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Universität Bamberg - Page 2

Uni­ver­si­tät Bamberg

Kin­der-Uni: Vor­le­sun­gen für jun­ge Forschende

War­um essen wir, was wir essen? Wie ver­nünf­tig ist die Fan­ta­sie? Und wie sieht die Schu­le der Zukunft aus? Die­se drei The­men kön­nen Nach­wuchs­wis­sen­schaft­le­rin­nen und ‑wis­sen­schaft­lern im Alter von neun bis 12 Jah­ren an drei Sams­ta­gen im Win­ter­se­mes­ter 2024 /​/​2025 an der Uni­ver­si­tät Bam­berg bei der Kin­der-Uni erforschen.

Seit 2003 prä­sen­tie­ren Wis­sen­schaft­le­rin­nen und Wis­sen­schaft­ler bei der Kin­der-Uni jedes Jahr The­men aus ihren For­schungs­ge­bie­ten in Vor­le­sun­gen, die sie spe­zi­ell für Kin­der hal­ten. Erwach­se­nes Publi­kum ist des­halb bei den Vor­le­sun­gen nicht zugelassen.

In die­sem Win­ter­se­mes­ter beginnt die Kin­der-Uni am 9. Novem­ber mit einer Vor­le­sung von Prof. Dr. Bar­ba­ra Witt­mann, Juni­or­pro­fes­so­rin für Euro­päi­sche Eth­no­lo­gie. Witt­mann beschäf­tigt sich mit der Fra­ge, war­um wir essen, was wir essen und wel­chen Ein­fluss die Kul­tur dar­auf hat. Die Ver­an­stal­tung fin­det von 11 bis 12 Uhr im Hör­saal U7/01.05, An der Uni­ver­si­tät 7 statt.

„Wie wird das Den­ken von Ver­nunft und Fan­ta­sie bestimmt?“, fragt Dr. Jens Wim­mers, Mit­ar­bei­ter am Lehr­stuhl für Phi­lo­so­phie II, in der zwei­ten Vor­le­sung der Kin­der-Uni. Am 16. Novem­ber (11 Uhr, Hör­saal U5/00.24, An der Uni­ver­si­tät 5) kön­nen sich jun­ge For­sche­rin­nen und For­scher mit der Fra­ge­stel­lung beschäf­ti­gen, wie ver­nünf­tig die Fan­ta­sie ist. Die Ver­nunft sagt dem Men­schen, was rich­tig und wahr ist. Die Fan­ta­sie stellt sich vor, wie schön es wäre, wenn die Wirk­lich­keit anders ist. Viel­leicht sind Fan­ta­sie und Ver­nunft aber gar kei­ne Gegen­sät­ze, viel­leicht kön­nen sie sich sogar gegen­sei­tig hel­fen. Die­ser Ver­mu­tung geht die­se Vor­le­sung eben­falls nach.

Die drit­te Vor­le­sung fin­det am 23. Novem­ber statt (11 Uhr, Hör­saal U7/01.05, An der Uni­ver­si­tät 7) statt. Prof. Dr. Miri­am Hess, Inha­be­rin des Lehr­stuhls für Grund­schul­päd­ago­gik und Grund­schul­di­dak­tik, und Sarah Dah­nen vom Büro für Inno­va­ti­on und Grün­dung möch­ten mit den Nach­wuchs­for­schen­den die Lern­welt von mor­gen und die Schu­le der Zukunft gestal­ten. Wie könn­te die Schu­le im Jahr 2050 aus­se­hen? Wel­che Rol­le spie­len dabei die Schü­le­rin­nen und Schü­ler? Gemein­sam wer­den eige­ne Ideen ent­wi­ckelt, wie eine Schu­le aus­se­hen könn­te, in der man ger­ne lernt und sich wohl­fühlt. Die Ideen für die Schu­le der Zukunft aus der Mit­mach-Vor­le­sung kön­nen die Kin­der mit nach Hau­se neh­men und sie anschlie­ßend im eige­nen Schul­all­tag weiterdenken.

Uni­ver­si­tät Bamberg

US-Wahl aus Sicht der Wissenschaft

Am 5. Novem­ber fin­det die Prä­si­dent­schafts­wahl in den USA statt. For­schen­de der Uni­ver­si­tät Bam­berg haben Ein­schät­zun­gen rund um die US-Wahl zwi­schen Kama­la Har­ris und Donald Trump gege­ben. Dabei geht es um Migra­ti­on, Kom­mu­ni­ka­ti­on, Her­kunft und Tay­lor Swift.

Der Wahl­kampf zur Prä­si­dent­schafts­wahl am 5. Novem­ber ist bereits in vol­lem Gan­ge. Spä­tes­tens seit dem Rück­zug Joe Bidens im Juli und der Ankün­di­gung der Prä­si­dent­schafts­kan­di­da­tur von Kama­la Har­ris ver­folgt die gan­ze Welt den Wahl­kampf, so die Uni­ver­si­tät Bam­berg in einer Mit­tei­lung. Exper­tin­nen und Exper­ten aus unter­schied­li­chen Fach­be­rei­chen der Hoch­schu­le haben nun Ein­schät­zun­gen zu eini­gen The­men rund um die US-Wahl gegeben.

Migra­ti­on und kul­tu­rell-poli­ti­sche Landschaft

Über die Ansät­ze zur Migra­ti­ons­po­li­tik von Har­ris und Trump im Wahl­kampf sagt Dr. Geor­gi­a­na Bani­ta, Pro­fes­sur für Ame­ri­ka­nis­tik: „Donald Trump will hart gegen die undo­ku­men­tier­te Migra­ti­on vor­ge­hen. Grenz­schlie­ßun­gen sol­len die ver­meint­li­che Bedro­hung durch kri­mi­nel­le Migran­tin­nen und Migran­ten in den Griff bekom­men. Doch auch Joe Biden hat kei­nen grund­le­gend ande­ren Kurs ein­ge­schla­gen. Sei­ne Regie­rung hält an Anti-Asyl-Maß­nah­men fest und setzt Poli­zei­kräf­te zur inter­nen Kon­trol­le und Abschie­bung ein. Ver­spre­chun­gen, die men­schen­un­wür­di­gen Mas­sen­la­ger an der Gren­ze abzu­bau­en, wur­den nicht ein­ge­hal­ten. Obwohl Kama­la Har­ris als Vize­prä­si­den­tin die­se restrik­ti­ve Poli­tik mit­ge­tra­gen hat, setzt sie sich im Wahl­kampf für eine huma­ne Migra­ti­ons­po­li­tik ein. Es bleibt abzu­war­ten, ob ihre Vor­schlä­ge für eine gerech­te und inklu­si­ve Lösung für Migran­tin­nen und Migran­ten kon­kret genug sind, um der Angst der Wäh­ler­schaft vor einer dro­hen­den Über­frem­dung entgegenzuwirken.“

