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IHK-Wahl im Janu­ar 2022

IHK wirbt für ehren­amt­li­ches Enga­ge­ment im IHK-Gre­mi­um Bamberg

Vom 10. bis 27. Janu­ar 2022 sind die rund 48.000 Mit­glieds­un­ter­neh­men der IHK für Ober­fran­ken Bay­reuth auf­ge­ru­fen, ihre Ver­tre­te­rin­nen und Ver­tre­ter in die IHK-Gre­mi­en neu zu wäh­len. Die rund 11.900 IHK-Mit­glieds­un­ter­neh­men im Land­kreis Bam­berg wäh­len dabei ihre 40 Ver­tre­te­rin­nen und Ver­tre­ter vor Ort. Aktu­ell sucht die IHK für Ober­fran­ken Bay­reuth noch Unter­neh­me­rin­nen und Unter­neh­mer, die sich im Ehren­amt der IHK enga­gie­ren und für die Wahl kan­di­die­ren möchten.

Sie wer­den in den kom­men­den fünf Jah­ren ihre unter­neh­me­ri­sche Kom­pe­tenz in die Arbeit der IHK ein­flie­ßen las­sen und so den Kurs der IHK mit­be­stim­men. Das IHK-Gre­mi­um greift dabei loka­le The­men auf und sieht sich als Inter­es­sens­ver­tre­tung der Wirt­schaft vor Ort.


Ein Unter­neh­men – eine Stimme

„Jede Unter­neh­me­rin und jeder Unter­neh­mer mit einem Mit­glieds­be­trieb der IHK für Ober­fran­ken Bay­reuth kann wäh­len und sich auch wäh­len las­sen“, erläu­tert Gabrie­le Hohen­ner, Haupt­ge­schäfts­füh­re­rin der IHK für Ober­fran­ken Bay­reuth. „Unab­hän­gig von Bran­che oder Unter­neh­mens­grö­ße hat bei der IHK jede Stim­me das glei­che Gewicht.“ Inter­es­sier­te Unter­neh­me­rin­nen und Unter­neh­mer, die für die Wahl 2022 kan­di­die­ren möch­ten, sol­len sich bit­te mög­lichst zeit­nah, spä­tes­tens aber bis zum 26. Okto­ber bei der IHK unter wahl@bayreuth.ihk.de mel­den und bis dahin ihre Kan­di­da­tur erklären.


IHK-Gre­mi­en: Regio­na­le The­men im Fokus

Einen beson­de­ren Schwer­punkt leg­te das Gre­mi­um Bam­berg in den ver­gan­ge­nen Jah­ren auf das The­ma „Fach­kräf­te­si­che­rung“. Dazu fand ein regel­mä­ßi­ger Aus­tausch zwi­schen den Mit­glie­dern des IHK-Gre­mi­ums und den Schul­lei­tern der wei­ter­füh­ren­den Schu­len in Stadt und Land­kreis Bam­berg statt. Auch mit der Hoch­schu­le pflegt das Gre­mi­um tra­di­tio­nell enge Kon­tak­te und ist bereits seit meh­re­ren Jah­ren Part­ner der Tan­dem­ver­an­stal­tun­gen zur bes­se­ren Ver­net­zung von Wis­sen­schaft und Wirt­schaft. „Ich freue mich, dass wir im Gre­mi­um die guten Bezie­hun­gen zu Schu­len und Hoch­schu­len im Raum Bam­berg wei­ter inten­si­vie­ren konn­ten. Auf die­ser Basis konn­ten wir wich­ti­ge Bil­dungs­in­itia­ti­ven auf den Weg brin­gen und damit auch einen wert­vol­len Bei­trag zur Zukunfts­fä­hig­keit des Wirt­schafts­sand­orts Bam­berg leis­ten“, so IHK-Prä­si­den­tin und Gre­mi­ums­vor­sit­zen­de Son­ja Weigand.

Beson­ders am Her­zen lag dem Gre­mi­um Bam­berg zudem die Bam­ber­ger Innen­stadt, was mit einer Befra­gung des inner­städ­ti­schen Ein­zel­han­dels und der Gas­tro­no­mie unter­mau­ert wur­de. Die aus der Umfra­ge abge­lei­te­ten Hand­lungs­be­dar­fe, unter ande­rem die hohe Bedeu­tung der Park­platz­si­tua­ti­on sowie eine Ver­bes­se­rung der Auf­ent­halts­qua­li­tät, wur­den der Stadt Bam­berg zuge­lei­tet. Auch trag­fä­hi­ge Kon­zep­te für die gewerb­li­che Ent­wick­lung in Bam­berg for­dert das Gre­mi­um mit Nachdruck. 


48.000 IHK-Mit­glie­der sind wahlberechtigt

Alle fünf Jah­re sind die rund 48.000 Mit­glieds­un­ter­neh­men der IHK für Ober­fran­ken Bay­reuth auf­ge­ru­fen, ihre Ver­tre­te­rin­nen und Ver­tre­ter in die acht regio­na­len IHK-Gre­mi­en in Bam­berg, Bay­reuth, Forch­heim, Hof, Kro­nach, Kulm­bach, Lich­ten­fels und Marktredwitz/​Selb zu wählen.

Die Mit­glieds­un­ter­neh­men gehö­ren dabei einer der drei Wahl­grup­pen an, Indus­trie, Handel/​Tourismus oder Dienst­leis­tun­gen. Die Wirt­schafts­struk­tur vor Ort wird dabei in der Sitz­ver­tei­lung abge­bil­det. So ist sicher­ge­stellt, dass unter­schied­li­che Blick­win­kel der loka­len Wirt­schaft und viel unter­neh­me­ri­sche Kom­pe­tenz ehren­amt­lich in die Arbeit der IHK und des IHK-Gre­mi­ums einfließen.

