gepflanzt. Hin­zu kom­men nun 4.739 Setz­lin­ge für die im Jahr 2024 in Nürn­berg gebo­re­nen Kin­der. Der Tier­gar­ten wählt dafür als Forst­be­trieb der Stadt in enger Abstim­mung mit dem AELF in Fra­ge kom­men­de Flä­chen sowie geeig­ne­te Baum­ar­ten aus und koor­di­niert die Pflan­zung. „Unse­re Fach­leu­te vom Tier­gar­ten und die Part­ner des AELF füh­ren den stra­te­gi­schen und zukunfts­ge­rich­te­ten Wald­um­bau mit den Gebur­ten­bäu­men fort“, sagt Bür­ger­meis­ter Chris­ti­an Vogel.

So haben die Fami­li­en in die­sem Jahr Win­ter­lin­den und Edel­kas­ta­ni­en gepflanzt – Baum­ar­ten, die mit Hit­ze und Tro­cken­heit gut zurecht­kom­men. Zusätz­lich pflan­zen die Fach­leu­te noch Ori­ent­bu­chen, Hain­bu­chen und Atlas­ze­dern. „Um unse­re Wäl­der für den Kli­ma­wan­del zu wapp­nen, müs­sen wir jetzt Bäu­me pflan­zen, die sowohl heu­te Spät­frös­te ertra­gen als auch in 100 oder 200 Jah­ren noch tro­cke­ne­re und hei­ße­re Som­mer aus­hal­ten. Unse­re forst­li­chen Maß­nah­men sol­len meh­re­re Zie­le erfül­len: Die Erho­lungs­funk­ti­on des Walds bewah­ren, das Öko­sys­tem mit sei­nen Kreis­läu­fen intakt hal­ten sowie die nach­hal­ti­ge Holz­pro­duk­ti­on sicher­stel­len. Und das alles in der Dyna­mik des Kli­ma­wan­dels. Die­se Ver­ant­wor­tung für Gene­ra­tio­nen kön­nen wir nur mit enga­gier­ten und ver­läss­li­chen Part­nern über­neh­men“, sagt der bio­lo­gi­sche Lei­ter und stell­ver­tre­ten­de Direk­tor des Tier­gar­tens, Jörg Beckmann.

Auf der gut 5.000 Qua­drat­me­ter gro­ßen Flä­che an der Klein­gar­ten­an­la­ge „Beim Königs­hof“ wer­den ins­ge­samt 1.000 Gebur­ten­bäu­me gepflanzt, wei­te­re 3.739 Bäu­me wer­den auf Flä­chen in Katzwang und in Erlen­ste­gen in die bestehen­de Vege­ta­ti­on integriert.

Hoff­nung auf Nach­wuchs bei der gefähr­de­ten Tierart

Wie­der Schnee­leo­pard im Tier­gar­ten zu sehen

Nach gut einem Jahr Pau­se kön­nen Besu­che­rin­nen und Besu­cher im Tier­gar­ten der Stadt Nürn­berg wie­der einen Schnee­leo­par­den sehen. Kater Pamir kam am Don­ners­tag, 20. Novem­ber 2025, auf Emp­feh­lung des Euro­päi­schen Erhal­tungs­zucht­pro­gramms EEP (EAZA Ex-situ Pro­gram­me) aus dem Zoo War­schau nach Nürn­berg, wie der Tier­gar­ten Nürn­berg mitteilt.

Nach einer Ein­ge­wöh­nungs­pha­se im Stall erkun­det er seit Frei­tag, 5. Dezem­ber, auch die Außen­an­la­ge. Im kom­men­den Jahr soll ein Weib­chen dazu­kom­men – mit der Hoff­nung auf Nach­wuchs bei die­ser gefähr­de­ten Art.

Pamir wur­de am 2. Juni 2024 im Zoo War­schau gebo­ren. Dort berei­te­te man ihn sorg­fäl­tig auf den Trans­port vor: Über meh­re­re Wochen gewöhn­te das Pfle­ger­team ihn an die Trans­port­kis­te, sodass kei­ne Nar­ko­se nötig war und der Umzug stress­frei ver­lief. „Der Trans­port lief plan­mä­ßig und Pamir kam wohl­be­hal­ten in Nürn­berg an. Nach Abschluss der rou­ti­ne­mä­ßi­gen Ein­gangs­un­ter­su­chun­gen konn­ten wir ihn nun erst­mals auf die Außen­an­la­ge las­sen“, berich­tet Revier­lei­ter René Kai­ser. „Anfangs war er noch etwas ner­vös – schließ­lich war alles neu für ihn. Inzwi­schen hat er sich gut ein­ge­lebt und erkun­det neu­gie­rig sei­ne Umgebung.“

