Frankfurt bleibt auswärts ungeschlagen
BMA365 Bamberg Baskets verlieren gegen die Skyliners Frankfurt
Kräftezehrend, spannend und von beiden Mannschaften mit großem Kampf geführt – am Ende unterlagen die BMA365 Bamberg Baskets gestern den Skyliners Frankfurt am 7. Spieltag mit 77:80.
Beide Teams waren mit einer Serie in dieses Spiel gegangen und die der Bamberger riss. Nach zuletzt drei Siegen in Folge unterlag das Team von Head Coach Anton Gavel am Samstagabend den SKYLINERS mit 77:80 (41:45), die ihren Nimbus hingegen als bisher noch ungeschlagener Auswärtsschreck der Liga auch nach dem Gastspiel in Freak City und somit vier BBL-Partien weiter behaupten konnten.
5.009 Zuschauer in der BROSE ARENA sahen eine spannende Partie, in der die Hessen nach einer zunächst ausgeglichenen Anfangsphase den Ton angaben. Bis auf 18 Zähler konnten sich die SKYLINERS im zweiten Viertel um einen überragenden Jaedon Le Dee absetzen, ehe die Bamberger besser ins Spiel fanden und sich über den Kampf wieder heranarbeiteten. Am Ende aber war es die Summe aus mehreren kleinen Schwachstellen im Bamberger Spiel, die den Gästen aus Frankfurt den knappen, aber verdienten Sieg bescherte.
Für die BMA365 Bamberg Baskets zeichneten zwei Spieler – Williams mit 26 und Watson mit 25 – für fast zwei Drittel aller Punkte verantwortlich. Bei den SKYLINERS überragte Jaedon Le Dee. Der US-Amerikaner hatte bereits zur Pause ein Double Double und brachte es am Ende des Spiels auf 20 Zähler und 21 Rebounds.
Nach 18-Punkte-Rückstand kommt Bamberg bis zur Halbzeit auf vier Punkte heran
Nach dem Zwischenfall in Hamburg, bei dem er ein Stück Zahn verloren sowie eine stark blutende Platzwunde erlitten hatte, stand Geburtstagskind Richard Balint wieder im Kader und so konnte Head Coach Anton Gavel auch im achten Pflichtspiel dieser Saison die gleiche Anfangs-Fünf aufs Parkett schicken. Der Tscheche war es dann auch, der per Dreier für die erste Bamberger Führung sorgte (5:2/2.). Die BMA365 Bamberg Baskets drückten anfangs ordentlich aufs Gas und kamen so auch zu einfachen Punkten (10:6/4.). Die Frankfurter hingegen zogen in aller Ruhe ihr Spiel durch. Geduldig wurden die Angriffe ausgespielt und in der Verteidigung machte man es Demarcus Demonia & Co. nun so richtig schwer. Den Bambergern wollte offensiv kaum noch etwas gelingen und so zog das Team von Gäste-Coach Klaus Perwas dank eines 16:2‑Runs erstmals zweistellig davon (12:22/9.). Dieser Rückstand hatte dann auch nach dem ersten Viertel (17:27) noch Bestand.
Mit dem ersten Angriff des 2. Viertels verkürzte Adrian Petković auf 19:27 (11.). Nun aber packten die Frankfurter ihren nächsten Lauf aus. Angetrieben von Jaedon Le Dee und einer 12:2‑Serie bauten die Hessen ihren Vorsprung Mitte des 2. Abschnitts bis auf 18 Punkte aus (21:39/15.). Der deutliche Rückstand tat der Stimmung in der BROSE ARENA jedoch keinen Abbruch und von den wieder über 5.000 Freaks gepusht, bissen sich die BMA365 Bamberg Baskets in die Partie und kämpften sich sehenswert zurück. Hatte man in den ersten 15 Minuten der Partie ganze 21 Zähler zusammengebracht, waren es in den letzten fünf vor der Pause nochmals 20 und so gestaltete man die Partie bis zur Pause beim 41:45 wieder völlig offen.
„Wir haben nicht physisch genug agiert“
Eine Minute und 21 Sekunden waren nach dem Seitenwechsel gespielt, da wurde es in der Arena nochmals deutlich lauter, als Cobe Williams sein Team mit einem Dreier beim 46:45 wieder in Führung geworfen hatte (22.). Die Fans tobten und hier, so Head Coach Anton Gavel nach dem Spiel, wäre es möglich gewesen, die Partie zu kippen. Doch zum einem machten die Bamberger in dieser Phase zu viele Fehler und trafen offensiv auch schlechte Entscheidungen, während die Gäste aus der Mainmetropole sich von der tollen Stimmung in keinster Weise aus ihrem Konzept bringen ließen und sich 3:25 Minuten vor Ende des dritten Abschnitts beim 46:54 wieder etwas deutlicher absetzen konnten. Die BMA365 Bamberg Baskets kamen aber auch hier wieder schnell zurück. Fünf Sekunden vor dem Ende des Viertels drückte EJ Onu ein Anspiel von Cobe Williams per Alley-Oop zum 54:54 ins Netz. Eine der am Anfang bereits angesprochenen Schwachstellen, neben den insgesamt 18 Offensiv-Rebounds der Gäste sowie der nur 50-prozentigen Freiwurfqoute, war die Ungestümtheit in so manchen Aktionen. So auch der Einsatz von Cobe Williams an der Mittellinie bei noch 0,9 Sekunden Restspielzeit gegen Ryan Hawkins. Das Foul des Bamberger Aufbauspielers bescherte den Frankfurtern nochmals zwei Freiwürfe und so die 54:56-Führung nach 30 gespielten Minuten.
Diese letzte Aktion schien den Frankfurtern nochmals etwas zusätzliche Energie verliehen zu haben, denn die Hessen starteten mit einem 7:0‑Lauf ins letzte Viertel (54:63/33.). Clever verstanden es die Frankfurter nun in den nächsten Minuten, diesen Vorsprung erst einmal zu behaupten (64:72/37.). Und auch in Sachen Kampfgeist waren die Hessen jetzt voll da. Bestes Beispiel die Situation nach dem Freiwurf von Logan Johnson. Der US-Amerikaner hatte zunächst seinen ersten Freiwurf zum 68:73 getroffen. Sein zweiter Wurf von der Linie ging daneben, doch die SKYLINERS holten sich gleich zweimal den Offensivrebound und exakt 120 Sekunden vor dem Ende traf Jaedon Le Dee so zum 68:75. Anton Gavel und sein Team versuchten nochmals alles. Nachdem Ibi Watson sieben Sekunden vor dem Ende auf 77:79 verkürzt hatte und Isaiah Swope auf der Gegenseite nur einen seiner beiden Freiwürfe getroffen hatte, gab es für die Bamberger doch noch die Chance, mit einem Dreier in die Verlängerung zu kommen. Der letzte Wurf von Richard Balint wurde jedoch quasi mit der Schlusssirene von William Christmas geblockt und die Frankfurter durften alles in allem verdient den Sieg bejubeln. „Glückwunsch an Klaus und seine Mannschaft zum verdienten Sieg. Wir haben nicht physisch genug agiert, 18 Offensiv-Rebounds zugelassen und Jaedon Le Dee nicht vom Brett wegbekommen. Als das Spiel im dritten Viertel hätte kippen können, haben wir nach unseren Stopps dann in der Offensive schlechte Entscheidungen getroffen, den Ball weggeworfen und so dem Gegner wieder einen Lauf gestattet“, so Bambergs Head Coach Anton Gavel nach der Partie. „Dass wir am Ende noch auf ein One-Possession-Game herangekommen sind, ist zwar schön, der Sieg heute wäre aber nicht verdient gewesen.“
Bereits am kommenden Donnerstag, 13. November, steht das nächste Heimspiel auf dem Programm. Im Viertelfinale des BBL-Pokals geht es für Bamberg dann um den Einzug ins TOP FOUR. Gegner der Bamberger ab 20:00 Uhr in der BROSE ARENA sind dann die MLP Academics Heidelberg.
Das könnte Sie auch interessieren...
