vbw zum Wettbewerb mit China
Diversifizierung sowohl auf Absatz- als auch Bezugsseite erforderlich
Die vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. plädiert im Hinblick auf China auf Diversifizierung sowohl auf der Absatz- als auch auf der Bezugsseite.
„Wir brauchen eine Verringerung einseitiger Abhängigkeiten ohne eine Entkopplung vom chinesischen Markt. Daher muss die EU ihren Kurs, bestehende Freihandelsabkommen zu modernisieren und neue zu schließen, konsequent weiterführen. Die EU-Mitgliedstaaten müssen ausgehandelte Abkommen zügig ratifizieren“, fordert vbw-Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt anlässlich der Vorlage eines aktuellen Positionspapiers der vbw und ergänzt: „Auch wenn wir unsere Abhängigkeiten von China reduzieren müssen, das Reich der Mitte wird weiterhin ein wichtiger Wirtschaftspartner bleiben. Es muss jedoch eine Partnerschaft auf Augenhöhe sein, das politische und ökonomische Gewicht der EU darf nicht unterschätzt werden. Dazu braucht es entsprechende wettbewerbsfähige Rahmenbedingungen in der EU.“
Die chinesische Exportwirtschaft konnte ihre Weltmarktanteile in den vergangenen zehn Jahren in fast allen Absatzregionen stark bis massiv steigern, zunehmend auch in wichtigen Schlüsselbranchen der bayerischen Wirtschaft. „Der Konkurrenzdruck wird weiter zunehmen. Nicht nur durch Chinas Praktik, Überkapazitäten zu exportieren, sondern auch durch den Handelskonflikt mit den USA. Denn durch die US-Zölle werden chinesische Exporteure immer mehr versuchen, ihre Waren auf Drittmärkten abzusetzen. Die chinesische Subventionspolitik sorgt dafür, dass deutsche Anbieter an relativer Wettbewerbsfähigkeit auf dem Weltmarkt verlieren“, erläutert Brossardt.
Die vbw mahnt eine Weiterentwicklung des EU-Binnenmarkts an, denn dieser spielt für deutsche Unternehmen eine herausragende Rolle als Absatzmarkt. Das umfasse Erleichterungen beim grenzüberschreitenden Personaleinsatz sowie eine Vertiefung der Kapitalmarktunion. Handlungsbedarf bestehe auch bei der Forschungsförderung „Exzellenz in der Forschung schafft die Grundlage für einen wettbewerbsfähigen Innovationsstandort“, führt Brossardt aus und ergänzt: „Im internationalen Vergleich hat Deutschland einen massiven Standortnachteil bei Unternehmenskosten. Eine Verbesserung der Kostensituation für Unternehmen ist daher dringend angezeigt.“
China ist Bayerns wichtigster Handelspartner. Das Handelsvolumen Bayerns mit China summierte sich 2024 auf 48,16 Milliarden Euro. Das entsprach 10,6 Prozent des bayerischen Außenhandels. Bayern exportierte 2024 Waren im Wert von 15,67 Milliarden Euro nach China – das entsprach 6,9 Prozent aller bayerischen Exporte. China nahm damit den dritten Platz unter den wichtigsten Exportmärkten für bayerische Waren ein.
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vbw-Energiepreisindex für das zweite Quartal 2025
Internationale Handelskonflikte reduzieren die Energienachfrage
Im zweiten Quartal 2025 lag der Energiepreisindex der vbw – Vereinigung der bayerischen Wirtschaft e.V. bei 111,4 Punkten. Gegenüber dem ersten Quartal ging der Index um 10,6 Prozent zurück. Verglichen mit dem Vorjahresquartal lag der Index um durchschnittlich 10,5 Prozent niedriger, wie die vbw mitteilt.
„Nach einer leichten Aufwärtsbewegung im ersten Quartal 2025 hat sich die wirtschaftliche Entwicklung international, aber auch in Deutschland in den vergangenen Monaten wieder abgeschwächt. Die außenwirtschaftlichen Turbulenzen aufgrund der erratischen Außenwirtschaftspolitik der Trump-Regierung machen sich deutlich bemerkbar“, erklärt vbw Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt.
