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vbw - Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft - Page 5

vbw zum Wett­be­werb mit China

Diver­si­fi­zie­rung sowohl auf Absatz- als auch Bezugs­sei­te erforderlich

Die vbw – Ver­ei­ni­gung der Baye­ri­schen Wirt­schaft e. V. plä­diert im Hin­blick auf Chi­na auf Diver­si­fi­zie­rung sowohl auf der Absatz- als auch auf der Bezugsseite.

„Wir brau­chen eine Ver­rin­ge­rung ein­sei­ti­ger Abhän­gig­kei­ten ohne eine Ent­kopp­lung vom chi­ne­si­schen Markt. Daher muss die EU ihren Kurs, bestehen­de Frei­han­dels­ab­kom­men zu moder­ni­sie­ren und neue zu schlie­ßen, kon­se­quent wei­ter­füh­ren. Die EU-Mit­glied­staa­ten müs­sen aus­ge­han­del­te Abkom­men zügig rati­fi­zie­ren“, for­dert vbw-Haupt­ge­schäfts­füh­rer Bert­ram Bros­sardt anläss­lich der Vor­la­ge eines aktu­el­len Posi­ti­ons­pa­piers der vbw und ergänzt: „Auch wenn wir unse­re Abhän­gig­kei­ten von Chi­na redu­zie­ren müs­sen, das Reich der Mit­te wird wei­ter­hin ein wich­ti­ger Wirt­schafts­part­ner blei­ben. Es muss jedoch eine Part­ner­schaft auf Augen­hö­he sein, das poli­ti­sche und öko­no­mi­sche Gewicht der EU darf nicht unter­schätzt wer­den. Dazu braucht es ent­spre­chen­de wett­be­werbs­fä­hi­ge Rah­men­be­din­gun­gen in der EU.“

Die chi­ne­si­sche Export­wirt­schaft konn­te ihre Welt­markt­an­tei­le in den ver­gan­ge­nen zehn Jah­ren in fast allen Absatz­re­gio­nen stark bis mas­siv stei­gern, zuneh­mend auch in wich­ti­gen Schlüs­sel­bran­chen der baye­ri­schen Wirt­schaft. „Der Kon­kur­renz­druck wird wei­ter zuneh­men. Nicht nur durch Chi­nas Prak­tik, Über­ka­pa­zi­tä­ten zu expor­tie­ren, son­dern auch durch den Han­dels­kon­flikt mit den USA. Denn durch die US-Zöl­le wer­den chi­ne­si­sche Expor­teu­re immer mehr ver­su­chen, ihre Waren auf Dritt­märk­ten abzu­set­zen. Die chi­ne­si­sche Sub­ven­ti­ons­po­li­tik sorgt dafür, dass deut­sche Anbie­ter an rela­ti­ver Wett­be­werbs­fä­hig­keit auf dem Welt­markt ver­lie­ren“, erläu­tert Brossardt.

Die vbw mahnt eine Wei­ter­ent­wick­lung des EU-Bin­nen­markts an, denn die­ser spielt für deut­sche Unter­neh­men eine her­aus­ra­gen­de Rol­le als Absatz­markt. Das umfas­se Erleich­te­run­gen beim grenz­über­schrei­ten­den Per­so­nal­ein­satz sowie eine Ver­tie­fung der Kapi­tal­markt­uni­on. Hand­lungs­be­darf bestehe auch bei der For­schungs­för­de­rung „Exzel­lenz in der For­schung schafft die Grund­la­ge für einen wett­be­werbs­fä­hi­gen Inno­va­ti­ons­stand­ort“, führt Bros­sardt aus und ergänzt: „Im inter­na­tio­na­len Ver­gleich hat Deutsch­land einen mas­si­ven Stand­ort­nach­teil bei Unter­neh­mens­kos­ten. Eine Ver­bes­se­rung der Kos­ten­si­tua­ti­on für Unter­neh­men ist daher drin­gend angezeigt.“

Chi­na ist Bay­erns wich­tigs­ter Han­dels­part­ner. Das Han­dels­vo­lu­men Bay­erns mit Chi­na sum­mier­te sich 2024 auf 48,16 Mil­li­ar­den Euro. Das ent­sprach 10,6 Pro­zent des baye­ri­schen Außen­han­dels. Bay­ern expor­tier­te 2024 Waren im Wert von 15,67 Mil­li­ar­den Euro nach Chi­na – das ent­sprach 6,9 Pro­zent aller baye­ri­schen Expor­te. Chi­na nahm damit den drit­ten Platz unter den wich­tigs­ten Export­märk­ten für baye­ri­sche Waren ein.

vbw-Ener­gie­preis­in­dex für das zwei­te Quar­tal 2025

Inter­na­tio­na­le Han­dels­kon­flik­te redu­zie­ren die Energienachfrage

Im zwei­ten Quar­tal 2025 lag der Ener­gie­preis­in­dex der vbw – Ver­ei­ni­gung der baye­ri­schen Wirt­schaft e.V. bei 111,4 Punk­ten. Gegen­über dem ers­ten Quar­tal ging der Index um 10,6 Pro­zent zurück. Ver­gli­chen mit dem Vor­jah­res­quar­tal lag der Index um durch­schnitt­lich 10,5 Pro­zent nied­ri­ger, wie die vbw mitteilt.

„Nach einer leich­ten Auf­wärts­be­we­gung im ers­ten Quar­tal 2025 hat sich die wirt­schaft­li­che Ent­wick­lung inter­na­tio­nal, aber auch in Deutsch­land in den ver­gan­ge­nen Mona­ten wie­der abge­schwächt. Die außen­wirt­schaft­li­chen Tur­bu­len­zen auf­grund der erra­ti­schen Außen­wirt­schafts­po­li­tik der Trump-Regie­rung machen sich deut­lich bemerk­bar“, erklärt vbw Haupt­ge­schäfts­füh­rer Bert­ram Brossardt.

