Bas­ket­ball Bundesliga

Zu vie­le Offen­siv­re­bounds kos­ten BMA365 Bam­berg Bas­kets das Spiel in Bonn

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Bonn
Symbolbild, Foto: Pixabay
5.941 Zuschau­er im bei­na­he aus­ver­kauf­ten Tele­kom Dome sahen am Mon­tag­abend beim Gast­spiel der BMA365 Bam­berg Bas­kets bei den Tele­kom Bas­kets Bonn eine bis in die letz­te Sekun­de packen­de und höchst inten­si­ve Par­tie. Am Ende unter­la­gen die Bam­ber­ger am 14. Spiel­tag in der easy­Cre­dit BBL hauch­dünn mit 74:76 (36:36).

Die Nie­der­la­ge setz­te es, obwohl die BMA365 Bam­berg Bas­kets in die­ser Par­tie aus allen Berei­chen die bes­se­ren oder zumin­dest glei­chen Wurf­quo­ten hat­ten. Die Rhein­län­der schnapp­ten sich jedoch 22 Offen­siv­re­bounds und kamen am Ende im Ver­gleich zum Team von Head Coach Anton Gavel auf fünf Feld­wurf­ver­su­che sowie auf vier Frei­wür­fe mehr. Eben die­ses Chan­cen-Plus bescher­te den Tele­kom Bas­kets letzt­lich den doch etwas glück­li­chen Heim­sieg, zumal der mög­li­che Bam­ber­ger Game-Win­ner, ein Buz­zer-Bea­ter-Drei­er von Moritz Krim­mer, den Korb nur knapp verfehlte.

Tops­corer der Rhein­län­der war Ali­jah Comit­hi­er mit 22 Punk­ten. Auf Bam­ber­ger Sei­te konn­te Demar­cus Demo­nia 17 Zäh­ler verbuchen.


Der Spiel­ver­lauf

Hoch­mo­ti­viert gin­gen bei­de Teams die Par­tie an. Das Bestre­ben, sich durch einen Sieg oben in der Tabel­le wei­ter fest­zu­set­zen, war von Beginn an auf dem Par­kett zu spü­ren, wes­halb es hüben wie drü­ben doch ein paar Wurf­ver­su­che benö­tig­te, ehe die ers­ten Punk­te auf die Anzei­ge­ta­fel kamen (4:2/3.). Knapp vier Minu­ten waren gespielt, als der Drei­er von Richard Bal­int die Par­tie wie­der aus­glich (10:10/4.). Nun aber star­te­ten die Gast­ge­ber einen klei­nen Run und zogen auf 11:17 (6.) etwas davon. Die BMA365 Bam­berg Bas­kets blie­ben aller­dings ihrer Linie treu, beweg­ten den Ball im Angriff gut und kamen so wie­der her­an. Mit einem Dunk schloss Dani­el Kep­pe­l­er einen 8:0‑Lauf der Bam­ber­ger ab und man lag 78 Sekun­den vor dem Ende des ers­ten Vier­tels wie­der selbst mit 19:17 (9.) vor­ne. Die Füh­rung konn­te man auch nach dem ers­ten Abschnitt (22:21) behaupten.

Auch im zwei­ten Vier­tel schenk­ten sich bei­de Mann­schaf­ten nichts. Mit sei­nen bei­den ein­zi­gen Punk­ten des Spiels brach­te Patrick Heck­mann die Bon­ner zunächst erst ein­mal leicht in Front (25:31/15.), ehe Demar­cus Demo­nia mit einem Coast-to-Coast-Dunk nur wenig spä­ter wie­der auf 32:31 für Bam­berg stell­te. Kopf an Kopf absol­vier­te man das zwei­te Vier­tel und fol­ge­rich­tig stand es zur Pau­se 36:36-Unentschieden. 