In der Folge sei auch die Nachfrage nach Energieprodukten zurückgegangen. Trotz des Rückgangs würden die Energiepreise am Standort Bayern zu hoch bleiben. „Im Vergleich zum Durchschnitt des Vor-Corona-Jahres 2019 lag der vbw Energiepreisindex im zweiten Quartal 2025 nach wie vor um fast 30 Prozent höher. Klar ist: Es ist noch ein weiter Weg, um wieder zu wettbewerbsfähigen Energiepreisen zu kommen.“
Der Teil-Index für Primärenergie lag im zweiten Quartal 2025 um durchschnittlich 15,5 Prozent niedriger als im ersten Quartal 2025. Während die Preise für beispielsweise Erdgas (-18,0 Prozent) und Erdöl (-15,8 Prozent) deutlich zurückgingen, stiegen die Preise für in Deutschland erzeugte Braunkohle erneut leicht an (+2,5 Prozent). Auch der Teil-Index für Sekundärenergie ging gegenüber dem Vorquartal zurück (-5,8 Prozent). Besonders der Preis für Flüssiggas (-20,0 Prozent) sank deutlich. Die Preise für Fernwärme bewegten sich hingegen kaum (-0,3 Prozent).
Aus Sicht der vbw braucht der Wirtschaftsstandort ein weit niedrigeres Energie- und Strompreisniveau. „Die hohen Energiekosten sind seit Jahren einer unserer größten Standortnachteile. Sie belasten unsere Unternehmen im globalen Rennen um Innovation und Wettbewerbsfähigkeit massiv. Es wird Zeit, dies zu ändern und wieder zu alter Stärke zu finden. Die von der Bundesregierung angekündigten Maßnahmen zur Reduzierung der Energiepreise gilt es nun schnellstmöglich umzusetzen. Auch beim Ausbau der erneuerbaren Energien und Netze müssen wir deutlich schneller werden. Fakt ist: Wir müssen unseren Standort von innen stärken, um im globalen Wettbewerb nach außen zu bestehen“, sagt Brossardt abschließend.
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Weiterhin schlechte Lage, aber steigende Zuversicht
Sommer-Konjunkturumfrage in der oberfränkischen Metall- und Elektro-Industrie
Die Lage in der oberfränkischen Metall- und Elektro- Industrie war im ersten Halbjahr 2025 nach wie vor schlecht, die Aussichten für die künftige Entwicklung haben sich aber verbessert, wie die Arbeitgeberverbände der Metall- und Elektroindustrie in Bayern mitteilen.
Die inländischen Produktionspläne liegen wieder im positiven Bereich, die Investitions- und Beschäftigungspläne bleiben hingegen negativ. „Die schlechte Nachricht ist, dass die strukturellen Herausforderungen nach wie vor bestehen. Die gute Nachricht ist, dass der konjunkturelle Tiefpunkt überwunden ist. Die neue Bundesregierung steht für diese positive Entwicklung, sorgte sie doch für einen Stimmungsumschwung. Wichtig ist, dass jetzt nicht nachgelassen wird und Tempo sowie Entschlossenheit beibehalten werden. Das wird sich dann auch in den Konjunkturzahlen widerspiegeln“, fasst Tobias Hauk, Mitglied des vbm Vorstands der Region Oberfranken-West, die Ergebnisse der aktuellen Umfrage unter den bayme vbm Mitgliedsunternehmen zusammen, die heute in Coburg vorgestellt wurde.
Laut Umfrage verbesserte sich die aktuelle Geschäftslage gegenüber dem Winterhalbjahr, bleibt aber im negativen Bereich. Der Saldo aus positiven und negativen Antworten liegt im Inlandsgeschäft bei ‑18,2 Punkten und im Auslandsgeschäft bei ‑6,6 Punkten. Die Erwartungen für das Inlandsgeschäft sind hingegen erstmals seit langem wieder positiv. Rund 19 Prozent erwarten in den kommenden sechs Monaten eine Verbesserung, nur noch 4,4 Prozent eine Verschlechterung. „Die Unternehmen sehen trotz der schwierigen Gesamtsituation Licht am Ende des Tunnels. Das ist eine gute Nachricht und wir hoffen, dass der ‚Drive‘ der Bundesregierung noch zu weiteren Verbesserungen führen wird“, so Hauk.
