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Sternsinger

1,75 Mil­lio­nen Euro kamen bei der Akti­on Drei­kö­nigs­sin­gen 2026 im Erz­bis­tum Bam­berg zusammen

Gro­ßes Dan­ke­schön an Stern­sin­ge­rin­nen und Sternsinger

Zum Jah­res­be­ginn 2026 haben die Stern­sin­ge­rin­nen und Stern­sin­ger im Erz­bis­tum Bam­berg erneut ein her­aus­ra­gen­des Sam­mel­er­geb­nis erzielt. Bis zum Stich­tag am 31. Juli wur­den bei der 68. Akti­on Drei­kö­nigs­sin­gen 1.751.877 Euro erfasst (im Vor­jahr: 1.903.646 Euro), wie der BDKJ-Diö­ze­san­ver­band mitteilt.

Stern­sin­ger­grup­pen aus 348 Pfarr­ge­mein­den, Ver­bän­den, Schu­len, Kin­der­gär­ten und wei­te­ren Ein­rich­tun­gen waren in den ers­ten Janu­ar­ta­gen mit jugend­li­chen und erwach­se­nen Beglei­ten­den in ihren Dör­fern und Städ­ten unterwegs.

„Wir sind froh, dass wei­ter­hin vie­le Men­schen bereit sind, für benach­tei­lig­te und Not lei­den­de Kin­der in aller Welt Geld zu spen­den“, lau­tet das Resü­mee von Andre­as Hop­pe Weick, der als Vor­sit­zen­der im BDKJ-Diö­ze­san­ver­band Bam­berg die Akti­on Drei­kö­nigs­sin­gen mit­trägt. „Ein gro­ßes Dan­ke­schön rich­ten wir an alle Sternsinger*innen: Groß­ar­tig, dass ihr mit eurem Enga­ge­ment ein Zei­chen gegen Kin­der­ar­beit welt­weit gesetzt habt!“ Das Mot­to 2026 lau­te­te: „Schu­le statt Fabrik! Stern­sin­gen gegen Kin­der­ar­beit“. Mit den Spen­den wer­den unter ande­rem Pro­jek­te in Ban­gla­desch finan­ziert, die es Kin­dern ermög­li­chen, die Schu­le zu besuchen.

Bun­des­weit wur­den in die­sem Jahr 47.173.855 Euro gespen­det. Seit dem Start der Akti­on Drei­kö­nigs­sin­gen 1959 kamen ins­ge­samt mehr als 1,475 Mil­li­ar­den Euro zusam­men, mit denen Pro­jek­te für benach­tei­lig­te und Not lei­den­de Kin­der in Afri­ka, Latein­ame­ri­ka, Asi­en, Ozea­ni­en und Ost­eu­ro­pa geför­dert wur­den. Mit den Mit­teln aus der Soli­da­ri­täts­ak­ti­on von Kin­dern für Kin­der wer­den Pro­jek­te in den Berei­chen Bil­dung, Ernäh­rung, Gesund­heit, Kin­der­schutz, Not­hil­fe, pas­to­ra­le Auf­ga­ben und sozia­le Inte­gra­ti­on unter­stützt. Bun­des­wei­te Trä­ger sind das Kin­der­mis­si­ons­werk „Die Stern­sin­ger“ und der Bund der Deut­schen Katho­li­schen Jugend (BDKJ).

Rund um den kom­men­den Jah­res­wech­sel machen sich die Sternsinger*innen bei ihrer 69. Akti­on Drei­kö­nigs­sin­gen wie­der auf den Weg. „Gutes Essen, star­ke Kin­der – Stern­sin­gen für gesun­de Ernäh­rung“ heißt dann das Leit­wort, Bei­spiel­land der Akti­on ist Gua­te­ma­la. Die diö­ze­sa­ne Eröff­nung der Akti­on Drei­kö­nigs­sin­gen fin­det am Mitt­woch, den 30. Dezem­ber 2026, in Bam­berg statt.

Erz­bi­schof Her­wig Gössl sen­det Kin­der und Jugend­li­che aus

Stern­sin­ge­rin­nen und Stern­sin­ger for­dern Kin­der­rech­te ein

Rund 300 Kin­der und Jugend­li­che haben sich am gest­ri­gen Mon­tag, dem 30. Dezem­ber, in der Bam­ber­ger Innen­stadt laut­stark für Kin­der­rech­te ein­ge­setzt. Mit dabei: Kro­nen, Ster­ne und Pro­test-Pla­ka­te mit Auf­schrif­ten wie „Spie­len, sin­gen, lachen. Kin­der ver­die­nen die­se Sachen!“.

Die Kin­der rie­fen gemein­sam: „Eins, zwei, drei, vier: Kin­der­rech­te wol­len wir! Fünf, sechs, sie­ben, acht: Hun­gers­not wird platt­ge­macht. Neun und zehn: Kin­der wol­len Frie­den sehn!“ Schau­lus­ti­ge blie­ben ste­hen, um die Sternsinger*innen zu beob­ach­ten und zu fotografieren.

