Lage der bayerischen M+E‑Industrie
Verlust von fast 30.000 Arbeitsplätzen in den letzten zwei Jahren
Die wirtschaftliche Lage in der bayerischen M+E Industrie ist auch im ersten Quartal 2026 angespannt geblieben. Die Produktion sei vier Prozent niedriger gewesen als im Vorjahresquartal, teilen bayme – Bayerischer Unternehmensverband Metall und Elektro e. V. und vbm – Verband der Bayerischen Metall- und Elektro-Industrie e. V. mit. Seit Anfang 2024 seien fast 30.000 Arbeitsplätze verlorengegangen und mit einem weiteren Abbau von Arbeitsplätzen werde gerechnet.
„Nachdem sich die wirtschaftliche Lage sowie auch die Stimmung in Bayerns größtem Industriezweig, der Metall- und Elektroindustrie, in der zweiten Jahreshälfte 2025 vorsichtig stabilisiert hatten, sorgt der Iran-Krieg seit März für eine erneute wirtschaftliche Zäsur. Fakt ist: Geopolitische Krisen haben die bayerische M+E Industrie weiter fest im Griff, denn zwei Drittel ihrer Umsätze macht sie auf Auslandsmärkten“, fasst Bertram Brossardt, Hauptgeschäftsführer der bayerischen Metall- und Elektroarbeitgeberverbände bayme vbm, das zentrale Ergebnis des aktuellen M+E Konjunkturreports der Verbände zusammen und ergänzt: „Zusätzlich zu den globalen Herausforderungen kämpfen die Unternehmen auch damit, dass die Standortbedingungen im Inland nicht mehr wettbewerbsfähig sind. Wir brauchen aber attraktive Rahmenbedingungen, um in einer Weltwirtschaft im Wandel bestehen zu können.“
Die Produktion in der M+E Industrie lag im ersten Quartal 2026 um vier Prozent niedriger als im Vorjahresquartal. Auffällig ist das kräftige Plus von rund zehn Prozent beim sonstigen Fahrzeugbau, der von einer konstant hohen Nachfrage nach zivilen Luftfahrzeugen sowie steigenden Ausgaben für Rüstungsgüter profitiert. Bei den beiden größten Wirtschaftszweigen der M+E Industrie, der Kfz-Industrie und des Maschinenbaus, gab es dagegen weitere Einbußen. Der Output sank bei beiden Branchen jeweils um rund acht Prozent. Diesen Rückgang konnte auch der Anstieg beim sonstigen Fahrzeugbau nicht kompensieren. „Die wirtschaftliche Stabilisierung der M+E Industrie war nicht nachhaltig, die Talfahrt setzt sich fort. Die Lage ist dramatisch. Einen Lichtblick bilden zumindest die Neuaufträge, die seit einiger Zeit vorsichtig aufwärtsgerichtet sind. Das Auftragsvolumen verharrt zugleich auf niedrigem Niveau, die Betriebe kämpfen weiter mit Überkapazitäten.“
Der Beschäftigungsabbau in der M+E Industrie hielt im ersten Quartal 2026 an. Gegenüber dem Vorquartal sank die Zahl der Beschäftigten um 0,3 Prozent. Seit dem letzten Höchststand im Januar 2024 gingen fast 30.000 Stellen verloren. Aktuell zählt die bayerische M+E Industrie rund 845.000 Beschäftigte. Dazu Brossardt: „Wir erwarten, dass sich der Abbau von Arbeitsplätzen in den kommenden Monaten fortsetzt. Die Kurzarbeit sinkt ebenfalls. Das mag auf den ersten Blick überraschend sein, die Ursache ist jedoch alarmierend: Da die Krise so lange anhält, bleibt vielen Betrieben nur noch die Möglichkeit, Beschäftigung abzubauen, statt sie mithilfe des Kurzarbeitergelds zu halten.“
bayme vbm fordern daher grundlegende und umfassende Reformen. „Bis zum Sommer muss die Bundesregierung den Reform-Turbo zünden, um den Dauerstillstand der vergangenen Jahre zu beenden. Wir haben keine Zeit mehr zu verlieren. Auf der anderen Seite müssen auch die Gewerkschaften erkennen, dass die hohen Arbeitskosten zu unseren größten Wettbewerbsnachteilen gehören. Sie hemmen Investitionen und erhöhen den Verlagerungsdruck. Es braucht jetzt eine gemeinsame Kraftanstrengung, damit wir im sich stark verändernden globalen Wettbewerb bestehen können“, so Brossardt.