Zu Her­aus­for­de­run­gen bei der Beschrei­bung der kul­tu­rell-poli­ti­schen Land­schaft der USA hat sich Prof. Dr. Pas­cal Fischer, Pro­fes­sur für Anglis­ti­sche und Ame­ri­ka­nis­ti­sche Kul­tur­wis­sen­schaft, geäu­ßert: „Die Aus­ein­an­der­set­zun­gen um die Prä­si­den­ten­wah­len soll­ten im Kon­text lang­fris­ti­ger kul­tu­rel­ler Ent­wick­lun­gen in den Ver­ei­nig­ten Staa­ten betrach­tet wer­den. Auch wenn das Schlag­wort der poli­ti­schen Pola­ri­sie­rung im aktu­el­len Dis­kurs häu­fig Ver­wen­dung fin­det, ist kei­nes­wegs offen­sicht­lich, wo genau die Spal­tung der ame­ri­ka­ni­schen Gesell­schaft ver­läuft. Han­delt es sich um einen Kon­flikt zwi­schen intel­lek­tu­el­len Eli­ten und dem ein­fa­chen Volk? Zwi­schen Säku­la­ren und Reli­giö­sen? Oder zwi­schen Evan­ge­li­ka­len und Nicht-Evan­ge­li­ka­len? Zwi­schen Welt­ge­wand­ten und Eng­stir­ni­gen? Zwi­schen den Bewoh­nern der Küs­ten­staa­ten und denen des ame­ri­ka­ni­schen Kern­lands? Die­se Lis­te von Gegen­satz­paa­ren lie­ße sich noch lan­ge fort­set­zen. Dass die gewähl­ten Aus­drü­cke oft schon einen poli­ti­schen Stand­punkt erken­nen las­sen, ver­deut­licht, wie her­aus­for­dernd eine nüch­ter­ne, wis­sen­schaft­li­che Betrach­tung der poli­ti­schen Land­schaft Ame­ri­kas ist.“

Wahl­chan­cen und Tay­lor Swift

„Was haben die Wahl­chan­cen von Kama­la Har­ris mit der ame­ri­ka­ni­schen Kul­tur zu tun?“, fragt Prof. Dr. Chris­ti­ne Ger­hardt, Pro­fes­sur für Ame­ri­ka­nis­tik. „Dass sich die USA 2024 eine schwar­ze Frau als Prä­si­den­tin vor­stel­len kann, trifft in sei­ner visio­nä­ren Kraft einen Kern der ame­ri­ka­ni­schen Kul­tur. Zu den kul­tu­rel­len Nar­ra­ti­ven, die Kama­la Har­ris’ Kan­di­da­tur berührt, gehört die Visi­on eines Ein­wan­de­rungs­lan­des, das Platz für Men­schen jeg­li­cher Her­kunft hat, so wie einst für ihre jamai­ka­nisch-indi­schen Eltern. Ihr „Wir gehen nicht zurück“ ver­eint viel­fäl­ti­ge Anlie­gen – bezahl­ba­re Kran­ken­ver­si­che­rung, Abtrei­bungs- und LGBTQ+ Rech­te – und knüpft so an die Leit­idee „e plu­ri­bus unum“ an. Dass Michel­le Oba­ma auf dem Par­tei­tag einen „hel­le­ren Tag“ beschwor, ver­weist auf die reli­giö­sen Wur­zeln ame­ri­ka­ni­schen Fort­schritts­glau­bens. Vor allem ver­kör­pert der Enthu­si­as­mus, den Har­ris’ Nomi­nie­rung aus­ge­löst hat, jene Begeis­te­rung für das Neue, Zukünf­ti­ge, die sich durch die US-Geschich­te zieht.“

Etwas irdi­scher wird es bei Prof. Dr. Jörn Gla­sen­app, Lehr­stuhl Lite­ra­tur und Medi­en, der fragt: „Pop und Poli­tik: Ob Tay­lor Swift die US-Wahl ent­schei­den kann? „Wie eng das pop­kul­tu­rel­le und das poli­ti­sche Feld in den USA zusam­men­hän­gen, wie flie­ßend die Über­gän­ge sind, ver­deut­licht immer wie­der mit beson­de­rer Prä­gnanz der Prä­si­dent­schafts­wahl­kampf. Stär­ker noch als vor vier Jah­ren gerät dies­be­züg­lich der erfolg­reichs­te Pop­star der Gegen­wart, Tay­lor Swift, in den Fokus, deren poli­ti­scher Ein­fluss als erheb­lich ein­ge­schätzt wird. Swift hat sich lan­ge Zeit aus der Poli­tik her­aus­ge­hal­ten, posi­tio­niert sich seit 2018 aber ein­deu­tig auf­sei­ten der Demo­kra­ten bezie­hungs­wei­se gegen Donald Trump. Eine expli­zi­te Wahl­emp­feh­lung für Kama­la Har­ris und Tim Waltz hat die Musi­ke­rin noch nicht abge­ge­ben, aber vie­les deu­tet dar­auf hin, dass es noch dazu kom­men wird.“

Kom­mu­ni­ka­ti­on, KI, Geschlecht

Zu einem mög­li­chen End­spiel in der US-Wahl um die Zukunft der poli­ti­schen Kom­mu­ni­ka­ti­ons­kul­tur sagt Prof. Dr. Olaf Hoff­jann, Pro­fes­sur für Kom­mu­ni­ka­ti­ons­wis­sen­schaft: „Im ame­ri­ka­ni­schen Prä­si­dent­schafts­wahl­kampf wird nicht nur über den künf­ti­gen Amts­in­ha­ber, son­dern wohl auch über die künf­ti­ge poli­ti­sche Kom­mu­ni­ka­ti­ons­kul­tur ent­schie­den. Spie­len Kate­go­rien wie Fak­ten und Lüge künf­tig noch eine Rol­le oder setzt sich ein post­fak­ti­scher emo­tio­na­li­sie­ren­der Poli­tik­stil durch, dem die Wahr­heit weit­ge­hend egal ist? Geht es in der poli­ti­schen Kom­mu­ni­ka­ti­on noch um eine sach­lich kla­re, aber doch zivi­li­sier­te Aus­ein­an­der­set­zung zwi­schen poli­ti­schen Geg­nern oder um das Ver­nich­ten des poli­ti­schen Fein­des? Der Wahl­kampf und vor allem sein Aus­gang wer­den wohl auch für euro­päi­sche Demo­kra­tien weit­rei­chen­de Fol­gen haben.“

Digi­ta­le Medi­en im Wahl­kampf ste­hen im Mit­tel­punkt der Äuße­rung von Prof. Dr. Andre­as Jung­herr, Lehr­stuhl für Poli­tik­wis­sen­schaft. „Wahl­kämp­fe in den USA demons­trie­ren immer wie­der ein­drucks­voll, wie neue Werk­zeu­ge und Metho­den in Wahl­kämp­fen ein­ge­setzt wer­den, im Guten wie im Schlech­ten. Der aktu­el­le US-Prä­si­dent­schafts­wahl­kampf ver­spricht dabei ein Bei­spiel für die Nut­zung von KI zu wer­den. Dies gilt es beson­ders zu beob­ach­ten, da sich hier für die nächs­ten vier bis acht Jah­re ent­schei­det, ob KI inter­na­tio­nal als eine Chan­ce oder Gefahr für Demo­kra­tie wahr­ge­nom­men wird.“

