Zwischen Aufbruch, Digitalisierung und neuen Perspektiven für die Branche
Immobilienmesse Franken 2026
Wenn sich im Januar 2026 die Türen der brose ARENA öffnen, steht die Region einmal mehr im Zeichen von Immobilien, Innovation und Inspiration. Die 23. Immobilienmesse Franken bringt am 24. und 25. Januar mehr als 150 Aussteller zusammen – von Bauträgern und Energieberatern bis hin zu Banken, Handwerksbetrieben und SmartHome-Spezialisten.
Seit mehr als zwei Jahrzehnten ist die Immobilienmesse Franken eine feste Institution im fränkischen Veranstaltungskalender und konnte immer wieder zahlreiche Interessenten begeistern.
Gerade in einer Zeit, in der die Immobilienbranche unter veränderten Rahmenbedingungen steht – so beispielsweise steigende Baukosten, höhere Zinsen, Unsicherheit bei Förderungen und dergleichen – bietet die Messe eine wertvolle Plattform für einen konstruktiven Austausch, allgemeine Orientierung innerhalb des Immobiliensektors und selbstverständlich auch konkrete Lösungen für offene Fragestellungen.
Kontinuität und Aufschwung
„Natürlich hat sich in den 2020er Jahren zunächst die Besucherzahl verringert“, erinnert sich Yannick Beulcke, für Marketing zuständig beim Messeteam Bamberg. Die Coronajahre hätten auch hier deutliche Spuren hinterlassen. Doch schon bald nach der Pandemie sei spürbar gewesen, dass das Interesse am Thema Wohnen ungebrochen ist: „Nach Ende der Covid-19-Pandemie konnten wir wieder Jahr für Jahr eine Steigerung der Besucherzahlen verzeichnen.“
Für 2026 blickt das Team optimistisch nach vorn und hofft erneut auf stabile Besucherzahlen: „Wir versuchen im kommenden Jahr wieder die Ursprungszahlen mit über 6000 Besuchern zu erreichen – und sind dahingehend zuversichtlich, dass das gut funktionieren wird“, so Beulcke.
Auch inhaltlich habe sich die Messe stetig weiterentwickelt: „Wir haben eine starke Basis an Stammausstellern, mit denen wir seit vielen Jahren zusammenarbeiten. Gleichzeitig stoßen immer wieder neue, spannende Unternehmen hinzu – das hält die Veranstaltung lebendig.“
Ein klarer Trend zeichnet sich dabei ab: Der Bereich Sanierung gewinnt zunehmend an Bedeutung: „Das merken wir bei unseren Besuchern deutlich“, sagt Beulcke und führt fort: „Dieser Themenkomplex wird immer beliebter – im Einklang mit der allgemeinen Marktentwicklung.“ Denn die Zahl der privaten und öffentlichen Baugenehmigungen gehe zurück. Dies habe mit den gestiegenen Zinsen, der unsicheren wirtschaftlichen Zukunftserwartung und natürlich mit hohen Preisen zu tun.
Digitalisierung trifft auf den Wunsch nach persönlichem Austausch
Die Messe 2026 steht unter dem Motto „Modernisieren, Renovieren, In- & Outdoor-Living, Energie, Service Wohnen, SmartHome, Sicherheit & Einbruchschutz & alternative Wohnformen“. Diese Themen spiegeln die aktuellen Herausforderungen wider, aber bieten im Umkehrschluss auch zahlreiche Chancen für beide Seiten: Nachhaltigkeit, Energieeffizienz, digitale Steuerungssysteme und die Suche nach neuen Wohnkonzepten:
„Natürlich gibt es in diesen Bereichen durch technologische Entwicklungen spannende Neuerungen“, betont Beulcke. „Unsere innovativen Aussteller präsentieren diese auch auf der Messe“, lädt er herzlich alle Interessenten zur zukunftsorientierten Messe ein.
Auch organisatorisch hat sich die Messe modernisiert: mit einem Online-Ticketshop, neuen digitalen Werbekanälen und gezielten Social-Media-Aktivitäten. Trotzdem bleibe der persönliche Kontakt das Herzstück der Veranstaltung: „Das Messeerlebnis selbst lebt vom persönlichen Austausch. Messen sind der Treffpunkt zwischen Anbieter und Nachfrager, der alle Sinne bedient und den es seit Menschengedenken gibt.“
Gerade in einer zunehmend digitalen Welt sei es wichtig, reale Begegnungen zu ermöglichen. „Wir möchten in dieser Zeit bewusst einen Kontrast schaffen“, erklärt Beulcke und sagt weiter: „Bei der eigenen Immobilie spielt Vertrauen eine sehr große Rolle – und Vertrauen entsteht im persönlichen Gespräch. Die 23. Immobilienmesse Franken soll erneut eine Plattform für genau diesen Austausch sein. Zwischenmenschliche Beziehungen werden mehr und mehr digitalisiert.“
Organisation, Erfahrung und Begeisterung
Hinter einer Messe dieser Größenordnung steckt enorme Logistik. Die Koordination von über 150 Ausstellern, die Planung von Flächen, Technik, Werbung und Besucherströmen – all das erfordert Routine und Detailwissen: „Große Veranstaltungen sind mit großen Herausforderungen verbunden. Man muss zahlreiche Dinge unter einen Hut bringen“, so Yannick Beulcke.
Das Messeteam Bamberg sei dabei ein eingespieltes Team: „Wir gehen die Sache sehr routiniert und strukturiert an. Das ist wichtig, damit am Ende alle Teile zusammenpassen.“
Und die Mühe lohnt sich: „Das Schönste ist, wenn am Ende alles funktioniert und man in glückliche Gesichter blickt, denn wenn wir unseren Job gut machen, geht jeder zufrieden nach Hause. Der Besucher hat eine Lösung für sein Anliegen gefunden – und auch für die Aussteller lohnt sich das Ganze. Dieses positive Feedback zu bekommen, macht einfach Freude. Dafür macht man es.“
Regionalität als Stärke
Ein besonderes Merkmal der Immobilienmesse Franken ist ihr starker regionaler Bezug. Sie versteht sich nicht nur als Branchentreff, sondern auch als eine Art „Schaufenster“ der regionalen Wirtschaftskraft. Hier wird Lokalkolorit vermittelt: „Der Großteil unserer Aussteller kommt aus der Region“, erklärt Beulcke und fügt selbstbewusst hinzu: „Franken ist nach wie vor eine wirtschaftsstarke Region – und das gilt auch für die Immobilienbranche.“
Auf der Messe lasse sich diese Vielfalt unmittelbar erleben: innovative Baukonzepte aus der Region, nachhaltige Energieprojekte aus dem Umland sowie kreative Innen- und Außenraumgestaltung aus dem Handwerk. „Wir möchten die kleine Hürde auf wieder über 6000 Besucher nehmen und für die 23. Immobilienmesse Franken begeistern“, betont Beulcke.