Erleich­te­run­gen ab Mon­tag, 11. Oktober

7‑Ta­ge-Inzi­denz in der Stadt Bam­berg seit drei Tagen unter 35

In der Stadt Bam­berg wur­de der 7‑Tages Inzi­denz­wert von 35 Neu­in­fek­tio­nen mit dem Coro­na­vi­rus je 100.000 Ein­woh­ner an drei auf­ein­an­der­fol­gen­den Tagen unter­schrit­ten. Am Sams­tag mel­de­te das Robert Koch-Insti­tut einen Inzi­denz­wert von 28,7 für die Stadt Bam­berg (Don­ners­tag, 33,9; Frei­tag 28,7). Damit tre­ten laut einer heu­ti­gen Bekannt­ma­chung der Stadt Bam­berg inzi­denz­ab­hän­gi­ge Erleich­te­run­gen in Kraft.

Bis­lang galt ver­pflich­tend die soge­nann­te 3‑G-Regel, wonach für den Zugang zu geschlos­se­nen Räu­men, bei­spiels­wei­se bei öffent­li­chen und pri­va­ten Ver­an­stal­tun­gen bis 1.000 Per­so­nen in nicht­pri­va­ten Räum­lich­kei­ten, Sport­stät­ten und Fit­ness­stu­di­os oder Kinos und Muse­en sowie für Dienst­leis­tun­gen, bei denen eine kör­per­li­che Nähe unab­ding­bar ist, nur Per­so­nen Zugang haben dür­fen, die geimpft, gene­sen oder getes­tet sind.

Die­se ver­pflich­ten­de Regel gilt ab Mon­tag, 11. Okto­ber, nicht mehr. Gleich­wohl kön­nen aber Ver­an­stal­ter oder Ein­rich­tun­gen auf frei­wil­li­ger Basis wei­ter­hin 3‑G, 3‑G-Plus oder 2‑G anwen­den. Wer also eine Ver­an­stal­tung oder Ein­rich­tung besu­chen möch­te, soll­te sich vor­her direkt infor­mie­ren, ob es dort wei­ter­hin Zugangs­be­schrän­kun­gen gibt. Die Stadt Bam­berg strebt für ihre Ver­an­stal­tungs­or­te und Ein­rich­tun­gen ab 1. Novem­ber eine ein­heit­li­che Anwen­dung von 3G-Plus an.

Inzi­denz­un­ab­hän­gig, also auch bei Inzi­denz­wer­ten unter 35, gilt wei­ter­hin, dass der Zugang zu Volks­fes­ten, Dis­ko­the­ken, Bor­dell­be­trie­ben sowie ver­gleich­ba­ren Frei­zeit­ein­rich­tun­gen und zu Ver­an­stal­tun­gen mit mehr als 1.000 Per­so­nen nur durch Gene­se­ne, Geimpf­te oder Getes­te­te erfol­gen darf. 

Soll­te die Stadt Bam­berg an drei auf­ein­an­der­fol­gen­den Tagen die 7‑Ta­ge-Inzi­denz von 35 wie­der über­schrei­ten, erfolgt eine erneu­te Bekannt­ma­chung der Stadt Bam­berg. Die vor­ste­hen­den Bestim­mun­gen fin­den dann ab dem über­nächs­ten auf die Bekannt­ma­chung fol­gen­den Tag kei­ne Anwen­dung mehr.

Online-Stream statt Konzerthalle

Abschluss­fei­er der IHK-Berufs­aus­bil­dung muss­te digi­tal stattfinden

Im Rah­men einer digi­ta­len Abschluss­fei­er hat das IHK-Gre­mi­um Bam­berg die erfolg­rei­chen Absol­ven­tin­nen und Absol­ven­ten der IHK-Abschluss­prü­fung aus Stadt und Land­kreis Bam­berg geehrt. Auf­grund der nach wie vor gel­ten­den Coro­na-Bestim­mun­gen konn­te die Abschluss­fei­er dies­mal nicht in Prä­senz in der Kon­zert- und Kon­gress­hal­le stattfinden.

„Der Aus­bil­dungs­ab­schluss ist ein wich­ti­ger Mei­len­stein im Leben. Das gilt umso mehr, wenn man die Aus­bil­dung und Prü­fung unter Pan­de­mie­be­din­gun­gen durch­führt. Um den Absol­ven­tin­nen und Absol­ven­ten Wert­schät­zung für ihre Leis­tung ent­ge­gen­zu­brin­gen und die Prü­fungs­bes­ten auch öffent­lich zu wür­di­gen, haben wir uns für ein digi­ta­les For­mat ent­schie­den“, erläu­tert IHK-Prä­si­den­tin Son­ja Wei­gand, die auch Vor­sit­zen­de des IHK-Gre­mi­ums Bam­berg ist.

Mit dem erfolg­rei­chen Aus­bil­dungs­ab­schluss haben die Absol­ven­tin­nen und Absol­ven­ten eine soli­de Basis für ihren Berufs­weg gelegt. „Eine erfolg­rei­che Berufs­aus­bil­dung ver­bin­det Theo­rie und Pra­xis. Sie gibt das nöti­ge Rüst­zeug für das wei­te­re Berufs­le­ben. Egal wohin die wei­te­re beruf­li­che Rei­se geht – Beruf, wei­ter­füh­ren­de Schu­le, Wei­ter­bil­dung oder Stu­di­um – mit einem erfolg­rei­chen Aus­bil­dungs­ab­schluss ste­hen Ihnen alle Türen offen. Das kann Ihnen nie­mand mehr neh­men“, so die IHK-Prä­si­den­tin in ihrer Begrü­ßung in Rich­tung der Absol­ven­tin­nen und Absolventen.


