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Zuversicht

Mit Zuver­sicht und Zusam­men­halt Bam­berg gestalten

Neu­jahrs­emp­fang der Stadt Bamberg

Bis zu sei­ner Ver­ab­schie­dung Ende April wird Ober­bür­ger­meis­ter Andre­as Star­ke noch ent­schei­den­de Wei­chen für die Ent­wick­lung Bam­bergs stel­len. Beim Neu­jahrs­emp­fang am Sams­tag in der Kon­zert- und Kon­gress­hal­le for­der­te er die Bür­ger­schaft auf, bei der Kom­mu­nal­wahl am 8. März vom Wahl­recht Gebrauch zu machen.

„Gehen Sie wäh­len, stär­ken Sie die Demo­kra­tie und stär­ken Sie mit Ihrer Aus­wahl die Demo­kra­ten in der Demo­kra­tie!“ Regie­rungs­prä­si­dent Flo­ri­an Luder­schmid war es vor­be­hal­ten, in sei­ner Fest­re­de die 20-jäh­ri­ge Amts­zeit Star­kes Revue pas­sie­ren zu lassen. 

Der OB recht­fer­tig­te das Ver­hand­lungs­er­geb­nis, das mit dem Frei­staat über die Zukunft des Anker­zen­trums erzielt wur­de. Mit dem Erwerb des Gelän­des kom­me die Stadt Bam­berg in die kom­for­ta­ble Situa­ti­on, in zehn Jah­ren über die künf­ti­ge Gestal­tung selbst ent­schei­den zu kön­nen. Die Lösung sei geeig­net, den sozia­len Frie­den zu sichern: „Wir stär­ken den Inter­es­sens­aus­gleich, weil nie­mand gegen­ein­an­der aus­ge­spielt wird.“ Und wei­ter: „Das ist der Auf­trag von Poli­tik. Einem Ziel, einem Leit­bild der Stadt zu fol­gen und die­ses Bild zum Maß­stab des Han­delns zu machen. Lebens­qua­li­tät her­stel­len, damit sich die Men­schen sicher und behü­tet füh­len. Damit die Infra­struk­tur passt. Damit genü­gend Jobs für alle da sind und kul­tu­rel­le Viel­falt herrscht. Ein Auf­trag, der weit über den Tag hin­aus reicht, auch über den Wahltag.“


Mehr Frau­en in geho­be­nen Positionen

Star­ke beleuch­te­te in sei­ner Rede etli­che wei­te­re The­men, die für die Stadt­ent­wick­lung bedeut­sam sind. Allen vor­an die „sehn­lichst erwar­te­te“ Wie­der­eröff­nung von St. Micha­el, ter­mi­niert auf den 25. April. Beim Neu­jahrs­emp­fang 2025 for­der­te Fest­red­ne­rin Prof. Dr. Jut­ta All­men­din­ger, Frau­en im Beruf zu för­dern. Hier mel­de­te der OB für die Stadt­ver­wal­tung Voll­zug. Mit der Beru­fung von Anne­gret Mich­ler als Bau­re­fe­ren­tin sind die Refe­rats­lei­tun­gen pari­tä­tisch besetzt. Auch auf Amts­lei­ter-Ebe­ne wur­den mehr Frau­en als Män­ner ein­ge­stellt. Der OB kün­dig­te für den 3. Febru­ar den Besuch von Bun­des­ver­tei­di­gungs­mi­nis­ter Boris Pis­to­ri­us an. The­ma wird das Muna-Gelän­de sein. Signa­le der Bun­des­wehr las­sen dar­auf schlie­ßen, dass sie offen ist für Ansprü­che der Stadt Bamberg.


Neu­er Part­ner beim Pro­jekt „Eco-Squa­re“

Mit dem „zwin­gend not­wen­di­gen“ Tie­fen­samm­ler ent­lang des Main-Donau-Kanals wer­den meh­re­re Zie­le ver­folgt: der Gewäs­ser­schutz, die Ent­las­tung des vor­han­de­nen Kanal­net­zes und die Ver­hin­de­rung der Über­flu­tung von Bahn­un­ter­füh­run­gen. Beim Pro­jekt „Eco-Squa­re“ kün­dig­te der OB eine Koope­ra­ti­on zwi­schen dem bis­he­ri­gen Inves­tor und einem neu­en Part­ner an. Tei­le des ehe­ma­li­gen Kar­stadt-Gebäu­des am Max­platz soll­ten von der Otto-Fried­rich-Uni­ver­si­tät für Leh­re und For­schung ange­mie­tet wer­den. Dank der „Kita-Offen­si­ve“ ist es gelun­gen, im Kin­der­gar­ten­al­ter nahe­zu jeden Bedarf zu decken. „Zei­gen Sie mir eine ver­gleich­ba­re Stadt, die in den letz­ten Jah­ren fast 600 Kita-Plät­ze schaf­fen konn­te“, erklär­te Starke.