„Die 22 Bon­ner Offen­siv­re­bounds waren heu­te der ent­schei­den­de Faktor“

Der Start in die zwei­te Halb­zeit gehör­te den Gäs­ten. Demar­cus Demo­nia und EJ Onu waren es, die ihre Mann­schaft in den ers­ten bei­den Minu­ten nach dem Sei­ten­wech­sel zum 44:38 (22.) war­fen. Die BMA365 Bam­berg Bas­kets blie­ben auch wei­ter­hin in Füh­rung (50:43/25.). 3:28 Minu­ten vor dem Ende des drit­ten Vier­tels betrug der Vor­sprung nach zwei erfolg­rei­chen Frei­wür­fen von Moritz Krim­mer sogar schon acht Zäh­ler (55:47), doch die Bon­ner kon­ter­ten stark. 16 Sekun­den vor der nächs­ten Vier­tel­pau­se ver­kürz­te Tylan Birts auf 56:55, ehe Demar­cus Demo­nia mit der Schluss­si­re­ne noch einen Drei­er zum 59:55 ver­sen­ken konnte. 

Die ers­ten bei­den Minu­ten des Schluss­ab­schnitts gehör­ten nun den Bon­nern, die den Rück­stand schnell wie­der in eine Füh­rung ummün­zen konn­ten (59:60/32.). Den­noch aber spiel­ten bei­de Mann­schaf­ten bis zu die­sem Zeit­punkt abso­lut auf Augen­hö­he. Nun jedoch schlu­gen die vie­len Offen­siv­re­bounds der Bon­ner zu Buche. Sage und schrei­be die Hälf­te ihrer ins­ge­samt 22 ein­ge­sam­mel­ten Abpral­ler unter dem Bam­ber­ger Korb hol­ten sie sich im Schluss­ab­schnitt, wes­halb sie sich dank die­ser Chan­cen­viel­falt 2:52 Minu­ten vor dem Ende wie­der auf 66:73 abset­zen konn­ten. Die Bam­ber­ger aber kämpf­ten sich ver­bis­sen noch­mals her­an. 30 Sekun­den vor dem Ende stell­te Cobe Wil­liams mit zwei getrof­fe­nen Frei­wür­fen auf 72:74. Beim Stand von 74:76 ging Mar­cel Kes­sens für die Bon­ner 11 Sekun­den vor dem Ende an die Frei­wurf­li­nie, wo er bei­de Mög­lich­kei­ten ver­gab und der Ball noch ein­mal in den Bam­ber­ger Hän­den lan­de­te. Über Wat­son und Demo­nia kam der Ball zu Moritz Krim­mer, des­sen Drei­er kurz vor dem Ertö­nen der Schluss­si­re­ne jedoch hin­ten vom Korb wie­der zurück ins Feld sprang.

„Ich gra­tu­lie­re Mar­ko Stan­ko­vic und sei­nem Team zum Sieg. Die 22 Bon­ner Offen­siv­re­bounds waren heu­te der ent­schei­den­de Fak­tor“, so Bam­bergs Head Coach Anton Gavel. „Wir waren nicht phy­sisch genug und haben ver­sucht, Bonn mit blo­ßer Sprung­kraft beim Reboun­ding zu über­tref­fen. Zudem haben wir vie­le schlech­te Drei­punk­te­wür­fe genom­men, anstatt ande­re Optio­nen zu suchen. Am Ende hat uns unse­re Leis­tung beim Defen­siv-Reboun­ding das Genick gebrochen.”

Wie schon im Dezem­ber, so bleibt den BMA365 Bam­berg Bas­kets auch im Janu­ar nur sehr wenig Zeit zwi­schen den ein­zel­nen Spie­len. Bereits am kom­men­den Frei­tag war­tet die nächs­te Auf­ga­be auf das Team von Head Coach Anton Gavel. Dann ist man erneut zuhau­se in der BROSE ARENA gefragt, wenn die MHP RIESEN aus Lud­wigs­burg ihre Visi­ten­kar­te in Freak City abge­ben wer­den. Tip-Off zur Par­tie gegen die RIESEN ist am Frei­tag um 20:00 Uhr.

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