Gesundheitspsychologie
Universität Bamberg: Menschen ab 65 für Hitzestudie gesucht
Die Otto-Friedrich-Universität Bamberg möchte zur Sommerhitze in Stadt und Land forschen. Für dies Hitzestudie sucht die Hochschule Menschen ab 65 Jahren.
„Besonders hohe Temperaturen setzen Seniorinnen und Senioren oft mehr zu als jüngeren Menschen“, sagt Prof. Dr. Philipp Sprengholz. Er leitet eine Hitzestudie der Bamberger Universität und hat die Juniorprofessur für Gesundheitspsychologie inne. „Wir möchten besser verstehen, wie ältere Menschen Hitze im Alltag erleben und bewältigen, und wo es zu Schwierigkeiten kommt.“
Ab sofort können sich Interessierte mit ihrem Smartphone in die Studie einschreiben. Nach einer einfachen Anmeldung erscheinen auf dem Gerät in regelmäßigen Abständen kurze Umfragen, die sich mit dem Erleben und Verhalten bei Hitze beschäftigen oder konkrete Schwierigkeiten erfassen.
Die Umfragen sollen in der Regel nicht länger als zwei bis fünf Minuten dauern und erscheinen wöchentlich bis September diesen Jahres. Sie sind so gestaltet, dass sie direkt beantwortet werden können, also beispielsweise von unterwegs. „Die mobilen Befragungen helfen uns, ein präziseres Bild von Hitzesituationen zu zeichnen und Bedarfslagen und Hintergründe zu erkennen“, sagt Robert Bruckmann, wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Hitzestudie.
Die Teilnahme ist außerdem freiwillig, kostenlos, anonym und kann jederzeit pausiert oder beendet werden. Unter allen Teilnehmenden werden im Oktober zudem 20 mal 100 Euro verlost. Mit jeder abgeschlossenen Umfrage sammeln die Teilnehmenden Punkte, die am Ende die Gewinnwahrscheinlichkeit erhöhen.
Drei Anmeldemöglichkeiten
Wer an der Studie teilnehmen möchten, hat drei Möglichkeiten für eine Anmeldung. Unter www.hitzestudie.de können sich Interessierte selbst anmelden. Im Juni finden zusätzlich zwei Informationsnachmittage an der Universität Bamberg statt, bei denen die Studie vorgestellt und Interessierten mit der Anmeldung geholfen wird. Folgende Termine stehen zur Auswahl: 6. Juni, 14 Uhr, Hörsaal M3N, Markusplatz 3, und 20. Juni, 14 Uhr, Hörsaal MG1, Markusplatz 3.
Auch besteht die Möglichkeit zur individuellen Anmeldung. Die Forschenden helfen nach Verfügbarkeit ihm Rahmen eines individuellen Termins an der Universität oder bei den interessierten Personen zu Hause mit der Anmeldung. Für eine Terminvereinbarung sind sie montags bis donnerstags jeweils von 9 bis 12 Uhr erreichbar, unter 0951 //863‑1857. Alternativ kann man eine E‑Mail an hitze.gesundheitspsychologie@uni-bamberg.de senden.
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Wie viel Schönheit braucht der Mensch?
34. Bamberger Hegelwoche beschäftigt sich mit Ästhetik
Am 4. Juni beginnt an der Universität Bamberg die 34. Hegelwoche. Die diesjährigen Vorträge drehen sich um die Wahrnehmung von Ästhetik und Schönheit.
Im Bereich der menschlichen Wahrnehmungen sind laut einer Mitteilung der Universität Bamberg insbesondere positive ästhetische Wahrnehmungen von Bedeutung. Wie die Erfahrung, aber auch Psychologie und Philosophie zeigten, seien Menschen auf ästhetische Erfahrungen ausgerichtet. Die 34. Bamberger Hegelwoche beschäftigt sich deshalb mit der Frage danach, was Ästhetik bedeutet. Wie viel Schönheit braucht der Mensch? An drei Abenden vom 4. bis 6. Juni gehen Forschende in Vorträgen dieser Frage nach. Die Vorträge beginnen jeweils um 19:15 Uhr und finden in der Dominikanerstraße 2a statt.
Am 4. Juni beginnt die 34. Hegelwoche mit dem Vortrag „… was die Wimper hält“! Über Schönheit und menschliches Selbstverständnis“ von Prof. Dr. Birgit Recki, Inhaberin der Professur für Praktische Philosophie an der Universität Hamburg. Der Beitrag stellt Ansätze der philosophischen Ästhetik vor, die das Schöne in seiner Bedeutung für ein humanes Selbstverständnis in Anspruch nehmen. In ihrer Forschung setzt sich Recki mit Themen aus den Bereichen Ethik, Ästhetik und Kulturphilosophie sowie Anthropologie auseinander. Außerdem ist sie Mit-Gründerin der Deutschen Gesellschaft für Ästhetik.
