Lage der baye­ri­schen M+E‑Industrie

21.000 Arbeits­plät­ze gin­gen 2025 verloren

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Arbeitsplätze
Symbolbild, Foto: Pixabay
Der Beschäf­ti­gungs­ab­bau in der M+E‑Industrie setzt sich wei­ter fort. Im Jah­res­ver­lauf 2025 gin­gen 21.000 Arbeits­plät­ze ver­lo­ren, wie die baye­ri­schen Metall- und Elek­tro­ar­beit­ge­ber­ver­bän­de bay­me vbm mitteilen.

„Die wirt­schaft­li­che Lage in der baye­ri­schen M+E Indus­trie bleibt ange­spannt. Vor allem die struk­tu­rel­len Her­aus­for­de­run­gen belas­ten die Unter­neh­men und füh­ren zu einem sich fort­set­zen­den Beschäf­ti­gungs­rück­gang. Kon­junk­tu­rell soll­te der Tief­punkt erreicht sein, die Auf­trags­ein­gän­ge neh­men erfreu­li­cher­wei­se wie­der zu. Die Bun­des­re­gie­rung muss den Reform­stau nun ent­schlos­sen und vor allem zügig ange­hen“, fasst der Haupt­ge­schäfts­füh­rer der baye­ri­schen Metall- und Elek­tro­ar­beit­ge­ber­ver­bän­de bay­me vbm, Bert­ram Bros­sardt, die Ergeb­nis­se des aktu­el­len M+E Kon­junk­tur­re­ports der Ver­bän­de zusammen.

Die Pro­duk­ti­on in der M+E Indus­trie stieg im Jah­res­durch­schnitt 2025 um 1,7 Pro­zent gegen­über dem Vor­jahr. bay­me vbm waren ursprüng­lich von einem Pro­duk­ti­ons­rück­gang für 2025 aus­ge­gan­gen, nach einer Revi­si­on der Indus­trie­pro­duk­ti­ons­sta­tis­tik durch das Baye­ri­sche Lan­des­amt für Sta­tis­tik lag das Pro­duk­ti­ons­ni­veau im ver­gan­ge­nen Jahr aber im Plus und nicht im Minus. „Die Pro­duk­ti­on liegt auf einem höhe­ren Niveau, eine Bele­bung im Jah­res­ver­lauf hat es aber nicht gege­ben“, ord­net Bros­sardt die Zah­len ein und ergänzt: „Erfreu­lich ist dage­gen, dass die Auf­trags­ein­gän­ge bei den baye­ri­schen M+E Betrie­ben um 3,7 Pro­zent gegen­über 2024 gestie­gen sind. Im letz­ten Quar­tal 2025 haben vor allem die Inlands­be­stel­lun­gen kräf­tig zugenommen.“

Der Beschäf­ti­gungs­ab­bau in der M+E Indus­trie setzt sich unter­des­sen wei­ter fort. Im Jah­res­ver­lauf 2025 gin­gen 21.000 Arbeits­plät­ze ver­lo­ren. „Fakt ist: Seit dem letz­ten Höchst­stand im Janu­ar 2024 wur­den ins­ge­samt 36.000 Stel­len abge­baut. Die Lage ist und bleibt also wei­ter­hin dra­ma­tisch“, macht Bros­sardt deut­lich. Zumal sich der Beschäf­ti­gungs­rück­gang laut bay­me vbm in den kom­men­den Mona­ten fort­set­zen wird. Die Beschäf­ti­gungs­plä­ne der baye­ri­schen M+E Unter­neh­men sind klar im nega­ti­ven Bereich, was sich durch alle Bran­chen zieht. „Beson­ders nega­tiv sind die Plä­ne in der Auto­mo­bil- und Zulie­fer­indus­trie sowie bei den Her­stel­lern elek­tri­scher Ausrüstungen.“

Laut bay­me vbm ist eine grund­le­gen­de Stand­ort­re­form daher unum­gäng­lich. Die schwarz-rote Bun­des­re­gie­rung ist zwar viel­ver­spre­chend gestar­tet und hat rich­ti­ge Akzen­te gesetzt, die Erwar­tun­gen der M+E Indus­trie wur­den aber bis­lang nur unzu­rei­chend erfüllt. „Eine kla­re Schwach­stel­le der Regie­rung bleibt lei­der immer noch der feh­len­de Reform­wil­le bei den sozia­len Siche­rungs­sys­te­men. Die Vor­schlä­ge der Sozi­al­staats­kom­mis­si­on lie­gen zwar vor, eine Umset­zung ist aber erst Ende 2027 geplant. Damit ver­spie­len wir wert­vol­le Zeit. Das glei­che gilt für den Büro­kra­tie­ab­bau: Hier gibt es zwar viel­ver­spre­chen­de Ankün­di­gun­gen, die kon­kre­te Umset­zung lässt aber auf sich war­ten. Und letzt­end­lich brau­chen wir zügig die Sen­kung der Strom­steu­er für alle Unter­neh­men – auch mit Blick auf die vola­ti­le Lage im Nahen Osten kön­nen unse­re Fir­men nach Jah­ren hoher Ener­gie­prei­se kei­ne wei­te­ren exor­bi­tan­ten Preis­sprün­ge mit­ma­chen. Wir ste­cken immer noch in einer tief­grei­fen­den struk­tu­rel­len Kri­se“, so Bros­sardt. Der M+E‑Konjunkturreport ist hier zu finden.

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