Mehr als 1000 Besucher beim Tag der offenen Tür
Massenansturm auf den Kulturboden
Die Erfolgsgeschichte, von der Bürgermeister Thomas Söder im offiziellen Teil anlässlich des 10-jährigen Bestehens des Kulturbodens in Hallstadts Stadtmitte schwärmte, schlug mit der Jubiläumsveranstaltung ein neues Kapitel auf, zu der mehr als 1.000 Besucher in den Kulturboden kamen.
Der Ansturm zum Tag der offenen Tür übertraf die kühnsten Erwartungen der Veranstalter. Mehr als 1.000 Besucher*innen erlebten ein mehrstündiges Bühnenprogramm, das einen Schnelldurchlauf des Jahresprogrammes mit rund 100 öffentlichen Veranstaltungen im Kulturprogramm abbildete: Schlager, Gospel, Kabarett, Rock, Theater, Kinderprogramm. „Wir wollen mit diesen acht Auftritten ein bisschen was von der Bandbreite des Jahres zeigen, mit der wir jeden Abend eine andere Zielgruppe ansprechen“, hatte Kulturboden-Chef Wolfgang Heyder als Zielsetzung ausgegeben.
Was gelang. In jeweils 20-minütigen Slots machten die Künstler auf sich und anstehende Auftritte aufmerksam und wurden mit viel Beifall belohnt. Köstlich die Bamberger Schauspieler Patrick L. Schmitz und Gerald Leiß mit ihrer Heinz-Erhardt-Parodie, stimmgewaltig Marina Seidel aus Gefrees mit italienischen Liedern und amerikanischen Gospels von Gianna Nannini bis Carole King. Ebenso beeindruckte die Bamberger TV-Rockröhre Egon Herrnleben mit Rockklassikern. Sebastian Schönmoser nahm die Kinder, die sich vorher hatten schminken lassen können, mit auf eine Schiffsreise. Mit viel Lokalkolorit stimulierte Kabarettist Mäc Härder die Lachmuskeln, wohnte er doch 19 Jahre lang in Hallstadt: „Dass Hallstadt saureich ist, hat man im Schwimmbad erleben könna. Weil wer kann sich gleich zwei so dicka Bademeister leisten?“ Der Erlangener Klaus-Karl Kraus erinnerte humorvoll an Tugenden aus der Jugendzeit, die keinem geschadet hätten, wie die „Watschn vom Lehrer“. Wolfgang Reichmann steuerte schon auf die Bamberger OB-Wahl zu und fand einen neuen Titel für die Lokalzeitung: „FT steht doch für Fehlerteufel.“ Alle drei Kabarettisten persiflierten köstlich die Besonderheiten der bisweilen paradoxen fränkischen Sprache und Eigenheiten. „Host a Bäppn an der Bappn, will dei Puppn nimmer poppen.“ Und sie lobten den Kulturboden als ideale Stätte für Kleinkunst. Klaus-Karl Kraus erfreute sich am „Gefühl, dass das Publikum mit auf der Bühne steht“. Für Wolfgang Reichmann war klar, dass „mit der Übernahme durch das Ehepaar Heyder pausenlos ein Highlight nach dem anderen folgt und dass ich als Fastenprediger seit bald zehn Jahren dazu gehör‘, ist für mich schon eine Anerkennung“. Für Mäc Härder ist der Kulturboden eine „Super-Einrichtung“, weil man als „Künstler und Kabarettist ganz nah am Publikum ist“.
Was auch umgekehrt gilt: Viele der Besucher*innen, die mittlerweile schon aus ganz Franken, von Hof bis Würzburg und Coburg bis Nürnberg, sowie aus der Oberpfalz und Thüringen kommen, nutzen die Gelegenheit, nach dem Gastspiel mit ihrem Künstler in Kontakt zu kommen, sei es zum Gespräch, Autogramm oder Selfie.
Auf großes Interesse stießen auch die Führungen mit Blick hinter die Kulissen, bei denen Wolfgang Heyder auch Vorschläge für künftige Veranstaltungen aufnahm. Dabei lobte er die Leistungen der Helfer im Hintergrund, die für Aufbau und Sauberkeit sorgen. „Gestern Abend hatten wir ein Rockkonzert mit einem proppenvollen Saal und heute Morgen hat man davon nichts mehr gemerkt und alles stand bereit für den Tag der offenen Tür.“ Den immensen Aufwand an Logistik und deren Sorgfalt hatte zuvor auch schon Bürgermeister Söder gelobt: „Der Kulturboden ist nun seit zehn Jahren in Betrieb und schaut fast noch aus wie am ersten Tag.“
Förmlich überrannt wurde das Personal bei der Ticketaktion, bei der fast vier Stunden lang zwei Eintrittskarten zum Preis von einer erworben werden konnten. Die Warteschlange reichte zeitweise quer durch das Foyer bis zur Garderobe und Hunderte nutzten diese einmalige Gelegenheit.
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10 Jahre Kulturboden Hallstadt – ein Grund zum Feiern!
Tag der offenen Tür im Kulturboden Hallstadt am Sonntag
Seit seiner Eröffnung im Jahr 2015 hat sich der Kulturboden Hallstadt als feste Größe in der regionalen Kulturlandschaft etabliert. Am Sonntag, dem 28. September, wird das zehnjährige Jubiläum mit einem Tag der offenen Tür gefeiert.