18 Prü­fungs­bes­te im Raum Bamberg

Im Rah­men der Som­mer­prü­fung haben im IHK-Gre­mi­um Bam­berg ins­ge­samt 502 Prüf­lin­ge an der Abschluss­prü­fung teil­ge­nom­men, davon 466 mit Erfolg (92,8 Pro­zent). 360 erfolg­rei­che Abschlüs­se gab es bei den kauf­män­ni­schen Beru­fen, 106 bei den gewerb­lich-tech­ni­schen. 18 Absol­ven­tin­nen und Absol­ven­ten erreich­ten die Traum­no­te 1, jeweils neun bei den kauf­män­ni­schen bzw. gewerb­lich-tech­ni­schen Beru­fen. Sie erhiel­ten im Rah­men der Ver­an­stal­tung eine „vir­tu­el­le Auszeichnung“.


Fern­seh­koch: „Im Team zum Erfolg“

Mit einem kurz­wei­li­gen Impuls­vor­trag rich­te­te sich Alex­an­der Herr­mann, Ster­ne­koch, Gas­tro­nom, Fern­seh­koch und Autor aus Ober­fran­ken, an die erfolg­rei­chen Absol­ven­tin­nen und Absol­ven­ten. Unter dem Mot­to „Im Team zum Erfolg“ erläu­ter­te er am Bei­spiel sei­nes Unter­neh­mens Herrmann’s Post­ho­tel GmbH & Co. KG in Wirs­berg, dass ein groß­ar­ti­ger Erfolg nur mit einem groß­ar­ti­gen Team mög­lich ist. Aus sei­ner Sicht sei es ele­men­tar, sein Team stark und sicher zu machen, um es für den Berufs­all­tag zu wapp­nen. Dazu müs­se den Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­tern stets ver­mit­telt wer­den, war­um sie sich enga­gie­ren sol­len. „Das ‚War­um‘ ist ele­men­tar wich­tig“, so Herr­mann. „Jeder ist stolz auf sich und leis­tet für das Gan­ze etwas!“

Stell­ver­tre­tend für die erfolg­rei­chen Aus­bil­dungs­ab­sol­ven­tin­nen und ‑absol­ven­ten aus dem Raum Bam­berg bedank­te sich Nadi­ne Ber­ry von der Loh­mann-Koes­ter GmbH & Co. KG in Alten­dorf bei Ange­hö­ri­gen, IHK, Prü­fe­rin­nen und Prü­fern, Lehr­kräf­ten sowie Aus­bil­de­rin­nen und Aus­bil­dern für die Unter­stüt­zung wäh­rend der Aus­bil­dungs­zeit. Sie erin­ner­te an ihre Aus­bil­dungs­zeit zurück, die im Ver­gleich zur Schu­le einen völ­lig ande­ren Tages­ab­lauf mit sich gebracht habe. Wich­tig sei­en für sie per­sön­lich in der Coro­na-Zeit vor allem die vie­len Kol­le­gin­nen und Kol­le­gen gewe­sen, die ihr die Ori­en­tie­rung „auf der Arbeit“ erleich­tert hät­ten. „Da hat­te ich viel Glück und bin sehr dank­bar“, so Berry.


Wir sagen Ja zur Ausbildung

Die Coro­na-Zeit mit ihren Ein­schrän­kun­gen sei für vie­le Unter­neh­men eine gro­ße Her­aus­for­de­rung gewe­sen, so Son­ja Wei­gand. Eine Stüt­ze sei­en in die­ser schwie­ri­gen Zeit oft gera­de die gut aus­ge­bil­de­ten Fach­kräf­te und die Aus­zu­bil­den­den gewe­sen. Den erfolg­rei­chen Absol­ven­tin­nen und Absol­ven­ten wünsch­te die IHK-Prä­si­den­tin einen guten Start in das Berufs­le­ben, egal für wel­chen der vie­len mög­li­chen Wege man sich ent­schei­de: „Es freut mich immer jun­ge Men­schen zu sehen, die mit Elan, wiss­be­gie­rig und vol­ler Mut in die Zukunft gehen und etwas aus ihrem Leben machen.“ Mit der ober­frän­ki­schen Band Bar­fly und dem Song „Ein Hoch auf Euch“ ende­te die vir­tu­el­le Abschlussfeier.

Gesprä­che mit Markt­be­schi­ckern und Stadtmarketing 

Weih­nachts­markt 2021 in Bam­berg soll stattfinden

In Bam­berg soll es in die­sem Jahr einen Weih­nachts­markt auf dem Max­platz geben. Das teilt die Stadt Bam­berg nach einem Gespräch mit der Vor­stand­schaft der Markt­kauf­leu­te und Schau­stel­ler in Bam­berg und dem Stadt­mar­ke­ting Bam­berg mit.

„Wir wol­len, dass in die­sem Jahr ein Weih­nacht­markt statt­fin­det“, erklär­te dazu Ober­bür­ger­meis­ter Andre­as Star­ke, der aber auch zur Vor­sicht mahnt: Unse­re Ent­schei­dun­gen sind immer abhän­gig vom Pan­de­mie­ge­sche­hen und dem jeweils gel­ten­den Rechtsrahmen.“


Kon­se­quen­te Anwen­dung der 3‑G-Regel


Einig­keit bestand bei den Gesprächs­teil­neh­mern, dass es nach Mög­lich­keit einen zen­tra­len Ver­an­stal­tungs­ort geben soll. Eine dezen­tra­le Ver­tei­lung von Markt­stän­den in den Stadt­tei­len, wie im ver­gan­ge­nen Jahr ange­dacht, wird nicht bevor­zugt, weil man auch an die Tra­di­ti­on der frü­he­ren Jah­re anknüp­fen will.

Klar ist aber auch, dass Coro­na-beding­te Rege­lun­gen unum­gäng­lich sind. So soll bei allen gas­tro­no­mi­schen Ange­bo­ten, also ins­be­son­de­re Glüh­wein­stän­den und kuli­na­ri­schen Ange­bo­ten mit Auf­ent­halts­mög­lich­keit, kon­se­quent die 3‑G-Regel zur Anwen­dung kommen.