In der Fol­ge sei auch die Nach­fra­ge nach Ener­gie­pro­duk­ten zurück­ge­gan­gen. Trotz des Rück­gangs wür­den die Ener­gie­prei­se am Stand­ort Bay­ern zu hoch blei­ben. „Im Ver­gleich zum Durch­schnitt des Vor-Coro­na-Jah­res 2019 lag der vbw Ener­gie­preis­in­dex im zwei­ten Quar­tal 2025 nach wie vor um fast 30 Pro­zent höher. Klar ist: Es ist noch ein wei­ter Weg, um wie­der zu wett­be­werbs­fä­hi­gen Ener­gie­prei­sen zu kommen.“

Der Teil-Index für Pri­mär­ener­gie lag im zwei­ten Quar­tal 2025 um durch­schnitt­lich 15,5 Pro­zent nied­ri­ger als im ers­ten Quar­tal 2025. Wäh­rend die Prei­se für bei­spiels­wei­se Erd­gas (-18,0 Pro­zent) und Erd­öl (-15,8 Pro­zent) deut­lich zurück­gin­gen, stie­gen die Prei­se für in Deutsch­land erzeug­te Braun­koh­le erneut leicht an (+2,5 Pro­zent). Auch der Teil-Index für Sekun­där­ener­gie ging gegen­über dem Vor­quar­tal zurück (-5,8 Pro­zent). Beson­ders der Preis für Flüs­sig­gas (-20,0 Pro­zent) sank deut­lich. Die Prei­se für Fern­wär­me beweg­ten sich hin­ge­gen kaum (-0,3 Prozent).

Aus Sicht der vbw braucht der Wirt­schafts­stand­ort ein weit nied­ri­ge­res Ener­gie- und Strom­preis­ni­veau. „Die hohen Ener­gie­kos­ten sind seit Jah­ren einer unse­rer größ­ten Stand­ort­nach­tei­le. Sie belas­ten unse­re Unter­neh­men im glo­ba­len Ren­nen um Inno­va­ti­on und Wett­be­werbs­fä­hig­keit mas­siv. Es wird Zeit, dies zu ändern und wie­der zu alter Stär­ke zu fin­den. Die von der Bun­des­re­gie­rung ange­kün­dig­ten Maß­nah­men zur Redu­zie­rung der Ener­gie­prei­se gilt es nun schnellst­mög­lich umzu­set­zen. Auch beim Aus­bau der erneu­er­ba­ren Ener­gien und Net­ze müs­sen wir deut­lich schnel­ler wer­den. Fakt ist: Wir müs­sen unse­ren Stand­ort von innen stär­ken, um im glo­ba­len Wett­be­werb nach außen zu bestehen“, sagt Bros­sardt abschließend.

Der voll­stän­di­ge vbw-Ener­gie­preis­in­dex und wei­te­re Erläu­te­run­gen dazu sind hier zu finden.

Wei­ter­hin schlech­te Lage, aber stei­gen­de Zuversicht

Som­mer-Kon­junk­tur­um­fra­ge in der ober­frän­ki­schen Metall- und Elektro-Industrie

Die Lage in der ober­frän­ki­schen Metall- und Elek­tro- Indus­trie war im ers­ten Halb­jahr 2025 nach wie vor schlecht, die Aus­sich­ten für die künf­ti­ge Ent­wick­lung haben sich aber ver­bes­sert, wie die Arbeit­ge­ber­ver­bän­de der Metall- und Elek­tro­in­dus­trie in Bay­ern mitteilen.

Die inlän­di­schen Pro­duk­ti­ons­plä­ne lie­gen wie­der im posi­ti­ven Bereich, die Inves­ti­ti­ons- und Beschäf­ti­gungs­plä­ne blei­ben hin­ge­gen nega­tiv. „Die schlech­te Nach­richt ist, dass die struk­tu­rel­len Her­aus­for­de­run­gen nach wie vor bestehen. Die gute Nach­richt ist, dass der kon­junk­tu­rel­le Tief­punkt über­wun­den ist. Die neue Bun­des­re­gie­rung steht für die­se posi­ti­ve Ent­wick­lung, sorg­te sie doch für einen Stim­mungs­um­schwung. Wich­tig ist, dass jetzt nicht nach­ge­las­sen wird und Tem­po sowie Ent­schlos­sen­heit bei­be­hal­ten wer­den. Das wird sich dann auch in den Kon­junk­tur­zah­len wider­spie­geln“, fasst Tobi­as Hauk, Mit­glied des vbm Vor­stands der Regi­on Ober­fran­ken-West, die Ergeb­nis­se der aktu­el­len Umfra­ge unter den bay­me vbm Mit­glieds­un­ter­neh­men zusam­men, die heu­te in Coburg vor­ge­stellt wurde.

Laut Umfra­ge ver­bes­ser­te sich die aktu­el­le Geschäfts­la­ge gegen­über dem Win­ter­halb­jahr, bleibt aber im nega­ti­ven Bereich. Der Sal­do aus posi­ti­ven und nega­ti­ven Ant­wor­ten liegt im Inlands­ge­schäft bei ‑18,2 Punk­ten und im Aus­lands­ge­schäft bei ‑6,6 Punk­ten. Die Erwar­tun­gen für das Inlands­ge­schäft sind hin­ge­gen erst­mals seit lan­gem wie­der posi­tiv. Rund 19 Pro­zent erwar­ten in den kom­men­den sechs Mona­ten eine Ver­bes­se­rung, nur noch 4,4 Pro­zent eine Ver­schlech­te­rung. „Die Unter­neh­men sehen trotz der schwie­ri­gen Gesamt­si­tua­ti­on Licht am Ende des Tun­nels. Das ist eine gute Nach­richt und wir hof­fen, dass der ‚Dri­ve‘ der Bun­des­re­gie­rung noch zu wei­te­ren Ver­bes­se­run­gen füh­ren wird“, so Hauk.

