Universität Bamberg
Kinder-Uni: Vorlesungen für junge Forschende
Warum essen wir, was wir essen? Wie vernünftig ist die Fantasie? Und wie sieht die Schule der Zukunft aus? Diese drei Themen können Nachwuchswissenschaftlerinnen und ‑wissenschaftlern im Alter von neun bis 12 Jahren an drei Samstagen im Wintersemester 2024 //2025 an der Universität Bamberg bei der Kinder-Uni erforschen.
Seit 2003 präsentieren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler bei der Kinder-Uni jedes Jahr Themen aus ihren Forschungsgebieten in Vorlesungen, die sie speziell für Kinder halten. Erwachsenes Publikum ist deshalb bei den Vorlesungen nicht zugelassen.
In diesem Wintersemester beginnt die Kinder-Uni am 9. November mit einer Vorlesung von Prof. Dr. Barbara Wittmann, Juniorprofessorin für Europäische Ethnologie. Wittmann beschäftigt sich mit der Frage, warum wir essen, was wir essen und welchen Einfluss die Kultur darauf hat. Die Veranstaltung findet von 11 bis 12 Uhr im Hörsaal U7/01.05, An der Universität 7 statt.
„Wie wird das Denken von Vernunft und Fantasie bestimmt?“, fragt Dr. Jens Wimmers, Mitarbeiter am Lehrstuhl für Philosophie II, in der zweiten Vorlesung der Kinder-Uni. Am 16. November (11 Uhr, Hörsaal U5/00.24, An der Universität 5) können sich junge Forscherinnen und Forscher mit der Fragestellung beschäftigen, wie vernünftig die Fantasie ist. Die Vernunft sagt dem Menschen, was richtig und wahr ist. Die Fantasie stellt sich vor, wie schön es wäre, wenn die Wirklichkeit anders ist. Vielleicht sind Fantasie und Vernunft aber gar keine Gegensätze, vielleicht können sie sich sogar gegenseitig helfen. Dieser Vermutung geht diese Vorlesung ebenfalls nach.
Die dritte Vorlesung findet am 23. November statt (11 Uhr, Hörsaal U7/01.05, An der Universität 7) statt. Prof. Dr. Miriam Hess, Inhaberin des Lehrstuhls für Grundschulpädagogik und Grundschuldidaktik, und Sarah Dahnen vom Büro für Innovation und Gründung möchten mit den Nachwuchsforschenden die Lernwelt von morgen und die Schule der Zukunft gestalten. Wie könnte die Schule im Jahr 2050 aussehen? Welche Rolle spielen dabei die Schülerinnen und Schüler? Gemeinsam werden eigene Ideen entwickelt, wie eine Schule aussehen könnte, in der man gerne lernt und sich wohlfühlt. Die Ideen für die Schule der Zukunft aus der Mitmach-Vorlesung können die Kinder mit nach Hause nehmen und sie anschließend im eigenen Schulalltag weiterdenken.
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Universität Bamberg
US-Wahl aus Sicht der Wissenschaft
Am 5. November findet die Präsidentschaftswahl in den USA statt. Forschende der Universität Bamberg haben Einschätzungen rund um die US-Wahl zwischen Kamala Harris und Donald Trump gegeben. Dabei geht es um Migration, Kommunikation, Herkunft und Taylor Swift.
Der Wahlkampf zur Präsidentschaftswahl am 5. November ist bereits in vollem Gange. Spätestens seit dem Rückzug Joe Bidens im Juli und der Ankündigung der Präsidentschaftskandidatur von Kamala Harris verfolgt die ganze Welt den Wahlkampf, so die Universität Bamberg in einer Mitteilung. Expertinnen und Experten aus unterschiedlichen Fachbereichen der Hochschule haben nun Einschätzungen zu einigen Themen rund um die US-Wahl gegeben.
