Bas­ket­ball Bundesliga

Über­ra­gen­de Bam­ber­ger Sai­son endet mit bit­te­rer Nie­der­la­ge in Berlin

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Berlin
Symbolbild, Foto: Pixabay
Eine groß­ar­ti­ge Sai­son ist am Diens­tag­abend für die BMA365 Bam­berg Bas­kets in Ber­lin zu Ende gegan­gen. In Spiel 5 der Halb­fi­nal-Serie unter­lag die Mann­schaft von Head Coach Anton Gavel in der aus­ver­kauf­ten Max-Schme­ling-Hal­le bei ALBA BERLIN mit 66:97 (26:52) und muss­te sich in der Best-of-five-Serie am Ende mit 2:3 Sie­gen geschla­gen geben.

Unglaub­lich auch im letz­ten Spiel der Sai­son war wie­der ein­mal der phä­no­me­na­le Sup­port der Fans aus Freak City, die mit ins­ge­samt sie­ben Bus­sen zu Hun­der­ten nach Ber­lin gereist waren, um ihr Team laut­stark bis zum Spie­len­de zu unterstützen.

Die Ent­schei­dung in Spiel 5 fiel wie schon in Par­tie 2 der Serie im zwei­ten Vier­tel, in dem den Ber­li­nern alles gelang. Mit 9:30 gaben die Bam­ber­ger die zwei­ten zehn Minu­ten ab und hat­ten in die­sem Abschnitt sowohl beim Rebound als auch im eige­nen Offen­siv-Spiel ihre lie­ben Mühen mit den Alba­tros­sen. Den 26 Bam­ber­ger Punk­ten zur Pau­se stan­den 26 ALBA-Rebounds gegen­über. Zudem sprach die Team­ef­fek­ti­vi­tät von 17:70 auch auf­grund zu vie­ler Bam­ber­ger Ball­ver­lus­te schon zur Pau­se eine mehr als deut­li­che Sprache.


Der Spiel­ver­lauf

Bam­berg star­te­te wie­der mit der gewohn­ten Anfangs­for­ma­ti­on, also wie­der mit EJ Onu, in die­ses alles ent­schei­den­de Spiel in der Haupt­stadt. Der Bam­ber­ger Cen­ter war es dann auch, der den ers­ten Angriff der Gäs­te spek­ta­ku­lär per Dun­king abschlie­ßen konn­te. Die Ber­li­ner prä­sen­tier­ten sich an die­sem Abend jedoch von Beginn an hoch kon­zen­triert, deut­lich sprit­zi­ger als noch in den bei­den Spie­len in Bam­berg und beim Rebound wie­der ein­mal äußerst bis­sig. All das war gleich im ers­ten ALBA-Angriff des Spiels erkenn­bar, als Mar­tin Her­manns­son nach Offen­siv-Rebound von Nor­ris Agba­ko­ko die Gast­ge­ber per Drei­er in Füh­rung brach­te. Der islän­di­sche Spiel­ma­cher (8 Punk­te im ers­ten Vier­tel) zeig­te sich wie­der als Len­ker des Spiels der Alba­tros­se, wäh­rend Ibi Wat­son auf Bam­ber­ger Sei­te einen schlech­ten Start in die Par­tie erwisch­te. Nach zwei ver­ge­be­nen Abschluss­mög­lich­kei­ten ging es für ihn nach gera­de ein­mal 3:15 Minu­ten Spiel­zeit mit dem zwei­ten Foul auf die Bank. Richard Bal­int glich mit einem Drei­er zum 7:7 (4.) aus, doch dem Bam­ber­ger Offen­siv­spiel fehl­te es ein wenig an der Leich­tig­keit aus den vor­an­ge­gan­ge­nen Heim­spie­len. Noch kei­ne vier­ein­halb Minu­ten waren absol­viert, da hat­te sich das Team aus Freak City bereits vier Ball­ver­lus­te geleis­tet. Ber­lin hin­ge­gen traf aus der Distanz und der drit­te Drei­er der Haus­her­ren durch Mal­te Delow bedeu­te­te das 7:13 (5.). Es folg­te der nächs­te Ball­ver­lust, den erneut Mal­te Delow zu zwei ein­fa­chen Zäh­lern nut­zen konn­te. Anton Gavel zog die Brem­se und nahm sei­ne ers­te Aus­zeit (7:15/6.). Auch der nächs­te Bam­ber­ger Angriff blieb ohne Zäh­ler. Statt­des­sen sorg­te Sam Grie­sel auf der Gegen­sei­te per Drei­er für die ers­te zwei­stel­li­ge ALBA-Füh­rung des Abends (7:18/6.). Doch plötz­lich schien ein Ruck durch das Team des Pokal­sie­gers zu gehen und Zäh­ler von Kep­pe­l­er, Ens­min­ger, Wil­liams und Crow­ley brach­ten die Gäs­te wie­der auf 15:20 (8.) her­an. Mit die­sen fünf Punk­ten Rück­stand ging es dann auch ins zwei­te Vier­tel (17:22).