Und zur geschlechts­spe­zi­fi­sche Selbst­dar­stel­lung von Kan­di­da­tin­nen und Kan­di­da­ten in Wahl­kämp­fen sagt Prof. Dr. Isa­bel Kusche, Pro­fes­sur für Sozio­lo­gie mit dem Schwer­punkt digi­ta­le Medi­en: „Nach dem Rück­zug von Prä­si­dent Joe Biden als Kan­di­dat der Demo­kra­ti­schen Par­tei geht, nach 2016 zum zwei­ten Mal, mit Kama­la Har­ris eine Frau in das Ren­nen um die ame­ri­ka­ni­sche Prä­si­dent­schaft. Frau­en sind in Wahl­kämp­fen noch immer mit ste­reo­ty­pen Vor­ur­tei­len kon­fron­tiert bezie­hungs­wei­se rech­nen mit ihnen. Sie reagie­ren dar­auf oft, indem sie ver­mei­den ihr Geschlecht zum The­ma zu machen. Das könn­te in die­sem Wahl­kampf anders sein, weil die Demo­kra­ten unter ande­rem auf das The­ma des Rech­tes auf Abtrei­bung set­zen, um Wäh­le­rin­nen zu gewin­nen, und die Aus­sicht, erst­mals eine Frau zur Prä­si­den­tin wäh­len zu kön­nen, zusätz­lich gegen die Alter­na­ti­ve Donald Trump mobi­li­sie­ren könnte.“

Uni­ver­si­tät unter­stützt Biodiversitätsprojekt

Mar­kus­platz: Neue Nist­käs­ten für Mauersegler

Noch sind Bam­bergs Mau­er­seg­ler auf ihrem Weg in ihr Win­ter­quar­tier in Afri­ka, wenn sie aber im nächs­ten Früh­ling zurück­keh­ren, wer­den sie am Mar­kus­platz neue Nist­mög­lich­kei­ten vorfinden.

Arten­reich­tum in der Stadt tut der Umwelt gut. Des­halb nimmt die Stadt Bam­berg ger­ne Finanz­mit­tel des Bun­des an, wie das Rat­haus mit­teilt, um an Gebäu­den brü­ten­de Vogel­ar­ten zu unter­stüt­zen und Nist­käs­ten anzu­brin­gen. Nach Pro­jek­ten an der Montesso­ri­schu­le, am E.T.A. Hoff­mann-Gym­na­si­um und am Pfarr­heim der Wun­der­burg­kir­che rück­te nun das Uni­ver­si­täts­ge­bäu­de am Mar­kus­platz in den Mit­tel­punkt. An ihm wur­den spe­zi­el­le Käs­ten für Mau­er­seg­ler angebracht.

Patrick Weiß, Mit­ar­bei­ter des IT-Ser­vices der Otto-Fried­rich-Uni­ver­si­tät, hat­te von den Pro­jek­ten für Gebäu­de­brü­ter erfah­ren. Sei­ne Idee, am Mar­cus­haus, der ehe­ma­li­gen Staat­li­chen Frau­en­kli­nik, Nist­käs­ten für Mau­er­seg­ler anzu­brin­gen, grif­fen Jür­gen Ger­des, Pro­jekt­be­treu­er im städ­ti­schen Kli­ma- und Umwelt­amt, sowie Tho­mas Köh­ler, ehren­amt­li­cher Part­ner des Amtes und Vor­sit­zen­der der Initia­ti­ve Arten­schutz in Fran­ken, ger­ne auf.

Köh­ler wähl­te geeig­ne­te Käs­ten aus und erstell­te einen Plan für deren Instal­la­ti­on. Das war laut Rat­haus­mit­tei­lung nicht ein­fach, denn Mau­er­seg­ler sind anspruchs­voll. Das Dach der Käs­ten muss schräg sein, damit sich kei­ne Tau­ben oder Greif­vö­gel dar­auf set­zen kön­nen. Zudem muss die Öff­nung nach unten zei­gen, weil sich die Seg­ler ger­ne in den Flug fal­len lassen.

Dem Plan stimm­ten Stef­fi Häf­ner vom Staat­li­chen Bau­amt, das für den Unter­halt des denk­mal­ge­schütz­ten Uni­ver­si­täts­ge­bäu­des am Mar­kus­platz ver­ant­wort­lich ist, und Mar­tin Brandl, Refe­rats­lei­ter der Denk­mal­pfle­ge in Schloss See­hof, zu. Aller­dings nur unter der Vor­aus­set­zung, dass die ursprüng­lich grau­en Käs­ten in der Far­be des Gebäu­des gestri­chen wer­den und das Gebäu­de durch die Mon­ta­ge kei­nen Scha­den nimmt.

Nach Lang­stre­cken­flug sicher wie­der in Bamberg

So wur­den die Käs­ten in Ocker getaucht und dann von einer Spe­zi­al­fir­ma aus Burg­wind­heim mon­tiert. Jetzt braucht es etwas Geduld. Denn die Mau­er­seg­ler sind der­zeit unter­wegs zu ihrem Win­ter­quar­tier süd­lich der Sahara.

Sicher ist jedoch, dass sie zum Brü­ten im nächs­ten Jahr wie­der­kom­men wer­den, sehr zuver­läs­sig Ende April bezie­hungs­wei­se Anfang Mai nach einem Lang­stre­cken­flug von fast 10.000 Kilo­me­tern. Das gelingt ihnen, weil Mau­er­seg­ler eine außer­ge­wöhn­li­che Fähig­keit haben – sie kön­nen im Flug schlafen.

Bun­des­pro­gramm Bio­lo­gi­sche Vielfalt

Das Hilfs­pro­jekt für Gebäu­de­brü­ter ist eines von sechs städ­ti­schen Pro­jek­ten, die aus dem Bun­des­pro­gramm Bio­lo­gi­sche Viel­falt unter der Bezeich­nung „Bam­ber­ger Stadt­grün“ von 2022 bis 2027 mit 1,4 Mil­lio­nen Euro geför­dert wer­den sol­len. Dazu zäh­len auch die Ent­schlam­mung des Hain­wei­hers und die Anla­ge eines natur­na­hen Flach­ufers an sei­nem süd­li­chen Ende sowie Rena­tu­rie­rungs­maß­nah­men im Stadtwald.

Für Friedens‑, Kon­flikt- und Sicherheitsforschung

Uni­ver­si­tät Bam­berg tritt Wis­sen­schafts­al­li­anz bei

Die Uni­ver­si­tät Bam­berg hat sich einer Wis­sen­schafts­al­li­anz ange­schlos­sen. Die­ses Bünd­nis soll For­schung ver­net­zen und Fra­gen zu Frie­den, Krieg, Kon­flikt, Ver­tei­di­gung und Sicher­heit bearbeiten.