Auch die Produktionspläne der oberfränkischen Unternehmen sind wieder im positiven Bereich. Der Saldo liegt bei +6,2 Punkten. „Während vom ersten Halbjahr kaum Impulse ausgingen, erwarten wir einen moderaten Anstieg im zweiten Halbjahr. Die Produktion dürfte im Jahresdurchschnitt 2025 um ein Prozent über dem Durchschnitt von 2024 liegen“, prognostiziert Hauk.
Die Investitionspläne der oberfränkischen M+E Unternehmen sind im Saldo immer noch negativ und liegen bei ‑12,3 Punkten. „Die nachlassende Investitionszurückhaltung ist nicht zuletzt auch der neuen Bundesregierung zu verdanken. Jetzt heißt es aber, zügig weitere Maßnahmen aus dem Sofortprogramm umzusetzen, insbesondere die Flexibilisierung der Arbeitszeiten und den weiteren Bürokratieabbau. Nur so gewinnen wir wieder die Attraktivität zurück, die Investitionen an unseren Standort zieht“, findet Hauk.
Die Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit bleibt auch angesichts des außenwirtschaftlichen Umfelds eine Daueraufgabe. Allen voran die Zoll- und Handelspolitik von US-Präsident Trump führt laut Umfrage zu deutlichen Beeinträchtigungen. So exportieren über 70 Prozent der oberfränkischen M+E Unternehmen in die USA, 45,5 Prozent davon waren bereits konkret von Zollsteigerungen betroffen. „Es zeigt sich, dass Zölle und Handelsbarrieren der Wirtschaft schaden, sie verteuern und den Außenhandel bremsen. Durch die Verhandlungslösung zwischen den USA und der EU konnte ein Handelskrieg vermieden werden und unsere Unternehmen haben endlich mehr Planungssicherheit. Die Zölle von 15 Prozent verteuern natürlich unsere Exporte, sie werden unser Wachstum reduzieren und sie erschweren allgemein den Handel mit den USA. Die Zusage der EU, Energie, KI-Chips und Rüstungsgüter zu beziehen, wird jedenfalls partiell zu Lasten von Europa gehen. Das Ausmaß lässt sich derzeit nicht absehen. Langfristiges Ziel muss bleiben, Zölle und Handelsbarrieren weiter abzubauen. Jedenfalls steigt der Druck, unsere eigene Wettbewerbsfähigkeit zu erhöhen“, fordert Hauk.
Die Beschäftigungspläne der oberfränkischen M+E Unternehmen rutschen weiter in den negativen Bereich. Mittlerweile befürchtet mit 51 Prozent knapp über die Hälfte der Unternehmen, Stellen abbauen zu müssen. „Auch wenn sich die Lage insgesamt langsam verbessert, werden die oberfränkischen M+E‑Unternehmen bis Jahresende dennoch rund 2.000 Stellen abbauen müssen. Denn die Ertragslage ist weiterhin sehr kritisch, jeder fünfte befragte Betrieb schreibt Verluste und weitere gut 14 Prozent der Betriebe rechnen mit einer Nettoumsatzrendite von lediglich einem bis zwei Prozent“, berichtet Hauk und fügt hinzu: „Die Beschäftigten sind die Leidtragenden einer lange verfehlten Industrie- und Standortpolitik. Die Wirtschaftswende hat begonnen, wird aber noch Zeit in Anspruch nehmen.“
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„Projekt stärkt Integration der Jugendlichen in Alltag und Beruf“
„sprungbrett AzubiMentoring“ – Integration durch Ausbildung stärken
Die vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. betont die zentrale Bedeutung der beruflichen Ausbildung für die Integration junger Menschen mit Zuwanderungs- oder Fluchthintergrund. Mit dem Programm “sprungbrett AzubiMentoring” werden gezielt Hürden beim Einstieg in Ausbildung und Arbeit abgebaut, um den Jugendlichen nachhaltige Integration zu ermöglichen.