Luxus, Naturschönheit, Kunstschönheit
Am 5. Juni referiert Lambert Wiesing, Professor für Philosophie mit Schwerpunkt Bildtheorie und Phänomenologie an der Friedrich-Schiller-Universität Jena, zu Schönheit und Luxus. Weder Luxus noch Schönheit lassen sich messen, sie entstehen allein durch ästhetische Erfahrungen, welche Menschen in der Wahrnehmung oder im Besitz von Dingen machen. In beiden Fällen führt die Erfahrung zu einem, wie Immanuel Kant sagt, „Lebensgefühl“, zu dem Gefühl, ein Mensch zu sein. Deshalb gilt es laut Wiesing darauf zu achten, Luxus strikt von Phänomenen zu unterscheiden, welche im Alltag auch oft als „Luxus“ bezeichnet werden – nämlich angenehmer Komfort und angeberischer Protz.
„Das Naturschöne als das Kunstschöne. Zur und aus der Frage, wie viel Schönheit der Mensch braucht“ – unter diesem Titel steht der Vortrag von Dr. Ryosuke Ohashi am dritten Abend, der Hegelwoche (6. Juni). Ohashi ist japanischer Gegenwartsphilosoph und beschäftigt sich unter anderem mit Phänomenologie, Ästhetik, Kulturphilosophie und Religionsphilosophie. Er ist Direktor des Japanisch-Deutschen Kulturinstituts in Kyoto.
In seinem deutschsprachigen Vortrag geht es um die traditionelle Kunst Japans, in der das Naturschöne und das Kunstschöne – anders als in Europa – ungetrennt aufgefasst werden. Ohashi wird diese Kunst mit Bildern veranschaulichen und ihre Hintergründe erklären. Wenn der Osten zwischen Kunstschönem und Naturschönem ein Kontinuum sieht, ist diese Verallgemeinerung dann eine Steilvorlage für eine allgemeine Theorie des menschlichen Schönheitsempfindens? Die Psychologin und Kulturphilosophin Dr. Stefanie Voigt wird eine Annäherung anderer Art als Erwiderung auf Ohashis Vortrag anbieten. Anschließend folgt eine Podiumsdiskussion.
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Hochschulranking
Universität Bamberg: Gute Ergebnisse im CHE-Ranking
Im aktuellen CHE-Ranking wurden erneut Fächer der Universität Bamberg bewertet. Nun hat die Hochschule die Ergebnisse veröffentlicht.
Studierende der Universität Bamberg haben erneut ihre Fächer im CHE-Ranking bewertet, wie die Hochschule mitteilte. In diesem Jahr standen die Fächer Geographie, Informatik, Politikwissenschaft und – erstmals wieder seit 2011 – Soziologie im Fokus. Das CHE-Hochschulranking ist seit mehr als 25 Jahren der umfassendste und detaillierteste Hochschulvergleich im deutschsprachigen Raum. Neben Fakten zu den Bereichen Studium, Lehre und Forschung umfasst das Ranking Urteile von rund 120.000 Studierenden zu den Studienbedingungen an ihren Hochschulen. Die Bewertungskategorien reichen von der Studienorganisation über den Einsatz digitaler Lehrelemente bis hin zur Praxisorientierung des Fachs.
Das Fach Soziologie schneidet in der Studierendenbefragung hervorragend ab und liegt im bundesweiten Vergleich in 10 von insgesamt 14 Bewertungskategorien über dem Durchschnitt. In acht Kategorien erreicht sie sogar die Spitzengruppe, gemessen an den absoluten Noten.
Die Studierenden loben im CHE-Ranking insbesondere die Studienorganisation und das Lehrangebot. So schätzen sie die inhaltliche Breite des Studiums, die Möglichkeiten der fachlichen Schwerpunktsetzung und die inhaltliche Abstimmung des Lehrangebots. Besonders herausragend ist die Bewertung der Praxisorientierung der Lehre – gerade im bundesweiten Vergleich.
Bewertungen der Politikwissenschaft und Informatik
Der Bamberger Politikwissenschaft verliehen die Studierenden ebenfalls Top-Noten. Sie erreicht so in zehn Kategorien Noten über dem bundesweiten Durchschnitt. Besonders positiv bewerten die Studierenden die Studienorganisation. Der Zugang zu Lehrveranstaltungen ist einfach und die Seminare sind durch die eher kleine Gruppengröße sehr persönlich, Lehre findet auf Augenhöhe statt. Daneben sind die Studierenden mit der Betreuung durch die Lehrenden überaus zufrieden. Sie bewerten vor allem die Erreichbarkeit sowie die Unterstützung bei Fragen und Problemen mit sehr guten Noten.
Auch Ergebnisse für die Informatik liegen im Ranking vor. „Die Studierendenurteile in der Informatik zeigen: Wir sind keine Massenuniversität hier in Bamberg. Das bietet für Studierende enorme Vorteile, was sich auch in den Bewertungen im CHE-Ranking niederschlägt“, sagt Prof. Dr. Daniela Nicklas, Inhaberin des Lehrstuhls für Informatik.