Dritter Bamberger Saisonsieg
BMA365 Bamberg Baskets gewinnen erneut in Hamburg
Nach dem Sieg im BBL-Pokal haben die BMA365 Bamberg Baskets auch ihre Bundesliga-Partie in Hamburg gewonnen. Am 6. Spieltag in der easyCredit Basketball Bundesliga siegte die Mannschaft von Head Coach Anton Gavel am Samstagabend bei den Veolia Towers Hamburg mit 101:71 (43:36) und holte sich so ihren dritten Saisonsieg.
3.069 Zuschauer in der Inselpark Arena sahen eine überzeugende Vorstellung des Teams aus Freak City, das alle vier Viertel für sich entscheiden konnte. Den entscheidenden Vorsprung konnten sich die Bamberger im dritten Abschnitt herausspielen. Diesen gewann man mit 30:15 und setzte sich deutlich ab.
Neben Moritz Krimmer und Daniel Keppeler (Fußverletzung) musste Head Coach Anton Gavel ab der 14. Minute auch noch auf Richard Balint verzichten. Beim Zusammenprall mit Zsombor Maronka wurde dem Tschechen ein Stück vom Zahn ausgeschlagen. Zudem erlitt er eine Platzwunde am Kinn.
Wie schon beim Heimsieg gegen Chemnitz punkteten auch diesmal gleich sechs Bamberger Spieler zweistellig. Demarcus Demonia (20) und Ibi Watson (18) führten das Team an. Besondere Erwähnung verdient auch die Leistung von EJ Onu. Der Center steuerte neben seinen 11 Punkten und 7 Rebounds auch 6 geblockte Würfe zum Erfolg bei.
43:36-Halbzeitführung der Baskets
Never change a running system – getreu diesem Spruch startete Head Coach Anton Gavel erneut mit der aus den bisherigen Spielen bereits bekannten Startformation. Williams, Balint, Watson, Demonia und Onu legten auch gleich wieder richtig gut los und gingen nach gerade einmal einer gespielten Minute durch einen ganz weiten Dreier von Cobe Williams mit 5:0 in Front. Auch Benka Barloschky war sofort im Spiel – den Schiedsrichtern jedoch vielleicht ein wenig zu arg, weshalb der Towers-Coach nach exakt 89 Sekunden ein Technisches Foul angeschrieben bekam. Ibi Watson versenkte den fälligen Freiwurf sowie in den folgenden Angriffen gleich zwei Dreier und so lagen die Bamberger früh zweistellig in Führung (12:2/3.). Die Probleme der Hanseaten wurden nicht geringer, denn Aufbauspieler Leonard Thorpe Jr. war auf einem der Bodenaufkleber weggerutscht und hatte sich hierbei so verletzt, dass er nicht weiterspielen konnte. Unter dem Bamberger Korb räumte nun EJ Onu ordentlich auf (3 Blocks schon in der ersten Hälfte des ersten Viertels) und so blieben die BMA365 Bamberg Baskets weiter vorne (16:6/5.). Dann jedoch kamen die Towers besser ins Spiel und verkürzten dank mehrerer Offensiv-Rebounds den Rückstand (18:14/7.) Die Bamberger aber behaupteten die Führung und gewannen das erste Viertel letztlich mit 24:18.
Das zweite Viertel sollte dann zeigen, warum Head Coach Anton Gavel vor diesem Spiel gewarnt hatte. Zunächst legten EJ Onu und Demarcus Demonia zwar für die Gäste vor (29:21/13.), doch sowohl in der Inselpark Arena als auch bei der DYN-Übertragung war zu spüren, dass die Hanseaten nun immer stärker wurden. Auch die Verletzung von Richard Balint (14.) sowie das dritte Foul gegen Cobe Williams (15.) spielten den Hanseaten in die Karten. Zudem geriet der gesamte Rhythmus des Spiels durch mehrere strittige Schiedsrichter-Entscheidungen etwas ins Stottern, was eher dem Spiel der Hamburger zugutekam (Bamberg am Ende mit 20:2 Fast-Break Punkten). Knapp drei Minuten vor der Halbzeitpause dunkte Zacharie Perrin sein Team auf 34:32 wieder heran und Niklas Wimberg verkürzte per Dreier sogar auf 36:35 (19.), doch Ibi Watson & Co. behielten kühlen Kopf. Mit einem 7:1‑Lauf nahm man nicht nur eine doch ganz ordentliche 43:36-Halbzeitführung mit in die Kabine, sondern dank des Dreiers von Zach Ensminger eben kurz vor Halbzeit auch das Momentum.
„Beide Starts waren gut, defensiv haben wir einen guten Job gemacht“
So richtig heiß kamen die BMA365 Bamberg Baskets aus der Kabine. Wie schon in der ersten Hälfte spielte man weiter sein Spiel und ließ den Vorsprung aufgrund einer 18:4‑Serie erstmals auf über 20 Zähler anwachsen (61:40/28.). Bis auf 25 Punkte (71:46/30.) konnte man die Führung ausbauen, ehe die Towers zum Ende des dritten Abschnitts nochmals auf 73:51 herankamen.
Zu Beginn des Schlussviertels ließ die Konzentration ein wenig nach. Das Bamberger Teamplay litt und immer wieder traf man schlechte Entscheidungen und nahm schlechte Würfe. Dies schaute sich Anton Gavel jedoch nur zwei Minuten mit an (74:55/32.), ehe er in einer Auszeit sein Team wieder in die Spur brachte. Cobe Williams übernahm und mit zwei Dreiern zum 80:57 (34.) sorgte er für klare Verhältnisse. Von nun an hielten die BMA365 Bamberg Baskets ihren Gegner bis zum Spielende auf Distanz. An der Freiwurflinie erzielte Finn Döntgens mit seinen Zählern sieben und acht in dieser Partie zunächst den 100. Punkt sowie dann auch den 101:71 Endstand.
„Glückwunsch an die Spieler. Ich glaube, es war eine schwierige Partie. Eine Mannschaft, die um den ersten Saisonsieg kämpft, ist immer sehr gefährlich. Das Gute war, dass wir alle vier Viertel gewonnen haben. Beide Starts waren gut, defensiv haben wir einen guten Job gemacht und konnten daraus auch einfache Punkte in Transition machen, was immer wichtig ist“, so Bambergs Head Coach Anton Gavel. „Beide Mannschaften mussten auf Spieler verzichten, an dieser Stelle gute Besserung an LJ Thorpe. Wir mussten auf Richard verzichten. Aber die anderen Spieler haben es sehr gut gemeistert, ihn heute gemeinsam zu ersetzen. Wir sind froh über den Sieg.“
Das nächste Heimspiel steht am kommenden Samstag, 8. November, gegen die SKYLINERS aus Frankfurt auf dem Spielplan. Tip-Off gegen die Hessen in der BROSE ARENA ist um 18:30 Uhr.
Das könnte Sie auch interessieren...
Nach dem Pokal gastiert Bamberg erneut in Hamburg
Veolia Towers Hamburg erwarten die BMA365 Bamberg Baskets
38 Tage nachdem man sich in der ersten Runde des BBL-Pokals gegenüberstand, treffen die BMA365 Bamberg Baskets an diesem Wochenende nun erneut auf die Veolia Towers Hamburg. Wie schon beim Pokalspiel Ende September so haben die Hanseaten auch in der Partie des 6. Spieltags in der easyCredit BBL das Heimrecht auf ihrer Seite.
Für beide Mannschaften ist die kommende Begegnung das mittlerweile fünfte BBL-Match in dieser Saison. Während die Bamberger mit zwei Siegen und zwei Niederlagen auf dem Konto nach Hamburg reisen, konnten die Norddeutschen bislang noch keines ihrer BBL-Spiele in dieser Saison gewinnen. Tip-Off in der Inselpark Arena zur Partie der BMA365 Bamberg Baskets bei den Veolia Towers Hamburg ist am Samstagabend um 20:00 Uhr.