Auch die Pro­duk­ti­ons­plä­ne der ober­frän­ki­schen Unter­neh­men sind wie­der im posi­ti­ven Bereich. Der Sal­do liegt bei +6,2 Punk­ten. „Wäh­rend vom ers­ten Halb­jahr kaum Impul­se aus­gin­gen, erwar­ten wir einen mode­ra­ten Anstieg im zwei­ten Halb­jahr. Die Pro­duk­ti­on dürf­te im Jah­res­durch­schnitt 2025 um ein Pro­zent über dem Durch­schnitt von 2024 lie­gen“, pro­gnos­ti­ziert Hauk.

Die Inves­ti­ti­ons­plä­ne der ober­frän­ki­schen M+E Unter­neh­men sind im Sal­do immer noch nega­tiv und lie­gen bei ‑12,3 Punk­ten. „Die nach­las­sen­de Inves­ti­ti­ons­zu­rück­hal­tung ist nicht zuletzt auch der neu­en Bun­des­re­gie­rung zu ver­dan­ken. Jetzt heißt es aber, zügig wei­te­re Maß­nah­men aus dem Sofort­pro­gramm umzu­set­zen, ins­be­son­de­re die Fle­xi­bi­li­sie­rung der Arbeits­zei­ten und den wei­te­ren Büro­kra­tie­ab­bau. Nur so gewin­nen wir wie­der die Attrak­ti­vi­tät zurück, die Inves­ti­tio­nen an unse­ren Stand­ort zieht“, fin­det Hauk.

Die Ver­bes­se­rung der Wett­be­werbs­fä­hig­keit bleibt auch ange­sichts des außen­wirt­schaft­li­chen Umfelds eine Dau­er­auf­ga­be. Allen vor­an die Zoll- und Han­dels­po­li­tik von US-Prä­si­dent Trump führt laut Umfra­ge zu deut­li­chen Beein­träch­ti­gun­gen. So expor­tie­ren über 70 Pro­zent der ober­frän­ki­schen M+E Unter­neh­men in die USA, 45,5 Pro­zent davon waren bereits kon­kret von Zoll­stei­ge­run­gen betrof­fen. „Es zeigt sich, dass Zöl­le und Han­dels­bar­rie­ren der Wirt­schaft scha­den, sie ver­teu­ern und den Außen­han­del brem­sen. Durch die Ver­hand­lungs­lö­sung zwi­schen den USA und der EU konn­te ein Han­dels­krieg ver­mie­den wer­den und unse­re Unter­neh­men haben end­lich mehr Pla­nungs­si­cher­heit. Die Zöl­le von 15 Pro­zent ver­teu­ern natür­lich unse­re Expor­te, sie wer­den unser Wachs­tum redu­zie­ren und sie erschwe­ren all­ge­mein den Han­del mit den USA. Die Zusa­ge der EU, Ener­gie, KI-Chips und Rüs­tungs­gü­ter zu bezie­hen, wird jeden­falls par­ti­ell zu Las­ten von Euro­pa gehen. Das Aus­maß lässt sich der­zeit nicht abse­hen. Lang­fris­ti­ges Ziel muss blei­ben, Zöl­le und Han­dels­bar­rie­ren wei­ter abzu­bau­en. Jeden­falls steigt der Druck, unse­re eige­ne Wett­be­werbs­fä­hig­keit zu erhö­hen“, for­dert Hauk.

Die Beschäf­ti­gungs­plä­ne der ober­frän­ki­schen M+E Unter­neh­men rut­schen wei­ter in den nega­ti­ven Bereich. Mitt­ler­wei­le befürch­tet mit 51 Pro­zent knapp über die Hälf­te der Unter­neh­men, Stel­len abbau­en zu müs­sen. „Auch wenn sich die Lage ins­ge­samt lang­sam ver­bes­sert, wer­den die ober­frän­ki­schen M+E‑Unternehmen bis Jah­res­en­de den­noch rund 2.000 Stel­len abbau­en müs­sen. Denn die Ertrags­la­ge ist wei­ter­hin sehr kri­tisch, jeder fünf­te befrag­te Betrieb schreibt Ver­lus­te und wei­te­re gut 14 Pro­zent der Betrie­be rech­nen mit einer Net­to­um­satz­ren­di­te von ledig­lich einem bis zwei Pro­zent“, berich­tet Hauk und fügt hin­zu: „Die Beschäf­tig­ten sind die Leid­tra­gen­den einer lan­ge ver­fehl­ten Indus­trie- und Stand­ort­po­li­tik. Die Wirt­schafts­wen­de hat begon­nen, wird aber noch Zeit in Anspruch nehmen.“

„Pro­jekt stärkt Inte­gra­ti­on der Jugend­li­chen in All­tag und Beruf“

„sprung­brett Azu­bi­Men­to­ring“ – Inte­gra­ti­on durch Aus­bil­dung stärken

Die vbw – Ver­ei­ni­gung der Baye­ri­schen Wirt­schaft e. V. betont die zen­tra­le Bedeu­tung der beruf­li­chen Aus­bil­dung für die Inte­gra­ti­on jun­ger Men­schen mit Zuwan­de­rungs- oder Flucht­hin­ter­grund. Mit dem Pro­gramm “sprung­brett Azu­bi­Men­to­ring” wer­den gezielt Hür­den beim Ein­stieg in Aus­bil­dung und Arbeit abge­baut, um den Jugend­li­chen nach­hal­ti­ge Inte­gra­ti­on zu ermöglichen.