Wei­te­re Ein­zel­hei­ten zur Orga­ni­sa­ti­on und Vor­be­rei­tung des Weih­nachts­mark­tes 2021 sol­len in der kom­men­den Woche geklärt wer­den, um die Pla­nun­gen der Ver­an­stal­ter zu erleich­tern. Außer­dem erwar­ten die Ver­ant­wort­li­chen mehr Klar­heit über die bay­ern­wei­ten Rege­lun­gen für Weih­nachts­märk­te: Hier­zu fin­det am 12. Okto­ber im Baye­ri­schen Wirt­schafts­mi­nis­te­ri­um ein Run­der Tisch mit Poli­tik, Ver­bän­den und Akteu­ren der Weih­nachts­märk­te statt. Die Stadt Bam­berg begrüßt die­se über­re­gio­na­le Initia­ti­ve, weil gegen­wär­tig „über­all über Form und Inhal­te von Weih­nachts­märk­ten dis­ku­tiert wird“, so OB Starke.

Zahl der Todes­fäl­le steigt auf 256

Koor­di­nie­rungs­grup­pe Coro­na ver­zeich­net leicht stei­gen­de Nach­fra­ge nach Impfungen

17 Per­so­nen befin­den sich der­zeit mit Coro­na-Infek­tio­nen in Kli­ni­ken in Stadt und Land­kreis Bam­berg. Dar­über infor­mier­te die Koor­di­nie­rungs­grup­pe Coro­na unter der Lei­tung von Land­rat Johann Kalb und Ober­bür­ger­meis­ter Andre­as Star­ke nach der wöchent­li­chen Besprechung.

Zwei Pati­en­ten, die inten­siv­me­di­zi­nisch behan­delt wer­den müs­sen, sind nicht geimpft. Von den 15 wei­te­ren Pati­en­ten, die ledig­lich sta­tio­när behan­delt wer­den, sind neun mit Impf­schutz, sechs Per­so­nen ohne.

Die bevor­ste­hen­den Beschrän­kun­gen für bis­her Nicht-Geimpf­te las­sen die Nach­fra­ge nach Imp­fun­gen leicht anstei­gen. Ver­langt wird hier ins­be­son­de­re der Impf­stoff „John­son & John­son“, bei dem eine Imp­fung genügt.

In dem Pfle­ge­heim, in dem es seit knapp zwei Wochen ein Aus­bruchs­ge­sche­hen gibt, sind inzwi­schen 20 Bewoh­ner und 13 Mit­ar­bei­ten­de posi­tiv auf Coro­na getes­tet wor­den. Drei Per­so­nen befin­den sich in sta­tio­nä­rer Behand­lung. Eine Per­son ist am Wochen­en­de ver­stor­ben. Am heu­ti­gen Diens­tag fin­det die drit­te Rei­hen­tes­tung in der Ein­rich­tung statt.

Die Koor­di­nie­rungs­grup­pe ver­glich auch das Infek­ti­ons­ge­sche­hen von vor einem Jahr mit den aktu­el­len Zah­len. 2020 gab es im Juli 12, im August 30 und im Sep­tem­ber 88 Neu­in­fek­tio­nen, um dann im Okto­ber auf 529 nach oben zu schnel­len. Ein Jahr spä­ter lie­gen die Zah­len bei 181 im Juli, 338 im August und 605 im September.

Seit Juli 2020 rund 4.100 Anträ­ge aus der Regi­on bewilligt

Regi­on Bam­berg: Gut 115 Mil­lio­nen Euro Corona-Wirtschaftshilfen

115,2 Mil­lio­nen Euro an Coro­na-Wirt­schafts­hil­fen wur­den laut IHK für Ober­fran­ken Bay­reuth seit Juli 2020 an 4.108 Antrag­stel­ler aus der Regi­on Bam­berg ausbezahlt.

„Die mona­te­lan­gen Schlie­ßun­gen in etli­chen Bran­chen war für vie­le Unter­neh­men exis­tenz­be­dro­hend. Die Coro­na­hil­fen konn­ten aber Schlim­me­res ver­hin­dern”, so Son­ja Wei­gand, Prä­si­den­tin der IHK für Ober­fran­ken Bay­reuth und Vor­sit­zen­de des IHK-Gre­mi­ums Bamberg.

Etwa 69,2 Mil­lio­nen Euro flos­sen an Antrag­stel­ler aus dem Land­kreis, wei­te­re 46 Mil­lio­nen Euro an Antrag­stel­ler aus der Stadt Bam­berg. Die­se Sum­me umfasst die Aus­zah­lun­gen aus der Novem­ber- und der Dezem­ber­hil­fe, den Über­brü­ckungs­hil­fen I bis III mit III Plus sowie der Neu­start­hil­fe und der Neu­start­hil­fe Plus. Die IHK Mün­chen und Ober­bay­ern war im Auf­trag der Baye­ri­schen Staats­re­gie­rung für die Abwick­lung der Wirt­schafts­hil­fen zustän­dig. Zu den 115,2 Mil­lio­nen Euro kom­men noch die Gel­der aus der Sofort­hil­fe, die zu Beginn der Pan­de­mie über die Regie­rung von Ober­fran­ken aus­be­zahlt wurden.

Im Land­kreis kam ein über­durch­schnitt­lich hoher Teil der Coro­na-Wirt­schafts­hil­fen, näm­lich 60,2 Pro­zent, dem Wirt­schafts­ab­schnitt Kunst, Unter­hal­tung und Erho­lung zugute.

In der Stadt und im Land­kreis gin­gen ins­ge­samt 48 Mil­lio­nen Euro an Antrag­stel­ler aus die­sem Sek­tor, das ent­spricht 41,7 Pro­zent. Wei­te­re 40,5 Mil­lio­nen Euro kamen Gas­tro­no­mie- und Beher­ber­gungs­be­trie­ben zugu­te, 8,2 Mil­lio­nen Euro dem Han­del und 5,0 Mil­lio­nen Euro dem Ver­ar­bei­ten­den Gewer­be. Wei­te­re 13,5 Mil­lio­nen Euro flos­sen an Antrag­stel­ler in ande­ren Wirt­schafts­zwei­gen. Wei­gand: „Die­se Beträ­ge zei­gen, wie weit­rei­chend die Aus­wir­kun­gen der Pan­de­mie waren.”