„Mit dem Spiel in Hamburg steht uns wieder ein sehr schweres Auswärtsspiel bevor. Die Towers stehen noch ohne Sieg und werden daher alles dafür tun, den Knoten platzen zu lassen. Unter diesen Voraussetzungen nochmals gegen dieses EuroCup Team, das Qualität besitzt, zu spielen, ist eine absolut schwierige Aufgabe für uns“, so Anton Gavel. „Gerade auswärts ist es für uns besonders wichtig, in der Defensive eine Leistung aufs Parkett zu bringen, so wie uns das zuletzt gegen Chemnitz über mehrere Viertel gelungen ist. Natürlich hilft es, wenn man vorne ein paar Würfe trifft, aber das ist zweitrangig. Wir müssen versuchen, dem Spiel von Anfang an unseren Stempel aufzudrücken.“
Nach jeweils vier gespielten Partien in der easyCredit Basketball Bundesliga sprechen die Statistiken vor dem Spiel am Samstag in Hamburg eine klare Sprache. In Sachen Punkte, Rebounds, Assists & Co. haben die Bamberger bei den Durchschnittswerten überall die Nase vorne.
Die Wurfquoten hingegen sind in allen Bereichen ziemlich ähnlich. Da die Hanseaten jedoch noch keines ihrer vier BBL-Spiele gewinnen konnten (gegen den MBC, in Chemnitz und München sowie gegen Bonn) spricht die Effektivität ebenfalls deutlich für die BMA365 Bamberg Baskets, die mit einer ausgeglichenen Bilanz von zwei Siegen und zwei Niederlagen nach Hamburg reisen.
Die 89:94-Niederlage im Pokal am 24. September gegen Bamberg war die erste Pleite der Hanseaten in dieser Saison. Wettbewerbsübergreifend folgten neun weitere Niederlagen (BBL: 0–4 /EuroCup: 0–5). Eben jenes erste Aufeinandertreffen beider Mannschaften sprach Hamburgs Head Coach Benka Barloschky im Interview auf der Towers-Homepage nochmals explizit an: „Bamberg hat uns die bisher schmerzhafteste Niederlage zugefügt. Das Aus im Pokal hat unseren gesamten Saisonstart auf den Kopf gestellt. Wir wollen am Samstag über 40 Minuten unseren besten Basketball spielen, um uns dafür zu revanchieren. Und uns damit einen Neustart ermöglichen. In diesem Spiel steckt unglaublich viel – gemeinsam mit unseren Fans im Rücken wollen wir uns den Sieg holen.“
Aufgrund des schwachen Saisonstarts haben die Hamburger bereits nachverpflichtet. Mit Martin Breunig (33 Jahre – C – 2,03 m) kommt ein BBL-erfahrener Big Man an die Elbe. Am Samstag, so die Towers auf ihrer Homepage, wird Breunig jedoch noch nicht im Towers-Trikot auflaufen. Der Zwei-Meter-Mann steht dann nämlich ein letztes Mal für seinen aktuellen Arbeitgeber, den französischen Erstligisten SLUC Nancy im Gastspiel bei SIG Straßburg auf dem Parkett. Ebenfalls nicht mit dabei wird auch Osaro Rich sein. Der Shooting Guard hat sich im Spiel gegen Hapoel Jerusalem eine Fraktur der Speiche im rechten Arm zugezogen.
Carlos Stewart Jr. war beim Pokal-Spiel gegen Bamberg nicht mit von der Partie. Auch in der BBL kam der US-Amerikaner bislang nur in zwei Spielen (21 Punkte gegen den MBC und 13 Punkte in Chemnitz) zum Einsatz. Die beiden anderen Spiele musste der Point Guard als siebter Importspieler zuschauen. Auch am Samstag muss Cheftrainer Benka Barloschky einen seiner Spieler pausieren lassen. Neben Stewart traf es bislang auch den Ungarn Zsombor Maronka (23 Jahre – SF – 2,08 m) schon zweimal. Wieder mit von der Partie wird hingegen Niklas Wimberg (29 Jahre – PF – 2,06 m) sein. Im Pokalspiel war er noch mit einer Fingerverletzung zum Zuschauen verdammt.
Nicht nur unter den Brettern ist der Franzose Zacharie Perrin aktuelle einer der Stärksten im Team der Towers. Mit durchschnittlich 6,3 Rebounds führt er sein Team an. Auch sein Effektivitätswert von 16,0 stellt den Spitzenwert im Team der Hamburger dar.
Neben Perrin stand nur ein weiterer Spieler bislang in allen vier BBL-Partien in der Startformation der Towers. Leonard Thorpe Jr. hat auch im EuroCup alle Spiele für die Hanseaten begonnen. In der BBL verteilt er im Schnitt 6,3 Assists, leistet sich jedoch auch 3,5 Ballverluste pro Partie.
Das könnte Sie auch interessieren...
Erstes Bamberger Heimspiel der aktuellen BBL-Saison
Bamberg Baskets schlagen Chemnitz vor ausverkauftem Haus
Lange hatte Freak City auf das erste Heimspiel der neuen Saison warten müssen, doch das Warten hat sich gelohnt! Vor 5.700 Zuschauern in der BROSE ARENA und damit vor ausverkauftem Haus bezwangen die BMA365 Bamberg Baskets am Sonntagnachmittag die NINERS Chemnitz mit 96:82 (44:50) und feierten eine gelungene Heimpremiere.
Nach einem fulminanten Start der Bamberger in die Partie kamen die Gäste im weiteren Verlauf der ersten Halbzeit immer besser ins Spiel und konnten den bereits 16 Punkte betragenden Rückstand sogar in eine Pausenführung umwandeln. Nach dem Seitenwechsel spielten sich die Bamberger dann jedoch in einen Rausch, gewannen den dritten Abschnitt mit 28:9 und erspielten sich Anfang des Schlussabschnitts einen 19-Punkte-Vorsprung, den man sich nicht mehr nehmen ließ.
Auf Seiten der NINERS, bei denen Kevin Yebo, Kaza Kajami-Keane und John Newman III fehlten, gefielen der US-Amerikaner Corey Davis (19 Punkte, 12 Assists) sowie der Malier Amadou Sow (23 Punkte, 11 Rebounds), die beide ein Double Double auflegten. Im Team von Head Coach Anton Gavel, das ohne Moritz Krimmer und Daniel Keppeler auskommen musste, punkteten sechs Spieler zweistellig. Die beiden Besten waren Kapitän Ibi Watson und Richard Balint mit je 18 Zählern. Der Tscheche kam zudem auf sechs Ballgewinne und lag in seinem Team in Sachen Effektivität klar an der Spitze.
Nach schneller 16-Punkte-Führung geht Bamberg mit Rückstand in die Halbzeit
Auch im ersten Heimspiel vertraute Head Coach Anton Gavel auf die Startformation, mit der er die bereits vorangegangenen fünf Auswärtsspiele begonnen hatte (Williams, Balint, Watson, Demonia, Onu). Nach einer kurzen Anlaufphase (4:4/3.) legten die Bamberger dann richtig los. Angezündet von der unglaublichen Atmosphäre in der mit 5.700 Zuschauern ausverkauften BROSE ARENA sprühten die BMA365 Bamberg Baskets vor Spiellaune. In der Verteidigung stand man stabil und in der Offensive fielen die Würfe. Dem Alley-Oop von Demarcus Demonia (12:4/5.) folgte eine Chemnitzer Auszeit, die nach Dreiern von Demonia und Balint zum 20:4 (7.) jedoch erst einmal verpufft war. Nun aber fingen sich die NINERS und angeführt von Cory Davis und Amadou Sow spielte man sich bis zum Ende des ersten Abschnitts wieder heran (26:19).