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Lage der bayerischen M+E‑Industrie
21.000 Arbeitsplätze gingen 2025 verloren
Der Beschäftigungsabbau in der M+E‑Industrie setzt sich weiter fort. Im Jahresverlauf 2025 gingen 21.000 Arbeitsplätze verloren, wie die bayerischen Metall- und Elektroarbeitgeberverbände bayme vbm mitteilen.
„Die wirtschaftliche Lage in der bayerischen M+E Industrie bleibt angespannt. Vor allem die strukturellen Herausforderungen belasten die Unternehmen und führen zu einem sich fortsetzenden Beschäftigungsrückgang. Konjunkturell sollte der Tiefpunkt erreicht sein, die Auftragseingänge nehmen erfreulicherweise wieder zu. Die Bundesregierung muss den Reformstau nun entschlossen und vor allem zügig angehen“, fasst der Hauptgeschäftsführer der bayerischen Metall- und Elektroarbeitgeberverbände bayme vbm, Bertram Brossardt, die Ergebnisse des aktuellen M+E Konjunkturreports der Verbände zusammen.
Die Produktion in der M+E Industrie stieg im Jahresdurchschnitt 2025 um 1,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr. bayme vbm waren ursprünglich von einem Produktionsrückgang für 2025 ausgegangen, nach einer Revision der Industrieproduktionsstatistik durch das Bayerische Landesamt für Statistik lag das Produktionsniveau im vergangenen Jahr aber im Plus und nicht im Minus. „Die Produktion liegt auf einem höheren Niveau, eine Belebung im Jahresverlauf hat es aber nicht gegeben“, ordnet Brossardt die Zahlen ein und ergänzt: „Erfreulich ist dagegen, dass die Auftragseingänge bei den bayerischen M+E Betrieben um 3,7 Prozent gegenüber 2024 gestiegen sind. Im letzten Quartal 2025 haben vor allem die Inlandsbestellungen kräftig zugenommen.“
Der Beschäftigungsabbau in der M+E Industrie setzt sich unterdessen weiter fort. Im Jahresverlauf 2025 gingen 21.000 Arbeitsplätze verloren. „Fakt ist: Seit dem letzten Höchststand im Januar 2024 wurden insgesamt 36.000 Stellen abgebaut. Die Lage ist und bleibt also weiterhin dramatisch“, macht Brossardt deutlich. Zumal sich der Beschäftigungsrückgang laut bayme vbm in den kommenden Monaten fortsetzen wird. Die Beschäftigungspläne der bayerischen M+E Unternehmen sind klar im negativen Bereich, was sich durch alle Branchen zieht. „Besonders negativ sind die Pläne in der Automobil- und Zulieferindustrie sowie bei den Herstellern elektrischer Ausrüstungen.“
Laut bayme vbm ist eine grundlegende Standortreform daher unumgänglich. Die schwarz-rote Bundesregierung ist zwar vielversprechend gestartet und hat richtige Akzente gesetzt, die Erwartungen der M+E Industrie wurden aber bislang nur unzureichend erfüllt. „Eine klare Schwachstelle der Regierung bleibt leider immer noch der fehlende Reformwille bei den sozialen Sicherungssystemen. Die Vorschläge der Sozialstaatskommission liegen zwar vor, eine Umsetzung ist aber erst Ende 2027 geplant. Damit verspielen wir wertvolle Zeit. Das gleiche gilt für den Bürokratieabbau: Hier gibt es zwar vielversprechende Ankündigungen, die konkrete Umsetzung lässt aber auf sich warten. Und letztendlich brauchen wir zügig die Senkung der Stromsteuer für alle Unternehmen – auch mit Blick auf die volatile Lage im Nahen Osten können unsere Firmen nach Jahren hoher Energiepreise keine weiteren exorbitanten Preissprünge mitmachen. Wir stecken immer noch in einer tiefgreifenden strukturellen Krise“, so Brossardt. Der M+E‑Konjunkturreport ist hier zu finden.
