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Behindertenparkplatz

Smart City Bam­berg tes­tet digi­ta­le Lösung

Freie Behin­der­ten­park­plät­ze künf­tig auf einen Blick sichtbar

Wer auf einen Behin­der­ten­park­platz ange­wie­sen ist, kennt die Situa­ti­on: Am Ziel ange­kom­men ist der Stell­platz bereits belegt – die Suche beginnt von Neu­em. Genau hier setzt das För­der­pro­gramm Smart City Bam­berg nun an, wie die Stadt Bam­berg mitteilt.

Im Rah­men des Pro­jekts „Park­platz­leit­sys­tem“ wer­den aus­ge­wähl­te Schwer­be­hin­der­ten­stell­plät­ze in der Innen­stadt mit intel­li­gen­ten Boden­sen­so­ren aus­ge­stat­tet. Sie erken­nen, ob ein Stell­platz frei oder belegt ist und stel­len die­se Infor­ma­ti­on künf­tig digi­tal bereit.

Ins­ge­samt wur­den gemein­sam mit der Behin­der­ten­be­auf­trag­ten der Stadt Bam­berg, Nico­le Orf, 57 Schwer­be­hin­der­ten­stell­plät­ze im Innen­stadt­be­reich für einen Pilot­be­trieb aus­ge­wählt. Ein ers­ter wich­ti­ger Schritt ist bereits geschafft: 48 Sen­so­ren konn­ten erfolg­reich instal­liert und in Betrieb genom­men wer­den. Wei­te­re Stand­or­te fol­gen im Lau­fe des Projekts.

Ziel ist es, Men­schen mit Behin­de­rung die Anfahrt in die Innen­stadt spür­bar zu erleich­tern. Künf­tig soll bereits vor der Fahrt oder auch unter­wegs ersicht­lich sein, ob ein aus­ge­wähl­ter Behin­der­ten­park­platz frei ist. Dadurch kön­nen unnö­ti­ge Such­fahr­ten ver­mie­den und Wege bes­ser geplant werden.

Nico­le Orf, Behin­der­ten­be­auf­trag­te der Stadt Bam­berg, begrüßt das Pro­jekt: „Wer auf einen Behin­der­ten­park­platz ange­wie­sen ist, kann oft nicht ein­fach auf den nächs­ten frei­en Stell­platz aus­wei­chen. Wenn künf­tig schon vor der Ankunft sicht­bar ist, ob ein Park­platz frei ist, spart das Zeit, Kraft und unnö­ti­ge Wege. Für vie­le Betrof­fe­ne bedeu­tet das ein Stück mehr Selbst­stän­dig­keit und Pla­nungs­si­cher­heit im Alltag.“

Die Anzei­ge der ver­füg­ba­ren Stell­plät­ze wird der­zeit für die Bam­berg-App vor­be­rei­tet und soll nach Abschluss der tech­ni­schen Umset­zung vor­aus­sicht­lich im Herbst zur Ver­fü­gung ste­hen. Die Boden­sen­so­ren erfas­sen dabei aus­schließ­lich, ob ein Stell­platz belegt oder frei ist. Per­so­nen­be­zo­ge­ne Daten wer­den nicht erhoben.

„Digi­ta­le Tech­no­lo­gien sol­len dort unter­stüt­zen, wo sie den All­tag der Men­schen tat­säch­lich erleich­tern. Gera­de für Per­so­nen, die auf einen Behin­der­ten­park­platz ange­wie­sen sind, kann die Infor­ma­ti­on über freie Stell­plät­ze einen ech­ten Unter­schied machen“, ergänzt Dr. Ste­fan Gol­ler – Wirt­schafts­re­fe­rent der Stadt Bamberg.


Teil eines umfas­sen­den Parkplatzleitsystems

Die Sen­so­rik für Schwer­be­hin­der­ten­stell­plät­ze ist eines von drei Teil­pro­jek­ten des Smart-City-Park­platz­leit­sys­tems. Par­al­lel dazu wird die Aus­las­tung der Bam­ber­ger Park­häu­ser künf­tig eben­falls in der Bam­berg-App ange­zeigt. Zusätz­lich ist vor­ge­se­hen, die Anzahl frei­er Stell­plät­ze auf digi­ta­len Infor­ma­ti­ons­bild­schir­men im Stadt­ge­biet sicht­bar zu machen. Die­se Anzei­ge rich­tet sich an alle Ver­kehrs­teil­neh­men­den und steht unab­hän­gig von den Schwer­be­hin­der­ten­stell­plät­zen zur Verfügung.

Dar­über hin­aus arbei­tet die Stadt Bam­berg im Rah­men des Pro­jekts MoMM (Mobi­li­tät für Men­schen mit Mobi­li­täts­ein­schrän­kun­gen) an wei­te­ren digi­ta­len Ange­bo­ten für mehr Bar­rie­re­frei­heit. So soll neben einem Rou­ten­pla­ner für bar­rie­re­freie Wege unter ande­rem ein soge­nann­tes Bar­rie­re­checker-Netz­werk ent­ste­hen. Dabei prü­fen Barrierechecker:innen Wege und Orte auf ihre Bar­rie­re­frei­heit und pfle­gen die Infos in die Bam­berg-App ein.

Mit dem Park­platz­leit­sys­tem und MoMM zeigt die Stadt Bam­berg, wie digi­ta­le Lösun­gen einen kon­kre­ten Mehr­wert für Bür­ge­rin­nen und Bür­ger schaf­fen kön­nen – indem sie Ori­en­tie­rung geben, Wege erleich­tern und die Teil­ha­be am öffent­li­chen Leben ver­bes­sern. Mehr Infor­ma­tio­nen zu MoMM und dem Park­platz­leit­sys­tem gibt es auf der Smart City Bam­berg Web­site www.smartcity.bamberg.de