„Berufliche Tätigkeit ist ein zentraler Bestandteil für gesellschaftliche Teilhabe. Sie schafft Struktur, Sinn und Orientierung und ist damit grundlegend für die Integration. Besonders zu Beginn des Ausbildungswegs stehen junge Menschen mit Migrationshintergrund vor sprachlichen und kulturellen Herausforderungen. Hier setzt das Programm ‚sprungbrett AzubiMentoring‘ zielgerichtet an“, erklärt vbw Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt anlässlich des bevorstehenden nächsten Programmdurchlaufs.
In den teilnehmenden bayerischen Unternehmen übernehmen erfahrene Auszubildende eine Mentorenrolle und begleiten ihre jüngeren Kolleginnen und Kollegen mit Migrationshintergrund durch die ersten Ausbildungsjahre. „In digitalen Workshops werden sie gezielt auf diese Aufgabe vorbereitet. So entsteht ein praxisnahes Unterstützungsnetzwerk, das Ausbildungsabbrüchen vorbeugt und die Bindung der Jugendlichen an den Betrieb stärkt. Wir schaffen damit ein Modell, das nicht nur Geflüchteten und Zugewanderten hilft, sondern auch die Mentorinnen und Mentoren in ihrer sozialen Kompetenz stärkt. Für die Integration sind Sprachkompetenz und soziale Bindung ein Schlüssel zum Erfolg. Beides wird durch das Mentoringprogramm in der täglichen Arbeit vermittelt und den jungen Geflüchteten und Zugewanderten wird der Weg in ihren neuen Alltag so vereinfacht“, so Brossardt weiter.
Der nächste Programmdurchlauf startet Anfang Oktober 2025. Zusätzlich wird im Dezember 2025 ein Umsetzungskonzept veröffentlicht, das Unternehmen eine eigenständige Organisation des Mentoringprogramms ermöglicht. Ziel ist es, erfolgreiche Ausbildung mit gezielter Integration zu verbinden – zum Nutzen aller Beteiligten.
Hauptförderer des Projektes sind die vbw sowie das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie. Projektträger ist SCHULEWIRTSCHAFT Bayern im Bildungswerk der Bayerischen Wirtschaft e. V. Weitere Informationen zum Projekt sind hier zu finden.
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Internationaler Tag der Jugend am 12. August
Nachwuchsgeneration hat zentralen Stellenwert für Wettbewerbsfähigkeit
Zum internationalen Tag der Jugend am 12. August betonen die vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. und die bayerischen Metall- und Elektro-Arbeitgeberverbände bayme vbm den Stellenwert der nachwachsenden Generation für die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen im Freistaat.
„Die Jugendlichen sind die Beschäftigten von morgen, manche sogar schon die Beschäftigten von heute, und unsere Gesellschaft wird in den nächsten Jahren und Jahrzehnten auf ihre Arbeitsleistung angewiesen sein. Entsprechend wichtig ist es für uns, herauszufinden, was die jungen Menschen arbeiten wollen, wo sie arbeiten wollen, wie und wieviel sie arbeiten wollen“, macht bayme vbm vbw Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt klar. „Darum haben wir die Veranstaltungsreihe ‚vbw JugendWerkstatt‘ ins Leben gerufen. Der Workshop bietet ein Forum für den Austausch mit der Generation Z zu ihren Anforderungen an die künftige Arbeitswelt.“
Das Format fand erstmalig im März dieses Jahres in München statt, eine weitere Veranstaltung führten die Verbände am 25. Juni durch. Brossardt zieht eine positive Zwischenbilanz: „Der erste Termin war so erkenntnisreich, dass wir das Format ein weiteres Mal durchgeführt haben, und mein guter Eindruck hat sich erneut bestätigt. Es hat sich gezeigt: Wenn man mit den jungen Menschen redet, statt über sie, erhält man viele neue Impulse, die wir für unsere Arbeit dankend aufnehmen. Ich bin begeistert von dem Engagement und der Motivation der jungen Menschen und ich bin dankbar für die Eindrücke und Einblicke, die sie mit uns geteilt haben. Ich freue mich auf die weitere Fortsetzung des Dialogs.“
