Bas­ket­ball Bundesliga

Vor vol­lem Haus spie­len die Bam­berg Bas­kets gegen den deut­schen Vizemeister

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Bamberg
Symbolbild, Foto: Pixabay
Unmit­tel­bar nach den Weih­nachts­fei­er­ta­gen bekom­men es die BMA365 Bam­berg Bas­kets in der easy­Cre­dit Bas­ket­ball Bun­des­li­ga am Sams­tag­abend um 18:30 Uhr mit dem Deut­schen Vize­meis­ter zu tun.

Beim Heim­spiel am 12. Spiel­tag gegen ratio­ph­arm ulm kön­nen Head Coach Anton Gavel und sei­ne Mann­schaft dabei auf die best­mög­li­che Unter­stüt­zung ihrer Fans bau­en, denn die BROSE ARENA wird a aus­ver­kauft sein.

„Mit der Ver­pflich­tung von Simon haben sich die Ulmer gut ver­stärkt und nach­dem Led­lum nun wie­der zurück ist, haben sie ihr klei­nes Tief über­stan­den. Der knap­pe Sieg zuletzt in Ber­lin spricht für sich und zeigt die Qua­li­tät, die in der Ulmer Mann­schaft steckt“, so Bam­bergs Head Coach Anton Gavel. „Wir haben es in der letz­ten Sai­son gera­de im zwei­ten Spiel bit­ter­bö­se erle­ben müs­sen, wie schwie­rig es ist, gegen Ulm zu spie­len. Wir spre­chen über den Vize­meis­ter der letz­ten Spiel­zeit und Euro­Cup-Teil­neh­mer, der nun über Weih­nach­ten eine Woche Zeit hat­te, um sich auf uns vor­zu­be­rei­ten. Umso schwie­ri­ger ist die­se Auf­ga­be für uns, in der wir defen­siv rich­tig her­aus­ge­for­dert sein wer­den. Offen­siv ist es für uns an der Zeit, ein­mal über 40 Minu­ten in einer Par­tie abzuliefern.“

Natür­lich ist das Spiel zwi­schen Ulm und Bam­berg ein Wie­der­se­hen alter Bekann­ter. Wäh­rend es für Bam­bergs Head Coach Anton Gavel gegen jenen Club geht, mit dem er als Roo­kie-Head Coach gemein­sam mit dem nach wie vor als Co-Trai­ner in Ulm täti­gen Tyron McCoy 2023 deut­scher Meis­ter wur­de, keh­ren auf Ulmer Sei­te gleich zwei Ex-Bam­ber­ger zurück nach Freak City. Nel­son Wei­de­mann spiel­te in der Sai­son 2019/​/​20 in Bam­berg, Chris­ti­an Seng­fel­der trug zwi­schen 2019 und 2023 das flam­men­ro­te Jersey.

Bei­de Teams gehen mit einer Sie­ges­se­rie in die­se Par­tie. Wäh­rend die Bam­ber­ger mit Sie­gen gegen Hei­del­berg und in Jena die Auf­ga­be gegen Ulm ange­hen, hat das Team von Head Coach Ty Har­rel­son zuletzt drei BBL-Spie­le in Serie für sich ent­schei­den kön­nen. Dem Aus­wärts­er­folg in Jena (92:70) folg­ten zwei wah­re Cruncht­i­me-Sie­ge. Zunächst besieg­te man auf eige­nem Par­kett RASTA Vech­ta (77:75), ehe man am letz­ten Spiel­tag in der Haupt­stadt bei ALBA BERLIN mit 67:66 den sechs­ten Sai­son­sieg ver­bu­chen konn­te. In der Vor­sai­son traf man zwei­mal in Bam­berg auf­ein­an­der. Wäh­rend die Bam­ber­ger das Duell im BBL-Pokal für sich ent­schei­den konn­ten, sieg­ten die Ulmer Anfang des Jah­res im BBL-Spiel.

Das Gesicht des Vize­meis­ters hat sich stark ver­än­dert. Her­ken­hoff, Jal­low, Bret­zel, Essen­gue, Saraf, Jes­sup oder auch San­tos ste­hen nicht mehr im Kader. Nichts­des­to­trotz ist es Sport­di­rek­tor Thors­ten Lei­ben­ath und sei­nem Team wie­der ein­mal gelun­gen, eine ambi­tio­nier­te Mann­schaft mit sehr inter­es­san­ten Talen­ten zusam­men­zu­stel­len, die von BBL-erfah­re­nen Spie­lern geführt wird.