Wie die Hoch­schu­le aktu­ell mit­teilt, tritt die Otto-Fried­rich-Uni­ver­si­tät Bam­berg der Baye­ri­schen Wis­sen­schafts­al­li­anz für Friedens‑, Kon­flikt- und Sicher­heits­for­schung bei. Der Auf­nah­me­an­trag wur­de von der Prä­si­di­ums­sit­zung der Alli­anz ein­stim­mig posi­tiv beschie­den. Am 18. Juli unter­zeich­ne­te Uni­ver­si­täts­prä­si­dent Prof. Dr. Kai Fisch­bach den Koope­ra­ti­ons­ver­trag offiziell.

„Der Bei­tritt zur Baye­ri­schen Wis­sen­schafts­al­li­anz für Friedens‑, Kon­flikt- und Sicher­heits­for­schung ermög­licht die enge Zusam­men­ar­beit und den inter­dis­zi­pli­nä­ren Aus­tausch mit den ande­ren Mit­glieds­uni­ver­si­tä­ten“, sag­te Kai Fisch­bach. „Wir kön­nen gemein­sam unse­re For­schungs­ak­ti­vi­tä­ten inten­si­vie­ren und einen wert­vol­len Bei­trag zur Lösung drän­gen­der gesell­schaft­li­cher Fra­gen leisten.“

Die Wis­sen­schafts­al­li­anz ver­netzt For­schungs­vor­ha­ben und ‑schwer­punk­te der betei­lig­ten Hoch­schu­len und setzt dabei auf eine inter­dis­zi­pli­nä­re Her­an­ge­hens­wei­se, um Fra­ge­stel­lun­gen zu Frie­den, Krieg, Kon­flikt, Ver­tei­di­gung und Sicher­heit zu bear­bei­ten. Die For­schungs­er­kennt­nis­se sol­len in die Hoch­schul­leh­re ein­flie­ßen, aber auch in die brei­te Öffent­lich­keit getra­gen wer­den. Zudem berät die Alli­anz wis­sens­ba­siert poli­ti­sche, wirt­schaft­li­che und gesell­schaft­li­che Ent­schei­dungs­trä­ge­rin­nen und ‑trä­ger.

Ansprech­part­ne­rin Prof. Dr. Moni­ka Heupel

Von der Uni­ver­si­tät Bam­berg wird sich in die fach­li­che Arbeit der Alli­anz Prof. Dr. Moni­ka Heu­pel ein­brin­gen. Sie ist Inha­be­rin der Pro­fes­sur für Poli­tik­wis­sen­schaft, ins­be­son­de­re inter­na­tio­na­le und euro­päi­sche Poli­tik, und forscht vor allem zu inter­na­tio­na­len Orga­ni­sa­tio­nen und Insti­tu­tio­nen wie den Ver­ein­ten Natio­nen, zu Men­schen­rechts­po­li­tik und Sicher­heits­po­li­tik. „Ich freue mich sehr“, sagt Moni­ka Heu­pel, „die Uni­ver­si­tät Bam­berg in der Wis­sen­schafts­al­li­anz für Friedens‑, Kon­flikt- und Sicher­heits­for­schung ver­tre­ten zu dür­fen. In der Alli­anz steckt unglaub­lich viel Poten­zi­al – ange­fan­gen von der Ver­net­zung von For­schungs­vor­ha­ben über den inter­dis­zi­pli­nä­ren Zugang zu rele­van­ten The­men bis hin zur Öffent­lich­keits­ar­beit und Poli­tik­be­ra­tung. Mit mei­ner For­schung an der Schnitt­stel­le von Sicher­heits- und Men­schen­rechts­po­li­tik möch­te ich in der Alli­anz wich­ti­ge Akzen­te setzen.“

Neben der Uni­ver­si­tät Bam­berg wur­den auch die Uni­ver­si­tä­ten Würz­burg und Pas­sau neu auf­ge­nom­men. Mit den Uni­ver­si­tä­ten Regens­burg und Bay­reuth, der Hoch­schu­le für Phi­lo­so­phie Mün­chen, der Uni­ver­si­tät der Bun­des­wehr Mün­chen und der FAU Erlan­gen-Nürn­berg sind es nun ins­ge­samt acht Hoch­schu­len, die gemein­sam die Friedens‑, Kon­flikt- und Sicher­heits­for­schung in Bay­ern vor­an­brin­gen möchten.

Uni­ver­si­tät Bamberg

„GENI­AL-for­schen+“: Geschlech­ter­sen­si­ble For­schung stärken

Mit dem Start des Pro­jekts „GENI­AL-for­schen+“ im Juli 2024 rückt die Otto-Fried­rich-Uni­ver­si­tät Bam­berg geschlech­ter­sen­si­ble For­schung in den Fokus. Denn ein Ziel von Wis­sen­schaft sei es, die Lebens­qua­li­tät von Men­schen zu verbessern.

„Exzel­len­te und inno­va­ti­ve For­schung soll­te sich daher am Nut­zen für alle Men­schen ori­en­tie­ren“, sagt Prof. Dr. Astrid Schütz, Uni­ver­si­täts­gleich­stel­lungs­be­auf­trag­te in der Wis­sen­schaft der Uni­ver­si­tät Bam­berg. Sie lei­tet das Pro­jekt „GENI­AL-for­schen+“.

Im All­tag der Men­schen ist die Dimen­si­on Geschlecht tief ver­wur­zelt, wie die Uni­ver­si­tät in einer Mit­tei­lung schreibt. So wird zum Bei­spiel unter­schie­den zwi­schen Damen- und Her­ren­klei­dung oder Far­ben wer­den als Mäd­chen- oder Jun­gen­far­ben defi­niert. Und auch das gesell­schafts­ver­än­dern­de Poten­zi­al geschlech­ter­sen­si­bler For­schung ist groß.

Eben­so groß sind aber die Daten- und Wis­sens­lü­cken, wie Astrid Schütz sagt. „Bei For­schungs­de­signs wird das Geschlecht nicht immer ein­be­zo­gen. Dabei kann das in eini­gen Fächern unmit­tel­ba­ren Ein­fluss auf den All­tag der Men­schen haben, manch­mal sogar über Leben und Tod ent­schei­den.“ Die Erkennt­nis, dass sich Herz­in­fark­te bei Men­schen ver­schie­de­ner Geschlech­ter in unter­schied­li­chen Sym­pto­men äußern, ist ent­spre­chend mitt­ler­wei­le bekannt. Das lücken­haf­te Wis­sen erstreckt sich jedoch in alle mög­li­chen wis­sen­schaft­li­chen Disziplinen.

Basis geschlech­ter­sen­si­bler For­schung an der Uni­ver­si­tät Bamberg

Die­se Lücken sol­len schritt­wei­se geschlos­sen wer­den. Mit dem Pro­jekt „GEschlech­ter­po­teN­zIA­Le nut­zen – Gesell­schaft ver­än­dern“ – kurz: „GENI­AL-for­schen+“ – will die Uni­ver­si­tät Bam­berg einen Bei­trag dazu leis­ten. Dazu soll die bestehen­de geschlech­ter­sen­si­ble For­schung aus­ge­baut und gleich­zei­tig die Sen­si­bi­li­tät der For­schen­den für die­se Not­wen­dig­keit gestärkt wer­den. Das Bun­des­mi­nis­te­ri­um für Bil­dung und For­schung (BMBF) för­dert das Pro­jekt mit 850.000 Euro im Rah­men der Aus­schrei­bung „Geschlech­ter­aspek­te im Blick“ (GIB).

