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EMAS-Überwachungsaudit

EMAS-Über­wa­chungs­au­dit bestä­tigt wirk­sa­mes Umweltmanagement

Nach­hal­tig­keit mit Sys­tem an der Uni­ver­si­tät Bamberg

Wie viel Ener­gie benö­ti­gen die Gebäu­de der Uni­ver­si­tät? Wo las­sen sich Res­sour­cen ein­spa­ren? Wie wird Mobi­li­tät kli­ma­freund­li­cher – und wie kom­men gute Ideen tat­säch­lich in die Umset­zung? Um die­se und wei­te­re Fra­gen sys­te­ma­tisch anzu­ge­hen, arbei­tet die Otto-Fried­rich-Uni­ver­si­tät Bam­berg seit meh­re­ren Jah­ren mit dem Umwelt­ma­nage­ment­sys­tems EMAS (Eco-Manage­ment and Audit Scheme).

Ziel des­sen ist es, Nach­hal­tig­keit kon­ti­nu­ier­lich wei­ter­zu­ent­wi­ckeln. Am Mon­tag, 9. Febru­ar 2026, haben unab­hän­gi­ge Gut­ach­te­rin­nen und Gut­ach­ter das Umwelt­ma­nage­ment erneut geprüft – und reva­li­diert. EMAS ist ein frei­wil­li­ges Instru­ment der Euro­päi­schen Uni­on. Es unter­stützt Orga­ni­sa­tio­nen dabei, ihre Umwelt­leis­tung kon­ti­nu­ier­lich zu verbessern.

„Nach­hal­tig­keit braucht ver­läss­li­che Struk­tu­ren – und den Mut, genau hin­zu­schau­en: Was läuft gut, wo müs­sen wir nach­steu­ern? EMAS hilft uns, Zie­le, Maß­nah­men und Fort­schrit­te trans­pa­rent zu machen und uns kon­ti­nu­ier­lich wei­ter­zu­ent­wi­ckeln“, sagt Kanz­le­rin und Nach­hal­tig­keits­be­auf­trag­te der Uni­ver­si­tät Dr. Dag­mar Steu­er-Flie­ser. „Des­halb freut es mich sehr, dass unser Umwelt­ma­nage­ment zum wie­der­hol­ten Mal posi­tiv reva­li­diert wur­de.“ Im EMAS-Über­wa­chungs­au­dit prü­fen die exter­nen Umwelt­gut­ach­te­rin­nen und ‑gut­ach­ter, ob das Umwelt­ma­nage­ment­sys­tem ord­nungs­ge­mäß umge­setzt, wei­ter­ent­wi­ckelt und wirk­sam ange­wen­det wird.


Ers­te staat­li­che Uni­ver­si­tät in Bay­ern mit EMAS

Die Uni­ver­si­tät Bam­berg war 2021 die ers­te staat­li­che Uni­ver­si­tät in Bay­ern, die EMAS ein­ge­führt hat­te. Damit begann sie früh­zei­tig, Nach­hal­tig­keit sys­te­ma­tisch in Struk­tu­ren und Pro­zes­se der Uni­ver­si­tät zu inte­grie­ren. Die­se Ent­schei­dung zahlt sich heu­te aus: Nach­hal­tig­keit ist ein zen­tra­ler Bau­stein in der aktu­el­len Rah­men­ver­ein­ba­rung des Wis­sen­schafts­mi­nis­te­ri­ums mit den baye­ri­schen Hoch­schu­len. Kli­ma­bi­lan­zie­rung, Reduk­ti­ons­pfa­de und Nach­hal­tig­keits­ma­nage­ment gehö­ren zu den Anfor­de­run­gen. „Wir kön­nen hier auf eta­blier­te Pro­zes­se auf­bau­en“, so Steuer-Flieser.

Kon­kret bezieht das Umwelt­ma­nage­ment alle Berei­che der Uni­ver­si­tät ein – Leh­re, For­schung und Cam­pus­ma­nage­ment. Ener­gie- und Res­sour­cen­ver­bräu­che der Gebäu­de wer­den zum Bei­spiel sys­te­ma­tisch erfasst und aus­ge­wer­tet; Pho­to­vol­ta­ik­an­la­gen leis­ten einen Bei­trag zur Eigen­strom­erzeu­gung. Auch im Bereich Mobi­li­tät setzt die Uni­ver­si­tät an: Sie för­dert unter ande­rem Home­of­fice, nutzt einen zuneh­mend elek­tri­fi­zier­ten Fuhr­park mit E‑Autos sowie Dienst- und Las­ten­fahr­rä­dern und prio­ri­siert bei Dienst­rei­sen kli­ma­freund­li­che Alter­na­ti­ven. Recy­cling­pa­pier, digi­ta­le Pro­zes­se, Abfall­tren­nung und Was­ser­spar­maß­nah­men ergän­zen den Ansatz eben­so wie die För­de­rung von For­schung zu Nach­hal­tig­keits­the­men. Seit 2025 ver­fügt die Uni­ver­si­tät zudem über eine umfas­sen­de Nach­hal­tig­keits­stra­te­gie, die öko­lo­gi­sche, öko­no­mi­sche und sozia­le Aspek­te bündelt.


Aus­blick: Vali­die­rung nach WeIm­pact im Mai 2026 geplant

Nach dem erfolg­rei­chen Über­wa­chungs­au­dit rich­tet sich der Blick bereits nach vorn: Im Mai 2026 ist die Vali­die­rung nach WeIm­pact geplant. Dabei han­delt es sich um ein inte­grier­tes Nach­hal­tig­keits­ma­nage­ment­sys­tem, das Umwelt‑, Sozi­al- und Gover­nan­ce-Aspek­te sys­te­ma­tisch zusam­men­führt. Es baut auf EMAS auf, erwei­tert es jedoch aus­drück­lich um sozia­le Fragestellungen.

Die Uni­ver­si­tät hat die­ses brei­te­re Ver­ständ­nis bereits in ihrer Nach­hal­tig­keits­stra­te­gie ver­an­kert – und mit kon­kre­ten Struk­tu­ren unter­legt: Dazu zäh­len ein eta­blier­tes betrieb­li­ches Gesund­heits­ma­nage­ment, die Zer­ti­fi­zie­rung als Fair­trade Uni­ver­si­ty, Maß­nah­men zur Ver­ein­bar­keit von Fami­lie, Stu­di­um und Beruf im Rah­men der fami­li­en­ge­rech­ten Hoch­schu­le sowie ein Diver­si­ty-Kon­zept. Mit WeIm­pact sol­len die­se Bau­stei­ne künf­tig noch sys­te­ma­ti­scher zusam­men­ge­führt, über­prüft und wei­ter­ent­wi­ckelt werden.