Die junge Generation, die momentan auf den Arbeitsmarkt strömt, hat laut bayme vbm vbw sehr klare Anforderungen an den künftigen Arbeitgeber. Gleichzeitig bringt sie Kompetenzen mit, von denen die Unternehmen im Zuge der Transformation profitieren. Brossardt erklärt: „Die Jugendlichen sind ‘Digital Natives’, digitale Formate und Inhalte sind selbstverständlicher Teil ihrer Lebenswelt. Gleichzeitig ist digitale Kompetenz am Arbeitsmarkt inzwischen eine Schlüsselfertigkeit. Damit sie den Wandel langfristig meistern können, sind unsere Unternehmen auf gut qualifizierte, engagierte junge Nachwuchskräfte dringend angewiesen.“
Finden die Jugendlichen ihren Weg in die bayerischen Unternehmen, warten branchenübergreifend und insbesondere in der bayerischen M+E Industrie langfristig stabile Zukunftsperspektiven auf sie. „Die Ausbildungsvergütung ist ausgezeichnet, die Jugendlichen verdienen im Schnitt über alle Ausbildungsjahre 1.347 €. Gleichzeitig bleibt auch die Übernahmequote hoch. So werden laut unserer aktuellen bayme vbm Sommerumfrage im laufenden Jahr 2025 knapp 91 Prozent der bayerischen M+E Unternehmen ihre Azubis nach dem erfolgreichen Abschluss befristet oder unbefristet übernehmen.“
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Abschlussveranstaltung der „Girls‘Day Akademie“ 2025
Praxisnahe MINT-Förderung für Mädchen: bayme vbm ziehen positive Bilanz
Seit mehr als zehn Jahren ist die Girls’Day Akademie als gemeinsames Projekt der bayerischen Metall- und Elektro-Arbeitgeberverbände bayme vbm, der Regionaldirektion Bayern der Bundesagentur für Arbeit und des Bayerischen Staatsministeriums für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie ein Erfolgsmodell für die MINT-Förderung von Mädchen.
bayme-vbm-Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt zieht anlässlich der Abschlussveranstaltung an der Georg-Hartmann-Realschule in Forchheim positive Bilanz und erläutert den Wert der Girls’Day Akademie für die Fachkräftesicherung: „Die Unternehmen im MINT-Bereich suchen nach talentierten jungen Frauen. Wir müssen die Technikbegeisterung von Mädchen schon früh mit praxisnaher Berufs- und Studienorientierung wecken und sie auf die hervorragenden Karriereperspektiven in der bayerischen M+E Industrie aufmerksam machen. Die Girls’Day-Akademie setzt genau hier an, darum unterstützen wir das Projekt auch in diesem Jahr wieder sehr gerne. Die seit mehr als einem Jahrzehnt erfolgreiche Durchführung des Projekts im Freistaat bestärkt uns darin, die MINT-Förderung von Mädchen weiter voranzutreiben.“
Bei der Abschlussveranstaltung berichteten die Schülerinnen über ihre Erfahrungen bei der Girls’Day Akademie und stellten ihre Projektarbeiten vor. Für die erfolgreiche Teilnahme am Projekt erhielten sie außerdem ein Abschlusszertifikat. Brossardt fasst zusammen: „Derzeit laufen in Bayern 17 dieser Akademien als Kooperationsmodell zwischen Schulen und Unternehmen. Die Mädchen treffen sich einmal pro Woche, um in die Welt der MINT-Berufe einzutauchen und sich auszuprobieren.“ Auch Eltern haben die Möglichkeit, Tipps zur Unterstützung der Töchter bei der Berufsorientierung zu erhalten. In der Region Oberfranken beteiligten sich im Schuljahr 2024⁄25 zwei Schulen sowie fünf Unternehmen.