Part­ner­schaft mit Mukatschewo

Am 28. Janu­ar wird im Rah­men einer Fest­sit­zung des Stadt­rats die Part­ner­schaft mit der west­ukrai­ni­schen Stadt Mukat­sche­wo besie­gelt. Und am 13. Sep­tem­ber fin­det die bun­des­weit zen­tra­le Eröff­nungs­fei­er zum „Tag des offe­nen Denk­mals“ auf dem Max­platz statt. Mit den Wor­ten „Ich habe mich ent­schlos­sen, nach 20 Jah­ren als Ober­bür­ger­meis­ter nicht mehr anzu­tre­ten. Es war mir immer eine beson­de­re Ehre, für Sie und die Stadt Bam­berg zu arbei­ten. Ich wün­sche Ihnen ein gutes, ein kraft­vol­les und vor allem gesun­des Jahr 2026. Las­sen Sie es uns mit Zuver­sicht und Zusam­men­halt erfolg­reich gestal­ten: Für Bam­berg und für die Men­schen, die hier leben“ ver­ab­schie­de­te sich Star­ke von der Büh­ne. Es dank­te ihm die Zuhö­rer­schaft im voll besetz­ten Joseph-Keil­berth-Saal, indem sie sich von ihren Plät­zen erhob und lang­an­hal­tend applaudierte.


Lob vom Regierungspräsidenten

Lob gab es auch von Regie­rungs­prä­si­dent Flo­ri­an Luder­schmid, dem Fest­red­ner des Neu­jahrs­emp­fangs. Er beschrieb Vor­ge­hens­wei­se des OB so: „Andre­as Star­ke durch­denkt die Din­ge, über­legt dann genau, ob er sich für eine Sache ein­set­zen will, was er dann tut, wenn es sei­ner Stadt Bam­berg von Nut­zen ist, und geht dann mit per­fek­tio­nier­ter Stra­te­gie vor, um sein Ziel zu errei­chen.“ Luder­schmid skiz­zier­te eine Rei­he von Pro­jek­ten, die der OB in sei­ner 20-jäh­ri­gen Amts­zeit anschob und erfolg­reich abschloss, auch dank oft mil­lio­nen­schwe­rer Hil­fe aus Bay­reuth, dem Sitz der Regie­rung von Ober­fran­ken, Mün­chen und Ber­lin: die Sanie­run­gen von Schu­len und der Auf­bau von Plät­zen in Kin­der­ta­ges­stät­ten, die Lan­des­gar­ten­schau mit der nach­hal­ti­gen Schaf­fung von Lebens­räu­men, die Anbin­dung der Bren­ner­stra­ße an den Bahn­hof, die Schaf­fung des Natur­schutz­ge­biets Brei­ten­au, die Ent­wick­lung des Lag­ar­de-Cam­pus, der Bau des vier­ten Bet­ten­turms am Kli­ni­kum und die bau­li­che Auf­wer­tung der Sand­stra­ße, um nur eini­ge Mei­len­stei­ne zu nen­nen. Lob gab es auch für den Käm­me­rer: „Das Team um Bert­ram Felix hat die Finan­zen der Stadt auch in den aktu­ell schwie­ri­gen Zei­ten gut im Griff. Die Stadt Bam­berg kann ver­hal­ten opti­mis­tisch ins neue Jahr blicken.“

Drit­ter Bür­ger­meis­ter Wolf­gang Metz­ner warb für das Spen­den­pro­jekt: Gesam­melt wur­de für das Pro­jekt „Rück­zugs­RAUM“, das obdach­lo­se Frau­en unter­stützt. Bau­be­ginn für fünf kom­plett aus­ge­stat­te­te Mini-Appar­te­ments wird Mit­te des Jah­res sein. Zwei­ter Bür­ger­meis­ter Jonas Glüsen­kamp dank­te allen, die am Neu­jahrs­emp­fang mit­ge­wirkt haben, ins­be­son­de­re dem Kam­mer­or­ches­ter der Uni­ver­si­tät Bam­berg unter Lei­tung von Uni­ver­si­täts­mu­sik­di­rek­tor Wil­helm Schmidts für die musi­ka­li­sche Umrah­mung, dem Müt­ter­zen­trum Kän­gu­ruh für die Kin­der­be­treu­ung und der Gebär­den­dol­met­sche­rin Ale­xa Dölle.