„Beruf­li­che Tätig­keit ist ein zen­tra­ler Bestand­teil für gesell­schaft­li­che Teil­ha­be. Sie schafft Struk­tur, Sinn und Ori­en­tie­rung und ist damit grund­le­gend für die Inte­gra­ti­on. Beson­ders zu Beginn des Aus­bil­dungs­wegs ste­hen jun­ge Men­schen mit Migra­ti­ons­hin­ter­grund vor sprach­li­chen und kul­tu­rel­len Her­aus­for­de­run­gen. Hier setzt das Pro­gramm ‚sprung­brett Azu­bi­Men­to­ring‘ ziel­ge­rich­tet an“, erklärt vbw Haupt­ge­schäfts­füh­rer Bert­ram Bros­sardt anläss­lich des bevor­ste­hen­den nächs­ten Programmdurchlaufs.

In den teil­neh­men­den baye­ri­schen Unter­neh­men über­neh­men erfah­re­ne Aus­zu­bil­den­de eine Men­to­ren­rol­le und beglei­ten ihre jün­ge­ren Kol­le­gin­nen und Kol­le­gen mit Migra­ti­ons­hin­ter­grund durch die ers­ten Aus­bil­dungs­jah­re. „In digi­ta­len Work­shops wer­den sie gezielt auf die­se Auf­ga­be vor­be­rei­tet. So ent­steht ein pra­xis­na­hes Unter­stüt­zungs­netz­werk, das Aus­bil­dungs­ab­brü­chen vor­beugt und die Bin­dung der Jugend­li­chen an den Betrieb stärkt. Wir schaf­fen damit ein Modell, das nicht nur Geflüch­te­ten und Zuge­wan­der­ten hilft, son­dern auch die Men­to­rin­nen und Men­to­ren in ihrer sozia­len Kom­pe­tenz stärkt. Für die Inte­gra­ti­on sind Sprach­kom­pe­tenz und sozia­le Bin­dung ein Schlüs­sel zum Erfolg. Bei­des wird durch das Men­to­ring­pro­gramm in der täg­li­chen Arbeit ver­mit­telt und den jun­gen Geflüch­te­ten und Zuge­wan­der­ten wird der Weg in ihren neu­en All­tag so ver­ein­facht“, so Bros­sardt weiter.

Der nächs­te Pro­gramm­durch­lauf star­tet Anfang Okto­ber 2025. Zusätz­lich wird im Dezem­ber 2025 ein Umset­zungs­kon­zept ver­öf­fent­licht, das Unter­neh­men eine eigen­stän­di­ge Orga­ni­sa­ti­on des Men­to­ring­pro­gramms ermög­licht. Ziel ist es, erfolg­rei­che Aus­bil­dung mit geziel­ter Inte­gra­ti­on zu ver­bin­den – zum Nut­zen aller Beteiligten.

Haupt­för­de­rer des Pro­jek­tes sind die vbw sowie das Baye­ri­sche Staats­mi­nis­te­ri­um für Wirt­schaft, Lan­des­ent­wick­lung und Ener­gie. Pro­jekt­trä­ger ist SCHULEWIRTSCHAFT Bay­ern im Bil­dungs­werk der Baye­ri­schen Wirt­schaft e. V. Wei­te­re Infor­ma­tio­nen zum Pro­jekt sind hier zu finden.

Inter­na­tio­na­ler Tag der Jugend am 12. August

Nach­wuchs­ge­ne­ra­ti­on hat zen­tra­len Stel­len­wert für Wettbewerbsfähigkeit

Zum inter­na­tio­na­len Tag der Jugend am 12. August beto­nen die vbw – Ver­ei­ni­gung der Baye­ri­schen Wirt­schaft e. V. und die baye­ri­schen Metall- und Elek­tro-Arbeit­ge­ber­ver­bän­de bay­me vbm den Stel­len­wert der nach­wach­sen­den Gene­ra­ti­on für die Wett­be­werbs­fä­hig­keit der Unter­neh­men im Freistaat.

„Die Jugend­li­chen sind die Beschäf­tig­ten von mor­gen, man­che sogar schon die Beschäf­tig­ten von heu­te, und unse­re Gesell­schaft wird in den nächs­ten Jah­ren und Jahr­zehn­ten auf ihre Arbeits­leis­tung ange­wie­sen sein. Ent­spre­chend wich­tig ist es für uns, her­aus­zu­fin­den, was die jun­gen Men­schen arbei­ten wol­len, wo sie arbei­ten wol­len, wie und wie­viel sie arbei­ten wol­len“, macht bay­me vbm vbw Haupt­ge­schäfts­füh­rer Bert­ram Bros­sardt klar. „Dar­um haben wir die Ver­an­stal­tungs­rei­he ‚vbw Jugend­Werk­statt‘ ins Leben geru­fen. Der Work­shop bie­tet ein Forum für den Aus­tausch mit der Gene­ra­ti­on Z zu ihren Anfor­de­run­gen an die künf­ti­ge Arbeitswelt.“

Das For­mat fand erst­ma­lig im März die­ses Jah­res in Mün­chen statt, eine wei­te­re Ver­an­stal­tung führ­ten die Ver­bän­de am 25. Juni durch. Bros­sardt zieht eine posi­ti­ve Zwi­schen­bi­lanz: „Der ers­te Ter­min war so erkennt­nis­reich, dass wir das For­mat ein wei­te­res Mal durch­ge­führt haben, und mein guter Ein­druck hat sich erneut bestä­tigt. Es hat sich gezeigt: Wenn man mit den jun­gen Men­schen redet, statt über sie, erhält man vie­le neue Impul­se, die wir für unse­re Arbeit dan­kend auf­neh­men. Ich bin begeis­tert von dem Enga­ge­ment und der Moti­va­ti­on der jun­gen Men­schen und ich bin dank­bar für die Ein­drü­cke und Ein­bli­cke, die sie mit uns geteilt haben. Ich freue mich auf die wei­te­re Fort­set­zung des Dialogs.“