Innerhalb eines Jahrzehnts ist der Kulturboden zu einem lebendigen Ort und zur Kulturstätte für Kabarett, Comedy, Konzerte, Theater, Tagungen und Feiern geworden – auch weit über die Grenzen Hallstadts hinaus.
Am Sonntag, dem 28. September 2025, wird dieses Jubiläum gebührend gefeiert: Von 12 bis 17 Uhr erwartet die Besucher:innen ein abwechslungsreiches Bühnenprogramm und ein stimmungsvoller Mix aus Kabarett, Musik und Show.
Nach der Ansprache von 1. Bürgermeister Thomas Söder und Wolfgang Heyder vom Veranstaltungsservice Bamberg treten im Kulturboden folgende Künstler:innen nacheinander beim Tag der offenen Tür auf:
- Heinz & Heinz – Heinz Erhardt Klassiker
- Marina Seidel – Italienische Songs & Gospel
- Mäc Härder – Kabarett
- Klaus Karl-Kraus – Kabarett
- Egon Herrnleben – Finalist bei The Voice of Germany
- Sebastian Schönmoser mit Kinderliedern
- Wolfgang Reichmann – Fastenprediger
Auf der Bühne stehen das Duo Heinz & Heinz mit einer Hommage an Heinz Erhardt, Gospelsängerin Marina Seidel, Comedian Mäc Härder, Kabarettist Klaus Karl-Kraus, Musiker Egon Herrnleben (bekannt aus The Voice of Germany), Sebastian Schönmoser, der Kinderlieder präsentiert, sowie Fastenprediger Wolfgang Reichmann.
Angebote am Tag der offenen Tür
- Führungen zu jeder vollen Stunde durch den Kulturboden geben spannende Einblicke in die vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten – von Hochzeiten über Tagungen bis hin zu Vereins- und Weihnachtsfeiern.
- Für die jüngsten Gäste gibt es Kinderschminken.
- Als besonderes Highlight lockt eine 2 für 1 Ticketaktion von 14 bis 17 Uhr, bei der Kulturfans doppelt profitieren können (Gültig für ausgewählte Veranstaltungen im Kulturboden Hallstadt vom Veranstaltungsservice Bamberg, nur solange der Vorrat reicht und nur vor Ort im genannten Zeitraum).
Das Kulturboden Theater-Programm 2025//26
Das Jubiläumsjahr ist zugleich der Auftakt in eine neue Spielzeit, in der Theater im Kulturboden Hallstadt einen besonderen Stellenwert erhält. Mit einem abwechslungsreichen Programm aus Klassikern, modernen Inszenierungen und humorvollen Stücken wird die Bühne erneut zum Treffpunkt für Theaterliebhaber.
Die Besucher:innen dürfen sich auf Produktionen freuen, die zum Lachen, Staunen und Nachdenken einladen – mal leichtfüßig und unterhaltsam, mal tiefgründig und bewegend. Dabei bleibt der Kulturboden seiner Linie treu: hochwertige Veranstaltungen in einer Atmosphäre, die Nähe zwischen Publikum und Künstler schafft.
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Hallstadts Kult-Location bringt die Bühne zum Beben
Rock im Vamos in Hallstadt
Die Tage werden kürzer, aber im Vamos wird’s heiß! Im Herbst 2025 bringt Hallstadts Kult-Location die Bühne zum Beben – mit drei Rock-Events, die die Fans nicht verpassen sollten – wie der Veranstaltungsservice Bamberg mitteilt.
Den Anfang macht One Step Closer am 4. Oktober mit energiegeladenem Alternative Rock. Am 30. Oktober heizen Bonfire, die Legenden des Hard Rock, vor Halloween so richtig ein. Und zum großen Finale lassen The New Roses am 28. November die Mauern wackeln – mit einer mitreißenden Show voller Power und Emotion. Beginn ist jeweils um 20 Uhr!
Tickets für die Veranstaltungen gibt es auf www.kartenkiosk-bamberg.de und an allen bekannten Vorverkaufsstellen.
4. Oktober, 20 Uhr
One Step Closer – A Tribute to Linkin Park
Die Power von Linkin Park wird lebendig, wenn die Tribute-Band „One Step Closer – A Tribute to Linkin Park“ die Bühnen der Republik betritt. Die Band ehrt das Andenken an den legendären Chester Bennington und feiert gleichzeitig die aufregende Wiederauferstehung von Linkin Park mit der neuen Frontfrau Emily Armstrong und dem neuen Album „From Zero“.
„One Step Closer“ bringt die energiegeladenen Live-Auftritte und die emotionalen Klänge von Linkin Park in einer circa zweistündigen Show auf die Bühne. Mit einer sorgfältigen Auswahl der größten Hits und tiefgründigen Songs der Band, wird das Publikum auf eine nostalgische Reise mitgenommen, welche die Essenz von Linkin Park einfängt. Von „In the End“ bis „Numb“ – die Band sorgt dafür, dass jeder Fan die unvergesslichen Melodien und Texte wiedererlebt.