Zwischen Marktunsicherheit und Aufbruchstimmung
Die Lage auf dem Immobilienmarkt bleibt trotz guter Ideen und gesundem Optimismus nichtsdestotrotz angespannt: Zinsen und Baukosten bremsen Investitionen, gleichzeitig steigt der Bedarf an Wohnraum. Dennoch will Beulcke Mut machen: „Es sind herausfordernde Zeiten. Aber das heißt nicht, den Kopf in den Sand zu stecken und aufzugeben. Herausforderungen muss man entgegentreten – durch Aktion, nicht Resignation.“
Viele Unternehmen, die auf der Messe vertreten sind, hätten bereits frühere Krisen überstanden: „Diese Firmen sind stark, erfahren und verlässlich – und somit gute Ansprechpartner, wenn es um Neubauten, Sanierungen oder auch den Erwerb von Immobilien geht.“
Auch die Wünsche der Käuferinnen und Käufer hätten sich im Laufe der Zeit zum Teil deutlich gewandelt: „Es ist ganz normal, dass sich mit der Zeit Prioritäten verändern“, erklärt Beulcke. „Gerade die Themen rund um Energieeffizienz sind besonders stark nachgefragt, ebenso wie Sanierungen.“ Immer wichtiger werde zudem der Aspekt der Autarkie – also der Wunsch, unabhängiger zu werden, da die Zukunft auf allen Ebenen für immer mehr immer unberechenbarer werde aufgrund verschiedenster Dinge: „Dazu zählen spannende Lösungen im Energiebereich ebenso wie das Hochbeet im Garten oder Gärtnern auf dem Balkon.“
Innovationen, Förderungen und politische Weichenstellungen
Wer sich auf der Messe umschaut, kann hautnah erleben, wie rasant sich die Branche weiterentwickelt. In dieser Branche ist es bedeutend, immer mit der Zeit zu gehen: „Den neuesten Stand der Technik sieht man bei den Produkten der Aussteller“, erklärt Beulcke. „Ob bei Fenstern mit besseren Dämmwerten, höherwertigen Sicherheitsstandards, innovativen Baustoffen oder Heizsystemen mit gesteigerter Effektivität bei teilweise rückläufigen Preisen – Fortschritt ist überall sichtbar.“
Auch bei der Finanzierung und Förderung bleibt die Messe ein wichtiger Informationspunkt für alle Betroffenen und Interessenten: „In einigen Teilen gibt es Fördermöglichkeiten, in anderen spricht man darüber und hofft auf weitere Programme“, so Beulcke. „Letztendlich werden die Aussteller über den jeweils aktuellen Stand informieren. Niemand ist näher dran als diese.“
Doch auch die politischen Rahmenbedingungen beeinflussen die Dynamik des Marktes, darüber hinaus seien stabile wirtschaftliche Perspektiven entscheidend. „Weitere Förderprogramme, etwa für junge Familien, wären hilfreich. Und ein stabiler Arbeitsmarkt ist wichtig, damit Menschen es sich vorstellen und leisten können, in eine Immobilie zu investieren und aus einer perspektivisch prosperierenden und sicheren Zukunftserwartung heraus Kraft für eine Investition dieser Größenordnung zu schöpfen.“
Die Immobilienmesse Franken 2026 wird einmal mehr zeigen, dass die Branche trotz wirtschaftlicher Unsicherheiten voller Energie und Gestaltungswillen steckt. Zwischen Digitalisierung, Nachhaltigkeit und regionaler Stärke bleibt sie das, was sie immer war: ein Ort, an dem Vertrauen entsteht, Ideen Gestalt annehmen und Zukunftspläne Form gewinnen – und das am allerbesten, wenn man sich gegenübersteht und von Angesicht zu Angesicht kommunizieren kann.
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Treffpunkt für den nächsten Karriereschritt
Erfolgreiche Premiere der Jobmesse Franken 2025 in Bamberg
Am vergangenen Wochenende fand die Premiere der Jobmesse Franken in der brose Arena Bamberg statt. Diese Auftaktveranstaltung war sehr erfolgreich und bescherte den fast 70 Ausstellern über 2.200 motivierte und qualifizierte Besucher aus ganz Franken, wie das veranstaltende Messeteam Bamberg mitteilt.
Am 11. und 12. Oktober öffnete die Jobmesse Franken in der brose Arena Bamberg erstmals ihre Türen. Die Messe richtete sich vor allem an qualifizierte und motivierte Menschen, an Quereinsteiger und alle, die einen neuen Job suchen, sich informieren oder weiterbilden möchten. Somit stellte sie eine Erweiterung des Bamberger Messeangebots dar und unterschied sich von den bereits etablierten Ausbildungs- und Studienmessen in Bamberg.
Bereits in ihrem Premierenjahr etablierte sich die Jobmesse Franken als relevante Veranstaltung für den fränkischen Arbeitsmarkt und zog über 2.200 Besucherinnen und Besucher an.
Idee und Entstehung
Die Idee zur Jobmesse entstand aus einem klaren Bedarf: Sowohl bestehende Aussteller anderer Messen des Messeteam Bamberg als auch zahlreiche Unternehmen aus der Region berichteten über einen Mangel an qualifizierten Mitarbeitenden. Um diesem Mangel aktiv zu begegnen, wurde die Jobmesse Franken ins Leben gerufen. Im Premierenjahr präsentieren sich nun fast 70 Unternehmen und setzen in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten ein starkes Signal für den fränkischen Arbeitsmarkt.