Die Vier­tel­pau­se kam den Ber­li­nern hier aber ganz offen­sicht­lich genau zur rich­ti­gen Zeit und so mach­ten die Gast­ge­ber da wei­ter, wo sie am Anfang des Spiels begon­nen hat­ten. Einen Offen­siv-Rebound nut­ze Mal­te Delow zunächst per Korb­le­ger, traf dann für drei Punk­te aus der Distanz, ehe er Nor­ris Agba­ko­ko bedien­te, der zum 17:29 (13.) abschloss und so die zwei­te Bam­ber­ger Aus­zeit in der ers­ten Halb­zeit unum­gäng­lich mach­te. Doch auch im Anschluss blieb das Bam­ber­ger Spiel wei­ter sehr zer­fah­ren und nach dem bereits 10. Ball­ver­lust erhöh­te J’wan Roberts auf 20:40 (16.). Das Spiel glitt dem Team aus Freak City im zwei­ten Vier­tel nun immer wei­ter aus der Hand und nach einem 9:30 in den zwei­ten zehn Minu­ten sorg­te der Drei­er von Moses Wodd beim Pau­sen­stand von 26:52 für die bis dahin höchs­te ALBA-Füh­rung des Abends.


„Wir haben ab dem zwei­ten Vier­tel kei­nen Zugriff mehr auf das Spiel gehabt“

Mit einem 5:0‑Lauf star­te­ten die Bam­ber­ger dann in die zwei­te Halb­zeit (31:52/22.), doch näher als auf eben die­se 21 Zäh­ler Rück­stand kam man nicht mehr her­an. Im Gegen­teil: die Ber­li­ner kon­trol­lier­ten wei­ter die Bret­ter und hat­ten beim 36:60 (26.) mit 34:17 bei den Rebounds nicht nur klar die Nase vor­ne, son­dern mit 13 Offen­siv-Rebounds fast eben­so vie­le, wie die Bam­ber­ger zu die­sem Zeit­punkt ins­ge­samt. ALBA blieb wei­ter im Flow und Mar­tin Her­manns­son bau­te den Vor­sprung an der Frei­wurf­li­nie kurz vor Ende des drit­ten Abschnitts auf 39:70 aus.

Die Ber­li­ner blie­ben auch im Schluss­ab­schnitt kon­zen­triert und spiel­ten ihr Spiel wei­ter her­un­ter. Der Bam­ber­ger Rück­stand wuchs wei­ter an und beim 41:80 (32.) notier­te man die höchs­te ALBA-Füh­rung des Abends. Die Par­tie und die Fra­ge, wer dem FC Bay­ern Mün­chen in die Final-Serie um die Deut­sche Meis­ter­schaft fol­gen darf, war zu die­sem Zeit­punkt bereits längst ent­schie­den. „Glück­wunsch an Pedro Cal­les und sein Team zum Ein­zug ins Fina­le. Wir haben ab dem zwei­ten Vier­tel kei­nen Zugriff mehr auf das Spiel gehabt. Wir haben defen­siv nicht statt­ge­fun­den und es ALBA zu ein­fach gemacht. Dar­aus resul­tier­ten dann auch unse­re Schwie­rig­kei­ten in der Offen­se und die­se Nie­der­la­ge“, so Bam­bergs Head Coach Anton Gavel.

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