OSC ab 2025 mit Sänger und Sängerin unterwegs
Als bisher einzige Tribute-Band weltweit geht „OSC“ über die Vergangenheit hinaus. Mit der Rückkehr von Linkin Park und dem neuen Album „From Zero“ wird auch die Zukunft der Band gefeiert. „One Step Closer“ ist stolz darauf, die neuen Klänge und die frische Energie, die Emily Armstrong in die Band bringt, in ihre Auftritte zu integrieren. Die Kombination aus altbekannten Hits und neuen Songs verspricht ein einzigartiges Erlebnis für alle Fans.
30. Oktober, 20 Uhr
Bonfire
Bonfire zählt ohne Zweifel zu den wichtigsten deutschen Hardrock-Formationen der zurückliegenden 50 Jahre. In ihrer erfolgreichsten Phase mit den Albumklassikern ‚Fireworks‘ (1987), ‚Point Blank‘ (1989) und ‚Don´t touch the Light‘ (1991) gehörte die Gruppe neben den Scorpions und Accept zu den drei international angesehensten Formationen des Landes, inklusive Triumphen in ganz Europa und Übersee, gefeierten Tourneen mit Judas Priest und ZZ Top, goldenen Schallplatten, hohen Chart-Platzierungen, TV-Auftritten und mehr als 35 Millionen Clicks auf YouTube allein für ihren Hit ‚You Make Me Feel‘.
Die Trademarks der Band sind und waren immer schon tiefmelodische Hardrock-Songs, angetrieben von einer fesselnden Gitarrenarbeit, groovenden Rhythmen und einprägsamen Gesangsmelodien. Bis in die aktuelle Gegenwart hinein begeistern Bandgründer/Gitarrist Hans Ziller und seine erstklassig besetzte Band ihre Fans regelmäßig mit neuen Veröffentlichungen und mitreißenden Shows.
28. November, 20 Uhr
The New Roses – Attracted To Danger Tour 2025
Die etablierte deutsche Hard Rock-Band The New Roses hat ihr neuestes Album „Attracted To Danger“ Ende 2024 veröffentlicht.
Zum Album Release startete am 16.10.24 in London die „Attracted To Danger Tour“. Die Tour lief überaus erfolgreich und viele der Shows waren ausverkauft sowohl in Großbritannien wie auch in Deutschland. Auch der zweite Teil der Tour, die im Frühjahr dieses Jahr stattgefunden hat, brachte der Band erneut volle Häuser! Nun dürfen sich die Fans auf weitere Shows freuen.
Bereits früh in ihrer Karriere konnten The New Roses für internationale Aufmerksamkeit sorgen als ihr Song „Without a Trace“ in der Kult-US-Serie Sons of Anarchy zu hören war. Im Laufe der Jahre haben sie sich als feste und beim Publikum beliebte Größe im internationalen Rockradiosender etabliert, aber ihre unzähmbare Rock’n’Roll-Energie ist am besten live zu erleben.
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Kulturfabrik Cortendorf, 18.–22. Juni
Hochkarätige Künstler:innen beim HUK-COBURG open-air-Sommer
Der HUK-COBURG open-air-Sommer bringt hochkarätige Künstler:innen der unterschiedlichen Genres in die Kulturfabrik Cortendorf. Am Mittwoch geht die fünftägige Konzertreihe los.
Die Kulturfabrik, die im letzten Jahr erstmalig – neben dem Schlossplatz Coburg – als Veranstaltungsort für den HUK-COBURG open-air-sommer fungierte, hat sich sowohl bei den zahlreichen Zuschauer:innen als auch beim Veranstaltungsservice Bamberg als schöner und geeigneter Veranstaltungsort etabliert.
Den Anfang macht am Mittwoch, dem 18. Juni, um 20.30 Uhr STAHLZEIT. RAMMSTEIN hat mit brachialem Sound, rauer Attitüde und dem Spiel mit dem Feuer ein weltweit einzigartiges Genre geschaffen. STAHLZEIT zollt mit einer gigantischen neuen Show den Originalen Tribut und verneigt sich vor dem Kunstwerk RAMMSTEIN. Mit enorm großem Aufwand kreiert STAHLZEIT seit fast 20 Jahren Shows der Superlative. „ZEITLOS 20“ heißt die Tour 2025, mit der STAHLZEIT das 20-jährige Bestehen feiert.
Am 19. Juni bringt Giovanni Zarrella mit Band ab 19.30 Uhr mit einer Mischung aus Italo-Klassikern, deutschen Hits auf Italienisch und eigenen Songs Dolce-Vita-Feeling. Der Sänger, Moderator und Entertainer hat sich in den letzten fünf Jahren in atemberaubender Geschwindigkeit an die Spitze der deutschsprachigen Entertainmentbranche katapultiert. Mit seiner unverwechselbaren Stimme, seinem unwiderstehlichen italienischen Charme, seinen modernen Interpretationen von italienischen Klassikern sowie großen deutschen und internationalen Hits ist er in den letzten Jahren zum absoluten Superstar avanciert.
Am Tag darauf sorgt um 20 Uhr mit LEA eine der erfolgreichsten deutschen Pop-Künstlerinnen mit ihrem gefühlvollen Pop für unvergessliche musikalische Momente. 2016 veröffentlichte sie ihr erstes, sehr melancholisches Album “Vakuum”. Ihre Single “Leiser” wurde zur Radio-Hymne und bescherte ihr die erste goldene Schallplatte. Dank dieser neuen Leichtigkeit und dem Öffnen des LEA-Universums hat sie mit “Zwischen meinen Zeilen” ihre ganz eigene Soundwelt gefunden. Dieser Soundwelt bleibt sie auch mit ihrem dritten Album “Treppenhaus” treu.
