5.941 Zuschauer im beinahe ausverkauften Telekom Dome sahen am Montagabend beim Gastspiel der BMA365 Bamberg Baskets bei den Telekom Baskets Bonn eine bis in die letzte Sekunde packende und höchst intensive Partie. Am Ende unterlagen die Bamberger am 14. Spieltag in der easyCredit BBL hauchdünn mit 74:76 (36:36).
Die Niederlage setzte es, obwohl die BMA365 Bamberg Baskets in dieser Partie aus allen Bereichen die besseren oder zumindest gleichen Wurfquoten hatten. Die Rheinländer schnappten sich jedoch 22 Offensivrebounds und kamen am Ende im Vergleich zum Team von Head Coach Anton Gavel auf fünf Feldwurfversuche sowie auf vier Freiwürfe mehr. Eben dieses Chancen-Plus bescherte den Telekom Baskets letztlich den doch etwas glücklichen Heimsieg, zumal der mögliche Bamberger Game-Winner, ein Buzzer-Beater-Dreier von Moritz Krimmer, den Korb nur knapp verfehlte.
Topscorer der Rheinländer war Alijah Comithier mit 22 Punkten. Auf Bamberger Seite konnte Demarcus Demonia 17 Zähler verbuchen.
Der Spielverlauf
Hochmotiviert gingen beide Teams die Partie an. Das Bestreben, sich durch einen Sieg oben in der Tabelle weiter festzusetzen, war von Beginn an auf dem Parkett zu spüren, weshalb es hüben wie drüben doch ein paar Wurfversuche benötigte, ehe die ersten Punkte auf die Anzeigetafel kamen (4:2/3.). Knapp vier Minuten waren gespielt, als der Dreier von Richard Balint die Partie wieder ausglich (10:10/4.). Nun aber starteten die Gastgeber einen kleinen Run und zogen auf 11:17 (6.) etwas davon. Die BMA365 Bamberg Baskets blieben allerdings ihrer Linie treu, bewegten den Ball im Angriff gut und kamen so wieder heran. Mit einem Dunk schloss Daniel Keppeler einen 8:0‑Lauf der Bamberger ab und man lag 78 Sekunden vor dem Ende des ersten Viertels wieder selbst mit 19:17 (9.) vorne. Die Führung konnte man auch nach dem ersten Abschnitt (22:21) behaupten.
Auch im zweiten Viertel schenkten sich beide Mannschaften nichts. Mit seinen beiden einzigen Punkten des Spiels brachte Patrick Heckmann die Bonner zunächst erst einmal leicht in Front (25:31/15.), ehe Demarcus Demonia mit einem Coast-to-Coast-Dunk nur wenig später wieder auf 32:31 für Bamberg stellte. Kopf an Kopf absolvierte man das zweite Viertel und folgerichtig stand es zur Pause 36:36-Unentschieden.
„Die 22 Bonner Offensivrebounds waren heute der entscheidende Faktor“
Der Start in die zweite Halbzeit gehörte den Gästen. Demarcus Demonia und EJ Onu waren es, die ihre Mannschaft in den ersten beiden Minuten nach dem Seitenwechsel zum 44:38 (22.) warfen. Die BMA365 Bamberg Baskets blieben auch weiterhin in Führung (50:43/25.). 3:28 Minuten vor dem Ende des dritten Viertels betrug der Vorsprung nach zwei erfolgreichen Freiwürfen von Moritz Krimmer sogar schon acht Zähler (55:47), doch die Bonner konterten stark. 16 Sekunden vor der nächsten Viertelpause verkürzte Tylan Birts auf 56:55, ehe Demarcus Demonia mit der Schlusssirene noch einen Dreier zum 59:55 versenken konnte.
Die ersten beiden Minuten des Schlussabschnitts gehörten nun den Bonnern, die den Rückstand schnell wieder in eine Führung ummünzen konnten (59:60/32.). Dennoch aber spielten beide Mannschaften bis zu diesem Zeitpunkt absolut auf Augenhöhe. Nun jedoch schlugen die vielen Offensivrebounds der Bonner zu Buche. Sage und schreibe die Hälfte ihrer insgesamt 22 eingesammelten Abpraller unter dem Bamberger Korb holten sie sich im Schlussabschnitt, weshalb sie sich dank dieser Chancenvielfalt 2:52 Minuten vor dem Ende wieder auf 66:73 absetzen konnten. Die Bamberger aber kämpften sich verbissen nochmals heran. 30 Sekunden vor dem Ende stellte Cobe Williams mit zwei getroffenen Freiwürfen auf 72:74. Beim Stand von 74:76 ging Marcel Kessens für die Bonner 11 Sekunden vor dem Ende an die Freiwurflinie, wo er beide Möglichkeiten vergab und der Ball noch einmal in den Bamberger Händen landete. Über Watson und Demonia kam der Ball zu Moritz Krimmer, dessen Dreier kurz vor dem Ertönen der Schlusssirene jedoch hinten vom Korb wieder zurück ins Feld sprang.
„Ich gratuliere Marko Stankovic und seinem Team zum Sieg. Die 22 Bonner Offensivrebounds waren heute der entscheidende Faktor“, so Bambergs Head Coach Anton Gavel. „Wir waren nicht physisch genug und haben versucht, Bonn mit bloßer Sprungkraft beim Rebounding zu übertreffen. Zudem haben wir viele schlechte Dreipunktewürfe genommen, anstatt andere Optionen zu suchen. Am Ende hat uns unsere Leistung beim Defensiv-Rebounding das Genick gebrochen.”
Wie schon im Dezember, so bleibt den BMA365 Bamberg Baskets auch im Januar nur sehr wenig Zeit zwischen den einzelnen Spielen. Bereits am kommenden Freitag wartet die nächste Aufgabe auf das Team von Head Coach Anton Gavel. Dann ist man erneut zuhause in der BROSE ARENA gefragt, wenn die MHP RIESEN aus Ludwigsburg ihre Visitenkarte in Freak City abgeben werden. Tip-Off zur Partie gegen die RIESEN ist am Freitag um 20:00 Uhr.