Dr. Markus Schmitz, Vorsitzender der Geschäftsführung der Regionaldirektion Bayern der Bundesagentur für Arbeit ergänzte: „Mit der Girls’Day Akademie möchten wir jungen Frauen die Vielfalt der Berufswelt näherbringen und gleichzeitig mit noch immer verbreiteten Klischees aufräumen. Vielen ist nicht bewusst, wie kreativ und innovativ Tätigkeiten insbesondere in der Metall- und Elektroindustrie sein können, dass dort ein modernes Arbeitsumfeld herrscht und die Verdienstmöglichkeiten attraktiv sind. Zudem möchten wir die Teilnehmerinnen mit weiblichen Vorbildern zusammenbringen, die sie inspirieren und ihnen aufzeigen, welche Chancen eine stärkenorientierte, von Geschlechterklischees befreite Berufswahl eröffnet. In Deutschland gibt es über 320 Ausbildungsberufe und rund 22.000 verschiedene Studiengänge – Potenziale, die darauf warten, entdeckt zu werden. Unser Ziel ist es, diesen jungen Frauen neue berufliche Perspektiven erlebbar zu machen. Auf geht’s!“
Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger bestätigte: „Junge Frauen für MINT-Berufe zu begeistern – das ist das Ziel der Girls’Day Akademie. Denn junge Frauen haben die Fähigkeiten, um in einem technischen Beruf erfolgreich zu sein. Die Akademie gibt Schülerinnen konkrete Einblicke in den Arbeitsalltag und zeigt Karrierewege auf. Dieses erfolgreiche Projekt unterstützen wir mit Überzeugung. Politik, Wirtschaft und Schulen ziehen dabei an einem Strang, um den Fachkräftenachwuchs gezielt zu fördern und die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Bayern langfristig zu sichern.“
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vbw-Rohstoffpreisindex
Leichter Anstieg der Rohstoffpreise im Mai
Der Rohstoffpreisindex der vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. ist im Mai 2025 gegenüber dem Vormonat April um 0,8 Prozent gestiegen.
„Nach einem deutlichen Rückgang der Rohstoffpreise im April ist unser vbw Rohstoffpreisindex im Mai wieder leicht angestiegen. Im Vergleich zum Durchschnitt des Vor-Corona-Jahres 2019 liegt er damit nach wie vor um gut ein Drittel höher“, kommentiert vbw-Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt. Dass die Preise nicht noch höher liegen, liege auch an der aktuell schwachen weltwirtschaftlichen Gesamtleistung, geprägt durch geopolitische Unsicherheiten. Umso wichtiger sei es, die strukturellen Schwächen hier am Standort schnell in den Griff zu bekommen und langfristig die Rohstoffsicherheit zu konkurrenzfähigen Preisen sicherzustellen.
Neben den Preisen für Industriemetalle (+0,9 Prozent) und Edelmetalle (+2,9 Prozent) stiegen im Mai insbesondere die Preise für Seltene Erden (+8 Prozent) im Vergleich zum Vormonat April deutlich an. „Die Preisanstiege bei den Seltenen Erden stechen im Mai hervor. Für einzelne Seltene Erden lag das Plus bei bis zu 18,9 Prozent. Verantwortlich für diese Entwicklung ist der Handelskonflikt zwischen den USA und China, infolgedessen die chinesische Regierung Exportkontrollen für viele wichtige Seltene Erden und Magnete eingeführt hat. Neben den Preisen für Seltene Erden wurden aber auch die für die bayerische Wirtschaft wichtigen Industriemetalle Kupfer und Aluminium im Mai um 3,5 und 2,6 Prozent teurer. Bei den Edelmetallen verzeichnete Palladium mit sechs Prozent das stärke Preiswachstum, aber auch Gold wurde um 2,9 Prozent teurer. Ein klares Zeichen für die unsichere geopolitische Lage. Der Preis für Rohöl sank im Mai gegenüber dem Vormonat hingegen um 5,2 Prozent“, so Brossardt.
Die vorliegenden Zahlen unterstreichen die Forderung der vbw, zeitnah Maßnahmen zur Stärkung der Rohstoffsicherheit zu implementieren. Der Industriestandort Bayern sei auf die sichere Rohstoffverfügbarkeit zu bezahlbaren Preisen angewiesen, um international wettbewerbsfähig bleiben zu können. „Das Bekenntnis im Koalitionsvertrag zu einer Erleichterung der heimischen Rohstoffgewinnung ist ein positives Zeichen in die richtige Richtung. Ebenfalls spielen Handels- und Rohstoffpartnerschaften eine essenzielle Rolle in der langfristigen Senkung der Rohstoffpreise“, sagt Brossardt abschließend.
In den vbw Rohstoffpreisindex fließen die Weltmarktpreise von 42 Rohstoffarten ein. Es handelt sich um Preise auf US-Dollar Basis. Diese werden gewichtet mit dem Importanteil des jeweiligen Rohstoffes nach Bayern.
