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Städtebauförderung

Sper­run­gen vor­über­ge­hend aufgehoben

Win­ter­pau­se beim Stra­ßen­bau­pro­jekt am Michelsberg

Recht­zei­tig zur Weih­nachts­pau­se konn­ten in die­ser Woche die Stra­ßen­bau­ar­bei­ten am Michels­berg im Bereich zwi­schen Klos­ter­zu­fahrt und Storch­s­gas­se abge­schlos­sen wer­den, wie die Stadt Bam­berg mitteilt.

Ab sofort sind alle Sper­run­gen im Bereich des Michels­bergs auf­ge­ho­ben und sämt­li­che Ver­kehrs­be­zie­hun­gen sind bis auf Wei­te­res wie­der offen.

Die Arbei­ten wer­den, je nach Wit­te­rung, vor­aus­sicht­lich Ende Janu­ar oder Anfang Febru­ar 2026 wie­der auf­ge­nom­men. Dann folgt der letz­te Abschnitt des Gesamt­pro­jekts im Bereich zwi­schen Storch­s­gas­se und Michels­berg 7. Dabei wird zunächst der Geh­weg ober­halb der Böschung samt der noch aus­ste­hen­den Baum­pflan­zun­gen in Angriff genom­men wer­den. Im Anschluss wird ab cir­ca April 2026 die Stra­ße Michels­berg inklu­si­ve Böschung hergestellt.

Städ­te­bau­för­de­rung und Stadt­ent­wick­lung auf Agenda

Bam­berg hieß Arbeits­ge­mein­schaft His­to­ri­sche Städ­te willkommen

Die Herbst­ta­gung der Arbeits­ge­mein­schaft (AG) His­to­ri­sche Städ­te fand Anfang Dezem­ber in Bam­berg statt. Die UNESCO-Welt­erbe­stadt Bam­berg war nicht nur Gast­ge­be­rin, son­dern führt seit Juni die­ses Jah­res auch tur­nus­ge­mäß für zwei Jah­re die Geschäfts­füh­rung der AG, wie die Stadt Bam­berg mitteilt.

Als amtie­ren­der Spre­cher der Arbeits­ge­mein­schaft begrüß­te Ober­bür­ger­meis­ter Andre­as Star­ke die Teil­neh­me­rin­nen und Teil­neh­mer der Tagung und gab einen kur­zen Rund­um­blick über aktu­el­le The­men der Bam­ber­ger Stadt­ent­wick­lung. Dabei ging er unter ande­rem auf die Ent­wick­lun­gen rund um das Pro­jekt LuiO­ne, den fort­schrei­ten­den Bahn­aus­bau, die Situa­ti­on des Anker­zen­trums sowie die Pla­nun­gen zum Stand­ort der Bun­des­po­li­zei ein.

Tagungs­ort war das LuiO­ne-Gebäu­de in Bahn­hofs­nä­he, ein­ge­bet­tet in ein städ­te­bau­lich hoch­dy­na­mi­sches Umfeld. Die angren­zen­den Pro­jek­te, dar­un­ter die geplan­te Nach­ver­dich­tung im Kaims­gar­ten, der Neu­bau des Atri­ums sowie die Ent­wick­lung des Quar­tiers LuiO­ne, ver­deut­li­chen exem­pla­risch die Her­aus­for­de­run­gen, vor denen his­to­risch gewach­se­ne Städ­te ange­sichts begrenz­ter Flä­chen und stei­gen­der Anfor­de­run­gen an nach­hal­ti­ge Stadt­ent­wick­lung stehen.

Daher wid­me­te sich ein inhalt­li­cher Schwer­punkt der Tagung der Bam­ber­ger Gärt­ner­stadt, deren euro­pa­weit ein­zig­ar­ti­ge Struk­tur und lan­ge Tra­di­ti­ons­ge­schich­te von zen­tra­ler städ­te­bau­li­cher Bedeu­tung für das Welt­kul­tur­er­be sind. Die Teil­neh­me­rin­nen und Teil­neh­mer der Mit­glied­städ­te erhiel­ten neben den geplan­ten Ent­wick­lun­gen einen ver­tief­ten Ein­blick in die his­to­ri­sche Ent­wick­lung und die aktu­el­len Her­aus­for­de­run­gen des Gebietes.