Starke regionale Partnerschaften
Die Begrüßung der geladenen Gäste, Schirmherren und Aussteller übernahm einmal mehr Alina Marx, jüngste Mitarbeiterin im Messeteam Bamberg. In seiner Eröffnungsrede betonte Steffen Marx, Geschäftsführer der MTB Messeteam Bamberg GmbH, die Bedeutung regionaler Zusammenarbeit: „Ich bedanke mich bei der Stadt und dem Landkreis Bamberg für die Unterstützung und enge und gute Zusammenarbeit.“ Die Messe profitierte zusätzlich von der Unterstützung zahlreicher Medien und auch aus Politik und Verwaltung kam Rückenwind. Schirmherr Landrat Johann Kalb lobte die „nahtlose Zusammenarbeit“ und betonte: „Wie immer, wenn das Messeteam etwas anpackt, ist es ein Erfolg.“ Auch Schirmherr Jonas Glüsenkamp, zweiter Bürgermeister und Personalreferent der Stadt Bamberg, ergänzte: „Schon vom Parkplatz aus, war die volle Messehalle zu sehen. Die Messe tut der Region gut und bietet den Unternehmen der Region sowie der Stadt Bamberg eine Riesenchance.“ Außerdem hob er die Vielfalt der Aussteller und die Bedeutung der Veranstaltung für die Messestadt Bamberg hervor. „Bereits nach wenigen Stunden waren die Hallen gut gefüllt und es entstanden viele intensive und produktive Gespräche.“
Zufriedene Aussteller
Aussteller und Besucher zeigten sich durchweg begeistert: Unternehmen freuten sich über die Möglichkeit, qualifizierte Kandidaten direkt kennenzulernen und betonten, dass sich die Besucher besonders engagiert zeigten. Die Besucher vor Ort schätzten die Gelegenheit, mehrere Arbeitgeber an einem Ort zu treffen und direkt in Kontakt mit Personalverantwortlichen zu treten. Isabell Brendel aus dem Personalmanagement der Fränkischen Rohrwerke betonte, dass sie bereits „einige spezialisierte Fachkräfte kennenlernen konnte“. Zudem hätten sich „mehrere Facharbeiter für eine Bewerbung interessiert“. Robin Volk von Volk Coaching zeigte sich besonders von der Organisation und Durchführung überzeugt: „Das Team hat sich um jedes Problem sofort gekümmert.“ Außerdem hob er die Bedeutung des Vortragsprogramms hervor: „Die Vorträge waren definitiv eine gute Ergänzung zur Messe. Danach konnten wir mit einigen Interessierten am Stand tolle und intensive Gespräche führen.“
Auch Florian Probst von Bamberg Service zog ein positives Fazit: „In Summe gab es viele interessante Gespräche, und wir freuen uns darauf, unser Bewerberportal in den nächsten Tagen genau zu beobachten.“
Cicero Mensah von der Lupp Facility Management GmbH ergänzte: „Das Networking hier auf der Messe mit den anderen Ausstellern gefällt mir sehr gut.“ Zudem freute er sich über die „vielfältigen und qualitativ hochwertigen Gespräche“. Arnd Schleuter, operativer Standortleiter von Simon Hegele, resümierte nach drei Stunden: „Wenn die Messe jetzt beendet wäre, hätte es sich bereits gelohnt.“ Weiter führte er aus: „Wir konnten in kurzer Zeit viele wirkliche Interessenten treffen und zu allen Bereichen Gespräche mit hoher Qualität führen. Außerdem haben wir in nur drei Stunden Bewerber für komplexe Stellen gesprochen, für die wir sonst vermutlich drei Monate gebraucht hätten.“
Vorträge
Ein Highlight der Messe war das vielseitige Vortragsprogramm im MGO-Vortragsforum. Neben spannenden Einblicken in verschiedene Berufsbilder standen Themen wie Karriereplanung, Weiterbildung und die Zukunft des Arbeitsmarkts im Mittelpunkt. Zahlreiche Besucher nutzten die Gelegenheit, sich gezielt zu informieren und wertvolle Impulse für ihre berufliche Entwicklung mitzunehmen.
Das Messeteam Bamberg blickt gespannt in die Zukunft. Steffen Marx merkte abschließend an: „Wir haben das Ziel, die Messe weiter auszubauen und noch mehr Kontakte zwischen engagierten Arbeitssuchenden und der lokalen Wirtschaft zu ermöglichen.“ 2026 soll die Messe dann im September stattfinden. Bilder, Videos und weitere Informationen gibt es auf der Website www.jobmesse-franken.de
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Treffpunkt für den nächsten Karriereschritt
Jobmesse Franken
Aktuell laufen die Vorbereitungen für die neue Jobmesse Franken, die Unternehmen aus der Region helfen soll, qualifizierte Mitarbeiter zu finden. Steffen Marx, Geschäftsführer des veranstaltenden Messeteams Bamberg, stand uns Rede und Antwort.
Die Jobmesse Franken am 11. und 12. Oktober wird von der MTB Messeteam Bamberg GmbH organisiert, die seit mehr als 20 Jahren erfolgreich Messen wie die Immobilienmesse Franken und die Gesundheitsmesse Franken aktiv und vital ausrichtet. Sie findet in der brose Arena Bamberg statt, in der Steffen Marx, Wolfgang Heyder und ihr Team vor rund zwei Jahrzehnten erstmals die Immobilienmesse Franken auf die Beine stellten. „Im Rückblick ist die Zeit schnell vergangen“, denkt Steffen Marx an die Anfänge zurück. „Bei der Immobilienmesse war das 10jährige Bestehen – aktuell haben wir bereits die 23. Messe – etwas Besonderes. Wir haben damals zusätzlich ein 1.000 Quadratmeter großes Zelt im Außenbereich aufgebaut und weitere Aussteller gehabt, inklusive vorausschauend dem Thema E‑Mobilität. Nun steht bei der Gesundheitsmesse das 20. Jubiläum an. Und mit der Jobmesse startet ein weiteres Projekt.“
Bei dieser kooperiert das Messeteam mit starken Partnern aus dem Medienbereich und großen Netzwerken aus dem Wirtschaftsbereich, von denen es tolle Unterstützung gab, ebenso wie von Stadt und Landkreis Bamberg, wie Steffen Marx betont. Zweiter Bürgermeister Jonas Glüsenkamp, zugleich Personalreferent der Stadt Bamberg, und Landrat Johann Kalb fungieren auch als Schirmherren. Das Ziel ist es, mit dieser Messe regionale fränkische Firmen im Kampf gegen den Fachkräftemangel zu unterstützen und Einwohnern zu helfen, den passenden Arbeitsplatz zu finden oder auch sich über Weiterbildung zu informieren. Die Jobmesse Franken findet am Samstag und Sonntag jeweils ganztägig von 10 bis 18 Uhr statt – ein Konzept, das sich bei den beiden anderen Messen des Messeteams etabliert hat.
Die Jobmesse Franken bietet auch neben den Gesprächen an den Messeständen wertvolle Networking-Möglichkeiten. Sowohl Bewerber als auch Unternehmen können in entspannter Atmosphäre Kontakte knüpfen, Partnerschaften aufbauen oder branchenspezifische Trends und Entwicklungen diskutieren. „Für Unternehmen ist dies eine hervorragende Gelegenheit, nicht nur passende Mitarbeiter zu finden, sondern auch ihre Arbeitgebermarke zu stärken und sich als attraktiver Arbeitgeber zu präsentieren“, so Marx.
Qualifizierte, motivierte und verfügbare Arbeitssuchende, Wechselwillige, Quereinsteiger, Fach- und Führungskräfte in Voll- und Teilzeit sowie an Weiterbildung interessierte Menschen aus ganz Franken können als Besucher der Messe entsprechende Kontakte knüpfen. Wie Marx betont, werde das übliche Bewerbungsverfahren umgekehrt. Anstelle erst eine Bewerbung zu schreiben, entstehe hier zunächst der persönliche Kontakt, was in ungezwungener Atmosphäre direkt ein Gefühl in fachlicher Hinsicht auf beiden Seiten vermitteln kann, aber auch dahingehend, ob die Chemie stimmt. Für die Besucher rät er im Vorfeld sich zu informieren, welche Firmen und Institutionen vor Ort sind, mit denen man ins Gespräch kommen möchte, um so die fachliche Richtung schon für sich auszuloten.