So wird etwa die Studienorganisation inklusive dem einfachen Zugang zu Lehrveranstaltungen und einer angemessenen Teilnehmendenzahl von den Studierenden besonders positiv bewertet. Zudem heben die Studierenden die persönliche Betreuung und Unterstützung durch die Lehrenden positiv hervor.
Geographie punktet bei Gestaltung der Studiengänge
Das Institut für Geographie zeigt sich unterdessen zufrieden mit den Ergebnissen bei den Fakten zu Studium und Forschung. „Wir sind im bundesweiten Vergleich ein recht kleines Institut. Dennoch können wir unseren Studierenden einiges bieten. Wir freuen uns vor allem über die positive Bewertung der Kontakte in die Berufspraxis unserer Studiengänge“, sagt Prof. Dr. Marc Redepenning, geschäftsführender Direktor des Instituts für Geographie. „Denn hier zeigt sich, dass der in den letzten Jahren eingeschlagene Weg in der praxisnahen Ausgestaltung der Studiengänge Früchte trägt und entsprechend gewürdigt wird.“ Aktuell arbeitet das Institut daran, dass gerade der Studieneinstieg in Zukunft noch besser unterstützt wird und ändert die Prüfungsordnung.
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Universität Bamberg
„Gründungshub Oberfranken: GO!“ soll Gründungstalente fördern
Im Zuge der Initiative „Hightech Transfer Bayern“ wird das „Gründungshub Oberfranken GO!“ aufgebaut. Fünf oberfränkische Hochschulen tun sich dafür zusammen, um gründungswilligen Studierenden Wissen in Sachen Innovation und Unternehmertum zu vermitteln.
Was braucht es, damit eine gute Idee nicht in der Schublade liegen bleibt? Zuspruch, Erfahrungsaustausch und tatkräftige Unterstützung, wie die Universität Bamberg in einer Mitteilung schreibt. In fünf bayerischen Gründungshubs sollen Studierende mit Start-Up-Ideen nun genau das finden können.
Anfang Mai hat Bayerns Wissenschaftsminister Markus Blume im Nürnberger Tech Incubator Zollhof die Hubs offiziell eröffnet. „Gründen kann man lernen“, sagte Blume. „Unsere Gründungshubs helfen Studierenden und wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern beim Durchstarten.“ Für eine systematische Gründungsausbildung will der Freistaat den Auf- und Ausbau der Gründungshubs mit etwa drei Millionen Euro und zehn Planstellen fördern.
Diese fünf neuen Gründungszentren sind Teil der Initiative „Hightech Transfer Bayern“, in welche die Bayerische Staatsregierung mehr als 100 Millionen Euro investieren will. Die Hubs setzen sich zusammen aus regional benachbarten Hochschulen und Universitäten in Schwaben, Oberfranken, Unterfranken, Ostbayern und Mittelfranken. Ihr Ziel: Die Kreativität ihrer Studierenden zu fördern, sodass deren Geschäftsideen tatsächlich den Weg auf den Markt finden.
In allen Hubs beginnen daher Qualifizierungs- und Vernetzungsprogramme für gründungsaffine Studierende, die Wissen in Sachen Innovation und Unternehmertum vermitteln sollen, Gründer:innen untereinander und mit Unternehmen vernetzen und ihnen die Chance geben, in verschiedenen Modulen Erfahrung zu erwerben, auch beispielsweise im Ausland.
Brücken zwischen Wissenschaft und Wirtschaft
Im „Gründungshub Oberfranken GO!“ sind die Hochschulen Coburg und Hof sowie die Universitäten Bamberg und Bayreuth zusammengeschlossen. Mit dem Projektnamen wollen die oberfränkischen Lehranstalten bereits ein deutliches Signalsetzen. Sie sind laut Mitteilung der Universität Bamberg, entschlossen, in den kommenden Jahren ihre Kräfte zu bündeln, um ein effektives und eng vernetztes Gründungsökosystem zu entwickeln und Brücken zu bauen zwischen Wissenschaft und Wirtschaft. „Mit „GO!“ werden wir Gründungsideen und Gründungstalente in Oberfranken fördern und damit die Region noch produktiver, innovativer und lebenswerter machen“, sagt Prof. Dr. Kai Fischbach, Präsident der Universität Bamberg, an der „GO!“ federführend koordiniert wird.
„Die Universität Bamberg nimmt mit ihrem Schwerpunkt auf die Digital Entrepreneurial Humanities eine Vorreiterrolle ein“, so Fischbach weiter. Dieser Bereich verknüpft geisteswissenschaftliche Perspektiven mit digitalen Technologien und soll eine Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Gründungen schaffen.