Abge­run­det wur­de der The­men­block durch einen gemein­sa­men Rund­gang durch die Gärt­ner­stadt. Dabei gewähr­te unter ande­rem Herr Neu­bau­er Seni­or von der Gärt­ne­rei Neu­bau­er ein­drück­li­che und authen­ti­sche Ein­bli­cke in die Lebens­wirk­lich­keit der orts­prä­gen­den Gärtnerbetriebe.


Impuls­vor­trag zur Zukunft der Städtebauförderung

Ein beson­de­rer Höhe­punkt der Tagung war der Besuch von Dr. Timo Mun­zin­ger vom Deut­schen Städ­te­tag. In sei­nem Impuls­vor­trag zur Zukunft der Städ­te­bau­för­de­rung, mit ihren Her­aus­for­de­run­gen und Per­spek­ti­ven skiz­zier­te er wesent­li­che Ent­wick­lun­gen und Reform­an­sät­ze für die kom­men­den Jahre.

Der offe­ne Aus­tausch im Anschluss – sowohl in der Dis­kus­si­on als auch in zahl­rei­chen Gesprä­chen im wei­te­ren Ver­lauf des Tages – gab der AG His­to­ri­sche Städ­te wert­vol­le Anre­gun­gen für ihre künf­ti­ge inhalt­li­che Arbeit.

Die Tagung in Bam­berg hat ein­mal mehr gezeigt, wie wich­tig der kon­ti­nu­ier­li­che fach­li­che Aus­tausch der Mit­glied­städ­te ist, um den Erhalt his­to­ri­scher Stadt­struk­tu­ren, zukunfts­fä­hi­ger Ent­wick­lungs­per­spek­ti­ven und die Stär­kung urba­ner Iden­ti­tät gemein­sam voranzutreiben.


Die AG His­to­ri­sche Städte

Die AG ist seit 1973 ein kom­mu­na­ler Zusam­men­schluss his­to­ri­scher Städ­te, heu­te bestehend aus den Mit­glied­städ­ten Bam­berg, Gör­litz, Lübeck, Mei­ßen, Regens­burg und Stral­sund. Ziel der Mit­glie­der ist es, sich zuguns­ten der his­to­ri­schen Alt­städ­te mit dem Instru­men­ta­ri­um der Städ­te­bau­för­de­rung aus­ein­an­der zu setzen.

Kla­res Bekennt­nis zur Städ­te­bau­för­de­rung und Aus­tausch zu Stadtentwicklungsthemen

Bam­berg bei der Arbeits­ge­mein­schaft His­to­ri­sche Städ­te in Meißen

Die Arbeits­ge­mein­schaft (AG) His­to­ri­sche Städ­te tag­te in Mei­ßen, unter ande­rem mit zwei Teil­neh­me­rin­nen vom Bau­re­fe­rat der Stadt Bam­berg. Im Mit­tel­punkt der Dis­kus­si­on der Teil­neh­men­den stand die Zukunft der Städtebauförderung.

Die Städ­te­bau­för­de­rung ermög­licht, als zen­tra­les För­der­ele­ment, seit Jahr­zehn­ten die nach­hal­ti­ge Ent­wick­lung des kul­tu­rel­len Erbes der Mit­glieds­städ­te und hat sich als Inves­ti­ti­ons­pro­gramm bewährt. Aus die­sen Grün­den waren sich die Teil­neh­me­rin­nen und Teil­neh­mer einig, dass die Städ­te­bau­för­de­rung ver­ste­tigt, modi­fi­ziert und mit­tel­fris­tig plan­bar wei­ter­ge­führt wer­den muss. Die AG His­to­ri­sche Städ­te möch­te sich dazu zeit­nah mit dem Bun­des­mi­nis­te­ri­um für Woh­nen, Stadt­ent­wick­lung und Bau­we­sen austauschen.