Der komplette vbw-Rohstoffpreisindex ist hier zu finden.
Die vbw-Studie Rohstoffsituation der bayerischen Wirtschaft ist hier zu finden.
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vbw-Statement zum steuerlichen Investitionssofortprogramm
vbw erwartet Zustimmung des Bundestags zum steuerlichen Investitionssofortprogramm
Bertram Brossardt, Hauptgeschäftsführer der vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V., hat sich zur anstehenden Entscheidung des Bundestags zum steuerlichen Investitionssofortprogramm zur Stärkung des Wirtschaftsstandorts Deutschland geäußert.
Ihm zufolge bleibe das Sofortprogramm für die Wirtschaft der richtige Einstieg in den Weg aus der Krise. Es kündige wichtige Impulse an, die unseren Standort aus dem Dauertief bringen sollen. Da dies zurzeit die drängendste Aufgabe sei, erwarte er eine parteiübergreifende Zustimmung. Alles andere wäre seines Erachtens ein herber Rückschlag für unseren Wirtschaftsstandort.
„Schnelligkeit ist geboten, um unsere Industrie wieder wettbewerbsfähiger zu machen und aus dem Konjunkturtief zu führen. Die degressive Sonderabschreibung für Ausrüstungsinvestitionen der Unternehmen, die Verbesserung bei der steuerlichen Forschungszulage und die klare Perspektive für eine Absenkung der Unternehmensteuern bringen uns bei Investitionen und Innovationen weiter“, so Brossardt. Besonders positiv falle auf, dass die vorgesehenen Entlastungsmaßnahmen ohne neue bürokratische Auflagen auskommen.
Allerdings könne dies nur ein erster Schritt sein. „Wir setzen darauf, dass die Bundesregierung im Hintergrund intensiv an weiteren Lösungen gegen die Krise arbeitet und dass auch die anderen wachstumsrelevanten Teile des Sofortprogramms und des Koalitionsvertrags schnell umgesetzt werden. Das schafft das notwendige Vertrauen der Unternehmen in unseren Standort, um wieder stärker zu investieren. Die heute vorgelegten Überlegungen zum Haushalt stimmen uns insoweit vorsichtig optimistisch.“
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Pressestatement von bayme vbm und vbw
Verbände betonen Hebelwirkung von passgenauen Aus- und Weiterbildungsangeboten
Im Nachgang zu ihrer Frühjahrsumfrage zur Ausbildungssituation in der bayerischen Metall- und Elektroindustrie betonen die bayerischen Metall- und Elektro Arbeitgeberverbände bayme vbm und die vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. den Stellenwert von zielgerichteten Aus- und Weiterbildungsangeboten für die Sicherung des Arbeits- und Fachkräftebedarfs der Unternehmen im Freistaat.
bayme vbm vbw Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt macht klar: „Obwohl die aktuelle Konjunktur- und Strukturkrise spürbar dämpfend auf den Arbeitsmarkt wirkt, bleibt die Fachkräftesicherung eine der zentralen Zukunftsaufgaben. Die Zahl der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge in der M+E Industrie ist 2024 im Vergleich zum Vorjahr leicht auf 15.029 gesunken. Insgesamt investierten die Unternehmen in Deutschland 2022 knapp 46 Milliarden Euro in Weiterbildung, in der M+E Branche machen 88,7 Prozent ihren Beschäftigten Weiterbildungsangebote.“ Gleichzeitig blieben am Ausbildungs- und Arbeitsmarkt viele Stellen unbesetzt, weil ausreichend oder passende Bewerber fehlten. Umso wichtiger seien gezielte und praxisnahe Angebote zur Berufs- und Studienorientierung an Schulen sowie berufsbegleitende Maßnahmen zur Aus- und Weiterbildung.