Die jun­ge Gene­ra­ti­on, die momen­tan auf den Arbeits­markt strömt, hat laut bay­me vbm vbw sehr kla­re Anfor­de­run­gen an den künf­ti­gen Arbeit­ge­ber. Gleich­zei­tig bringt sie Kom­pe­ten­zen mit, von denen die Unter­neh­men im Zuge der Trans­for­ma­ti­on pro­fi­tie­ren. Bros­sardt erklärt: „Die Jugend­li­chen sind ‘Digi­tal Nati­ves’, digi­ta­le For­ma­te und Inhal­te sind selbst­ver­ständ­li­cher Teil ihrer Lebens­welt. Gleich­zei­tig ist digi­ta­le Kom­pe­tenz am Arbeits­markt inzwi­schen eine Schlüs­sel­fer­tig­keit. Damit sie den Wan­del lang­fris­tig meis­tern kön­nen, sind unse­re Unter­neh­men auf gut qua­li­fi­zier­te, enga­gier­te jun­ge Nach­wuchs­kräf­te drin­gend angewiesen.“

Fin­den die Jugend­li­chen ihren Weg in die baye­ri­schen Unter­neh­men, war­ten bran­chen­über­grei­fend und ins­be­son­de­re in der baye­ri­schen M+E Indus­trie lang­fris­tig sta­bi­le Zukunfts­per­spek­ti­ven auf sie. „Die Aus­bil­dungs­ver­gü­tung ist aus­ge­zeich­net, die Jugend­li­chen ver­die­nen im Schnitt über alle Aus­bil­dungs­jah­re 1.347 €. Gleich­zei­tig bleibt auch die Über­nah­me­quo­te hoch. So wer­den laut unse­rer aktu­el­len bay­me vbm Som­mer­um­fra­ge im lau­fen­den Jahr 2025 knapp 91 Pro­zent der baye­ri­schen M+E Unter­neh­men ihre Azu­bis nach dem erfolg­rei­chen Abschluss befris­tet oder unbe­fris­tet übernehmen.“

Abschluss­ver­an­stal­tung der „Girls‘Day Aka­de­mie“ 2025

Pra­xis­na­he MINT-För­de­rung für Mäd­chen: bay­me vbm zie­hen posi­ti­ve Bilanz

Seit mehr als zehn Jah­ren ist die Girls’Day Aka­de­mie als gemein­sa­mes Pro­jekt der baye­ri­schen Metall- und Elek­tro-Arbeit­ge­ber­ver­bän­de bay­me vbm, der Regio­nal­di­rek­ti­on Bay­ern der Bun­des­agen­tur für Arbeit und des Baye­ri­schen Staats­mi­nis­te­ri­ums für Wirt­schaft, Lan­des­ent­wick­lung und Ener­gie ein Erfolgs­mo­dell für die MINT-För­de­rung von Mädchen.

bay­me-vbm-Haupt­ge­schäfts­füh­rer Bert­ram Bros­sardt zieht anläss­lich der Abschluss­ver­an­stal­tung an der Georg-Hart­mann-Real­schu­le in Forch­heim posi­ti­ve Bilanz und erläu­tert den Wert der Girls’Day Aka­de­mie für die Fach­kräf­te­si­che­rung: „Die Unter­neh­men im MINT-Bereich suchen nach talen­tier­ten jun­gen Frau­en. Wir müs­sen die Tech­nik­be­geis­te­rung von Mäd­chen schon früh mit pra­xis­na­her Berufs- und Stu­di­en­ori­en­tie­rung wecken und sie auf die her­vor­ra­gen­den Kar­rie­re­per­spek­ti­ven in der baye­ri­schen M+E Indus­trie auf­merk­sam machen. Die Girls’Day-Akademie setzt genau hier an, dar­um unter­stüt­zen wir das Pro­jekt auch in die­sem Jahr wie­der sehr ger­ne. Die seit mehr als einem Jahr­zehnt erfolg­rei­che Durch­füh­rung des Pro­jekts im Frei­staat bestärkt uns dar­in, die MINT-För­de­rung von Mäd­chen wei­ter voranzutreiben.“

Bei der Abschluss­ver­an­stal­tung berich­te­ten die Schü­le­rin­nen über ihre Erfah­run­gen bei der Girls’Day Aka­de­mie und stell­ten ihre Pro­jekt­ar­bei­ten vor. Für die erfolg­rei­che Teil­nah­me am Pro­jekt erhiel­ten sie außer­dem ein Abschluss­zer­ti­fi­kat. Bros­sardt fasst zusam­men: „Der­zeit lau­fen in Bay­ern 17 die­ser Aka­de­mien als Koope­ra­ti­ons­mo­dell zwi­schen Schu­len und Unter­neh­men. Die Mäd­chen tref­fen sich ein­mal pro Woche, um in die Welt der MINT-Beru­fe ein­zu­tau­chen und sich aus­zu­pro­bie­ren.“ Auch Eltern haben die Mög­lich­keit, Tipps zur Unter­stüt­zung der Töch­ter bei der Berufs­ori­en­tie­rung zu erhal­ten. In der Regi­on Ober­fran­ken betei­lig­ten sich im Schul­jahr 202425 zwei Schu­len sowie fünf Unternehmen.

Dr. Mar­kus Schmitz, Vor­sit­zen­der der Geschäfts­füh­rung der Regio­nal­di­rek­ti­on Bay­ern der Bun­des­agen­tur für Arbeit ergänz­te: „Mit der Girls’Day Aka­de­mie möch­ten wir jun­gen Frau­en die Viel­falt der Berufs­welt näher­brin­gen und gleich­zei­tig mit noch immer ver­brei­te­ten Kli­schees auf­räu­men. Vie­len ist nicht bewusst, wie krea­tiv und inno­va­tiv Tätig­kei­ten ins­be­son­de­re in der Metall- und Elek­tro­in­dus­trie sein kön­nen, dass dort ein moder­nes Arbeits­um­feld herrscht und die Ver­dienst­mög­lich­kei­ten attrak­tiv sind. Zudem möch­ten wir die Teil­neh­me­rin­nen mit weib­li­chen Vor­bil­dern zusam­men­brin­gen, die sie inspi­rie­ren und ihnen auf­zei­gen, wel­che Chan­cen eine stär­ken­ori­en­tier­te, von Geschlech­ter­kli­schees befrei­te Berufs­wahl eröff­net. In Deutsch­land gibt es über 320 Aus­bil­dungs­be­ru­fe und rund 22.000 ver­schie­de­ne Stu­di­en­gän­ge – Poten­zia­le, die dar­auf war­ten, ent­deckt zu wer­den. Unser Ziel ist es, die­sen jun­gen Frau­en neue beruf­li­che Per­spek­ti­ven erleb­bar zu machen. Auf geht’s!“