In der bereits abge­schlos­se­nen Kon­zept­pha­se des Pro­jek­tes „GENI­AL-for­schen“ erfolg­te bis Febru­ar 2023 eine Bestands­auf­nah­me. Ergeb­nis: „GENI­AL-for­schen+“ kann an der Uni­ver­si­tät Bam­berg auf eine soli­de Basis von geschlech­ter­sen­si­bler For­schung und Pro­jek­ten auf­bau­en. Die Spann­wei­te der For­schung reicht vom Bereich der Künst­li­chen Intel­li­genz über ein vom Bun­des­mi­nis­te­ri­um für Arbeit und Sozia­les geför­der­tes Pro­jekt zu Arbeits­be­din­gun­gen im Gesund­heits­sek­tor bis hin zur gen­der­sen­si­blen Erwei­te­rung her­kömm­li­cher Gewichtsreduktionsprogramme.

Bewusst­sein schär­fen, Know­how vermitteln

Für die im Juli 2024 begin­nen­de fünf­jäh­ri­ge Pro­jekt­pha­se ist unter ande­rem die Grün­dung eines Zen­trums für geschlech­ter­sen­si­ble For­schung geplant. Dort sol­len alle Akti­vi­tä­ten des Pro­jek­tes orga­ni­siert, For­schen­de ver­netzt und der Trans­fer zu ande­ren Hoch­schu­len sowie in die Gesell­schaft und zu wei­te­ren Trans­fer­part­nern ein­ge­lei­tet wer­den. Auch nach Pro­jek­ten­de 2029 möch­te das Zen­trum die insti­tu­tio­nel­le Ver­an­ke­rung der The­ma­tik gewährleisten.

Dane­ben wer­den ziel­grup­pen­spe­zi­fi­sche Ver­net­zungs- und Fort­bil­dungs­an­ge­bo­te wei­ter­ent­wi­ckelt, die bereits wie die „Nacht der Geschlech­ter­sen­si­blen For­schung“ das Bewusst­sein Stu­die­ren­der schär­fen oder das nöti­ge Know­how für die Bean­tra­gung von gro­ßen Ver­bund­pro­jek­ten vermitteln.

Leit­fä­den und Werk­zeu­ge, die erar­bei­tet wer­den sol­len, wer­den im Anschluss ande­ren Uni­ver­si­tä­ten zur Ver­fü­gung gestellt. Wei­ter­ge­ge­ben wer­den also nicht aus­schließ­lich For­schungs­er­geb­nis­se und Metho­den, son­dern in die­sem beson­de­ren Fall auch Struk­tur­auf­bau- und ‑umbau­maß­nah­men. „Im Ergeb­nis soll sich die Uni­ver­si­täts­land­schaft nach­hal­tig wan­deln und zu geschlech­ter­sen­si­bler For­schung beken­nen“, sagt Astrid Schütz. 29 regio­na­le und über­re­gio­na­le Unter­neh­men, Ver­bän­de und Hoch­schu­len zei­gen laut Uni­ver­si­tät bereits Inter­es­se am Trans­fer der Erkenntnisse.

Von der Erba bis zur Bug­er Spitze

Uni-Lauf: Stre­cken­re­kord und Erfolg für Bam­ber­ger Studierende

Rund 700 Sportler:innen gin­gen am Wochen­en­de beim zehn­ten Bam­ber­ger Uni-Lauf an den Start. Dabei haben nicht nur die ört­li­che Hoch­schu­le, son­dern auch eini­ge ihrer Stu­die­ren­den gewonnen.

Eine Fan­fa­re tön­te durch den Innen­hof des Uni­ver­si­täts­ge­län­des auf der Erba-Insel als am Sonn­tag (30. Juni) der Start­schuss für die Teilnehmer:innen des zehn­ten Uni-Laufs fiel. Ins­ge­samt nah­men etwa 700 Per­so­nen teil. 569 Teilnehmer:innen absol­vier­ten beim Uni-Lauf eine 10-Kilo­me­ter-Stre­cke, 64 Schüler:innen im Alter zwi­schen acht und 13 Jah­ren eine zwei Kilo­me­ter lan­ge, und etwa 75 Kin­der, die sie­ben Jah­re oder jün­ger waren, rann­ten 500 Meter.

Neben den 569 Läufer:innen im Haupt­lauf nah­men zusätz­lich 15 Staf­fel-Teams teil. Der 10-Kilo­me­ter-Haupt­lauf wur­de sowohl als Volks­lauf als auch als Baye­ri­sche Hoch­schul­meis­ter­schaft ausgetragen.

Ins­ge­samt bestrit­ten 218 Frau­en und 351 Män­ner zwi­schen 14 und 82 Jah­ren den Haupt­lauf. Los ging es auf dem Erba-Gelän­de der Uni­ver­si­tät Bam­berg. Ent­lang des Main-Donau-Kanals führ­te die Stre­cke bis zur Bug­er Spit­ze. Der Rück­weg ver­lief durch den Hain über die Innen­stadt am Kra­nen und an der Kon­zert­hal­le vor­bei zurück zur Erba.

Stre­cken­re­kord bei den Frau­en und Sie­ge für Bam­ber­ger Studierende

Bren­dah Kebeya von der LG Bam­berg lief nach 36 Minu­ten und 34 Sekun­den als schnells­te Frau ins Ziel ein und stellt damit den neu­en Stre­cken­re­kord der Frau­en auf. Gesamt­schnells­ter Mann war Mari­us Stang von der LAV Stadt­wer­ke Tübin­gen mit einer Zeit von 34 Minu­ten und 16 Sekun­den. Neben den Ein­zel­läu­fern konn­ten die 10 Kilo­me­ter des Haupt­laufs auch im Team zurück­ge­legt wer­den. Eine Staf­fel bestand aus zwei Per­so­nen, die Stab­über­ga­be erfolg­te nach 5,5 Kilometern.

Bei der Baye­ri­schen Hoch­schul­meis­ter­schaft beleg­te Ursu­la Schür­le von der Uni­ver­si­tät Bay­reuth mit 44 Minu­ten und 44 Sekun­den den ers­ten Platz bei den Frau­en. Der schnells­te Mann war Han­nes Hit­tin­ger von der Hoch­schu­le Coburg, der nach 35 Minu­ten und 46 Sekun­den im Ziel ein­traf. Ins­ge­samt nah­men an der Hoch­schul­meis­ter­schaft 264 Läufer:innen von 12 Hoch­schu­len teil.