Migration und kulturell-politische Landschaft
Über die Ansätze zur Migrationspolitik von Harris und Trump im Wahlkampf sagt Dr. Georgiana Banita, Professur für Amerikanistik: „Donald Trump will hart gegen die undokumentierte Migration vorgehen. Grenzschließungen sollen die vermeintliche Bedrohung durch kriminelle Migrantinnen und Migranten in den Griff bekommen. Doch auch Joe Biden hat keinen grundlegend anderen Kurs eingeschlagen. Seine Regierung hält an Anti-Asyl-Maßnahmen fest und setzt Polizeikräfte zur internen Kontrolle und Abschiebung ein. Versprechungen, die menschenunwürdigen Massenlager an der Grenze abzubauen, wurden nicht eingehalten. Obwohl Kamala Harris als Vizepräsidentin diese restriktive Politik mitgetragen hat, setzt sie sich im Wahlkampf für eine humane Migrationspolitik ein. Es bleibt abzuwarten, ob ihre Vorschläge für eine gerechte und inklusive Lösung für Migrantinnen und Migranten konkret genug sind, um der Angst der Wählerschaft vor einer drohenden Überfremdung entgegenzuwirken.“
Zu Herausforderungen bei der Beschreibung der kulturell-politischen Landschaft der USA hat sich Prof. Dr. Pascal Fischer, Professur für Anglistische und Amerikanistische Kulturwissenschaft, geäußert: „Die Auseinandersetzungen um die Präsidentenwahlen sollten im Kontext langfristiger kultureller Entwicklungen in den Vereinigten Staaten betrachtet werden. Auch wenn das Schlagwort der politischen Polarisierung im aktuellen Diskurs häufig Verwendung findet, ist keineswegs offensichtlich, wo genau die Spaltung der amerikanischen Gesellschaft verläuft. Handelt es sich um einen Konflikt zwischen intellektuellen Eliten und dem einfachen Volk? Zwischen Säkularen und Religiösen? Oder zwischen Evangelikalen und Nicht-Evangelikalen? Zwischen Weltgewandten und Engstirnigen? Zwischen den Bewohnern der Küstenstaaten und denen des amerikanischen Kernlands? Diese Liste von Gegensatzpaaren ließe sich noch lange fortsetzen. Dass die gewählten Ausdrücke oft schon einen politischen Standpunkt erkennen lassen, verdeutlicht, wie herausfordernd eine nüchterne, wissenschaftliche Betrachtung der politischen Landschaft Amerikas ist.“
Wahlchancen und Taylor Swift
„Was haben die Wahlchancen von Kamala Harris mit der amerikanischen Kultur zu tun?“, fragt Prof. Dr. Christine Gerhardt, Professur für Amerikanistik. „Dass sich die USA 2024 eine schwarze Frau als Präsidentin vorstellen kann, trifft in seiner visionären Kraft einen Kern der amerikanischen Kultur. Zu den kulturellen Narrativen, die Kamala Harris’ Kandidatur berührt, gehört die Vision eines Einwanderungslandes, das Platz für Menschen jeglicher Herkunft hat, so wie einst für ihre jamaikanisch-indischen Eltern. Ihr „Wir gehen nicht zurück“ vereint vielfältige Anliegen – bezahlbare Krankenversicherung, Abtreibungs- und LGBTQ+ Rechte – und knüpft so an die Leitidee „e pluribus unum“ an. Dass Michelle Obama auf dem Parteitag einen „helleren Tag“ beschwor, verweist auf die religiösen Wurzeln amerikanischen Fortschrittsglaubens. Vor allem verkörpert der Enthusiasmus, den Harris’ Nominierung ausgelöst hat, jene Begeisterung für das Neue, Zukünftige, die sich durch die US-Geschichte zieht.“
Etwas irdischer wird es bei Prof. Dr. Jörn Glasenapp, Lehrstuhl Literatur und Medien, der fragt: „Pop und Politik: Ob Taylor Swift die US-Wahl entscheiden kann? „Wie eng das popkulturelle und das politische Feld in den USA zusammenhängen, wie fließend die Übergänge sind, verdeutlicht immer wieder mit besonderer Prägnanz der Präsidentschaftswahlkampf. Stärker noch als vor vier Jahren gerät diesbezüglich der erfolgreichste Popstar der Gegenwart, Taylor Swift, in den Fokus, deren politischer Einfluss als erheblich eingeschätzt wird. Swift hat sich lange Zeit aus der Politik herausgehalten, positioniert sich seit 2018 aber eindeutig aufseiten der Demokraten beziehungsweise gegen Donald Trump. Eine explizite Wahlempfehlung für Kamala Harris und Tim Waltz hat die Musikerin noch nicht abgegeben, aber vieles deutet darauf hin, dass es noch dazu kommen wird.“
Kommunikation, KI, Geschlecht
Zu einem möglichen Endspiel in der US-Wahl um die Zukunft der politischen Kommunikationskultur sagt Prof. Dr. Olaf Hoffjann, Professur für Kommunikationswissenschaft: „Im amerikanischen Präsidentschaftswahlkampf wird nicht nur über den künftigen Amtsinhaber, sondern wohl auch über die künftige politische Kommunikationskultur entschieden. Spielen Kategorien wie Fakten und Lüge künftig noch eine Rolle oder setzt sich ein postfaktischer emotionalisierender Politikstil durch, dem die Wahrheit weitgehend egal ist? Geht es in der politischen Kommunikation noch um eine sachlich klare, aber doch zivilisierte Auseinandersetzung zwischen politischen Gegnern oder um das Vernichten des politischen Feindes? Der Wahlkampf und vor allem sein Ausgang werden wohl auch für europäische Demokratien weitreichende Folgen haben.“
Digitale Medien im Wahlkampf stehen im Mittelpunkt der Äußerung von Prof. Dr. Andreas Jungherr, Lehrstuhl für Politikwissenschaft. „Wahlkämpfe in den USA demonstrieren immer wieder eindrucksvoll, wie neue Werkzeuge und Methoden in Wahlkämpfen eingesetzt werden, im Guten wie im Schlechten. Der aktuelle US-Präsidentschaftswahlkampf verspricht dabei ein Beispiel für die Nutzung von KI zu werden. Dies gilt es besonders zu beobachten, da sich hier für die nächsten vier bis acht Jahre entscheidet, ob KI international als eine Chance oder Gefahr für Demokratie wahrgenommen wird.“
Und zur geschlechtsspezifische Selbstdarstellung von Kandidatinnen und Kandidaten in Wahlkämpfen sagt Prof. Dr. Isabel Kusche, Professur für Soziologie mit dem Schwerpunkt digitale Medien: „Nach dem Rückzug von Präsident Joe Biden als Kandidat der Demokratischen Partei geht, nach 2016 zum zweiten Mal, mit Kamala Harris eine Frau in das Rennen um die amerikanische Präsidentschaft. Frauen sind in Wahlkämpfen noch immer mit stereotypen Vorurteilen konfrontiert beziehungsweise rechnen mit ihnen. Sie reagieren darauf oft, indem sie vermeiden ihr Geschlecht zum Thema zu machen. Das könnte in diesem Wahlkampf anders sein, weil die Demokraten unter anderem auf das Thema des Rechtes auf Abtreibung setzen, um Wählerinnen zu gewinnen, und die Aussicht, erstmals eine Frau zur Präsidentin wählen zu können, zusätzlich gegen die Alternative Donald Trump mobilisieren könnte.“
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Universität unterstützt Biodiversitätsprojekt
Markusplatz: Neue Nistkästen für Mauersegler
Noch sind Bambergs Mauersegler auf ihrem Weg in ihr Winterquartier in Afrika, wenn sie aber im nächsten Frühling zurückkehren, werden sie am Markusplatz neue Nistmöglichkeiten vorfinden.