Über 136.000 Impf­do­sen verabreicht 

Impf­zen­trum zieht in das Dr.-Pfleger-Zentrum um

Als Dr. Klaus Wei­ner am Mitt­woch um 13.00 Uhr die Nadel zur Sei­te leg­te, war es die letz­te Impf­do­sis gegen das Coro­na­vi­rus, die im Impf­zen­trum in der Bro­se Are­na an der Forch­hei­mer Stra­ße ver­ab­reicht wur­de. Nun folgt der Umzug, ab mor­gen erfol­gen die Imp­fun­gen in der Emil-Kemmer-Straße.

Exakt 136.055 Dosen waren es bis zu die­sem Moment ges­tern Mit­tag, die seit der ers­ten Imp­fung Ende Dezem­ber 2020 hier an den Mann und an die Frau gebracht wur­den. Das wich­tigs­te Kapi­tel der Pan­de­mie­be­kämp­fung wur­de in Stadt und Land­kreis Bam­berg also zu gro­ßen Tei­len in der Bro­se Are­na geschrie­ben. Mit dem 23. Sep­tem­ber 2021 ist die­ses Kapi­tel Geschich­te: Das Impf­zen­trum Bam­berg hat sei­ne Kof­fer gepackt und ist umge­zo­gen. Nötig wur­de der Umzug des Impf­zen­trums, weil der Miet­ver­trag mit Beginn des Spiel­be­triebs in der Bro­se Are­na aus­ge­lau­fen ist. Ab dem mor­gi­gen Frei­tag fin­den die Imp­fun­gen im ehe­ma­li­gen Dr.-Robert-Pfleger-Zentrum in der Emil-Kem­mer-Stra­ße 3 statt. Betrie­ben wird es wei­ter­hin von der MVZ Bamberg/​Forchheim gGmbH.

Für Ober­bür­ger­meis­ter Andre­as Star­ke war der Betrieb des Impf­zen­trums in der Bro­se Are­na eine ein­zi­ge Erfolgs­ge­schich­te: „Bin­nen kür­zes­ter Zeit wur­de im ver­gan­ge­nen Dezem­ber das Foy­er der Bro­se Are­na in ein hoch­mo­der­nes und effi­zi­ent orga­ni­sier­tes Impf­zen­trum umge­wan­delt.“ Am 15. Janu­ar 2021 war es dann soweit und die ers­ten aus der Per­so­nen­grup­pe der Über-80-Jäh­ri­gen erhiel­ten ihre Erst­imp­fung. „Ich dan­ke aus­drück­lich allen Ver­ant­wort­li­chen und allen Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­tern, die hier von Beginn an mit gro­ßer Moti­va­ti­on und Pro­fes­sio­na­li­tät eine äußerst ver­ant­wor­tungs­vol­le Arbeit geleis­tet haben – und dies am neu­en Stand­ort wei­ter­hin tun wer­den“, so der Oberbürgermeister.

„Um die Pan­de­mie auch wei­ter­hin gut bewäl­ti­gen zu kön­nen, brau­chen wir auch in Zukunft ein leis­tungs­fä­hi­ges Impf-Netz­werk“, so Land­rat Johann Kalb. „Jeder, der sich zum eige­nen und zum Schutz sei­ner nahe­ste­hen­den Per­so­nen imp­fen las­sen möch­te, muss zeit­nah ein Ange­bot bekom­men. So kom­men wir gut durch die Pandemie.“


Bis zu 1.233 Imp­fun­gen an einem Tag

Zum Start des Impf­zen­trums ging man von bis zu 600 Imp­fun­gen am Tag aus. Nach­dem zunächst ver­min­der­te Impf­stoff­lie­fe­run­gen zu bekla­gen waren, ver­ste­tig­ten sich die Zah­len im Früh­jahr und die Kapa­zi­tät wur­de auf die gefor­der­ten 1.000 Imp­fun­gen pro Tag aus­ge­wei­tet. Am 5. Juni wur­de die Rekord­zahl von 1.233 Erst- und Zweit­imp­fun­gen an einem ein­zi­gen Tag erreicht. Ab Anfang Sep­tem­ber wur­den nun auch die ers­ten Auf­fri­schungs­imp­fun­gen durch­ge­führt. Am Ende lau­tet die Gesamt­bi­lanz in der Bro­se Are­na: 72.028 Erst­imp­fun­gen, 63.548 Zweit­imp­fun­gen und 479 Auffrischungsimpfungen.

Das Team umfasst einen Pool von 49 Ärz­tin­nen und Ärz­ten, 48 Medi­zi­ni­schen Fach­kräf­ten und 46 Ver­wal­tungs­mit­ar­bei­te­rin­nen ‑mit­ar­bei­tern, die in Voll­zeit, Teil­zeit und auf ehren­amt­li­cher Basis im Impf­zen­trum tätig sind.

Dr. Tobi­as Pfaf­fen­dorf, der als Geschäfts­füh­rer das Impf­zen­trum ver­ant­wor­tet, zeig­te sich begeis­tert vom Geleis­te­ten. „Das Team unter der Lei­tung von Frau Die­tel-Cur­tis hat sich in kür­zes­ter Zeit fle­xi­bel auf die wech­seln­den Anfor­de­run­gen ein­ge­stellt. Und das immer wie­der aufs Neue. Es freut mich zu sehen, dass sich eine gro­ße Anzahl von Mit­ar­bei­tern, die sich zu Beginn kaum kann­ten, zu einem gut funk­tio­nie­ren­den Team zusam­men­ge­fun­den haben. Sie haben eine außer­ge­wöhn­li­che Leis­tung erbracht!“

Auch wenn es jetzt am neu­en Stand­ort im ver­klei­ner­ten Team wei­ter­geht, so haben sich doch vie­le Mit­ar­bei­ter bereit erklärt, kurz­fris­tig bei Bedarf wie­der mit an Bord zu kom­men um das Pro­jekt „Impf­zen­trum Bam­berg Stadt und Land­kreis“ erfolg­reich zu been­den. Aktu­ell ist der Betrieb bis Ende April 2022 geplant.