Offe­ner Brief 

Erz­bi­schof Schick erbit­tet Mut und Zuver­sicht für alle Familien

Erz­bi­schof Lud­wig Schick wen­det sich im Jahr der Fami­lie, vor dem bevor­ste­hen­den Oster­fest, mit einem Gruß an alle Fami­li­en im Erz­bis­tum Bam­berg. Er wür­digt in einem offe­nen Brief den Kraft­akt von Fami­li­en bei der Bewäl­ti­gung des All­tags in der Coro­na-Pan­de­mie. Das Erz­bis­tum Bam­berg infor­miert auch dar­über, dass Oster­got­tes­diens­te vir­tu­ell und in Prä­senz statt­fin­den werden.

„Seit Beginn der Coro­na-Pan­de­mie leben wir alle, und beson­ders die Fami­li­en, in einer extrem schwie­ri­gen Zeit“, so Schick. Allen Anfor­de­run­gen des Fami­li­en­all­tags, der nun­mehr seit einem Jahr immer wie­der neu zu orga­ni­sie­ren ist, gerecht zu wer­den, bedeu­te einen enor­men Kraft­akt für die Familien.

Bei den poli­tisch Ver­ant­wort­li­chen wer­de er sich wei­ter­hin ein­set­zen, dass die Belas­tun­gen der Fami­li­en ernst genom­men und ihre Leis­tun­gen gese­hen wer­den, so der Erz­bi­schof. Er erbit­tet den Fami­li­en Mut und Zuver­sicht für die kom­men­de Zeit und wünscht allen ein froh machen­des Osterfest.


Erz­bi­schof grün­de­te 2005 die Fami­li­en­stif­tung Kinderreich

Der Gruß des Erz­bi­schofs wird in Brief­form an 1300 kin­der­rei­che Fami­li­en im Erz­bis­tum Bam­berg ver­schickt, rich­tet sich aber in sei­ner Bot­schaft an alle Familien.

Die Fami­li­en, beson­ders die mit vie­len Kin­dern, sind Schick seit vie­len Jah­ren ein Her­zens­an­lie­gen. So grün­de­te er 2005 die Fami­li­en­stif­tung Kin­der­reich. Die Stif­tung setzt sich beson­ders für kin­der­rei­che Fami­li­en ein, die schnel­le und unbü­ro­kra­ti­sche Hil­fe benö­ti­gen, wenn sie in Not gera­ten sind. Außer­dem will die Stif­tung Bewusst­sein für die Anlie­gen von kin­der­rei­chen Fami­li­en schaf­fen und ver­tritt die­se in Gesell­schaft und Politik.


Oster­got­tes­diens­te fin­den vir­tu­ell und in Prä­senz statt

In Abstim­mung mit der baye­ri­schen Staats­re­gie­rung kön­nen auch im Erz­bis­tum Bam­berg die Got­tes­diens­te an den Kar- und Oster­ta­gen im Live­stream sowie unter den bekann­ten Auf­la­gen in Prä­senz statt­fin­den. „Wir freu­en uns, dass damit Ostern als Fest der Auf­er­ste­hung und des Neu­be­ginns gefei­ert wer­den kann, beson­ders auch mit Blick auf den erhoff­ten Neu­be­ginn nach der Coro­na-Pan­de­mie“, sag­te Erz­bi­schof Lud­wig Schick am Don­ners­tag. „Es kann nun jeder Ostern fei­ern, wie es für ihn am bes­ten ist: Wer möch­te, kann den Got­tes­dienst besu­chen. Wer lie­ber zu Hau­se bleibt, kann in Live­streams oder mit Fern­seh­über­ta­gun­gen Got­tes­dienst feiern.“