Artenreichtum in der Stadt tut der Umwelt gut. Deshalb nimmt die Stadt Bamberg gerne Finanzmittel des Bundes an, wie das Rathaus mitteilt, um an Gebäuden brütende Vogelarten zu unterstützen und Nistkästen anzubringen. Nach Projekten an der Montessorischule, am E.T.A. Hoffmann-Gymnasium und am Pfarrheim der Wunderburgkirche rückte nun das Universitätsgebäude am Markusplatz in den Mittelpunkt. An ihm wurden spezielle Kästen für Mauersegler angebracht.
Patrick Weiß, Mitarbeiter des IT-Services der Otto-Friedrich-Universität, hatte von den Projekten für Gebäudebrüter erfahren. Seine Idee, am Marcushaus, der ehemaligen Staatlichen Frauenklinik, Nistkästen für Mauersegler anzubringen, griffen Jürgen Gerdes, Projektbetreuer im städtischen Klima- und Umweltamt, sowie Thomas Köhler, ehrenamtlicher Partner des Amtes und Vorsitzender der Initiative Artenschutz in Franken, gerne auf.
Köhler wählte geeignete Kästen aus und erstellte einen Plan für deren Installation. Das war laut Rathausmitteilung nicht einfach, denn Mauersegler sind anspruchsvoll. Das Dach der Kästen muss schräg sein, damit sich keine Tauben oder Greifvögel darauf setzen können. Zudem muss die Öffnung nach unten zeigen, weil sich die Segler gerne in den Flug fallen lassen.
Dem Plan stimmten Steffi Häfner vom Staatlichen Bauamt, das für den Unterhalt des denkmalgeschützten Universitätsgebäudes am Markusplatz verantwortlich ist, und Martin Brandl, Referatsleiter der Denkmalpflege in Schloss Seehof, zu. Allerdings nur unter der Voraussetzung, dass die ursprünglich grauen Kästen in der Farbe des Gebäudes gestrichen werden und das Gebäude durch die Montage keinen Schaden nimmt.
Nach Langstreckenflug sicher wieder in Bamberg
So wurden die Kästen in Ocker getaucht und dann von einer Spezialfirma aus Burgwindheim montiert. Jetzt braucht es etwas Geduld. Denn die Mauersegler sind derzeit unterwegs zu ihrem Winterquartier südlich der Sahara.
Sicher ist jedoch, dass sie zum Brüten im nächsten Jahr wiederkommen werden, sehr zuverlässig Ende April beziehungsweise Anfang Mai nach einem Langstreckenflug von fast 10.000 Kilometern. Das gelingt ihnen, weil Mauersegler eine außergewöhnliche Fähigkeit haben – sie können im Flug schlafen.
Bundesprogramm Biologische Vielfalt
Das Hilfsprojekt für Gebäudebrüter ist eines von sechs städtischen Projekten, die aus dem Bundesprogramm Biologische Vielfalt unter der Bezeichnung „Bamberger Stadtgrün“ von 2022 bis 2027 mit 1,4 Millionen Euro gefördert werden sollen. Dazu zählen auch die Entschlammung des Hainweihers und die Anlage eines naturnahen Flachufers an seinem südlichen Ende sowie Renaturierungsmaßnahmen im Stadtwald.
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Für Friedens‑, Konflikt- und Sicherheitsforschung
Universität Bamberg tritt Wissenschaftsallianz bei
Die Universität Bamberg hat sich einer Wissenschaftsallianz angeschlossen. Dieses Bündnis soll Forschung vernetzen und Fragen zu Frieden, Krieg, Konflikt, Verteidigung und Sicherheit bearbeiten.