Beson­ders erfolg­reich war die Uni­ver­si­tät Bam­berg in der Mann­schafts­wer­tung bei der Baye­ri­schen Hoch­schul­meis­ter­schaft. Sowohl bei den Män­nern (3 Stun­den, 23 Minu­ten und 5 Sekun­den) als auch bei den Frau­en (4 Stun­den, 7 Minu­ten und 55 Sekun­den) beleg­te die Uni­ver­si­tät Platz eins. Im Rah­men des Volks­laufs gewann bei den Män­nern die LG Bam­berg (3 Stun­den, 31 Minu­ten und 23 Sekun­den) und bei den Frau­en das Team der SC Kem­mern (3 Stun­den, 41 Minu­ten und 57 Sekunden).

Lisa Weber und Ahmed Fat­hal­la waren die­ses Jahr als schnells­te Bam­ber­ger Stu­die­ren­de erfolg­reich. Weber war mit 46 Minu­ten und 43 Sekun­den nicht nur die schnells­te Läu­fe­rin der Uni­ver­si­tät Bam­berg, son­dern auch die zweit­schnells­te der Hoch­schul­meis­ter­schaft. Der Grund­schul­lehr­amts­stu­dent Ahmed Fat­hal­la kam nach 36 Minu­ten und 32 Sekun­den im Ziel an. Damit ist er der schnells­te Bam­ber­ger Stu­dent und belegt Platz drei bei den Män­nern der Hochschulmeisterschaften.

Auch rund 75 Kin­der bis zu sie­ben Jah­ren stell­ten ihre Schnel­lig­keit beim 500 Meter Bam­bi­ni-Lauf unter Beweis. Beim Kin­der- und Jugend­lauf absol­vier­ten 64 Schüler:innen eine zwei Kilo­me­ter lan­ge Stre­cke. Als Ers­ter kam der acht­jäh­ri­ge Fabi­an Franz vom TSV Mönchrö­den nach sie­ben Minu­ten im Ziel an. Schnells­tes Mäd­chen war Cla­ra Peetz mit sie­ben Minu­ten und 54 Sekunden.

Ver­an­stal­tungs­pro­gramm

Uni­ver­si­tät Bam­berg: Natu­re Wri­ter, Inter­re­li­giö­se Stu­di­en, Jazz-Matinee

Eine Lesung mit Natu­re Wri­ter Leon­hard F. Seidl, 20 Jah­re Zen­trum für Inter­re­li­giö­se Stu­di­en, ein Werk­statt­ge­spräch mit Kin­der­buch­au­to­rin Char­lot­te Haber­sack, ein Vor­trags­abend der Musik­päd­ago­gik, eine Tagung zu „Modern Per­si­an Lite­ra­tu­re“, eine Päd­ago­gik-Mes­se und eine Jazz-Mati­nee – das Ver­an­stal­tungs­pro­gramm der Uni­ver­si­tät Bam­berg in der nächs­ten Woche ist vielseitig.

Das Ver­an­stal­tungs­pro­gramm der Uni­ver­si­tät Bam­berg im Juli beginnt am 2. des Monats mit „Natu­re Wri­ting und Kli­ma­kri­se – Lesung und Spa­zier­gang mit Leon­hard F. Seidl“ (19 Uhr, Treff­punkt Boots­haus im Hain). Leon­hard F. Seidl ist Schrift­stel­ler und Dozent für Krea­ti­ves Schrei­ben. Im Som­mer­se­mes­ter 2024 bie­tet er an der Uni­ver­si­tät Bam­berg den Kurs „Natu­re Wri­ting: Natur schrei­ben in der (Klima)Krise“ an, bei dem er mit den Stu­die­ren­den Bam­bergs Parks und Grün­flä­chen schrei­bend erkun­det. Zum Spa­zier­gang mit Lesung durch den Hain sind alle Inter­es­sier­ten ein­ge­la­den. Der Autor von sechs Roma­nen, zahl­rei­chen Kurz­ge­schich­ten, Kom­men­ta­ren und Essays wan­dert seit Jah­ren durch unter­schied­lichs­te Land­schaf­ten und Natio­nal­parks in Deutsch­land, Öster­reich und Tsche­chi­en. Dabei lotet er die Mög­lich­kei­ten aus, über die Natur als gleich­be­rech­tig­tes Gegen­über zu schrei­ben und ihre Reak­tio­nen auf den Kli­ma­wan­del wahrzunehmen.

Am 2. und 3. Juli begeht das Zen­trum für Inter­re­li­giö­se Stu­di­en sein 20-jäh­ri­ges Bestehen. An der Uni­ver­si­tät 2 gibt es um 18:15 Uhr einen Vor­trag von Fabi­an Rasem unter dem Titel „Reli­giö­se Viel­falt. Gesell­schaft und Zusam­men­halt zwi­schen Säku­la­ri­sie­rung, Super­di­ver­si­tät und Ste­reo­ty­pen“. Am 3. Juli, 10 Uhr, folgt ein Sym­po­si­um mit Impuls­vor­trä­gen zum The­men­feld „Reli­giö­se Viel­falt und gesell­schaft­li­cher Zusam­men­halt“ An der Uni­ver­si­tät 5. Dort fin­det am 3. Juli, 14 Uhr, zudem ein Forum statt, das zum Aus­tausch über The­men der inter­re­li­giö­sen Bezie­hung und des Dia­logs einlädt.

Eben­falls am 3. Juli (16:15 Uhr) ste­hen eine Lesung und ein Werk­statt­ge­spräch mit der Kin­der­buch-Autorin Char­lot­te Haber­sack auf dem Pro­gramm (An der Uni­ver­si­tät 5). Char­lot­te Haber­sack wird einen Ein­blick in ihre Arbeit geben. Haber­sacks Buch­rei­hen „Bit­te nicht öff­nen“, „Pip­pa Pep­per­korn“ und „Ech­te Hel­den“ ste­hen in vie­len Kin­der­zim­mern und wer­den oft in Schu­len gele­sen. Ihr Bil­der­buch „Der schau­ri­ge Schusch“ ist längst ein moder­ner Klas­si­ker der Kin­der­li­te­ra­tur geworden.

Vor­trags­abend, „Modern Per­si­an Lite­ra­tu­re“, Päd­ago­gik-Mes­se, Jazz-Matinee

Zu einem Vor­trags­abend öff­net der Irm­ler-Musik­saal (An der Webe­rei 5) am 4. Juli um 19 Uhr sei­ne Tore. Mit Solo- und Ensem­ble­bei­trä­gen aus unter­schied­li­chen Epo­chen gestal­ten die Stu­die­ren­den des Lehr­stuhls für Musik­päd­ago­gik und Musik­di­dak­tik ein bunt gemisch­tes Pro­gramm. Zu hören sind ins­be­son­de­re die Preisträger:innen und Preis­trä­ger des Irmler-Musikwettbewerbs.