Ab Frei­tag, 24. Sep­tem­ber, kann man sich nun am neu­en Stand­ort dort zu den gewohn­ten Öff­nungs­zei­ten unbü­ro­kra­tisch imp­fen las­sen, ohne Ter­min­ver­ein­ba­rung im Vor­feld. Es fin­det jeweils ein ärzt­li­ches Auf­klä­rungs­ge­spräch vor Ort statt. Die erfor­der­li­chen Unter­la­gen kön­nen eben­falls vor Ort aus­ge­füllt werden.

Öff­nungs­zei­ten

Mo-Frei­tag: 8:30–13 Uhr

Mitt­woch: 13:30–19 Uhr

Jeden 2. Sams­tag von 9–13 Uhr

https://www.impfzentrum-bamberg.de/

Damit der Nach­wuchs sicher unter­wegs ist

Schü­le­rin­nen und Schü­ler üben bei der Verkehrssicherheitswoche

Die­se Akti­ons­ta­ge zum Schul­start haben Tra­di­ti­on: Grund­schü­le­rin­nen und ‑schü­ler ler­nen auf den gro­ßen Park­plät­zen hin­ter der Bro­se-Are­na, wor­auf im Stra­ßen­ver­kehr zu ach­ten ist. Es gilt einen Fahr­rad­par­cours zu bewäl­ti­gen, den toten Win­kel ein­zu­schät­zen und ein Bus­fahr­trai­ning zu absolvieren.

Der Start an der Bus-Sta­ti­on macht direkt Ein­druck auf die war­ten­den Schü­le­rin­nen und Schü­ler. Denn Stadt­wer­ke-Bus­fah­rer Harald Wes­se­ly lenkt das gro­ße Gefährt beim Brem­sen vor der Hal­te­stel­le ein, und dabei macht der Bus ein Hüt­chen platt. Die Schul­kin­der haben nun mit eige­nen Augen gese­hen, war­um man nicht direkt am Bord­stein oder Stra­ßen­rand ste­hen soll­te. Außer­dem ler­nen die Zweit­kläss­le­rin­nen und Zweit­kläss­ler, wie man am bes­ten ein- und aus­stei­gen soll­te, die Schul­ta­sche im Ste­hen und Sit­zen depo­niert wird oder wie man sich beim War­ten an der Hal­te­stel­le so auf­stellt, dass die oder der nächs­te nicht die Schul­ta­sche ins Gesicht bekommt.


Die Tücken des „toten Winkels“


Die Kin­der der drit­ten Klas­sen „wackeln“ wäh­rend­des­sen auf ihren Fahr­rä­dern durch einen Par­cours. Denn das „Schne­cken­ren­nen“ gewinnt, wer es am lang­sams­ten schafft, ohne abzu­set­zen. „Das ist eine gute Vor­be­rei­tung für die Fahr­rad­prü­fung in der vier­ten Klas­se“, erklärt Klaus Fuß, Ver­kehrs­er­zie­her bei der Poli­zei­in­spek­ti­on Bam­berg-Stadt. Eine Sta­ti­on wei­ter ler­nen die gro­ßen Grund­schul­kin­der der vier­ten Klas­sen, was ein „toter Win­kel“ ist und war­um die­ser so tückisch sein kann.

Bam­bergs Zwei­ter Bür­ger­meis­ter und Sozi­al­re­fe­rent Jonas Glü­sen­kamp nahm sich Zeit und schau­te bei einem Orts­ter­min vor­bei. „Die Ver­kehrs­si­cher­heits­wo­che ist ein tol­les und wich­ti­ges Koope­ra­ti­ons­pro­jekt. Ich wün­sche mir, dass auch die Erwach­se­nen gera­de in den ers­ten Schul­wo­chen beson­ders auf­merk­sam im Stra­ßen­ver­kehr sind und Rück­sicht nehmen.“

Ins­ge­samt 20 Klas­sen je Jahr­gangs­stu­fe neh­men 2021 an der Akti­ons­wo­che teil, die die­ses Jahr zum 12. Mal statt­fin­det. Orga­ni­siert wur­de sie vom städ­ti­schen Amt für Bil­dung, Schu­len und Sport gemein­sam mit den Stadt­wer­ken Bam­berg und der Poli­zei­in­spek­ti­on Bam­berg-Stadt. Außer­dem betei­li­gen sich die Kreis­ver­kehrs­wacht Bam­berg, die Spar­kas­se Bam­berg, das Bus­un­ter­neh­men Basel, die Fahr­schu­le Lisow­ski und die Bro­se Arena.

End­lich mit Rol­la­tor Busfahren

Kurs für Senio­ren sorgt für mehr Sicher­heit im Straßenverkehr

15 Damen und Her­ren haben das Ange­bot des Senio­ren­bü­ros der Stadt Bam­berg, der Poli­zei­in­spek­ti­on Bam­berg-Stadt und wei­te­rer Akteu­re begeis­tert ange­nom­men. Die Kurs­teil­neh­me­rin­nen und Kurs­teil­neh­mer füh­len sich dank ver­schie­de­ner Übun­gen nun siche­rer im Umgang mit dem Rollator.