Wie die Hochschule aktuell mitteilt, tritt die Otto-Friedrich-Universität Bamberg der Bayerischen Wissenschaftsallianz für Friedens‑, Konflikt- und Sicherheitsforschung bei. Der Aufnahmeantrag wurde von der Präsidiumssitzung der Allianz einstimmig positiv beschieden. Am 18. Juli unterzeichnete Universitätspräsident Prof. Dr. Kai Fischbach den Kooperationsvertrag offiziell.
„Der Beitritt zur Bayerischen Wissenschaftsallianz für Friedens‑, Konflikt- und Sicherheitsforschung ermöglicht die enge Zusammenarbeit und den interdisziplinären Austausch mit den anderen Mitgliedsuniversitäten“, sagte Kai Fischbach. „Wir können gemeinsam unsere Forschungsaktivitäten intensivieren und einen wertvollen Beitrag zur Lösung drängender gesellschaftlicher Fragen leisten.“
Die Wissenschaftsallianz vernetzt Forschungsvorhaben und ‑schwerpunkte der beteiligten Hochschulen und setzt dabei auf eine interdisziplinäre Herangehensweise, um Fragestellungen zu Frieden, Krieg, Konflikt, Verteidigung und Sicherheit zu bearbeiten. Die Forschungserkenntnisse sollen in die Hochschullehre einfließen, aber auch in die breite Öffentlichkeit getragen werden. Zudem berät die Allianz wissensbasiert politische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Entscheidungsträgerinnen und ‑träger.
Ansprechpartnerin Prof. Dr. Monika Heupel
Von der Universität Bamberg wird sich in die fachliche Arbeit der Allianz Prof. Dr. Monika Heupel einbringen. Sie ist Inhaberin der Professur für Politikwissenschaft, insbesondere internationale und europäische Politik, und forscht vor allem zu internationalen Organisationen und Institutionen wie den Vereinten Nationen, zu Menschenrechtspolitik und Sicherheitspolitik. „Ich freue mich sehr“, sagt Monika Heupel, „die Universität Bamberg in der Wissenschaftsallianz für Friedens‑, Konflikt- und Sicherheitsforschung vertreten zu dürfen. In der Allianz steckt unglaublich viel Potenzial – angefangen von der Vernetzung von Forschungsvorhaben über den interdisziplinären Zugang zu relevanten Themen bis hin zur Öffentlichkeitsarbeit und Politikberatung. Mit meiner Forschung an der Schnittstelle von Sicherheits- und Menschenrechtspolitik möchte ich in der Allianz wichtige Akzente setzen.“
Neben der Universität Bamberg wurden auch die Universitäten Würzburg und Passau neu aufgenommen. Mit den Universitäten Regensburg und Bayreuth, der Hochschule für Philosophie München, der Universität der Bundeswehr München und der FAU Erlangen-Nürnberg sind es nun insgesamt acht Hochschulen, die gemeinsam die Friedens‑, Konflikt- und Sicherheitsforschung in Bayern voranbringen möchten.
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Universität Bamberg
„GENIAL-forschen+“: Geschlechtersensible Forschung stärken
Mit dem Start des Projekts „GENIAL-forschen+“ im Juli 2024 rückt die Otto-Friedrich-Universität Bamberg geschlechtersensible Forschung in den Fokus. Denn ein Ziel von Wissenschaft sei es, die Lebensqualität von Menschen zu verbessern.
„Exzellente und innovative Forschung sollte sich daher am Nutzen für alle Menschen orientieren“, sagt Prof. Dr. Astrid Schütz, Universitätsgleichstellungsbeauftragte in der Wissenschaft der Universität Bamberg. Sie leitet das Projekt „GENIAL-forschen+“.
Im Alltag der Menschen ist die Dimension Geschlecht tief verwurzelt, wie die Universität in einer Mitteilung schreibt. So wird zum Beispiel unterschieden zwischen Damen- und Herrenkleidung oder Farben werden als Mädchen- oder Jungenfarben definiert. Und auch das gesellschaftsverändernde Potenzial geschlechtersensibler Forschung ist groß.
Ebenso groß sind aber die Daten- und Wissenslücken, wie Astrid Schütz sagt. „Bei Forschungsdesigns wird das Geschlecht nicht immer einbezogen. Dabei kann das in einigen Fächern unmittelbaren Einfluss auf den Alltag der Menschen haben, manchmal sogar über Leben und Tod entscheiden.“ Die Erkenntnis, dass sich Herzinfarkte bei Menschen verschiedener Geschlechter in unterschiedlichen Symptomen äußern, ist entsprechend mittlerweile bekannt. Das lückenhafte Wissen erstreckt sich jedoch in alle möglichen wissenschaftlichen Disziplinen.
Basis geschlechtersensibler Forschung an der Universität Bamberg
Diese Lücken sollen schrittweise geschlossen werden. Mit dem Projekt „GEschlechterpoteNzIALe nutzen – Gesellschaft verändern“ – kurz: „GENIAL-forschen+“ – will die Universität Bamberg einen Beitrag dazu leisten. Dazu soll die bestehende geschlechtersensible Forschung ausgebaut und gleichzeitig die Sensibilität der Forschenden für diese Notwendigkeit gestärkt werden. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert das Projekt mit 850.000 Euro im Rahmen der Ausschreibung „Geschlechteraspekte im Blick“ (GIB).