Anstelle erst eine Bewerbung zu schreiben, entstehe hier zunächst der persönliche Kontakt, was in ungezwungener Atmosphäre direkt ein Gefühl in fachlicher Hinsicht auf beiden Seiten vermitteln kann, aber auch dahingehend, ob die Chemie stimmt. Für die Besucher rät er im Vorfeld sich zu informieren, welche Firmen und Institutionen vor Ort sind, mit denen man ins Gespräch kommen möchte, um so die fachliche Richtung schon für sich auszuloten.
Hohe Branchenvielfalt und Fachvorträge
Denn die Jobmesse Franken kann bereits bei ihrer Premiere eine hohe Branchenvielfalt aufweisen. An der Messe beteiligen sich beispielsweise Unternehmen aus den Bereichen Bau, Handwerk, Gesundheit, Handel und Dienstleistung sowie dem öffentlichen Dienst. Auch Bildungsträger, Weiterbildungsinstitute und Dachverbände werden vor Ort sein, die den Dialog zu neuen Bewerbern und unterschiedlichsten Mitarbeitertypen suchen. „Damit gibt es für fast jeden Besucher einen potenziell passenden Arbeitgeber, und es entstehen zahlreiche Chancen für Quereinsteiger“, erklärt Marx.
Auch Inklusion, ein Thema das immer wichtiger wird, ist auf der Messe gut präsent. Das Thema spielt nicht nur bei Neueinstellungen eine Rolle. Denn einen Großteil der Behinderungen machen erworbene Behinderungen aus, demzufolge können auch bestehende Arbeitsverhältnisse im Laufe der Jahre davon betroffen sein. Und da ist es hilfreich, wenn die Unternehmen in Sachen Inklusion bereits vorbereitet sind. Bei der Jobmesse Franken werden, wie Marx betont, mehrere Aussteller die Chance, die die Integration von Menschen mit Behinderung bietet, aufzeigen.
Im Vortragsforum sorgen darüber hinaus kompetente Referenten für ein abwechslungsreiches und informatives Vortragsprogramm. An beiden Messetagen finden zahlreiche Fachvorträge zu verschiedenen beruflichen Möglichkeiten, Fort- und Weiterbildung, Wegen in die Selbstständigkeit sowie Unternehmensvorstellungen statt.
Trotz der großen Branchenvielfalt liegt der Fokus der Messe klar auf fränkischen Unternehmen, betont Marx. Damit sollen die lokale Wirtschaft gestärkt und talentierte, qualifizierte Mitarbeiter aus der Region mit spannenden Arbeitgebern zusammengebracht werden. „Dies trägt aktiv dazu bei, dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken.“ Da die räumliche Nähe zum Arbeitgeber für viele Bewerber ein wichtiger Faktor bei der Berufswahl ist, erhöhen sich die Chancen auf erfolgreiche Gespräche. Dies steigert den Mehrwert der Veranstaltung für alle Beteiligten.
„Vor etwa anderthalb Jahren haben wir konzeptionell begonnen, vor etwa einem Jahr dann mit der Ausstellersuche und Ansprache. Und nun planen wir die Durchführung der ersten Messe“, ist Marx selbst gespannt und voller Vorfreude. Rund 2.000 Firmen wurden angesprochen, ein qualitativ hochwertiger Mix an Ausstellern ist daraus entstanden, von Behörden bis zum Hidden Champion aus der Region. Für die Folgejahre ergibt sich aus Steffen Marx´ Erfahrung nach erstmaliger Durchführung ein Potenzial, die Messe auch in Sachen Aussteller-Anzahl deutlich auszubauen. Die brose Arena biete auch im Vergleich zu den zunächst belegten noch deutlich mehr Flächen, wie die Immobilienmesse und die Gesundheitsmesse zeigten. Marx denkt beim Vergleich auch an Highlights zurück, wie an das 10jährige Immobilienmesse-Jubiläum „mit großem Zelt im Außenbereich zusätzlich und ein Aussteller hat tatsächlich außen ein Holzhaus aufgebaut. Auch die Erweiterung der brose Arena war spannend und hat intensiv in unsere Messen eingegriffen.“
Auch für Wissbegierige und an Selbstständigkeit Interessierte dürfte die Messe ein interessanter Termin werden. Neben zahlreichen Unternehmen sind auch Bildungsträger und Weiterbildungsinstitute auf der Messe vertreten. „Wenn Menschen kommen, die qualifiziert und motiviert sind, ernsthaft einen Job suchen, weil sie sich verändern möchten oder weil sie den nächsten Karriereschritt planen, umziehen oder nicht mehr pendeln möchten, dann sind das die Wunschbesucher“, sagt Steffen Marx. „Aber auch alle die sich für Weiterbildung interessieren sind herzlich willkommen und finden viele gute Infos.“
Der direkte Ansprechpartner direkt vor Ort
Die Jobmesse Franken kann so als Messe zu einem neuen, zentralen Treffpunkt für Unternehmen, Politik und Fachkräfte in der Region werden, die Arbeitgebern eine starke Plattform zur Gewinnung von Arbeitskräften bieten und Besucherinnen und Besuchern vielfältige Karrierechancen eröffnen kann. Für die Besucher ist die Jobmesse eine Chance, die Filter der Bewerberauswahl zu umgehen, betont Marx. „Das persönliche Gespräch zum Job wird in Zeiten der Digitalisierung immer seltener. Durch den Austausch an den Messeständen können jedoch direkt Termine für weiterführende Gespräche vereinbart werden. So müssen Interessierte weniger Geduld aufbringen als bei langwierigen Online-Bewerbungen.“
Außerdem lernten Interessierte den direkten Ansprechpartner im Bewerbungsprozess kennen, der sofort auf deren Fragen eingehen und sie auf persönlicher Ebene kennenlernen könne. „Und das Ganze in diesem Fall bei einer Vielzahl an Unternehmen, statt Wochen mit der Durchsicht von Stellenanzeigen zu verbringen und auf Antworten zu warten.“
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19. Gesundheitsmesse Franken Aktiv & Vital
Psychische Gesundheit, Wege zur Selbstversorgung und Prävention sind Schwerpunkte, mit denen die 19. Gesundheitsmesse Franken Aktiv & Vital aufwartet. Am 29. und 30. März kann das Publikum in der Brose Arena mit zahlreichen Ausstellern ins Gespräch kommen und sich viele Fachvorträge rund um Gesundheit anhören.