Tra­di­tio­nell wur­den im Rah­men der gemein­sa­men Tagung aktu­el­le Stadt­ent­wick­lungs­pro­jek­te der gast­ge­ben­den Stadt Mei­ßen vor­ge­stellt. Ein Stadt­rund­gang bot den Teil­neh­men­den span­nen­de Ein­bli­cke in aktu­el­le Bau­pro­jek­te. Am zwei­ten Tag der Tagung wur­den neue Stadt­ent­wick­lungs­pro­jek­te in Mei­ßen vor­ge­stellt. Die nächs­te Tagung der AG His­to­ri­sche Städ­te fin­det im Juli 2025 in Lübeck statt. Dort über­gibt die Stadt Gör­litz tur­nus­mä­ßig die Geschäfts­füh­rung an die Stadt Bamberg.

Die AG His­to­ri­sche Städ­te ist ein Zusam­men­schluss von sechs Städ­ten mit einem beson­ders wert­vol­len his­to­ri­schen Erbe, die sich gemein­sam für den Erhalt, die Pfle­ge und nach­hal­ti­ge Ent­wick­lung ihres kul­tu­rel­len Erbes ein­set­zen. Sie besteht seit 1973, als sich die Städ­te Bam­berg, Lübeck und Regens­burg zusam­men­ge­schlos­sen haben, um sich gemein­sam eine best­mög­li­che Ent­wick­lung Ihrer his­to­ri­schen Städ­te ein­zu­set­zen. Im Jahr 1991 kamen im Zuge der Deut­schen Ein­heit die Städ­te Mei­ßen, Stral­sund und Gör­litz dazu. Die Arbeits­ge­mein­schaft trifft sich drei­mal im Jahr zu einem Aus­tausch hin­sicht­lich ihrer stadt­ent­wick­lungs­be­zo­ge­nen Pro­jek­te, den damit ver­bun­de­nen Her­aus­for­de­run­gen sowie zur pro­spek­ti­ven Wei­ter­ent­wick­lung der Städte.

Die Städ­te­bau­för­de­rung ist ein lang bewähr­tes Inves­ti­ti­ons­pro­gramm der Stadt­ent­wick­lung für alle Kom­mu­nen. Die beson­de­ren Her­aus­for­de­run­gen wer­den dabei von Bund, den Län­dern und den Kom­mu­nen, im Wis­sen um die Dimen­si­on der Auf­ga­ben, gemein­sam finan­ziert. Eine Ver­ste­ti­gung trägt maß­geb­lich zur Her­stel­lung glei­cher Lebens­ver­hält­nis­se für die Bür­ge­rin­nen und Bür­ger in den Gemein­den und zum Erhalt der euro­päi­schen Iden­ti­tät der Städ­te bei.

Stadt­ent­wick­lung auf der ERBA-Insel preiswürdig

Aus­zeich­nung im Lan­des­wett­be­werb „Gemein­sam Orte gestal­ten“ auf der Jubi­lä­ums­ver­an­stal­tung „50 Jah­re Städtebauförderung“

Die Bam­ber­ge­rin­nen und Bam­ber­ger haben den ERBA-Park und das neue Stadt­quar­tier an der Insel­spit­ze längst ins Herz geschlos­sen, nun folgt eine bay­ern­wei­te Aner­ken­nung: Auf der Jubi­lä­ums­ver­an­stal­tung „50 Jah­re Städ­te­bau­för­de­rung“ wur­de die Kon­ver­si­on der ehe­ma­li­gen Indus­trie­bra­che ERBA im Lan­des­wett­be­werb „Gemein­sam Orte gestal­ten“ ausgezeichnet.