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Lage der bayerischen M+E‑Industrie
Fast 10.000 Arbeitsplätze verlorengegangen im ersten Quartal 2025
Die wirtschaftliche Lage in der bayerischen M+E Industrie ist auch im ersten Quartal 2025 angespannt geblieben. So seien in den ersten drei Monaten fast 10.000 Arbeitsplätze in der bayerischen M+E Industrie verloren gegangen, teilen bayme – Bayerischer Unternehmensverband Metall und Elektro e. V. und vbm – Verband der Bayerischen Metall- und Elektro-Industrie e. V. mit.
„Die Belastungen der vergangenen Jahre haben deutliche Spuren hinterlassen. Vor allem die hohen Energie- und Zinskosten, die hohe Bürokratiebelastung, die wachsende Konkurrenz aus China sowie die politischen Unsicherheiten im In- und Ausland haben dazu geführt, dass die bayerische M+E Industrie ihre Produktion deutlich zurückfahren musste“, erläutert bayme vbm Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt bei der Vorstellung des aktuellen M+E Konjunkturreports der Verbände. Die Folge seien unterausgelastete Betriebe und ein Abbau der Beschäftigung. Die strukturellen Belastungsfaktoren blieben demzufolge weiterhin bestehen – allen voran der Handelskonflikt mit den USA, die geopolitischen Verwerfungen sowie strukturelle Standortprobleme. Konjunkturell scheine aber der Tiefpunkt überschritten zu sein.
So stieg die bayerische M+E Produktion im ersten Quartal 2025 um 2,3 Prozent gegenüber dem Vorquartal an. Die Auftragseingänge entwickelten sich von einem niedrigen Niveau ausgehend zuletzt ebenfalls aufwärts. Gegenüber dem Vorquartal stiegen sie im ersten Quartal 2025 um 2,8 Prozent an. „Für eine Entwarnung ist es dennoch zu früh: Das Niveau der Produktion und der Auftragseingänge ist weiter zu niedrig. Gleiches gilt für die Kapazitätsauslastung. Trotz eines leichten Anstiegs im ersten Quartal liegt sie mit aktuell 77,6 Prozent noch immer weit unter der Normalauslastung von 85 Prozent. Die Betriebe bauen auch deshalb weiter Beschäftigung ab. In den ersten drei Monaten gingen fast 10.000 Arbeitsplätze in der bayerischen M+E Industrie verloren – das war der fünfte Quartalsrückgang in Folge. Die Erwartungen der Betriebe an die künftige Geschäftslage erholen sich nur langsam“, warnt Brossardt.
Umso wichtiger sei es nun, das Momentum der neuen Bundesregierung unter Friedrich Merz zu nutzen und die strukturellen Belastungen am Standort Deutschland anzugehen. „Der Koalitionsvertrag und das Sofortprogramm bieten dafür eine gute Grundlage. Gerade jetzt sind wachstumsfördernde und festigende Maßnahmen unumgänglich. Wir begrüßen ausdrücklich die von der Regierung aufgezeigten Lösungsvorschläge und das angekündigte Tempo. Nur so kann ein Befreiungsschlag und damit wirtschaftliches Wachstum gelingen“, fasst Brossardt zusammen. Der M+E Konjunkturreport 02/2025 ist hier zu finden.