Mehr als ein Jahr waren im Tier­gar­ten kei­ne Schnee­leo­par­den zu sehen. Der letz­te Kater muss­te im August 2024 im hohen Alter von 19 Jah­ren ein­ge­schlä­fert wer­den. In der Zwi­schen­zeit moder­ni­sier­te die tech­ni­sche Abtei­lung die Anla­ge: Sie erneu­er­te das Schie­ber­sys­tem im Stall und ersetz­te mor­sche Bal­ken. Außer­dem wur­den Sträu­cher zurück­ge­schnit­ten, sodass die Besu­che­rin­nen und Besu­cher nun wie­der einen bes­se­ren Ein­blick haben.

Im kom­men­den Jahr soll Pamir Gesell­schaft von einem Weib­chen bekom­men. „Die Schnee­leo­par­den im Tier­gar­ten haben bereits mehr­fach erfolg­reich Jung­tie­re groß­ge­zo­gen. Mit Pamir und sei­ner künf­ti­gen Part­ne­rin möch­ten wir die­se Erfolgs­ge­schich­te fort­set­zen und so einen wich­ti­gen Bei­trag zum Erhalt die­ser bedroh­ten Art leis­ten“, erklärt der zustän­di­ge Kura­tor und Tier­arzt Dr. Her­mann Will. Schnee­leo­par­den sind per­fekt an die extre­men Bedin­gun­gen des zen­tral­asia­ti­schen Hoch­ge­bir­ges ange­passt. Sie leben in Höhen von 1.000 bis 5.500 Metern und trot­zen Tem­pe­ra­tu­ren von minus 40 bis plus 40 Grad Cel­si­us. Sie zeich­nen sich durch ein dich­tes, hell­grau­es Fell mit schwar­zen Fle­cken und einen lan­gen, buschi­gen Schwanz aus. Doch die Schön­heit und Län­ge ihres Fells weckt auch Begehr­lich­kei­ten: Schnee­leo­par­den sind nach wie vor durch Wil­de­rei und ille­ga­len Pelz­han­del bedroht. Die Welt­na­tur­schutz­uni­on IUCN führt die Art auf der Roten Lis­te als gefährdet.

Tier­gar­ten Nürn­berg knackt Mar­ke bereits zum 23. Mal

Mil­li­ons­ter Tier­gar­ten­be­such 2025

Am gest­ri­gen Mitt­woch, dem 12. Novem­ber, haben Bür­ger­meis­ter Chris­ti­an Vogel und Jörg Beck­mann, stell­ver­tre­ten­der Direk­tor und Bio­lo­gi­scher Lei­ter des Tier­gar­tens, mit Son­ja aus Nürn­berg die mil­li­ons­te Besu­che­rin des Jah­res 2025 begrüßt, wie der Tier­gar­ten Nürn­berg mitteilt.

„Es ist mir jedes Mal eine beson­de­re Freu­de, den mil­li­ons­ten Gast im Tier­gar­ten will­kom­men zu hei­ßen“, sag­te Bür­ger­meis­ter Chris­ti­an Vogel. „Dass wir auch in die­sem Jahr die Mar­ke wie­der erreicht haben, zeigt, dass die Men­schen den Tier­gar­ten als Aus­flugs­ziel, Bil­dungs­ort und Arten­schutz­zen­trum schät­zen.“
Der Bür­ger­meis­ter über­reich­te der mil­li­ons­ten Besu­che­rin und ihrem Sohn einen Blu­men­strauß und einen Geschenk­korb. Dar­in befan­den sich unter ande­rem Jah­res­kar­ten für den Tier­gar­ten, ein Plüsch­tier aus der Yaqu Pacha-Kol­lek­ti­on von Ted­dy-Her­mann, ein Bild­band über den Tier­gar­ten, Bücher über Bio­nik, Nürn­ber­ger Eli­sen-Leb­ku­chen, ein Notiz­buch sowie eine Tiergarten-Tragetasche. 