Den zum Schluss des ersten Viertels gewonnenen Schwung konnten die Sachsen auch ins zweite Viertel mitnehmen. Nike Simbande verkürzte den Rückstand weiter (31:27/13.) worauf nun Anton Gavel mit einer Auszeit reagierte. Richard Balint erhöhte den Vorsprung direkt nach der Unterbrechung per Dreier wieder auf 34:27, doch das Spiel der Chemnitzer, auch da Cobe Williams aufgrund seines dritten Fouls (12.) auf die Bank musste, zeigte sich nun strukturierter und vor allem effektiver. Auch die Würfe aus der Distanz fielen nun bei den Gästen und nachdem Corey Davis zunächst erneut ausgeglichen hatte (34:34/15.), warf Robbie Beran Jr. per Dreier die NINERS wieder in Front (35:37/16.). Die Leichtigkeit des Bamberger Spiels aus dem ersten Viertel war verschwunden und die Gäste bauten ihren Vorsprung bis auf 42:50 (19.) aus. Gepusht von den eigenen Fans krempelten Ibi Watson & Co. die Ärmel hoch, kämpften und blieben dran. Beim Stand von 44:50 ging es in die Halbzeitpause.
„Wir haben den Plan gut umgesetzt“
In der Kabine schienen sich die Bamberger in der Pause nochmals richtig heiß gemacht zu haben, denn wie schon zu Beginn des Spiels drehte man wieder richtig stark auf. 83 Sekunden waren nach dem Seitenwechsel gerade einmal gespielt, da hatte man sich die Führung zurückerobert (51:50). Die Arena kochte und das Team ließ sich von der Welle von den Zuschauerrängen tragen. Ein 13:2‑Run zu Beginn der zweiten Hälfte bedeutete eine 57:52-Führung (25.). Und die BMA365 Bamberg Baskets blieben weiter giftig in der Verteidigung, forcierten Ballverluste der NINERS und bauten ihren Vorsprung durch den Korb von Austin Crowley erneut in den zweistelligen Bereich aus (70:59/30.) Ibi Watson packte noch zwei Zähler zum 72:59-Zwischenstand vor den letzten zehn Minuten drauf.
Hoch konzentriert begannen die Bamberger auch den Schlussabschnitt. Ein Korberfolg von Patrick Heckmann sowie ein Dreier von Zach Ensminger bedeuteten einen 5:0‑Start (77:58/31.) und zogen die nächste Chemnitzer Auszeit nach sich. Die Sachsen erhöhten in der Verteidigung nun den Druck und kamen so bis auf 82:69 (35.) nochmals heran. Kaltschnäuzig hielten die Bamberger jedoch ihren Vorsprung auch weiterhin im zweistelligen Bereich und als Demarcus Demonia knapp zwei Minuten vor dem Ende des Spiels ein hohes Anspiel von Richard Balint per Alley-Oop zum 91:73 im Chemnitzer Korb versenkte, war die Entscheidung gefallen. Am Ende siegten die BMA365 Bamberg Baskets dank einer leidenschaftlichen Teamleistung absolut verdient mit 96:82 und konnte damit gleich im ersten Heimspiel der neuen Saison den ersten Heimsieg feiern.
„Glückwunsch an unsere Spieler. Es war wichtig für uns, das erste Spiel erfolgreich zu gestalten. Der Start in beide Halbzeiten war schon sehr gut, vor allem in der Defensive. Wir haben den Plan, an dem die Spieler die gesamte Woche über gearbeitet haben, gut umgesetzt“, so Bambergs Head Coach Anton Gavel. „96 Punkte zeigen natürlich auch, dass viele gute herausgespielte Würfe gefallen sind. Dennoch hatten wir viele einfache, die wir liegen haben lassen. Jeder, der heute auf dem Feld war, hat seinen Teil dazu beigetragen, was wichtig war, weil Daniel Keppeler nicht spielen konnte und wir daher auch die Rotation etwas verändern mussten.“
Das könnte Sie auch interessieren...
Erstes Bamberger Heimspiel der aktuellen BBL-Saison
Wieder ein Krimi? BMA365 Bamberg Baskets empfangen Chemnitz
Für Spannung sollte gesorgt sein, wenn die BMA365 Bamberg Baskets an diesem Sonntag in ihrem ersten Heimspiel der neuen Saison in der easyCredit Basketball Bundesliga die NINERS aus Chemnitz empfangen.
Jeweils nur mit einem einzigen Punkt Unterschied (81:80 in Bamberg – 98:99 n.V. in Chemnitz) endeten die Begegnungen in der Vorsaison, wobei jeweils das Heimteam das bessere Ende für sich hatte. Tip-Off zum ersten Aufeinandertreffen in dieser Serie ist am Sonntag um 15:00 Uhr.
„Die Spieler haben jetzt schon lange darauf hin gefiebert, endlich ein Heimspiel zu haben und die Atmosphäre in der Arena auch das erste Mal zu erleben. Chemnitz ist eine EuroCup-Mannschaft, die sich unglaublich gut verstärkt hat und mit Yebo, Mushidi und jetzt auch noch Neuzugang Gavin Schilling auch auf den deutschen Positionen sehr gefährliche Spieler hat“, so Head Coach Anton Gavel. „Sie sind super athletisch und offensiv momentan die beste Mannschaft in der BBL. Wenn wir mit ihnen in einen offensiven Schlagabtausch gehen, dann wird das für uns ein langer Abend werden. Insofern muss unsere Defensive auf dem Punkt sein, um sie nicht ins Spiel kommen zu lassen. Aber noch einmal wir freuen uns wirklich alle sehr, in Freak City zum ersten Mal vor unseren eigenen Fans spielen zu können!“
Nach zuletzt zwei knappen Niederlagen werden die Sachsen mit ordentlich Wut im Bauch nach Bamberg kommen. Nachdem die NINERS im BBL-Pokal am vergangenen Wochenende im Gastspiel bei RASTA Vechta im Achtelfinale ausgeschieden waren (86:89), unterlagen die Chemnitzer auch am Mittwochabend im EuroCup. Gegen die London Lions zog man in der Messe Chemnitz am Ende hauchdünn mit 67:68 den Kürzeren, nachdem der letzte Wurf des Spiels von der Mittellinie von Kostia Mushidi nicht in den Korb ging.
Liga, Pokal und EuroCup … der Tanz auf drei Hochzeiten bescherte den Chemnitzern im Oktober eine ganze Menge an Spielen. Das Match in Freak City wird für die NINERS die bereits neunte Partie im Oktober sein. Während die Mannschaft von Head Coach Rodrigo Pastore im BBL-Pokal-Achtelfinale die Segel streichen musste und auch im EuroCup von bisher vier Spielen nur eines gewinnen konnte, sind die Sachsen in der easyCredit BBL wie schon im Vorjahr wieder ganz stark unterwegs. Nach vier Spielen haben die NINERS drei Siege auf ihrem Konto und stehen in der Tabelle auf Position sechs.
Während das BBL-Auftaktmatch der NINERS in Ulm mit 81:94 verloren ging, konnten Kevin Yebo & Co. die nächsten drei BBL-Partien gewinnen. Dem Heimsieg gegen die Veolia Towers Hamburg (102:78) folgte ein 90:83-Auswärtserfolg in Heidelberg. Den dritten Sieg in Serie holten sich die NINERS auf eigenem Parkett mit 111:88 gegen die MHP RIESEN Ludwigsburg.
So wirklich viele Spieler aus der Vorsaison sind Coach Pastore nicht geblieben. Kevin Yebo (29 Jahre – PF – 2,07 m), der während der Vorsaison vom FC Bayern zurück nach Chemnitz gewechselt war, ist der einzige verbliebene Leistungsträger im Team. Mit Lansdowne, Garrett, Uguak, Richter, Bailey, Gilyard, Nkamhoua, Jefferson und Nicolas Tischler gab es etliche Abgänge. Nach wie vor zum Kader zählen die Nachwuchsspieler Roman Bedime (23 Jahre – PF – 2,03 m) und Luca Kellig (19 Jahre – SG – 1,92 m).