Als Support fungiert georgustav. georgustav ist zweiundzwanzig, kommt aus Wien und gilt als vielversprechender Newcomer der deutschsprachigen Indiepop-Landschaft. Er hat sich bereits mit seiner allerersten Single »taugenichts« ins Szene-Spotlight und in den Kader des Berliner Labels Four Music katapultiert. Sein Erfolgsrezept? Die Kreuzung von Poesie, Drama und Ungezwungenheit, von Hit-Melodien und Off-Pop-Charme, von klagenden und kraftvollen Gesangsphasen.
Rockiger wird es am 21. Juni um 20 Uhr, wenn Beatsteaks mit ihrer „PLEASE TOUR 2025“ in die Kulturfabrik kommen. Allüberall wurden die Beatsteaks und ihr neu erschienenes Album „Please“ in den letzten Monaten abgefeiert. Und so konnte es auch nicht weiter verwundern, dass die Band direkt am Veröffentlichungswochenende bei zwei großen Konzerten in der Berliner Wuhlheide 35.000 Menschen begeistern konnte und dann eine komplett ausverkaufte Tour mit 13 Terminen durch Deutschland, Österreich und die Schweiz absolviert. Wer es 2024 nicht geschafft hat, die Band live zu erleben, 2025 gibt‘s eine neue Chance: Die „Please“- Tour geht in die letzte Runde. Als Support dabei sind „Die Verlierer“. “Notausgang” von Die Verlierer bietet eine schneidende musikalische Flucht nach vorne. Das zweite Album der Berliner Band erweist sich als tolles Geschenk, trotz der düsteren Zeiten. Die fünf Mitglieder haben ein musikalisches Kaleidoskop geschaffen, das in vierzehn Tracks einen introspektiven Blick in den Spiegel und eine Bestandsaufnahme des heutigen Lebens in Berlin dekliniert.
Mit Ronan Keating kommt am 22. Juni um 19 Uhr ein internationaler Star in die Kulturfabrik Cortendorf. Er blickt auf 30 Jahre Bühnenerfahrung zurück – als Mitglied der Boyband Boyzone und solo mit Welthits wie „When You Say Nothing At All“. Support ist Nick Howard, ein Singer-Songwriter, der bereits über 1000 Konzerte auf der ganzen Welt gespielt, 7 Alben veröffentlicht und mit seiner Musik die Charts auf mehreren Kontinenten angeführt hat. Neben seinem weltweiten Erfolg ist Nick vor allem dafür bekannt, dass er „The Voice“ in Deutschland gewonnen und sich mit seinen energiegeladenen und mitreißenden Live-Shows eine treue Fangemeinde in der Region erspielt hat.
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Vielfältiges Programm am 1. Juli-Wochenende
Lieder auf Banz und Lachen auf Banz
Lieder auf Banz ist in der Region und weit darüber hinaus als kulturelles Highlight bekannt – auch in diesem Jahr werden wieder rund 8.000 Besucher:innen auf der Klosterwiese bei Kloster Banz erwartet, die es sich mit Decken auf der Wiese oder auf den Tribünen gemütlich machen, um zwei besondere Abende mit hochkarätiger Musik in einzigartiger Atmosphäre zu genießen. Im Rahmen einer Pressekonferenz wurde seitens der Veranstalter ein Update gegeben zu Lieder auf Banz (4. /5. Juli) und Lachen auf Banz (6. Juli).
Das Publikum darf sich auf ein abwechslungsreiches Programm mit namhaften Liedermacher:innen sowie auf den Auftritt der Nachwuchspreisträger:innen der Hanns-Seidel-Stiftung e.V. freuen – eingebettet in eine der schönsten Kulissen Bayerns. Das Besondere an Lieder auf Banz und Lachen auf Banz: An nur einem Abend bekommen die Zuschauer:innen eine Vielzahl großartiger Künstler:innen zu sehen – hier ist für jeden etwas dabei. Mit dabei sind Künstlerinnen Rainhard Fendrich, Gert Steinbäcker, Martin Kälberer, Sarah Straub, Miss Allie und Viva Voce, außerdem die Gewinner:innen des Nachwuchsförderpreises der Hanns-Seidel-Stiftung 2025 Jördis Tielsch, Michèl von Wussow und Widersacher aller Liedermacher.
Zum Abschluss des Banzer Open Air-Wochenendes wird die Klosterwiese am 6. Juli erneut zur humorvollen Festwiese: Bei Lachen auf Banz begrüßt Gastgeber Michl Müller ein ebenso hochkarätiges wie unterhaltsames Comedy-Ensemble. Nach dem Erfolg im Vorjahr hat sich das Format fest etabliert – mit dabei sind Sebastian Reich & Amanda, Maxi Gstettenbauer, Ines Procter, Matthias Walz, Carmela De Feo und Cindy aus Marzahn. Ein Abend voller Pointen und Lacher – der perfekte Abschluss für ein unvergessliches Wochenende.
Die Nachfrage ist erneut enorm: Der zweite Veranstaltungstag ist bereits restlos ausverkauft, für den ersten Abend gibt es noch allerletzte Restkarten, wie mitgeteilt wurde. Es lohnt sich also sich zeitnah Tickets für Lachen auf Banz zu sichern – online auf der Seite des Kartenkiosk Bamberg oder unter 0951//23837.