Die Universität Bayreuth gestaltet ein breites Bildungsangebot für eine profunde Unternehmerausbildung, das Forschung in Handeln übersetzen soll. Der Coburger Fokus liegt auf Kreativwirtschaft, sozialem Unternehmertum und Technik/Informatik, während Hof wiederum technologiebasierte Gründungen stärken soll.
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Veranstaltungen im Mai
„NaMo 2024“: Nachhaltigkeitsmonat an der Universität Bamberg
Im Mai begeht die Universität Bamberg einen Nachhaltigkeitsmonat. Der „NaMo 2024“ steht unter dem Motto „Nachhaltigkeitstransfer“ und bietet öffentliche Veranstaltungen. Auch will die Universität damit an eine Selbstverpflichtung zum Thema erinnern.
Kommunikation ist ein wichtiger Baustein für Veränderung, so die Universität Bamberg in einer Mitteilung. Entsprechend nehme der Austausch auch auf dem Weg zu mehr Nachhaltigkeit eine zentrale Rolle ein. Im Mai 2024 findet darum der Nachhaltigkeitsmonat (NaMo) ab der Universität statt. Unter dem Motto „Nachhaltigkeitstransfer – die Universität im Dialog“ bietet die Hochschule unter anderem Lehrveranstaltungen zu Themen der Nachhaltigkeit, Workshops, ein Planspiel, Stadtrundgänge und Wanderungen. In öffentlichen Seminaren geht es zum Beispiel um „Soziale Ungleichheit und Klimagerechtigkeit“, „Agro-Food-Studies: Wandel der Agrar- und Ernährungsstrukturen durch die Industrialisierung“ oder „Nachhaltigkeitsberichterstattung in der Europäischen Union“.
Am 7. Mai. beginnt der Nachhaltigkeitsmonat mit einem Auftritt des Improvisationstheaters „Pipperlapupp“. Mit dem Workshop „Kommunizieren fürs Klima“ der Vereinigung „Psychologists for Future“ geht es am 8. Mai weiter. Ein Spaziergang mit Bestimmung der Biodiversität im Hain findet am 16. Mai statt, ein Brunch und Büchertausch mit dem FairTrade Referat der Universität am 17. Mai. Das vollständige Programm hat die Universität online hinterlegt.
Nachhaltigkeit als Selbstverpflichtung
„Nachhaltigkeit ist nicht nur ein Thema, das wir jährlich im Mai im Rahmen unseres „NaMo“ hervorheben, sondern eine grundlegende Verpflichtung, die wir an der Universität, aber auch gesamtgesellschaftlich, Tag für Tag leben müssen“, sagt Dagmar Steuer-Flieser, Kanzlerin und Nachhaltigkeitsbeauftragte der Universität Bamberg. So setze sich die Universität in ihrem Hochschulvertrag klare Ziele im Handlungsfeld „Klimaschutz und Nachhaltigkeit“. „Diese Ziele machen den konsequenten Weg, den wir bereits seit vielen Jahren in Sachen Nachhaltigkeit verfolgen, weiter sichtbar“, so Dagmar Steuer-Flieser weiter.
Der Hochschulvertrag adressiert insgesamt zehn verbindlich vereinbarte Handlungsfelder und definiert Leistungen zur Förderung der strategischen Profilbildung der Universitäten. Bereits in der Zielvereinbarung 2019 bis 2022 hatte die Universität Bamberg einen strategischen Schwerpunkt im Bereich Nachhaltigkeit gesetzt.
Im aktuellen Hochschulvertrag sind unter anderem folgende Maßnahmen vorgesehen: Eine Nachhaltigkeitsstrategie und eine Bilanz über die Treibhausgas-Emissionen sollen angefertigt werden. Auch soll es einen Reduktionspfad geben, der aufzeigt, mit welchen Maßnahmen die Universität Bamberg kurz‑, mittel- und langfristig ihre Emissionen verringern will.
„Der Nachhaltigkeitsmonat ist eine wertvolle Gelegenheit, den Dialog über wichtige Fragen des Umwelt- und Klimaschutzes, aber auch Dimensionen der wirtschaftlichen und sozialen Nachhaltigkeit zu fördern“, sagt Steuer-Flieser. „Als Bildungseinrichtung tragen wir eine besondere Verantwortung, nicht nur Wissen zu vermitteln, sondern auch Vorbilder für eine nachhaltige Lebensweise zu sein. Durch innovative Forschung, engagierte Lehre und praktische Maßnahmen auf dem Campus setzen wir uns aktiv dafür ein, eine lebenswerte Umwelt für kommende Generationen zu erhalten. Der Nachhaltigkeitsmonat ist ein Aufruf an uns alle, gemeinsam diesen Weg der Verantwortung und des Wandels zu beschreiten.“
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Was ist los an der Universität Bamberg?
Uni-Theater und Eröffnung des Zentrums für KI
Zwei Veranstaltungen bietet die Universität Bamberg in den kommenden Tagen. Einmal spielt das Germanistisch-literarische-Uni-Theater und des Weiteren eröffnet die Hochschule ihr Zentrum für Künstliche Intelligenz.