In der bereits abgeschlossenen Konzeptphase des Projektes „GENIAL-forschen“ erfolgte bis Februar 2023 eine Bestandsaufnahme. Ergebnis: „GENIAL-forschen+“ kann an der Universität Bamberg auf eine solide Basis von geschlechtersensibler Forschung und Projekten aufbauen. Die Spannweite der Forschung reicht vom Bereich der Künstlichen Intelligenz über ein vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales gefördertes Projekt zu Arbeitsbedingungen im Gesundheitssektor bis hin zur gendersensiblen Erweiterung herkömmlicher Gewichtsreduktionsprogramme.
Bewusstsein schärfen, Knowhow vermitteln
Für die im Juli 2024 beginnende fünfjährige Projektphase ist unter anderem die Gründung eines Zentrums für geschlechtersensible Forschung geplant. Dort sollen alle Aktivitäten des Projektes organisiert, Forschende vernetzt und der Transfer zu anderen Hochschulen sowie in die Gesellschaft und zu weiteren Transferpartnern eingeleitet werden. Auch nach Projektende 2029 möchte das Zentrum die institutionelle Verankerung der Thematik gewährleisten.
Daneben werden zielgruppenspezifische Vernetzungs- und Fortbildungsangebote weiterentwickelt, die bereits wie die „Nacht der Geschlechtersensiblen Forschung“ das Bewusstsein Studierender schärfen oder das nötige Knowhow für die Beantragung von großen Verbundprojekten vermitteln.
Leitfäden und Werkzeuge, die erarbeitet werden sollen, werden im Anschluss anderen Universitäten zur Verfügung gestellt. Weitergegeben werden also nicht ausschließlich Forschungsergebnisse und Methoden, sondern in diesem besonderen Fall auch Strukturaufbau- und ‑umbaumaßnahmen. „Im Ergebnis soll sich die Universitätslandschaft nachhaltig wandeln und zu geschlechtersensibler Forschung bekennen“, sagt Astrid Schütz. 29 regionale und überregionale Unternehmen, Verbände und Hochschulen zeigen laut Universität bereits Interesse am Transfer der Erkenntnisse.
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Von der Erba bis zur Buger Spitze
Uni-Lauf: Streckenrekord und Erfolg für Bamberger Studierende
Rund 700 Sportler:innen gingen am Wochenende beim zehnten Bamberger Uni-Lauf an den Start. Dabei haben nicht nur die örtliche Hochschule, sondern auch einige ihrer Studierenden gewonnen.
Eine Fanfare tönte durch den Innenhof des Universitätsgeländes auf der Erba-Insel als am Sonntag (30. Juni) der Startschuss für die Teilnehmer:innen des zehnten Uni-Laufs fiel. Insgesamt nahmen etwa 700 Personen teil. 569 Teilnehmer:innen absolvierten beim Uni-Lauf eine 10-Kilometer-Strecke, 64 Schüler:innen im Alter zwischen acht und 13 Jahren eine zwei Kilometer lange, und etwa 75 Kinder, die sieben Jahre oder jünger waren, rannten 500 Meter.
Neben den 569 Läufer:innen im Hauptlauf nahmen zusätzlich 15 Staffel-Teams teil. Der 10-Kilometer-Hauptlauf wurde sowohl als Volkslauf als auch als Bayerische Hochschulmeisterschaft ausgetragen.
Insgesamt bestritten 218 Frauen und 351 Männer zwischen 14 und 82 Jahren den Hauptlauf. Los ging es auf dem Erba-Gelände der Universität Bamberg. Entlang des Main-Donau-Kanals führte die Strecke bis zur Buger Spitze. Der Rückweg verlief durch den Hain über die Innenstadt am Kranen und an der Konzerthalle vorbei zurück zur Erba.
Streckenrekord bei den Frauen und Siege für Bamberger Studierende
Brendah Kebeya von der LG Bamberg lief nach 36 Minuten und 34 Sekunden als schnellste Frau ins Ziel ein und stellt damit den neuen Streckenrekord der Frauen auf. Gesamtschnellster Mann war Marius Stang von der LAV Stadtwerke Tübingen mit einer Zeit von 34 Minuten und 16 Sekunden. Neben den Einzelläufern konnten die 10 Kilometer des Hauptlaufs auch im Team zurückgelegt werden. Eine Staffel bestand aus zwei Personen, die Stabübergabe erfolgte nach 5,5 Kilometern.
Bei der Bayerischen Hochschulmeisterschaft belegte Ursula Schürle von der Universität Bayreuth mit 44 Minuten und 44 Sekunden den ersten Platz bei den Frauen. Der schnellste Mann war Hannes Hittinger von der Hochschule Coburg, der nach 35 Minuten und 46 Sekunden im Ziel eintraf. Insgesamt nahmen an der Hochschulmeisterschaft 264 Läufer:innen von 12 Hochschulen teil.