Gesund, fit, und vital sein – wer möchte das nicht. Die Gesundheitsmesse Franken Aktiv & Vital zeigt verschiedene Möglichkeiten auf, dies zu erreichen. Schon seit der ersten Durchführung vor fast zwanzig Jahren baut das Messeteam an die aktuellen gesellschaftlichen Bedürfnisse angepasst wechselnde Fokusthemen ein, die eine zusätzliche, speziell interessierte Klientel ansprechen und durch wechselnde Schwerpunkte einen weiteren Besucheranreiz liefern.
„Der Termin Ende März macht Stimmung und gute Laune, fit ins Frühjahr und in den Sommer durchzustarten“, sagt der Geschäftsführer des veranstaltenden Messeteams Bamberg, Steffen Marx, im Hinblick auf die diesjährige Veranstaltung am letzten März-Wochenende.
Die Gesundheitsmesse Franken Aktiv & Vital hat sich im Laufe der Jahre zu einer der wichtigsten bayerischen Informationsplattformen dieser Art entwickelt und ist für viele Gesundheitsinteressierte, für Familien sowie Freizeit- und Reiseliebhaber zu einer Pflichtveranstaltung geworden.
Gesundheitsthemen des gesamten Lebens werden erörtert, in diesem Jahr werden auch die Schwerpunkte Outdoor, Familie und Freizeit bespielt. Erwartet werden etwa 100 Aussteller, die ein etabliertes Fachforum und wichtige Informationen in allen Bereichen rund um das höchste Gut des Lebens anbieten.
Mit an Bord als Aussteller sind auch wieder die Sozialstiftung Bamberg und die Landkreiskliniken Juraklinik und Steigerwaldklinik sowie das Uniklinikum Erlangen.
Alle diese großen Gesundheitsanbieter werden neben ihrer medizinischen Expertise in Form interessanter Messeauftritte auch aktuellste medizinische Fachvorträge einbringen, ebenso viele weitere der Aussteller aus dem gesamten Spektrum. Zu psychischer Gesundheit, Ernährung, Freizeitgestaltung oder innovativen Heilungsansätzen finden zahlreiche Fachvorträge statt und tragen so zum Informationsangebot auf der Messe bei.
Spektrum von Vorsorge bis Erholung
Die Vielfalt an Ausstellern reicht in diesem Jahr von Angeboten der Vorsorge bis zu denen der Erholung. Psychische Gesundheit, Prävention und Selbstversorgung betont die Messe in diesem Jahr als Schwerpunkte. Anbieter von gesunder Ernährung, Sport und Freizeitgestaltung finden sich an den Ständen, zum Teil gehen auch verschiedene Themen ineinander über.
So ist gesunde und gute Ernährung ein Faktor für ein gutes Immunsystem, welches wiederum der Resilienz dient und somit auch dem Vorbeugen psychischer Erkrankungen. Für die es in der jüngeren Vergangenheit zunehmend äußere Einflussfaktoren gab. „Bereits seit Jahren nimmt die Anzahl psychischer Erkrankungen immer weiter zu. Krisenzeiten, Krieg sowie Sorgen vor Inflation und Armut befeuern diese Erkrankungen immer weiter“, betont Steffen Marx zur Aufnahme als Schwerpunktthema. Hier gelte es, auf der Gesundheitsmesse Franken Aktiv & Vital nicht nur Aufmerksamkeit zu schaffen, sondern auch den Weg zu Hilfe aufzuzeigen sowie Alltagsstrategien zur Erkennung dieser Erkrankungen bei sich selbst und Mitmenschen zu vermitteln.
Bereits im vergangenen Jahr wurde auf der Messe die Wichtigkeit von Prävention betont. Nicht zu erkranken, bleibt die beste Möglichkeit, um gesund zu sein. Durch Themen wie Vorsorgenuntersuchungen, Ernährung und Sport werden die Aussteller auch in diesem Jahr Präventionsmaßnahmen aufzeigen und Strategien vermitteln, langfristig und dauerhaft Krankheiten zu vermeiden.
Dem elementaren Bestandteil des gesunden Essens widmet sich die Messe und greift das Sonderthema des Vorjahrs „Wege zur Selbstversorgung“ wieder auf. „Frei nach dem Motto „Du bist, was du isst“ werden unsere Aussteller aufzeigen, wie in der heutigen Zeit auch mit kleinem Mitteln eigene Lebensmittel angebaut werden können“, so Steffen Marx. „Das spart nicht nur Geld, auch können Sie so selbst kontrollieren, wie Ihre Lebensmittel bearbeitet werden und Verantwortung für Ihre Ernährung übernehmen.“
Die schönste Zeit ist die, die wir mit unseren Liebsten verbringen. Deswegen werden auch verschiedenste Freizeitangebote für die gesamte Familie auf der Franken Aktiv & Vital geboten sein. Wohin soll der lang ersehnte Urlaub gehen? Was machen wir nächstes Wochenende? Welche tollen Familienangebote gibt es in der Umgebung? Auf all diese Fragen und noch viele mehr werden die Aussteller spannende Antworten geben. Auch die neuesten Trends und Entwicklungen aus der Welt des Sports haben Ihren Platz auf unserer Messe.
Ein Ausflug in die Natur tut Körper und Geist gut. Den Stress der Stadt hinter sich zu lassen und in der freien Natur zu entspannen funktioniert allerdings nur mit dem richtigen Equipment. Ob Zelte, Wanderschuhe oder Raketenöfen. Auch aus diesem Bereich werden Aussteller vor Ort sein und Neuerungen für den nächsten Trip in die Natur zeigen.
Beim Thema der Selbstversorgung wie auch bei der Naherholung wird nebenbei durch kürzere Lieferwege beziehungsweise kürzere Urlaubsreisen auch noch dem Thema Energiesparen Rechnung getragen.
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Immobilien bauen, kaufen oder sanieren
22. Immobilienmesse Franken
Am morgigen Samstag, dem 25., und am Sonntag, dem 26. Januar, findet zum 22. Mal die Immobilienmesse Franken statt. Wie immer kann man sich über die Immobilienbranche informieren oder sich zu Kauf- und Sanierungsentscheidungen beraten lassen.
Auf der Immobilienmesse Franken (IMF) präsentieren die Immobilien‑, Bau‑, Sanierungs- und Modernisierungsbranchen jedes Jahr ihre Produkte und Dienste. Die Messe richtet sich entsprechend an all diejenigen, die Immobilien bauen, kaufen oder auf den neusten baulichen Stand bringen wollen.
Neben Fachleuten zur Renovierung, Sanierung und Modernisierung stehen dem Publikum auch Architektur- und Maklerbüros, Bauträger, Fertighaushersteller oder Baufinanzierer mit ihren Angeboten und Dienstleistungen zur Verfügung. Darüber hinaus kann man sich in Vorträgen zu Sonderthemen wie Energieausstattung, Einbruchsschutz oder alternative Wohnformen informieren.