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Für guten Zweck getanzt und gesungen
Benefizkonzert im Kulturboden wurde zum vollen Erfolg
Gesungen, getanzt, gelacht, gerappt, gewonnen und bei alledem auch noch geholfen. Zu einem vollen Erfolg wurde die sechste Auflage des Benefizkonzerts von Veranstaltungsservice Bamberg (VSB) und Kulturboden Hallstadt in Kooperation mit dem Wirtschaftsclub und dem Stadtmarketing Bamberg im ausverkauften Saal über der Marktscheune.
Am Ende der fast sechsstündigen Veranstaltung mit regionalen Musiker*innen, 300 Besuchern und einer Tombola mit 1000 Losen und 1000 Gewinnen überreichte VSB-Chef Wolfgang Heyder Spenden in Höhe von 10.000 Euro an die Vertreter von sechs sozialen Hilfsdiensten aus Bamberg. Zusätzliche 4000 Euro gingen aus dem Erlös einer Gutscheinaktion der Lions 5 GmbH an vier dieser Sozialdienste, die Geschäftsführer Dr. Andreas Schönberger aushändigte.
Es war ein bemerkenswerter Sonntagabend, durch dessen Programm Thomas Ötinger, Geschäftsführer der Marketingagentur Marcapo aus Ebern und Mitglied im Wirtschaftsclub Bamberg, souverän und gekonnt führte: Abwechslungsreiche Musikauswahl, durchaus selten zu erlebende Bandkonstellationen, bekannte Rockklassiker in neuen Gewändern verpackt: Ohrwürmer von Pink Floyd, U2, Jethro Tull, Pink, John Denver, Beatles, Coldplay, David Bowie oder Free waren zu hören. Und dabei traten bekannte Musiker*innen aus Bamberg und Umgebung in ganz neuen Kombinationen auf, mit einem Programm, das eigens für diesen Abend einstudiert worden war.
So brachten „Soul jam“ um Michael Kratzer zusammen mit Jonas Ochs‘ Bambägga den Saal zum Kochen und Hüpfen, ebenso wie Peter Hader, im Hauptberuf eigentlich Sound- und Lichttechniker im Kulturboden und Frontmann der Nürnberger Rockband Dr. Woo‘s Rock’n‘Roll Circus, mit seiner genialen Premiere als Swing-Nostalgiker, der Fred Astaire und Frank Sinatra wieder Leben einhauchte. Dazu der Mundart-Akrobat Wastel Kauz aus Waischenfeld und der Ausflug von Heino Mendoza in die Schlagerwelt. Ihre Frauenstimmen erhoben eindrucksvoll Kerstin Stieringer aus Hallstadt (mit Harald Schuberth aus Breitengüßbach) als Duo „Zweilight“ sowie Julie D’Alquen aus Möhrendorf mit ihren zwei Mikes im Trio. Immer wieder in modifizierter Besetzung sind die „Long lost hippies“ um Steff Porzel zu erleben, diesmal mit akustischen Gitarren und Geige.
Zum Abschluss rockten noch „Lucky and the heartbreakers“ den Saal und rissen die Letzten von den Sitzen.
Von diesen musikalischen Leckerbissen, den Eintrittsgeldern und Verkäufen, Spenden sowie dem Tombola-Erlös profitieren der Förderverein der Lebenshilfe, goolkids, der AWO-Migrationsdienst, der MGO-Spendenverein „Franken helfen Franken“, die Kinder- und Jugendarbeit des Hospizvereins Bamberg und der Zirkus Giovanni.
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Veranstaltungsservice Bamberg gibt erste Acts bekannt
Livekonzerte im VAMOS ab Januar
Der Veranstaltungsservice Bamberg wird in Zukunft auch im VAMOS Club & Event in Hallstadt Konzerte veranstalten. Dies wurde heute im Zuge eines Pressegesprächs im VAMOS bekanntgegeben.
Bislang ist der Veranstaltungsservice Bamberg als Konzertveranstalter in großen Hallen und mit großen Open Airs aktiv, seit ein paar Jahren bespielt er auch den Kulturboden in Hallstadt mit einer Kapazität von etwa 400 Plätzen mit Konzerten und Kabarett.
Für die Größe dazwischen mit einer Kapazität von 1.000 bis 1.500 Besuchern sei man schon seit langem auf der Suche nach einer Location in Bamberg gewesen, betonte Geschäftsführerin Gaby Heyder. Der Zentralsaal sei früher eine Location in diesem Segment gewesen, die man bespielt habe, blickte Wolfgang Heyder zurück.
Vor einem halben Jahr nun sei der Eigentümer der Vamos-Location in der Michelinstraße in Hallstadt auf Stephan Guzik zugekommen, der in Coburg bereits 2 Locations betreibt. Guzik wiederum stimmte sich mit den Heyders ab und man entschloss sich, mit einem neuen Konzept für das Vamos zu starten. Das VAMOS präsentiert sich nun mit neuer Technik in neuem Gewand und verwandelt sich von einer reinen Disko zu einer Disko und Live-Location.
Der Veranstaltungsservice möchte darin ein abwechslungsreiches Programm bieten und gab bereits die ersten sechs Acts bekannt.