Besonders erfolgreich war die Universität Bamberg in der Mannschaftswertung bei der Bayerischen Hochschulmeisterschaft. Sowohl bei den Männern (3 Stunden, 23 Minuten und 5 Sekunden) als auch bei den Frauen (4 Stunden, 7 Minuten und 55 Sekunden) belegte die Universität Platz eins. Im Rahmen des Volkslaufs gewann bei den Männern die LG Bamberg (3 Stunden, 31 Minuten und 23 Sekunden) und bei den Frauen das Team der SC Kemmern (3 Stunden, 41 Minuten und 57 Sekunden).
Lisa Weber und Ahmed Fathalla waren dieses Jahr als schnellste Bamberger Studierende erfolgreich. Weber war mit 46 Minuten und 43 Sekunden nicht nur die schnellste Läuferin der Universität Bamberg, sondern auch die zweitschnellste der Hochschulmeisterschaft. Der Grundschullehramtsstudent Ahmed Fathalla kam nach 36 Minuten und 32 Sekunden im Ziel an. Damit ist er der schnellste Bamberger Student und belegt Platz drei bei den Männern der Hochschulmeisterschaften.
Auch rund 75 Kinder bis zu sieben Jahren stellten ihre Schnelligkeit beim 500 Meter Bambini-Lauf unter Beweis. Beim Kinder- und Jugendlauf absolvierten 64 Schüler:innen eine zwei Kilometer lange Strecke. Als Erster kam der achtjährige Fabian Franz vom TSV Mönchröden nach sieben Minuten im Ziel an. Schnellstes Mädchen war Clara Peetz mit sieben Minuten und 54 Sekunden.
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Veranstaltungsprogramm
Universität Bamberg: Nature Writer, Interreligiöse Studien, Jazz-Matinee
Eine Lesung mit Nature Writer Leonhard F. Seidl, 20 Jahre Zentrum für Interreligiöse Studien, ein Werkstattgespräch mit Kinderbuchautorin Charlotte Habersack, ein Vortragsabend der Musikpädagogik, eine Tagung zu „Modern Persian Literature“, eine Pädagogik-Messe und eine Jazz-Matinee – das Veranstaltungsprogramm der Universität Bamberg in der nächsten Woche ist vielseitig.
Das Veranstaltungsprogramm der Universität Bamberg im Juli beginnt am 2. des Monats mit „Nature Writing und Klimakrise – Lesung und Spaziergang mit Leonhard F. Seidl“ (19 Uhr, Treffpunkt Bootshaus im Hain). Leonhard F. Seidl ist Schriftsteller und Dozent für Kreatives Schreiben. Im Sommersemester 2024 bietet er an der Universität Bamberg den Kurs „Nature Writing: Natur schreiben in der (Klima)Krise“ an, bei dem er mit den Studierenden Bambergs Parks und Grünflächen schreibend erkundet. Zum Spaziergang mit Lesung durch den Hain sind alle Interessierten eingeladen. Der Autor von sechs Romanen, zahlreichen Kurzgeschichten, Kommentaren und Essays wandert seit Jahren durch unterschiedlichste Landschaften und Nationalparks in Deutschland, Österreich und Tschechien. Dabei lotet er die Möglichkeiten aus, über die Natur als gleichberechtigtes Gegenüber zu schreiben und ihre Reaktionen auf den Klimawandel wahrzunehmen.
Am 2. und 3. Juli begeht das Zentrum für Interreligiöse Studien sein 20-jähriges Bestehen. An der Universität 2 gibt es um 18:15 Uhr einen Vortrag von Fabian Rasem unter dem Titel „Religiöse Vielfalt. Gesellschaft und Zusammenhalt zwischen Säkularisierung, Superdiversität und Stereotypen“. Am 3. Juli, 10 Uhr, folgt ein Symposium mit Impulsvorträgen zum Themenfeld „Religiöse Vielfalt und gesellschaftlicher Zusammenhalt“ An der Universität 5. Dort findet am 3. Juli, 14 Uhr, zudem ein Forum statt, das zum Austausch über Themen der interreligiösen Beziehung und des Dialogs einlädt.
Ebenfalls am 3. Juli (16:15 Uhr) stehen eine Lesung und ein Werkstattgespräch mit der Kinderbuch-Autorin Charlotte Habersack auf dem Programm (An der Universität 5). Charlotte Habersack wird einen Einblick in ihre Arbeit geben. Habersacks Buchreihen „Bitte nicht öffnen“, „Pippa Pepperkorn“ und „Echte Helden“ stehen in vielen Kinderzimmern und werden oft in Schulen gelesen. Ihr Bilderbuch „Der schaurige Schusch“ ist längst ein moderner Klassiker der Kinderliteratur geworden.
Vortragsabend, „Modern Persian Literature“, Pädagogik-Messe, Jazz-Matinee
Zu einem Vortragsabend öffnet der Irmler-Musiksaal (An der Weberei 5) am 4. Juli um 19 Uhr seine Tore. Mit Solo- und Ensemblebeiträgen aus unterschiedlichen Epochen gestalten die Studierenden des Lehrstuhls für Musikpädagogik und Musikdidaktik ein bunt gemischtes Programm. Zu hören sind insbesondere die Preisträger:innen und Preisträger des Irmler-Musikwettbewerbs.