Am 3. April war Premiere, nun geht es am 8., 9. und 12. April (An der Weberei 5) weiter. Das Germanistisch-literarische-Uni-Theater (GLUT) zeigt seine Winterproduktion „DvT.2“. Bei dem Dramentext handelt es sich um eine umgeschriebene Version von Wolfgang Borcherts „Draußen vor der Tür“. Die Vorlage hat GLUT nun für die Bühne adaptiert und mit selbst produzierter Musik sowie Bühnenbild versehen.
Das Drama erzählt vom Soldaten Beckmann, welcher nach drei Jahren Krieg und drei Jahren Gefangenschaft nach Hause zurückkehrt. Aber er ist müde und würde am liebsten alles beenden. Was bringt es schließlich noch, in einer Welt zu leben, die von empathielosen Menschen regiert wird? Doch dann kommen plötzlich und freundlich andere Menschen auf ihn zu.
Eröffnung „BaCAI“
Am 11. April eröffnet die Universität ihr Bamberger Zentrum für Künstliche Intelligenz (BaCAI) und beginnt eine dazugehörige Ringvorlesung. Das „BaCAI“ (An der Weberei 5) ist ein Forschungszentrum für KI, in dem Expertise und Aktivitäten mehrerer Lehrstühle und Professuren gebündelt und vernetzt werden sollen.
Acht KI-Professuren und weitere zehn Professuren der Informatik widmen sich entsprechend Themen wie maschinellem Lernen, Sprachgenerierung und Dialogsysteme, Bildanalyse, Mensch-Roboter-Interaktion, KI-Systementwicklung und Kognitiven Systemen. Der Anwendungsfokus der KI-Forschung liegt in den Bereichen Gesundheit, Bildung und Industrie.
Bei der Eröffnung am 11. April stellt sich das „BaCAI“ vor und Prof. Dr. Kristian Kersting, Gründungsdirektor des Hessischen Zentrums für Künstliche Intelligenz und Leiter des Fachgebiets KI und Maschinelles Lernen an der TU Darmstadt, hält einen Vortrag zum Thema „Wie man Künstliche Intelligenz menschlicher machen kann“. Dieser Vortrag ist gleichzeitig der Startschuss für die „BaCAI“-Ringvorlesung. Wissenschaftler:innen werden dabei im Laufe des Sommersemesters 2024 in insgesamt fünf Vorträgen das Thema KI aus verschiedenen Perspektiven beleuchten. Die Teilnahme ist bei allen Terminen kostenfrei. Zur Eröffnungsveranstaltung ist eine Anmeldung bis 11. April gewünscht.
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Was macht mich internetsüchtig?
Universität Bamberg: Studie zu Online-Suchtverhalten
Eine Forschungsgruppe unter Beteiligung der Universität Bamberg beschäftigt sich mit Online-Suchtverhalten. Nun wurde die Studie um drei Jahre verlängert.
Einfach aufhören? Das ist online beim Computerspielen, Shopping, Pornoschauen oder in den Sozialen Medien für einige Menschen kaum möglich. Neben dem suchtartigen Computerspielen, das die Weltgesundheitsorganisation (WHO) bereits als Erkrankung anerkennt, kann es auch zu Online-Suchtverhalten kommen. Dazu gehören hemmungsloser Pornographiekonsum, exzessives Shopping und soziales Netzwerken, die zum ernsthaften Problem werden können. Oft gelingt es Betroffenen nicht, ihr Verhalten trotz negativer Konsequenzen zu verändern.
Wie sich das Suchtverhalten entwickelt und ändern lässt, ist das Thema einer transregionalen Forschungsgruppe. Geleitet wird die Gruppe „Affective and cognitive mechanisms of specific Internet-use disorders“ (ACSID), die bereits seit 2017 besteht, von Prof. Dr. Matthias Brand von der Universität Duisburg-Essen. Aus Bamberg ist Prof. Dr. Sabine Steins-Löber, Inhaberin des Lehrstuhls für Klinische Psychologie und Psychotherapie, beteiligt. Wie die Universität Bamberg mitteilt, hat nun die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) eingewilligt, die Studie für drei weitere Jahre und mit etwa weiteren fünf Millionen Euro zu fördern. Auf die Universität Bamberg entfallen davon mehr als 300.000 Euro.
Bamberger Psychologie bei drei Teilstudien dabei
Bisher konnten die Forschenden vor allem herausfinden, dass individuelle kognitive und impulsgesteuerte Prozesse eine besondere Rolle spielen. Durch sie können onlinebezogene Süchte entstehen und aufrechterhalten werden. Dieses Wissen hilft dabei, Prävention und Therapie der Störungen zu verbessern. „Dennoch sind noch viele psychologische und neurobiologische Mechanismen unklar. Auf diese wollen wir uns in der zweiten Förderphase konzentrieren“, sagt Matthias Brand.