Die Neuen in Chemnitz bringen viel Erfahrung mit in die diesjährige Kulturhauptstadt Europas. Der kanadische Rückkehrer Kaza Kajami-Keane (31 Jahre – PG – 1,85 m) zählte schon beim Gewinn des FIBA Europe Cups der NINERS 2024 zum Kader und war ebenso schon in der BBL aktiv wie Kostja Mushidi (27 Jahre – SF – 1,95 m, spielte bereits in Göttingen, Braunschweig und beim MBC), der US-Amerikaner Ty Brewer (25 Jahre – SF – 2,01 m, kam vom SYNTAINICS MBC) und Gavin Schilling (29 Jahre – C – 2,06 m, insgesamt 156 BBL Spiele für Ulm, München und Braunschweig). Ebenfalls neu ist der aus Straßburg gekommene Malier Amadou Sow (26 Jahre – C – 2,06 m). Neben dem Westafrikaner vertrauen die Chemnitzer auf die US-Amerikaner Nike Sibande (26 Jahre – SG – 1,93 m, kam aus der Türkei von Darüssafaka), Corey Davis (28 Jahre – PG – 1,85 m, spielte zuletzt in Italien für Vanoli Cremona) sowie die zuletzt für die Kortrijk Spurs in Belgien aktiven John Newman III (26 Jahre – SG – 1,96 m) und Robbie Beran Jr.(25 Jahre – PF – 2,04 m).
Als absoluter Glücksgriff hat sich bisher der bulgarische Nationalspieler Yordan Minchev (27 Jahre – PF – 2,05 m) herausgestellt. Der 27-Jährige führt mit einem Effektivitätswert von 19,8 sein Team an (4. in der BBL). Mit durchschnittlich 14,0 Punkten pro Spiel ist er einer von insgesamt sechs Chemnitzern mit zweistelligem Punkteschnitt. Zudem greift Minchev pro Partie 9,0 Rebounds ab und führt damit die gesamte BBL an. Der im bulgarischen Sliven geborene Minchev spielte in der Vorsaison in Belgien bei Spirou Basket Charleroi, wo er Mannschaftskamerad von Cobe Williams war.
Seit 2006 ist der Argentinier als Trainer aktiv. Seine Profikarriere startete Rodrigo Pastore als Spieler und zwar in Deutschland. Nach einem kurzen Gastspiel in der 2. Liga bei der TG Landshut, spielte er von 1996 bis 1998 in Bayreuth. Nach weiteren Stationen in Italien, Deutschland und der Schweiz wurde er zunächst 2006 Spielertrainer bei SAV Vacallo Basket, ehe er sich ab der Saison 2008 //2009 voll aufs Coachen konzentrierte. Seit 2015 ist Rodrigo Pastore nun in Chemnitz tätig und geht damit in dieser Saison in seine 11. Spielzeit mit den Sachsen.
Nach dem Zusammenschluss der beiden Vereine BG Chemnitz und Lok Chemnitz entstand im Jahr 1999 der BV Chemnitz 99. Schnell entwickelte sich aus dem Gründungsjahr des Vereins der Spitzname des Herren-Teams, der auch bei der Ausgliederung des wirtschaftlichen Geschäftsbetriebes in die NINERS Chemnitz GmbH Verwendung fand. Seit der Saison 2020//21 gehören die NINERS zur BBL und haben mit dem ChemCats zudem auch eine Damenmannschaft im Spielbetreib, die in der Nordgruppe der Toyota 2. Damen Basketball Bundesliga an den Start geht.
Das könnte Sie auch interessieren...
Bayern weiterhin ungeschlagen in dieser BBL-Saison
Fehlstart bringt BMA365 Bamberg Baskets beim Meister um jede Chance
Ein äußerst schwaches erstes Viertel hat die BMA365 Bamberg Baskets schon frühzeitig das Spiel beim FC Bayern München Basketball gekostet. Mit 13:32 gaben die Bamberger das erste Viertel ab und unterlagen am Ende vor 6.500 Zuschauern im ausverkauften BMW Park in München mit 81:96 (42:52).
Trotz des Fehlstarts kämpften sich die Bamberger in die Partie zurück und kamen nach 21 Punkten Rückstand gegen Ende des dritten Viertels nochmals bis auf fünf Zähler heran. Doch wie Head Coach Anton Gavel vor der Partie bereits gewarnt hatte, bestrafte der Meister die Fehler der Bamberger eiskalt. Vor allem in den Momenten, als die BMA365 Bamberg Baskets nochmals richtig nahe herankamen, waren die Münchner mit ihrer ganzen Stärke zur Stelle und siegten so am Ende absolut verdient.
Von Beginn an merkte man den Bayern an, dass es mit Blick zurück auf die 70:98-Heimniederlage in der EuroLeague gegen Kaunas am Freitag noch etwas gutzumachen gab. Der Meister kam dementsprechend fokussiert und energiegeladen aufs Parkett. Gleich in den ersten Minuten drückten die Münchner dem Spiel ihren Stempel auf und gingen schnell in Front (0:7/2.). Vor allem Isiaha Mike war anfangs nicht in den Griff zu bekommen und so hatte der Kanadier beim 6:12 (5.) bereits zehn Zähler auf seinem individuellen Konto. Zudem trafen die Bayern ihre Distanzwürfe und nach dem vierten erfolgreichen Dreier (im siebten Versuch), diesmal traf Andreas Obst (8:20/7.), nahm Head Coach Anton Gavel seine erste Auszeit. Lautstark appellierte er an seine Mannschaft, dem Gegner mit Entschlossenheit entgegenzutreten und nicht alles mit sich machen zu lassen. Doch auch im weiteren Verlauf des ersten Viertels fanden die BMA365 Bamberg Baskets nicht zu ihrem Spiel. Zwei weitere Ballverluste bedeuteten das 8:25 (8.) und über 10:29 (9.) endete das erste Viertel mit einer klaren Führung für die Bayern (13:32).
2:43 Minuten waren im zweiten Abschnitt gespielt, als die Münchner erstmals den Vorsprung auf +20 stellten (18:38/13.). Auch wenn Demarcus Demonia mit seinen ersten Zählern in der Partie beim 27:42 (15.) wieder etwas verkürzen konnte, kamen die Bayern mit ihrem geduldigen und vielseitigen Angriffsspiel immer wieder zu freien Abschlüssen. 3:38 Minuten vor der Halbzeit führte der Meister deutlich (29:50), als das Spiel der Bamberger nach der zweiten Auszeit von Tono Gavel nun doch endlich Fahrt aufnahm. Dreier von Ibi Watson und Richard Balint sowie ein Alley-Oop von Zach Ensminger auf EJ Onu zum Ende der ersten Halbzeit waren Teil eines 13:2‑Laufs der Bamberger, die sich so zur Pause wieder auf 42:52 herangekämpft hatten.
„Es war schwierig, das Ball Movement der Bayern zu stoppen“
Der Start in die zweite Hälfte gehörte erneut den Gastgebern, die ihren Vorsprung in den ersten drei Minuten nach Wiederbeginn erneut etwas ausbauen konnten (45:59/23.). Ibi Watson & Co. hielten nun aber gut dagegen und ein Drei-Punkte-Spiel des Mannschaftskapitäns ließ den Rückstand beim 54:62 (26.) wieder in den einstelligen Bereich schrumpfen. Und es kam noch besser: Erneut traf Bambergs Nummer 2 mit einem Dreier zum 57:64 (26.), ehe Zach Ensminger die BMA365 Bamberg Baskets mit zwei verwandelten Freiwürfen wenig später gar auf 61:66 (28.) heranbrachte. Wie aber so oft zeigte der Meister genau hier seine ganze Klasse, denn nur 70 Sekunden später führte der FCBB nach Dreiern von Obst und Giffey wieder zweistellig (61:72).
Gleich zu Beginn des Schlussabschnitts gab es nochmals Grund zum Jubel für die wieder zahlreich mitgereisten Schlachtenbummler aus Freak City. Der Dreier von Austin Crowley verkürzte den Rückstand auf 66:72 (31.). Doch auch hier (laut Play-by-Play-Statistik waren es nur 4 Sekunden) drehten die Münchener nur einmal kurz auf und gestalteten ihren Vorsprung wieder zweistellig. Zunächst hatte Vladimir Lucic seinen ersten Freiwurf getroffen. Der zweite ging zwar daneben. Leon Kratzer holte jedoch den Offensiv-Rebound und fütterte Andreas Obst, der per Dreier zum 66:76 einnetzte (31.). Die Bayern zogen nun nochmals etwas an und mit einem 10:0‑Lauf auf 68:86 (35.) davon. Der Dreier von Justinian Jessup zum 74:92 bei noch knapp drei Minuten Restspielzeit bedeutete die Entscheidung.