Den Auftakt macht am 10. Januar kommenden Jahres „Gestört aber Geil“. Das DJ-Duo um Nico Wendel mit dem zweideutigen Namen ist seit 2010 zu den Heroes der Commercial House Szene aufgestiegen. Fleißig wie kaum ein anderer Act standen sie schon unter anderem auf Bühnen der Festivals “Tomorrowland”, “World Club Dome”, “Parookaville” & “Mayday”.
Am 15. März wird „Heavysaurus“ auftreten. Dahinter verbergen sich vier Dinosaurier und ein Drache, die Rockmusik für die ganze Familie in die Ohren und auf die Bühne bringen – ein echtes und kindgerechtes Live-Erlebnis mit bombastischer Show. Nach dem sensationellen Einstieg von „POMMESGABEL“ auf Platz elf der deutschen Charts bekam die Platte am 29. November eine üppige Neuauflage: „POMMESGABEL – RELOAD“ enthält acht brandneue Songs neben Klassikern wie „Flugsaurier“ oder „Laser Ninja“.
Am 25. April kehrt die Einzigartigkeit des „King of Pop“ zurück. Es sind nur wenige Künstler, deren Musik unsterblich ist, die auch Generationen danach noch kennen und hören. Michael Jackson ist ein einzigartiges Gesamtkunstwerk aus Musik, Gesang, Botschaften und tiefen Gefühlen. „Es geht nie darum, die beste Kopie eines unkopierbaren Künstlers zu sein“, sagt Sascha Pazdera, „es geht darum, diese Einzigartigkeit eines Künstlers, die großartige Musik im Zusammenspiel mit den Emotionen weiterzutragen und das genauso, wie es Michael Jackson gemeint hat.“ Er muss es wissen, denn er hat selbst in Europa für den King of Pop gearbeitet, von ihm persönlich Tipps für den Moonwalk erhalten und das Vertrauen des Jackson-Freundes, Bühnenpartners und Choreografen la velle Smith jr. gewonnen. Sascha Pazdera und seine „Michael Jackson Tribute live Experience“ sind das einzige Ensemble in Europa mit offizieller Erlaubnis von la velle Smith, Original-Choreografien zu verwenden und die Einzigen, die von ihm selbst trainiert und choreografiert werden.
Bereits am Tag darauf folgt „MY´TALLICA – Tribute to Metallica“, die sich über zwei Jahrzehnte zur gefragtesten Metallica Tribute Show Deutschlands entwickelt haben. Das Original-Equipment der Vorbilder Metallica, ein gewaltiger Live-Sound und ein abwechslungsreiches, über zweistündiges Programm sind bei MY’TALLICA nur der Anfang.
Die deutsche Metallica Tribute Band ist mehrfach als offizieller Live-Act im Rahmenprogramm von Metallica-Shows aufgetreten – und auch den Mitgliedern von Metallica selbst seit Jahren ein Begriff. Unter internationalen Metallica-Fanclubs genießen MY‘TALLICA den Ruf als einer der besten Metallica Tribute-Acts der Welt.
„One Step Closer – A Tribute to Linkin Park“ ist am 4. Oktober im VAMOS zu erleben. Linkin Park prägte eine ganze Generation, die Musik über das Internet konsumiert und auf der endlosen Suche nach echten Stars war. In ihren circa 100-minütigen Konzerten bringt „One Step Closer – a Tribute to Linkin Park“ die komplette Bandbreite der Hits von Linkin Park auf die Bühne. Neben Linkin Parks Mainstream-Hits „Castle of Glass“, „What I‘ve Done“, „In the End“ oder „Numb“, die täglich von nahezu allen deutschen (und weltweiten) Radiosendern gespielt werden, widmet sich die Band besonders auch den Songs der Anfangszeit von Linkin Park.
Bonfire zählen ohne Zweifel zu den wichtigsten deutschen Hardrock-Formationen der zurückliegenden 50 Jahre. In ihrer erfolgreichsten Phase mit den Albumklassikern ‚Fireworks‘ (1987), ‚Point Blank‘ (1989) und ‚Don´t touch the Light‘ (1991) gehörte die Gruppe neben den Scorpions und Accept zu den drei international angesehensten Formationen des Landes, inklusive Triumphen in ganz Europa und Übersee, gefeierten Tourneen mit Judas Priest und ZZ Top, goldenen Schallplatten, hohen Charts-Platzierungen, TV-Auftritten und mehr als 35 Millionen Clicks auf YouTube allein für ihren Hit ‚You Make Me Feel‘. Am 30. Oktober 2025 kommt Bonfire ins VAMOS.
Weitere Informationen für die Veranstaltungen im Vamos Club & Event Hallstadt sind hier zu finden, Tickets hier oder hier sowie an allen bekannten Vorverkaufsstellen erhältlich.
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28. Dezember
Zugunsten von Sozialprojekten: Benefiz-Konzert in Hallstadt
Unter dem Motto „Tanzen, schwoofen, feiern“ und für den guten Zweck organisiert der Veranstaltungsservice Bamberg Ende Dezember ein Benefiz-Konzert im Hallstadter Kulturboden. Mit dabei sind zahlreiche Bands und MuiskerInnen aus der Region.