Die Universität Bamberg ist in der neuen Förderphase an drei Teilstudien beteiligt. „In Bamberg werden wir ausgehend von unseren Ergebnissen der ersten Förderperiode federführend gemeinsam mit der Medizinischen Hochschule Hannover eine sogenannte Proof-of-concept Studie durchführen“, sagt Sabine Steins-Löber. Solche Studien dienen dazu zu überprüfen, ob eine neuentwickelte Intervention tatsächlich einen krankheitsrelevanten Mechanismus beeinflusst.„Wir überprüfen dabei, wie sich eine computergestützte Intervention auf zugrundeliegende automatisierte Prozesse bei Computerspielsucht und Kaufsucht auswirkt.“
Darüber hinaus ist die Bamberger Wissenschaftlerin an einer weiteren Proof-of-concept Studie beratend beteiligt. „Dabei geht es um die Nutzung von Biofeedback im Rahmen einer Reizexpositionsbehandlung, um das Verlangen nach Computerspielen zu reduzieren“, sagt Steins-Löber. Bei Biofeedback-Verfahren geht es darum, dass Patient:innen lernen sollen, auf Signale ihres Körpers zu achten, um damit selbst ihre Körperfunktionen zu beeinflussen. So sollen sie langfristig Selbstkontrolle über diese Körperfunktionen erlangen.
In der dritten Teilstudie führt Steins-Löber gemeinsam mit ihren Kolleginnen und Kollegen der Universität Duisburg-Essen eine Studie zu Genderaspekten bei Internetnutzungsstörungen durch. In Bamberg werden die Forschenden dafür Interviews mit Betroffenen durchführen. Sie wollen herausfinden, welche genderspezifischen Unterschiede es in den subjektiven Erklärungen der Betroffenen zur Entstehung und Aufrechterhaltung ihrer Erkrankung gibt. „Zudem wollen wir herausfinden, welche Faktoren dazu beitragen, dass eine betroffene Person Hilfsangebote annimmt oder nicht, und ob es dabei genderspezifische Unterschiede gibt. Ein Faktor könnte etwa die Stigmatisierung der Betroffenen sein“, sagt Steins-Löber.
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Was ist los an der Universität Bamberg?
Plakatausstellung, Künstliche Intelligenz und Kulturerbe im ländlichen Raum
In den nächsten Tagen bietet die Universität Bamberg einige Veranstaltungen an. Auf dem Programm stehen eine Plakatausstellung zu studentischer Verköstigung und zwei Tagungen, einmal zu künstlicher Intelligenz und einmal zum Kulturerbe in ländlichen Räumen.
Vom strikten Verbot des Wirtshausbesuchs und der Bestrafung durch Arrest im 19. Jahrhundert, bis zur Gratis-Verpflegung bedürftiger Studierender in den 1950er Jahren: Wie sahen die Verpflegungsmöglichkeiten für Studierende des 17. Jahrhunderts aus? Wie wandelte sich die Verköstigung im Lauf der Jahrhunderte? Und inwieweit beeinflusste dies auch die persönliche Freiheit der Studierenden? Wie die Universität mitteilte, zeigt das Universitätsarchiv im Rahmen des 12. bundesweiten Tags der Archive, der unter dem Motto „Essen und Trinken“ steht, die Plakatausstellung „Studentische Verköstigung aus 376 Jahren Universitätsgeschichte Bamberg“. Die Plakate hängen zwischen 26. Februar und 4. März im Durchgang von der Mensa in der Austraße zum Innenhof der Universität.
Am 29. Februar findet die erste „Oberfränkische Fachtagung KI“ statt (ERBA Campus, An der Weberei 5). Die Tagung richtet sich an alle KI-Interessierten – insbesondere aus kleinen und mittleren Unternehmen, die mehr über die Potenziale und Herausforderungen von KI erfahren möchten. Die Teilnehmenden haben die Gelegenheit, sich mit Expert:innen auszutauschen. Das Programm soll zudem Einblicke in zahlreiche Aspekte der KI bieten. Außerdem kann man sich Vorträge anhören, zum Beispiel zu Themen wie „Deep Learning für Bildanalyse und ‑klassifikation”, „Große Sprachmodelle und Dialogsysteme“, „Vertrauenswürdige KI“ oder „Multimodale Interaktion mit Cobots“. Die Universität bittet um Anmeldung bis 26. Februar.
Eine weitere Tagung veranstaltet die Universität vom 20. bis 22. März (Am Kranen 12 und Untere Mühlbrücke 5). „Rural Heritage: Vereinnahmungen und Instrumentalisierungen – Immaterielles Kulturerbe in ländlichen Räumen“ lautet das Thema. Die Auszeichnung als immaterielles Kulturerbe kann einerseits zur Aufwertung einer ländlichen Gegend beitragen, andererseits aber auch Konflikte offenlegen. Dies gilt laut Universität insbesondere mit Blick auf aktuelle politische Spaltungen und ländliche Rückständigkeits-Wahrnehmungen. Das Untersuchungsspektrum der Tagung geht dabei unter anderem auf populistische Vereinnahmungen ländlicher Traditionen als Orte des Konservativ-Bewahrenden ein. Eine Anmeldung ist hier bis 29. Februar möglich.