Die Zeiten, um Wohnraum zu bauen oder zu kaufen, könnten in der wirtschaftlich derzeit angespannten Lage allerdings besser sein. Wir haben mit Steffen Marx, Geschäftsführer des Messeteams Bamberg, das die IMF ausrichtet, über die Veranstaltung und den Zustand der Branche gesprochen.
Herr Marx, wie geht es der Immobilienbranche?
Steffen Marx: Sehr gemischt. Es gibt Bereiche, die ganz gut funktionieren, und es gibt Bereiche, die sehr stark gebremst sind oder sich gar im Stillstand befinden. Beispiele wären Teile des Energiebereichs. Die Leute sind etwas verunsichert, welches Heizsystem sie sich einbauen sollen. Auch der Neubausektor ist im Moment verhalten. Und hinten dran hängen ja immer auch Fertighaushersteller, Bauträger und Baustoffhandel – die sind zurzeit ebenfalls alle etwas gebremst. Besser läuft es hingegen bei bestimmten Gewerken wie Solar- oder Photovoltaik-Herstellern oder Modernisierungs- oder Sanierungsanbietern. Auch der Immobilienmarkt erlebt derzeit leichte Verbesserungen. Dort hofft man, dass sich die Zinsentwicklung verbessert.
Wie stellt sich die Förderlage durch Banken aktuell dar?
Steffen Marx: Hier gibt es bis zu 70 Prozent weniger Baufinanzierungen und entsprechend weniger Bauanträge. Die Banken machen also schärfere Vorgaben. Und was man auch immer wieder hört, ist, dass sich die Bearbeitungszeiten bei Finanzierungsanfragen verlängert haben. Zusätzlich wird im Moment stärker gefordert, einen Eigenkapitalanteil bei Bauprojekten einzubringen. Das macht das Bauen nicht leichter, weil die Preise insgesamt noch weit oben sind.
Ist es eine gute oder riskante Zeit, um zu bauen oder zu kaufen?
Steffen Marx: Um zu bauen oder zu kaufen muss man derzeit mehr Eigenkapital investieren. Das muss man wollen und können. Alternativ kann man versuchen, Anbieter zu finden, die kleinere Preise verlangen. Es gibt Bauträger, die die gängige Größe eines Hauses von 140 Quadratmetern auf 100 Quadratmeter reduziert haben. So kann man seitens der Kundschaft automatisch mit einem kleineren Grundstück und weniger Geld zurechtkommen. Die Anbieter versuchen also durchaus, sich an die aktuelle Situation anzupassen. Es muss bezahlbar sein und man muss es sich zutrauen. Als Beispiel: Wenn jemand für ein 140-Quadratmeter-Haus keine 500.000 Euro zahlen kann, geht es vielleicht mit 350.000 für 100 Quadratmeter.
Wie hat sich seit letztem Jahr der Personalmangel entwickelt?
Steffen Marx: Ich höre immer noch von vielen Firmen, dass sie Mitarbeiter suchen. Von allem im Handwerk scheint Personalmangel zu herrschen.
Wie ist trotz alledem die Kundschaft drauf? Abwartend oder kauf- und bauwillig?
Steffen Marx: Die Leute wollen – die Immobilie ist des Deutschen liebstes Kind. Sie ist eine Kapitalanlage, sie ist der Ort, wo man gerne sein möchte. Aber man muss es sich zurzeit leisten können.
Müsste es gesetzliche Änderungen geben?
Steffen Marx: Ja, man könnte vor allem im Energiebereich Anreize und Sicherheit schaffen und ich glaube, woran es im Moment vielen Leuten mangelt, ist eine klar einzuschätzende Perspektive. Einmal heißt es, man solle dieses Heizsystem einbauen, dann heißt es, man solle jenes einbauen. Dann wird das gefördert, dann nicht mehr. Es fehlt eine klare Aussage.
Sie sprechen von der Wärmepumpe. Wie schlägt sich die Verunsicherung, die monatelange Kampagnen der Unionsparteien und der fossilen Lobby gegen die Wärmepumpe erzeugt haben, bei den Herstellern dieser Systeme nieder?
Steffen Marx: Vor einiger Zeit gab es einen Run auf Wärmepumpen. Dann wurde die Nachfrage wegen der öffentlichen Darstellung der Pumpe ruhiger. Wie es im Moment aussieht, kann ich nicht genau sagen, aber ich habe schon von vielen Herstellern gehört, dass sie hohe Lagerbestände haben und nur wenig Käufer für ihre Produkte finden.
Wie groß ist die Bereitschaft der Aussteller, sich auf der Messe zu präsentieren, sprich mangelndes Personal abzustellen?
Steffen Marx: Wir haben Stand Anfang November eine schon sehr gut ausgelastete Messe vorbereitet und von den etwa 150 zur Verfügung stehenden Ausstellerplätzen sind nur noch etwa zehn nicht belegt. Natürlich gibt es ein paar Firmen, die dieses Jahr nicht kommen, es gab ein paar Insolvenzen und sozusagen Bereinigungen auf dem Markt, aber dafür präsentieren andere. Die Firmen wollen auf die Messe, weil sie wissen, dass sie dort Geschäfte machen können. Denn wenn die 4000 oder 5000 Besucher kommen, mit denen wir rechnen, sind das meistens Leute, die irgendwelche Planungen zum Bau oder zum Modernisieren haben. Wer sich seitens der Firmen da nicht auf der Messe präsentiert, wird bei diesen Besuchern weniger berücksichtigt.
Sowohl im Ausstellungs- als auch im Vortragsbereich haben Sie den Themenschwerpunkt „Energie“ gewählt. Warum?
Steffen Marx: Ja, da sind wir ganz stark und haben Hersteller von Energiesparhäusern, Solartechnik, Photovoltaik oder Wärmepumpen. Auch bei der Entwicklung aktueller Fenster- oder Baumaterialtechnik passiert einiges. Da kann man zum Beispiel den Wärmeverlust verkleinern. All das sind aber auch Themen des Zeitgeistes. Wir haben in vielen Bereichen hohe Energiekosten und es wird prognostiziert, dass diese auch in Zukunft eine wesentliche Rolle spielen und noch weiter steigen werden. Dementsprechend schauen die Unternehmen, die in der Modernisierung tätig sind, derzeit sehr genau, welche energetischen Veränderungen sie bei zum Beispiel einem Modernisierungsprojekt für am sinnvollsten halten. Und die wenigen, die im Moment bauen, schauen auch, dass sie eine Technologie verwenden, die für die Zukunft hält, was sie in Sachen Energiegewinnung verspricht und dass sie günstiger ist als andere Technologien. Nicht umsonst werden die Energiekosten derzeit als zweite Miete bezeichnet.
Ein weiteres Sonderthema ist „Inneneinrichtung und Garten“. Ist das auch der Verhaltenheit im Neubau geschuldet?