Fast schon traditionell lässt der Veranstaltungsservice Bamberg das Jahr mit einem Benefiz-Konzert ausklingen. So treten am 28. Dezember mehrere Bands und MusikerInnen aus der Region im Kulturboden Hallstadt für den guten Zweck auf. Tanzen, schwoofen, feiern – und dabei noch etwas Gutes tun, schreibt der Service in einer Mitteilung.
Auf dem Programm, das um 19 Uhr beginnt, stehen Auftritte von: Wastel Kauz (Fränkische Mundart), BIG Band Triple B, Rebecca Golf, Hans Deusel (Big Sound Jack), Peter Hahner (Droptune), Halb-Acht, Florida, Seven Days Left und Lucky and the Heartbreakers.
Der Erlös des Benefiz-Konzerts geht zu gleichen Teilen an die Sozialprojekte „Hand in Hand – Förderverein der Lebenshilfe Bamberg“, „Ambulante Kinder- und Jugendarbeit des Hospizvereines Bamberg“, „ginaS – Inklusionsprojekt des Förderkreis goolkids“ und NEO Bamberg.
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28. Dezember
Zugunsten von Sozialprojekten: Benefiz-Konzert in Hallstadt
Unter dem Motto „Tanzen, schwoofen, feiern“ und für den guten Zweck organisiert der Veranstaltungsservice Bamberg Ende Dezember ein Benefiz-Konzert im Hallstadter Kulturboden. Mit dabei sind zahlreiche Bands und MusikerInnen aus der Region.
Fast schon traditionellerweise lässt der Veranstaltungsservice Bamberg das Jahr mit einem Benefiz-Konzert ausklingen. So treten am 28. Dezember mehrere Bands und MusikerInnen aus der Region im Kulturboden Hallstadt für den guten Zweck auf. Tanzen, schwoofen, feiern – und dabei noch etwas Gutes tun, schreibt der Service in einer Mitteilung.
Auf dem Programm, das um 19 Uhr beginnt, stehen Auftritte von: Wastel Kauz (Fränkische Mundart), BIG Band Triple B, Rebecca Golf, Hans Deusel (Big Sound Jack), Peter Hahner (Droptune), Halb-Acht, Florida, Seven Days Left und Lucky and the Heartbreakers.
Der Erlös des Benefiz-Konzerts geht zu gleichen Teilen an die Sozialprojekte „Hand in Hand – Förderverein der Lebenshilfe Bamberg“, „Ambulante Kinder- und Jugendarbeit des Hospizvereines Bamberg“, „ginaS – Inklusionsprojekt des Förderkreis goolkids“ und NEO Bamberg.
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Niedrige Publikumszahlen
„Die Veranstaltungsbranche soll keine Szene werden, die nur durch Absagen glänzt“
Kulturveranstaltungen sind wieder ohne Corona-Beschränkungen möglich. Trotzdem hat die Veranstaltungsbranche mit niedrigen Publikumszahlen zu kämpfen. Woran das liegt und wie die Branche damit umgeht, haben wir mit Wolfgang Heyder, Geschäftsführer des Veranstaltungsservice Bamberg, besprochen.
Viele Kulturveranstalter klagen darüber, dass das Publikum Veranstaltungen fern bleibt, obwohl es zum Beispiel keine Coronavorschriften mehr gibt, die das nötig machen würden. Können Sie diese Entwicklung der Veranstaltungsbranche bestätigen?
Wolfgang Heyder: Ja. Im Sommer hatten wir noch gute Verkaufszahlen beziehungsweise Tickets von Veranstaltungen, die aus dem letzten Jahr verschoben worden waren, wurden sehr zahlreich eingelöst. Überragende Zahlen waren es nicht, aber gute. Als dann aber die Outdoor-Veranstaltungen des Sommers vorbei waren und die Indoor-Veranstaltungen im Herbst losgingen, haben wir sehr schnell gespürt, dass die Verkäufe eher defensiv wurden. Es gibt zwar Ausreißer nach oben, das sind meistens überregionale, internationale Acts, aber immer auch wieder Flops. Die Leute scheinen sich also ganz genau auszusuchen, wo sie hingehen.
Sorge vor eine Ansteckung mit Corona könnte also ein Grund dafür sein?
Wolfgang Heyder: Ja, ich denke schon, dass da immer noch viele Bedenken haben und bei keinen Shows im Innenraum dabei sein wollen. Wir sehen das zum Beispiel daran, dass immer noch einige Besucher Maske tragen, obwohl es keine Maskenpflicht mehr gibt.
Was tun Sie im Kulturboden in Hallstadt, um die Sorgen vor Corona zu zerstreuen?
Wolfgang Heyder: Diese Sorgen sind eine gefühlte, eine individuelle und subjektive Angelegenheit – den Leuten so etwas zu nehmen, ist schwer. Wir arbeiten aber immer noch, wie von Anfang an, mit Abstandsregeln und intensiver Lüftung. Diejenigen, die keinen engen Kontakt mit anderen Leuten im Publikum haben wollen, müssen diesen auch nicht haben. Ein Risiko, das abschrecken könnte, bleibt aber eben bestehen.
Spielen auch die derzeit steigenden Lebenshaltungs- und Energiekosten eine Rolle bei der Zurückhaltung des Publikums?
Wolfgang Heyder: Im Lauf des Novembers werden wir versuchen, genauer herauszufinden, wie die Leute die Veranstaltungsszene diesbezüglich einschätzen, aber momentan kann ich das noch nicht bestätigen.