Vom 4. bis zum 7. Juli veranstaltet die Universität die Tagung „Modern Persian Literature“ am Schillerplatz 17. Trotz einer lebhaften Literaturproduktion ist die moderne persische Literatur aufgrund mangelnder institutioneller Strukturen sowohl innerhalb als auch außerhalb des Irans noch weitgehend unerforscht. Im Iran wurde die moderne Literatur außerdem immer als potenziell staatsfeindliche Bedrohung angesehen. Die interessierte Öffentlichkeit ist zu den englischsprachigen Vorträgen eingeladen.
Einen Tag später, am 5. Juli, findet eine Pädagogik-Messe statt (13 bis 16 Uhr, Markusplatz 3). Zahlreiche pädagogische Einrichtungen und Institutionen der Region werden anwesend sein und sich vorstellen. Aus erster Hand kann das Publikum so pädagogische Arbeitsfelder kennenlernen, Netzwerke knüpfen und Praktikums- und Arbeitsplätze sondieren.
Den Abschluss des Veranstaltungsprogramms der Universität im frühen Juli macht eine Jazz-Matinee am 7. Juli (12 Uhr, Irmler-Musiksaal, An der Weberei 5). Ob mit Swing-Standards oder modernen Fusion- und Latin-Arrangements – die Uni-Bigband und Jazz-Combos hat es im Programm. Dazu wird Markus Schieferdeckers zehnjähriges Jubiläum als Leiter des Ensembles begangen.
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HWK und Universität Bamberg
Tandem-Reihe zu Fachkräften der Zukunft
Wissenschaft und Praxis diskutieren bei einer Tandem-Reihe am 26. Juni über Nachhaltigkeit in der betrieblichen Ausbildung. Dabei geht es unter anderem um die Frage, welche Erwartungen junge Menschen an einen sinnstiftenden Beruf haben.
Die Aufgabe, Fachkräfte zu finden und an das Unternehmen zu binden, bleibt laut einer Mitteilung der Handwerkskammer für Oberfranken ein wesentlicher Erfolgsfaktor für Betriebe. Daher soll sich eine wissenschaftlich-praktisch Tandem-Reihe am 26. Juni (18 Uhr, AULA Universität Bamberg) der Nachhaltigkeit in der betrieblichen Ausbildung widmen.
Nach einer Einführung von Prof. Dr. Silvia Annen, Professorin für Wirtschaftspädagogik an der Otto-Friedrich-Universität Bamberg, zu „Weiterentwicklung der Ausbildung – Unternehmen in der Transformation hin zu einer nachhaltigen Entwicklung“, folgt eine Talkrunde mit Vertreter:innen von Betrieben. Dabei sollen unter anderem Fragen erörtert werden wie „Welche Erwartungen hat die junge Generation an eine nachhaltige und sinnstiftende Berufstätigkeit? Welche Bedeutung hat die berufliche Ausbildung für den unternehmerischen Wandel? Und inwiefern verändern sich die Anforderungen an das betriebliche Bildungspersonal durch die Ausrichtung an einem nachhaltigen Wirtschaften?
Die Tandem-Reihe ist eine gemeinsame Veranstaltung der Universität Bamberg, der Industrie- und Handelskammer (IHK) für Oberfranken Bayreuth und der Handwerkskammer (HWK) für Oberfranken, bei der die Erkenntnisse der Wissenschaft mit den Erfahrungen aus der Praxis gekoppelt werden sollen. Auch soll ein bei dem themenspezifischen Forum ein Ideenaustausch entstehen, von dem Wirtschaft und Wissenschaft gleichermaßen profitieren sollen. Die Teilnahme ist kostenfrei, die Anmeldemodalitäten hat die HWK online hinterlegt.
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Veranstaltungshinweis
Universität Bamberg: Lesung, Filmreihe, Nachtmusik und Slavistik-Konferenz
In loser Reihenfolge bietet die Universität Bamberg immer wieder Veranstaltungen zu verschiedenen Themen. Für den Juni stehen eine queere Lesung und eine Lesung von Giorgio Fontana, eine Filmreihe, ein Kammerorchester-Konzert und eine Internationale Konferenz der Slavistik auf dem Programm.
Der Christopher Street Day Bamberg e. V. veranstaltet in Kooperation mit der Neueren deutschen Literaturwissenschaft der Universität Bamberg am 10. Juni, um 19 Uhr, eine queere Lesung aus Anlass des CSD im „nana theater“ im Club Kaulberg. Dazu sind Kristin Höller und Cécil Joyce Röski eingeladen. Höllers zweiter Roman „Leute von früher“ erzählt eine lesbische Liebesgeschichte vor der Kulisse einer durch den Klimawandel bedrohten nordfriesischen Insellandschaft. Röskis Debütroman „Poussi“ ist ein Roman über eine junge Prostituierte, die dem Bordell entkommen will, in dem sie aufgewachsen ist und arbeitet.