Bay­erns Wirt­schafts­mi­nis­ter Hubert Aiwan­ger bestä­tig­te: „Jun­ge Frau­en für MINT-Beru­fe zu begeis­tern – das ist das Ziel der Girls’Day Aka­de­mie. Denn jun­ge Frau­en haben die Fähig­kei­ten, um in einem tech­ni­schen Beruf erfolg­reich zu sein. Die Aka­de­mie gibt Schü­le­rin­nen kon­kre­te Ein­bli­cke in den Arbeits­all­tag und zeigt Kar­rie­re­we­ge auf. Die­ses erfolg­rei­che Pro­jekt unter­stüt­zen wir mit Über­zeu­gung. Poli­tik, Wirt­schaft und Schu­len zie­hen dabei an einem Strang, um den Fach­kräf­te­nach­wuchs gezielt zu för­dern und die Wett­be­werbs­fä­hig­keit des Stand­orts Bay­ern lang­fris­tig zu sichern.“

vbw-Roh­stoff­preis­in­dex

Leich­ter Anstieg der Roh­stoff­prei­se im Mai

Der Roh­stoff­preis­in­dex der vbw – Ver­ei­ni­gung der Baye­ri­schen Wirt­schaft e. V. ist im Mai 2025 gegen­über dem Vor­mo­nat April um 0,8 Pro­zent gestiegen.

„Nach einem deut­li­chen Rück­gang der Roh­stoff­prei­se im April ist unser vbw Roh­stoff­preis­in­dex im Mai wie­der leicht ange­stie­gen. Im Ver­gleich zum Durch­schnitt des Vor-Coro­na-Jah­res 2019 liegt er damit nach wie vor um gut ein Drit­tel höher“, kom­men­tiert vbw-Haupt­ge­schäfts­füh­rer Bert­ram Bros­sardt. Dass die Prei­se nicht noch höher lie­gen, lie­ge auch an der aktu­ell schwa­chen welt­wirt­schaft­li­chen Gesamt­leis­tung, geprägt durch geo­po­li­ti­sche Unsi­cher­hei­ten. Umso wich­ti­ger sei es, die struk­tu­rel­len Schwä­chen hier am Stand­ort schnell in den Griff zu bekom­men und lang­fris­tig die Roh­stoff­si­cher­heit zu kon­kur­renz­fä­hi­gen Prei­sen sicherzustellen.

Neben den Prei­sen für Indus­trie­me­tal­le (+0,9 Pro­zent) und Edel­me­tal­le (+2,9 Pro­zent) stie­gen im Mai ins­be­son­de­re die Prei­se für Sel­te­ne Erden (+8 Pro­zent) im Ver­gleich zum Vor­mo­nat April deut­lich an. „Die Preis­an­stie­ge bei den Sel­te­nen Erden ste­chen im Mai her­vor. Für ein­zel­ne Sel­te­ne Erden lag das Plus bei bis zu 18,9 Pro­zent. Ver­ant­wort­lich für die­se Ent­wick­lung ist der Han­dels­kon­flikt zwi­schen den USA und Chi­na, infol­ge­des­sen die chi­ne­si­sche Regie­rung Export­kon­trol­len für vie­le wich­ti­ge Sel­te­ne Erden und Magne­te ein­ge­führt hat. Neben den Prei­sen für Sel­te­ne Erden wur­den aber auch die für die baye­ri­sche Wirt­schaft wich­ti­gen Indus­trie­me­tal­le Kup­fer und Alu­mi­ni­um im Mai um 3,5 und 2,6 Pro­zent teu­rer. Bei den Edel­me­tal­len ver­zeich­ne­te Pal­la­di­um mit sechs Pro­zent das stär­ke Preis­wachs­tum, aber auch Gold wur­de um 2,9 Pro­zent teu­rer. Ein kla­res Zei­chen für die unsi­che­re geo­po­li­ti­sche Lage. Der Preis für Roh­öl sank im Mai gegen­über dem Vor­mo­nat hin­ge­gen um 5,2 Pro­zent“, so Brossardt.

Die vor­lie­gen­den Zah­len unter­strei­chen die For­de­rung der vbw, zeit­nah Maß­nah­men zur Stär­kung der Roh­stoff­si­cher­heit zu imple­men­tie­ren. Der Indus­trie­stand­ort Bay­ern sei auf die siche­re Roh­stoff­ver­füg­bar­keit zu bezahl­ba­ren Prei­sen ange­wie­sen, um inter­na­tio­nal wett­be­werbs­fä­hig blei­ben zu kön­nen. „Das Bekennt­nis im Koali­ti­ons­ver­trag zu einer Erleich­te­rung der hei­mi­schen Roh­stoff­ge­win­nung ist ein posi­ti­ves Zei­chen in die rich­ti­ge Rich­tung. Eben­falls spie­len Han­dels- und Roh­stoff­part­ner­schaf­ten eine essen­zi­el­le Rol­le in der lang­fris­ti­gen Sen­kung der Roh­stoff­prei­se“, sagt Bros­sardt abschließend.

In den vbw Roh­stoff­preis­in­dex flie­ßen die Welt­markt­prei­se von 42 Roh­stoff­ar­ten ein. Es han­delt sich um Prei­se auf US-Dol­lar Basis. Die­se wer­den gewich­tet mit dem Import­an­teil des jewei­li­gen Roh­stof­fes nach Bayern.