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Blick auf russische Politik und Gesellschaft
Universitäts-Expertise zur Präsidentschaftswahl in Russland
Die Präsidentschaftswahl in Russland steht im März 2024 an. Zu diesem Anlass werfen Forschende der Universität Bamberg einen Blick auf aktuelle Ereignisse und Entwicklungen in der russischen Politik und Gesellschaft.
Am 15. März findet die Präsidentschaftswahl in Russland statt. Voraussichtlicher Sieger mit zunehmend autoritärem und diktatorischem Herrschaftsstil ist Amtsinhaber Wladimir Putin.
Im Vorfeld der Wahl haben Forschende der Universität Bamberg Einschätzungen über das heutige Russland, das System Putins und die Wahl abgegeben.
Zum aktuellen Zustand Russlands hat sich Johannes Grotzky geäußert. Er ist an der Bamberger Universität Honorarprofessor für Osteuropawissenschaften, Medien und Kultur, und war langjähriger Moskau-Korrespondent beim Bayerischen Rundfunk. „Von der „gelenkten Demokratie“ aus dem Beginn seiner ersten Präsidentschaft vor 23 Jahren wurde Russland unter Putin zu einem autoritär geführten Staat“, sagt Grotzky. „Mit dem Überfall der russischen Armee am 24. Februar 2022 hat Russland alle Vereinbarungen über Gewaltverzicht in Europa gebrochen. Doch trotz internationaler Sanktionen, trotz eines hohen Blutzolls im Krieg gegen die Ukraine erfreut sich Putin bei der Mehrheit der Bevölkerung anhaltender Beliebtheit. Oppositionelle Medien sind unter staatlichem Druck verstummt, oppositionelle Politiker sind eingekehrt oder emigriert. Deshalb wird Putin voraussichtlich unangefochten die bevorstehende Präsidentenwahl gewinnen können.“
Ein Grund für solche Beliebtheit können sogenannte Narrative sein. Über den Einfluss derartiger gesellschaftlicher Erzählungen auf den Wahlausgang sagte Claus-Christian Carbon, Inhaber des Lehrstuhls für Allgemeine Psychologie und Methodenlehre: „Narrative haben einen maßgeblichen Einfluss darauf, wie wir unsere Umwelt wahrnehmen – wir konstruieren unsere Realität anhand solcher Narrative. Sie können polarisieren, starke Emotionen auslösen und Wert- und Identitätsvorstellungen etablieren. Narrative des Krieges, der Abwehr, der nationalen und religiösen Identität, der Macht und der Überlegenheit – Putins Traum eines von ihm geeinten Großrussland. All das wird eine wichtige Rolle bei der anstehenden Wahl in Russland spielen und darüber entscheiden, wie stark Menschen hinter Putin und seinen Entscheidungen stehen.“
Simulation eines Wahlkampfs
Daniel Göler, Professor für Geographische Migrations- und Transformationsforschung, äußerte sich zur Frage „Was wird sich nach der Präsidentschaftswahl ändern?“ wie folgt: „Nichts. Wandel wäre für den Kreml in jeglicher Hinsicht fatal und wird dementsprechend unterbunden. Die politischen, gesellschaftlichen und ökonomischen Strukturen sind gegenwärtig extrem starr und langfristig zementiert. Sie erinnern zunehmend an sowjetische Muster. Der russische Entwicklungspfad der letzten Dekaden kann aus geographischer Perspektive getrost als „Lock-in“ eingeordnet werden. Mit dem politischen und ökonomischen Stillstand wächst die Unzufriedenheit in den Regionen. Das Spannungsverhältnis zwischen Zentrum und Peripherie nimmt zu. Die zentrifugalen Kräfte im Land können zum Zerfall der Föderation führen.“
Was lehrt uns Putins Wahlkampf für den Wert eines demokratisch fairen Wahlkampfes? Auf diese Frage antwortete Olaf Hoffjann, Professor für Kommunikationswissenschaft, insbesondere Organisationskommunikation und Öffentlichkeitsarbeit. „Wir werden in Russland die Simulation eines Wahlkampfs erleben. Putin will den Anschein einer Demokratie aufrechterhalten und veranstaltet dazu diese Wahlkampfshow. Die Negativfolie der russischen Wahlkampf-Simulation zeigt noch einmal deutlich, was Sinn und Zweck eines demokratischen Wahlkampfes sind. Es geht um einen freien und fairen Wettbewerb der Ideen, bei dem politische Wettbewerber ihre Unterschiede deutlich machen, damit die Bürgerinnen und Bürger informiert ihre Wahlentscheidung treffen können. Und dafür braucht es den Respekt vor dem politischen Gegner und vor der Wahrheit.“
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Universität Bamberg
Verkürzung der Arbeitszeit: Was hält die Bevölkerung davon?