„Glückwunsch an Gordie und seine Mannschaft zum Sieg. Im ersten Viertel konnten die Bayern machen, was sie wollten. Es gab kaum Gegenwehr von unserer Seite. Im Laufe des Spiels haben wir auch Stopps kreiert, um auch einfache Punkte machen zu können und nicht immer gegen ein Bollwerk zu laufen. Es war schwierig, das Ball Movement der Bayern zu stoppen. 26 Assists sprechen hier Bände. Der Bayern-Sieg geht in Ordnung und wir wünschen ihnen in der EuroLeague viel Erfolg“, resümierte Bambergs Head Coach Anton Gavel.
Am kommenden Wochenende macht die easyCredit Basketball Bundesliga Pause, denn es ist wieder einmal Pokal-Wochenende. Für die BMA365 Bamberg Baskets steht das Achtelfinale auf dem Programm und es geht nach dem Sieg in Hamburg auch in der zweiten Runde wieder auswärts ums Weiterkommen. In der Stadthalle Weißenfels kommt es am Samstag um 20:00 Uhr zur Neuauflage des letztjährigen Pokal-Endspiels zwischen den Wölfen und dem Team aus Freak City.
Das könnte Sie auch interessieren...
Bayern bisher ungeschlagen in dieser BBL-Saison
BMA365 Bamberg Baskets zu Gast beim Meister
Ehe es für die BMA365 Bamberg Baskets am 26. Oktober erstmals in der neuen Saison in der Brose Arena auf eigenem Parkett zur Sache gehen wird, stehen zunächst noch zwei weitere Auswärtsaufgaben auf dem Spielplan. Bevor es am 18. Oktober in Weißenfels beim MBC um den Einzug ins Pokal-Viertelfinale geht, ist das Team um Mannschaftskapitän Ibi Watson am morgigen Sonntag beim amtierenden Deutschen Meister in München zu Gast.
Im BMW Park in München geht es am 4. Spieltag in der easyCredit Basketball Bundesliga morgen ab 16:30 Uhr gegen den FC Bayern Basketball.
Das Gastspiel der BMA365 Bamberg Baskets am Sonntag in München liegt für die Bayern direkt zwischen zwei extrem wichtigen Partien in der EuroLeague. In der Königsklasse verloren die Bayern nach der Auftaktniederlage bei Panathinaikos Athen und dem Heimsieg gegen Belgrad gestern in eigener Halle gegen Kaunas, am Dienstag wartet dann Mailand.
„Auf uns kommt das nicht nur bis jetzt schwerste Spiel zu, denn wir spielen gegen den amtierenden Deutschen Meister. Wollen wir bei den Bayern überhaupt daran denken, das Spiel für uns entscheiden zu können, dann müssen wir an beiden Enden des Spielfelds an das Maximum unserer Leistungsfähigkeit herankommen. Wichtig wird zudem sein, über weite Strecken des Spiels diszipliniert zu bleiben“, sagt Head Coach Anton Gavel vor dem Gastspiel in München.
Während die Partie in München für unsere BMA365 Bamberg Baskets bereits das dritte Auswärtsspiel der neuen Saison ist, wird die Partie gegen Bamberg für den FC Bayern bereits das dritte Heimspiel der neuen Saison sein. Beide Teams waren am 2. Spieltag infolge von Terminverschiebungen spielfrei. Für eben jenes verschobene Heimspiel der Bamberger gegen Vechta wurde noch kein neuer Termin gefunden. Das verlegte Match der Münchner bei den Seawolves in Rostock findet sich im Spielplan der easyCredit BBL nun an Silvester um 14:00 Uhr.
Seine beiden bisherigen BBL-Partien konnte der Meister gewinnen. Im Auftaktmatch der 60. Bundesliga-Saison besiegten die Münchner im BMW Park den Aufsteiger aus Jena mit 93:77. Hier gaben die Bayern in der zweiten Halbzeit richtig Gas und gewannen am Ende nach einer recht ausgeglichenen ersten Hälfte (48:47) souverän. Auch gegen die Veolia Towers Hamburg siegten Xavier Rathan-Mayes (mit 18 Punkten Topscorer des Spiels) & Co. am 3. BBL-Spieltag recht ungefährdet (96:79). Wieder erzielte man selbst an die 100 Punkte und hielt den Gegner unter 80 Zähler.
Mit Justus Hollatz, Johannes Voigtmann, Andreas Obst und Oscar da Silva konnten die Bayern vier ihrer frisch gebackenen Europameister im Team behalten. Mit Kapitän Vladimir Lucic, der in seine 10. Saison beim FCBB geht, Nils Giffey und Elias Harris hat man ein mehr als solides Gerüst der Vorsaison an der Isar halten können, das die Arbeit unter Head Coach Gordon Herbert bereits kennt. Mit Leon Kratzer haben sich die Bayern einen weiteren Europameister ins Team geholt. Nach dem Weggang unter anderem von Carsen Edwards, Shabazz Napier und Devin Booker galt es Ersatz zu finden. Vom Ligakonkurrenten aus Ulm kam US-Amerikaner Justinian Jessup. Ebenfalls bereits über BBL-Erfahrung verfügen US-Boy David McCormack aus seiner Zeit bei ALBA BERLIN sowie Isiaha Mike. Der Kanadier spielte von 2020 bis 2022 zwei Saisons in Chemnitz. Auch Kamar Baldwin bringt es aufgrund seiner Zeit in Göttingen bereits auf 27 BBL-Einsätze. Mit Xavier Rathan-Mayes wechselte ein weiterer Kanadier von Real Madrid nach München. Der Serbe Aleksa Radanov kam von Legia Warschau, wo er mit EJ Onu polnischer Meister wurde. Bisher nur in der EuroLeague kam Wenyen Gabriel zum Einsatz. Der US-Amerikaner, der zudem die Staatsbürgerschaft des Südsudan besitzt, kam aus Griechenland von Panathinaikos Athen.
Mit seinen gerade einmal 24 Jahren gilt er als einer der absoluten Top-Spieler in Europa und so war die Freude groß, als man Mitte August den Wechsle von Rokas Jokubaitis nach München verkünden konnte. Die Freude wehrte leider jedoch nicht lange, denn im Spiel gegen Finnland zog sich der Litauer bei der EuroBasket einen Kreuzbandriss zu und wird demzufolge für mindestens sechs Monate ausfallen. Die Bayern mussten also nochmals auf die Suche gehen und fanden mit Rückkehrer Stefan Jović Ersatz. Zwischen 2017 und 2019 trug der Serbe schon einmal das Trikot des FC Bayern, im Anschluss spielte er die letzten Jahre für BK Khimki (RUS), Basket Zaragoza (ESP), Panathinaikos BC (GRE) und Valencia Basket (ESP).
Der FC Bayern ist die 15. Station des heute 66-Jährigen Gordon Herbert als Trainer. 1994 begann seine Trainer-Karriere im finnischen Uusikaupunki. Nach einem Jahr im österreichischen Oberwart führte ihn sein Weg 2000 in die BBL und zwar nach Würzburg. Im Anschluss ging es von 2001 bis 2004 nach Frankfurt, wo er 2004 mit den SKYLINERS die Deutsche Meisterschaft gewann. Auch in Frankreich, Griechenland, Kanada und in Russland war Gordon Herbert als Vereins-Coach aktiv. Zudem trainierte er die Nationalmannschaften von Georgien und Kanada. Von 2021 bis 2024 war er Bundestrainer und gewann mit der DBB-Auswahl 2022 EM-Bronze sowie 2023 die Weltmeisterschaft.