Vom 4. bis zum 7. Juli ver­an­stal­tet die Uni­ver­si­tät die Tagung „Modern Per­si­an Lite­ra­tu­re“ am Schil­ler­platz 17. Trotz einer leb­haf­ten Lite­ra­tur­pro­duk­ti­on ist die moder­ne per­si­sche Lite­ra­tur auf­grund man­geln­der insti­tu­tio­nel­ler Struk­tu­ren sowohl inner­halb als auch außer­halb des Irans noch weit­ge­hend uner­forscht. Im Iran wur­de die moder­ne Lite­ra­tur außer­dem immer als poten­zi­ell staats­feind­li­che Bedro­hung ange­se­hen. Die inter­es­sier­te Öffent­lich­keit ist zu den eng­lisch­spra­chi­gen Vor­trä­gen eingeladen.

Einen Tag spä­ter, am 5. Juli, fin­det eine Päd­ago­gik-Mes­se statt (13 bis 16 Uhr, Mar­kus­platz 3). Zahl­rei­che päd­ago­gi­sche Ein­rich­tun­gen und Insti­tu­tio­nen der Regi­on wer­den anwe­send sein und sich vor­stel­len. Aus ers­ter Hand kann das Publi­kum so päd­ago­gi­sche Arbeits­fel­der ken­nen­ler­nen, Netz­wer­ke knüp­fen und Prak­ti­kums- und Arbeits­plät­ze sondieren.

Den Abschluss des Ver­an­stal­tungs­pro­gramms der Uni­ver­si­tät im frü­hen Juli macht eine Jazz-Mati­nee am 7. Juli (12 Uhr, Irm­ler-Musik­saal, An der Webe­rei 5). Ob mit Swing-Stan­dards oder moder­nen Fusi­on- und Latin-Arran­ge­ments – die Uni-Big­band und Jazz-Com­bos hat es im Pro­gramm. Dazu wird Mar­kus Schie­fer­de­ckers zehn­jäh­ri­ges Jubi­lä­um als Lei­ter des Ensem­bles begangen.

HWK und Uni­ver­si­tät Bamberg

Tan­dem-Rei­he zu Fach­kräf­ten der Zukunft

Wis­sen­schaft und Pra­xis dis­ku­tie­ren bei einer Tan­dem-Rei­he am 26. Juni über Nach­hal­tig­keit in der betrieb­li­chen Aus­bil­dung. Dabei geht es unter ande­rem um die Fra­ge, wel­che Erwar­tun­gen jun­ge Men­schen an einen sinn­stif­ten­den Beruf haben.

Die Auf­ga­be, Fach­kräf­te zu fin­den und an das Unter­neh­men zu bin­den, bleibt laut einer Mit­tei­lung der Hand­werks­kam­mer für Ober­fran­ken ein wesent­li­cher Erfolgs­fak­tor für Betrie­be. Daher soll sich eine wis­sen­schaft­lich-prak­tisch Tan­dem-Rei­he am 26. Juni (18 Uhr, AULA Uni­ver­si­tät Bam­berg) der Nach­hal­tig­keit in der betrieb­li­chen Aus­bil­dung widmen.

Nach einer Ein­füh­rung von Prof. Dr. Sil­via Annen, Pro­fes­so­rin für Wirt­schafts­päd­ago­gik an der Otto-Fried­rich-Uni­ver­si­tät Bam­berg, zu „Wei­ter­ent­wick­lung der Aus­bil­dung – Unter­neh­men in der Trans­for­ma­ti­on hin zu einer nach­hal­ti­gen Ent­wick­lung“, folgt eine Talk­run­de mit Vertreter:innen von Betrie­ben. Dabei sol­len unter ande­rem Fra­gen erör­tert wer­den wie „Wel­che Erwar­tun­gen hat die jun­ge Gene­ra­ti­on an eine nach­hal­ti­ge und sinn­stif­ten­de Berufs­tä­tig­keit? Wel­che Bedeu­tung hat die beruf­li­che Aus­bil­dung für den unter­neh­me­ri­schen Wan­del? Und inwie­fern ver­än­dern sich die Anfor­de­run­gen an das betrieb­li­che Bil­dungs­per­so­nal durch die Aus­rich­tung an einem nach­hal­ti­gen Wirtschaften?

Die Tan­dem-Rei­he ist eine gemein­sa­me Ver­an­stal­tung der Uni­ver­si­tät Bam­berg, der Indus­trie- und Han­dels­kam­mer (IHK) für Ober­fran­ken Bay­reuth und der Hand­werks­kam­mer (HWK) für Ober­fran­ken, bei der die Erkennt­nis­se der Wis­sen­schaft mit den Erfah­run­gen aus der Pra­xis gekop­pelt wer­den sol­len. Auch soll ein bei dem the­men­spe­zi­fi­schen Forum ein Ideen­aus­tausch ent­ste­hen, von dem Wirt­schaft und Wis­sen­schaft glei­cher­ma­ßen pro­fi­tie­ren sol­len. Die Teil­nah­me ist kos­ten­frei, die Anmel­de­mo­da­li­tä­ten hat die HWK online hin­ter­legt.

Ver­an­stal­tungs­hin­weis

Uni­ver­si­tät Bam­berg: Lesung, Film­rei­he, Nacht­mu­sik und Slavistik-Konferenz

In loser Rei­hen­fol­ge bie­tet die Uni­ver­si­tät Bam­berg immer wie­der Ver­an­stal­tun­gen zu ver­schie­de­nen The­men. Für den Juni ste­hen eine que­e­re Lesung und eine Lesung von Gior­gio Fon­ta­na, eine Film­rei­he, ein Kam­mer­or­ches­ter-Kon­zert und eine Inter­na­tio­na­le Kon­fe­renz der Sla­vis­tik auf dem Programm.

Der Chris­to­pher Street Day Bam­berg e. V. ver­an­stal­tet in Koope­ra­ti­on mit der Neue­ren deut­schen Lite­ra­tur­wis­sen­schaft der Uni­ver­si­tät Bam­berg am 10. Juni, um 19 Uhr, eine que­e­re Lesung aus Anlass des CSD im „nana thea­ter“ im Club Kaul­berg. Dazu sind Kris­tin Höl­ler und Cécil Joy­ce Röski ein­ge­la­den. Höl­lers zwei­ter Roman „Leu­te von frü­her“ erzählt eine les­bi­sche Lie­bes­ge­schich­te vor der Kulis­se einer durch den Kli­ma­wan­del bedroh­ten nord­frie­si­schen Insel­land­schaft. Röskis Debüt­ro­man „Pous­si“ ist ein Roman über eine jun­ge Pro­sti­tu­ier­te, die dem Bor­dell ent­kom­men will, in dem sie auf­ge­wach­sen ist und arbeitet.

Auch fin­det im Juni eine Film­rei­he zum The­ma Reli­gi­on und Poli­tik statt. Bis Anfang Dezem­ber geht die Rei­he und beginnt am 12. Juni um 18 Uhr im Licht­spiel Kino. Im Film „Das Neue Evan­ge­li­um“ begibt sich Regis­seur Milo Rau in der süd­ita­lie­ni­schen Stadt Mate­ra zu den Ursprün­gen des Evan­ge­li­ums und insze­niert es als Pas­si­ons­spiel einer Gesell­schaft, die geprägt ist von Unrecht und Ungleich­heit. Im Anschluss an den Film ist Ful­vio Fer­ra­rio, Pro­fes­sor für Sys­te­ma­ti­sche Theo­lo­gie an der Wal­dens­er­fa­kul­tät Rom, als Gesprächs­gast vor Ort. Neben „Das Neue Evan­ge­li­um“ wer­den noch sechs wei­te­re Fil­me, dar­un­ter „The Zone of Inte­rest“ und „Der Exor­zist“, gezeigt.