Das Strah­len der Dame Ende 70 ist trotz Mas­ke unüber­seh­bar: „Ist das toll, heu­te habe ich viel Neu­es gelernt. Zum Bei­spiel, dass ich kei­ne Angst haben muss, dass der Bus ein­fach los­fährt, obwohl ich noch nicht ganz drin bin.“ Harald Wes­se­ly, Fah­rer bei den Stadt­wer­ken Bam­berg, nickt. Gemein­sam mit Franz Wer­ner, Ver­kehrs­er­zie­her bei der Poli­zei­in­spek­ti­on Bam­berg-Stadt, stellt er direkt die Situa­ti­on nach: Der Poli­zist steht mit Rol­la­tor in der hin­te­ren Bus­tür, der Bus­fah­rer drückt den Knopf – die Türen wol­len schlie­ßen, sprin­gen aber sofort wie­der auf, als sie den Rol­la­tor berüh­ren. Die Bot­schaft: Hier wird nie­mand eingeklemmt.


„Nie­mals mit dem Rol­la­tor vor­aus aussteigen!“


Natür­lich wird beim Kurs „Sicher unter­wegs mit Geh­hil­fe, Rol­la­tor und zu Fuß“ nicht in ers­ter Linie zuge­schaut, son­dern geübt. Gemein­sam mit sei­nem Kol­le­gen Klaus Fuß erklärt Ver­kehrs­er­zie­her Franz Wer­ner, was beim Bus­fah­ren mit Rol­la­tor zu beach­ten ist. „Nie­mals mit dem Rol­la­tor vor­aus aus­stei­gen! Da besteht die Gefahr, vor­ne über zu stür­zen.“ Statt­des­sen: Rück­wärts aus­stei­gen, vor­wärts ein­stei­gen. Wie das genau geht, darf jeder selbst üben. Ste­fa­nie Hahn, Senio­ren­be­auf­trag­te der Stadt Bam­berg, merkt an: „Wir krie­gen von den Stadt­wer­ken die Rück­mel­dung, dass im Real­be­trieb ein Unter­schied erkenn­bar ist. Dort sieht man, wer das siche­re Ein- und Aus­stei­gen gelernt hat.“

Apro­pos Sicher­heit: Bei den Gleich­ge­wichts­übun­gen mit den Fach­leu­ten von Salu­dis, Zen­trum für reha­bi­li­ta­ti­ve Medi­zin der Sozi­al­stif­tung, kann es schon mal ein biss­chen wacke­lig wer­den. Doch genau dar­um geht es – den Gleich­ge­wichts­sinn trai­nie­ren, ohne die eige­nen Gren­zen zu über­schrei­ten. Zum Bei­spiel, um mit ein paar Schrit­ten zum Rol­la­tor zu gehen. Die­sen konn­ten die Senio­rin­nen und Senio­ren am Ser­vice­wa­gen vom Medi­team durch­che­cken las­sen. Ist die Höhe rich­tig ein­ge­stellt? Wie lässt sich die Geh­hil­fe am bes­ten auf­klap­pen? Und war­um sind Klin­gel und Reflek­to­ren sinnvoll?

Bam­bergs Zwei­ter Bür­ger­meis­ter und Sozi­al­re­fe­rent, Jonas Glü­sen­kamp, zeig­te sich ange­tan und rief gleich­zei­tig auf: „Das ist ein wirk­lich tol­les Ange­bot. Haben Sie kei­ne Scham, sich zu mel­den! Wir füh­ren bereits eine War­te­lis­te.“ Denn der zwei­te Kurs­termin im Okto­ber ist bereits aus­ge­bucht. Doch das Orga­ni­sa­ti­ons­team prüft gera­de, ob sich ein wei­te­res Trai­ning rea­li­sie­ren lässt. Bis dahin darf man ruhig auch mal sei­ne Mit­men­schen ein­bin­den: „Es fin­det sich im Bus immer jemand, der Hil­fe anbie­tet“, stellt eine Senio­rin fest.

Bam­ber­ger Lite­ra­tur­fes­ti­val „Bam­Lit“

Lite­ra­tur-Event für Bam­berg und Umgebung

Vom 27. Sep­tem­ber bis zum 18. Okto­ber fin­det die sechs­te Aus­ga­be des Bam­ber­ger Lite­ra­tur­fes­ti­vals in Bam­berg und Umge­bung statt. Beim „Bam­Lit“ 2021 lesen unter ande­rem Michel Fried­man, Hubert Ach­leit­ner, Anne Sie­gel und Sven Rege­ner. Auch loka­le Autoren wie David Saam und Paul Maar sind dabei. Anfang Sep­tem­ber haben wir mit Gaby Heyder, Geschäfts­füh­re­rin des Co-Aus­rich­ters Ver­an­stal­tungs­ser­vice Bam­berg, über den Stand der Vor­be­rei­tun­gen gesprochen.

Frau Heyder, Covi­d19-bedingt gab es einen lan­gen Still­stand im Kul­tur­be­trieb. Schlägt sich der Wie­der­be­ginn des Betriebs, rund drei Wochen vor Start des „Bam­Lit“, bereits in einem aus­ge­präg­ten Publi­kums­zu­spruch nie­der oder ist das poten­ti­el­le Publi­kum noch zurückhaltend?

Gaby Heyder: Unse­re Wer­bung kon­zen­triert sich vor­wie­gend auf den Sep­tem­ber. Aber es gibt schon anhal­ten­de Nach­fra­ge aus dem April und Mai, der je nach Autorin oder Autor unter­schied­lich aus­fällt. Hohe Nach­fra­ge gibt es zum Bei­spiel bei Sven Rege­ner und Dani­el Kehl­mann und da sind wir froh, dass wir jetzt für deren Lesun­gen noch Kon­ti­gen­te frei­ge­ben kön­nen. Bis auf die Absa­ge von Mari­an­ne Koch konn­ten wir das kom­plet­te Pro­gramm wie ursprüng­lich geplant über­neh­men. Aber tages­ak­tu­ell bit­ten wir das Publi­kum sich auf bamlit.de zu informieren.


Hat Ihnen das Ret­tungs- und Zukunfts­pro­gramm Neu­start Kul­tur der Bun­des­re­gie­rung bei der Finan­zie­rung des „Bam­Lit“ 2021 geholfen?