Der kom­plet­te vbw-Roh­stoff­preis­in­dex ist hier zu finden.

Die vbw-Stu­die Roh­stoff­si­tua­ti­on der baye­ri­schen Wirt­schaft ist hier zu finden.

vbw-State­ment zum steu­er­li­chen Investitionssofortprogramm

vbw erwar­tet Zustim­mung des Bun­des­tags zum steu­er­li­chen Investitionssofortprogramm

Bert­ram Bros­sardt, Haupt­ge­schäfts­füh­rer der vbw – Ver­ei­ni­gung der Baye­ri­schen Wirt­schaft e. V., hat sich zur anste­hen­den Ent­schei­dung des Bun­des­tags zum steu­er­li­chen Inves­ti­ti­ons­so­fort­pro­gramm zur Stär­kung des Wirt­schafts­stand­orts Deutsch­land geäußert.

Ihm zufol­ge blei­be das Sofort­pro­gramm für die Wirt­schaft der rich­ti­ge Ein­stieg in den Weg aus der Kri­se. Es kün­di­ge wich­ti­ge Impul­se an, die unse­ren Stand­ort aus dem Dau­er­tief brin­gen sol­len. Da dies zur­zeit die drän­gends­te Auf­ga­be sei, erwar­te er eine par­tei­über­grei­fen­de Zustim­mung. Alles ande­re wäre sei­nes Erach­tens ein her­ber Rück­schlag für unse­ren Wirtschaftsstandort.

„Schnel­lig­keit ist gebo­ten, um unse­re Indus­trie wie­der wett­be­werbs­fä­hi­ger zu machen und aus dem Kon­junk­tur­tief zu füh­ren. Die degres­si­ve Son­der­ab­schrei­bung für Aus­rüs­tungs­in­ves­ti­tio­nen der Unter­neh­men, die Ver­bes­se­rung bei der steu­er­li­chen For­schungs­zu­la­ge und die kla­re Per­spek­ti­ve für eine Absen­kung der Unter­neh­men­steu­ern brin­gen uns bei Inves­ti­tio­nen und Inno­va­tio­nen wei­ter“, so Bros­sardt. Beson­ders posi­tiv fal­le auf, dass die vor­ge­se­he­nen Ent­las­tungs­maß­nah­men ohne neue büro­kra­ti­sche Auf­la­gen auskommen.

Aller­dings kön­ne dies nur ein ers­ter Schritt sein. „Wir set­zen dar­auf, dass die Bun­des­re­gie­rung im Hin­ter­grund inten­siv an wei­te­ren Lösun­gen gegen die Kri­se arbei­tet und dass auch die ande­ren wachs­tums­re­le­van­ten Tei­le des Sofort­pro­gramms und des Koali­ti­ons­ver­trags schnell umge­setzt wer­den. Das schafft das not­wen­di­ge Ver­trau­en der Unter­neh­men in unse­ren Stand­ort, um wie­der stär­ker zu inves­tie­ren. Die heu­te vor­ge­leg­ten Über­le­gun­gen zum Haus­halt stim­men uns inso­weit vor­sich­tig optimistisch.“

Pres­se­state­ment von bay­me vbm und vbw

Ver­bän­de beto­nen Hebel­wir­kung von pass­ge­nau­en Aus- und Weiterbildungsangeboten

Im Nach­gang zu ihrer Früh­jahrs­um­fra­ge zur Aus­bil­dungs­si­tua­ti­on in der baye­ri­schen Metall- und Elek­tro­in­dus­trie beto­nen die baye­ri­schen Metall- und Elek­tro Arbeit­ge­ber­ver­bän­de bay­me vbm und die vbw – Ver­ei­ni­gung der Baye­ri­schen Wirt­schaft e. V. den Stel­len­wert von ziel­ge­rich­te­ten Aus- und Wei­ter­bil­dungs­an­ge­bo­ten für die Siche­rung des Arbeits- und Fach­kräf­te­be­darfs der Unter­neh­men im Freistaat.

bay­me vbm vbw Haupt­ge­schäfts­füh­rer Bert­ram Bros­sardt macht klar: „Obwohl die aktu­el­le Kon­junk­tur- und Struk­tur­kri­se spür­bar dämp­fend auf den Arbeits­markt wirkt, bleibt die Fach­kräf­te­si­che­rung eine der zen­tra­len Zukunfts­auf­ga­ben. Die Zahl der neu abge­schlos­se­nen Aus­bil­dungs­ver­trä­ge in der M+E Indus­trie ist 2024 im Ver­gleich zum Vor­jahr leicht auf 15.029 gesun­ken. Ins­ge­samt inves­tier­ten die Unter­neh­men in Deutsch­land 2022 knapp 46 Mil­li­ar­den Euro in Wei­ter­bil­dung, in der M+E Bran­che machen 88,7 Pro­zent ihren Beschäf­tig­ten Wei­ter­bil­dungs­an­ge­bo­te.“ Gleich­zei­tig blie­ben am Aus­bil­dungs- und Arbeits­markt vie­le Stel­len unbe­setzt, weil aus­rei­chend oder pas­sen­de Bewer­ber fehl­ten. Umso wich­ti­ger sei­en geziel­te und pra­xis­na­he Ange­bo­te zur Berufs- und Stu­di­en­ori­en­tie­rung an Schu­len sowie berufs­be­glei­ten­de Maß­nah­men zur Aus- und Weiterbildung.