Im Anschluss an die Über­ga­be durf­te Son­ja mit ihrem Sohn noch Kro­nen­ma­kis füt­tern – ein exklu­si­ves Erleb­nis gleich zu Beginn ihres Tier­gar­ten­be­suchs. Mit rund 175.000 Gäs­ten war dem Tier­gar­ten zufol­ge der Feri­en­mo­nat August der besu­cher­stärks­te Monat des Jah­res. Der bis­lang meist­be­such­te Tag war der 1. Mai, an dem 9.111 Besu­che­rin­nen und Besu­cher in den Tier­gar­ten ström­ten.
Auch wenn die Gesamt­be­su­cher­zahl in die­sem Jahr leicht unter der des Vor­jahrs liegt, konn­te der Tier­gar­ten bereits zum 23. Mal in sei­ner Geschich­te die Mil­lio­nen­mar­ke über­schrei­ten. Erst­mals gelang dies im Jahr 1972 – ein Jahr nach der Eröff­nung des Del­fina­ri­ums. Seit 2014 wur­de die Mar­ke jähr­lich erreicht, mit Aus­nah­me der pan­de­mie­be­dingt ein­ge­schränk­ten Jah­re 2020 und 2021.

70.000 Besu­che­rin­nen und Besucher

Kir­chen­tag in Nürn­berg zu Ende gegangen

In Nürn­berg ging am Wochen­en­de nach fünf Tagen der 38. Deut­sche Evan­ge­li­sche Kir­chen­tag zu Ende. Etwa 70.000 Men­schen hat­ten teilgenommen.

Fünf Tage lang ging der 38. Deut­sche Evan­ge­li­sche Kir­chen­tag in Nürn­berg und der Nach­bar­stadt Fürth. Auf sei­nem Pro­gramm stan­den etwa 2.000 Ver­an­stal­tun­gen, dar­un­ter gesell­schafts­po­li­ti­sche Dis­kus­sio­nen, inter­re­li­giö­se Dia­lo­ge, Bibel­ar­bei­ten, neue Got­tes­dienst­for­men und Kulturveranstaltungen.

Wie die Ver­an­stal­ter mit­teil­ten, hat­ten vom 5. bis 11. Juni etwa 70.000 Men­schen am Kir­chen­tags­pro­gramm teil­ge­nom­men. Die Publi­kums­zah­len bei öffent­li­chen Ver­an­stal­tun­gen in der Innen­stadt, Groß­kon­zer­ten und Abend­se­gen sei­en sogar deut­lich höher gewesen.

Am Sonn­tag (11. Juni) pre­dig­te der aus Süd­afri­ka stam­men­de Pas­tor Quin­ton Cea­sar beim Abschluss-Got­tes­dienst auf dem Nürn­ber­ger Haupt­markt. In sei­ner sehr Pre­digt vor rund 18.000 Men­schen klag­te Cea­sar Ras­sis­mus und Aus­gren­zung an – auch in der Kir­che selbst. Eben­so for­der­te er ein deut­li­ches Han­deln in Bezug auf Kli­ma- und Asylpolitik.

Ähn­lich acht­sam und auf der Höhe der Zeit zeig­te sich Alex­an­der Brandl aus Mün­chen in sei­ner Pre­digt. Denn dar­in stell­te er auch die Geschich­te von Con­stan­ze Pott vor, Mit­glied der Lan­des­syn­ode in Bay­ern, die seit eini­gen Mona­ten offen als Frau lebt.

Nach den Schluss­got­tes­diens­ten zogen die Ver­an­stal­ter eine posi­ti­ve Bilanz. „Der Kir­chen­tag lebt. Wir sind wie­der da”, sag­te Kir­chen­tags­prä­si­dent Tho­mas de Mai­ziè­re. „Auf den Stra­ßen Pro­test, in den Hal­len Begeg­nun­gen und offe­ne, ehr­li­che Gesprä­che. Bei­des gehör­te hier in Nürn­berg in den letz­ten Tagen zusammen.“

Bereits am Sams­tag­abend fand die sym­bo­li­sche Staf­fel­stabs­über­ga­be für den 39. Kir­chen­tag statt. Die­ser wird Ende April 2025 in Han­no­ver aus­ge­rich­tet. Die desi­gnier­te Kir­chen­tags­prä­si­den­tin Anja Sie­ges­mund erklär­te bei der Über­ga­be: „Die Vor­freu­de auf Han­no­ver wächst bei mir, weil ich hier in Nürn­berg gese­hen habe, was wir alle gemein­sam auf den Weg brin­gen können.“