Gaby Heyder: Nein, da gab es kei­ne finan­zi­el­le Unter­stüt­zung. Das „Bam­Lit“ ist eine Gesell­schaft, die Bam­ber­ger Lite­ra­tur­fes­ti­val UG, mit den Gesell­schaf­tern Ver­an­stal­tungs­ser­vice Bam­berg GmbH, Stadt­mar­ke­ting und der Osi­an­der­sche Buch­hand­lung Gmbh. Wir arbei­ten ehren­amt­lich im Auf­trag des Land­krei­ses, der offi­zi­el­ler Ver­an­stal­ter ist. Und wir hof­fen auch mit der sechs­ten Aus­ga­be kei­nen Ver­lust zu machen, trotz der Ver­le­gun­gen von Janu­ar über April bis hin in den Sep­tem­ber und Oktober.


Der Schwer­punkt Ihres Kul­tur­be­triebs liegt seit über 30 Jah­ren auf Kon­zer­ten und Musik-Events. Wann und war­um haben Sie sich ent­schie­den, auch im Lite­ra­tur­be­reich tätig zu werden?

Gaby Heyder: Paul Maar wies bei einem Neu­jahrs­emp­fang der Stadt Bam­berg 2015 dar­auf hin, dass im rei­chen Kul­tur­ange­bot der Stadt ein Lite­ra­tur­fes­ti­val feh­le. Dies nah­men Klaus Stie­rin­ger vom Stadt­mar­ke­ting, das Team von Hüb­scher, heu­te Osi­an­der, Land­rat Johann Kalb und mein Mann, Wolf­gang Heyder, zum Anlass, ab 2016 das „Bam­Lit“ auszurichten.

Spielt die lite­ra­ri­sche Gat­tung eine tra­gen­de Rol­le oder ver­su­chen Sie sti­lis­tisch breit zu streuen?

Gaby Heyder: Unser Schwer­punkt liegt in die­sem Jahr bei Sach­bü­chern, ansons­ten wird inhalt­lich immer breit gestreut. Bekann­te Namen wie zum Bei­spiel Michel Fried­mann sol­len sich mit Lokal­grö­ßen Mar­ke Chris­ti­an Fied­ler ergän­zen. In der Coro­na-Zeit haben eini­ge Autorin­nen und Autoren bereits neue Wer­ke her­aus­ge­bracht, mit denen sie dann sogar ganz aktu­ell nach Bam­berg kommen.

Gaby Heyder, Geschäfts­füh­re­rin des Ver­an­stal­tungs­ser­vice Bam­berg. Foto: Privat

Den Bam­ber­ger Lite­ra­tur­schaf­fen­den wird somit beim „Bam­Lit“ viel Raum gege­ben. Sind deren Auf­trit­te sozu­sa­gen das Bin­de­glied zwi­schen Fes­ti­val und Stadt und Landkreis?

Gaby Heyder: Nicht unbe­dingt das Bin­de­glied, aber sie ste­hen für Lokal­ko­lo­rit und pas­sen gut zu den Schwer­punk­ten, die wir hat­ten, wie das The­ma Kri­mi, oder in die­sem Jahr haben, wie das The­ma Bier.


Das dies­jäh­ri­ge „Bam­Lit“ glie­dert sich der­zeit in 36 Erwach­se­nen­le­sun­gen und knapp 20 Kin­der­le­sun­gen. Ein ziem­lich gro­ßer Anteil.

Gaby Heyder: So hof­fen wir, jun­ge Lese­rin­nen und Leser zu span­nen­den Lesun­gen in Stadt und Land­kreis zu locken und ihre Freu­de am Lesen zu wecken. Das Kin­der­pro­gramm ist kom­plett ein­tritts­frei. Die inten­si­ve Koope­ra­ti­on mit Schu­len und Büche­rei­en läuft, die Pro­gno­sen zur Durch­führ­bar­keit sind aber noch vage.


Wel­che Bedeu­tung fällt den jewei­li­gen Loca­ti­ons bei den ein­zel­nen Lesun­gen zu?

Gaby Heyder: Durch­aus eine tra­gen­de Rol­le, denn ver­schie­de­ne Loca­ti­ons zie­hen auch ein unter­schied­li­ches Publi­kum an. Wir haben viel aus­pro­biert und fest­ge­stellt, dass Lesun­gen Flair brau­chen. Und dann hat sich gezeigt, dass es durch­aus Orte wie das Bis­tums­haus, das Thea­ter oder die Sze­nen­flä­chen im Ertl-Zen­trum gibt, die her­vor­ra­gend zu unse­rem Kon­zept passen.


Den Auf­takt macht am 27. Sep­tem­ber die Lesung von Michel Fried­man mit „Zei­ten­wen­de – Der Angriff auf Demo­kra­tie und Men­schen­wür­de“. Kei­ne leich­te Kost gleich zu Beginn, aber dient die Lesung auch, um den Wert des Fes­ti­vals in Sachen Info­tain­ment zu unterstreichen?

Gaby Heyder: Genau­so ist es. In eine ähn­li­che Rich­tung zielt der Auf­tritt von Wolf­gang Hirn mit sei­nem The­ma „Die Welt­wirt­schaft von mor­gen“ oder auch Fritz Habe­kuß mit „Zukunfts­fra­ge Arten­ster­ben: Wie wir die Öko­kri­se über­win­den“. Nicht zu ver­ges­sen Ralph Cas­pers vom KIKA mit „Wie wir Kin­dern in Trau­er hel­fen kön­nen“ und die Mati­nee-Lesung mit Ohren­kuss in der KUFA. Aber natür­lich gibt es auch das typi­sche Unter­hal­tungs­pro­gramm mit dem „Bob Dyl­an Abend“ oder „Heinz Erhardt Pri­vat“ mit sei­ner Tochter.

Bam­Lit

27. Sep­tem­ber bis 18. Oktober

https://www.bamlit.de

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