Die Wurzeln der Basketballabteilung des FC Bayern München liegen knapp 80 Jahre zurück. Bereits 1954 und 1955 war man Deutscher Meister und konnte die beiden ersten Titelgewinne feiern. In der Folgezeit suchte man den FC Bayern dann jedoch lange nur in niederklassigen Ligen. Seit 2011 sind die Münchner aktuell nun zurück in der BBL.
Das könnte Sie auch interessieren...
Gladiators Trier mit zwei Siegen aus den ersten beiden Spielen
BMA365 Bamberg Baskets reisen nach Trier
Nach den beiden Auswärtssiegen im Pokal und in der Liga zum Auftakt in die neue Saison wollen die BMA365 Bamberg Baskets nun am morgigen Sonntag weiter nachlegen. Für die Mannschaft von Head Coach Anton Gavel geht es zum Zweitligameister der Vorsaison nach Trier.
Im Gastspiel beim Aufsteiger müssen sich die Bamberger dabei auf ein extrem schweres Spiel einstellen, denn nach dem Sieg im Pokal haben die Trierer auch ihre beiden ersten BBL-Spiele der Saison gegen Rostock und bei ALBA BERLIN gewonnen. Tip-Off zur Partie der BMA365 Bamberg Baskets in der SWT-Arena in der Römerstadt ist am Sonntag um 15:00 Uhr.
„Wir treffen auf einen Gegner, der zwei Siege aus seinen ersten beiden Spielen geholt hat. Mit sehr starken individuellen Spielern, die ein Spiel im Alleingang entscheiden können, harmonieren sie offensiv und spielen sehr gut Sie haben in beiden Spielen gezeigt, dass sie nie aufgeben. Zuletzt in Berlin, als sie schon zweistellig in Rückstand lagen, haben sie Charakter bewiesen“, so Bambergs Head Coach Anton Gavel. „In Trier zu bestehen ist für uns eine große Herausforderung. Drei Viertel ihrer Mannschaft sind zusammengeblieben, daneben haben sie sich mit Brooks und King sehr gut verstärkt. Wir müssen gewappnet sein, denn in Trier wird uns mit Sicherheit alles abverlangt werden.“
Nach dem Auswärtsspiel in Braunschweig hatten die Bamberger nun acht Tage Zeit, sich auf die Aufgabe in Trier vorzubereiten. Aufgrund der Teilnahme von RASTA Vechta am internationalen Wettbewerb musste die Begegnung des 2. Spieltages verschoben werden und bescherte Ibi Watson & Co. so diese Pause. Die Trierer hingegen mussten am Freitagabend noch in der Hauptstadt bei ALBA BERLIN ran.
Nach dem Erreichen des Achtelfinales im BBL-Pokal nach dem 87:67-Auswärtserfolg in Tübingen gewannen die Trierer auch ihr erstes Heimspiel der neuen BBL-Saison. Gegen die ROSTOCK SEAWOLVES setzte man bei der Rückkehr ins Oberhaus gleich ein dickes Ausrufezeichen. Mit 5.029 Zuschauern im Rücken bezwang man in der heimischen SWT-Arena die von den Experten extrem hoch eingeschätzten Ostseestädter mit 88:78 und holte sich den ersten Saisonsieg.
Im Anschluss an den Auftaktsieg gegen Rostock ging es für die Mannschaft von Trainer Jacques Schneider gut 700 Kilometer quer durch die Republik nach Berlin, wo man am Tag der Deutschen Einheit bei den Albatrossen zu Gast war und auch hier gingen die Trierer am Ende als Sieger vom Parkett. Nachdem man im ersten Viertel noch etwas Respekt gezeigt hatte (23:35) kam man im weiteren Verlauf des Spiels immer besser in seinen Rhythmus. Viertel Nummer zwei, drei und vier holten sich die Gladiators und siegten am Ende in der Uber Arena mit 97:92.
Lange Basketballhistorie in Trier
Mit Maik Zirbes haben die Trierer einen Mann in ihren Reihen, der basketballerisch mit allen Wassern gewaschen ist. 259 BBL-Spiele sowie 75 Länderspiele für Deutschland hat der 35-Jährige bereits auf seinem breiten Buckel. Von 2012 bis 2014 spielte er in Bamberg und gewann hier 2013 seine erste Deutsche Meisterschaft. Neben ihm hat der Club insgesamt neun weitere Spieler aus der Aufstiegsmannschaft gehalten. JJ Mann, Jordan Roland, Behnam Yakhchali, Nolan Adekunle und Evan Rapique verfügen allesamt nicht nur über BBL-Erfahrung, sondern sind als Team über die überaus erfolgreiche Vorsaison zusammengewachsen und hervorragend aufeinander eingespielt.
Gezielt und punktuell hat der Coaching Staff der Gladiators die Mannschaft erweitert. Von den Bakken Bears, Gegner der Bamberger in der Vorsaison in der European North Basketball League, kam Urald King. Der US-Amerikaner begann seine Profikarriere beim TUS Bad Aibling in der 2. Regionalliga, ehe ihn sein Weg über Island, Frankreich, Finnland, Dänemark, Israel, Österreich und den Kosovo nun wieder zurück nach Deutschland führte.
Direkt aus der NCAA von der University of Marquette wechselte Dexter Akanno in die älteste Stadt Deutschlands. Mit Jorke Aav haben die VET-CONCEPT Gladiators Trier zudem ein vielversprechendes Talent auf der Point Guard Position verpflichtet. Der Junioren-Nationalspieler Estlands ist in Trier kein Unbekannter, denn bereits zur Spielzeit 2021//22 spielte er für das Team Ehingen Urspring. Als damals 16-Jähriger absolvierte er 17 Partien in der ProA und stand in beiden Duellen mit den Trierern auf dem Spielfeld. Schon jetzt ist klar, wer im Spiel der Trierer die Fäden in der Hand hat. Eli Brooks war mit 17 Punkten und 8 Assists Topscorer und Taktgeber der Gladiators im Auftaktsieg gegen Rostock. Auch beim Auswärtssieg in Berlin spielte der US-Amerikaner groß auf. 18 Zähler trug er diesmal zum Sieg bei. Nachdem zunächst Behnam Yakhchali mit zwei erfolgreichen Dreiern für die erste Trierer Führung der Partie gesorgt hatte, brachte der neue Gladiators Point Guard den Sieg über die Ziellinie. 9 Punkte erzielte Brooks in nur 2:06 Minuten bis zum 95:83 und stutzte so nahezu im Alleingang den Albatrossen die Flügel.
In der Sommerpause 2023 wechselte der gebürtige Rheinländer Jacques Schneider an die Mosel. Dort übernahm er zunächst den Posten des sportlichen Leiters und fungierte zudem als Co-Trainer von Don Beck. Nachdem die Trierer 2024 den Aufstieg in die BBL nur knapp verpasst hatten, wurde Schneider zum Cheftrainer ernannt und führte die Mannschaft zur Meisterschaft in der ProA. Vor seiner Zeit in Trier war Jacques Schneider von 2013 bis 2023 als Co-Trainer bei den Bayer Giants in Leverkusen tätig.
Die Basketballhistorie in Trier ist lang. Zwar nicht so lang wie die Geschichte der ältesten Stadt Deutschlands, aber beides verbindet sich im früheren Namen des Clubs. Die TBB Trier, also die Treveri Basketball GmbH Trier, wurde benannt nach dem römischen Namen der Stadt Trier Augusta Treverorum. Die Basketball-Abteilung des Vereins wurde 1956 beim TV Germania Trier gegründet. 1998 und 2001 gewann man den Deutschen Basketball Pokal und ist nun nach dem Zwangsabstieg in der Saison 2014//2015 wieder erstklassig.
Das könnte Sie auch interessieren...
Starker Start in die 60. Bundesligasaison
BMA365 Bamberg Baskets siegen in Braunschweig
Mit zwei Auswärtssiegen im Gepäck kehren die BMA365 Bamberg Baskets von ihrem ersten Auswärtstrip der neuen Saison nach Freak City zurück. Nach dem Sieg am Mittwochabend in der ersten BBL-Pokal-Runde in Hamburg gewann das Team von Head Coach Anton Gavel auch drei Tage später seine Partie des 1. Spieltags in der easyCredit BBL in Braunschweig.