Steffen Marx: Sanierung, also innen und außen, ist das, was zurzeit gut geht. Firmen, die das anbieten, kommen gut zurecht. Entsprechend sind nicht nur Firmen aus dem Sanierungsbereich auf der Messe anwesend, sondern auch aus dem Garten- und Landschaftsbau und dem Inneneinrichtungsbereich. Auch stellen Möbelschreiner aus, die Einrichtungsgegenstände produzieren oder Carports.
Was verbirgt sich hinter dem Thema „alternative Wohnformen“?
Steffen Marx: Auch das ist ein Trend des Zeitgeistes – dieser hängt mit dem demografischen Wandel zusammen. Dabei geht es um sogenanntes Service-Wohnen für Senioren oder Pflegebedürftige. Man kauft oder mietet eine Wohnung und kann dann auf inbegriffene Dienstleistungen zugreifen. In Breitengüßbach wurden jüngst solche Objekte gebaut. Und je nachdem, was man an Service möchte oder je nach Pflegegrad braucht, kann man zum Beispiel einen Einkaufsdienst oder Haushaltsunterstützung dazu buchen. Zum Thema der alternativen Wohnformen gehören auch Anbieter, die barrierefrei und behindertengerecht bauen. Das sind Eigenschaften, die außerdem über den zukünftigen Wert von Immobilien entscheiden. Wenn man eine Wohnung im elften Stock hat, ohne Aufzug, wird man diese auf Dauer nicht mehr so gewinnbringend vermieten können wie eine barrierefreie Wohnung. Die Kunden fordern solche Ausstattung mittlerweile entsprechend immer öfter.
Stellen Sie sich bei der Messe also eher auf ein gesetzteres Publikum ein?
Steffen Marx: Nein, wir werden auch dieses Jahr ein gemischtes Publikum haben. Zumal ältere Kundschaft oft ja schon ausgestattet ist mit Immobilien. Junge Familien sind die, die auf der Suche sind.
Welche Neuigkeiten wird es auf der Messe geben?
Steffen Marx: Im Außenbereich haben wir ein Schwimmbad stehen von einem Pool-Hersteller, auch wenn man im Januar natürlich nicht schwimmen kann. Auch wird neu sein: Wir zeigen sogenannte Ecoflows. Das sind mobile Energiestationen oder Solargenaratoren, die aus dem Campingbereich stammen. Diese kann man als Balkonkraftwerk benutzen oder um unterwegs mit aufklappbaren Solarmodulen Strom zu erzeugen. Man kann Energie also mit in den Urlaub nehmen. Ansonsten gibt es in vielen Bereichen Neuerungen. So gut wie alle Hersteller arbeiten auf mehr Energieeffizienz hin und es finden permanente Verbesserungen der Produkte statt. Außerdem haben wir zwei Vortragsräume in diesem Jahr, weil wir viel Wissenswertes zu transportieren haben.
Wann ist die Messe ein Erfolg?
Steffen Marx: Die Messe wird dann ein Erfolg, wenn es uns gelingt, die richtigen Leute anzulocken. Damit meine ich nicht nur möglichst viele Besucher, sondern möglichst viele an einem Geschäft interessierte Besucher. Die Seite der Veranstaltung, die wir vom Messeteam beeinflussen können, also die Seite, dass wir viele gute, leistungsfähige Aussteller präsentieren, haben wir, glaube ich, bereits gut zusammengestellt.
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27. bis 28. Januar
21. Immobilienmesse Franken: Umweltverträglich bauen, kaufen und sanieren
Am letzten Januar-Wochenende findet in der Brose Arena zum 21. Mal die Immobilienmesse Franken statt. Mehr als 130 Aussteller zeigen auch diesmal ihre Angebote, Dienstleistungen und Waren rund um die Themen des klimagerechten Neubaus, Kaufs oder der Sanierung von Immobilien – zusätzlich informiert ein Vortragsprogramm. Das Spezialthema ist dieses Jahr „Wege zur Autarkie“.
Ende Januar heißt es zwei Tage lang thematisch „Energie, In- und Outdoor Living, altersgerecht Bauen und Sanieren, Sicherheit und Einbruchschutz“, wenn die 21. Immobilienmesse Franken am 27. und 28. Januar in der Brose Arena vonstattengeht.
Den Schwerpunkt der Angebote der mehr als 130 Aussteller und des Vortragsprogramms bereiten dieses Jahr vor allem Branchen der Umweltverträglichkeit wie Solartechnik oder Photovoltaik, Wärmepumpen und anderer Heizsysteme. Aber auch etliche Hausanbieter, Bauträger und Fertighaushersteller zeigen ihre Angebote. Ein weiteres Spezialthema dieses Jahr heißt „Wege zur Autarkie“.
Steffen Marx ist Geschäftsführer des Bamberger Messeteams, das die Veranstaltung ausrichtet. Wir haben mit ihm über die Immobilienmesse und ihre Themen gesprochen.
Herr Marx, wie geht es der Immobilienbranche in Zeiten von Teuerungen und Preissteigerungen?
Steffen Marx: Wie in fast allen anderen Branchen auch, gibt es viele Firmen, die unter Personalmangel leiden. Wie es der Immobilienbranche aber im Allgemeinen geht, lässt sich nur schwer pauschal sagen – dafür ist sie zu groß. Wenn wir sie aber in grundlegende Teile wie Neubau- und Sanierungssektor einteilen, können wir sagen, dass Sanierungen derzeit stärker gefragt sind. Diejenigen, die schon etwas haben, pflegen oder modernisieren es. Immobilien neu zu bauen, ist hingegen ein wenig schwieriger geworden, weil Banken und Bauträger wegen der aktuellen Teuerungen vorsichtiger sind. Die Zahl der Baugenehmigungen ist entsprechend rückläufig.
Wie passen sich Bauträger an?
Steffen Marx: Ein Teil der Preise im Baubereich ist durchaus niedriger geworden, ein Teil ist aber hoch geblieben. Die Bauträger versuchen, potenzieller Kundschaft vernünftige Preisen zu machen, denn sie wissen, dass die Leute nur dann bauen werden, wenn man ihnen einen solchen, akzeptablen Preis anbietet. Und auch Banken werden nur dann finanzieren, wenn das jeweilige Bauprojekt in sich schlüssig ist. Andererseits lässt sich aber zum Beispiel auch beobachten: Wenn man lange Zeit steigende Immobilienpreise hatte, sich ein solcher Trend dann aber zu ändern beginnt und die Preise anfangen zu sinken, sitzen die Verkäufer oft immer noch der Vorstellung auf, vorherige, höhere Preise verlangen und bekommen zu können. Die potenziellen Käufer sind dann aber nicht mehr bereit, diese Preise zu bezahlen. Dann merken die Verkäufer, dass sie mit ihren Preisen nicht mehr zurechtkommen und ein neuer Markt entsteht, mit einem neuen Marktgleichgewicht. In solch einer Phase, in der sich Angebot und Nachfrage wieder anzugleichen beginnen, befinden wir uns vermutlich derzeit.