Seit 50 Jah­ren hilft die Städ­te­bau­för­de­rung in Bay­ern, das Lebens­um­feld der Men­schen auf­zu­wer­ten und Stadt- und Orts­mit­ten attrak­ti­ver zu gestal­ten. Im Rah­men einer Jubi­lä­ums­ver­an­stal­tung in Mün­chen am 1. Juli wür­dig­ten inter­na­tio­na­le Fach­leu­te die­se her­aus­ra­gen­de Leis­tung. Bay­erns Bau­mi­nis­te­rin Kers­tin Schrey­er zeich­ne­te als Schirm­her­rin des Lan­des­wett­be­werbs 2021 „Gemein­sam Orte gestal­ten“ im Rah­men der Ver­an­stal­tung auch ins­ge­samt 19 Städ­te und Gemein­den für ihre gelun­ge­ne Stadt- und Orts­er­neue­rung aus. Die Stadt Bam­berg konn­te nicht nur im Rah­men der Städ­te­bau­för­de­rung finan­zi­ell pro­fi­tie­ren, sie wur­de mit dem Pro­jekt „ERBA-Insel – Ent­wick­lung einer Indus­trie­bra­che zur attrak­ti­ven Park- und Wohn­land­schaft“ auch als Preis­trä­ge­rin in der Kate­go­rie „Reak­ti­vie­rung und Ent­wick­lung“ gewür­digt.
In der dazu­ge­hö­ri­gen Fest­schrift wur­de die Stadt­um­bau­maß­nah­me als bei­spiel­ge­bend anerkannt.

„In Bam­berg ent­stand auf einem ehe­ma­li­gen Stand­ort der Tex­til­in­dus­trie, dem ERBA-Gelän­de, mit Hil­fe einer Lan­des­gar­ten­schau ein qua­li­täts­vol­ler und mul­ti­funk­tio­na­ler Frei­raum. Mit der Rena­tu­rie­rung des „Fisch­pas­ses“ gelang es, das Gebiet bei­spiel­haft öko­lo­gisch auf­zu­wer­ten. Spu­ren des indus­trie­kul­tu­rel­len Erbes wur­den in die Gestal­tung des Parks inte­griert und anspre­chen­de Spiel- und Auf­ent­halts­mög­lich­kei­ten geschaf­fen. Es gelang, das ehe­mals ver­schlos­se­ne Brach­ge­län­de in das Stadt­ge­we­be zu inte­grie­ren und zugäng­lich zu machen. Frei­raum­ent­wick­lung und die städ­te­bau­li­che Ent­wick­lung eines Uni­ver­si­täts­cam­pus und neu­er Wohn­be­bau­ung grei­fen in die­ser Park- und Wohn­land­schaft über­zeu­gend räum­lich und funk­tio­nal inein­an­der. Das Pro­jekt zeigt ein­drück­lich, wie wesent­lich Grün- und Frei­raum zur Stadt­ent­wick­lung beitragen.“

Für die Umset­zung des Stadt­ent­wick­lungs­kon­zep­tes hat­te sich die Stadt Bam­berg für die Lan­des­gar­ten­schau 2012 bewor­ben. So war es mög­lich, einen neu­en Stadt­park als zen­tra­le Kern­maß­nah­me umzu­set­zen. Dank der Auf­nah­me in das Städ­te­bau­för­der­pro­gramm „Stadt­um­bau West“ und der Fest­le­gung des Sanie­rungs­ge­bie­tes „ERBA Süd“ konn­te die Kon­ver­si­on der ehe­ma­li­gen Indus­trie­bra­che erfolg­reich umge­setzt werden.

Bür­ger­meis­ter Wolf­gang Metz­ner nahm in Ver­tre­tung von OB Andre­as Star­ke an der Preis­ver­lei­hung in Mün­chen teil. Für Bau­re­fe­rent Tho­mas Bee­se ist „die ehe­ma­li­ge ERBA-Bra­che das bekann­tes­te Bei­spiel der Reak­ti­vie­rung von brach­ge­fal­le­nen Flä­chen in der Innen­stadt. Die Stadt Bam­berg darf zurecht stolz dar­auf sein, den Ein­woh­ner­zu­wachs von rund 1.000 Men­schen pro Jahr aus­schließ­lich in der Innen­ent­wick­lung zu bewäl­ti­gen. Unser Ziel ist es, Grund­stü­cke inner­halb der Stadt zu akti­vie­ren, um kei­ne neu­en Flä­chen am Stadt­rand zu versiegeln.“