Auch findet im Juni eine Filmreihe zum Thema Religion und Politik statt. Bis Anfang Dezember geht die Reihe und beginnt am 12. Juni um 18 Uhr im Lichtspiel Kino. Im Film „Das Neue Evangelium“ begibt sich Regisseur Milo Rau in der süditalienischen Stadt Matera zu den Ursprüngen des Evangeliums und inszeniert es als Passionsspiel einer Gesellschaft, die geprägt ist von Unrecht und Ungleichheit. Im Anschluss an den Film ist Fulvio Ferrario, Professor für Systematische Theologie an der Waldenserfakultät Rom, als Gesprächsgast vor Ort. Neben „Das Neue Evangelium“ werden noch sechs weitere Filme, darunter „The Zone of Interest“ und „Der Exorzist“, gezeigt.
Giorgio Fontana, Nachtmusik und Slavistik-Konferenz
Zum „Kafka-Jahr“ 2024, anlässlich des 100. Todestags des Prager Schriftstellers, gibt es auch in Bamberg Veranstaltungen. So hat der italienische Kulturverein „mosaico italiano“ in Kooperation mit der Universität den Italienischen Autoren und Journalisten Giorgio Fontana eingeladen, sein neues Buch „Kafka – Un mondo di verità“ („Kafka – Eine Welt voller Wahrheit“) vorzustellen. Am 12. Juni, um 18 Uhr, liest Fontana An der Universität 7. In seinem Buch legt er den unsterblichen Schriftsteller Franz Kafka neu aus und unternimmt eine literarische Untersuchung zur Frage: Was ist Literatur?
Am 15. Juni, spielt das Kammerorchester der Universität in der Aula in Dominikanerstraße um 21 Uhr ein Nachtkonzert. Auf dem musikalischen Programm stehen Werke von Heinrich Ignaz Franz von Biber, Johann Sebastian Bach oder Wolfgang Amadeus Mozart
„Ideengeschichte und Ideenpolitik der Säkularisierung in der russischen und sowjetischen Kulturgeschichte“ lautet das Thema einer Internationale Slavistik-Konferenz, die die Universität vom 13. bis 15. Juni in der Oberen Karolinenstraße 8 veranstaltet. Die Zusammenkunft soll einen Transfer der Erträge aus der historiographischen Diskussion anregen und zugleich einen literatur- und kulturwissenschaftlichen Blickpunkt einbringen. Denn die Konferenz will Säkularisierung nicht nur ideengeschichtlich, sondern auch ideenpolitisch betrachten.
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Universität Bamberg mit dabei
Internationales Förderprogramm: Bayerische Hochschulen ausgewählt
Für ein im letzten Jahr ausgeschriebenes bayerisch-tschechisches Förderprogramm wurden nun Hochschulen der beiden Forschungspartner ausgewählt. Auf bayerischer Seite erhielt auch die Bamberger Universität einen Zuschlag.
Das bayerisch-tschechische Förderprogramm „Joint Czech-Bavarian Research Projects 2024 – 2026“ soll insbesondere junge Wissenschaftler:inne aus beiden Ländern vernetzen und sie zu weiteren Kooperationen auf nationaler und internationaler Ebene ermutigen. Im Herbst 2023 wurde es ausgeschrieben, nun hat Bayerns Wissenschaftsministerium bekanntgegeben, welchen Hochschulen des Freistaates es zugute kommt.
So haben sich in einem Auswahlverfahren 15 Projekte durchgesetzt, die von bayerischen Hochschulen in Kooperation mit Hochschulen in Tschechien umgesetzt werden. Die aus insgesamt 96 Vorschlägen ausgewählten Projekte sollen zum 1. Juli beginnen und werden in einem Zeitraum von zweieinhalb Jahren mit bis zu 3,5 Millionen Euro auf bayerischer und einem entsprechenden Volumen auf tschechischer Seite gefördert.
In Bayern sind beteiligt: Die Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (3 Projekte), die Technische Universität München (2), die Universität Regensburg (2) sowie mit jeweils einem Projekt die Universität Augsburg, die Technische Hochschule Deggendorf, die Hochschule für angewandte Wissenschaften Landshut, die Ludwig-Maximilians-Universität München, die Universität Passau, die Ostbayerische Technische Hochschule Regensburg und die Julius-Maximilians-Universität Würzburg. Und auch die Bamberger Otto-Friedrich-Universität erhält durch das Programm Förderung für ein Projekt.
Die Forschungsschwerpunkte der Projekte liegen unterdessen auf Themen aus der Informationstechnologie, der Künstlichen Intelligenz, Materialwissenschaften und Nanotechnologie sowie aus den Kultur- und Sozialwissenschaften. Erforscht werden dabei zukunftsorientierte Fragestellungen wie die Mensch-Maschine-Interaktion, saubere Energieerzeugung, umweltfreundliche Lösungsmittel und hybride Plattformen für Quanten-Nanophotonik. Außerdem stehen die Nutzung digitaler Methoden zur Datenanalyse, die Optimierung des deutsch-tschechischen Pendlerverkehrs oder die Erforschung von mittelalterlichen Bauwerken in Bayern und Tschechien im Mittelpunkt.