Sollte man bei Bedarf zur Zeit also besser Immobilien kaufen, anstatt zu bauen?
Steffen Marx: In einigen Bereichen haben sich die Preise für Immobilien wieder vermindert, nachdem sie zuletzt gestiegen waren. Ob das allerdings schon das Ende der Preisentwicklung ist, kann ich aber nicht sagen. Es hängt auch immer von Immobilien in der Stadt oder auf dem Land ab. In vielen Bereichen herrscht wegen aktueller hoher Zinsen oder neuer Gesetzgebungen aber noch Verunsicherung und man weiß nicht in allen Bereichen genau, was man tun muss, um für die Zukunft das Richtige zu tun. Es passiert zur Zeit ein gewisser Umbruch.
Bietet die Immobilienmesse Vorträge zu Finanzierungsmöglichkeiten und Gesetzgebung?
Steffen Marx: Ja, wir haben Finanzierungsthemen und Vorträge zu den Möglichkeiten, Fördermittel zu beantragen. Zum Beispiel Familien, die bauen wollen, können aktuell Förderungen beantragen.
Wie groß ist die Bereitschaft der Aussteller, sich auf der Messe zu präsentieren, sprich mangelndes Personal abzustellen?
Steffen Marx: Für die kommende Messe sind wir fast schon voll ausgebucht und haben eine sehr gute Auslastung. Messen laufen ohnehin allgemein gut, was man so hört. Aber das Personalthema, beziehungsweise der Personalmangel, spielen, wie gesagt, überall eine Rolle. Aber zum Beispiel Fertighaushersteller oder andere große Firmen, die das Geschäft ja auch brauchen, schaffen es schon, jemanden abzustellen.
Wieviel Publikum erwarten Sie?
Steffen Marx: Ich gehe davon aus, dass wir wieder an die Zahlen von vor der Pandemie anknüpfen können, und nehme an, dass etwa 5.000 plus Leute kommen werden. Während Corona gingen die Zahlen auf 2.500 runter, letztes Mal stiegen sie wieder auf 4.000. Wobei diese Zahlen nicht so wichtig sind wie die Zahlen derer, die sich aktuell zutrauen zu bauen, zu kaufen oder zu modernisieren. Mit denen werden und wollen wir arbeiten.
Ein Sonderthema der diesjährigen Immobilienmesse ist „Energie“. Warum?
Steffen Marx: In diesen Bereichen ist zur Zeit sehr viel Bewegung und sie machen gerade den größten Markt aus – Stichwort Wärmepumpen beziehungsweise Gebäudeenergiegesetz. Auf der Messe hat man die Chance, sich mit den Herstellern direkt über diese Dinge zu unterhalten, um dann Preis- oder Angebotsvergleiche anstellen zu können. Entsprechend haben wir sehr viele Anbieter und Hersteller von Wärmepumpen und Photovoltaik und Solar. Hinzu kommt Energiespeichertechnik.
Ein anderes Schwerpunktthema ist „Klima“.
Steffen Marx: Die Klimathemen gehen zum Beispiel in die Richtung, das eigene Heim klimafest zu machen oder aus Holz zu bauen. Hierzu gehört auch das Wohnklima unter Gesichtspunkten wie Klimatisierung der Wohnluft. Dabei kommt es auf die richtige Dämmung aber auch auf richtige Lüftungsmöglichkeiten an.
Entwickelt sich die Branche freiwillig und aus Einsicht in eine umweltverträglichere Richtung oder wegen Zwang durch politische Vorgaben wie das Gebäudeenergiegesetz?
Steffen Marx: Sowohl als auch. Es gab immer diejenigen, die gesagt haben, in dem Moment, in dem die Technik soweit fortgeschritten ist, dass man sich Solaranlagen aufs Dach bauen und damit auch Energie speichern kann, genau das zu tun. Diese Leute handeln aus Vernunftgründen. Was diese Entwicklung nun aber deutlich beschleunigt, sind tatsächlich die neuen Gesetzesvorgaben wie das GEG. Da beobachten wir zur Zeit einen massiven Run.
Um was geht es beim Thema „In- und Outdoorliving“ genau?
Steffen Marx: Bei Indoorliving geht es um Einrichtung des Wohnbereichs. Wir haben Aussteller zu Küchendesign oder Böden und Möbel. Es geht hier um Geschmack und Wohlfühlen. Outdoorliving bezieht sich mehr auf Landschaftsbau, Gartenpflege, Carports mit Solaranlage auf dem Dach oder Außensauna, Whirlpool und Hochbeete.
Heißt das, Sie bieten Stilberatung für die Einrichtung an?
Steffen Marx: Stilberatung würde ich nicht sagen, da haben alle ja ihre eigenen Vorstellungen. Aber in anderen Bereichen wie Gartenplanung werden wir ein ähnliches Angebot haben.
Zum ersten Mal stellt die Messe auch zum Thema „Wege zur Autarkie“ aus. Ist das ein Angebot für Aussteiger?
Steffen Marx: Nein, nein, das nicht. Aber was wurde uns letztes Jahr politisch und medial nicht alles darüber gesagt, dass es über den Winter keinen Strom gibt und so weiter? Da haben Leute angefangen, sich Möglichkeiten zu suchen, wie man zum Beispiel mit Feuerholz, also Kaminen heizen kann. Früher haben die Leute außerdem noch gewusst, wie man gewisse Dinge anpflanzt. Heute könnte man das auch machen, zum Beispiel mit einem Hochbeet im Garten oder auf dem Balkon. Hier spielt auch das so genannte Balkonkraftwerk – am Geländer angebrachte Solarpanele – eine Rolle. Damit kann man dann etwa seinen Kühlschrank betreiben, unabhängig von anderen Energiequellen. Mobile Speichertechnik von Energie, das kommt aus dem Campingbereich, wird auch immer beliebter. Solche Dinge ermöglichen ein Stück weit Autarkie.
Handelt es sich bei diesem Thema um eine eigene Idee oder haben Sie es wegen starker Nachfrage im Angebot der Messe untergebracht?
Steffen Marx: Das war eine eigene Idee. Ich denke nämlich schon, dass es wichtig ist, den Leuten solche Dinge wieder ein bisschen beizubringen. Es ist kein Problem, auf dem Balkon ein paar Kräuter zu ziehen.
Wann ist die Messe ein Erfolg?
Steffen Marx: Wenn genug Besucherinnen und Besucher kommen, also genug im Sinne von, genug an den Angeboten Interessierte. Und das werden wir auch erreichen. Das kann ich an der Mischung der Aussteller erkennen. Es werden genug Leute kommen und die Aussteller werden ihre Geschäfte machen. Die Mischung des Angebots und der Themen passt einfach. Es ist für alle, die bauen, kaufen oder sanieren möchten, etwas dabei.