Um möglichst vielen Azubis den erfolgreichen und für sie passenden Abschluss ihrer Ausbildung zu ermöglichen, hat die vbw gemeinsam mit dem Kultusministerium im Rahmen der Stiftung Bildungspakt Bayern das Projekt „clever clustern – gut vernetzt in den Beruf“ ins Leben gerufen. Es startete am 5. Februar 2025 an 15 bayerischen Berufsschulen. Brossardt erläutert: „Durch die noch engere Vernetzung und Zusammenarbeit zwischen Berufsschule und Ausbildungsbetrieb optimieren wir die Lernbegleitung der Jugendlichen. So können wir Azubis noch individueller fördern, gleichzeitig aber auch die Zahl der Ausbildungsabbrüche wirksam senken und das Matching von Azubi und Betrieb erleichtern.“
Zur Hebung der Fachkräftepotenziale haben die Verbände im März dieses Jahres mit dem Bayerischen Staatsministerium für Unterricht und Kultus, sowie der RD Bayern der Bundesagentur für Arbeit in Kooperation mit dem Bayerischen Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales das Modellprojekt „Berufsabschluss in Teilzeit hybrid“ gestartet. Es richtet sich im Rahmen der Initiative Fachkräftesicherung FKS + an junge Erwachsene, die aufgrund ihrer Lebensumstände keine Vollzeitausbildung machen können. „Ziel des Projekts ist es, Personen für eine Ausbildung oder eine betriebliche Einzelumschulung in Teilzeit zu begeistern. Die hybride Form gibt den Teilnehmenden mehr Flexibilität. Sie werden über die gesamte Laufzeit individuell begleitet“, so Brossardt abschließend.
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vbw-Statement zum Weltflüchtlingstag
Mehr Geflüchtete in Ausbildung und Arbeit bringen
Anlässlich des Weltflüchtlingstags am 20. Juni betont die vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. die Wichtigkeit der Integration Geflüchteter mit Bleibeperspektive in Ausbildung und Arbeit, um sie so noch besser in die Gesellschaft einzubinden.
„Im Freistaat Bayern sind 51,2 Prozent der Geflüchteten aus den acht häufigsten Asylherkunftsländern sowie 38,3 Prozent der ukrainischen Geflüchteten in einer Beschäftigung. Damit liegt Bayern über dem bundesweiten Durchschnitt, allerdings besteht noch viel ‚Luft nach oben‘“, erklärt vbw Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt. Eine berufliche Tätigkeit sei ein bedeutender Bestandteil für die Integration. Sie fördere das Erlernen der deutschen Sprache, biete Struktur und Sinnhaftigkeit und leiste damit einen entscheidenden Beitrag zur gesellschaftlichen Teilhabe.
Laut vbw biete die Beschäftigung von Geflüchteten für die Unternehmen viele Chancen, sei aber auch mit vielfältigen Herausforderungen verbunden. Dazu Brossardt: „Es gibt viele Aspekte, die bei der Beschäftigung von Geflüchteten zu beachten sind, darunter fehlende Sprachkenntnisse, der intensivere Betreuungsbedarf im Betrieb oder gesetzliche Regelungen, die eine Beschäftigung erschweren. Daher hat die vbw nicht nur eine Handreichung für die bayerischen Unternehmen erstellt, sondern engagiert sich auch mit diversen Projekten im Bereich Integration.“
Ein besonderes Projekt richtet sich speziell an zugewanderte Azubis, um ihnen den Weg in bayerische Unternehmen zu erleichtern. „Das Programm ‚sprungbrett AzubiMonitoring‘ hilft migrierten Jugendlichen dabei, sprachliche und kulturelle Hürden zu überwinden und unterstützt sie beim erfolgreichen Ausbildungsabschluss. Dabei steht ihnen ein erfahrener Azubi aus dem Unternehmen als Mentor helfend zur Seite. Mithilfe einer fünfteiligen digitalen Workshopreihe befähigen wir diese Azubis, in ihre Mentorenrolle zu finden und den zugezogenen Jugendlichen bei ihrer Integration zu unterstützen. Die Unternehmen sind eng in das Programm mit eingebunden. Der nächste Durchlauf findet im Herbst 2025 statt. Zusätzlich entsteht im Rahmen des Projektes ein Best Practice Guide, damit Unternehmen selbstständig ein erfolgreiches Mentoringprogramm für Auszubildende aufbauen können“, so Brossardt. Alles zum Projekt „sprungbrett AzubiMentoring“ ist hier zu finden.