Gior­gio Fon­ta­na, Nacht­mu­sik und Slavistik-Konferenz

Zum „Kaf­ka-Jahr“ 2024, anläss­lich des 100. Todes­tags des Pra­ger Schrift­stel­lers, gibt es auch in Bam­berg Ver­an­stal­tun­gen. So hat der ita­lie­ni­sche Kul­tur­ver­ein „mosai­co ita­lia­no“ in Koope­ra­ti­on mit der Uni­ver­si­tät den Ita­lie­ni­schen Autoren und Jour­na­lis­ten Gior­gio Fon­ta­na ein­ge­la­den, sein neu­es Buch „Kaf­ka – Un mon­do di veri­tà“ („Kaf­ka – Eine Welt vol­ler Wahr­heit“) vor­zu­stel­len. Am 12. Juni, um 18 Uhr, liest Fon­ta­na An der Uni­ver­si­tät 7. In sei­nem Buch legt er den unsterb­li­chen Schrift­stel­ler Franz Kaf­ka neu aus und unter­nimmt eine lite­ra­ri­sche Unter­su­chung zur Fra­ge: Was ist Literatur?

Am 15. Juni, spielt das Kam­mer­or­ches­ter der Uni­ver­si­tät in der Aula in Domi­ni­ka­ner­stra­ße um 21 Uhr ein Nacht­kon­zert. Auf dem musi­ka­li­schen Pro­gramm ste­hen Wer­ke von Hein­rich Ignaz Franz von Biber, Johann Sebas­ti­an Bach oder Wolf­gang Ama­de­us Mozart

„Ideen­ge­schich­te und Ideen­po­li­tik der Säku­la­ri­sie­rung in der rus­si­schen und sowje­ti­schen Kul­tur­ge­schich­te“ lau­tet das The­ma einer Inter­na­tio­na­le Sla­vis­tik-Kon­fe­renz, die die Uni­ver­si­tät vom 13. bis 15. Juni in der Obe­ren Karo­li­nen­stra­ße 8 ver­an­stal­tet. Die Zusam­men­kunft soll einen Trans­fer der Erträ­ge aus der his­to­rio­gra­phi­schen Dis­kus­si­on anre­gen und zugleich einen lite­ra­tur- und kul­tur­wis­sen­schaft­li­chen Blick­punkt ein­brin­gen. Denn die Kon­fe­renz will Säku­la­ri­sie­rung nicht nur ideen­ge­schicht­lich, son­dern auch ideen­po­li­tisch betrachten.

Uni­ver­si­tät Bam­berg mit dabei

Inter­na­tio­na­les För­der­pro­gramm: Baye­ri­sche Hoch­schu­len ausgewählt

Für ein im letz­ten Jahr aus­ge­schrie­be­nes baye­risch-tsche­chi­sches För­der­pro­gramm wur­den nun Hoch­schu­len der bei­den For­schungs­part­ner aus­ge­wählt. Auf baye­ri­scher Sei­te erhielt auch die Bam­ber­ger Uni­ver­si­tät einen Zuschlag.

Das baye­risch-tsche­chi­sche För­der­pro­gramm „Joint Czech-Bava­ri­an Rese­arch Pro­jects 2024 – 2026“ soll ins­be­son­de­re jun­ge Wissenschaftler:inne aus bei­den Län­dern ver­net­zen und sie zu wei­te­ren Koope­ra­tio­nen auf natio­na­ler und inter­na­tio­na­ler Ebe­ne ermu­ti­gen. Im Herbst 2023 wur­de es aus­ge­schrie­ben, nun hat Bay­erns Wis­sen­schafts­mi­nis­te­ri­um bekannt­ge­ge­ben, wel­chen Hoch­schu­len des Frei­staa­tes es zugu­te kommt.

So haben sich in einem Aus­wahl­ver­fah­ren 15 Pro­jek­te durch­ge­setzt, die von baye­ri­schen Hoch­schu­len in Koope­ra­ti­on mit Hoch­schu­len in Tsche­chi­en umge­setzt wer­den. Die aus ins­ge­samt 96 Vor­schlä­gen aus­ge­wähl­ten Pro­jek­te sol­len zum 1. Juli begin­nen und wer­den in einem Zeit­raum von zwei­ein­halb Jah­ren mit bis zu 3,5 Mil­lio­nen Euro auf baye­ri­scher und einem ent­spre­chen­den Volu­men auf tsche­chi­scher Sei­te gefördert.

In Bay­ern sind betei­ligt: Die Fried­rich-Alex­an­der-Uni­ver­si­tät Erlan­gen-Nürn­berg (3 Pro­jek­te), die Tech­ni­sche Uni­ver­si­tät Mün­chen (2), die Uni­ver­si­tät Regens­burg (2) sowie mit jeweils einem Pro­jekt die Uni­ver­si­tät Augs­burg, die Tech­ni­sche Hoch­schu­le Deg­gen­dorf, die Hoch­schu­le für ange­wand­te Wis­sen­schaf­ten Lands­hut, die Lud­wig-Maxi­mi­li­ans-Uni­ver­si­tät Mün­chen, die Uni­ver­si­tät Pas­sau, die Ost­baye­ri­sche Tech­ni­sche Hoch­schu­le Regens­burg und die Julius-​Maximilians-​Universität Würz­burg. Und auch die Bam­ber­ger Otto-​Friedrich-​Universität erhält durch das Pro­gramm För­de­rung für ein Projekt.

Die For­schungs­schwer­punk­te der Pro­jek­te lie­gen unter­des­sen auf The­men aus der Infor­ma­ti­ons­tech­no­lo­gie, der Künst­li­chen Intel­li­genz, Mate­ri­al­wis­sen­schaf­ten und Nano­tech­no­lo­gie sowie aus den Kul­tur- und Sozi­al­wis­sen­schaf­ten. Erforscht wer­den dabei zukunfts­ori­en­tier­te Fra­ge­stel­lun­gen wie die Mensch-Maschi­ne-Inter­ak­ti­on, sau­be­re Ener­gie­er­zeu­gung, umwelt­freund­li­che Lösungs­mit­tel und hybri­de Platt­for­men für Quan­ten-Nano­pho­to­nik. Außer­dem ste­hen die Nut­zung digi­ta­ler Metho­den zur Daten­ana­ly­se, die Opti­mie­rung des deutsch-tsche­chi­schen Pend­ler­ver­kehrs oder die Erfor­schung von mit­tel­al­ter­li­chen Bau­wer­ken in Bay­ern und Tsche­chi­en im Mittelpunkt.

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