Der Hin­ter­grund: Das Mot­to der 67. Akti­on Drei­kö­nigs­sin­gen lau­tet „Erhebt Eure Stim­me! Stern­sin­gen für Kin­der­rech­te“. Daher ging es laut zu bei der Eröff­nung der Akti­on, die vom Bund der Deut­schen Katho­li­schen Jugend (BDKJ), dem Refe­rat Welt­kir­che und dem Jugend­amt der Erz­diö­ze­se Bam­berg gestal­tet wurde.

Wenn die Sternsinger*innen Anfang 2025 von Haus zu Haus zie­hen, sam­meln sie Spen­den für ver­schie­de­ne Pro­jek­te, unter ande­rem für Kolum­bi­en und Kenia. In bei­den Län­dern wer­den die Rech­te von Kin­dern ver­letzt, weil sie bei­spiels­wei­se kaum Zugang zu Schu­len haben oder in gro­ßer Armut leben. „Wir wol­len Kin­der dazu ermu­ti­gen, für ihre Rech­te selbst ein­zu­ste­hen“, erläu­tert BDKJ-Diö­ze­san­vor­sit­zen­de Son­ja Bil­ler, die den Aus­sen­dungs­got­tes­dienst mit­or­ga­ni­siert hat. „Und wir wol­len auch die Län­der in die Pflicht neh­men, die Kin­der zu schüt­zen und ihre Rech­te zu wahren.“

Als Sinn­bild für den „Platz für Kin­der­rech­te“ stan­den zwei Stüh­le in der Kir­che St. Mar­tin, die auch für Erwach­se­ne zu groß waren, um dar­auf zu sit­zen. Hel­mut Het­zel, Lei­ten­der Pfar­rer im Seel­sor­ge­be­reich Bam­ber­ger Wes­ten, bat die Sternsinger*innen im Got­tes­dienst, die Stüh­le mit Zet­teln zu bekle­ben. Auf die­sen beant­wor­te­ten sie die Fra­ge: „Was brauchst du zum Leben?“ Sie schrie­ben bei­spiels­wei­se: „Kein Krieg, son­dern Frie­den“, „Bil­dung“, „Fami­lie und Freunde“.

Von St. Mar­tin zogen die Sternsinger*innen über die Obe­re Brü­cke zum Bam­ber­ger Dom. Die Bands „Anna Lumi­na“ und „Sin­nergie. Die Bis­tums­band“ beglei­te­ten die Ver­an­stal­tung musi­ka­lisch. In sei­ner Pre­digt sag­te Erz­bi­schof Her­wig Gössl zu den jun­gen König*innen: „Kin­der wis­sen, dass man das Wich­tigs­te nicht kau­fen kann, son­dern geschenkt bekommt: die Lie­be von ande­ren Men­schen. Ihr seid geliebt und ange­nom­men, ohne etwas dafür zu tun. So liebt Gott uns Men­schen.“ Er dank­te den Sternsinger*innen dafür, dass sie die Lie­be Chris­ti zu den Men­schen brin­gen. Anschlie­ßend seg­ne­te er die Sternsinger*innen, die Krei­de und den Weih­rauch. Er sen­de­te sie ins gan­ze Erz­bis­tum Bam­berg aus.

Den Segen erhiel­ten unter ande­rem die Stern­sin­ge­rin­nen Chris­tia­ne (14), Mile­na (13) und Anna­le­na (15) aus Wind­heim. Sie haben sich schon mehr­mals an der Akti­on Drei­kö­nigs­sin­gen betei­ligt. War­um? „Weil ich glück­lich bin, wenn ich mich für ande­re ein­set­zen kann“, erklärt Anna­le­na. Chris­tia­ne und Mile­na freu­en sich dar­auf, beim Stern­sin­gen Senior*innen zu besu­chen: „Sie sind beson­ders glück­lich, wenn man mit Weih­rauch durch die Woh­nung läuft.“

Ihnen und allen ande­ren Sternsinger*innen wünscht Anja Bau­mer-Löw, Refe­ren­tin für Theo­lo­gie und Spi­ri­tua­li­tät im Jugend­amt der Erz­diö­ze­se, dass sie die­se Freu­de am Stern­sin­gen erle­ben und freund­lich auf­ge­nom­men wer­den, denn: „Die Kin­der und Jugend­li­chen stel­len ihre Zeit zur Ver­fü­gung, um ande­ren Kin­dern und Jugend­li­chen, denen es nicht so gut geht, zu hel­fen. Ich fin­de, die­ses Ehren­amt ver­dient Respekt. Und die­ser Respekt gebie­tet es, höf­lich zu sein.“ Im ver­gan­ge­nen Jahr haben die Sternsinger*innen im Erz­bis­tum Bam­berg rund 1,7 Mil­lio­nen Euro Spen­den für benach­tei­lig­te und Not lei­den­de Kin­der gesammelt.