Stehen Sie in Kontakt mit anderen Veranstaltern, gibt es dort die gleichen Sorgen?
Wolfgang Heyder: Ja, das gilt für alle. Überall hört man von geringeren Verkaufszahlen – das ist die klare Tendenz.
Wie gehen Sie mit dieser Tendenz um?
Wolfgang Heyder: Wir haben uns die Strategie gegeben, für Indoor-Veranstaltungen in den kommenden Monaten erst mal weniger zu buchen und uns auf die kommenden Open-Air-Shows richten. Zum Beispiel diskutieren wir gerade, wie wir mit dem BamLit 2023 umgehen und es vielleicht in den Sommer verschieben. Auch hier – das hat sich bei der Ausgabe 2022 gezeigt – haben wir ein Klientel, das sehr vorsichtig agiert.
Welche Rückmeldungen geben die Leute, die Indoor-Veranstaltungen besuchen? Bleibt auch hier Sorge oder herrscht Sorglosigkeit?
Wolfgang Heyder: Genau wie gesamtgesellschaftlich gibt es auch hier viele, die da keinerlei Bedenken mehr haben und sich nicht einschränken. Viele sagen auch, dass sie einfach wieder Kulturveranstaltungen wollen und diese auch unterstützen möchten.
In den nächsten Tagen haben Sie im Kulturboden in Hallstadt einen Auftritt von Wolfgang Krebs, einen vom Totalen Bamberger Kabarett und eine Rod Stewart-Tribute-Show. Wie ist die konkrete Auslastung dieser Veranstaltungen?
Wolfgang Heyder: Wolfgang Krebs läuft sehr gut, er wird mit etwa 350 von 380 Plätzen fast ausverkauft sein. Auch TBC läuft gut mit über 200 Plätzen, oder Mäc Härder, der heute Abend auftritt. Dann kommt aber mit Mr. Rod eine Show, deren Vorverkauf zäh läuft. Da werden wir kaum auf mehr als 100 verkaufte Plätze kommen. Es ist einfach komplett unterschiedlich, wie die Leute auf einzelne Shows reagieren.
Wie viele Konzerte müssen Sie derzeit absagen?
Wolfgang Heyder: Abgesagt wird derzeit trotz allem relativ wenig. Während der Hochzeit der Pandemie mussten wir natürlich sehr viel verschieben oder ganz absagen. Aber jetzt versuchen wir, alle geplanten Veranstaltungen durchzuziehen. Die Veranstaltungsbranche soll keine Szene werden, die nur durch Absagen glänzt. Wenn es dazu nötig ist, eine Veranstaltung mit geringen Publikumszahlen durchzuführen, tun wir das eben. Verkaufen wir keine oder nur eine Handvoll Karten, sagen wir natürlich ab. Aber wenn 50 oder 60 Leute kommen, auch wenn das sehr wenig ist, machen wir die Veranstaltung. Es ist uns wichtig, dass der Betrieb am Leben bleibt und sich das Publikum darauf verlassen kann, dass Shows stattfinden.
Aber eine Auslastung von 50 von 380 belegten Plätzen kann sich unmöglich rechnen.
Wolfgang Heyder: Nein, das rechnet sich nicht – das ist klar. Aber wir sehen das als Investition, die wir in Kauf nehmen. Wenn wir wieder die Hälfte der Veranstaltungen absagen, ist das für das Publikum nicht mehr nachvollziehbar und der Kulturboden ist irgendwann von der Bildfläche verschwunden.
Könnte die herbst- und winterliche Zurückhaltung des Publikums eine Dauerzustand werden? Muss die Veranstaltungsbranche umdenken und sich stärker auf die Open-Air-Möglichkeiten des Sommers konzentrieren?
Wolfgang Heyder: Ich hoffe nicht! Wir hoffen, dass sich diese Zustände schon wieder normalisieren. Es wurde von der Politik ja vorhergesagt, dass der jetzt beginnende nochmal ein schwieriger Winter werden könnte – damit müssen wir umgehen.
Wie sehen Sie demgemäß die Rolle der Politik zurzeit? Wird genug für die Veranstaltungsbranche getan, um einerseits auf den Winter einzustimmen, andererseits aber auch allzu große Sorgen zu nehmen?
Wolfgang Heyder: Die Medien neigen dazu, die Politik immer für alles verantwortlich zu machen. Ich finde, dass es auch für die Politik schwierig ist, hier eine Einschätzung abzugeben. Es ist immer wieder eine neue Situation und nach wie vor eine Situation, die keiner wirklich kennt. Da der Politik irgendetwas anzukreiden, würde ich nicht tun.
Spricht da der Veranstalter oder das SPD-Mitglied?
Wolfgang Heyder: Beides. Ich habe meine Probleme, mit dem, was an Zweifeln und Vorwürfen gerade gegenüber der Politik stattfindet. Es geht zu oft um Schlagzeilen. Auch in anderen Bereichen der großen Politik waren viele derzeitige Entwicklungen einfach nicht vorherzusehen. Was wir für uns und für die Kulturbranche aber tatsächlich doch wünschen würden, wäre, dass die Wirtschaftlichkeitshilfe aus dem Sonderfonds des Bundes für Kulturveranstaltungen bis Ende Mai verlängert wird. Denn die Unterstützungs-Zahlen haben bei weitem noch nicht den Vor-Corona-Standard erreicht.