Es gel­ten wie auch schon an Weih­nach­ten die Auf­la­gen, dass Per­so­nen, die nicht zu einem Haus­halt gehö­ren, 1,50 Meter Abstand hal­ten müs­sen. Vor, wäh­rend und nach dem Got­tes­dienst muss eine FFP2-Mas­ke getra­gen wer­den. Gemein­de­ge­sang und Mund­kom­mu­ni­on sind unter­sagt. Außer­dem ist grund­sätz­lich eine vor­he­ri­ge Anmel­dung erfor­der­lich. Bei Über­schrei­tung des Inzi­denz­wer­tes von 100 und der damit ver­bun­de­nen Aus­gangs­sper­re nach 22 Uhr wird vor Ort über eine Ver­le­gung der Oster­nacht­fei­er entschieden.

Die Fest­got­tes­diens­te aus dem Bam­ber­ger Dom wer­den auf https://www.youtube.com/erzbistumbamberg übertragen.

Fest­got­tes­dienst im Bam­ber­ger Dom zum ach­ten Jah­res­tag der Papstwahl

„Garant des Glau­bens, Fels der Ein­heit und Stim­me der gan­zen Kirche“

Zum ach­ten Jah­res­tag der Wahl von Papst Fran­zis­kus hat Erz­bi­schof Lud­wig Schick zum Gebet auf­ge­ru­fen, „dass er wei­ter­hin als Garant des Glau­bens, Bot­schaf­ter des Evan­ge­li­ums, Fels der Ein­heit und als Stim­me der gan­zen Kir­che segens­reich wir­ken kann“, wie das Erz­bis­tum Bam­berg mitteilt.

In sei­ner Pre­digt zum Papst­sonn­tag im Bam­ber­ger Dom sag­te Schick, auch wenn es in der 2000-jäh­ri­gen Geschich­te der Päps­te Amts­trä­ger mit Feh­lern, Schwä­chen und Schuld gege­ben habe, so sei der Dienst des Paps­tes für die Ein­heit der Kir­che und die Bewah­rung der apos­to­li­schen Tra­di­ti­on unabdingbar.


Irak­rei­se eine der wich­tigs­ten und gefähr­lichs­ten Reisen

„Wir dür­fen uns freu­en über unse­ren Papst Fran­zis­kus, der sich für die Bewah­rung der Schöp­fung als ein wich­ti­ges welt­wei­tes Anlie­gen ein­setzt“, so Schick. Er for­de­re, dass die glo­ba­le Mensch­heit sich nicht als Kon­kur­ren­ten, Geg­ner und Fein­de betrach­tet, son­dern als Geschwis­ter und Freun­de. Fran­zis­kus set­ze sich auch dafür ein, dass sich alle Reli­gio­nen auf ihren wah­ren Urgrund besin­nen, auf den einen Gott, der alles geschaf­fen hat und alles zusam­men­hält und zum Ziel führt. Er sei die Quel­le des Frie­dens und der Einheit.

Außer­dem erin­ner­te Erz­bi­schof Schick an die jüngs­te Rei­se des Paps­tes in den Irak, die sicher eine der wich­tigs­ten und gefähr­lichs­ten Rei­sen in sei­ner Amts­zeit gewe­sen sei. Er habe sich nicht davon abbrin­gen las­sen, die­sem von Krieg und Ter­ror heim­ge­such­ten Land Hoff­nung und Zuver­sicht zu brin­gen und den Men­schen dort und im gan­zen Nahen Osten Trost und Erbau­ung zu geben.

Der Sonn­tag nach dem Jah­res­tag der Papst­wahl oder der Amts­ein­füh­rung wird im Erz­bis­tum Bam­berg tra­di­tio­nell als Papst­sonn­tag fei­er­lich began­gen. Das Bis­tum Bam­berg war seit sei­ner Grün­dung im Jahr 1007 immer in beson­de­rer Wei­se mit dem jewei­li­gen Papst ver­bun­den. Am 13. März 2013 wur­de Fran­zis­kus zum Nach­fol­ger von Bene­dikt XVI. gewählt. Der Fest­got­tes­dienst am Sonn­tag wur­de unter Betei­li­gung des Päpst­li­chen Rit­ter­or­dens vom Hei­li­gen Grab zu Jeru­sa­lem (Kom­tu­rei­en Bam­berg und Nürn­berg), des Mal­te­ser­or­dens und des Deut­schen Ordens gefeiert.