Um mög­lichst vie­len Azu­bis den erfolg­rei­chen und für sie pas­sen­den Abschluss ihrer Aus­bil­dung zu ermög­li­chen, hat die vbw gemein­sam mit dem Kul­tus­mi­nis­te­ri­um im Rah­men der Stif­tung Bil­dungs­pakt Bay­ern das Pro­jekt „cle­ver clus­tern – gut ver­netzt in den Beruf“ ins Leben geru­fen. Es star­te­te am 5. Febru­ar 2025 an 15 baye­ri­schen Berufs­schu­len. Bros­sardt erläu­tert: „Durch die noch enge­re Ver­net­zung und Zusam­men­ar­beit zwi­schen Berufs­schu­le und Aus­bil­dungs­be­trieb opti­mie­ren wir die Lern­be­glei­tung der Jugend­li­chen. So kön­nen wir Azu­bis noch indi­vi­du­el­ler för­dern, gleich­zei­tig aber auch die Zahl der Aus­bil­dungs­ab­brü­che wirk­sam sen­ken und das Matching von Azu­bi und Betrieb erleichtern.“

Zur Hebung der Fach­kräf­te­po­ten­zia­le haben die Ver­bän­de im März die­ses Jah­res mit dem Baye­ri­schen Staats­mi­nis­te­ri­um für Unter­richt und Kul­tus, sowie der RD Bay­ern der Bun­des­agen­tur für Arbeit in Koope­ra­ti­on mit dem Baye­ri­schen Staats­mi­nis­te­ri­um für Fami­lie, Arbeit und Sozia­les das Modell­pro­jekt „Berufs­ab­schluss in Teil­zeit hybrid“ gestar­tet. Es rich­tet sich im Rah­men der Initia­ti­ve Fach­kräf­te­si­che­rung FKS + an jun­ge Erwach­se­ne, die auf­grund ihrer Lebens­um­stän­de kei­ne Voll­zeit­aus­bil­dung machen kön­nen. „Ziel des Pro­jekts ist es, Per­so­nen für eine Aus­bil­dung oder eine betrieb­li­che Ein­zel­um­schu­lung in Teil­zeit zu begeis­tern. Die hybri­de Form gibt den Teil­neh­men­den mehr Fle­xi­bi­li­tät. Sie wer­den über die gesam­te Lauf­zeit indi­vi­du­ell beglei­tet“, so Bros­sardt abschließend.

vbw-State­ment zum Weltflüchtlingstag

Mehr Geflüch­te­te in Aus­bil­dung und Arbeit bringen

Anläss­lich des Welt­flücht­lings­tags am 20. Juni betont die vbw – Ver­ei­ni­gung der Baye­ri­schen Wirt­schaft e. V. die Wich­tig­keit der Inte­gra­ti­on Geflüch­te­ter mit Blei­be­per­spek­ti­ve in Aus­bil­dung und Arbeit, um sie so noch bes­ser in die Gesell­schaft einzubinden.

„Im Frei­staat Bay­ern sind 51,2 Pro­zent der Geflüch­te­ten aus den acht häu­figs­ten Asyl­her­kunfts­län­dern sowie 38,3 Pro­zent der ukrai­ni­schen Geflüch­te­ten in einer Beschäf­ti­gung. Damit liegt Bay­ern über dem bun­des­wei­ten Durch­schnitt, aller­dings besteht noch viel ‚Luft nach oben‘“, erklärt vbw Haupt­ge­schäfts­füh­rer Bert­ram Bros­sardt. Eine beruf­li­che Tätig­keit sei ein bedeu­ten­der Bestand­teil für die Inte­gra­ti­on. Sie för­de­re das Erler­nen der deut­schen Spra­che, bie­te Struk­tur und Sinn­haf­tig­keit und leis­te damit einen ent­schei­den­den Bei­trag zur gesell­schaft­li­chen Teilhabe.

Laut vbw bie­te die Beschäf­ti­gung von Geflüch­te­ten für die Unter­neh­men vie­le Chan­cen, sei aber auch mit viel­fäl­ti­gen Her­aus­for­de­run­gen ver­bun­den. Dazu Bros­sardt: „Es gibt vie­le Aspek­te, die bei der Beschäf­ti­gung von Geflüch­te­ten zu beach­ten sind, dar­un­ter feh­len­de Sprach­kennt­nis­se, der inten­si­ve­re Betreu­ungs­be­darf im Betrieb oder gesetz­li­che Rege­lun­gen, die eine Beschäf­ti­gung erschwe­ren. Daher hat die vbw nicht nur eine Hand­rei­chung für die baye­ri­schen Unter­neh­men erstellt, son­dern enga­giert sich auch mit diver­sen Pro­jek­ten im Bereich Integration.“

Ein beson­de­res Pro­jekt rich­tet sich spe­zi­ell an zuge­wan­der­te Azu­bis, um ihnen den Weg in baye­ri­sche Unter­neh­men zu erleich­tern. „Das Pro­gramm ‚sprung­brett Azu­bi­Mo­ni­to­ring‘ hilft migrier­ten Jugend­li­chen dabei, sprach­li­che und kul­tu­rel­le Hür­den zu über­win­den und unter­stützt sie beim erfolg­rei­chen Aus­bil­dungs­ab­schluss. Dabei steht ihnen ein erfah­re­ner Azu­bi aus dem Unter­neh­men als Men­tor hel­fend zur Sei­te. Mit­hil­fe einer fünf­tei­li­gen digi­ta­len Work­shop­rei­he befä­hi­gen wir die­se Azu­bis, in ihre Men­to­ren­rol­le zu fin­den und den zuge­zo­ge­nen Jugend­li­chen bei ihrer Inte­gra­ti­on zu unter­stüt­zen. Die Unter­neh­men sind eng in das Pro­gramm mit ein­ge­bun­den. Der nächs­te Durch­lauf fin­det im Herbst 2025 statt. Zusätz­lich ent­steht im Rah­men des Pro­jek­tes ein Best Prac­ti­ce Gui­de, damit Unter­neh­men selbst­stän­dig ein erfolg­rei­ches Men­to­ring­pro­gramm für Aus­zu­bil­den­de auf­bau­en kön­nen“, so Bros­sardt. Alles zum Pro­jekt „sprung­brett Azu­bi­Men­to­ring“ ist hier zu finden.

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