Geblie­ben? Eigent­lich ist er gekom­men. Nach sei­ner schwe­ren Ver­let­zung, die er sich im Euro­Cup Spiel im Janu­ar gegen Gran Cana­ria zuge­zo­gen hat­te, war Tho­mas Klepei­sz (34 Jah­re – SG – 1,86 m) nach der zurück­lie­gen­den Sai­son ver­trags­los. Der lang­jäh­ri­ge Ulmer Mann­schafts­ka­pi­tän kämpf­te sich in neun Mona­ten har­ter Arbeit aber zurück und erhielt Ende Okto­ber nun einen neu­en Ver­trag für die­se Spiel­zeit. Bis­her kam er nur in zwei Spie­len zum Ein­satz, in denen er im Schnitt 3,5 Punk­te erziel­te. Zu einer fes­ten Grö­ße im Team der Ulmer ist Tobi­as Jen­sen (21 Jah­re – SG – 1,98 m) gereift. Der Däne über­zeug­te bereits in den Finals in der Vor­sai­son gegen den FC Bay­ern und knüpf­te von Beginn der neu­en Spiel­zeit an sei­ne star­ken Leis­tun­gen an. Mit 10,9 Punk­ten pro Spiel sowie 3,5 Rebounds und 4,5 Assists ist er trotz sei­ner jun­gen Jah­re eine wich­ti­ge Säu­le im Spiel der Ulmer. Auch Nel­son Wei­de­mann (26 Jah­re – SG – 1,90 m) ist noch an Bord. Mit sei­ner immensen Ener­gie kann er die kom­plet­te Mann­schaft antrei­ben. Der Natio­nal­spie­ler hat bereits über 200 BBL-Ein­sät­ze auf dem Buckel und gilt als ein extrem unan­ge­neh­mer Ver­tei­di­ger, der das Spiel der Ulmer sehr schnell machen kann. Zudem ist auch Alic Anig­ba­ta (21 Jah­re – SF – 2,03 m) noch da.

Er kam aus Frank­reich von EB Pau-Orthez und besticht durch sei­ne aktu­el­len Sta­tis­ti­ken: Chris­to­pher Led­lum (24 Jah­re – PF – 2,04 m) ist der Tops­corer der Ulmer und steu­ert im Schnitt 18,1 Punk­te bei. Bei einer Effek­ti­vi­tät von 19,1 schnappt er sich zudem 6,4 Rebounds und ist damit hin­ter Jus­tin Simon (29 Jah­re – SF – 1,93 m) zweit­bes­ter Reboun­der des Teams. Simon wur­de Mit­te Novem­ber nach­ver­pflich­tet und spiel­te vor vier Jah­ren bereits ein­mal kurz für die Ulmer. Bis­her kam er in drei Spie­len zum Ein­satz und erziel­te im Schnitt 11,0 Punk­te und hol­te 8,3 Rebounds. Mit Mark Smit­hs (26 Jah­re – SG – 1,93 m) und Malik Osbor­ne (27 Jah­re – C – 2,06 m) hol­te man BBL-erfah­re­ne Spie­ler an die Donau. Smit­hs (44 BBL-Spie­le) stand 2223 in Göt­tin­gen unter Ver­trag, Osbor­ne (53 BBL-Spie­le) spiel­te bereits in Chem­nitz und in Ros­tock. Len Schoor­mann (23 Jah­re – SG – 1,93 m), der vor Sai­son­be­ginn aus Olden­burg nach Ulm gewech­selt war, hat den Ver­ein in Rich­tung Frank­reich wie­der ver­las­sen. Mit dem Fran­zo­sen Moha­med Dia­ki­te (19 Jah­re – PF – 2,08 m), dem Nie­der­län­der Endu­rance Aiya­men­khue (18 Jah­re – C – 2,09 m), dem Fran­zo­sen Meis­sa Faye (17 Jah­re – SF – 2,00 m) und dem Ita­lie­ner Die­go Gara­va­glia (18 Jah­re – SF – 2,01 m) hat Ty Har­rel­son gro­ße Talen­te in sei­nem Team. Nicht zu ver­ges­sen ist der erst 17-jäh­ri­ge Teo Mili­cic (17 Jah­re – PG – 1,92 m), der in sei­nen bis­he­ri­gen fünf Spie­len schon über 12 Minu­ten Ein­satz­zeit im Schnitt bekom­men hat. Joel Cwik (19 Jah­re – SG – 1,95 m), Namo­ri Omog (19 Jah­re – PG – 1,90 m) und Len­ni Kun­ze­witsch (20 Jah­re – PF – 2,05 m) kom­plet­tie­ren das Ulmer Team.

Nach den Abgän­gen von Karim Jal­low, Phil­ipp Her­ken­hoff und Nico­las Bret­zel sowie der Ver­let­zung von Thom­my Klepei­sz galt es in Ulm, die deut­sche Ach­se im Team um Wei­de­mann und Anig­ba­ta wie­der zu stär­ken. Mit der Ver­pflich­tung von Chris­ti­an Seng­fel­der (30 Jah­re – PF – 2,03 m) ist dies den Ulmern auch gelun­gen. Der gebür­ti­ge Lever­ku­se­ner bringt Erfah­rung aus 37 Län­der­spie­len sowie 218 BBL-Ein­sät­zen mit nach Ulm. Nach einem Jahr im Team der Tele­kom Bas­kets Bonn spiel­te er in der letz­ten Sai­son in Frank­reich in Dijon. Sei­ne aktu­el­len Sta­tis­ti­ken: 10,7 Punk­te und 4,5 Rebounds bei einer Effek­ti­vi­tät von 13,1.

19 Jah­re jag­te Ty Har­rel­son selbst als Pro­fi dem Bas­ket­ball hin­ter­her. Unter ande­rem spiel­te er in Finn­land, Ungarn, Aus­tra­li­en und auch in Deutsch­land. Nach einem Jahr beim TV Lan­gen lenk­te er als Spiel­ma­cher von 2006 bis 2008 den BBC Bay­reuth. In der Sai­son 2009/​/​10 war er in Osna­brück, ehe sei­ne Spie­ler­kar­rie­re 2022 in Lan­gen ende­te. 2022 über­nahm Har­rel­son den Chef­trai­ner­pos­ten in Vech­ta, eher er RASTA 2024 in Rich­tung Ulm verließ.

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