Soziologinnen der Universität Bamberg untersuchen die Einstellungen der Bevölkerung zu Gewerkschaftsforderungen nach Verkürzung der Arbeitszeit. Ergebnis: Mehr als zwei Drittel der Befragten sind dafür.
Das Thema der Verkürzung der Arbeitszeit ist in Deutschland in den vergangenen Jahren ins Zentrum der öffentlichen Debatte gerückt, so die Universität Bamberg in einer Mitteilung. Insbesondere Gewerkschaftsforderungen hätten Reformdruck ausgelöst. Aktuell streiken etwa Lokführer:innen und Zugbegleiter:innen der Deutschen Bahn neben höheren Löhnen auch für eine Reduktion ihrer regelmäßigen Wochenarbeitszeit. Doch wie steht die deutsche Bevölkerung zu solchen Forderungen?
Aufschluss darüber könne ein sogenanntes Impulspapier dreier Bamberger Soziologinnen geben, das jetzt beim Deutschen Institut für Interdisziplinäre Sozialpolitikforschung (DIFIS) erschienen ist. Darin untersuchten die Einstellung der Bevölkerung zu Gewerkschaftsforderungen nach einer Verkürzung der Arbeitszeit anhand einer Tarifforderung der IG Metall. Diese beinhaltete unter anderem einen individuellen tariflichen Anspruch auf eine befristete Arbeitszeitverkürzung sowie einen teilweisen Lohnausgleich durch die Arbeitgebenden.
Junge Menschen unterstützen Gewerkschaftsforderung mehr als ältere
Die aktuellen Analysen basieren auf Daten des German Internet Panels (GIP) vom Juli 2018, die repräsentativ für die deutschsprachige Bevölkerung in Privathaushalten sind. 2.426 Personen wurden befragt.
Das zentrale Ergebnis der Datenanalyse: Insgesamt besteht in der Bevölkerung eine hohe Zustimmung zu der Gewerkschaftsforderung nach Arbeitszeitverkürzung mit partiellem Lohnausgleich. 61 Prozent der Befragten drücken ihre Unterstützung aus.
„Besonders junge Menschen befürworten die Forderung der IG Metall“, sagt Prof. Dr. Katja Möhring, Inhaberin des Lehrstuhls für Soziologie an der Universität Bamberg. „Je höher das Alter der Befragten, desto mehr sinkt die Zustimmung. Das deutet auf eine zunehmende Bedeutung von individuellen Entscheidungsmöglichkeiten bei der Arbeitszeit hin.“ Personen, die die Forderung unterstützen, zeigen sich zudem durchschnittlich unzufriedener mit der Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben. Es bestehen laut den Wissenschaftlerinnen jedoch keine wesentlichen Unterschiede zwischen Männern und Frauen sowie zwischen Personen mit und ohne Kinder.
Drüber hinaus weisen die Ergebnisse darauf hin, dass traditionelle Konfliktlinien bestehen. „Je höher die berufliche Stellung und je höher das Einkommen“, sagt Maximiliane Reifenscheid, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Soziologie, „desto geringer fällt die Unterstützung für die Forderung nach Arbeitszeitverkürzung aus.“ Bei Personen ohne Führungsverantwortung liegt die Unterstützung höher als bei jenen in Managementpositionen und unter Gewerkschaftsmitgliedern finden sich mehr Unterstützer:innen als unter Selbstständigen.
Partei-Neigung spielt eine Rolle
Die Unterstützung der Forderung nach einem Recht auf Verkürzung der Arbeitszeit mit partiellem Lohnausgleich unterscheidet sich auch nach Partei-Neigung. So findet die Forderung von 2018 bei Anhänger:innen der Grünen die größte Zustimmung und erzielt auch bei den Anhängerschaften der SPD und der Linken höhere Unterstützungswerte. Die geringste Unterstützung drücken Anhänger:innen der FDP sowie jene der CDU aus.
In Bezug auf die aktuellen Auseinandersetzungen bei der Deutschen Bahn sind vor allem drei Ergebnisse hervorzuheben. Die Unterstützung für die gewerkschaftliche Forderung der IG Metall war 2018 besonders hoch bei Jüngeren, bei Gewerkschaftsmitgliedern sowie bei Personen, die mit den Vereinbarkeitsmöglichkeiten von Beruf und Privatleben unzufrieden sind. „Unsere Ergebnisse deuten darauf hin, dass die Gewerkschaft durch die Forderung nach Arbeitszeitverkürzung auch im aktuellen Fall einerseits die Bindung zu bestehenden Mitgliedern stärken, andererseits aber auch für neue Mitglieder unter jüngeren Beschäftigten attraktiver werden kann“, schlussfolgert Katja Möhring.