Zum Auftakt der 60. Bundesliga-Saison siegte das Team aus Freak City am Samstagabend gegen die Basketball Löwen Braunschweig mit 98:75 (46:42).
Nachdem die beiden ersten Viertel noch recht ausgeglichen verlaufen waren, übernahmen die Bamberger im dritten Abschnitt das Kommando. Mit einem 25:6‑Run zog man vom 50:49 (23.) auf 75:55 (30.) davon und erspielte sich hier den letztlich entscheidenden Vorsprung. Die Niedersachsen kamen im Schlussabschnitt zwar nochmals heran, doch die BMA365 Bamberg Baskets blieben konzentriert und erspielten sich als Team den hoch verdienten Auftaktsieg.
Effektivster Spieler im Team der Bamberger mit einem Wert von 23 war Demarcus Demonia, der am Ende mit 21 Punkten und 11 Rebounds ein Double Double auf dem Statistikzettel stehen hatte. Barra Njie und Benjamin Schröder trafen für die Basketball Löwen mit je 16 Punkten am besten.
„Wir haben das Spiel heute mit der nötigen Intensität und Aggressivität begonnen. Das hat uns im letzten Jahr ab und an immer so ein bisschen gefehlt. Natürlich war unser Spiel heute noch bei weitem nicht perfekt, aber wir haben uns vorgenommen, einfach jedes Mal härter zu spielen als unser Gegner“, resümierte Bambergs Kapitän Ibi Watson.
Bamberger 46:42-Pausen-Führung
Vor den Augen von Welt- und Europameister Dennis Schröder fanden die BMA365 Bamberg Baskets schnell ins Spiel. Nach dem Dunk von Ibi Watson und dem Drei-Punkte-Spiel von Cobe Williams führte man nach gerade einmal 74 Sekunden mit 5:0. Die Bamberger blieben in Führung (13:6/6.). Auch das zweite Foul gegen Cobe Williams steckten die Gäste zunächst problemlos weg (18:9/7.). Nun aber wurden die Basketball Löwen stärker und verkürzten auf 18:16 (8.) worauf Anton Gavel sein Team in einer Auszeit um sich versammelte. Der Run der Löwen ging aber weiter. Chip Flanigan versenkte einen Dreier und brachte sein Team erstmals in Front (18:19). Die BMA365 Bamberg Baskets aber ließen sich nicht beeindrucken und schlugen bis zum Viertelelende (23:19) nochmals zurück.
Den 10:0‑Lauf der Löwen konterte man viertelübergreifend mit einem eigenen 10:0‑Run und lag dann mit 28:19 wieder vorne. Das Hin und Her ging weiter und so waren nun wieder die Niedersachsen dran, die bis zur 26. Minute durch Ferdinand Zylka erneut auf 32:31 verkürzen konnten. An sich vorbeiziehen ließen Ibi Watson & Co. die Löwen jedoch nicht. Ein kleiner Zwischenspurt unmittelbar vor der Halbzeitpause sicherte den Bambergern eine knappe aber verdiente 46:42 Pausen-Führung.
„Wenn wir ein bisschen mehr auf ‚Ego‘ gespielt haben, sahen wir nicht gut aus“
Die ersten drei Minuten nach dem Seitenwechsel verliefen völlig ausgeglichen (50:49/23.). Nun aber drehten die Bamberger auf. Knapp drei Minuten später und nach dem zweiten Dreier von Demarcus Demonia innerhalb von nicht einmal einer Minute führten die Baskets erstmals zweistellig (61:51/26.). Richard Balint, Demarcus Demonia und zweimal Austin Crowley versenkten den Ball im Anschluss von jenseits der 6,75-Meter-Linie im Braunschweiger Korb und so war der Vorsprung 49 Sekunden vor dem Ende des dritten Viertels auf 20 Zähler angewachsen (75:55). Sechs der zehn Bamberger Dreipunktewürfe im dritten Abschnitt fielen und so führte man vor dem Schlussabschnitt deutlich (75:58).
Würde der Vorsprung zum ersten Saisonsieg reichen? Eine berechtigte Frage, nachdem die Niedersachsen mit einem 6:0‑Start ins vierte Viertel auf 75:64 verkürzen konnten. Die BMA365 Bamberg Baskets aber blieben fokussiert und gaben die passende Antwort. Zunächst hatte Luka Scuka zwar den Wurf von Ibi Watson ins Aus blocken können, doch in den zwei verbleibenden Sekunden Angriffszeit war es EJ Onu, der per Dreier zum 80:64 (34.) traf und die insgesamt tolle Stimmung in der Volkswagen Halle hier erst einmal auf Null herunter drehte. Im Spiel der Bamberger flutschte es nun und 3:39 Minuten vor dem Ende war es erneut der an diesem Abend bärenstarke Demarcus Demonia, der mit seinem vierten erfolgreichen Dreier beim 88:67 (37.) für die Vorentscheidung sorgte. Die letzten Punkte der Partie zum absolut verdienten 98:75-Endstand erzielte Finn Döntgens mit seinem ersten Korberfolg in der easyCredit BBL.
„Glückwunsch an unsere Spieler zum ersten Sieg der Saison! Wie in Hamburg haben wir gut angefangen und uns gute Würfe erarbeitet. Aber jedes Mal, wenn wir ein bisschen mehr auf ‚Ego‘ gespielt haben, sahen wir nicht gut aus, was Braunschweig ausnutzen konnte“, bemängelte Head Coach Anton Gavel. „Sie haben uns in der ersten Halbzeit mit viel Bewegung und Cuts wehgetan. Das dritte Viertel oder sogar die komplette zweite Halbzeit haben wir das dann gut gemacht. Wir hatten zwar einen kleinen Durchhänger und haben wieder sehr früh Würfe genommen. Aber wenn du hierherkommst und so deutlich gewinnst, dann kann man damit zufrieden sein. Der erste Sieg in dieser Saison tut gut, aber wir haben noch drei weitere Auswärtsspiele, auf die wir uns jetzt bestmöglich vorbereiten müssen.“
Das könnte Sie auch interessieren...
easyCredit BBL veröffentlicht den Spielplan für 2023//2024
Bamberg Baskets beginnen bei Rasta Vechta
Bis zum 27. Oktober müssen sich die Fans der Bamberg Baskets noch gedulden, ehe sie ihr neuformiertes Team in der easyCredit Basketball Bundesliga erstmals auf eigenem Parkett sehen werden. Gast in der Brose Arena im ersten Heimspiel werden die EWE Baskets aus sein. In die Saison starten die Bamberg bereits Ende September mit einem Auswärtsspiel bei Rasta Vechta.
Die easyCredit BBL hat den Spielplan für die Saison 2023//2024 veröffentlicht. Die neue BBL-Saison startet außerplanmäßig mit einem Doppelspieltag am Donnerstag//Freitag, 28.//29. September und am Sonntag//Montag, 1.//2. Oktober. Bereits am Mittwoch, dem 27. September, eröffnet der deutsche Meister ratiopharm ulm die neue Saison in einer vorgezogenen Partie gegen die NINERS Chemnitz.
Die Bamberger Basketballer, die seit dem 1. Juli als Bamberg Baskets starten, absolvieren am 24. September bei den Artland Dragons ihr Erstrundenspiel im BBL Pokal. Bundesligasaisonstart für das Team von Head Coach Oren Amiel ist am 28. September beim Aufsteiger in Vechta, ehe es vier Tage später in der Messe Chemnitz gegen die NINERS um die nächsten Zähler gehen wird.
Neues Spielplanschema
Allgemein werden die Partien eines Spieltags in der kommenden Saison nach folgendem Schema ausgetragen: ein Spiel findet am Freitag, Tip-Off um 20 Uhr, statt, sieben Spiele am Samstag – mit Spielbeginn um 18:30 Uhr oder um 20:00 Uhr – und Sonntag, Jump um 15:30 Uhr, um 17 Uhr oder um 18:30 Uhr, sowie ein Spiel am Montag mit Tip-Off um 20 Uhr.